Aufhebungsvertrag wegen personenbedingter Gründe (Krankheit) GdB 60% (1 Betrachter)

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Hamburgeraut

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Hallo ihr Lieben,

Folgender Sachverhalt.
Mitte 2016 wurde ich als Schwerbehinderter Arbeitnehmer bei einem Betrieb ungelernt und unbefristet angestellt, der Arbeitgeber bekam einen Eingliederungszuschuss über 70% für 2 Jahre bei einem Bruttogehalt von 1.800 €.

Allerdings war mein Arbeitsplatz nachdem ich die ersten Monate an meinem Privatrechner gearbeitet habe (da kein anderer da war und ich motiviert und naiv war), nicht mehr benutzbar, als ich diesen wieder mit nach Hause nehmen musste (Angekündigt).

Mein Arbeitgeber verweigerte die Beschaffung eines geeigneten PCs, sodass ich danach nicht mehr arbeiten konnte.

Ich habe sogar einen Antrag auf Ausstattung des Arbeitsplatzes gestellt, mein Arbeitgeber hat ihn unterschrieben und in der Begutachtung dem Dokument komplett wiedersprochen, worauf hin das Integrationsamt nichts bewilligt hat.

Nachdem mein Ansprechpartner im Betrieb dann gekündigt wurde und der Gesellschafter sich selbst zu meinem Ansprechpartner und gleichzeitig Arbeitgeber ernannt hat, konnte ich kaum noch etwas besprechen.

Aufgrund von Selbstverpflichtung und einem starken Wunsch zu arbeiten (ich war davor 8 Jahre in EU-Rente und da raus zu kommen war die Hölle, weil nicht vorgesehen von Amtswegen) kam ich noch 6-8 Wochen meinen Vertragspflichten täglich nach: sprich ich fuhr hin, saß 8 Stunden rum und fuhr wieder zurück.

Als ich wieder so krank war das meine Psychologin und ein Neurologe mich krankgeschrieben haben und nachhaltige stärkere psychische Probleme und extreme Rückschritte zu vermeiden, gab es von der AfA nur die Aussage, sie könnten nichts tun, da ich noch angestellt bin.

Nun bin ich seit über einem Jahr krankgeschrieben und mein Arbeitgeber hat mir nun einen Aufhebungsvertrag zugeschickt, der bei Annahme einfach nur das Arbeitsverhältnis zu meinen ungunsten (Sperre) beenden würde.

Jetzt wäre meine Frage:
Welche Optionen habe ich?

Ich habe eine Krankheitsgeschichte die fast 2 Jahrzehnte umfasst (bei einem alter von knapp 3 Jahrzehnten) und ziemlich genaue psychatrische Gutachten die belegen, dass ich gesund war bevor ich dort anfing und nahe suizidal als ich mich krankschreiben lassen musste.

Was fällt euch da ein?
Bin ich da jetzt wirklich der ge*rschte, der alles getan hat um diese Stelle auszufüllen und weil es dem AG egal war, erst krank und jetzt gekündigt werden soll und danach einfach mit nichts dasteht?

Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße

Hamburgeraut
 

Doppeloma

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Hallo Hamburgeraut, :welcome:

Mitte 2016 wurde ich als Schwerbehinderter Arbeitnehmer bei einem Betrieb ungelernt und unbefristet angestellt, der Arbeitgeber bekam einen Eingliederungszuschuss über 70% für 2 Jahre bei einem Bruttogehalt von 1.800 €.
Dann ist ja noch nicht mal die "Pflichtzeit" abgelaufen, für die eine Förderung bewilligt wurde.
Kennst du die konkreten Bedingungen die darin festgehalten wurden, nach meiner Kenntnis muss das Arbeitsverhältnis noch mindestens 2 Jahre ohne Förderung weiter bestehen bleiben ... ???

