Aufnahme der Selbstständigkeit mitten in Bewilligungszeitraum - Vorgehen so korrekt? (1 Betrachter)

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FeelPhilo

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Hallo ihr Lieben,

ich lese hier schon sehr lange mit und bin begeistert, großartige Hilfestellung bekommt man hier!

Und nun ist es soweit, ich schreibe nun hier meinen allerersten Beitrag und hoffe auf einen Rat, ob mein geplantes Vorgehen korrekt ist oder ob ich etwas falsch sehe.

Also:
Ich mache mich nun sehr zeitnah selbstständig. Über vEKS und aEKS und die vielen Dinge, die man als hilfsbedürftiger Selbstständiger in ALG II beachten sollte, weiß ich bereits recht gut Bescheid. Nun bin ich mir aber unsicher, ob das, was ich vorhabe, so korrekt ist bzw. ob ich nicht evtl. etwas vergesse oder durcheinander bringe.

Vorab: Mein aktueller Bewilligungszeitraum läuft noch ein paar wenige Monate.

Ich will so vorgehen, dass ich im Folgenden genannte Unterlagen (natürlich nachweislich) dem Jobcenter zukommen lasse:

-Veränderungsmitteilung mit dem Inhalt, dass ich ab dem so und sovielten eine freiberufliche Tätigkeit in Vollzeit ausübe
-Vorläufige EKS für die 6 Monate ab dem Start der Selbstständigkeit

Seh ich es richtig, dass ich jetzt noch keinen Weiterbewilligungsantrag stellen muss, da der aktuelle Bewilligungszeitraum bei mir ja noch läuft? Oder muss ich - da ja in der EKS auch nach den voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben der nächsten 6 Monate gefragt wird - jetzt schon einen WBA dazu legen? (das hat mich wohl irritiert...)

Das ist der einzige Punkt, über den ich mir grad nicht im Klaren bin. Bin für Hilfe sehr dankbar.

Herzliche Grüße
FeelPhilo
 

Koelschejong

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Neuer WBA ist nicht nötig, Veränderungsmitteilung reicht, so wie Du das vorhast.
 

FeelPhilo

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Neuer WBA ist nicht nötig, Veränderungsmitteilung reicht, so wie Du das vorhast.
Vielen Dank!
Dann hab ich mich tatsächlich von den 6-Monats-Angaben in der EKS irritieren lassen, wie es scheint.

Also reiche ich diesmal nur diese beiden Unterlagen ein.

Der neue WBA wird dann erst wieder 4 Wochen vor Ablauf des aktuellen Bewilligungszeitraums nötig, richtig? Und dem muss ich dann keine weiteren Unterlagen hinzufügen, korrekt?

Sorry wegen der weiteren Rückfragen, will keine Fehler machen und bin gesundheitlich angeschlagen...
 

Korken

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Ich denke, es ist unkomplizierter, du gibt's die vEKS nur bis zum Ende deines Bewilligungszeitraums an (also halt nur für drei, vier? Monate). Merk das halt auch kurz in der Veränderungsmitteilung an.
So kannst du dann mit dem WBA sauber eine neue vEKS über 6 Monate abgeben.
Ich glaube nämlich nicht, dass das JC mit einem WBA ohne komplette vEKS zurechtkommt ;)
 

Koelschejong

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Ich denke, es ist unkomplizierter, du gibt's die vEKS nur bis zum Ende deines Bewilligungszeitraums an (also halt nur für drei, vier? Monate). Merk das halt auch kurz in der Veränderungsmitteilung an.
So kannst du dann mit dem WBA sauber eine neue vEKS über 6 Monate abgeben.
Ich glaube nämlich nicht, dass das JC mit einem WBA ohne komplette vEKS zurechtkommt ;)
Und erfreust das JC gleichzeitig dadurch, dass Du die ja fast zwangsläufigen Anfangsverluste nicht auf 6 Monate verteilst und evtl. durch erste Gewinne kompensierst, sondern "brav" aus der eigenen Tasche zahlst, damit JC Dir die Gewinne dann ungemindert anrechnen kann.
 

FeelPhilo

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Ich denke, es ist unkomplizierter, du gibt's die vEKS nur bis zum Ende deines Bewilligungszeitraums an (also halt nur für drei, vier? Monate). Merk das halt auch kurz in der Veränderungsmitteilung an.
So kannst du dann mit dem WBA sauber eine neue vEKS über 6 Monate abgeben.
Ich glaube nämlich nicht, dass das JC mit einem WBA ohne komplette vEKS zurechtkommt ;)
Ja eben,sowas in der art dachte ich halt auch. Ich mein, wenns mich selbst schon irritiert....
 

