Aufhebungsbescheid wegen angeblicher Ortsabwesenheit (1 Betrachter)

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Krizzo

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Hallo Forum,

ich habe sehr weit entfernt von meinem ehemaligen Wohnort eine Arbeitsstelle gefunden. Inzwischen arbeite ich seit 3 Monaten festangestellt dort und bin auch schon umgezogen. Die Arbeitsstelle habe ich erhalten, nachdem ich im April diesen Jahres einen Vermittlungsgutschein vom Jobcenter bekommen habe, also zweifelsfrei leistungsberechtigt war. Mir wurden sogar Umzugskosten und ein Teil der Doppelmiete (Miete in der neuen und Miete in der alten Wohnung ĂŒberschnitten sich einen Monat) erstattet.

Das Jobcenter fordert nun den Regelsatz von April zurĂŒck, der mir aber noch zusteht, da ich angeblich ortsabwesend war, was mir aber niemand nachweisen kann. Die umzugskosten werden nicht zurĂŒckgefordert, diese darf ich behalten.
Das Anhörungsschreiben habe ich beantwortet, mit dem simplen Satz, dass ich die Ortsabwesendheit fĂŒr April zwar beantragt hĂ€tte, aber nicht wahrgenommen habe, da ich keine Genehmigung bekommen habe.

Jetzt ist der Bescheid ins Haus geflattert, dass der Regelsatz von April zurĂŒckzuerstatten ist.

Wie gehe ich jetzt am Besten vor? Mir kann absolut niemand nachweisen, dass ich im April ortsabwesend war. Die Arbeitsstelle habe ich mir ĂŒber fern- Kommunikationsmittel besorgt, wie es heute ĂŒblich ist.

Ich muss nun einen Widerspruch schreiben. Soll ich zeitgleich zum Anwalt damit? Ich habe das GefĂŒhl, der Widerspruch alleine reicht nicht.

Ich danke euch fĂŒr Anregungen, Tipps, Tricks.
 

Makale

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Ortsabwesenheit muss dir nachgewiesen werden. Ein gewichtiges Indiz wÀre z.B. ein oder mehrere versÀumte Termine oder Anschiss eines Denunzianten. Ein "Antrag" auf Ortsabwesenheit ist meines Erachtens kein Indiz einer tatsÀchlichen Ortsabwesenheit.

Widerspruch einreichen mit entsprechender BegrĂŒndung.
 

Imaginaer

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WidersprĂŒche gegen Aufhebungsbescheide/Erstattungsbescheide haben aufschiebende Wirkung!

Wichtig ist das Du innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheides, Widerspruch einlegst! BegrĂŒndung hast Du ja.

Nachdem Du den Widerspruch nachweislich (Fax, persönliche Abgabe gegen EmpfangsbestÀtigung) eingereicht hast, solltest Du mit dem Nachweis des Widerspruchs das beauftragte Inkasso (meistens BA intern) in Kenntnis setzen. Dies ist wichtig, damit die im Widerspruchsverfahren nichts einfordern können. Erst nach Abhilfebescheid zu deinem Widerspruch.

Bitte gebe bei Mitteilung ans Inkasso den Verwendungszweck an, da diese keine Einsicht in deine Akte beim JC haben.

Außerdem wĂŒrde ich die Kosten auflisten und nach erfolgreichen Widerspruchsverfahren, diese per Antrag mir erstatten lassen. Das bleibt aber Dir ĂŒberlassen, ob Du das machen möchtest.
 

Krizzo

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Ich habe jetzt den Widerspruch als Fax einfach an beide Stellen (Jobcenter und Inkasso) geschickt, sollte ausreichen, oder?
 

Imaginaer

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An das Inkasso nur die Fax SendebestĂ€tigung zur Kenntnisnahme. Die selbst bearbeiten keine WidersprĂŒche.

Also kurzes Schreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Kenntnisnahme des Widerspruchs vom xx.xx.2016 gegen den Aufhebungsbescheide/Erstattungsbescheide vom xx.xx.2016.

Mit freundlichen Gruß

Krizzo

Anlage:
Faxsendebericht des Widerspruchs
 
E

ExitUser

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Wechselt beim Umzug nicht die ZustÀndigkeit des JC automatisch, also ab Zeitraum der Umzugsgenehmigung?
 

Krizzo

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Wechselt beim Umzug nicht die ZustÀndigkeit des JC automatisch, also ab Zeitraum der Umzugsgenehmigung?
Nein, das sind AntrÀge und Leistungen, die beim alten Jobcenter vor dem Umzug eingereicht wurden, also wird das auch vollstÀndig von denen gemacht.
 
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