Aufforderung zur Reha oder Erwerbsminderungsrente beantragen nach kürzlich schon erfolgter Reha, Antrag wurde jetzt binnen 7 Tagen abgelehnt

Kleefrau

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Hallo an alle Leser,

zu meiner Situation: AU seit 04.12.2018 - ausgesteuert seit 01.06.2020, Nahtlosigkeit greift jetzt. ÄD der AfA sieht meine Arbeitsfähigkeit unter 15h / Woche. Habe eine Aufforderung, eine medizinische Reha zu beantragen oder Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Bei nicht Genehmigung der Reha wird der Antrag in einen Rentenantrag umgedeutet. Soweit so gut (oder schlecht).

Mich beschäftigt gerade folgende Frage:

Ich habe vom 27.02.2020 bis 02.04.2020 schon eine medizinische Reha absolviert - ohne die Arbeitsfähigkeit zurück zu erlangen. Wird eine 2. medizinische Reha nach so kurzer Zeit überhaupt genehmigt? Mal abgesehen davon, dass ich die erste mit Corona-Lockdown absolviert habe (nichts lief normal und Besuch wurde auch verboten - es war nur furchtbar). Wäre eine 2. Reha (unter ja sehr ähnlichen zurzeit coronabedingten Umständen) überhaupt zielführend? Ich bin Typ1 Diabetikerin (Risikogruppe - muss also besonders aufpassen) und habe eine mittelgradige Depressionsepisode und Herzstolpern - tw. bedingen sich die Gesundheitsstörungen auch gegenseitig.... eine zweite Reha sorgt bei mir gleich wieder für "zig ungute Gefühle, Ängste, Sorgen".

Der Rat vom Sozialverband war, trotzdem die Reha zu beantragen (trotz vermuteter Ablehnung). EMR würde dann im Anschluss eh geprüft werden. Begründung - Zeitdauer, denn so lange man in der Nahtlosigkeit ist, erhält man ja auch Bezüge. Ist schon echt krass nervig, dass man ständig für alles kämpfen muss und sich rechtfertigen...

Wie seht Ihr das? Hat jemand ähnlich Probleme? Und ja, ich habe hier natürlich schon einiges gelesen - aber nichts zu einer 2. Reha gefunden.

Danke für Rückmeldungen und liebe Grüße von der Kleefrau
 

Atze Knorke

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Hallo Kleefrau,

ein :welcome: hier im Forum.

Dein Problem ist vermutlich nicht so einfach zu beantworten.

Ich bin bei dem Thema nicht so bewandert, aber vielleicht nehmen sich andere Helfer*innen/
Leser*innen (bei ca. 105 Aufrufen) mal die kostbare Zeit, um dir unter die Arme zu greifen.

Bei unserer vielgeschätzten Doppeloma kannst du bitte schon mal nachlesen:
Aussteuerung, Nahtlosigkeit, Reha
 

Lucky Luke

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Hallo Kleefrau,

an deiner Stelle würde ich mir als allererstes ganz genau überlegen wo die Reise hingehen soll - sprich: was erwartest/erhoffst DU dir... Einfach noch mehr Zeit um evtl. zu gesunden (klar, den Diabetes wirst du wahrscheinlich nicht los), oder aufgrund deiner Erkrankungen gleich versuchen, eine EM-Rente zu erhalten?

Wie schätzt du deine gesundheitliche Problematik ein? Deinem Post glaube ich entnehmen zu können, dass bereits die erste Reha dich gesundheitlich nicht gerade weitergebracht hat und du vor einer zweiten Reha geradezu zurückschreckst.

Dann solltest du - aufgrund der Aufforderung der AfA - auch keine Reha beantragen. Dass bei einer (vermutlichen) Reha-Ablehnung durch die DRV dein Reha-Antrag soz. automatisch in einen EM-Rentenantrag umgewandelt werden würde halte ich persönlich für ein Gerücht... Der einzige Vorteil (wenn es denn für dich ein Vorteil wäre) -> das ganze Prozedere zieht sich länger hin...

Dann würde ich gleich einen EM-Rentenantrag stellen; bis über diesen entschieden werden wird, wird so oder so geraume Zeit vergehen. Evtl. (wobei ich das persönlich anhand deiner Schilderung nicht glaube) könnte die DRV dich dann trotzdem zur Reha schicken.

Bei mir war es so ähnlich, und ich hatte - nachdem ich dann (übrigens völlig problemlos) im ALG 1 nach der sog. Nahtlosigkeitsregelung gelandet war (mein Arbeitsverhältnis ruht nach wie vor) einen EM-Rentenantrag gestellt. Dieses "Verfahren" läuft nun schon über ein Jahr... Aber das ist ein anderes Thema, das muss bei dir nicht so sein...

Jedenfalls - bevor du nun einen Reha- oder EM-Rentenantrag stellst, überleg' dir zuerst für dich selber, wo du dich zukünftig siehst bzw. was dir gesundheitlich noch möglich ist.

Ich wünsche dir alles Gute, LG Lucky Luke
 

Kleefrau

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Hallo zusammen,

ganz herzlichen Dank erstmal für die Rückmeldungen!!!

Ich versuche kurz meine Situation zu schildern. Ich bin mit Burn Out im Dezember 2018 ausgefallen - in diesen Burn Out habe ich (zufälliger Befund!!!) einen Diabetes Typ 1 diagnostiziert bekommen. Ich habe seit Jahren Herzstolpern.
Das alles zusammen führte zu Depressionen. Ich habe fiese Schlafstörungen und das Hauptproblem ist:
Ich bin einfach nicht leistungsfähig - ich brauche den ganzen Vormittag um überhaupt richtig in die Gänge zu kommen, kann mich nicht konzentrieren und bin schlapp - und das seit Monaten....

Die erste Reha war gruselig - hat zum Corona Lockdown stattgefunden und war einfach nur furchtbar - hat nichts gebracht.
Ich bin AU für noch mind. 6 Monate entlassen worden.
Meine Psychiaterin und Therapeutin haben da noch einen oben drauf gesetzt und haben eine Gegendarstellung geschrieben - AU noch für unbestimmte Dauer und weder Nachtschicht/Wechselschicht und wenn überhaupt Start neuer Job höchstens 4h täglich.
Die AfA hat deshalb eine Arbeitsfähigkeit von unter 15h/Woche festgestellt.

