Aufhebungsvertrag und nachfolgenden Überlegungen

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kartoffelsack

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Hallo zusammen,

da ich nicht sicher bin, ob ich etwas übersehe fasse ich hier mal kurz zusammen:

53 Jahre, GdB 50, privat versichert, unbefristet teilweise Erwerbsgemindert, Teilzeit unbefristet beschäftigt

Mir wurde nach der 2. längeren AU-Zeit ein Aufhebungsvertrag angeboten.

Das habe ich erst einmal abgelehnt und mich trotzdem weiter mit dem Thema beschäftigt. Von der Personalabteilung habe ich nun konkrete Zahlen auf dem Tisch.

Ich werde das Angebot annehmen, auch weil mir bereits zweimal von ärztlicher Seite nahegelegt wurde mal für eine Zeit meinen Job ruhen zu lassen um gesundheitlich in eine bessere Verfassung zu gelangen. Hatte ich immer abgelehnt, weil von irgendetwas muss ich ja leben.

Arzt hätte gesundheitsbedingte Kündigung meinerseits unterstützt. Da bekomme ich durchaus etwas Schriftliches, wenn erforderlich.

Aufhebungsvertrag lautet auf betriebsbedingt im beiderseitigen Einvernehmen. Den habe ich aber noch nicht vorliegen.

Einkommen ist geklärt (Rente staatl.+ betrieblich).

Da ich mich nicht arbeitslos melde und auch kein Arbeitslosengeld beziehen werde gehen meine Fragen jetzt in Richtung DRV:
  • Wie erhalte ich den Anspruch auf eine volle EMR ohne Sozialleistungen? Muss ich da überhaupt was tun? Geht das überhaupt? Zahle ja zukünftig keine Pflichtbeiträge mehr ein.
  • Muss ich mich weiter arbeitsunfähig schreiben lassen z. B. für die DRV? Wer bekäme diesen Nachweis dann? Privat versichert…die interessiert das nicht.
  • Da das Arbeitsverhältnis auf Veranlassung des Arbeitgeber aufgelöst wird …könnte ich nach einem Jahr eine Arbeitsmarktrente beantragen? Lese ich immer mal wieder. Verschlossener Teilzeitmarkt, weil gesundheitlich ohne längere AU Zeiten nicht mehr arbeitsfähig.
Ob das aber so wirklich passt bin ich mir nicht sicher. Die Entscheidung ob verschlossener Arbeitsmarkt treffe ja nicht ich. Sollte ich da meinerseits was tun?

Irgendwie habe ich das Gefühl ich übersehe etwas. Gibt es noch etwas was ich bedenken muss?

Vielen Dank für die Unterstützung.
 

Kerstin_K

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Die Abfindung sollte schon ziemlich hoch sein, ansonsten solltest Du dir das gut überlegen.

Dein Arbeitgeber möchte damit nur das Integrationsamt umgehen. Es stellt sih nämlich erstmal die Frage, ob die einer Kündigung zustimmen würden.

Was spricht eigentlich dgegen, dass Deine Ärzte dich länger krank schreiben?
 

kartoffelsack

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Was spricht eigentlich dgegen, dass Deine Ärzte dich länger krank schreiben?

Das habe ich ja nun schon mehrfach gemacht.

Die private Krankentagegeldversicherung versucht dann natürlich auf Grund der teilweisen EM mich aus der Tagegeldversicherung rauszuschmeißen. Das ist nun nur noch eine Frage der Zeit. Der Gutachter würde dann eine Berufsunfähigkeit feststellen und dann muss die Versicherung nicht mehr zahlen (Kurzversion). Die Spielregeln sind da etwas anders. Somit entfällt auch das Einkommen mit einer AU nach der Lohnfortzahlung. Selbst wenn ich gegen diese Berufsunfähigkeitsfeststellung klagen würde würde ich eine sehr lange Zeit ohne jegliches Einkommen sein. Das ist keine erfolgreiche Option mehr.
 