Allerdings war mein Arbeitsplatz nachdem ich die ersten Monate an meinem Privatrechner gearbeitet habe (da kein anderer da war und ich motiviert und naiv war), nicht mehr benutzbar, als ich diesen wieder mit nach Hause nehmen musste (Angekündigt).
Das war vielleicht am Anfang "recht nett" von dir aber wenn du das benötigst um die Arbeit ausführen zu können, hat der AG auch die Arbeitsmittel für dich zu stellen.
Kassiert einen Haufen Geld für dich und du bringst noch deinen eigenen Rechner mit in die Firma, was soll das denn ??? :doh:

Mein Arbeitgeber verweigerte die Beschaffung eines geeigneten PCs, sodass ich danach nicht mehr arbeiten konnte.
Wer hat denn diese Förderung spendiert, du solltest dich mal dort an einen Verantwortlichen wenden (AfA / DRV ???), wie mit diesem Fördergeld und mit dir umgegangen wird bei diesem AG ...
Der zieht doch nur die Kohle ab und hat gar kein echtes Interesse an deiner Person und deiner Mitarbeit ... bist du dir wirklich so wenig wert ?

Ich habe sogar einen Antrag auf Ausstattung des Arbeitsplatzes gestellt, mein Arbeitgeber hat ihn unterschrieben und in der Begutachtung dem Dokument komplett wiedersprochen, worauf hin das Integrationsamt nichts bewilligt hat.
Bist du mal selbst beim Integrationsamt gewesen und hast mal mit denen gesprochen was da abgeht, die haben doch auch eine Verantwortung dafür zu tragen ???

Nachdem mein Ansprechpartner im Betrieb dann gekündigt wurde und der Gesellschafter sich selbst zu meinem Ansprechpartner und gleichzeitig Arbeitgeber ernannt hat, konnte ich kaum noch etwas besprechen.
Du solltest dich dringend mal selbst an das Intergrationsamt wenden, die sind für deine Unterstützung da und der AG kann dich nur kündigen wenn das Integrations-Amt zustimmt, darum auch der Versuch mit dem Aufhebungsvertrag.

Dann bist du ja "freiwillig" gegangen und hast auf die weitere "Förderung" bei diesem AG verzichtet, damit ersparst du ihm (vermutlich) noch Rückzahlungen von Förderbeträgen, die er aus meiner Sicht überhaupt NICHT verdient hat. :icon_evil:

Aufgrund von Selbstverpflichtung und einem starken Wunsch zu arbeiten (ich war davor 8 Jahre in EU-Rente und da raus zu kommen war die Hölle, weil nicht vorgesehen von Amtswegen) kam ich noch 6-8 Wochen meinen Vertragspflichten täglich nach: sprich ich fuhr hin, saß 8 Stunden rum und fuhr wieder zurück.
Welche "Selbstverpflichtung" bitte, hast du irgendwas unterschrieben, dass du dich von einem AG "zum Affen machen lässt", damit der Fördergelder für dich kassieren kann, ohne wirklich was dafür zu tun ???

Das ist doch ein unzumutbarer Zustand (würde ich schon als "Bossing" bezeichnen und den anzeigen), bist du der einzige Mitarbeiter, dass Niemand davon was mitbekommen hat ???

Als ich wieder so krank war das meine Psychologin und ein Neurologe mich krankgeschrieben haben und nachhaltige stärkere psychische Probleme und extreme Rückschritte zu vermeiden, gab es von der AfA nur die Aussage, sie könnten nichts tun, da ich noch angestellt bin.
Was hattest du angenommen, was die AfA tun könnte ???

Nun bin ich seit über einem Jahr krankgeschrieben und mein Arbeitgeber hat mir nun einen Aufhebungsvertrag zugeschickt, der bei Annahme einfach nur das Arbeitsverhältnis zu meinen ungunsten (Sperre) beenden würde.
Das solltest du auf keinen Fall unterschreiben, ein Aufhebungsvertrag führt IMMER zur Sperre in solchen Fällen und dein AG soll mal schön den regulären Weg gehen müssen, wenn er dich los werden will.
Das dürfte ziemlich schwierig werden, besonders wenn du vielleicht Zeugen für die unmöglichen Vorgehensweisen hast ...

