Aufforderung zur Senkung der KDU brauche Hilfe,wie jetzt vorgehen?

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Jana1972

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Hallo,
kann mir jemand bitte helfen?
Ich wohne seit 24 Jahren in einer 63qm 2- Zimmer-Wohnung. Meine Tochter ist schon vor 5 Jahren ausgezogen.
Ich bin 20 Std. / Woche berufstätig, da ich an einer Angst- Und Panikstörung erkrankt bin und beziehe ergänzend ALG ll.
Jetzt hat mich das Jobcenter aufgefordert bis zum 31.12.19 meine KdU-kosten zu senken, indem ich mir eine 1,5 Zimmerwohnung suche. Da ich aber sehr an meiner Wohnung hänge und in kleinen Räumen Platzangst bekomme, kann ich aus meiner jetzigen Wohnung nicht raus.
Meine Miete beträgt 546EUR kalt und 200 EUR Nebenkosten. Hier in der Großstadt ist das noch sehr günstig. Wie gehe ich am besten vor? Dem Jobcenter schreiben oder Widerspruch einlegen?
Dem Jobcenter ist bekannt, dass ich psychisch erkrankt bin.
Ich bin total verzweifelt....zudem habe ich einen Hund mit dem ich hier nirgends eine Wohnung finden würde.
Vielleicht habt ihr Erfahrungen oder Tipps?
Danke!
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Jana1972

Jetzt hat mich das Jobcenter aufgefordert bis zum 31.12.19 meine KdU-kosten zu senken, indem ich mir eine 1,5 Zimmerwohnung suche.

Zunächst mal eine Frage, was mich verwundert, ist dieser Umstand, du hast geschrieben:

Meine Tochter ist schon vor 5 Jahren ausgezogen.

warum das Jobcenter jetzt die Kostensenkungsaufforderung dir schickt, daher meine Frage,
wie hoch ist der Betrag der über die angemessene Höhe für die Kosten der Unterkunft ist
und welche Kosten Nebenkosten, wie zum Beispiel Heizung?

Dem Jobcenter schreiben oder Widerspruch einlegen?

Ein Widerspruch ist zur Zeit nicht möglich, weil diese Aufforderung nur eine Hinweis und
Warnfunktion hat und kein Bescheid bzw. Verwaltungsakt darstellt.

Hast du mal in die örtliche Richtlinie deiner Stadt geschaut?

Bitte hier kannst du mal nachsehen.*klick*

Ich wohne seit 24 Jahren in einer 63qm 2- Zimmer-Wohnung.

Auch deine lange Wohndauer muß hier berücksichtigt werden, nun schau mal in Ruhe
und dann kann man weitersehen, wenn du meine Frage beantwortet hast.
 

Jana1972

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Hallo Seepferdchen,

Danke erstmal für Deine Mühe. Das Jobcenter kommt jetzt auf mich zu, weil sich die Kaltmiete um 72 EUR erhöht hat.

Die angemessene Grundmiete lt. Jobcenter wäre 487 EUR. Für meine Wohnung würde das Jobcenter 501 EUR übernehmen.
Die Differenz müsste ich selbst tragen, was ich nicht kann.

Kaltmiete liegt bei 546,12 EUR
Nebenkosten 95 EUR
Heizkosten 105 EUR

Ich solle bei uns in der Stadt einen Sozialwohnungsantrag stellen ohne Einschränkungen. Ich kann aber hier aus meinem sozialen Umfeld nicht weg. Meine ganze Familie wohnt 2-5 Min. Von mir entfernt....Ich weiß nicht, was ich tun soll.
 

Seepferdchen 2010

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weil sich die Kaltmiete um 72 EUR erhöht hat.

Hmm was war der Grund für die Erhöhung?

und in kleinen Räumen Platzangst bekomme, kann ich aus meiner jetzigen Wohnung nicht raus.

Hier lässt du dir schon mal vorsorglich ein Attest ausstellen von deinem Arzt.

Ich kann aber hier aus meinem sozialen Umfeld nicht weg. Meine ganze Familie wohnt 2-5 Min. Von mir entfernt....

Dazu meine Frage, die ich nicht aus neugier stelle, wie alt bist du, diese Frage hat den Hintergrund
zum einen wegen deiner Gesundheit und zum anderen der wichtige soziale Kontakt,
 

Jana1972

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Ein Attest wird kein Problem sein, aber ob das reicht bezweifele ich...

Ich bin 47 Jahre alt. Soll ich dem Jobcenter meine Situation schildern und um Einzelfallprüfung bitten?

Ich bin hier mit 16 Jahren in den Ort gezogen und seither lebe ich hier.
 

apfelkuchen

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Informiere dich mal, ob es für deine Gegend auch solche Umzugsvermeidungszuschläge und/oder Härtefallzuschläge gibt.

Ein Umzug muss auch wirtschaftlich angemessen sein.

Eventuell kann man auch gegen die Mieterhöhung vorgehen. Dazu muss man aber den Grund für die Erhöhung kennen.
 

apfelkuchen

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Bei den Spannen kommt es immer drauf an, wie die Wohnung ausgestattet ist.
Welchen Betrag erkennt das JC denn an an an Grundmiete und Nebenkosten?
 

Jana1972

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Die Mieterhöhung flatterte letzte Woche ins Haus, erhöht sich zum 01.08.

Wo kann man solche Umzugsvermeidungszuschläge beantragen? Hab ich noch nie gehört.
 

apfelkuchen

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In Berlin gibt es das zumindest.


Du musst mal recherchieren, ob es das für deinen Ort auch gibt.
 

Seepferdchen 2010

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Wo kann man solche Umzugsvermeidungszuschläge beantragen?

Das kannst du nicht beantragen, das wird vom Jobcenter vorgenommen,

Umzugsvermeidungszuschlag (10%) monatlich können vom Jobcenter zugerechnet werden,
so zum Beispiel in Berlin, darum schau in die örtliche Richtlinie deiner Stadt ob sich da ein Hinweis findet?
 

Jana1972

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Das Jobcenter erkennt 501 Grundmiete an und die 200 EUR Nebenkosten.

Wie gehe ich vor, wenn das Jobcenter auf mein Schreiben nicht reagiert?
Das tun die grundsätzlich nicht...
 

Seepferdchen 2010

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Ich stelle dir mal einen Link aus dem Forum rein, hier findest du Informationen
was man bei einer Kostensenkungsaufforderung beachten muß, nimm dir die Zeit zum
lesen:


Und hast du die Möglichkeit das die Mieterhöhung mal geprüft wird, Mieterverein usw.?

Ist dein Vermieter Privat oder eine Wohnungsgesellschaft?
 

apfelkuchen

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Du hast Nebenkosten von 95 € und Heizkosten von 105 €, keine 200 € Nebenkosten. Das ist in der Berechnung und Benennung eventuell wichtig, beide Beträge richtig auseinander zu halten und auch zu benennen.

Was wäre der Maximalbetrag für die Nebenkosten (NICHT die Heizkosten), die das JC übernimmt? Die Wohnung muss nach der Produkttheorie (also Summe von beidem) angemessen sein. Falls es ok für dich wäre, kannst du ja mal deinen Landkreis posten, dann könnte man da vielleicht besser weiterhelfen.
 

Jana1972

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Das Jobcenter hat mir mitgeteilt dass ab 01.01.20 für die Kaltmiete nur noch 501 EUR übernommen werden.
Von Nebenkosten schreiben sie nichts.
Ich gehe davon aus, dass die Heiz- und Nebenkosten übernommen werden.
Ich bekomme ja nur einen Zuschuss, da ich Aufstockerin bin.
 
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