Doppeloma

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Hallo Kartoffelsack,

53 Jahre, GdB 50, privat versichert, unbefristet teilweise Erwerbsgemindert, Teilzeit unbefristet beschäftigt

Damit ist (zumindest für die DRV) der erforderliche Teilzeit-Arbeitsmarkt NICHT als "verschlossen" anzusehen und das wird auch eine "einvernehmliche" Aufhebung des Arbeitsvertrages nicht ändern können.
NUR wenn die DRV dafür eine "Berufs-Unfähigkeit" anerkennt würde sich das ändern, was andere (auch deine Ärzte) dazu meinen ist irrelevant.
Auch Entscheidungen privater Versicherer haben dafür KEINE Bedeutung ...

Es gibt ja sicher nicht nur diesen AG wo du diese konkrete Tätigkeit ausüben könntest und genau darauf wird sich die DRV berufen wenn du auf die "Arbeitsmarktrente" hoffst ...
Ob das am "allgemeinen Arbeitsmarkt" als realistisch anzusehen ist spielt dabei keine besondere Rolle.

Mir wurde nach der 2. längeren AU-Zeit ein Aufhebungsvertrag angeboten.
Das habe ich erst einmal abgelehnt und mich trotzdem weiter mit dem Thema beschäftigt. Von der Personalabteilung habe ich nun konkrete Zahlen auf dem Tisch.

Das machen die AG sehr gerne, um damit die Zustimmung des Intergrations-Amtes umgehen zu können, damit gibst du freiwillig den erhöhten Kündigungsschutz auf, den du aus der anerkannten Schwerbehinderung hast.
Diese häufigeren (auch mal längeren) AU-Zeiten hat der AG nämlich zu akzeptieren wenn er Schwerbehinderte / Teil-EM-Rentner beschäftigt, die aber die Arbeit an sich noch (Teilzeit) ausüben können und das ist ja offenbar der Fall gewesen bisher.

Das war ihm schließlich Alles auch schon bekannt, als er dazu mal von der DRV befragt wurde im Zuge deiner Teilberentung ... das Intergrations-Amt würde also wegen "gelegentlicher" AU-Zeiten der Entlassung (wegen gelegentlicher AU) NICHT zustimmen und darum versucht man dir den Aufhebungsvertrag schmackhaft zu machen.

Aufhebungsvertrag lautet auf betriebsbedingt im beiderseitigen Einvernehmen. Den habe ich aber noch nicht vorliegen.

Welche "betrieblichen" Gründe sollen das denn sein, dazu müsste der AG eine Sozial-Auswahl treffen (wenn es deswegen) "allgemein" Entlassungen geben soll ... und warum sollst du dann mit dieser Lösung einverstanden sein, ich denke es geht (dem AG) um deine Fehlzeiten wegen Krankheit (das wären "persönliche Gründe") ???

Ich werde das Angebot annehmen, auch weil mir bereits zweimal von ärztlicher Seite nahegelegt wurde mal für eine Zeit meinen Job ruhen zu lassen um gesundheitlich in eine bessere Verfassung zu gelangen. Hatte ich immer abgelehnt, weil von irgendetwas muss ich ja leben.

Darüber solltest du noch mal sehr gründlich nachdenken wenn du diesen Vorschlag schriftlich (zur Prüfung) erhalten hast, was deine Ärzte da so empfehlen hat für die DRV keine Bedeutung, wenn du nicht offiziell über lange Zeit AU geschrieben bist deswegen ... das wird ja sicher auch bei privaten KK irgendwie registriert ???
Dabei ist es völlig EGAL, ob du noch Krankengeld bekommst oder nicht, das geht gesetzlich Versicherten auch nicht besser damit wenn sie mal aus allen Lohnersatzleistungen raus sind wegen langer Krankheit.

Arzt hätte gesundheitsbedingte Kündigung meinerseits unterstützt. Da bekomme ich durchaus etwas Schriftliches, wenn erforderlich.