Kündigt er dich ohne Einschaltung des Integrationsamtes, dann ist das unwirksam und du solltest auch den Weg zum Arbeitsgericht nicht scheuen ... ich würde auch Schadenersatz für die Nutzung meines Privaten PC in der Firma verlangen ...

Ich habe eine Krankheitsgeschichte die fast 2 Jahrzehnte umfasst (bei einem alter von knapp 3 Jahrzehnten) und ziemlich genaue psychatrische Gutachten die belegen, dass ich gesund war bevor ich dort anfing und nahe suizidal als ich mich krankschreiben lassen musste.
Es kommt sehr darauf an was davon du auch beweisen kannst mit Zeugen-Aussagen z.B., das ist kein "Kavaliersdelikt", sondern schon eine Straftat was der da mit dir gemacht hat, das muss man aber auch beweisen können.

Es ist auch "Betrug" an dem Kostenträger für die Fördergelder, der hat dich doch nur ausgenutzt so lange du "nützlich" warst und dann eiskalt ignoriert.

Bin ich da jetzt wirklich der ge*rschte, der alles getan hat um diese Stelle auszufüllen und weil es dem AG egal war, erst krank und jetzt gekündigt werden soll und danach einfach mit nichts dasteht?
Du bleib mal schön AU geschrieben und setze dich mal mit dem zuständigen Intergrationsamt und der Stelle in Verbindung, wo die Fördergelder bewilligt wurden.

Das hättest du schon lange tun sollen um diesem Treiben ein Ende zu setzen, allerdings eins womit der AG nicht zufrieden sein wird.

Zumindest dort wurde doch dein Einsatz und deine Leistungsbereitschaft gar nicht anerkannt, trotzdem solltest du auf keinen Fall freiwillig gehen, es gibt gar keinen Grund dafür :icon_evil:

Jetzt ist wohl DEINE Zeit gekommen, dem AG zu zeigen, dass es Grenzen gibt im Umgang mit dir, wenn er dich weg haben will, muss er dir kündigen und dafür braucht er die Zustimmung vom Intergrationsamt.

Wenn er die bekommt, weil du nun länger AU bist, dann kann dir zumindest die AfA keine Sperre geben, was willst du denn bei dem noch und wegen der Förderung würde ich unbedingt auch den Kostenträger informieren, was das für ein "Abzocker" ist ...

Leider ist das inzwischen schon oft der Fall, dass man gerne Fördergelder irgendwo mitnimmt ohne viel dafür tun zu müssen ...
Versuche selbst eine andere Stelle zu finden und lass dich nie wieder so lange "an der Nase herum führen" und wenn es vorerst gar nicht mehr geht, dann versuche deine EM-Rente zurück zu bekommen.

Seit letztes Jahr gibt es dazu auch neue Regelungen, wenn ein Arbeitsversuch in die "Hose geht", dass man da die EM-Rente eventuell wieder bewilligt bekommt.

Dazu weiß ich aber selbst noch nicht sehr viel, die DRV sollte dir aber dazu korrekte Auskünfte geben können in einer DRV-Beratungsstelle z.B. wo man auch in dein Renten-Konto sehen kann.

Mehr fällt mir dazu leider auch nicht ein, vielleicht kommen ja noch weitere Antworten, viele Erfahrungen zu so einer komplexen "Misere" wird es aber wahrscheinlich auch nicht geben.

Lass dich auf keinen Fall auf den Aufhebungsvertrag ein, das wäre keine gute Idee ... da kann man dir wirklich prima "die ganze Schuld in die Schuhe schieben" und der AG bleibt komplett ungeschoren und darf (wahrscheinlich) auch noch die Fördergelder komplett behalten.

Schon das würde ich dem versuchen möglichst zu "versalzen" ... :icon_neutral:

MfG Doppeloma
 

Hamburgeraut

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Hallo, danke für deine auführliche Antwort :)

Hallo Hamburgeraut, :welcome:
Dann ist ja noch nicht mal die "Pflichtzeit" abgelaufen, für die eine Förderung bewilligt wurde.
Kennst du die konkreten Bedingungen die darin festgehalten wurden, nach meiner Kenntnis muss das Arbeitsverhältnis noch mindestens 2 Jahre ohne Förderung weiter bestehen bleiben ... ???
12 Monate ist die Nachbeschäftigungszeit.

