Aufforderung zur Vollzeitarbeit (1 Betrachter)

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1957er

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Meine Frau hatte eine Einladung vom Amt bekommen: Bewerbungsbemühungen.

Wir waren heute da. Die SB hatte kurz über Ihren Lebenslauf geschaut und meine Frau sollte ihr dann die Positionen ihres beruflichen Werdegangs ab der Schule erzählen.

Dann ging es los. Meine Frau hat eine geringfügige Beschäftigung als Reinigungskraft. Jeden Tag 2 Stunden und 5 Tage die Woche. Immer von ca 17 bis 19 Uhr. Die Stelle gefällt ihr sehr gut, nette Kollegen und die Arbeit ist gut zu schaffen.

Die SB druckte ein zwei Stellenanzeigen aus. 1 Zeitarbeit: Hilfskraft ohne nähere Tätigkeitsangabe zeitlich flexibel in Vollzeit und 1 als Verkaufsfahrerin in Teilzeit.

Auf meine Frage, wie es mit der Überschneidung der Arbeitszeit ist, sagte die SB, Vollzeit geht vor geringfühige Tätigkeit.

Mein Einwand: wenn die Stelle sagen wir mal nur für eine kurze Zeit ist und Sie dann wieder Arbeitslos werden sollte was dann.

Ihre Antwort darauf: Es gibt heute keine Garantie mehr auf langfristige Arbeit.

Ich sagte ihr dann, wenn eine Einstellung kommen sollte, wo Sie ihren geringfügigen Job gekündigt werden muss wegen Zeitüberschreitung, dann möchten wir das von ihr schriftlich haben.

Sie sagte darauf, es ist Gesetz und wir haben uns daran zu halten.

Wie sind eure Erfahrungen damit und wie verhaltet man sich dabei richtig.

Man bekommt heute nur noch Druck. Ich bekomme keine Arbeit und darum muss meine Frau jetzt darunter leiden. Sie ist echt fertig.

Es wurde keine EGV verhandelt und die würde auch nicht unterschrieben werden.
 

wolliohne

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Zitat:
Die SB druckte ein zwei Stellenanzeigen aus.
1 Zeitarbeit: Hilfskraft ohne nähere Tätigkeitsangabe zeitlich flexibel in Vollzeit und 1 als Verkaufsfahrerin in Teilzeit.

Trotzdem hingehen und argumentieren in etwa: "Sklaverjobs einer Leiharbeitsbude kommen nicht in Frage".
oder sonst irgendwelchen freche Antworten und du bist raus.
 

physicus

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Die SB druckte ein zwei Stellenanzeigen aus. 1 Zeitarbeit: Hilfskraft ohne nähere Tätigkeitsangabe zeitlich flexibel in Vollzeit und 1 als Verkaufsfahrerin in Teilzeit.
sie soll doch einfach schreiben bei der 1. stelle das sie zeitlich NICHT flexibel ist da sie noch einen weiteren job hat.
sie ist somit an zeiten gebunden und wenn diese sich überlagern gibt es probleme.
desweiteren würde ich fragen ob es hinterlich ist wenn man einer gewerkschaft angehört und wie es ausschaut mit einem betriebsrat, oder wie ist die entlohnung, nach tarif?

das gleiche trifft bei arbeit nummer 2 zu, nach tarif fragen, wird der nicht gezahlt würde sich mein interesse in grenzen halten...;)

mfg physicus

anbei kleiner fragenkatalog für ZAF's

Fragenliste an ZA Firmen und private Arbeitsvermittler

Da ich keiner Gewerkschaft angehöre gilt ein Individuell abgeschlossener Arbeitsvertrag

haben Sie einen Betriebsrat? ...........................................................................
Befristet / unbefristet? .................................................................................... Art der Tätigkeit ?..............................................................................................
Welchen Tarifvertrag, Manteltarifvertrag haben Sie? .....(bei BZA ohne § 8.6)............
welche Betriebsvereinbarungen bestehen? .................................................................
Welchem Arbeitsgeberverband gehören Sie an? ..........................................................

Vergütung? Nur tatsächliche ohne jegliche Zuschläge.... .............. Tarif...........................................
Welche Entgelteingruppierung? Welche Steigerung?....................................................
Schichtzuschläge? …………………………………………………… Überstundenzuschläge? .................………………………… Samstag, Sonntag, Feiertag………………………………………
andere Zuschläge…………………………………………………….. Prämien, Erschwernis, Schmutz, Lärm usw. und wer bestimmt diese? ..........................

