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Aufhebung der Leistungsfähigkeit durch Gutachten der AFA.

seppo

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#1
Hallo,

ich beziehe ALG1 und aufstockend ALG2 und habe bei Antragsstellung um einen Termin beim ÄD
gebeten da ich durch die letzte Tätigkeit physisch und psychisch angeschlagen war und nicht
wieder in ein ähnliches Arbeitsverhältnis rutschen wollte.

Durch ein sozialmedizinisches Gutachten was im Auftrag der AFA erstellt wurde, wurde meine Leistungsfähigkeit aufgehoben.
Ich bin laut Gutachten voraussichtlich über 6 Monate, aber nicht auf Dauer - täglich weniger als 3 Std. arbeitsfähig.

Mir wird in dem Gutachten eine fachärztliche-psychiatrische Intervention und Beantragung einer medizinischen Reha-Maßnahme empfohlen, sowie eine Suchtberatung.
Eine Drogenabhängigkeit besteht im Grunde nicht, es wurd von mir lediglich ein Psychopharmaka als Bedarfsmedikation angegeben.

Ich bin mit dem Gutachten NICHT einverstanden, da es nicht meinem Leistungsbild entspricht.
Ich will unbedingt wieder arbeiten und Unterstützung in Form Bewerbungskostenübernahme erhalten.

Da Gutachten wurde innerhalb einer 15 minütigen Untersuchung und einem 5 minütigen Gespräch erstellt.
Ich hatte keine Unterlagen irgendwelcher behandelnder Ärzte eingereicht bzw. eine Schweigepflichtsentbindung unterschrieben.

Einen Aufhebungsbescheid für die laufenden Leistungen gibt es bisher nicht schriftlich, mir wurde bei der Übergabe des Gutachtens nur gesagt, dass ich in die Grundsicherung fallen werde.


Meine Fragen:

1.Wie sieht das weitere Verfahren der beiden Ämter aus? Was kommt auf mich zu?

2.Wie kann ich gegen das Gutachten vorgehen? Will auf keinen Fall in die Sozialhilfe abgeschoben werden.

3.Werden die laufenden Leistungen bis zur endgültigen Klärung weitergezahlt? (nahtloser Übergang)

4.Werde ich zur Beantragung einer EU-Rente bei der DRV aufgefordert? Habe in den letzten 5 Jahren nur 2,5 Jahre eingezahlt, war davor im ALG2 Bezug.

5.Wird gegebenenfalls durch die DRV nochmals ein Gutachten erstellt was das andere Gutachten entkräftet?

Danke im Voraus!

Ich werde probieren euch auf dem laufenden zu halten.
 

AndreasB

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#2
1.Wie sieht das weitere Verfahren der beiden Ämter aus? Was kommt auf mich zu?
Im Normalfall fordert die AfA dazu auf, eine Reha oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) zu beantragen.
2.Wie kann ich gegen das Gutachten vorgehen? Will auf keinen Fall in die Sozialhilfe abgeschoben werden.
Das Gutachten der AfA ist für keinen anderen Sozialleistungsträger bindend. Das Sozialamt kann zwar ein Gutachten der AfA akzeptieren, wird dies aber ganz sicher nicht tun, wenn der Betreffende selbst sich für erwerbsfähig hält.
3.Werden die laufenden Leistungen bis zur endgültigen Klärung weitergezahlt? (nahtloser Übergang)
Wie schon bei 1. angeführt, wird Dich die AfA dazu auffordern, Leistungen der DRV zu beantragen. Wenn Du dem nachkommst, muss die AfA nach § 145 SGB III Leistungen weiterhin erbringen ( ALG I längstens bis Erschöpfung des persönlichen Anspruchs ).
Werde ich zur Beantragung einer EU-Rente bei der DRV aufgefordert? Habe in den letzten 5 Jahren nur 2,5 Jahre eingezahlt, war davor im ALG2 Bezug.
Direkt zum Rentenantrag auffordern darf die AfA nicht. Ein Reha- oder LTA-Antrag kann aber durch die DRV zum Rentenantrag umgedeutet werden. Bis 2011 wurden für ALG II - Empfänger Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet, so dass die Zeiten als Beitragszeiten zählen. Ebenso zählen Krankengeld- und ALG I - Zeiten.
5.Wird gegebenenfalls durch die DRV nochmals ein Gutachten erstellt was das andere Gutachten entkräftet?
Davon ist auszugehen. Die DRV zahlt keine Rente, nur weil die AfA meint, jemand wäre erwerbsgemindert.
 

seppo

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#3
Hallo,

vielen Dank für deine Antwort. Was ist wenn ich die Mindestversicherungszeiten
nicht erfülle um Leistungen der DRV zu erhalten?

Würde mich die AfA trotzdem auffordern Leistungen bei der DRV zu beantragen?
Würde eine Klärung der Erwerbsfähigkeit für das Sozialamt trotzdem über die DRV laufen?

