Aufhebungsvertrag neuer lehrvertrag Fragen dazu

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Kranzi

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Hallo All

Hab folgendes Problem bzw Sohn.
Lehre angefangen am 01.08.2016 . Sohn war öfter krank und hat deswegen eine wichtige pfüfung nicht geschafft die notwendig für seinen Beruf ist. Nachprüfung wurde er nicht zugelassen wegen krankheitsfehlzeiten.
Nun bot ihn die firma (DB) an einen Aufhebungsvertrag zum 01.04.2017 zu machen und gleichzeitig einen neuen Lehrvertrag zum 01.08.2017 abzuschließen.
Nun meine Frage, wenn wir das so der sogenannten jugendberufsagentur so klar machen, muss er dann mit einer sperre rechnen oder eher nicht?

mfg kranzi
 

Andy1971

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Hallo Kranzi.

Ich habe mal kurz auf der Seite
Azubi & Azubine - Prüfungen in der Ausbildung bestehen!
gelesen.
Zulassung zur Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung

Wenn es in deinem Beruf eine Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung gibt, wirst du nach §43 Berufsbildungsgesetz nur zur Prüfung zugelassen, wenn du folgende Nachweise erbringen kannst:

Dein Ausbildungsverhältnis wurde bei der zuständigen Stelle, also zum Beispiel bei der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer eingetragen. Das ist immer der Fall, wenn dein Ausbildungsvertrag abgestempelt wurde.
Die zweite Voraussetzung ist die Teilnahme an der Zwischenprüfung.
Der Nachweis deiner praktischen Berufsausbildung sind deine Berichtshefte. Die schriftlichen Ausbildungsnachweise müssen vollständig sein. Deine Berichtshefte müssen also komplett ausgefüllt und unterschrieben sein und der zuständigen Stelle also zum Beispiel der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer vorliegen.
Du musst außerdem die laut Ausbildungsordnung vorgeschriebene Ausbildungszeit für deinen Beruf abgeleistet haben. Falls du die Berufsausbildung verkürzt hast natürlich nur die gekürzte Zeit. Die vorgeschriebene Ausbildungszeit hast du dann abgeleistet, wenn dein Ausbildungsverhältnis nicht mehr als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet. Das ist immer dann der Fall, wenn du deine Ausbildung normal im September begonnen hast und du im Sommer Prüfung machst.
In folgenden Fällen kann es passieren, dass dir Ausbildungszeit fehlt:
Du hast deine Ausbildung später begonnen, und sie endet erst mehr als zwei Monate nach dem letzten Prüfungstermin.
Du hast im September begonnen, aber während der Berufsausbildung durch einen Ausbildungsplatzwechsel Zeit verloren, die an deine Ausbildungszeit hinten angehängt werden muss.
Du warst häufig und lange krank.
Du wurdest kurz vor der Prüfung gekündigt oder hast selber gekündigt und kannst deine Ausbildung nicht beenden.
In all diesen Fällen gilt: Nimm Kontakt zur zuständigen Stelle, also zum Beispiel zur Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer auf. Wenn dir nicht mehr als zehn Prozent der Ausbildungszeit fehlen, kannst du zugelassen werden! Die zehn Prozentregel bezieht sich dabei bei einer 3-jährigen Ausbidungszeit auf den Zeitraum von 34 Monaten. Es dürfen einem Azubi also maximal 3,4 Prozent an Ausbildungszeit fehlen. Allerdings wird immer der Einzelfall geprüft. Konnten z.B. in der fehlenden Ausbildungszeit wichtige Ausbildungsinhalte nicht vermittelt werden, kann keine Zulassung erfolgen.
Wenn ich das richtig verstanden habe geht der Ausbilder von deinem Sohn davon aus das dein Sohn nicht zur Prüfung zugelassen wird.

Zum Aufhebungsvertrag
Azubi & Azubine - Wie wehrt sich ein Azubi gegen eine Kündigung?