Merkblatt für Leiharbeitsnehmer Absatz B Punkt 2, 2 Kapitel wird nicht akzeptiert
Dieser besagt Bezahlung auf ALG Höhe in den ersten 6 Wochen
Arbeitszeit? Wie viele Std. Monat / Woche / Tag? ………………………………………………………..
Eine Jahresstundenzahl wird nicht akzeptiert!
Überstunden Wie ist die Regelung? ..........................................
Bei Teilzeitvertrag wird jede Stunde über vereinbarte Stundenzahl als Überstunde bezahlt.
Zeitkonten sind völlig überflüssig, da Nichteinsatzzeiten bezahlt werden müssen
Zum Arbeitsvertrag gehören die zur Anwendung kommenden Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen in Schriftform, die alle vor Arbeitsantritt von der ZA zur Prüfung übergeben werden müssen.

Überstunden: Auf jeden Fall ab der 1. Stunde nur mit Insolvenzschutz einschließlich der Sozialbeiträge mit Nachweis - Name Adresse der Versicherung / Versicherungsnummer
Bei Zeitkonto nur ohne Minusstunden, diese können nicht entstehen.

Nichteinsatzzeiten Nur die gesetzliche Reglung: gültig ist § 11 Abs. 4 AÜG in Verbindung mit BGB § 615 und Merkblatt für Leiharbeitsnehmer Absatz A Punkt 6
Das heißt keinen Urlaub und keine Stunden vom Zeitkonto für Nichteinsatzzeiten.



Einsatzgebiet? ………………………………….. nur Stadtgebiet (Tagespendelbereich) muss mit Bus / Bahn in angemessener Zeit nach ( § 121 Absatz 4 SGB 3 ) erreicht werden.
Kein bundesweiter Einsatz. Alles was über die Zeit hinausgeht, die gebraucht wird, um zum Büro der ZA zu kommen ist Arbeitszeit.... (diese sind ca 45 Minuten )

Fahrzeitenregelung wie geregelt ? ...............................................................................
Bei Einsatz außerhalb des Stadtgebietes volle Kostenerstattung Fahrt, Unterkunft im Einzelzimmer und Mehrausgaben im Voraus!

wie viel Urlaubstage ? ...................... wie viel Urlaubsgeld ? ......................... Jahressonderzahlungen? ………………... Heiligabend, Silvester + Rosenmontag wie ist die Regelung? ....................................
Lohnfortzahlung wie geregelt? Krankmeldung der AU vom 1.Tag ..........................
Stundennachweis + dienstl. Besuche im Büro der ZA, für neue Aufträge, Zeit und Kosten (z.B. Fahrgelder, Telefon), wer trägt sie? ..........................................
Vermögenswirksame Leistungen / Altersversorgung? ................................................
Arbeitssicherheit, Sicherheitsregeln - Aufklärung .................................................
Persönliche Sicherheitskleidung /Schuhe , Helm , Werkzeug usw. ............................
sorry für die länge des postes, aber die endung für die neuen word dateien ist nicht zulässig beim hochladen....
 

farger4711

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Hallo ihr Lieben,

1957er warum möchte Deine Frau nicht Voll-oder Teilzeit arbeiten?
 

1957er

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Ich habe nicht gesagt, das Sie oder ich nicht Voll- oder Teilzeit arbeiten möchte. Wenn Sie oder ich eine Arbeitsstelle findet sollte, die angemessen bezahlt wird und die auch unbefristet ist, dann wären wir so gar sehr glücklich, endlich vom Amt weg!!!!

Es geht aber darum: Wir haben extrem was dagegen, das man zu alles gezwungen werden kann, ob es passend ist oder nicht und vor allen es sind nur Stellenangebote von Zeitarbeitsunternehmen. Die versprechen einen meistens viel und das Erwachen kommt dann später.

Die Erfahrungen sind meistens die:
Einstellung für kurze Zeiträume, die Bezahlung meistens in Bereich von 6 bis 7 Euro als Helfer und Arbeitsbedingungen, die echt an der Substanz gehen.

Ihre jetzige Stelle ist aber eine Arbeitstelle die ihr liegt und vor allen unbefristet. Ihre Kolleginnen arbeiten teilweise seit Jahren da.
 
E

ExitUser

Gast
@1957er

Um was genau geht es hier eigentlich? Bezieht deine Frau ALG I, oder handelt es sich um den Bezug von ALG II ? Das macht einen erheblichen Unterschied. Beim ALG I bestehen beispielsweise deutliche Grenzen der Zumutbarkeit.

Ich vermute mal, es handelt sich um den Bezug von ALG II. Da ist es so, daß deine Frau alles Zumutbare unternehmen muß, um ihre Hilfsbedürftigkeit zu beenden oder zu vermindern. Sie muß also jede Tätigkeit annehmen, bei die sie finanziell bessergestellt ist als bisher, sofern ihr diese zumutbar ist. Vorausgesetzt natürlich, daß diese Tätigkeit ihr beispielsweise gesundheitlich zuzumuten ist und nicht sittenwidrig ist.

