Aufhebungsvertrag/Sperrzeit/ was passiert wenn ich krank werde

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Zeyblo

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Hallo,

erstmal super das es dieses Forum gibt und Hilfestellung bekommt!

Ich habe eine Frage, und hoffe es kann evtl. jemand beantworten.

Folgender Sachverhalt:

Ich hatte letztes Jahr einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, da meine Abteilung ins Ausland verlagert wird und ich mit meinem AG übereinkam, das es im Unternehmen keine weitere Perspektive für mich gibt.

Folgende Eckpunkte:

Arbeitsverhätnis endet zum 30.06.19
Ich bin seit 01.02.19 einvernehmlich unwiederruflich freigestellt.
Gesetzliche Kündigungsfrist wurde eingehalten
Abfindung von 1,5 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr.
Im Aufhebungsvertrag steht, das dieser geschlossen wurde um einer ansonsten betriebsbedingter Kündigung vorzukommen.

Arbeitssuchend habe ich mich heute fristgerecht bei der AfA gemeldet.

Ich hatte mich vor Unterschrift des Aufhebungsvertrages beim Arbeitsamt informiert. Eine Sperrzeit von 12 Wochen kann nicht 100% ausgeschlossen werden. Hierzu würde erst eine Prüfung seitens des Amtes erfolgen in Bezug auf dem Passus der ansonsten betriebsbedingter Kündigung.

Falls Sperrzeit, so läuft diese wohl nach Aussage das Amtes schon während der Freistellungsphase. Somit würde ich zumindest im Fall der Arbeitslosigkeit zum 01.07. direkt mein ALG bekommen für dann halt nur noch 9 Monate.

Soweit so gut.

Jetzt meine eigentliche Frage, die ich mir jetzt erst stelle.


Was würden denn passieren, wenn ich evtl. kurz vor der eigentlichen Arbeitslosigkeit(oder unerwartet auch schon morgen) krank werden würde ? Ich hoffe natürlich nicht.
Würde ich denn von der Krankenkasse Krankengeld bekommen? Oder könnten die das Verweigern, da ja evtl. eine Sperrzeit eintrifft.

Gehen wir davon aus, ich würde eine Sperrzeit von 3 Monaten erhalten, die bereits während meine Freistellung (5 Monate) läuft und ich werden z.b. noch im Juni für längere Zeit krank. Was passiert dann? Bekomme ich Krankengeld oder nicht. Müsste ich es ggf. sogar zurückzahlen etc.

Ich hoffe ich konnte meine Frage verständlich rüberbringen und würde mich freuen, ob diese jemand beantworten kann.

Wie gesagt, noch bin ich erst als Arbeitssuchend und nicht Arbeitlos gemeldet, und habe somit natürlich noch kein ALG Antrag gestellt.Eine Eingliederungsvereinbarung musste ich aber heute schon unterschreiben.

Danke schonmals und Grüße



Zeyblo
 

Zeyblo

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OK, und wie komme ich aus der EGV wieder raus? Ich dachte das wäre normal. Ist erst die erste Arbeitslosigkeit die mir droht.
 

Zeyblo

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Hi,
wieso nichts per Mail? Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wollte er bis 05.04. meinen Lebenslauf per Mail zugekommen haben.
 

Richer25paule

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Hi,
wieso nichts per Mail? Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wollte er bis 05.04. meinen Lebenslauf per Mail zugekommen haben.

Hallo,

dann sende ihm den Lebenslauf per Post zu. Oder wirf ihn direkt persönlich ein.

Ich hatte 2016 die gleiche Situation. Unsere Arbeitsplätze wurden nach Madrid verlagert und damit war 95% der Abteilung gekündigt.
Wir wurden gut 5 Monate freigestellt. Ich hab an dem Tag, an dem ich den Aufhebungsvertrag erhalten habe, auf der Hotline angerufen und meine Angaben gemacht.
Arbeitslos melden war aber erst 3 Monate vor ablauf des Vertrages möglich.

Meine SB meinte damals allen ernstes zu mir, ich solle ruhig schon mal anfangen mich zu bewerben. Ich könne eine neue stelle ja auch antreten, unabhängig das der aktuelle vertrag noch läuft.
Ich argumentierte dann, das ich garantiert nicht auf Lst 6 arbeiten gehe und ggf meine Abfindung riskiere. Dazu hatte mir mein Anwalt geraten.

Also, ich würde dem SB den Lebenslauf übermitteln, aber ansonsten erstmal die Füsse still halten und den Frühling geniessen. Wenn Stellenangebote interessant sind, ruhig bewerben, aber auch sagen, das man erst ab dem 01.07. zur Verfügung steht. So sieht der SB das man aktiv ist ;)
 

Zeyblo

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Ok, danke für Info.