LG
 

Fabiola

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#4
Direkt zum Rentenantrag auffordern darf die AfA nicht.
Ist das wirklich so? Hast Du dazu eine Rechtsgrundlage? Ich weiß nur, dass die KK nicht zum Rentenantrag auffordern darf - zur Reha allerdings schon.
Das JC zumindest darf zum (EM-)Rentenantrag auffordern. Ist das bei der AfA denn anders?
Eine Angabe der Rechtsgrundlage wäre hier (auch für mich) hilfreich. Danke.
 

Doppeloma

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#5
Hallo Seppo,

ich beziehe ALG1 und aufstockend ALG2 und habe bei Antragsstellung um einen
Termin beim ÄD gebeten da ich durch die letzte Tätigkeit physisch und
psychisch angeschlagen war und nicht wieder in ein ähnliches Arbeitsverhältnis rutschen wollte.
Aus welchem Grunde konkret bekommst du jetzt ALGI, absolut "nur" wegen Arbeitslosigkeit oder weil du nach längerer AU aus dem Krankengeld ausgesteuert wurdest (und zusätzlich arbeitslos bist), das ist nicht ganz unbedeutend für die Antworten auf deine Fragen.

Ich persönlich halte nichts davon "einfach mal davon auszugehen", dass es so ist wie ich mir das gerade vorstelle.
Was dir zu § 145 SGB III geschrieben wurde trifft nämlich nur nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld zu, ansonsten hat die Einschätzung des AfA-ÄD zunächst mal noch gar keine weitergehenden Wirkungen.

Allerdings wird (ohne Aussteuerung) auch auf Krankschreibung und Bezug von Krankengeld über die KK verwiesen, wenn der AfA-ÄD eine Feststellung macht, dass eine Vermittlung wegen Krankheit aktuell (für mindestens 6 Monate) nicht möglich ist.

Durch ein sozialmedizinisches Gutachten was im Auftrag der AFA erstellt wurde,
wurde meine Leistungsfähigkeit aufgehoben.
Ich bin laut Gutachten voraussichtlich über 6 Monate, aber nicht auf Dauer - täglich weniger als 3 Std.
arbeitsfähig.
Im Zuge einer Aussteuerung (Ablauf des Krankengeld-Anspruches nach 78 Wochen), ist eine Untersuchung / Begutachtung durch den ÄD der AfA vorgeschrieben, darum braucht man dann nicht selbst zu bitten und diese Einschätzung bedeutet aktuell (für AfA und JC), dass eine Vermittlung in Arbeit vorerst nicht möglich ist.

Mir wird in dem Gutachten eine fachärztliche-psychiatrische Intervention und
Beantragung einer medizinischen Reha-Maßnahme empfohlen, sowie eine Suchtberatung.
Eine Drogenabhängigkeit besteht im Grunde nicht, es wurd von mir lediglich ein Psychopharmaka als Bedarfsmedikation angegeben.
Hast du nach dieser Begutachtung eine schriftliche Aufforderung von der AfA bekommen, dass du einen entsprechenden Antrag (auf med. Reha) an die DRV stellen und (meist innerhalb 4 Wochen) nachweisen sollst ???

Es ist übrigens nicht richtig, dass die AfA nicht zum Antrag auf EM-Rente auffordern darf, habe selbst ein solches Schreiben nach der Aussteuerung von der AfA bekommen, man hat allerdings die Wahl ob man Reha ODER eine EM-Rente beantragen wird, in der vorgegebenen Frist hat man aber diese Antragstellung nachzuweisen, damit die AfA weiter ALGI zahlen muss bis von der DRV dazu entschieden wurde (oder der Anspruch auf ALGI endet).

So wäre es schon sehr angebracht, wenn du Klarheit zu deiner persönlichen Konstellation herstellen würdest, ich kann allerdings bestätigen, dass diese "AfA / JC-Gutachten" letztlich nur eine interne Bedeutung entfalten und schon die DRV nur wenig interessiert was die AfA da meint festgestellt zu haben.

Hatte nach der Aussteuerung ein ähnliches Gutachten, durchaus zutreffend und gründlich erarbeitet von der damals beauftragten Ärztin, was mich dann freiwillig bewogen hat einen Antrag auf EM-Rente zu stellen, bei der DRV kam dieses Gutachten aber nicht so gut an, der Antrag wurde abgelehnt und ich musste bis zum Sozialgericht streiten, dass mein desolater Gesundheitszustand als real anerkannt wurde auch von der DRV.

Mit einer behandlungsbedürftigen Erkrankung und der Ansicht dieses Arztes für 6 Monate keine Vermittlung als möglich zu sehen, ist man noch lange nicht für alle Zeiten "Erwerbsunfähig / Erwerbsgemindert" und "automatisch" ein Sozial-Fall, da hätte ja das Sozial-AMT auch noch wein "Wörtchen" mitzureden und die haben auch ihre eigenen "Gutachter" dafür, die gerne ganz schnell das Gegenteil bescheinigen werden.