Stellen bei Zeitarbeitsunternehmen kann man nicht pauschal ablehnen. Auch ein relativ geringer Stundenlohn ist zumutbar, solange er nicht deutlich unter dem entsprechenden Tariflohn liegt. Die Aussage der SBin, daß es heute nirgendwo mehr eine Garantie auf langfristige Arbeit gibt, ist vom Grundsatz her auch nicht zu beanstanden.

Deine Frau sollte bezüglich der Arbeitsagentur folgendes tun: erstens prüfen, ob sie solche "an die Substanz gehende" Stellenangebote überhaupt gesundheitlich schaffen kann. Zweitens die SBin nochmals schriftlich darauf hinweisen, daß in so einem Falle der seit langem bestehende (und voraussichtlich auch noch langfristig weiterlaufende) unbefristete Minijob gekündigt werden müsse und das entsprechende Einkommen daher wegfalle. Bitte am besten gegen Zugangsbestätigung abgeben, damit diese Mitteilung nachweislich in den Akten ist. Ebenso - das war schon völlig richtig - eine schriftliche Aufforderung der Arbeitsagentur verlangen, den bestehenden Minijob zwecks Aufnahme einer anderen befristeten Tätigkeit zu kündigen.

Der Grundsatz, daß man seine Hilfsbedürftigkeit vermindern müsse, steht zwar im Gesetz. Allerdings ist immer die Frage, wie das Gesetz konkret angewendet wird, deshalb die Notwendigkeit einer solchen schriftlichen Bestätigung. Außerdem wird deine Frau sicher vermeiden wollen, daß ihr hinterher noch die Kündigung des Minijobs vorgeworfen wird, wenn es mit der anderen Stelle nicht klappt oder sie schnell wieder beendet ist. Das könnte nämlich durchaus ein Problem werden.
 

1957er

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Wir sind in ALG II Bezug.

Das wir nach SGB II alles unternehmen müssen um die Hilfsbedürftigkeit zu verringern oder zu beenden das ist uns bekannt.

Um die Sache mal klar dazustellen:

Mann hat weil er bis heute nichts anderes findet einen 400 Euro Job
Frau hat auch einen.

Diese beiden Beschäftigungen sind unbefristet und verringern unseren Bedarf.

Mann bewirbt sich seit ca. 2 Jahren auf Vollzeitstellen im kaufmännischen Bereich. Auch auf Stellenangebote bei ZAF.
Es waren über 200 Bewerbungen und einige initiative extra.

Frau und Tochter haben schon für verschiedene ZAF im Helferbereich gearbeitet. Meistens nur für ein paar Tagen dann war Auftrag zu Ende oder ihre Arbeit war angeblich nicht gut genug und sie wurden von ZAF gekündigt.

Und es geht uns darum: Unsere Erfahrungen mit ZAF in Helferbereich haben fast keine Stellenangebote die langfristig sind.

Ein Beispiel:

Reinigung von Ferienhäuser, Arbeit am Montag und am Freitag.
Fahrzeit zum Park (Bus von ZAF) ca 1,5 Std ein Weg also 3 Std gesamt. Für diese 3 Std. gab es 5 Euro.

Arbeitszeit im Park = 5 Std incl. eine Pause
Stundenlohn 6,65 Euro

Laut Arbeitsvertrag sollen 3 Häuser geschafft werden.
Es wurden aber im Park 5 Häuser verlangt.
Die Pause war nicht möglich, weil die anderen Arbeiterinnen ja alle nach 5 Stunden nach Hause wollten.

Beide waren nach der Arbeit die ersten 2 Stunden nicht mehr ansprechbar, so fertig waren sie

Meine Tochter bekamm nach dem ersten Arbeitstag die Kündigung und meine Frau hatte noch 3 Arbeitstage geschafft, dann Kündigung weil zu langsam.

Zum Dank war auf der Lohnabrechnung noch die Pause (halbe Stunde pro Arbeitstag) abgezogen worden.

Meine Tochter hatte noch zwei so Beispiele - echt krass bei uns in der Umgebung. Zum Glück ist sie jetzt in Ausbildung.

Und darum möchten wir ein Mitspracherecht bei einer Bewerbung haben und nicht gezwungen werden, gute Arbeitsstellen aufgeben zu müssen.

Wie gesagt: Wenn es eine Vollzeitstelle ist, die gut ist, dann wird man selber entscheiden können was mit den 400 Euro Stellen passiert.
 
E

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Gast
Von der Sache her hast du vermutlich schon recht, was deine Skepsis gegen die Beschäftigung bei einer Zeitarbeitsfirma und die schlechten Erfahrungen damit betrifft. Nur bringt dich das nicht weiter.