Was ich möchte.... ich kann so nicht arbeiten - ich starre auf den PC Bildschirm und kann nichts wirklich umsetzten - bin mega langsam.

Habe Führungsposition gehabt - bin gemobbt worden - Bin total über meine Grenze gegangen - Job ist schon weg.
So etwas will ich nie wieder!!!!
Werde bald 54 J.
Ich hoffe ich klinge nicht zu jammerig! Bin eigentlich ne Kämpfernatur - nur bisher immer für andere - jetzt will ich mal für mich kämpfen!!!

Danke und sonnige Grüße
Kleefrau
 

saurbier

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Hallo Kleefrau,

nun ja so ganz ist dennoch nicht klar, wie dich die Reha-Ärzte seinerzeit in Bezug auf deine Leistungsfähigkeit eingestuft haben, denn immerhin stellt der Abschlussbericht ja ein sozialmedizinisches Gutachten dar, welches die DRV in ihre Entscheidung mit einzubeziehen hat.

Wenn die Reha-Ärzte dich nun noch für weitere 6 Monate AU einschätzen ist das mal das eine, wie aber schätzen sie deine Leistungsfähigkeit weiterhin ein (da gibt es ja auf dem Blatt 1 nicht um sonst eine zeitliche Staffelung von uner 3 Std./tägl. - 3-6 Std./tägl. - oder eben über 6 Std./tägl.), genauso wie ja unter anderem auch Anmerkungen zu weiteren möglichen Maßnahmen seitens der DRV empfohlen werden können.

Wie dich jetzt der AfA äD-Gutachter beurteilt, daß steht auf einem ganz anderen Blatt, denn dessen Beurteilung hat ja nur Auswirkungen hinsichtlich der Vermittlungsbemühungen seitens der AfA, das interessiert die DRV allerdings nicht im geringsten. Hast du dir denn das äD-Gutachten (Teil-A und Teil-B) mal vom äD-Gutachter schriftlich angefordert.

Also wenn du jetzt erst vor kurzem eine Reha hinter dir gebracht hast (wenige Wochen zuvor), dann dürfte eine neuerliche wohl wenig bringen. Da solltest du jetzt eher gleich einen Antrag auf EMR bei der DRV stellen, die dann eh von sich aus entscheiden wird wie sie in deinem Fall weiter verfahren wird.

Wenn du den EMR-Antrag bei der DRV stellst, solltest du soweit es dir möglich ist gleich alle dir vorliegende medizinische Befunde dem Antrag beifügen, denn die DRV macht sich eher selten die Mühe entsprechende bei den Ärzten anzufordern. Auch solltest du daran denken, den Antrag per Einschreiben am besten per rosa Rückschein an die DRV zu schicken, denn du mußt ja der AfA die Antragstellung auch nachweisen. Das geht dann mit Einschreiben und Rückschein am einfachsten, da du anhand des Rückscheines ja erfährst wann und vor allem wer das Einschreiben entgegen genommen hat. Das in Verbindung mit einer Kopie des Anschreibens zum Antrag sollte als Nachweis dann auch für die AfA ausreichen.

Und ja der Sozialverband hat zwar recht das du derzeit mal von der AfA dein Geld bekommst, nur solltest du auch bedenken das so mancher EMR-Antrag durchaus Monate dauern kann und da kann die Zeit sehr schnell verrinnen und urplötzlich sieht man sich in der Situation ALG-II zu beantragen - sofern du darauf überhaupt einen Anspruch hast/hättest.


Grüße saurbier
 

Lucky Luke

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Wenn du den EMR-Antrag bei der DRV stellst, solltest du soweit es dir möglich ist gleich alle dir vorliegende medizinische Befunde dem Antrag beifügen, denn die DRV macht sich eher selten die Mühe entsprechende bei den Ärzten anzufordern. Auch solltest du daran denken, den Antrag per Einschreiben am besten per rosa Rückschein an die DRV zu schicken, denn du mußt ja der AfA die Antragstellung auch nachweisen. Das geht dann mit Einschreiben und Rückschein am einfachsten, da du anhand des Rückscheines ja erfährst wann und vor allem wer das Einschreiben entgegen genommen hat. Das in Verbindung mit einer Kopie des Anschreibens zum Antrag sollte als Nachweis dann auch für die AfA ausreichen.

Als Tipp für Kleefrau -> Saurbier, der von dir vorgeschlagene Weg ist völlig korrekt und rechtssicher!

Füge deinem EM-Rentenantrag an die DRV ein Anschreiben bei , führe dort alle Formulare, Arzt-, Reha- und sonstigen Berichte auf.
Gehe mit dem ganzen Paket zu deiner Gemeindeverwaltung/Rathaus. Lasse dort dein Anschreiben kopieren (den ganzen Antrag solltest du vor Versand sowieso kopieren...) und dir auf dieser Kopie vom Rathausmitarbeiter mit Stempel und Unterschrift bestätigen, dass du am heutigen Tag diesen Antrag deiner Gemeindeverwaltung zur Weiterleitung an die DRV übergeben hast...

Diese Anschreibenskopie dient als (für dich völlig kostenfrei und ebenso rechtssicher) Nachweis bei der AfA, dass du den Antrag auf den Weg gebracht hast!

Unsere "Fälle" scheinen sich wirklich zu ähneln (Alter, Führungsposition, Reha-Erfahrungen); nur habe ich (ruhend) meine Arbeitsstelle noch, und meine Erkrankungen sind (zumindest hauptsächlich) körperlicher Art. Und Mobbing kenne ich (zum Glück!) selbst nicht, bin da immer eingeschritten bei uns im Betrieb. Allerdings leide ich nach Herz-OP und laufender Krebsbehandlung nun auch noch seit längerem unter extremer Fatigue, wen wundert's bei dem ganzen Mist... Das mit der Leistungsminderung kommt mir sehr bekannt vor...

Wünsch' dir aller Gute, LG Lucky Luke, Kopf hoch 🤗 und fühle dich gedrückt!
 
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saurbier

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Gehe mit dem ganzen Paket zu deiner Gemeindeverwaltung/Rathaus. Lasse dort dein Anschreiben kopieren (den ganzen Antrag solltest du vor Versand sowieso kopieren...) und dir auf dieser Kopie vom Rathausmitarbeiter mit Stempel und Unterschrift bestätigen, dass du am heutigen Tag diesen Antrag deiner Gemeindeverwaltung zur Weiterleitung an die DRV übergeben hast...