Ich bin mit dem Gutachten NICHT einverstanden, da es nicht meinem Leistungsbild entspricht.
Ich will unbedingt wieder arbeiten und Unterstützung in Form Bewerbungskostenübernahme erhalten.
Es steht dir doch frei Bewerbungen zu tätigen und die Kosten dafür aus dem Vermittlungsbudget zu beantragen, das kannst du ganz unabhängig von dieser gesundheitlichen Einschätzung machen, wenn sich Stellengebote aus deiner Sicht für dich eigenen ist das immer noch deine Entscheidung.

Mit einem Arbeitsvertrag in der Tasche wären ohnehin alle Gesundheitsprüfungen von AfA und Co. als erledigt zu betrachten, vielleicht solltest du aber für eine Stabilisierung (und ernsthafte Einschätzungen deiner Erwerbsfähigkeit) doch mal eine med. Reha bei der DRV beantragen, dort würde man zumindest auch (für die anderen verbindlich) eine weitere Tätigkeit im bisherigen Berufsfeld prüfen und dir bescheinigen ob du in dem Bereich noch arbeiten kannst oder nicht.

Es ist schwer einzuschätzen in welchem Alter du bist und ob man dir eventuell auch eine Weiterbildung / Umschulung (LTA) noch anbieten würde ... das passiert in so einer DRV-Reha ganz ohne Interesse an diesem "AfA-Gutachten" ... da darfst du dir zumindest sicher sein. :wink:

Da Gutachten wurde innerhalb einer 15 minütigen Untersuchung und einem 5
minütigen Gespräch erstellt.
Ich hatte keine Unterlagen irgendwelcher behandelnder Ärzte eingereicht bzw. eine Schweigepflichtsentbindung unterschrieben.
Unterlagen von behandelnden Ärzten sollte man zumindest einige aktuelle dabei haben (als Kopien), kein Arzt der dich nicht kennt wird dir ohne medizinische Nachweise einfach glauben was du so erzählen würdest, aber letztlich bringt dir das Gutachten eine "Vermittlungspause bei der AfA (und vermutlich auch beim JC), was ja kein Bewerbungs-"Verbot" beinhaltet.

Einen Aufhebungsbescheid für die laufenden Leistungen gibt es bisher nicht schriftlich, mir wurde bei der Übergabe des Gutachtens nur gesagt, dass ich in die Grundsicherung fallen werde.
Wer konkret hat das zu dir "gesagt", was gesagt wird hat keinerlei rechtliche Bedeutung und welche "Grundsicherung" war denn damit gemeint, die für Arbeitslose (SGB II, da bist du ja schon aufstockend) oder die für Rentner auf Dauer aus dem SGB XII (da kommst du noch lange nicht hin), das war hohles "Gesülze", wenn die was von dir wollen muss man dir das schriftlich geben mit den zutreffenden Rechtsgrundlagen.

Wenn dir ALGI noch nicht aufgehoben wurde deswegen, dann liegt natürlich die Vermutung sehr nahe, dass du ALGI wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld bekommst und die AfA daher nach § 145 SGB III zur Weiterzahlung verpflichtet ist, übrigens genau weil dich der ÄD innerhalb 15 Minuten für vorerst nicht vermittelbar eingestuft hat.

Lohnersatzleistungen (dazu zählt auch ALGI) sind im Übrigen IMMER vorrangig zu zahlen so lange noch Anspruch darauf besteht, dafür würde schon das JC sorgen, wenn man (bei der AfA) meint das ALGI jetzt einzustellen, es käme aber (wie immer) auf den konkret benannten Grund an.

Bist du weiterhin AU geschrieben und gibst die AU laufend bei der AfA ab ???
Wenn ja und du bist noch nicht ausgesteuert kommt die Aufhebung nach Ablauf von 6 Wochen AU nach § 146 SGB III und du bekommst dann anschließend Krankengeld von der KK in gleicher Höhe.

§ 146 SGB III Leistungsfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit

Das hat mit dem "AfA-Gutachten" alles wenig zu tun und das Sozial-Amt ist da noch sehr weit entfernt ...

1.Wie sieht das weitere Verfahren der beiden Ämter aus? Was kommt auf mich zu?
Lies was dir geschrieben wurde und beantworte die Fragen, damit man weiß was konkret zutreffend ist und nicht nur "herum-raten" muss ...

2.Wie kann ich gegen das Gutachten vorgehen? Will auf keinen Fall in die Sozialhilfe abgeschoben werden.
Gar nicht, aber mit diesem "Gutachten" nimmt dich auch die Sozial-Hilfe nicht, einige Gründe dafür wurden dir bereits aufgezählt, es gibt noch viele weitere aber das ist im Moment irrelevant.