Du hast nämlich, vor allem im Bereich ALG II, kein "Mitspracherecht bei einer Bewerbung", um es ganz deutlich zu sagen.

Die Arbeitsagentur/Arge kann so argumentieren: bei einer geringfügigen Beschäftigung verdienst du (beispielsweise) 400 Euro monatlich. Bei einer SV-pflichtigen Beschäftigung bei einer Zeitarbeitsfirma würdest du (beispielsweise) 800 Euro monatlich verdienen. Also vermindert diese Beschäftigung deine Hilfsbedürftigkeit und muß daher von dir angenommen werden.

Daß diese Tätigkeit vermutlich nicht von Dauer sein wird (oder von Anfang an sogar nur befristet ist), ist hier erstmal sekundär. Genauso kann ja auch gesagt werden, daß auch die geringfügige Beschäftigung vom Arbeitgeber gekündigt werden könnte. Du hast ja auch dabei keine Garantie für eine dauerhafte Beschäftigung.

Also gibt es aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten: (1) Prüfung, ob die Zeitarbeit gesundheitlich zumutbar ist oder möglicherweise sittenwidrig (Bezahlung weit unter Tarif oder ortsüblichem Lohn), und (2) schriftliche Festlegung durch die SBin darauf, daß du die geringfügige Tätigkeit kündigen sollst. Die Arbeitsagentur muß vorab schriftlich und verbindlich die Verantwortung für die Kündigung übernehmen und darauf "festgenagelt" werden. Du wirst dabei auch darauf hinweisen, daß du eine Kündigungsfrist von ... Wochen/Monaten zum Monatsende(?) einzuhalten hast.
 

1957er

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Von der Sache her hast du vermutlich schon recht, was deine Skepsis gegen die Beschäftigung bei einer Zeitarbeitsfirma und die schlechten Erfahrungen damit betrifft. Nur bringt dich das nicht weiter.

Du hast nämlich, vor allem im Bereich ALG II, kein "Mitspracherecht bei einer Bewerbung", um es ganz deutlich zu sagen.

Die Arbeitsagentur/Arge kann so argumentieren: bei einer geringfügigen Beschäftigung verdienst du (beispielsweise) 400 Euro monatlich. Bei einer SV-pflichtigen Beschäftigung bei einer Zeitarbeitsfirma würdest du (beispielsweise) 800 Euro monatlich verdienen. Also vermindert diese Beschäftigung deine Hilfsbedürftigkeit und muß daher von dir angenommen werden.

Daß diese Tätigkeit vermutlich nicht von Dauer sein wird (oder von Anfang an sogar nur befristet ist), ist hier erstmal sekundär. Genauso kann ja auch gesagt werden, daß auch die geringfügige Beschäftigung vom Arbeitgeber gekündigt werden könnte. Du hast ja auch dabei keine Garantie für eine dauerhafte Beschäftigung.

Also gibt es aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten: (1) Prüfung, ob die Zeitarbeit gesundheitlich zumutbar ist oder möglicherweise sittenwidrig (Bezahlung weit unter Tarif oder ortsüblichem Lohn), und (2) schriftliche Festlegung durch die SBin darauf, daß du die geringfügige Tätigkeit kündigen sollst. Die Arbeitsagentur muß vorab schriftlich und verbindlich die Verantwortung für die Kündigung übernehmen und darauf "festgenagelt" werden. Du wirst dabei auch darauf hinweisen, daß du eine Kündigungsfrist von ... Wochen/Monaten zum Monatsende(?) einzuhalten hast.
Danke für den Hinweis. Wir werden dann so handeln, wenn Arbeitsangebot von ZAF kommt damit zur SB und diese soll uns dann schriftlich bestätigen, das bei einer Überschneidung der Arbeitszeit die geringfügige Stelle gekündigt werden muss.

Ich kann dazu nur eins sagen, armes Deutschland und wir sind auf der Titanic nur hat es noch keiner gemerkt.
 

farger4711

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Ich wollte weder Dich noch Deine Frau angreifen. Deiner Reaktion nach zu urteilen hast Du das, glaube ich, angenommen.

Ich habe diese Frage nur gestellt, um in Erfahrung zu bringen, ob vll. gesundheitliche Probleme der Grund sind oder andere schwerwiegende Ursachen.
Das wäre nämlich dann mit der SB abzuklären, was Deiner Frau überhaupt zuzumuten ist.

Zeitarbeitsfirmen sind zu 99% das letzte. Hat mein Mann schon sehr durch. Leider ist es heutzutage kaum noch möglich in seinem "Wunschberuf" bei angemessener Bezahlung etwas zu finden.