FeelPhilo

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Und erfreust das JC gleichzeitig dadurch, dass Du die ja fast zwangsläufigen Anfangsverluste nicht auf 6 Monate verteilst und evtl. durch erste Gewinne kompensierst, sondern "brav" aus der eigenen Tasche zahlst, damit JC Dir die Gewinne dann ungemindert anrechnen kann.
Also in der vEKS gebe ich sowieso alle Einnahmen und Ausgaben mit 0€ an. Einmal damit die mir nicht u.U. Geld abziehen können (Risiko Unterdeckung, ist klar) und ich grad nicht vorhersehen kann, wann ich den ersten Auftrag annehmen werde; und auch weil ich zum jetzigen Zeitpunkt wirklich noch nicht weiß, wie hoch meine Ausgaben wirklich sein werden (vermutlich sehr gering, halt fast nur Büromaterial).

edit: hab grad nochmal nachgelesen,es ist wohl wirklich so,dass ich jetzt nur die monate bis zum ende meines aktuellen BWZ in der EKS angeben sollte.
 

Korken

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Und erfreust das JC gleichzeitig dadurch, dass Du die ja fast zwangsläufigen Anfangsverluste nicht auf 6 Monate verteilst und evtl. durch erste Gewinne kompensierst, sondern "brav" aus der eigenen Tasche zahlst, damit JC Dir die Gewinne dann ungemindert anrechnen kann.
Naja, laut § 3 Alg II-V Abs.1 heißt es: "Wird eine Erwerbstätigkeit nach Satz 1 nur während eines Teils des Bewilligungszeitraums ausgeübt, ist das Einkommen nur für diesen Zeitraum zu berechnen." ;)
 

FeelPhilo

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AW: Aufnahme der Selbstständigkeit mitten in BWZ und Angabe Betriebsstätte

Es hat sich noch eine weitere dringende Frage ergeben.

Und zwar hinsichtlich meiner Betriebsstätte.
Ich werde überwiegend zuhause tätig sein; allerdings bin ich nicht an eine feste Betriebsstätte gebunden.

Da ich in einem Thread hier las, dass die Angabe von wenigen Quadratmetern in der Privatwohnung zu einem Problem werden können, da diese Angaben dann u. U. von den KdU abgezogen werden, bin ich nun unsicher, was ich tun soll. Schließlich muss ich ja korrekte Angaben machen, darf aber nun auch nicht das Risiko der Unterdeckung eingehen.

Ich habe in der entsprechenden Arbeitshilfe nachgeschaut und dort heißt es ausdrücklich:

"Unter „Arbeitszimmer“ ist hier ein Raum in häuslicher Atmosphäre, der ausschließlich für die selbständige Tätigkeit genutzt wird, zu verstehen. Die Absetzung eines häuslichen Arbeitszimmers als Be-triebsausgabe ist steuerlich sehr stark eingeschränkt.
Auf das notwendige Arbeitszimmer entfallende Anteile der Mietzah-lungen (bei selbst genutzter Immobilie des Finanzierungsaufwan-des) und Nebenkosten sind zu berücksichtigen. Dazu zählen auch betrieblich veranlasste notwendige Kosten, wie z. B. Nebenkosten oder Renovierungskosten. Eine Kostenübernahme nach § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II scheidet aus (z. B. Kosten für Künstlerateliers können nicht als Unterkunftskosten übernommen werden, vgl. BSG, Urteil vom 23.11.2006, Az: B 11b AS 3/05 R, Rz. 15; ggf. als Betriebsaus-gaben absetzbar).
Beachte: Bei der Berücksichtigung eines Arbeitszimmers als Betriebsausgabe ist die Neuberechnung der KdU notwendig.
Wird die Tätigkeit aber in einer sowohl der Größe als auch den Kosten nach angemessenen Wohnung ausgeübt (z. B. Journalist ver-zichtet aus Kostengründen auf die Anmietung eines Büros und übt die selbständige Tätigkeit in seiner Wohnung aus), muss sichergestellt werden, dass die leistungsberechtigte Person die Wohnung weiterhin finanzieren kann.
Beispiel:
Eine Leistungsberechtigte übt ihre selbständige Tätigkeit in ihrer 45 m² großen Wohnung aus. Aus ihrer Tätigkeit ergibt sich ein Verlust. Hier kann die KdU nicht anteilig gekürzt werden, da die Leistungsberechtigte sonst ihre angemessene Miete nicht mehr zahlen kann und eine Räu-mungsklage droht."

Wie würdet ihr an meiner Stelle vorgehen?

Ich tendiere dazu, einerseits anzugeben, dass ich an keine feste Betriebsstätte gebunden bin, andererseits aber wahrheitsgemäß die -teilweise -gewerblich genutzte Fläche von wenigen Quadratmetern anzugeben.Und zusätzlich einen Vermerk zu machen, das diese sich in einer angemessenen Wohnung befindet und diese Kosten nicht angerechnet werden dürfen, da ich sonst die Wohnung nicht weiter finanzieren kann.

Was haltet ihr davon?
 
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