Das mag für die AfA hilfreich sein, um damit einer Sperre bei ALGI aus dem Wege zu gehen aber die DRV interessiert das nicht als Begründung nun einen "verschlossenen Teilzeit-Arbeitsmarkt" für dich annehmen zu müssen ...
Das möchten die schon noch selbst entscheiden / feststellen dürfen, ob du insgesamt in der bisherigen Tätigkeit auch gar nicht mehr arbeiten KANNST aus rein gesundheitlichen Gründen ....

Einkommen ist geklärt (Rente staatl.+ betrieblich).

Was genau bietet dir denn dein AG für diesen "Kuh-Handel" es ist ja noch ziemlich lange hin, bis du mal eine Alterrente bekommen kannst, wurde dir nur ein "Pauschalbetrag" genannt und du verzichtest dann damit auch gleich auf weitere Ansprüche (Urlaubsabgeltung z.B.) ... ist das wirklich so "verlockend" ... auch ohne Aussichten eine "Arbeitsmarktrente" bekommen zu können ???

Da ich mich nicht arbeitslos melde und auch kein Arbeitslosengeld beziehen werde gehen meine Fragen jetzt in Richtung DRV:

Und warum willst du darauf nun auch noch verzichten, gerade die AfA muss ja dann versuchen dich an einem anderen (leidensgerechten) Teilzeit-Arbeitsplatz unterzubringen, das kann mit dazu beitragen, dass die DRV ihre Ansichten irgendwann ändert, was deine gesundheitliche Eignung für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" betrifft ... ???

Wie erhalte ich den Anspruch auf eine volle EMR ohne Sozialleistungen? Muss ich da überhaupt was tun? Geht das überhaupt? Zahle ja zukünftig keine Pflichtbeiträge mehr ein.

Zumindest Krankheits-Zeiten (mit AU-Bescheinigung) halten diesen Anspruch aufrecht, die volle EM-Rente kannst du natürlich auch ganz regulär beantragen wenn man dir keine "Arbeitsmarkt-Rente" zugestehen möchte.
Du wirst immer zu beweisen haben, dass dir Teilzeit-Arbeit (in jeder Form) gesundheitlich auch nicht mehr möglich ist für die Zukunft, der grundsätzliche Nachweis dafür ist und bleibt eine laufende AU-Bescheinigung ...

Muss ich mich weiter arbeitsunfähig schreiben lassen z. B. für die DRV? Wer bekäme diesen Nachweis dann? Privat versichert…die interessiert das nicht.

Unbedingt, denn bisher bist du ja sonst offiziell noch immer Teilzeit "Arbeits-FÄHIG" / Erwerbsfähig, ob du "freiwillig" darauf verzichtest und (und mit der Teil-EM-Rente + Betriebsrente) "lieber" zu Hause bleibst, ist dafür unerheblich, das darf jeder machen wie er will und sich das finanziell erlauben kann.

Wenn du deine fortbestehende Arbeits-UNFÄHIGKEIT für diesen Zeitraum bei der DRV nicht (mehr) belegen und beweisen kannst, dann ist das dein "Privatvergnügen" und bewirkt nicht mal mehr "Anrechnungszeiten" ( = beitragsfreie Zeiten z. B. wegen nachgewiesener Krankheit ohne Leistungsansprüche).

Die (zu Hause gesammelten AU-Bescheinigungen) kann man notfalls auch irgendwann der DRV komplett und direkt zukommen lassen (zusammen mit einem Antrag auf volle EM-Rente z.B.), dann wird sich die DRV damit wohl befassen müssen.
Die Originale sollte man aber nicht aus der Hand geben solange Kopien den gleichen Zweck erfüllen ...
Laufende Arztbesuche und Behandlungen ersetzen das übrigens NICHT, man kann sich durchaus auch in ärztlicher Behandlung befinden OHNE tatsächlich (bescheinigt) Arbeits-UNFÄHIG zu sein ...
Wir waren auch schon viele Jahre wegen chronischer Erkrankungen in regelmäßiger Behandlung und haben dabei noch Voll im Schichtdienst gearbeitet (bis auf gelegentliche AU-Zeiten).