3.Werden die laufenden Leistungen bis zur endgültigen Klärung weitergezahlt? (nahtloser Übergang)
ALGI bekommst du nur bis dein Anspruch (lt. Bescheid) abgelaufen ist, danach müsste (bei Notwendigkeit) das JC so lange weiter zahlen bis es eine eindeutige Klärung zu deiner Erwerbsfähigkeit gibt (im besten Falle von der DRV) und sich daraus vielleicht andere Zuständigkeiten ergeben würden.

Findest du Arbeit, wie du das ja vor hast, dann hat sich das alles komplett erledigt ...

4.Werde ich zur Beantragung einer EU-Rente bei der DRV aufgefordert? Habe in den letzten 5 Jahren nur 2,5 Jahre eingezahlt, war davor im ALG2 Bezug.
Bisher möchte man, dass du eine Reha beantragst und daraus wird sich dann eventuell ergeben ob ein Antrag auf EM-Rente überhaupt (aktuell) sinnvoll für dich sein kann, man bekommt so schnell keine EM-Rente von der DRV nur weil man längere Zeit krank ist /war ... :icon_evil:

Das hätten besonders die JC sehr gerne wenn sie nicht in der Lage sind den Leuten passende Arbeitsplätze anzubieten, aber da schaut die DRV schon genauer hin und konzentriert sich auf rein gesundheitliche Aspekte bei der Entscheidung.
Wenn du immer irgendwo in der "Versicherungs-Pflicht" gewesen bist ist es inzwischen unwichtig ob auch immer Beiträge gezahlt wurden an die Rentenkasse, auch ALGII gilt als Anspruchszeit auf eine EM-Rente, das ist nicht dein Problem das zu überprüfen.

Man wird dir schnell und gerne von der DRV aus mitteilen, dass du keinen Anspruch auf eine Geldrente haben wirst wenn es denn so sein sollte, dass deine Pflichtzeiten dafür nicht ausreichen.

5.Wird gegebenenfalls durch die DRV nochmals ein Gutachten erstellt was das andere Gutachten entkräftet?
Da darfst du dir aber ganz sicher sein, dass die DRV eigene Gutachter beauftragen wird, bei mir waren es sogar 2, die das Gutachten der AfA "außer Kraft gesetzt haben", um die EM-Rente ablehnen zu können, denn diese Gutachter werden dich auch nicht unbedingt so einschätzen wie du es selbst sehen möchtest, sondern so wie es die DRV lesen möchte, schließlich werden sie von der DRV auch für ihre Gutachten bezahlt. :wink:

Und im Gegensatz zu den Gutachten der diversen "Amtsärzte" (MDK / AfA/ JC/ Gesundheitsamt) müssen sich dann vorerst auch ALLE anderen Behörden an diese DRV-Gutachten halten ... die sind dann maßgeblich, was nicht bedeutet, dass sie immer korrekt und wirklich (für dich) mehr Wert sein müssen ... :icon_evil:

§ 44a SGB II Feststellung von Erwerbsfähigkeit und Hilfebedürftigkeit

MfG Doppeloma
 

AndreasB

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#6
vielen Dank für deine Antwort. Was ist wenn ich die Mindestversicherungszeiten
nicht erfülle um Leistungen der DRV zu erhalten?
Für eine Reha bzw. LTA müssen lediglich 6 Monate Pflichtbeiträge in den letzten 2 Jahren entrichtet worden sein (alternativ gehen auch 15 Jahre Anwartschaft), nach Deinen Angaben erfüllst Du also die Voraussetzungen.

Das JC zumindest darf zum (EM-)Rentenantrag auffordern. Ist das bei der AfA denn anders?
Eine Angabe der Rechtsgrundlage wäre hier (auch für mich) hilfreich. Danke.
Wenn die AfA jemanden für erwerbsgemindert hält, greift §145 SGB III. Der sieht nach (2) lediglich die Antragstellung von Reha oder LTA vor:
(2) Die Agentur für Arbeit hat die leistungsgeminderte Person unverzüglich aufzufordern, innerhalb eines Monats einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen.
Eine Rechtsgrundlage analog zum §12a SGB II gibt es im SGB III nicht. Nur wenn der Betroffene ALG I nach § 428 SGB III erhält, kann die AfA zur Antragstellung einer Altersrente auffordern.

Außerdem ist die Aufforderung zur Rentenantragstellung durch die AfA nicht erforderlich, da die DRV bei Ablehnung einer Rente / LTA nach §116 SGB VI deren Antragstellung in einen Rentenantrag umdeuten muss, sollte der Antragsteller erwerbsgemindert sein.
 

Ines2003

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#7
Meine Mutter hat im Januar die Aufforderung von der Agentur für Arbeit erhalten, darin stand, das Sie Leistungen zur Teilhaber am Arbeitsleben beantragen oder einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente innerhalt eines Monats stellen soll.
 