Selbst in "guten" Firmen wird nicht mehr unbefristet eingestellt.
Das muss man als Kriterium bei der Arbeitssuche weglassen, sonst wird man arbeitslos bleiben.
 

1957er

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Ich wollte weder Dich noch Deine Frau angreifen. Deiner Reaktion nach zu urteilen hast Du das, glaube ich, angenommen.

Ich habe diese Frage nur gestellt, um in Erfahrung zu bringen, ob vll. gesundheitliche Probleme der Grund sind oder andere schwerwiegende Ursachen.
Das wäre nämlich dann mit der SB abzuklären, was Deiner Frau überhaupt zuzumuten ist.

Zeitarbeitsfirmen sind zu 99% das letzte. Hat mein Mann schon sehr durch. Leider ist es heutzutage kaum noch möglich in seinem "Wunschberuf" bei angemessener Bezahlung etwas zu finden.

Selbst in "guten" Firmen wird nicht mehr unbefristet eingestellt.
Das muss man als Kriterium bei der Arbeitssuche weglassen, sonst wird man arbeitslos bleiben.
Ich fühle mich nicht angegriffen. Das man heute sehr schwer oder gar nicht mehr in seinen Wunschberuf arbeiten kann das ist uns bewusst. Wir erleben es selber und in unserem Umfeld geht es den Menschen ja genau so.

Wir arbeiten beide nicht mehr in unseren Wunschberuf sondern haben Minijobs angenommen, damit wir etwas mehr Geld haben
und das soll ja auch nur zur Überbrückung sein.

Ich finde es aber nicht richtig, das man heute zwanghaft
alles annehmen soll.
 
E

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Reinigung von Ferienhäuser, Arbeit am Montag und am Freitag.
Fahrzeit zum Park (Bus von ZAF) ca 1,5 Std ein Weg also 3 Std gesamt. Für diese 3 Std. gab es 5 Euro.

Arbeitszeit im Park = 5 Std incl. eine Pause
Stundenlohn 6,65 Euro

Laut Arbeitsvertrag sollen 3 Häuser geschafft werden.
Es wurden aber im Park 5 Häuser verlangt.
Die Pause war nicht möglich, weil die anderen Arbeiterinnen ja alle nach 5 Stunden nach Hause wollten.

Beide waren nach der Arbeit die ersten 2 Stunden nicht mehr ansprechbar, so fertig waren sie

Meine Tochter bekamm nach dem ersten Arbeitstag die Kündigung und meine Frau hatte noch 3 Arbeitstage geschafft, dann Kündigung weil zu langsam.

Zum Dank war auf der Lohnabrechnung noch die Pause (halbe Stunde pro Arbeitstag) abgezogen worden.
Solche ZAF sollten von der Vermittlung durch Jobcenter/Optionskommunen ausgeschlossen werden, da hier offensichtlich Betrug vorliegt, statt der vereinbarten 3 werden 5 Häuser zu reinigen verlangt, dann noch die Pausen vom Entgelt abgezogen.
Es muss endlich mal deutlich klar gemacht werden, dass Vermittlung von Elos in solche Firmen sittendwidrig ist, denn das ist Ausbeutung, und keinesfalls dem Elo als Arbeitsunwilligkeit ausgelegt werden darf.
Da sehe ich eigentlich einen Handlungsbedarf, in jeder Stadt sollte sich eine Arbeitsloseninitiative um diese schwarzen Schafe kümmern und dorthin sollte keiner mehr vermittelt werden dürfen.

Durch diese Risiko, dass man mit ZAF sehr viel Pech haben kann, entstehen dann ja diese Fallgeschichten, dass Leute gar nicht mehr abschätzen können, was sie dort erwartet und dann womöglich eine gute Arbeitsstelle verlieren, die langfristig ist, und der Allgemeinheit ja auch Geld einspart, denn ein großer Teil des Nebenjobs wird ja abgezogen. Der Elo kriegt ja nur einen Teil davon ausbezahlt, er zahlt also in den Sozialtopf damit ein. ZAF-Jobs dagegen enden oft nach ein paar Tagen...
Schade, dass da keine aussagekräftigen Statistiken vorliegen, es müsste doch aber eigentlich so sein, da ZAF-Jobs meistens aufgestockt werden müssen, somit Unterstützung mit öffentlichen Geldern erfolgt. Daher sollte man eine gewisse Transparenz verlangen dürfen als Bürger.
 