Diese Anschreibenskopie dient als (für dich völlig kostenfrei und ebenso rechtssicher) Nachweis bei der AfA, dass du den Antrag auf den Weg gebracht hast!

Aber ja doch - Geiz ist Geil -, und wenn dann die Unterlagen irgend wann mal bei der DRV eintrudeln oder wohlmöglich nicht (die Dienstwege bei Behörden und zwischen Behörden sind unergründlich) dann ist das gejammer wieder groß. Wer garantiert das sich da nicht zuvor jemand mal einen Blick in den Umschlag gewagt hat, wohl keiner.

Und als ALG-I Bezieher - erst recht in einer Führungsposition - hat man ja keine 6,-€ für eine derart wichtige Post, oh nein.

Im übrigen kann man das ganze auch bei jeder DRV-Geschäftsstelle gegen Empfangsquittung abgeben und ja wer möchte kann es auch der AfA SB in die Hände drücken, denn auch die müssen es auf dem Dienstweg weiter leiten.

Hallo, hier handelt es sich um äußerst sensibele Daten, die würde ich niemals anderen anvertrauen wollen außer halt noch der Post.

Ihr solltet euch mal die - Geiz ist Geil - Mentalität abgewöhnen, hier geht es letzten Endes um eure finanzielle Absicherung und die dürfte wohl bei den meisten von existenzieller Bedeutung sein.
 

Kleefrau

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Guten Tag an alle Leser zusammen,

Unsere "Fälle" scheinen sich wirklich zu ähneln (Alter, Führungsposition, Reha-Erfahrungen); nur habe ich (ruhend) meine Arbeitsstelle noch, und meine Erkrankungen sind (zumindest hauptsächlich) körperlicher Art. Und Mobbing kenne ich (zum Glück!) selbst nicht, bin da immer eingeschritten bei uns im Betrieb. Allerdings leide ich nach Herz-OP und laufender Krebsbehandlung nun auch noch seit längerem unter extremer Fatigue, wen wundert's bei dem ganzen Mist... Das mit der Leistungsminderung kommt mir sehr bekannt vor...

Wünsch' dir aller Gute, LG Lucky Luke, Kopf hoch 🤗 und fühle dich gedrückt!

@ Lucky Luke :)

Ganz lieben Dank für die guten Wünsche!!! Ich drücke mal zurück. Sind einige Parallelen... würde mich interessieren...
Sei froh, dass Du Mobbing nicht kennst - kannte ich bis zum letzten Job auch nicht. Hatte aber leider eine GF über mir, die nicht wollte, dass ich mein Personal auf Augenhöhe behandel.... da ich aber so arbeite, gab es dann konstruierte Abmahnungen etc..... und das bei einer Hilfsorganisation (ich nenn mal keine Namen)

@ saurbier (y)

Vielen lieben Dank für den guten Input - ich habe schon bemerkt, dass ich etwas konfus geantwortet hatte und Infos vergessen hatte... ist aktuell etwas schwierig mit meiner Konzentration.

Ich hänge dann unten mal 2 Dateien an - ohne Namen und etwas zusammenkopiert - dort ist einmal der Abschlussbericht der Reha und dann die Gegendarstellung meiner Ärzte/Therapeuten hier.

Tenor (von mir zusammengefasst) ist:

Reha sagt: Innerhalb von 6 Monaten ist Arbeitsfähigkeit zu erwarten - 6 h und mehr - im Stehen, Gehen, Tag und Nacht.....🙈

Meine Ärzte sagen: Geht so alles gar nicht - wann die Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt ist kann man nicht sagen, Schichtdienst, vor allem nachts geht auch gar nicht und so etwas wie in meinem alten Job sollte ich auch nie wieder machen.


Diese Gegendarstellung sollte ich an alle Ärzte und Institutionen (also auch und vor allem die DRV) schicken. Die Rehaklinik war total angefressen, dass sie von mir kritisiert wurden.... ich glaube, so etwas machen wahrscheinlich auch nicht so viele Leute. Fakt ist, in dem "Laden" wurde mit mir gar nichts besprochen. Die Ärztin hatte ich zweimal in einer Achtsamkeits-Gruppe gesehen und meine Bezugstherapeutin war KRANK an dem Tag - also war die Besprechung unterirdisch.
Mir ist schon klar, dass die Kliniken FÜR die DRV arbeiten und im Prinzip fast IMMER, über kurz oder lang, für Arbeitsfähigkeit sorgen - das ist ja deren Auftrag - nur was ist, wenn die Reha nichts bringt und die sich da im Grunde genommen einen Bericht zaubern, der für den Patienten schlecht ist??? Deshalb habe ich auch gar keine besonders große Meinung auf eine 2. Reha - zum einen ist immer noch Corona (ich gehöre zur Risikogruppe und soll mich von Gruppen fernhalten) zum anderen hat das für mich mit individueller Unterstützung nicht viel zu tun (eher Massenabfertigung).

Ich rechne mir realistischerweise eigentlich keine großen bis gar keine Chancen auf EMR aus - trotzdem möchte ich darum kämpfen - ICH FÜHLE MICH ABSOLUT NICHT ARBEITSFÄHIG. Vor allem, weil ich mega langsam bin und meine Konzentration sehr schnell weg ist - ich bin müde müde müde... aber richtig schlafen ist auch nicht angesagt. Nehme auch Medis.....
Mal abgesehen davon - wer stellt denn so jemanden wie mich - Multisymptomgeschädigte :frown: - überhaupt ein... mit fast 54. Der Arbeitsmarkt hat vorher schon nicht auf mich gewartet und jetzt mit Corona wird das definitiv noch schwerer. Denn....tada... ich habe auch eine Schwerbehinderung beantragt - aktuell läuft da der Widerspruch, weil mir der nette SB vom Amt, aus den Unterlagen, nur 30 GdB zugestanden hat.
Diabetes Typ 1 wird in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen schon allein mit 50 GdB angegeben und mit meinem ganzen anderen Mist dazu, hätte ich wenigstens mit 40 GdB gerechnet - aber auch hier hatte ich damit gerechnet widersprechen zu müssen. Jetzt sind es 30 GdB geworden - ich widerspreche (mit Sozialverband).
Die AfA hat bei der Leistungsberechnung mit 60% gerechnet obwohl ich noch 2 Kids in Ausbildung (also unterhaltspflichtig) habe - auch hier widerspreche ich (allerdings ohne Sozialverband, das bekomme ich alleine hin).
Man muss hier "bei uns" um jeden Zentimeter fighten..... beweisen, dass man AU ist, es einem nicht gut geht, einem total die Kraft fehlt.... es nervt ohne Ende!!!!