AndreasB

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#8
Meine Mutter hat im Januar die Aufforderung von der Agentur für Arbeit erhalten, darin stand, das Sie Leistungen zur Teilhaber am Arbeitsleben beantragen oder einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente innerhalt eines Monats stellen soll.
Hat die AfA eine Rechtsgrundlage für die Aufforderung angegeben?
 

seppo

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#9
Hallo,


@ Doppeloma: DANKE für deine ausführliche Antwort. Ich bekomme das Alg1 + Alg2 nur wegen Arbeitslosigkeit, bin vorher nicht im Krankengeldbezug gewesen und bin zur Zeit auch nicht AU geschrieben.
Welche Auswirkung hat das genau?

Ich habe noch keine Aufforderung zur Beantragung einer Reha erhalten.
Ich habe bisher nur das Gutachten überreicht bekommen (Arbeitsvermittlerin) wo mir gesagt wurde, dass die Zahlungen auf Grund der Erwerbsunfähigkeit eingestellt werden und ich in die Grundsicherung fallen werde.

Währe es möglich das ich Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen muss?

LG
 

Doppeloma

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#11
Hallo seppo,

Ich bekomme das Alg1 + Alg2 nur wegen Arbeitslosigkeit, bin vorher nicht im
Krankengeldbezug gewesen und bin zur Zeit auch nicht AU geschrieben.
Welche Auswirkung hat das genau?
Dann ist deine Konstellation sehr ungewöhnlich und ich finde es unmöglich, wie man bei der AfA mit dir umgeht und welch mangelhafte Informationen du dazu dort bekommst wie es mit dir weitergehen soll.

Es wäre (aus meiner Sicht) dringend angebracht, dass du dich AU schreiben lässt, ehe man wirklich auf den Gedanken kommt das ALGI einzustellen, weil du der Vermittlung in Arbeit aktuell wegen Krankheit nicht zur Verfügung stehen kannst.
Ab Einstellung des ALGI hast du nämlich sonst keine Versicherung für Krankengeld mehr, du landest komplett in Hartz 4 und dort bist du auch nur mit einer AU-Bescheinigung vor Vermittlung (in ALLES) sicher.

Es tun sich immer neue Abgründe auf in den Merkwürdigkeiten von AfA und JC, denn man hätte dich darauf hinweisen müssen, dass du eine AU brauchst wenn du wegen Krankheit (aus Sicht des Amtsarztes) für mindestens 6 Monate nicht vermittelbar bist, da ist die AfA (außerhalb der Aussteuerung) tatsächlich gar nicht mehr für dich zuständig.

Du solltest (am Besten morgen schon) zum Arzt deines Vertrauens gehen und dir eine AU-Bescheinigung holen, die du dann bitte auch umgehend bei der AfA einreichen musst.

Dann muss zumindest noch 6 Wochen weiter gezahlt werden gemäß § 146 SGB III den ich dir oben schon verlinkt habe, es ist eine Frechheit dich da einfach in dein Unglück laufen zu lassen und dir was von "Grundsicherung" zu erzählen, ohne dich aufzuklären was das zu bedeuten hat.

Ich habe noch keine Aufforderung zur Beantragung einer Reha erhalten.
Darum hat man dir auch bisher nur "oberflächlich" und unverbindlich geraten eine Reha zu beantragen, ohne diese Forderung schriftlich zu stellen (als separates Schreiben, nicht als Inhalt des "Gutachtens"), man hofft vermutlich, dass du diese Falle nicht erkennen wirst und sobald man dir den Aufhebungsbescheid schickt ist es dafür (wahrscheinlich) schon zu spät noch was zu retten.

Du bist aktuell nur noch aus dem Bezug von ALGI für Krankengeld versichert, wenn das ALGI vorher wegfällt zahlt die KK kein Krankengeld mehr, auch nicht wenn du dann eine AU-Bescheinigung vorlegen kannst.

Das bedeutet dann tatsächlich Vollbezug von "Grundsicherung" allerdings Grundsicherung (für Arbeitslose) nach dem SGB II und nicht vom Sozial-AMT SGB XII ... da bekommt man Grundsicherung (SGB XII / Kapitel 4) erst mit einem schriftlichen Bescheid zu einer Dauer-Rente wegen Alters oder wegen dauerhafter Erwerbsminderung.

Ich habe bisher nur das Gutachten überreicht bekommen (Arbeitsvermittlerin) wo mir gesagt wurde, dass die Zahlungen auf Grund der Erwerbsunfähigkeit eingestellt werden und ich in die Grundsicherung fallen werde.
Du hast nur einen Teil dieses "Gutachtens" bekommen (Teil B für den Arbeitsvermittler), der Teil A mit der medizinischen Begründung liegt beim ÄD und dort solltest du den auch noch in Kopie einfordern.
Da wird zwar auch nicht viel mehr drauf stehen aber das gehört eben beides zusammen und den Teil A darf der Vermittler gar nicht bekommen.