1957er

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Durch diese Risiko, dass man mit ZAF sehr viel Pech haben kann, entstehen dann ja diese Fallgeschichten, dass Leute gar nicht mehr abschätzen können, was sie dort erwartet und dann womöglich eine gute Arbeitsstelle verlieren, die langfristig ist, und der Allgemeinheit ja auch Geld einspart, denn ein großer Teil des Nebenjobs wird ja abgezogen. Der Elo kriegt ja nur einen Teil davon ausbezahlt, er zahlt also in den Sozialtopf damit ein. ZAF-Jobs dagegen enden oft nach ein paar Tagen...
Schade, dass da keine aussagekräftigen Statistiken vorliegen, es müsste doch aber eigentlich so sein, da ZAF-Jobs meistens aufgestockt werden müssen, somit Unterstützung mit öffentlichen Geldern erfolgt. Daher sollte man eine gewisse Transparenz verlangen dürfen als Bürger.
Ich habe die gleiche Meinung. Es wird zur Zeit nur noch Stimmung gegen uns gemacht und wenn dann so ein SB "laut Gesetz", ich sage mal Arbeitsstellen vernichten kann, nur weil er meint liebe Gott spielen zu müssen dann ist es nicht mehr zu glauben.

Ich habe nur noch ein Gedanke - siehe Grafik
 

ela1953

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Auch ein unbefristeter Job ist keine Garantie, dass du ihn behältst.

Mein Schwiegersohn bekam jetzt zwei Wochen vor Ende der Probezeit die Kündigung mit den Worten, dass er nicht in den Betrieb passen würde.

Und das am Freitag Abend, nachdem er den ganzen Tag noch malocht hat. Keiner hat sich was anmerken lassen. Alles Friede-Freude-Eierkuchen.

Der Chef, ein Angestellter, ein Azubi und mein Schwiegersohn - das ist die Firma.

Als er eingestellt wurde, hat er nach zwei Tagen die Firma mit dem Azubi geführt - Chef war in Urlaub, der Angestellte zur Kur.

Vor ein paar Wochen war der Chef noch voll des Lobes und plötzlich passt es nicht mehr?
 

1957er

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Auch ein unbefristeter Job ist keine Garantie, dass du ihn behältst.

Mein Schwiegersohn bekam jetzt zwei Wochen vor Ende der Probezeit die Kündigung mit den Worten, dass er nicht in den Betrieb passen würde.

Und das am Freitag Abend, nachdem er den ganzen Tag noch malocht hat. Keiner hat sich was anmerken lassen. Alles Friede-Freude-Eierkuchen.

Der Chef, ein Angestellter, ein Azubi und mein Schwiegersohn - das ist die Firma.

Als er eingestellt wurde, hat er nach zwei Tagen die Firma mit dem Azubi geführt - Chef war in Urlaub, der Angestellte zur Kur.

Vor ein paar Wochen war der Chef noch voll des Lobes und plötzlich passt es nicht mehr?
Ich habe ja auch nicht geschrieben das es bei einer Arbeitsstelle heute noch eine Garantie gibt.

Es geht mir um die Frage das man heute als Mensch (bei ALG II) nicht mehr selber entscheiden kann/soll, wo ich arbeite und das ich dazu gezwungen werden kann, eine unbefristete Stelle aufzugeben, wenn bekannt ist, das die neue Stelle für ein paar Wochen befristet ist.
 

Nur so

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Mal eine theoretische Frage. Was ist denn wenn man einen 400€ Job annehmen kann, der Arbeitgeber aber einen Arbeitsvertrag über z.B. 2 Jahre abschließen möchte? Mit vereinbarter Vertragsstrafe bei Nichteinhaltung etc.pp.


Ich habe ja auch nicht geschrieben das es bei einer Arbeitsstelle heute noch eine Garantie gibt.

Es geht mir um die Frage das man heute als Mensch (bei ALG II) nicht mehr selber entscheiden kann/soll, wo ich arbeite und das ich dazu gezwungen werden kann, eine unbefristete Stelle aufzugeben, wenn bekannt ist, das die neue Stelle für ein paar Wochen befristet ist.
 
E

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Formularmäßig vereinbarte pauschale Vertragsstrafen in Arbeitsverträgen sind mit einiger Wahrscheinlichkeit unwirksam.

Unabhängig davon kann der Arbeitgeber aber grundsätzlich Schadensersatz verlangen, wenn ein Arbeitnehmer seinen Vertrag nicht einhält, z.B. ohne ordnungsgemäße Kündigung seine Tätigkeit einfach beendet. Das ist aber in der Praxis nicht so einfach, weil der Arbeitgeber einen tatsächlichen, in Geld bezifferbaren Schaden erst einmal nachweisen muß, der bei einem ordnungsgemäßen Ausscheiden des Arbeitnehmers nicht sowieso entstanden wäre. Außerdem muß der Arbeitgeber alles Zumutbare unternehmen, um den Schaden so klein wie möglich zu halten.