Das erste Gespräch war ja gestern sowieso gleich der Brüller. Bin mehr oder weniger gleich angemacht worden, warum ich mich noch nicht irgendwo beworben habe. Dann habe ich gesagt, das ich den April erstmal komplett Urlaub mache und ab Mai an einer Outplacement Beratung, finanziert vom noch Arbeitgeber anfangen werden. Ja, warum ich das nicht jetzt schon begonnen hätte etc.

Naja, zum Schluss war er dann ja doch ganz freundlich und konnten auch über private Dinge lachen. Aber es war schon der Eindruck, das da gleich Druck aufgebaut wird. Dabei war ich noch nie Arbeitlos in meinem Leben.

Habe sogar nur interessehalber gefragt, wie es evtl. mit Umschlung oder Weiterbildung aussieht. Da konnte ich mir auch was anhören.....

Das kam irgendwie so rüber, als wäre ich ein Faulpelz und würde mich ja schon auf den ALG Bezug freuen.
Unfassbar
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Gehen wir davon aus, ich würde eine Sperrzeit von 3 Monaten erhalten, die bereits während meine Freistellung (5 Monate) läuft und ich werden z.b. noch im Juni für längere Zeit krank. Was passiert dann? Bekomme ich Krankengeld oder nicht. Müsste ich es ggf. sogar zurückzahlen etc.
Dann erübrigt sich die Arbeitslosmeldung bis zur Genesung und Du hast Anspruch auf Krankengeld.

Ich könne eine neue stelle ja auch antreten, unabhängig das der aktuelle vertrag noch läuft.
Ja, das ist so.
Du bist beschäftigungslos und könntest Dich auch sofort arbeitslos melden.
Auch mehr als 3 Monate vorher.
Der Geldanspruch ruht dann aber, wegen der Gehaltszahlung.

Ich argumentierte dann, das ich garantiert nicht auf Lst 6 arbeiten gehe und ggf meine Abfindung riskiere. Dazu hatte mir mein Anwalt geraten.
Bla bla Anwalt.

Ich glaube mir nahezu 100% sicher zu sein, dass Dein Vertrag keine entsprechende Klausel enthält.
Die meisten Anwälte im Arbeitsrecht, ja selbst Anwälte im Sozialrecht kennen die Materie wenig bis gar nicht.

Trotzdem würde ich es auch so machen, wie der Anwalt rät und Du ja auch machst.

Kannst mich jetzt Spinner nennen, aber ich habe da persönliche Erfahrungen mit dem Thema unwiderrufliche Freistellung.

Darf man fragen wie alt Du bist und vor allem, was sind überhaupt Deine Pläne?
Evtl. kann man dann anders beraten.

Wie war die reguläre Kündigungsfrist? Wegen Abfindung und Ruhezeit.
 

Zeyblo

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Dann erübrigt sich die Arbeitslosmeldung bis zur Genesung und Du hast Anspruch auf Krankengeld.

Das ist soweit schon klar.Die Frage ist nur, mal angenommen ich werde mitte Juni für evtl. 2 Monate krank.

Melde mich daher dann erst mitte August arbeitslos. Kann das Auswirkung auf die Sperrzeit haben?
Sprich beginnt dann nicht die Sperrzeit bereits während der unwiederruflichen Freistellung, sondern dann erst ab mitte August? Das wäre dann nämlich ziemlich übel, wenn der Fall eintreteten sollte, was ich nicht hoffe.


Wie war die reguläre Kündigungsfrist? Wegen Abfindung und Ruhezeit.

Die reguläre Kündigungsfrist betrug 4 Monate. Der Aufhebungsvertrag wurde schon im September letzten Jahres geschlossen. Von daher sollte alles in Butter sein.

Meine Pläne: Natürlich schnellst möglich wieder in Arbeit zu kommen. Wenn mir das aber alles zu dumm kommt, ist eine Burn Out Gefahr nicht ausgeschlossen. Es ist das eingetreten, wovor ich immer schon unterbewusst Ängste hatte. Verlust eines gutbezahlten Jobs, als Alleinverdiener mit Frau und Kindern.
Mein Alter, 45

Gruß
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Während einer Sperrzeit ruht der Krankengeldanspruch, das ist richtig.

Du hast Dich aber nicht arbeitslos gemeldet und wenn Du krank bist, wirst Du das auch nicht tun.

Klar?

Nachtrag: je nach Höhe der Abfindung evtl. mal durchspielen, ob es Sinn macht sich später erst arbeitslos zu melden. (2020)
Alg1 und KG ist zwar steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt.