Da hat sich deine Vermittlerin ja fein um eine Konkretisierung herum gedrückt, welche Art der "Grundsicherung" da wohl gemeint ist, denn es gibt wie beschrieben zwei Varianten mit ganz unterschiedlichen Bedingungen und Auswirkungen und BEIDE nennen sich "Grundsicherung" ... :icon_neutral:

Währe es möglich das ich Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen muss?
Vielleicht solltest du dir angewöhnen solche Fragen den SB der Ämter zu stellen, was sie womit genau meinen und warum, denn die werden dafür bezahlt dir das zu erklären ... aber die lassen dich mit offenen Augen ins Unglück rennen, wenn du dir nicht sehr schnell eine AU-Bescheinigung besorgen kannst, ehe der Aufhebungsbescheid geschrieben wird.

"Nett", dass man dich auch völlig im Unklaren lässt, ab wann man denn nun vor hat die Leistung einzustellen, weil du ja nun als nicht Erwerbsfähig begutachtet wurdest vom AfA-ÄD.
Du darfst jetzt also täglich mit einer bösen "Oster-Überraschung" in der Post rechnen, ich hoffe die werden wenigstens den Mätz noch voll zahlen ... :icon_dampf:

Schon im Beitrag oben habe ich dir erklärt warum du keinen Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt hast, das Sozial-AMT wird sich von diesem "Gutachten" ganz sicher nicht beeindrucken lassen, zunächst ist mal die Grundsicherung nach SGB II (Hartz 4 / ALG II) vorrangig zu nutzen, wenn die AfA nicht mehr zahlen will oder muss.

Der "Zug" fährt in der Regel nicht direkt aus ALGI in die Sozial-Hilfe (SGB XII / Kapitel 3), du sollst was für deine Genesung tun, damit du wieder arbeiten kannst, auch wenn das noch einige Zeit dauern könnte WILL dich das Sozial-AMT deswegen auch noch lange nicht haben und für dich zahlen müssen. :icon_evil:

Mal abgesehen davon, dass es nicht wirklich erstrebenswert ist vom Sozial-AMT abhängig zu sein, die schicken dich auch spätestens nach 6 - 12 Monaten zum Gesundheitsamt und lassen dich wieder für Erwerbsfähig (mindestens 3 Stunden reicht ja schon für die Rückfahrkarte zum JC) begutachten, damit das JC wieder zahlen muss.

Bis dahin hast du eventuell noch vorhandene (SGB II-Schon-) "Vermögen" (PKW / Bank-Guthaben/ Lebensversicherungen usw.) über 1600 Euro "versilbert" und deine Familie (Eltern/ Kinder soweit vorhanden) wurde überprüft, ob sie nicht deinen Unterhalt übernehmen können, damit das Sozial-AMT nicht zahlen braucht.

Wenn du das alles erleben möchtest, dann geht zum Sozial-AMT anstatt zum Arzt eine Krankschreibung holen ... :icon_kratz:

Mit deinem Arzt zusammen kannst du dann auch eine med. Reha (direkt bei der DRV) beantragen, ganz gleich ob das nun gerade die AfA will oder nicht, ich kann dir nur anraten das (für dich) zu nutzen, um dich vielleicht wirklich bald wieder "auf die Beine zu stellen" und arbeiten zu können.

Lass dir von deinem Arzt eine gute und passende Reha-Klinik empfehlen und hefte das direkt mit an den Antrag, dass du in Klinik A oder B möchtest (ein Ausweichvorschlag ist immer ganz gut), du hast das Recht eine Klinik auszuwählen, auch das wissen nur wenige Antragsteller und wundern sich dann in welche "Schuppen" sie oft von der DRV einquartiert werden.

Die wollen natürlich auch die Reha-Kliniken am Leben erhalten, die bei den Patienten aus verschiedenen Gründen nicht so "beliebt" sind ...
Wenn du gar nichts tust in der Richtung, wird das auch in 6 Monaten nicht anders sein als jetzt mit deinen gesundheitlichen Problemen, von Psychopharmaka "nach Bedarf" habe ich noch nicht oft was gehört, die muss man eigentlich über längere Zeit regelmäßig einnehmen, damit sie überhaupt eine Wirkung entfalten können, aber das nur nebenbei.

Mach das Beste draus für dich und deine Gesundheit und geh unbedingt schnellstens zum Arzt eine AU-Bescheinigung holen, ehe dein Krankengeld-Anspruch auch noch erloschen ist.

MfG Doppeloma
 

seppo

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Hallo,

ist das Gutachten nicht auch verbindlich für das Jobcenter? Bzw. werden die nicht auch ihre Leistungen
einstellen, da ich dem Arbeitsmarkt nicht zu Verfügung stehe?

LG
 

AndreasB

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#13
Es wäre (aus meiner Sicht) dringend angebracht, dass du dich AU schreiben lässt, ehe man wirklich auf den Gedanken kommt das ALGI einzustellen, weil du der Vermittlung in Arbeit aktuell wegen Krankheit nicht zur Verfügung stehen kannst.
Die Verfahrensweise ist wirklich sehr ungewöhnlich, aber letztendlich ist auch der Fall von seppo durch den §145 SGB III abgedeckt. Der verlangt nämlich nicht, dass Betroffene vorher durch die Krankenkasse ausgesteuert wurden oder eine Krankschreibung vorliegt.