Das war vielleicht am Anfang "recht nett" von dir aber wenn du das benötigst um die Arbeit ausführen zu können, hat der AG auch die Arbeitsmittel für dich zu stellen.
Kassiert einen Haufen Geld für dich und du bringst noch deinen eigenen Rechner mit in die Firma, was soll das denn ??? :doh:
Ja, das habe ich mich auch gefragt. Zumal der EGZ ja nicht zur Bespaßung oder Bereicherung, sondern eher für Weiterbildung, Ausgleich etc genutzt werden soll.

Wer hat denn diese Förderung spendiert, du solltest dich mal dort an einen Verantwortlichen wenden (AfA / DRV ???), wie mit diesem Fördergeld und mit dir umgegangen wird bei diesem AG ...
Der zieht doch nur die Kohle ab und hat gar kein echtes Interesse an deiner Person und deiner Mitarbeit ... bist du dir wirklich so wenig wert ?
Die AfA wars. Von der kam nur: "Wir können nichts tun solange sie angestellt sind".


Bist du mal selbst beim Integrationsamt gewesen und hast mal mit denen gesprochen was da abgeht, die haben doch auch eine Verantwortung dafür zu tragen ???
Laut denen ist die AfA zuständig.

Du solltest dich dringend mal selbst an das Intergrationsamt wenden, die sind für deine Unterstützung da und der AG kann dich nur kündigen wenn das Integrations-Amt zustimmt, darum auch der Versuch mit dem Aufhebungsvertrag.

Dann bist du ja "freiwillig" gegangen und hast auf die weitere "Förderung" bei diesem AG verzichtet, damit ersparst du ihm (vermutlich) noch Rückzahlungen von Förderbeträgen, die er aus meiner Sicht überhaupt NICHT verdient hat. :icon_evil:
Ich werde mich heute nochmal mit dem Sachverhalt ans Integrationsamt wenden.

Den Aufhebungsvertrag werde ich auf keinen Fall unterschreiben.


Welche "Selbstverpflichtung" bitte, hast du irgendwas unterschrieben, dass du dich von einem AG "zum Affen machen lässt", damit der Fördergelder für dich kassieren kann, ohne wirklich was dafür zu tun ???
Nein die Selbstverpflichtung meinem Arbeitswillen gegenüber, ich war mein halbes Leben psychisch Krank und habe lange gekämpft um einen Arbeitsplatz zu erreichen.
Das war eher ein "es nicht wahr haben wollen"


Das ist doch ein unzumutbarer Zustand (würde ich schon als "Bossing" bezeichnen und den anzeigen), bist du der einzige Mitarbeiter, dass Niemand davon was mitbekommen hat ???
Die Mitarbeiter die das mitbekommen haben und sich eingesetzt haben wurden "entfernt"


Was hattest du angenommen, was die AfA tun könnte ???
Als Zuständiger für die Leistung, also den EGZ dachte ich sie wären zuständig und könnten vielleicht eingreifen.


Das solltest du auf keinen Fall unterschreiben, ein Aufhebungsvertrag führt IMMER zur Sperre in solchen Fällen und dein AG soll mal schön den regulären Weg gehen müssen, wenn er dich los werden will.
Das dürfte ziemlich schwierig werden, besonders wenn du vielleicht Zeugen für die unmöglichen Vorgehensweisen hast ...

Kündigt er dich ohne Einschaltung des Integrationsamtes, dann ist das unwirksam und du solltest auch den Weg zum Arbeitsgericht nicht scheuen ... ich würde auch Schadenersatz für die Nutzung meines Privaten PC in der Firma verlangen ...
Ja, Zeugen habe ich 2 ehemalige Angestellte und sehr viele E-Mails. Teilweise auch mit dem Arbeitgeber.
Ich habe mal einen Anwalt angefragt.