Da das Arbeitsverhältnis auf Veranlassung des Arbeitgeber aufgelöst wird …könnte ich nach einem Jahr eine Arbeitsmarktrente beantragen? Lese ich immer mal wieder. Verschlossener Teilzeitmarkt, weil gesundheitlich ohne längere AU Zeiten nicht mehr arbeitsfähig.

Das Arbeitsverhältnis wird NICHT auf Veranlassung des AG "aufgelöst" (dann muss er dich "einseitig" regulär kündigen, was er ohne Beteiligung / Zustimmung des Integrationsamt nicht darf) sondern im "gegenseitigen Einvernehmen" aufgehoben, das bedeutet du bist VOLL damit einverstanden ...
Sobald du deine Unterschrift auf diesen Aufhebungs-VERTRAG gesetzt hast ... sind die (angeblichen) Gründe darin völlig EGAL ... und du verzichtest "freiwillig" auf alle deine Schwerbehinderten-Rechte ...

Mit den (möglicherweise negativen) Folgen dieser Entscheidung (bei AfA und DRV) wird dich dein AG dann sicher sehr gerne "alleine im Regen stehen lassen" ... du warst ja einverstanden das Arbeitsverhältnis auf diesem Wege zu beenden ... :sorry:

Ob das aber so wirklich passt bin ich mir nicht sicher. Die Entscheidung ob verschlossener Arbeitsmarkt treffe ja nicht ich. Sollte ich da meinerseits was tun?

Richtig erkannt, es gibt hier schon einige EM-Teilrentner, die auch glaubten, dass sie nur den vorhandenen Teilzeit-Arbeitsplatz aufgeben brauchen (manchmal hatten es auch die Ärzte so "empfohlen") und dann bald die "Arbeitsmarktrente" bekommen werden ...

Damit gilt aber NICHT der Teilzeit-Arbeitsmarkt nun direkt als "verschlossen", es gibt ja (zumindest theoretisch) noch andere AG, wo man diese gleiche / ähnliche Arbeit machen könnte ... es geht dabei NUR um die (leidensgerechte / zumutbare) Tätigkeit in Teilzeit und NICHT um den konkreten / aktuellen AG dabei. :icon_evil:

Irgendwie habe ich das Gefühl ich übersehe etwas. Gibt es noch etwas was ich bedenken muss?

Du übersiehst jede Menge wie mir scheint, um den Anspruch auf eine EM-Vollrente durchzusetzen musst du (medizinisch belegt) beweisen können, dass dir auch Teilzeit-Arbeit absolut NICHT mehr möglich ist in der Zukunft ... eine weiter laufende AU-Bescheinigung (für die bisherige Teilzeit-Erwerbsfähigkeit) ist dafür nur der Anfang ...

Am Ende muss klar sein (auch bei der DRV) dass du VOLL Erwerbsgemindert bist aus rein gesundheitlichen Gründen (= Erwerbsfähigkeit ist auf UNTER 3 Stunden täglich gesunken).
Das "beweist" man nicht unbedingt sehr überzeugend (für die DRV) durch die "freiwillige" Aufgabe eines vorhandenen (bisher leidensgerechten) Teilzeit-Arbeitsplatzes ... gegen eine (aktuell vielleicht) "verlockende Abfindung" ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

kartoffelsack

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Vielen Dank Doppeloma,

Das "beweist" man nicht unbedingt sehr überzeugend (für die DRV) durch die "freiwillige" Aufgabe eines vorhandenen (bisher leidensgerechten) Teilzeit-Arbeitsplatzes ... gegen eine (aktuell vielleicht) "verlockende Abfindung" ... :icon_evil:

ich empfinde meinen Teilzeitarbeitsplatz leider nicht mehr als leidensgerecht, aber in der Tat...mein persönliches Empfinden.