Okay - also Rehaantrag die 2. oder doch gleich EMR beantragen??? Kann man diesen Antrag allein bewältigen? Anträge fallen mir schwer. Ich habe auch nur noch begrenzt Zeit - Datum vom AfA Bescheid 11.6.20 - bei mir angekommen 14.6.20 - würde ein zweiter Rehaantrag überhaupt zeitliche Vorteile bringen - im Hinblick auf ALG 1/Nahtlosigkeit???

Danke für Euer Ohr/Auge
LG Kleefrau
 

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Kleefrau

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Ihr solltet euch mal die - Geiz ist Geil - Mentalität abgewöhnen, hier geht es letzten Endes um eure finanzielle Absicherung und die dürfte wohl bei den meisten von existenzieller Bedeutung sein.

Ich gebe Dir absolut recht. Geht mir auch definitiv nicht darum am falschen Ende zu sparen!!! Geiz ist nicht gut - Ökonomisch und sinnvoll wirtschaften heißt die Devise - ob privat oder im Unternehmen.
Aber.... auch aus Führungspositionen heraus kann man vom ALG1 keine Bäume ausreißen - trotzdem ist mir klar, dass es vielen Leuten hier finanziell deutlich schlechter geht.
 

Lucky Luke

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@Kleefrau - dein Rehabericht ist ja leider wirklich nicht so, dass er dir wahrscheinlich bei Beantragung einer EM-Rente viel nützen könnte.
Allerdings wird das dagegen Angehen bei der Reha-Klinik nicht viel bringen; so zumindest der Tenor hier im Forum bei âhnlichen Geschichten. Glaube auch nicht, dass du da viel Erfolg haben wirst (also bzgl. einer Korrektur des Reha-Berichtes meine ich).


Sorry für das folgende OT:

@saurbier - deinen Post verstehe ich überhaupt nicht!
Es geht doch nicht primär darum, Geld zu sparen, sondern darum, schnell einen rechtssicheren Beweis für die AfA an der Hand zu haben, dass der Rentenantrag gestellt ist!
Beim Einschreiben mit Rückschein hast du "nur" den Beweis, dass du irgendetwas an die DRV geschickt hast.

Bei meiner Methode
Füge deinem EM-Rentenantrag an die DRV ein Anschreiben bei , führe dort alle Formulare, Arzt-, Reha- und sonstigen Berichte auf.
Gehe mit dem ganzen Paket zu deiner Gemeindeverwaltung/Rathaus. Lasse dort dein Anschreiben kopieren (den ganzen Antrag solltest du vor Versand sowieso kopieren...) und dir auf dieser Kopie vom Rathausmitarbeiter mit Stempel und Unterschrift bestätigen, dass du am heutigen Tag diesen Antrag deiner Gemeindeverwaltung zur Weiterleitung an die DRV übergeben hast...

Diese Anschreibenskopie dient als (für dich völlig kostenfrei und ebenso rechtssicher) Nachweis bei der AfA, dass du den Antrag auf den Weg gebracht hast!
kannst du SOFORT der AfA beweisen, dass du tätig geworden bist, und musst nichtmal auf die Eingangsbestätigung der DRV warten. Gerade wenn die Frist bei der AfA bald abläuft, ein nicht zu unterschätzender Vorteil...

Bei mir war es so: am (Datum fiktiv...) 12.03.2019 den Antrag der Gemeindeverwaltung zur Weiterleitung übergeben, am 29.03.2019 Eingangsbestätigung der DRV erhalten, dass der Antrag am 15.03.2019 bei ihnen eingegangen ist.

Im übrigen kann man das ganze auch bei jeder DRV-Geschäftsstelle gegen Empfangsquittung abgeben...
DAS ist auch eine Möglichkeit, aber das

...die Unterlagen irgend wann mal bei der DRV eintrudeln oder wohlmöglich nicht .... Wer garantiert das sich da nicht zuvor jemand mal einen Blick in den Umschlag gewagt hat, wohl keiner...
Hallo, hier handelt es sich um äußerst sensibele Daten, die würde ich niemals anderen anvertrauen wollen außer halt noch der Post.
halte ich persönlich für lächerlich, sorry...

Aber wie man schlussendlich seinen EM-Rentenantrag auf den Weg bringen möchte, mag jeder für sich selbst entscheiden.
Mein Tipp an @Kleefrau entsprang weissgott keiner Geiz-ist-Geil-Mentalität, sondern meiner eigenen positiven Erfahrung, dies schnell und rechtssicher zu erledigen.
Und sollte (!) die Rathausangestellte meinen Umschlag geöffnet haben und die geschätzt 70 Seiten Formulare, Reha-, Arzt- und Klinik-Berichte haarklein durchgelesen haben -> nachträglich noch viel Freude damit...
OT Ende.

LG Lucky Luke
 

saurbier

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Hallo Kleefrau,

nun ja nachdem ich mir das ganze mal näher angeschaut habe, muß ich dir leider sagen, das ich da keine allzu große Chance auf eine EMR sehe.

O.K. die Diabetis ist nicht schön (bin selbst unter anderem inzwischen davon betroffen) aber deswegen gibt es mal keine EMR und das du ausgebrannt bist, nun ja da kommt es dann auf die psychiatrische Beurteilung an. So manch einer hat damit ruck zuck eine EMR bekommen, allerdings wurde da seitens der Reha die Situation dann gänzlich anders beurteilt.

Um hier eine Chance gegen die DRV zu haben, bedarf es medizinischer Befunde die dich mehr als bis zu noch 6 Monate AU sehe.

Ich würde an deiner Stelle eher den ja im Reha-Bericht aufgeführten Punkt der LTA versuchen aufzugreifen. Der Weg über eine LTA könnte ggf. über eine Arbeitserprobung weitere Anhaltspunkte offen legen, wie es tatsächlich gesundheitlich um die gestellt ist, denn dort sind Arbeitsmedizinier welche eine Beurteilung zur ggf. beruflichen Neuorientierung abgeben und sofern dann tatsächlich dort ein negatives Ergebnis heraus kommen sollte, könnte dies der DRV wohlmöglich zu denken geben.

