• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Aufforderung zur Senkung der Miete

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

testies

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
30 Mrz 2009
Beiträge
16
Gefällt mir
0
#1
Bei uns im Wohnblock wurde eine erhebliche Modernisierung durchgeführt.Dadurch kommt es zu einer Mieterhöhung von 50 Euro.

Ich (35 jahre) beziehe Hartz 4 und meine Wohnung war bis dato immer im Satz geblieben.

Vor der Modernisierung war meine Kaltmiete für 49 qm2 270 Euro inkl. Nebenkosten.Nun kommen nochmal 50 Euro Mieterhöhung dazu und nun überschreite ich die Höchstgrenze .

Der Höchstsatz liegt soweit ich weiss bei uns 282.50 Euro (Dithmarschen).Ich lebe seit über 14 Jahren in dieser Wohnung und möchte auch da wohnen bleiben.

Vor einen Monat ist bei mir das Schreiben eingetroffen , wo ich zur Senkung der Miete aufgefördert werde.(Muss nun 39,20 selber zahlen)

Heute habe ich nun meinen neuen Weiterbewilligungsbescheid bekommen , wo die Miete nur noch für 3 Monate bezahlt wird.

Dagegen möchte ich nun Widerspruch einlegen , aber ich habe nicht wirklich viel Ahnung von der "Materie".

Es gibt ja einen 10% Regel , die möchte ich für mich in Anspruch nehmen.

Im Brief steht :

Unter bestimmten Vorraussetzungen kann im Einzelfall die Möglichkeit bestehen ..... um 10% um den Höchstsatz anzuheben , wenn ein Mietverhältnis länger als 15 Jahre besteht.

Mein Mietverhältnis ist bis dato 14 Jahre und 2 Monate.

Auf das einzigste , wo ich mich berufen könnte , dass ich nun 14 Jahre und 2 Monate in dieser Wohnung lebe.

Hätte ich damit eine Chance durchzukommen ?!

Oder vielleicht habt ihr ja noch andere Ratschläge/Tips , womit ich bei meinen Widerspruch "punkten" könnte.


Bedanke mit jetzt schonmal für euer Hilfe

MFG

Testies
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#2
Erstmal muss die ARGE mindestens 6 Monate noch die alte Miete übernehmen und nicht drei, mit diesem Grund kannst Du schon mal den Widerspruch schreiben

Zu der Aufforderung schreibst Du eine Stellungnahme in der Du alle Gründe auflistest die ein Verbleiben in der alten Wohnung befürworten, die lange Mietdauer gehört auch dazu
 

testies

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
30 Mrz 2009
Beiträge
16
Gefällt mir
0
#3
Gibt es einen Paragraphen , wo das genau steht , wegen den 6 Monaten ?
 

Quietschie

Elo-User/in

Mitglied seit
11 Jan 2009
Beiträge
30
Gefällt mir
0
#5
Arania:
Erstmal muss die ARGE mindestens 6 Monate noch die alte Miete übernehmen und nicht drei, mit diesem Grund kannst Du schon mal den Widerspruch schreiben
Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf des allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft so lange zu berücksichtigen, wie es dem allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate.
Genau lesen. :cool:
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#6
ja habe ich, das kann man durchsetzen, ohne Probleme
 

Quietschie

Elo-User/in

Mitglied seit
11 Jan 2009
Beiträge
30
Gefällt mir
0
#7
Nicht unbedingt, weil bis vor kurzem für mich alleine die Wohnungsgröße von 58 m² zwar angemessen war, aber die Miete 20 EUR über dem Satz lag, die durfte ich dann nach ebenfalls 3 Monaten aus dem RS blechen.
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#8
Tja, so ist das verschieden, ich habe meine Aufforderung zur Senkung der KDU abgewiesen bekommen und mittlerweile 26 andere, deswegen weiss ich das es geht
 

Quietschie

Elo-User/in

Mitglied seit
11 Jan 2009
Beiträge
30
Gefällt mir
0
#9
Widerspruch läuft noch, hat sich aber für die Zukunft erledig, weil wir jetzt zu dritt sind und daher die KdU nun angemessen sind.
 

testies

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
30 Mrz 2009
Beiträge
16
Gefällt mir
0
#10
Was meint ihr denn , hätte ich ne Chance mit der 10% Regelung , wegen der langen Mietdauer oder vielleicht noch andere Tips ?
 

redfly

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Jun 2007
Beiträge
3.565
Gefällt mir
209
#11
Kommt ganz darauf an. Ist der Leistungsbezug voraussichtlich von längerer Dauer, würde sich ein Umzug in eine günstigere Wohnung schon lohnen.
 
Mitglied seit
10 Jan 2007
Beiträge
4.189
Gefällt mir
344
#12
Umzug wird nichts.
SB hofft, Du schweigst und zahlst.
Ich würde hier die Umzugskostenübernahme fordern.
Die ARGEn rechnen nach der Formel: 24 Monatssätze zu teuer muss höher sein als die zuerwartenden Umzugskosten.
Hier müssen 24 mal 39,20€ den Umzug finanzieren. 940,80 € müssen also reichen.
Kleine Gegenrechnung
Kaution 3 x 282,50 € macht schon 847,50€

Sobald SB die Wirtschaftlichkeit kontrolliert, wird er seine Meinung ändern.

Also einfach den Umzug fordern.
 

Shearing

Elo-User/in

Mitglied seit
19 Dez 2007
Beiträge
146
Gefällt mir
6
#13
Kleindieter schreibt:

"Die ARGEn rechnen nach der Formel: 24 Monatssätze zu teuer muss höher sein als die zuerwartenden Umzugskosten."

Ich wäre vorsichtig mit solchen Äußerungen, denn Kleindieter weiß nicht, wo der Original-Poster wohnt - schon gar nicht kann er wissen, ob dort auch Formel "24 Monate Gültigkeit" angewendet wird zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit!

In meiner Kommune wird die Wirtschaftlichkeit eines Umzuges dergestalt definiert, Zitat:

"
[FONT=&quot]Ein Umzug ist dann [FONT=&quot]unwirtschaftlich[/FONT][FONT=&quot], wenn sich die Kosten mit Berücksichtigung einer Rückzahlung nicht innerhalb [/FONT][/FONT][FONT=&quot]von 36 Monaten (!) amortisieren. "

Shearing
[/FONT]
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#14
:icon_daumen:
so ist es, die Unwirtschaftlichkeit würde ich immer nur für den Extrem-Fall monieren
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten