Aufhebungsvertrag frühzeitig beenden - Kündigung neue Arbeit - Sperrzeit?

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Lilo87

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Hallo zusammen,

ich bin seit 8 Jahren bei der selben Firma angestellt. Arbeite im Büro.
Ich habe einen Aufhebungsvertrag abgeschlossen aus gesundheitlichen Gründen (Mobbing etc). Dieser beinhaltet keine Abfindung in dem Sinne, sondern ich bin bis zum Ende der Kündigungsfrist freigestellt. Ich kann den Vertrag jedoch auflösen und erhalte dann den „Restbetrag + 10%“ als Abfindung.
Eine Sperrzeit bei der Agentur für Arbeit wird es wohl nicht geben, wegen den gesundheitlichen Gründen, allerdings wird eine Abfindung angerechnet, wenn die Kündigungsfrist nicht eingehalten wird. Wird sie in diesem Fall aber.
Meine Überlegung ist nun, was würde passieren, wenn ich den Vertrag frühzeitig beende, die restlichen Monate ausbezahlt bekomme und vorübergehend einen Job als Kellnerin annehme? Und in diesem Job dann gekündigt werde? Bekomme ich dann weiterhin kein ALG, weil quasi die Anrechnung der Abfindung meines alten Vertrages läuft? Oder sind das geschlossene Vorgänge, sobald ich einen neuen Job, egal welchen, antrete? Ich möchte nicht „daheim sitzen“ und würde gerne arbeiten und mir gleichzeitig Zeit nehmen um den richtigen Job zu finden, jedoch habe ich Angst, dass falls der Fall eintritt gekündigt zu werden, ich weder ein Angestelltenverhältnis hab’s, noch Leistung der Agentur für Arbeit beziehen kann.

Ich hoffe die Frage war verständlich genug.

Grüße,
Lilo
 

gila

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So ganz verstehe ich noch nicht, warum du eine Abfindung bekommst, wenn du den Vertrag auflöst - aber gleichzeitig die Kündigungsfrist eingehalten wird?

"In der Regel" ist es aber so, dass Abfindungen bei ALG I nicht "angerechnet" werden. Anders als bei ALG II.
Es gibt Ausnahmen und Unterschiede, ob es eine "Abfindung" ist oder eine Entlassungsentschädigung.
Wird der Vertrag dadurch früher beendet, und du müsstest dich dann früher arbeitslos melden, dann wird für die Zeit,
die du früher aus dem Vertrag kommst, kein ALG I gezahlt.

Lies mal hier ein wenig: https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/FW-SGB-III-158_ba015165.pdf
 

Lilo87

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Hallo Gila,

danke für deine Antwort. Ich erhalte keine Abfindung. Wenn ich jedoch früher aus dem Aufhebungsvertrag raus gehe, erhalte ich die restlichen Monate ausbezahlt. Der Aufhebungsvertrag ist nicht „auf meinem Mist gewachsen“, sondern kommt von Arbeitgeberseite.

Dass bei frühzeitiger Beendigung die Abfindung angerechnet wird, das weiß ich, darüber habe ich mich bereits informiert. Jedoch ist die Frage, wie es aussieht, wenn ich den Aufhebungsvertrag frühzeitig beende, weil ich einen neuen Job anfange und in diesem gekündigt werde. Ob dann noch immer die Anrechnung der Abfindung aus dem „alten Job“ stattfindet oder nicht, da ein neuer Job begonnen wurde.

Grüße,
Lilo
 

gila

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Jedoch ist die Frage, wie es aussieht, wenn ich den Aufhebungsvertrag frühzeitig beende, weil ich einen neuen Job anfange und in diesem gekündigt werde. Ob dann noch immer die Anrechnung der Abfindung aus dem „alten Job“ stattfindet oder nicht, da ein neuer Job begonnen wurde.

Nochmal: in der Regel wird eine "Abfindung" nicht angerechnet - ist damit verbunden, dass du früher als die gesetzliche Kündigungsfrist es vorgibt, ALG I beantragen müsstest, tritt eine Sperrzeit ein.
Faktisch musst du dann natürlich von der Abfindung "leben".

Das weitere kann ich dir leider nicht genau sagen - von der Logik her müsste es so sein: wenn du "nahtlos" in einen neuen Job gehst und keinen Anspruch auf ALG I anmeldest, also auch keine Versicherungsleistung hier beanspruchst, sondern arbeitest, dürfte die "Abfindung" oder was immer du bekommst, nicht interessieren.
Du beantragst ja erst dann ALG I, wenn du deinen nächsten Job nicht mehr hättest.

Wenn du ein wenig geduldig bist, melden sich mit der Zeit sicher einige andere, die vielleicht da im Thema genauer drin sind.
 

Lilo87

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Zwischen dem alten und dem neuen Job beantrage ich kein ALG I, somit interessiert meine Abfindung nicht. Die Frage ist, ob die „alte Abfindung“ dann angerechnet wird, wenn ich im neuen Job gekündigt werde. Wovon ich nicht ausgehen möchte, aber man weiß ja nie.

Ich warte mal, ob sich da noch jemand auskennt, ich danke dir :)
 

gila

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Nochmal: im ALG I wird nix "angerechnet" - kommst du FRÜHER als die gesetzliche Kündigungsfrist es vorsieht zur Arbeitsagentur, dann "ruht" dein Anspruch auf ALG I für die Wochen oder Monate, die du früher als vorgesehen das Arbeitsverhältnis aufgelöst hast.

Sollten das mal z.B. 2 Monate früher sein - kriegste 2 Monate kein ALG I.
Wenn du dann eine kleine Abfindung hattest, die deinen Lebensunterhalt inzwischen nicht deckt: Pech.

Logischerweise müsste es - wie schon beschrieben - nach einem neuen Job so sein, dass die alte Kündigung und die Abfindung nicht interessiert. Hast ja gleich wieder gearbeitet und dann -blöderweise- den Job wieder verloren ;-)
 

Lilo87

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Sorry, glaube ich habe das selbe wie du gemeint, mich aber falsch ausgedrückt :D meinte natürlich ruhen. Sorry für die Verwirrung!

Das klingt für mich auch logisch - neuer Job, das alte interessiert nicht mehr, also ruht auch das ALG mach einer Kündigung nicht. Allerdings liegen Logik und die Gesetze/Vorschriften ja oftmals ein wenig auseinander.
 

Lilo87

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Wir sind aktuell nur bei der „logischen“ Lösung, aber nicht, wie es tatsächlich ist. Ob es tatsächlich so ist, dass nach einem neuen Job die alte Abfindung nicht mehr interessiert.
 

gila

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Also üblicherweise schreibe ich hier Dinge, die sowohl LOGISCH als auch TATSÄCHLICH sind - sonst hätte das hier kaum Sinn.
Daher habe ich auch oben folgenden Link für ein Dokument eingestellt, worauf sich meine Antworten bezogen:


Nochmal: im ALG I wird nix "angerechnet" - kommst du FRÜHER als die gesetzliche Kündigungsfrist es vorsieht zur Arbeitsagentur, dann "ruht" dein Anspruch auf ALG I für die Wochen oder Monate, die du früher als vorgesehen das Arbeitsverhältnis aufgelöst hast
 
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