In meinem persönlichen Fall war damals genau die medizinische Beurteilung der ABE (Arbeitsbelastungserprobung) das Pünktchen was bei meiner Klage fehlte, denn die Ärzte sahen mich als zu kaputt an, was letzten Endes dann auch noch der Gerichtsgutachter bestätigte.

Diese Gegendarstellung sollte ich an alle Ärzte und Institutionen (also auch und vor allem die DRV) schicken. Die Rehaklinik war total angefressen, dass sie von mir kritisiert wurden.... ich glaube, so etwas machen wahrscheinlich auch nicht so viele Leute.

Na ich habs damals ein klein wenig subtiler gemacht. Ich hab auf dem Tisch im Reha-Zimmer die ZPO und das BGB (dicke Fassung vom Beck-Verlag) schön sichtbar liegen gehabt. Da brachte der Stationsarzt immer schöne Sprüche wie - Spinner etc. -, nur als ich mich dann direkt an die DRV wandte von wegen Freiheitsberaubung (wegen Nachts abschließen, oder keine Heimfahrten am Wochenende nichts desto trotz aber wochenendauflüge in der Rehagruppe) und Nötigung wurde ich plötzlich nach 2 Wochen vorzeitig entlassen. Man mag es gar nicht glauben, aber ich war doch plötzlich nur noch unter 2 Std./tägl. in meinem Beruf leistungsfähig und man legte mir dringend eine ABE nahe, sah aber keine Heilungsmöglichkeit mehr und beendete deshalb vorzeigt meine Maßnahme. Nee ne, klar ich war ein unliebsamer Gast der andere Gäste den Rat gab sich nicht alles gefallen zu lassen, also mußte ich da schnellstmöglich weg. Frag dich mal wer jetzt lachte und wem das lachen vergangen ist.

Ich hab etliche Reha´s mitgemacht und immer wieder feststellen können, daß die Leute sich sehr sehr viel gefallen lassen. Da kann man sich dann aber auch fragen warum, vielleicht weil sie keine Anhnung von ihren Rechten haben mangels eigenem Interesse, oder weil sie innerlich auf eine EMR hoffen und ihren Zustand ein klein wenig aufbauschen. Ich hab zumindest beides immer wieder erleben können, wenngleich erstere die Mehrheit stellten. Da frag dich mal, warum sich die Menschen offenbar so gleichgültig mit ihren Rechten umgehen, mag das bei den alten noch an den Glauben am Rechtsstaat liegen (was Behörden machen ist schon rechtens) und die jüngeren haben eh den Kopf eher im Smartphone weil Facebook und Co viel wichtiger sind. Man halte sich mal vor Augen wie oft in meiner letzten Reha die Smartphones geklingelt haben bzw. wie oft die jüngeren da aufs handy schauen mußte. Ja auch ich hatte mein Smartphone dabei und an (hab das vorher mit der Leitung abgesprochen) denn als gerichtlich bestellter Betreuer meiner Mama als akuter Pflegefall mußte ich ja ständig erreichbar sein.

Mal abgesehen davon - wer stellt denn so jemanden wie mich - Multisymptomgeschädigte :frown: - überhaupt ein... mit fast 54. Der Arbeitsmarkt hat vorher schon nicht auf mich gewartet und jetzt mit Corona wird das definitiv noch schwerer.

Leider interessiert das aber die DRV recht wenig, denn es gehört ja nicht zu ihrer Aufgabe dich in eine passende Arbeit zu vermitteln. Dafür hat der Gesetzgeber nun mal die AfA vorgesehen. Die DRV ist nur für die Menschen zuständig deren Gesundheit eine Erwerbsfähigkeit gefährdet bzw. nicht mehr ermöglicht wenn sie denn auch lange genug ihre Beiträge entrichtet haben, oder halt eben im Falle der Regelaltersrenten, nicht mehr und nicht weniger.

Diabetes Typ 1 in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen schon allein mit 50 GdB angegeben und mit meinem ganzen anderen Mist dazu, hätte ich wenigstens mit 40 GdB gerechnet - aber auch hier hatte ich damit gerechnet widersprechen zu müssen.

Das wiederum ist zwar alles nicht schön, aber auch hier gilt das die DRV sich dafür nicht im geringsten Interessiert, es sei denn du wärst SchwerB als ab einem GdB 50, denn dann könntest du ja vorzeitig die SchwerB-Rente beantragen.

Die AfA hat bei der Leistungsberechnung mit 60% gerechnet obwohl ich noch 2 Kids in Ausbildung (also unterhaltspflichtig) habe - auch hier widerspreche ich (allerdings ohne Sozialverband, das bekomme ich alleine hin).
Man muss hier "bei uns" um jeden Zentimeter fighten..... beweisen, dass man AU ist, es einem nicht gut geht, einem total die Kraft fehlt.... es nervt ohne Ende!!!!

Das zeigt halt eben wie sehr man hinter allem hinter her sein muß, denn jede Behörde versucht mehr oder weniger die Situation im eigenen Interesse auszunutzen, eben weil alle dank des Gesetzgebers zu Sparzwängen gezwungen werden und wo geht es einfacher als beim Sozialsystem.

Mal ganz am Rande ein Wort dazu, seit Einführung der neuen Rentenreform 2018 wurde ja zum 01.01.2019 die EMR erheblich (wohl fragwürdiger Begriff) aufgebessert, womit jetzt ein neuer EMR so ca. 150,- - 200,-€/mtl. mehr erhalten dürfte. Auf die Nachfrage der Sozialverbände wie es denn da mit den Bestandrentner aussieht sagte die liebe Frau Nahes - damals ja noch Arbeits- und Sozialministerin - man hätte leider im Bundeshaushalt die dafür nötigen 4,5 Milliarden nicht, womit sich da nichts ändern könne. Und nun darfst du mal lachen, die Corona-Krise hat urplötzlich dem deutschen Bundestag offen gelegt, daß mehr als 40 Milliarden an Rücklagen existierten, ach so gerstern war nichts da was heute plötzlich vorhanden ist. Aber es läuft ja derzeit eine Verfassungsklage vom SoVD und ebenfalls eine Petition diesbezüglich, aber ehrlich unter uns, bisher wurden alle diesbezüglichen Klagen von SoVD beim BSG als auch BVerfG abgeschmettert und das die Politik der Petitions statt geben wird dürfte an der CDU/CSU und selbst der SPD scheitern, den die deutschen Rentner geben denen ja alle Jahre wieder ihre treue Stimme, sind also dumm genug.