Problem bei Dir ist aber die Krankenversicherung für die gesamte Familie.
 

Zeyblo

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Hi Robbi,

nein, leider nicht für mich klar. =)

Arbeitlos melden muss ich mich ja erst spätestens am 30.06. zum 01.07.

Sollte ich vorher für längere Zeit krank werden, kann ich natürlich erst ab Genesung einen Antrag auf ALG stellen. Und wenn ich den Antrag stelle, wird ja auch erst bei der Leistungsberechnung geprüft, ob ich eine Sperrzeit erhalte. Nur ab wann würde diese dann beginnen? Ab dem Punkt dann erst der Genesung und damit Erstantrag zum ALG1 (z.b. im August), oder würde die Sperrzeit auch rückwirkend auf meine unwiderrufliche Freistellung angerechnet?

Momentan ist das Stand so, das wenn Sperrzeit, diese bereits ab Freistellungphase läuft und ich nahtlos dann ALG bekommen würde. Also ich muss keine 3 Monate von meinem ersparten leben.

Ich weiß halt nur nicht was passiert, wenn ich mich z.b. aufgrund Krankheit erst später Arbeitslos melde. Spielt dann die Freistellungsphase und die Lücke aufgrund Krankheit keine Rolle mehr im Bezug auf die Anrechnung der Sperrzeit und der ALG Bezug wird ab Genesung festgestellt und dann mit einer Sperrzeit belegt wo ich dann die ersten 3 Monate von meinem ersparten leben muss.

Ich hoffe es ist klar was ich meine. Oder ich stehe auf dem Schlauch =)

Danke für euer Hilfe
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Falls Sperrzeit, so läuft diese wohl nach Aussage das Amtes schon während der Freistellungsphase. Somit würde ich zumindest im Fall der Arbeitslosigkeit zum 01.07. direkt mein ALG bekommen für dann halt nur noch 9 Monate.
Meiner Meinung nach gilt dies nur, wenn Du Dich zu Beginn oder während der unwiderruflichen Freistellung arbeitslos meldest.


Eine Sperrzeit von 12 Wochen kann nicht 100% ausgeschlossen werden. Hierzu würde erst eine Prüfung seitens des Amtes erfolgen in Bezug auf dem Passus der ansonsten betriebsbedingter Kündigung.
Die Bedingungen sind ja gelockert worden, so dass Du evtl. auf das „Pferd“ setzen solltest.
Ich sage aber direkt dabei, dass die Höhe der Abfindung ein Problem bei der Beachtung darstellt. >0,5 (Seite 14)

Les mal bitte die Seite 14, evtl. trifft das zu, gerade auch bei hoher Abfindung.

 

Richer25paule

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Darf man fragen wie alt Du bist und vor allem, was sind überhaupt Deine Pläne?
Evtl. kann man dann anders beraten.

Wie war die reguläre Kündigungsfrist? Wegen Abfindung und Ruhezeit.

Falls Du mich meinst, ich hab das Thema schon lange durch. Bei mir war das 2016. 5 Monate freigestellt, Kündigungsfrist waren damals 3 Monate (müsste ich jetzt den Vertrag raussuchen).
Aber, ich wäre ja damals blöd gewesen, früher einen neuen Job zu suchen, wenn ich 5 monate gehalt bekomme und dafür zuhause bleiben durfte ;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Haha, mein Fehler.

Hab gar nicht auf den Namen geachtet. Das geschriebene bleibt aber natürlich immer noch so.
Klar, dass Du das so gemacht hast.

Wobei die Chancen besser sind, wenn man sich früher bewirbt, gerade auch in Freistellung.
Das wäre meine erste Frage bei einer Einstellung an Dich gewesen, warum Du vorher nichts gefunden hast. ;-)

Ein Mitarbeiter, der erstmal Urlaub machen möchte und seine Chancen nicht nutzt, ist halt bei den AG nicht so gern gesehen.
Nicht persönlich nehmen, ich stelle nur dar, wie die Lage ist und wie AG bzw. HR denkt und handelt.
 

Richer25paule

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Wobei die Chancen besser sind, wenn man sich früher bewirbt, gerade auch in Freistellung.
Das wäre meine erste Frage bei einer Einstellung an Dich gewesen, warum Du vorher nichts gefunden hast. ;-)

Beworben haben wir uns alle damals schon während der Freistellung, mit dem Hinweis, ab wann wir zur Verfügung stehen.
Sprich, im Anschluss an den damaligen Vertrag

Aber, wir haben alle Kinder und dann nur in Teilzeit, da ist es schwer was zu finden. Auch wenn meine SB das natürlich anders sieht ;)
Heute wie damals
 
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