Wenn jemand per längerfristigem Zeitvertrag in eine unattraktive Beschäftigung gedrängt werden soll, würde ich argumentieren, daß dies nicht zumutbar sei, da man sich so die Chancen auf eine berufliche Fortentwicklung (Kündigungsmöglichkeit) verbaue. Ich glaube aber eher weniger, daß ein Arbeitgeber bei einem Billigjob so einen Vertrag wird abschließen wollen, schließlich will er selbst ja flexibel bleiben.
 

DomiOh

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sorry für die länge des postes, aber die endung für die neuen word dateien ist nicht zulässig beim hochladen....
Ot: Dann speicher doch diese Dateien für das Forum einfach im alten Format (bei Speichern unter... Word 97-2003) ab. Dann hat keiner Probleme, denn hier hat sicher auch nicht jeder Word 2007 oder Word 2010.
 

Nur so

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Ich meinte das in Bezug auf das Problem von 1957er. Wenn ein Arbeitsvertrag bestünde in dem eine Beschäftigungsdauer angegeben ist, könnte man daoch der Arge gegenüber sagen, daß man verpflichtet ist seinen Arbeitsvertrag zu erfüllen.


Formularmäßig vereinbarte pauschale Vertragsstrafen in Arbeitsverträgen sind mit einiger Wahrscheinlichkeit unwirksam.

Unabhängig davon kann der Arbeitgeber aber grundsätzlich Schadensersatz verlangen, wenn ein Arbeitnehmer seinen Vertrag nicht einhält, z.B. ohne ordnungsgemäße Kündigung seine Tätigkeit einfach beendet. Das ist aber in der Praxis nicht so einfach, weil der Arbeitgeber einen tatsächlichen, in Geld bezifferbaren Schaden erst einmal nachweisen muß, der bei einem ordnungsgemäßen Ausscheiden des Arbeitnehmers nicht sowieso entstanden wäre. Außerdem muß der Arbeitgeber alles Zumutbare unternehmen, um den Schaden so klein wie möglich zu halten.

Wenn jemand per längerfristigem Zeitvertrag in eine unattraktive Beschäftigung gedrängt werden soll, würde ich argumentieren, daß dies nicht zumutbar sei, da man sich so die Chancen auf eine berufliche Fortentwicklung (Kündigungsmöglichkeit) verbaue. Ich glaube aber eher weniger, daß ein Arbeitgeber bei einem Billigjob so einen Vertrag wird abschließen wollen, schließlich will er selbst ja flexibel bleiben.
 
E

ExitUser

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Ich meinte das in Bezug auf das Problem von 1957er. Wenn ein Arbeitsvertrag bestünde in dem eine Beschäftigungsdauer angegeben ist, könnte man daoch der Arge gegenüber sagen, daß man verpflichtet ist seinen Arbeitsvertrag zu erfüllen.
Ja, selbstverständlich kann man das. Man wird dann darauf hinweisen, daß man nicht vertragsbrüchig werden könne, da man sonst mit Schadensersatzansprüchen des Arbeitgebers rechnen müsse.

Nur bezweifle ich, daß solche Situationen bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen häufig vorkommen werden.

Es wird natürlich auch darauf ankommen, ob im Arbeitsvertrag eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit vorhanden ist.

Genauso wäre auch bei einem normalen unbefristeten Vertrag die Kündigungsfrist einzuhalten. Die Arbeitsagentur kann also in keinem Fall verlangen, daß man gleich und sofort seine Arbeit "hinschmeißt".
 

jockel

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...
sorry für die länge des postes, aber die endung für die neuen word dateien ist nicht zulässig beim hochladen....
Du meinst die 2007er oder 2010er MS-Office-Formate *.docx, *.xlsx, *.pptx usw. Dann speichere doch die Worddatei mit Datei --> Speichere unter Worddateien 97 bis 2000 und schon hast Du die alten Formate *.doc, *.xls, *.ppt oder *.pps wieder oder nimm das *.rtf-Format.

Wie kommt nur ein Arbeitsloser ans 2007er oder 2010er MS-Office-Paket? Das bekommt man ja nicht mal zu Upgrade-Preiaen, sondern nur in Vollversionen.

Aber ich kann mirs schon denken - das MS Office mit der Schüler- und Studentenlizenz-Version besorgt. :icon_smile:
 

jockel

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Wir sind in ALG II Bezug.

Das wir nach SGB II alles unternehmen müssen um die Hilfsbedürftigkeit zu verringern oder zu beenden das ist uns bekannt. ....
So steht's zwar im Zumutbarkeits-§ 10 SGB II. Nur der § 10 verstößt gegen das Grundgesetz und gegen die Allgemeine Erklärung der UN-Menschenrechte

Artikel 12 GG

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig

Artikel 23 Allgemeine Erklärung ...

1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Oh je, das Merkel und von der Leyen kennen beide Rechtsvorschriften nicht, daß sie auch im eigenen Arbeitslosenland volle Gültigkeit haben.