Eine Einstellung des ALG I wäre daher gesetzeswidrig.
 

seppo

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#14
Die Verfahrensweise ist wirklich sehr ungewöhnlich, aber letztendlich ist auch der Fall von seppo durch den §145 SGB III abgedeckt. Der verlangt nämlich nicht, dass Betroffene vorher durch die Krankenkasse ausgesteuert wurden oder eine Krankschreibung vorliegt.

Eine Einstellung des ALG I wäre daher gesetzeswidrig.
Hallo,

ich habe diesbezüglich bei der AfA angerufen und mir wurde gesagt das die Nahtlosigkeitsregelung (§145 SGB III) nur bei vorherigem aufgebrauchten Krankengeldbezug eintritt.

LG
 

AndreasB

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#15
ich habe diesbezüglich bei der AfA angerufen und mir wurde gesagt das die Nahtlosigkeitsregelung (§145 SGB III) nur bei vorherigem aufgebrauchten Krankengeldbezug eintritt.
Sorry, aber Dein Umgang mit Behörden insbesondere der Agentur für Arbeit wirkt auf mich sehr naiv. Wenn ich gesundheitliche Probleme habe, dann suche ich mir einen Arzt meines Vertrauens. Das ist sicher nicht der ärztliche Dienst der AfA. Dieser vertritt als erstes die Interessen der AfA und nicht Deine. Genauso sollte man Telefonate mit der AfA grundsätzlich vermeiden. Im Zweifelsfall sind dort getroffene Aussagen nicht zu belegen und man steht dann im Regen.

Vermutlich ist der Ratschlag von Doppeloma, sich zeitnah krank schreiben zu lassen, der sinnvollste. Sollte die AfA aber trotzdem das ALG I einstellen, solltest Du mit Hinweis auf § 145 SGB III dem widersprechen und bei Ablehnung des Widerspruchs Dir einen spezialisierten Anwalt suchen. Ich habe Zweifel, dass die telefonische Aussage der AfA in Deinem Fall korrekt ist.
 

Doppeloma

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#16
Hallo AndreasB,

Vermutlich ist der Ratschlag von Doppeloma, sich zeitnah krank schreiben zu lassen, der sinnvollste. Sollte die AfA aber trotzdem das ALG I einstellen, solltest Du mit Hinweis auf § 145 SGB III dem widersprechen und bei Ablehnung des Widerspruchs Dir einen spezialisierten Anwalt suchen. Ich habe Zweifel, dass die telefonische Aussage der AfA in Deinem Fall korrekt ist.
Da stimmen wir zumindest voll überein, was die sofortige AU-Bescheinigung betrifft, wenn die AfA dann nach 6 Wochen Leistungsfortzahlung gemäß § 146 SGB III erst einstellt gibt es allerdings keine Rechtsgrundlage die Anwendung von § 145 SGB III einzufordern.

Der Bezug von Krankengeld ist ja in diesem Falle vorrangig zu nutzen und der Betrag wird auch nicht geringer sein als das aktuelle ALGI, warum sollte man sich da einen Anwalt suchen müssen, um weiter ALGI gemäß Nahtlosigkeit zu beziehen. :icon_kinn:

Es gibt aktuell keinen Anspruch über die 6 Wochen des 146 hinaus, da ja eine Zahlung von der KK nicht wegen Aussteuerung bereits ausgeschlossen ist.

Der Rest-Anspruch auf ALGI bleibt doch bestehen, bis er mal wieder gesund wäre oder tatsächlich ausgesteuert wird, hier sehe ich die Auskunft der AfA durchaus als korrekt an, das hätte man ihm aber auch schon klar bei den Gesprächen vor Ort sagen und erklären müssen.

Er braucht unbedingt schnellstens eine AU-Bescheinigung, sonst ist er bald beim JC in "Vollpension" und dann gibt es vorerst überhaupt kein Krankengeld mehr von der KK, wenn er nicht wieder versicherungspflichtig arbeiten gehen kann.

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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#17
Hallo seppo,

ist das Gutachten nicht auch verbindlich für das Jobcenter?
Kann schon sein aber ALGII ist eine staatliche Sozial-Leistung und da darf man durchaus vorübergehend auch mal nicht "Vermittlungsfähig" sein wegen akuter Krankheit, auch dort hat man dann aber üblicherweise einen Krankenschein vom Arzt darüber (ich meine einen ambulanten /behandelnden Arzt und nicht den ÄD der AfA), der besagt dass man "Arbeits-Unfähig" ist aber nicht, dass man voll Erwerbsunfähig / Erwerbsgemindert sein soll ... :icon_evil:

Bzw. werden die nicht auch ihre Leistungen einstellen, da ich dem Arbeitsmarkt nicht zu Verfügung stehe?
Die dürfen deswegen also nicht einfach die Leistungen einstellen, was nicht bedeutet, dass sie es nicht versuchen könnten, wenn du jetzt auch noch Krankengeld "vermasselst" (was du bekommen könntest wenn du zum Arzt gehst) und dann den vollen "Grundsicherungs-Satz" (nach dem SGB II) brauchst um überhaupt noch existieren zu können ...