Dabei ist es völlig EGAL, ob du noch Krankengeld bekommst oder nicht, das geht gesetzlich Versicherten auch nicht besser damit wenn sie mal aus allen Lohnersatzleistungen raus sind wegen langer Krankheit.

Nach der Blockfrist besteht aber wieder die Möglichkeit auf Krankengeld. Bei den Privaten ist raus aus dem Vertrag. Mal von einer kostenpflichtigen Anwartschaftsversicherung abgesehen. Danach gibt es nichts mehr..never. Und das ist keine Beschwerde...war und ist mir ja bekannt.

Was genau bietet dir denn dein AG für diesen "Kuh-Handel" es ist ja noch ziemlich lange hin, bis du mal eine Alterrente bekommen kannst, wurde dir nur ein "Pauschalbetrag" genannt und du verzichtest dann damit auch gleich auf weitere Ansprüche (Urlaubsabgeltung z.B.) ... ist das wirklich so "verlockend" ... auch ohne Aussichten eine "Arbeitsmarktrente" bekommen zu können ???

Kein Kuhhandel. Ich habe Ansprüche aus der betrieblichen Altersversorgung EMR bis zum Ableben meinerseits. Nein kein Pauschalbetrag sondern entsprechend der Satzung und Regularien. Also das was Arbeitgeber und Arbeitnehmer in diese Verträge eingezahlt haben + Satzungskonforme Hochrechnung weil EMR. Das gleich gilt für die staatliche Rente wie immer sie genannt wird.

Auf Urlaubsabgeltung wird nicht verzichtet. Die wird ausgezahlt.

Und ja, ich komme ohne Arbeitsmarktrente gut zurecht.

Richtig erkannt, es gibt hier schon einige EM-Teilrentner, die auch glaubten, dass sie nur den vorhandenen Teilzeit-Arbeitsplatz aufgeben brauchen (manchmal hatten es auch die Ärzte so "empfohlen") und dann bald die "Arbeitsmarktrente" bekommen werden ...

Die Arbeitsmarktrente ist in der Tat nicht mein vordergründiges Ziel, aber kundig machen will ich mich schon.

Welche "betrieblichen" Gründe sollen das denn sein, dazu müsste der AG eine Sozial-Auswahl treffen (wenn es deswegen) "allgemein" Entlassungen geben soll ... und warum sollst du dann mit dieser Lösung einverstanden sein, ich denke es geht (dem AG) um deine Fehlzeiten wegen Krankheit (das wären "persönliche Gründe") ???

Den Rahmensozialplan gibt es tatsächlich, wenn ich auch nicht betroffen bin. Aber weil gerade sortiert wird hat man mich mal gefragt. Und...es ist meine freiwillige Entscheidung.... zum jetzigen Zeitpunkt. Bei der nächsten Runde wäre ich vielleicht dabei. Meine AU-Zeiten werden leider krankheitsbedingt immer sehr hoch bleiben...somit schon mal schlechte Prognose für die Zukunft.

Und warum willst du darauf nun auch noch verzichten, gerade die AfA muss ja dann versuchen dich an einem anderen (leidensgerechten) Teilzeit-Arbeitsplatz unterzubringen, das kann mit dazu beitragen, dass die DRV ihre Ansichten irgendwann ändert, was deine gesundheitliche Eignung für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" betrifft ... ???

Würde es auch ausreichen, wenn ich mich arbeitssuchend melde und ggf. auch bewerbe? Den Nachweis kann ich ja dann erbringen. AfA ist keine Option, weil dann die betrieblichen Renten wegfallen lt. Satzung. Und darauf verzichte ich nicht, denn da stelle ich mich viel besser.

Du wirst immer zu beweisen haben, dass dir Teilzeit-Arbeit (in jeder Form) gesundheitlich auch nicht mehr möglich ist für die Zukunft, der grundsätzliche Nachweis dafür ist und bleibt eine laufende AU-Bescheinigung ...