Aber wie so oft: Wo kein Kläger, da kein Richter. Millionen Arbeitslose könnten deswegen gegen die Zumutbarparagraphen erfolgreich vor dem BVerfG und dem Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte Den Haag klagen.

Aber Arbeitslose, können die teuren Anwälte nicht bezahlen und damit spekulieren unsere schwarzgelb gefärbten Regierungs- und Verwaltungsbürokraten wie auch die Wirtschaftsmafia.

Also gibt es in der Hartzgesetzgebung nicht die sonst so gepriesene bundesdeutsche Freiheit für jedermann. Die bundesdeutsche Freiheit gibt es nur für Menschen ab Unternehmer aufwärts, die christlich-liberale Lightkultur erfunden haben. Otto Normalbürger und erst recht nicht Arbeitslose zählen nicht zur Gattung Mensch.

Nach Golde drängt,
Am Golde hängt
Doch alles.
Ach wir Armen!

Johann Wolgang Goethe, Faust , 1. Teil Vers 2802 ff., Ausspruch der Margarete
 

Nur so

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Das Problem daran ist, daß alles ist nicht justitiabel.
Und deshalb scheren sich Regierung und Gerichte einen Dreck darum was in welchem GG, Verfassung, oder sonstigen Chartas steht die sie unterschrieben haben.

https://www.elo-forum.org/soziale-p...hehen/63102-demonstrationen-endlich-wach.html

So steht's zwar im Zumutbarkeits-§ 10 SGB II. Nur der § 10 verstößt gegen das Grundgesetz und gegen die Allgemeine Erklärung der UN-Menschenrechte

Artikel 12 GG

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig

Artikel 23 Allgemeine Erklärung ...

1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Oh je, das Merkel und von der Leyen kennen beide Rechtsvorschriften nicht, daß sie auch im eigenen Arbeitslosenland volle Gültigkeit haben.

Aber wie so oft: Wo kein Kläger, da kein Richter. Millionen Arbeitslose könnten deswegen gegen die Zumutbarparagraphen erfolgreich vor dem BVerfG und dem Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte Den Haag klagen.

Aber Arbeitslose, können die teuren Anwälte nicht bezahlen und damit spekulieren unsere schwarzgelb gefärbten Regierungs- und Verwaltungsbürokraten wie auch die Wirtschaftsmafia.
 

1957er

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Das Problem daran ist, daß alles ist nicht justitiabel.
Und deshalb scheren sich Regierung und Gerichte einen Dreck darum was in welchem GG, Verfassung, oder sonstigen Chartas steht die sie unterschrieben haben.

https://www.elo-forum.org/soziale-p...hehen/63102-demonstrationen-endlich-wach.html
Genau das meinte ich!!

Man sucht sich eine Arbeit, hat nach langer Suche leider nur einen 400,00 Job gefunden und dann kommt so ein blondes Etwas von SBchen und sagt, du liegst uns auf der Tasche sehe zu das du endlich mal Vollzeit arbeitest.

Da soll man sich nicht langsam die Haare raufen!!!!
 

jockel

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Im Rechtlichen ist das durchaus durchsetzbar.

Nur der kleine Mann hat nicht den nötigen Zaster, die einflußreichen Netzwerke, das Schmiergeld zum Bestechen (Verzeihung, das nennt man ja "politische Landschaftspflege" in der feinen, besseren Gesellschaft der oberen 10.000).

Das liebe Geld in einer Ausbeutergesellschaft und die Nichtzugehörigkeit des Normalbürgers zur Gattung Mensch sind's, daß man ihnen Bürger- und Menschenrechte nicht zugestehen will und zugesteht.

Und wenn ich die us-amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 lese, wird's mir jedesmal schlecht wie weit der hehre Anspeuch des Verfassers mit der Wirklichkeit ausinanderklafft. Die maßen sich an über alles Unfreie in der Welt zu richten und zu urteilen als wenn sie die Freiheit gepachtet hätten.

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind. Dass zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald eine Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volkes ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu seyn dünket.“

Jefferson hat diese Erklärung maßgeblich als Angehöriger maßgeblich auf seinen Luxuswohnsitz Monticelli, Bundesstaat Virginia (klassizistischer Baustil wie bei den alten Römern und Griechen) formuliert, aber leistete sich als freier US-Staatsbürger zu diesem Zeitpunkt auf seinen Ländereien in den Nordstaaten immer noch Sklaven. Also was ist so eine Unabhängigkeitserklärung wert?

Wenn ich das sehr oft mißbrauchte Wort Freiheit im Kapitalismus lese oder höre kommt mir regelmäßig das Fühstüch, Mittagessen und Abendbrot gleichzeitig hoch.
 
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