Okay - also Rehaantrag die 2. oder doch gleich EMR beantragen??? Kann man diesen Antrag allein bewältigen?

Also wenn deine behandelnden Ärzte voll hinter dir stehen, dann stelle jetzt gleich den EMR-Antrag auch wenn der tatsächlich sehr umfangreich ist. Lege dem dann alle aussagefähige und vor allem aktuelle medizinische Befunde deiner behandelnden Ärzte bei und schicke das ganze dann entsprechend an die DRV oder wenn es dir möglich ist übergebe es in einer der vielen Geschäftsstellen gegen Empfangs-Quittung persönlich.


Grüße saurbier
 

saurbier

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Hallo Lucky Luke,

Beim Einschreiben mit Rückschein hast du "nur" den Beweis, dass du irgendetwas an die DRV geschickt hast.

Hallo, glaubst du ernsthaft das ein Richter hier unterstellen würde, man hätte 100 Seiten Papier für 6,-€ sinnlos verschickt. Lassen wir mal die Kirche im Dorf.

Beweiskraft, ja die ist bei einem Einschreibebrief mit Rückschein gegeben, denn das ist für Otto Normalbürger der einzige Weg des rechtssicheren Postversandes da unsereins eben die Postzustellungsurkunde nicht zur Verfügung steht und selbst die hat nur deshalb ihren Status, weil Gerichte schlicht behaupten das der Zusteller sie tatsächlich zustellt, einen effektiven Beweis dafür kann jedoch kein Gericht antreten.

Bei Einschreibebrief mit Rückschein erhält man dann durch den Rückschein die Auskunft wann der Brief zugestellt wurde, an wenn und von wem, denn Postbevollmächtigte des Empfängers muß da unterschreiben (auch mit Klarnahmen). Ganz nebenbei kann man sich sogar über die Sendungsverfolgung vorab anschauen wann das Einschreiben zugestellt wurde.

Und die Paranoia das im Umschlag nicht drin war, na damit versuchten und versuchen wohl immer noch so manch clevere Menschen zu spielen, nur eher selten fallen vernünftige Richter da noch drauf rein.

kannst du SOFORT der AfA beweisen, dass du tätig geworden bist, und musst nichtmal auf die Eingangsbestätigung der DRV warten. Gerade wenn die Frist bei der AfA bald abläuft, ein nicht zu unterschätzender Vorteil...

Das kannst du mit dem Rückschein genauso, wenn es denn sein muß. Im übrigen reicht allerdings als Nachweis bereits das Anschreiben zum Reha-/EMR-Antrag incl. der Einschreiben-Quittung vollständig aus, denn der Quittung kann ein SB ja entnehmen an wem das Einschreiben ging. Ein SB der sich da ggf. auf fehlende Mitwirkung einläßt, nun ja der dürfte wohl eher auf die Nase fallen.

halte ich persönlich für lächerlich, sorry...

Na dann schau dich mal etwas näher im Forumsbereich ALG-II um und wie häufig die dortigen SB´s auf Vorlage des Gesundheitsfragebogens bestehen, insbesondere das man denen die Unterlagen unverschlossen vorlegen soll - angeblich weil sie sie auf Vollständigkeit prüfen müßen -. Da siehst du wie Neugrig doch mitunter Menschen sind und sowas kann auch in anderen Behörden passieren. Ich sage "kann" nicht "muß". Das ganze kann man ja ganz einfach vermeiden, nicht war.

Und sollte (!) die Rathausangestellte meinen Umschlag geöffnet haben und die geschätzt 70 Seiten Formulare, Reha-, Arzt- und Klinik-Berichte haarklein durchgelesen haben -> nachträglich noch viel Freude damit...

Sorry, aber ich möchte nicht das jemand vollkommen unbefugtes meine sensibelen Daten zur Kenntnis nimmt, ganz egal wo er sitzt. Wie leicht derartiges dann mal ausgeplappert wird hab ich in meinem Bekanntenkreis (KK-Mitarbeiterin) oft genug erleben können.


Grüße saurbier
 

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Hallo saurbier,

THX für die ganzen Ausführungen (muss ich trotzdem noch mal in Ruhe lesen um wirklich alles zu erfassen).

Fakt ist - der Abschlussbericht der Reha ist für mich unbrauchbar (bzgl. EMR) - war mir eigentlich auch vorher klar - deshalb die Gegendarstellung, denn meine Ärzte hier zuhause schreiben im letzten Absatz ganz klar - voll arbeitsunfähig - für wie lange noch - unbestimmt - empfehlen Prüfung....

Meine Ärzte stehen hinter voll hinter mir - Hausarzt / "Psychobetreuer" insbesondere, beim Kardiologen bin ich nur selten, weil die Störung nicht lebensbedrohlich, nur absolut nervig, ist - Diabetologe ist auch nicht so häufig. Könnte mit allen nochmal RSP halten.
Von daher könnte ich einen EMR Antrag stellen.... bei Ablehnung widersprechen usw.

Der Widerspruch zur Schwerbehinderung ist gerade erst raus - das dauuuuuuuuert - hilft evtl. irgendwann mal weiter.

Frage: LTA (berufliche Reha) war auch eine Idee von mir - aber in der AfA Aufforderung steht ja nur medizinische Reha oder EMR beantragen - was muss ich da tun/beachten um etwas berufliches zu bekommen?

LG, Kleefrau
 

Larsson

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kannst du SOFORT der AfA beweisen, dass du tätig geworden bist, und musst nichtmal auf die Eingangsbestätigung der DRV warten. Gerade wenn die Frist bei der AfA bald abläuft, ein nicht zu unterschätzender Vorteil...

Bei mir war es so: am (Datum fiktiv...) 12.03.2019 den Antrag der Gemeindeverwaltung zur Weiterleitung übergeben, am 29.03.2019 Eingangsbestätigung der DRV erhalten, dass der Antrag am 15.03.2019 bei ihnen eingegangen ist.
Ich habe mal einen Verlängerungsantrag gestellt mit Hilfe eines Rentenberaters der Stadtverwaltung. Ich fand das gut. Den hat nicht interessiert, was gesundheitlich vorliegt, danach hat er mich auch nicht gefragt. Er hat mir den Gesundheitsfragebogen in die Hand gedrückt, damit ich den selbst ausfüllen und abschicken kann, so ich das will. Den Rest hat er alles am Computer gemacht, alles an die richtige Stelle gesendet und mir sofort eine schriftliche Bestätigung für meine Unterlagen ausgedruckt und unterschrieben.