Okay, das ist kein Problem... die AU-Bescheinigung.

Mit den (möglicherweise negativen) Folgen dieser Entscheidung (bei AfA und DRV) wird dich dein AG dann sicher sehr gerne "alleine im Regen stehen lassen" ... du warst ja einverstanden das Arbeitsverhältnis auf diesem Wege zu beenden ... :sorry:

Afa wird ggf. nur als Arbeitssuchende in Anspruch genommen und die DRV kann mich jederzeit im Rahmen meiner unbefristeten teilweisen Erwerbsminderung überprüfen.

Das "beweist" man nicht unbedingt sehr überzeugend (für die DRV) durch die "freiwillige" Aufgabe eines vorhandenen (bisher leidensgerechten) Teilzeit-Arbeitsplatzes ... gegen eine (aktuell vielleicht) "verlockende Abfindung" ... :icon_evil:

Ich sehe eher das Gesamtpaket, weil ich nicht mehr leidensgerecht arbeiten kann:

-laufende Renten die ein krankheitsgerechteres Leben ermöglichen
- PLUS die Abfindung.

Aber vielleicht bin ich genau deshalb ja auch etwas Blind.

Arbeitsmarktrente...nice to have...nicht mehr und nicht weniger. Wenn es nicht klappt, dann ist das so.

Ich danke dir!
 

Doppeloma

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Hallo Kartoffelsack,

ich empfinde meinen Teilzeitarbeitsplatz leider nicht mehr als leidensgerecht, aber in der Tat...mein persönliches Empfinden.

Da sind wir uns ja sofort sehr einig aber zu entscheiden hat das eben die DRV und nicht unser eigenes "Empfinden", wenn es danach gegangen wäre, hätte man mich auch nicht bis zum Gericht treiben müssen, um überhaupt die EM-Rente zu bekommen ...

Nach der Blockfrist besteht aber wieder die Möglichkeit auf Krankengeld.

Das klingt aber auch einfacher als es wirklich ist in der Realität, daran sind viele Bedingungen geknüpft die man (nach einer Aussteuerung) meist auch gar nicht mehr erfüllen kann, besonders wenn es weiterhin die "ausgesteuerte" Krankheit ist ... die verschwindet ja auch nicht, weil eine neue Blockfrist bei der GKV begonnen hat.

Bei den Privaten ist raus aus dem Vertrag. Mal von einer kostenpflichtigen Anwartschaftsversicherung abgesehen. Danach gibt es nichts mehr..never. Und das ist keine Beschwerde...war und ist mir ja bekannt.

Ich denke mal es ist wenig sinnvoll hier nun die Vor- und Nachteile privater und gesetzlicher Krankenversicherung klären zu wollen.
Von meinen Kindern ist mir da Manches bekannt, was ich auch nicht haben muss aber sie haben als Beamte keine andere Wahl und "dürfen" nur privat versichert sein und das schon seit der Ausbildung.
Meist wird ja allgemein angenommen, dass die Leute wohl "reich" genug sein werden, die sich privat versichern ... aber das nur nebenbei.

Kein Kuhhandel. Ich habe Ansprüche aus der betrieblichen Altersversorgung EMR bis zum Ableben meinerseits. Nein kein Pauschalbetrag sondern entsprechend der Satzung und Regularien.

Trotzdem bevorzugt dein AG ja die "weichere Landung" anstatt sich an die Gesetze zu halten, die es ja nicht ohne Grund für Schwerbehinderte gibt ...
Die Entscheidung, ob du das so akzeptieren wirst kann dir sowieso keiner abnehmen ...

Und ja, ich komme ohne Arbeitsmarktrente gut zurecht.
Die Arbeitsmarktrente ist in der Tat nicht mein vordergründiges Ziel, aber kundig machen will ich mich schon.