Es kommt sehr darauf an was davon du auch beweisen kannst mit Zeugen-Aussagen z.B., das ist kein "Kavaliersdelikt", sondern schon eine Straftat was der da mit dir gemacht hat, das muss man aber auch beweisen können.

Es ist auch "Betrug" an dem Kostenträger für die Fördergelder, der hat dich doch nur ausgenutzt so lange du "nützlich" warst und dann eiskalt ignoriert.
Beweisen kann ich da einiges von.

Du bleib mal schön AU geschrieben und setze dich mal mit dem zuständigen Intergrationsamt und der Stelle in Verbindung, wo die Fördergelder bewilligt wurden.

Das hättest du schon lange tun sollen um diesem Treiben ein Ende zu setzen, allerdings eins womit der AG nicht zufrieden sein wird.
Mache ich, ich dachte die wären nicht zuständig, weil sie nicht Leistungszahler sind.

Zumindest dort wurde doch dein Einsatz und deine Leistungsbereitschaft gar nicht anerkannt, trotzdem solltest du auf keinen Fall freiwillig gehen, es gibt gar keinen Grund dafür :icon_evil:

Jetzt ist wohl DEINE Zeit gekommen, dem AG zu zeigen, dass es Grenzen gibt im Umgang mit dir, wenn er dich weg haben will, muss er dir kündigen und dafür braucht er die Zustimmung vom Intergrationsamt.

Wenn er die bekommt, weil du nun länger AU bist, dann kann dir zumindest die AfA keine Sperre geben, was willst du denn bei dem noch und wegen der Förderung würde ich unbedingt auch den Kostenträger informieren, was das für ein "Abzocker" ist ...
Ich würde mich wundern, wenn er die bekäme bei den Umständen.
Nichts davon ist meine Schuld. Außer das lange warten.

Leider ist das inzwischen schon oft der Fall, dass man gerne Fördergelder irgendwo mitnimmt ohne viel dafür tun zu müssen ...
Versuche selbst eine andere Stelle zu finden und lass dich nie wieder so lange "an der Nase herum führen" und wenn es vorerst gar nicht mehr geht, dann versuche deine EM-Rente zurück zu bekommen.
Ja, bei der anderen arbeit bin ich schon dran und da wird sich jetzt zeigen inwieweit das was wird.

Seit letztes Jahr gibt es dazu auch neue Regelungen, wenn ein Arbeitsversuch in die "Hose geht", dass man da die EM-Rente eventuell wieder bewilligt bekommt.

Dazu weiß ich aber selbst noch nicht sehr viel, die DRV sollte dir aber dazu korrekte Auskünfte geben können in einer DRV-Beratungsstelle z.B. wo man auch in dein Renten-Konto sehen kann.
Das ist für den Ernstfall gut zu wissen, auch wenn das der Horror wäre für mich, aber als Notfallplan.. Dankeschön

Mehr fällt mir dazu leider auch nicht ein, vielleicht kommen ja noch weitere Antworten, viele Erfahrungen zu so einer komplexen "Misere" wird es aber wahrscheinlich auch nicht geben.

Lass dich auf keinen Fall auf den Aufhebungsvertrag ein, das wäre keine gute Idee ... da kann man dir wirklich prima "die ganze Schuld in die Schuhe schieben" und der AG bleibt komplett ungeschoren und darf (wahrscheinlich) auch noch die Fördergelder komplett behalten.

Schon das würde ich dem versuchen möglichst zu "versalzen" ... :icon_neutral:

MfG Doppeloma
Danke nochmal für die Auführlichkeit.
Ich rufe jetzt mal beim Integrationsamt an und frage nach.

Falls noch mehr Erfahrungswerte oder EInschätzungen aufkommen, bin ich sehr dankbar.
Viele Grüße
 

Hamburgeraut

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Hallo erneut,

ich sprach gestern mit der Sachbearbeiterin vom Integrationsamt.
Dabei kamen 3 Dinge heraus.