Fakt ist - der Abschlussbericht der Reha ist für mich unbrauchbar (bzgl. EMR) - war mir eigentlich auch vorher klar - deshalb die Gegendarstellung, denn meine Ärzte hier zuhause schreiben im letzten Absatz ganz klar - voll arbeitsunfähig - für wie lange noch - unbestimmt - empfehlen Prüfung....
Arbeitsunfähig ist nicht gleichzusetzen mit erwerbsgemindert. Das sind 2 verschiedene Dinge.
 

bondul

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Es geht doch nicht primär darum, Geld zu sparen, sondern darum, schnell einen rechtssicheren Beweis für die AfA an der Hand zu haben, dass der Rentenantrag gestellt ist!


Um wirklich ganz sicher zu gehen, besteht auch die Möglichkeit der Zustellung durch einen Gerichtsvollzieher:
[..] Persönliche Zustellung durch den Gerichtsvollzieher. Dabei nimmt der Gerichtsvollzieher nicht nur den Inhalt des Schriftstücks zur Kenntnis und beurkundet dies, sondern er übergibt es auch persönlich an den Empfänger. Wir dieser nicht angetroffen, legt der Gerichtsvollzieher das Schriftstück beim Adressaten nieder und erstellt darüber eine Urkunde. Die Zustellung ist damit nachgewiesen und auch der Nachweis der Zustellung eines bestimmten Inhalts ist rechtssicher geführt. [..]

[..] Die Kosten dafür sind folgende: Gebühr des Gerichtsvollziehers für die persönliche Zustellung 14,50 €, Wegegeld 3,25 € und Auslagenpauschale 3,00 €. Macht insgesamt 20,75 Euro. [..]
anwalt.de


... was muss ich da tun/beachten um etwas berufliches zu bekommen?
Ich würde im Antrag auf Med. Reha / EM Rente* darauf hinweisen ggf. auf einem separaten Blatt. Zunächst musst du ja "nur" der Aufforderung der AfA nachkommen. Danach würde ich abwarten, wie die DRV sich zu dem Ganzen einlässt.

lg, bondul

*Einfach beides beantragen, dann warten was die DRV dazu meint.
(Musst du jedoch selbst entscheiden ...)
 

Lucky Luke

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Das kannst du mit dem Rückschein genauso, wenn es denn sein muß. Im übrigen reicht allerdings als Nachweis bereits das Anschreiben zum Reha-/EMR-Antrag incl. der Einschreiben-Quittung vollständig aus, denn der Quittung kann ein SB ja entnehmen an wem das Einschreiben ging. Ein SB der sich da ggf. auf fehlende Mitwirkung einläßt, nun ja der dürfte wohl eher auf die Nase fallen....
Na dann schau dich mal etwas näher im Forumsbereich ALG-II um.....
Hallo Saurbier,

es liegt mir wirklich fern, hier mit dir einen Streit um Kaiser's Bart auszutragen und Kleefrau's Thema zum Kampfplatz zu machen...

Aber noch zwei letzte Anmerkungen.

1. Wir sind hier NICHT im Bereich ALG 2; sondern beim Thema " EM-Rentenantrag oder nicht und was kann alles passieren".
Ist auch mein Thema, leider...

2. Eine Bekannte aus meiner Krebstherapie-Gesprächsgruppe, z.Zt. noch im Krankengeldbezug, wurde von ihrer Krankenkasse (mit Fristsetzung!) dazu aufgefordert, einen EM-Rentenantrag zu stellen. Ja klar, dieses Recht hat die KK NICHT, aber da sie bereits selbst zu dem Entschluss gekommen war, den Antrag zu stellen, hat sie sich gegen dieses Ansinnen NICHT gewehrt.

Antragstellung zwei Tage vor Fristablauf per Einschreiben/Rückschein OHNE Begleitschreiben. "Weil wozu brauch' ich das denn, sind doch alle Formulare für den Antrag drin... " sagte sich die Bekannte.

Und wie wir wissen, ist die DRV nicht allzu schnell - wenn man Glück hat (so wie ich...) erhält man die Antragseingangsbestätigung evtl. innerhalb 14 Tagen.

Die Krankenkasse wollte von meiner Bekannten dann den Nachweis, dass der Antrag gestellt ist. Einschreibebeleg bzw. Rückschein (ob sie den überhaupt schon hat weiss ich nicht) wird von der KK NICHT akzeptiert - Krankengeldzahlung per sofort eingestellt - die Nerven meiner Bekannten (gerade im 13.!!! Chemo-Zyklus) liegen blank.

Klar, das wird sich alles klären, auch ohne vor dem SG aufzuschlagen, aber dieser ganze Ärger und und Stress wäre vermeidbar gewesen.
Letzte Woche so passiert ob du's glaubst oder nicht.

Aber damit bin ich hier raus, von mir kommen keine weiteren OT's mehr, versprochen!

LG Lucky Luke
 

Kerstin_K

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Okay - also Rehaantrag die 2. oder doch gleich EMR beantragen??? Kann man diesen Antrag allein bewältigen? Anträge fallen mir schwer. Ich habe auch nur noch begrenzt Zeit - Datum vom AfA Bescheid 11.6.20 - bei mir angekommen 14.6.20 - würde ein zweiter Rehaantrag überhaupt zeitliche Vorteile bringen - im Hinblick auf ALG 1/Nahtlosigkeit???
Ich würde auch den EMR-Antrag stellen. DAs ist ne Menge Holz. Wenn du das alleien nicht packst, dann such dir auf der DRV Homepage eiene Versichertenältesten heraus. Die kommen auf Wuch auch zu Dir nach Hause und hlfen beim Ausfüllen. Und wenn dir die Zeit nicht reicht, dann stell erstmal einen formlosen Antrag. Das reicht, um die Frist zu wahren und dann hast du Luft für die Formulare.
O.K. die Diabetis ist nicht schön (bin selbst unter anderem inzwischen davon betroffen)
Typ I iat aber nochmal ne andere Hausnummer , du hast doch sicher TYp II, oder?
auch ich hatte mein Smartphone dabei und an (hab das vorher mit der Leitung abgesprochen) denn als gerichtlich bestellter Betreuer meiner Mama als akuter Pflegefall mußte ich ja ständig erreichbar sein.
Muss man das? Sehe ic nict so. Und ich war auch Betreuerin meier Mutter.
Der Widerspruch zur Schwerbehinderung ist gerade erst raus - das dauuuuuuuuert - hilft evtl. irgendwann mal weiter.
Nix, das dauuuuuuert. Ein Widerspruch haat nach 3 Monaten beschieden zu sein, ist er das nicht, legt man Untäzigkeitsklage ein. Ichhabe gute Erfahrungen damit gemcht, nach 6 Wochen eien Sachstandsanfrage zu verschicken, wenn i nicts gehört habe.
 