Grundlagen Aufhebungsvertrag / Auflösungsvertrag
Wenn ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer loswerden will, bietet er ihm manchmal einen Aufhebungsvertrag oder Auflösungsvertrag an, manchmal in Kombination mit einer Abfindung. Bei Azubis ist eine Abfindung aber eher selten. Einen Aufhebungsvertrag / Auflösungsvertrag muss der Arbeitnehmer aber nicht unterschreiben und du solltest es nur tun, wenn du auch weg willst. Denn der entscheidende Nachteil an einem Aufhebungsvertrag / Auflösungsvertrag ist: Gegen eine Kündigung kannst du Widerspruch einlegen, gegen einen freiwillig unterschriebenen Aufhebungsvertrag / Auflösungsvertrag nicht.
Beim Aufhebungsvertrag / Auflösungsvertrag muss keine Frist eingehalten werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer bzw. Ausbilder und Azubi können frei vereinbaren, wann der Arbeitsvertrag bzw. Ausbildungsvertrag endet, also auch ohne jegliche Frist.
Bei Minderjährigen muss der Aufhebungsvertrag / Auflösungsvertrag auch von den gesetzlichen Vertretern unterschrieben werden!
Manchmal setzen Arbeitgeber Azubis unter Druck und sagen: Entweder du unterschreibst den Aufhebungsvertrag / Auflösungsvertrag oder du erhältst eine fristlose Kündigung! In diesem Fall solltest du unbedingt um Bedenkzeit bitten und dich rechtlich beraten lassen. Unterschreibe nie unter Druck einen Aufhebungsvertrag / Auflösungsvertrag!
Für Azubis ist auch Folgendes wichtig zu wissen:
Falls du einen Aufhebungsvertrag / Auflösungsvertrag unterschreibst bist du Mitschuld am Verlust deines Arbeitsplatzes. Dies kann dazu führen, dass du beim Arbeitslosengeld mit einer Sperrfrist rechnen musst, falls du danach arbeitslos bist. Allerdings nicht in jedem Fall: Wenn du der Auflösung deines Arbeitsvertrags zustimmst und so eine fristlose Kündigung umgehst, gibt es keine Sperrfrist beim Arbeitslosengeld!

Ob man eine Sperre oder Sanktion bekommt hängt auch immer mit dem wohl wollen vom SB ab.
 

Kranzi

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Hoi

Es geht um eine Prüfung bei der ihk im 1 Lehrjahr, ohne diese kann er die Ausbildung nicht weitermachen.
Und ich habe bzw mein Sohn hat schriftlich vorliegen vom Arbeitgeber , das wenn er den Aufhebungsvertrag unterschreibt er sofort einen neuen Ausbildungsvertrag bekommt.
Er will den Job ja machen , aber durch nicht bestandene Prüfung und langer Krankheit sagt IHK keine Wiederholung mehr, sondern Ausbildung von vorn.
Da er 19 ist und eigene Wohnung hat , will ich nicht das er mit einmal ne sperre bekommt wenn er Aufhebungsvertrag unterschreibt.

mfg kranzi
 
M

mucel

Gast
Ich würde evtl. mal bei der zuständigen IHK anfragen, wie die diese Vorgehensweise bewertet.
Früher war es mal so, dass sich Lehrverträge bei nicht brstandenen (Teil)Prüfungen automatisch um 1 Jahr bzw. den Zeitraum bis zum nächstmöglichen Prüfungstermin verlängert haben.
 

Kranzi

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Hallo
Die Ihk Berlin sieht es genauso wie der ausbildungsbetrieb (Deutsche Bahn)
Am sinnvollsten ist neuer Ausbildungsvertrag weil damit die eventuellen Fehlzeiten wieder auf 0 sind.

mfg kranzi
 

harzerbrandenburg

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macht es einfach so,beide verträge vorlegen lassen und zuerst den neuen ausbildungsvertrag u schreiben dann geht auch der aufhebungsvertrag-lasst euch vom lehrbetrieb bestätigen, dass das ziel der ausbildung durch krankheitsbedingte fehlzeiten nicht zu erreichen ist, sol sollte es kein ärger mit dem jobcenter bzw ba-geben.
viel glück
 

Kranzi

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Huhu

Danke , mal sehen, morgen termin bei jc weil schon meldung vom betrieb hin ging , montag erst unterschrift, mal sehen was passiert.

kranzi
 
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