Ist doch in Ordnung wenn das für dich (besonders finanziell) kein Problem wird und ich versuche einfach Fakten dazu mitzuteilen, die klingen nicht immer besonders "angenehm" aber meinen Schreibstil solltest du doch inzwischen kennen ...

Den Rahmensozialplan gibt es tatsächlich, wenn ich auch nicht betroffen bin. Aber weil gerade sortiert wird hat man mich mal gefragt.

Das hat aber aktuell für die Entscheidungen über eine Arbeitsmarktrente (bei der DRV) keine Bedeutung, wie oben schon beschrieben halten die sich an die bisherige Annahme, dass ein entsprechender (leidensgerechter) Arbeitsplatz auch bei einem anderen AG vorhanden sein könnte.

Egal ob du nun "freiwillig" den aktuellen Arbeitsplatz aufgeben wirst oder ob du den wegen AG-Entlassungen mal verlieren könntest.
Der Grund dafür ist der DRV eigentlich aktuell egal, solange sie weiter der Meinung ist, dass du (rein gesundheitlich) nur Teil-Erwerbsgemindert bist, also rein gesundheitlich noch in der Lage 3 bis UNTER 6 Stunden zu arbeiten.

Würde es auch ausreichen, wenn ich mich arbeitssuchend melde und ggf. auch bewerbe? Den Nachweis kann ich ja dann erbringen. AfA ist keine Option, weil dann die betrieblichen Renten wegfallen lt. Satzung. Und darauf verzichte ich nicht, denn da stelle ich mich viel besser.

Das geht schlicht und einfach so nicht, entweder du bist zur Arbeitsvermittlung offiziell bei der AfA gemeldet (und die melden dann diese Zeiten ohne Leistungsbezug auch an die DRV) oder du versuchst eigenständig eine andere Teilzeitstelle zu finden, die dir gesundheitlich noch möglich erscheint.
Bei Anspruch auf Zahlung von ALGI würde man dich auch nicht in die bloße "Arbeits-Vermittlung" aufnehmen, wozu soll das gut sein ?
Das widerspricht dann aber dem (eigentlichen) Wunsch eine EM-Vollrente zu erreichen ... und dafür eine möglichst lückenlose AU aufrecht zu erhalten.

Okay, das ist kein Problem... die AU-Bescheinigung.

Was willst du dann gleichzeitig in der Arbeitsvermittlung bei der AfA ???
Wer AU-krank ist kann nicht vermittelt werden (Ausnahme nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld), also auch nicht ohne Leistungsbezug bei der AfA als "Arbeitssuchend" gemeldet bleiben und sich bewerben wollen ...

Afa wird ggf. nur als Arbeitssuchende in Anspruch genommen und die DRV kann mich jederzeit im Rahmen meiner unbefristeten teilweisen Erwerbsminderung überprüfen.

Das Eine hat mit dem Anderen doch gar nichts zu tun, diese Überprüfungen der "unbefristeten" EM-Renten dienen auch nur der Verunsicherung der EM-Rentner ... das steht in JEDEM EM-Rentenbescheid so drin ...
Manche werden "überprüft" (da kommt meist nur ein Fragebogen den man selber ausfüllen soll) und Viele werden nie "überprüft", in unseren Fällen wurde noch nie "überprüft", ich bin inzwischen in regulärer Altersrente seit letzten Sommer ....

Ich sehe eher das Gesamtpaket, weil ich nicht mehr leidensgerecht arbeiten kann:

Davon muss aber die DRV überzeugt werden, bis dahin bleibt es bei der bisherigen Entscheidung ... von alleine überprüfen die nichts mehr genauer (gesundheitlich) wenn du bereits eine EM-Teilrente ohne Befristung hast ...
Es sei denn du zwingst sie dazu durch einen entsprechenden (sehr gut begründeten) Antrag auf eine (reguläre) EM-Vollrente, weil du medizinisch nachweisbar auch Teilzeit (zur EM-Teilrente) NICHT mehr arbeiten KANNST ...