Mag ja sein, dass dir das alles im Moment "Schei**egal" ist so lange noch Geld auf dein Konto kommt, das kann sich aber sehr schnell ändern wenn du nicht endlich die richtigen Schritte machst ..., das JC zahlt dann auch nicht "automatisch" mehr, wenn die AfA die Leistungen einstellt ... :icon_evil:

Das musst du dann dort nachweisen (dass du kein ALGI mehr bekommst und warum) und die Änderung deines ALGII-Leistungsbescheides beantragen.

Es hat allerdings wenig Sinn, wenn wir uns hier "abstrampeln" und dir schreiben was du dringend tun solltest (um deinen "ARS**" zu retten finanziell) und deine einzige Aktion ist ein Anruf bei der AfA ... was davon zu halten ist, wurde dir ja schon geschrieben, da kann ich mich meinem Vorschreiber nur anschließen ... :icon_kratz:

WARUM gehst du nicht endlich zum Arzt und lässt dir eine AU ausstellen, begreifst du nicht, dass du ohne diese Bescheinigung eigentlich (rein rechtlich gesehen) für ALLE Behörden GESUND (das heiß Arbeits-FÄHIG) bist, ganz gleich was die in ihre kuriosen Gutachten schreiben (um der eigenen Behörde Geld zu sparen) ... von der KK bekommst du damit jedenfalls keinen Cent wenn die AfA die Zahlungen einstellt.

MfG Doppeloma
 

seppo

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#18
Hallo,


@ Doppeloma: Natürlich habe dich deinen Rat befolgt und werde mich Nächste Woche (geht leider nicht früher) Au schreiben lassen, um evtl. noch Krankengeld zu beziehen. Mir ist das alles auf keinen Fall sche..egal!
Ich habe jedoch die Befürchtung das die AfA und das JC schon vor Bezug des Krankengeldes ihre Leistungen einstellen werden und ich im schlimmsten Fall nächste Woche ohne Geld da stehe.

Sorry, aber Dein Umgang mit Behörden insbesondere der Agentur für Arbeit wirkt auf mich sehr naiv. Wenn ich gesundheitliche Probleme habe, dann suche ich mir einen Arzt meines Vertrauens. Das ist sicher nicht der ärztliche Dienst der AfA. Dieser vertritt als erstes die Interessen der AfA und nicht Deine. Genauso sollte man Telefonate mit der AfA grundsätzlich vermeiden. Im Zweifelsfall sind dort getroffene Aussagen nicht zu belegen und man steht dann im Regen.
Im Nachhinein bereue ich es sehr auf meine gesundheitlichen Einschränkung aufmerksam gemacht zu haben.
Ich hätte mich einfach nach Beantragung oder schon im Arbeitsverhältnis Au schreiben lassen sollen. Leider wusste ich es zu dem Zeitpunkt nicht besser.

Den Anruf bei der AfA habe ich ursprünglich getätigt um Teil A meines Gutachtens anzufordern

MfG
 
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#19
Da bist du nicht der Einzige. Leider ist das zu oft so. In meiner REHA gab es einige, die sich in den A**** gebissen haben, das sie z.B. nicht den GDB beantragt haben. Einige hätten dann heute noch ihren Job :(
 

Ines2003

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#20
Hat die AfA eine Rechtsgrundlage für die Aufforderung angegeben?
Ich habe jetzt das Schreiben herausgesucht, du hast Recht, die Agentur für Arbeit hat zur Antragstellung auf Medizinische Reha aufgefordert.

Das Schreinen was ich meinte, und mit in dem das mit der Reha oder den Rentenantrag steht geht um die Mitwirkungspflichten, das einen wenn man bei der DRV nicht mitwirkt, das Alg 1 Eingestellt wird.
 

Muzel

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#21
Das weiß ich nicht, welche Leistungen die AfA bei ALG 1 Bezug fordern darf. Das weiß aber ganz bestimmt die Doppeloma, wenn sie sich äußern möchte. Als mich die die DRV und die AfA zur med. Reha aufgefordert haben, war ich Nichtleistungsbezieher. Mich hat allerdings gewundert, dass man Nichtleistungsbezieher genau wie ein Leistungsbezieher unter Druck gesetzt werden kann.
Ich habe die DRV von dem Vorhaben abgebracht. Wenn einer 30 Jahre krank ist, muss er schon nach Lourdes fahren um zu genesen.
 
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