1. Ich hätte mich tatsächlich schon früher an Sie wenden können, denn wenn es Probleme beim AG gibt, sind sie zuständig.

2. Der von mir erwähnte Antrag auf Ausstattung des Arbeitsplatzes wurde nicht abgelehnt, sondern voll umfänglich bewilligt: Passender PC, Stuhl, Schreibtisch, Bildschirm etc.
Der Grund warum die Ausstattung nicht zustande kam war, weil der AG nicht bereit war den geringen Eigenanteil zu bezahlen... (das macht mich im nachhinein etwas ungehalten)

3. Sie sagen keinen Aufhebungsvertrag unterzeichnen, die Sachbearbeiterin und ggf. Leitung vom Integrationsamt setzen sich mit mir zusammen und dann besprechen wir weiteres.
Also vom Integrationsamt hörte sich das nach Rückendeckung an.

Neben dem liegt der Aufhebungsvertrag meinem Anwalt vor, zusammen mit den neuen Erkenntnissen.

Auch wenn es das für mich nochmal schlimmer macht, weil es anscheinend nur darum ging, den Eigenanteil nicht zu bezahlen, das ist schon ernüchternd.
 

Doppeloma

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Hallo Hamburgeraut,

ich sprach gestern mit der Sachbearbeiterin vom Integrationsamt.
Dabei kamen 3 Dinge heraus.

1. Ich hätte mich tatsächlich schon früher an Sie wenden können, denn wenn es Probleme beim AG gibt, sind sie zuständig.
Das freut mich wirklich sehr, dass du nun offenbar auf Jemanden getroffen bist, der dein Problem mit dem AG ernst nimmt und sich darum kümmern wird ... :icon_daumen:

2. Der von mir erwähnte Antrag auf Ausstattung des Arbeitsplatzes wurde nicht abgelehnt, sondern voll umfänglich bewilligt: Passender PC, Stuhl, Schreibtisch, Bildschirm etc.
Der Grund warum die Ausstattung nicht zustande kam war, weil der AG nicht bereit war den geringen Eigenanteil zu bezahlen... (das macht mich im nachhinein etwas ungehalten)
Das glaube ich dir gerne, dass du darüber sehr ungehalten bist, das ist auch dein gutes Recht, ich kann der Dame nur zustimmen, dass du viel eher dort mal um Hilfe hättest fragen sollen.

3. Sie sagen keinen Aufhebungsvertrag unterzeichnen, die Sachbearbeiterin und ggf. Leitung vom Integrationsamt setzen sich mit mir zusammen und dann besprechen wir weiteres.
Also vom Integrationsamt hörte sich das nach Rückendeckung an.
Sehr gut und dein Eindruck ist durchaus korrekt, das Integrationsamt soll DICH unterstützen und nicht vorrangig den AG, dafür sind die doch da und ich wünsche dir sehr, dass du jetzt den nötigen Rückhalt bekommst deine Rechte gegen diese unhaltbaren Zustände bei diesem AG durchzusetzen.

Neben dem liegt der Aufhebungsvertrag meinem Anwalt vor, zusammen mit den neuen Erkenntnissen.
Da kann ich mich auch nur wiederholen, du unterschreibst das auf KEINEN Fall, leider kennen sich auch nicht alle Anwälte sehr gut damit aus, welche Konsequenzen das besonders in deiner Konstellation (mit dem Eingliederungs-Zuschuss) haben kann.

Der wollte dich wohl fast "umsonst" haben, für eine AG-Kündigung MUSS das Integrationsamt zustimmen, das wird damit wohl nicht einverstanden sein, wie es sich liest ...

NUR mit deiner Unterschrift auf einen Aufhebungsvertrag (oder bei einer Eigenkündigung) KANN er dich ohne Beteiligung des Integrationsamtes los werden ...
Darum ist es SEHR gut, dass du dich dort hingewandt hast, würde mich freuen wenn du berichtest, wie es dir weiter ergehen wird.

Das kann ja auch Anderen helfen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation stecken und nicht wissen wo sie sich hin wenden sollen, um Hilfe zu bekommen ... :peace:

MfG Doppeloma
 
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