Die bereits (auf Dauer) bewilligte Teil-EM-Rente kann man dir ja nicht mehr so einfach wieder wegnehmen ... du hättest also nicht viel zu verlieren bei diesem Antrag ... und deine bisherigen (zu erwartenden) Zahlungen laufen ja weiter bis zu einer Entscheidung der DRV dazu.

Auf diesem Wege könntest du jedenfalls aus meiner Sicht eher eine EM-Vollrente erreichen, als über die Hoffnung auf eine "Arbeitsmarktrente".
Die freiwillige Aufgabe deines aktuellen Arbeitsplatzes ist dafür nicht erforderlich aber so eine Abfindung ist eben doch sehr "verlockend" ...

Wenn das alles tariflich / betrieblich sowieso geregelt ist hättest du diesen Anspruch ja auch OHNE deine freiwillige Aufgabe per Aufhebungsvertrag, wenn es denn wirklich zu "betriebsbedingten" Kündigungen kommen würde ...
So ganz kann ich deinen Argumenten dazu also immer noch nicht folgen ... aber ich muss das ja nicht verstehen können ...

Ich weiß nur, dass AG sich immer sehr darum bemühen Schwerbehinderte möglichst ohne Beteiligung des Integrations-Amtes los zu werden und sie werden schon wissen warum das so ist ...

MfG Doppeloma
 

kartoffelsack

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Wenn das alles tariflich / betrieblich sowieso geregelt ist hättest du diesen Anspruch ja auch OHNE deine freiwillige Aufgabe per Aufhebungsvertrag, wenn es denn wirklich zu "betriebsbedingten" Kündigungen kommen würde ...
So ganz kann ich deinen Argumenten dazu also immer noch nicht folgen ... aber ich muss das ja nicht verstehen können ...

Stimmt, der Anspruch ist dann auch zukünftig da, aber in einer niedrigeren Höhe (Vorgabe Satzung Unterschied Vollzeit/Teilzeit und das summiert sich über die Jahre) und die Abfindung wäre dann auch eine niedrigere.

Davon muss aber die DRV überzeugt werden, bis dahin bleibt es bei der bisherigen Entscheidung ... von alleine überprüfen die nichts mehr genauer (gesundheitlich) wenn du bereits eine EM-Teilrente ohne Befristung hast ...
Es sei denn du zwingst sie dazu durch einen entsprechenden (sehr gut begründeten) Antrag auf eine (reguläre) EM-Vollrente, weil du medizinisch nachweisbar auch Teilzeit (zur EM-Teilrente) NICHT mehr arbeiten KANNST ...

Die bereits (auf Dauer) bewilligte Teil-EM-Rente kann man dir ja nicht mehr so einfach wieder wegnehmen ... du hättest also nicht viel zu verlieren bei diesem Antrag ... und deine bisherigen (zu erwartenden) Zahlungen laufen ja weiter bis zu einer Entscheidung der DRV dazu.

Auf diesem Wege könntest du jedenfalls aus meiner Sicht eher eine EM-Vollrente erreichen, als über die Hoffnung auf eine "Arbeitsmarktrente".
Die freiwillige Aufgabe deines aktuellen Arbeitsplatzes ist dafür nicht erforderlich aber so eine Abfindung ist eben doch sehr "verlockend" ...

Dann wird es wohl auf diesen Weg hinauslaufen.

Ist doch in Ordnung wenn das für dich (besonders finanziell) kein Problem wird und ich versuche einfach Fakten dazu mitzuteilen, die klingen nicht immer besonders "angenehm" aber meinen Schreibstil solltest du doch inzwischen kennen ...

Passt schon;). Vielen Dank für deine Mühe!

Es schade nie, wenn einer noch mal ganz klar ungeschönt die Fakten aufzählt. Mir wird dann oft einiges klarer. Deshalb schreibe ich ja hier:cool:.
 
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