Kleefrau

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Typ I iat aber nochmal ne andere Hausnummer , du hast doch sicher TYp II, oder?

Moin Moin,

doch - leider ein später Typ 1 (kommt heutzutage häufiger vor als man denkt) - deshalb ja der Widerspruch zu 30 GdB - mit nem 2er hätte man da keine Chance auf den 50 GdB.

Bin gespannt wie das mit dem Widerspruch beim Versorgungsamt läuft - ist mit dem VDK auch erstmal formlos gestellt - Begründung dann nach der Sommerpause....

1. Wir sind hier NICHT im Bereich ALG 2; sondern beim Thema " EM-Rentenantrag oder nicht und was kann alles passieren".
Ist auch mein Thema, leider...

Das Thema ist wirklich sehr umfassend und man kann so viele Fehler machen - schließlich kennt man sich so gar nicht mit sowas aus und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, die warten nur darauf, dass man Fehler macht....


Dann werde ich mich mal mit dem EMR-Antrag beschäftigen.... der Tipp mit dem Rentenberater klingt gut - werde mich kümmern.

Ein formloser Antrag bei der DRV läuft wie - gibt es dafür irgendwo eine Vorlage? Habe noch nie einen formlosen Antrag gestellt.... immer nur gleich mit allen Daten... Und den "Formlosen" schicke ich dann an die DRV und weise das dann der AfA nach?
Parallel einen Rehaantrag (LTA) lege ich dann ebenfalls mit dabei?

LG, Kleefrau
 

Lucky Luke

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Parallel einen Rehaantrag (LTA) lege ich dann ebenfalls mit dabei?
Also DAS würde ich tunlichst bleiben lassen, damit führst du deinen EM-Rentenantrag ja selbst ad absurdum!

Und für den formlosen Antrag sollte eigentlich ein lapiderer Satz genügen: hiermit stelle ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente, mfg... oder so ähnlich, RV-Nr. nicht vergessen...

Deine RV wird sich dann schon melden, glaub mir...

LG Lucky Luke
 

Larsson

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Also DAS würde ich tunlichst bleiben lassen, damit führst du deinen EM-Rentenantrag ja selbst ad absurdum!

Und für den formlosen Antrag sollte eigentlich ein lapiderer Satz genügen: hiermit stelle ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente, mfg... oder so ähnlich, RV-Nr. nicht vergessen...

Deine RV wird sich dann schon melden, glaub mir...

LG Lucky Luke
Jepp, dem stimme ich voll zu. Bloß nicht mehrere Anträge stellen und schon gar keine, die man nicht machen will.
Ich hatte damals bei der Rentenstelle angerufen und gesagt, ich will EMR beantragen, was muss ich tun. Das hat zur Antragstellung schon gereicht. Die Dame fragte meine Daten ab und meinte in den nächsten 14 Tagen kommt ein Brief mit Termin, in dem steht auch, was ich alles mitbringen soll.
War dann auch so. Auf dem Termin wurde letztlich auch nur abgeglichen, ob ich alle Nachweise habe und ob in ihrem System etwas fehlt. Es fehlte auch ein halbes Jahr in ihrem System, was ich aber nachweisen konnte.
Dann sagte mir die Dame, es kommt Post ob ich zum Gutachter muss oder Reha, kann aber dauern.
Nach 6 Monaten kam dann Einladung zum Gutachter, da stand drin, ich solle Berichte, wenn vorhanden mitbringen. Habe ich dann auch so gemacht.
Ich habe mich nie durch einen Antragswust durchwühlen müssen. Selbst die Verlängerungsanträge kamen automatisch von der DRV, das war immer ein Fragebogen für den behandelnden Arzt und der Selbsteinschätzungsbogen. Den für den Arzt, habe ich dem Arzt gegeben. Den anderen habe ich ausgefüllt und zurückgesendet.
Nur einmal habe ich mich mit dem Verlängerungsantrag an einen Rentenberater der Stadtverwaltung gewandt, weil ich kurz zuvor das Bundesland gewechselt habe und da unsicher war, ob das wieder automatisch läuft. Es wäre auch automatisch so gelaufen, aber da ich schon da war, hat er das direkt am PC für mich gemacht. Den Selbstauskunftsbogen hat er mir in die Hand gedrückt. Und eine schriftliche Bestätigung über den Verlängerungsantrag. 14 Tage später hatte ich wieder Post von der DRV und alles ging seinen Gang.
Das ist jetzt meine Erfahrung.
 

Antik 63

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Hallo @Kleefrau

Absender


Adresse


Datum


Rentenversicherungs Nr.

Sehr geehrte Damen und Herren

Hiermit beantrage ich formlos die Erwerbsminderungs - Rente.Schicken Sie mir bitte alle Formular die ich benötige zu.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Kleefrau
 
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bondul

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Parallel einen Rehaantrag (LTA) lege ich dann ebenfalls mit dabei?


Wenn du eher eine LTA durchführen möchtest, würde ich genau das tun…

Im Antrag auf EM Rente / Med. Reha ist es möglich, anzukreuzen, dass du von der AfA zur Beantragung aufgefordert wurdest, mit diesem Kreuz führst du bereits die Aufforderung der AfA ad absurdum, die eigentlich wissen sollte, dass du gerade eine Reha "absolviert“ hast. Das ist lediglich meine Einstellung, doch wenn ich eine LTA für mich sähe, würde ich dies gemeinsam mit der med. Reha (beides auf GO100 ankreuzen) und EM Rente beantragen und alle drei Anträge einreichen – soll doch die DRV entscheiden, wie sie dann vorgeht.

Solltest du jedoch die EM Rente ernsthaft in Erwägung ziehen, würde ich lediglich einen Antrag einreichen, für mich klang hier durch, dass du dies wohl eher nicht präferierst.

lg, bondul
 
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