Aufforderung zur Mitwirkung bekommen, ich verstehe nicht was das JC von mir will "Bescheinigung über die unfreiwillige Arbeitslosigkeit"? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

PioTER

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Mai 2013
Beiträge
59
Bewertungen
6
Hallo,
ich habe ein Problem mit dem Jobcenter.
Letzte Monate hatte ich zwischen dem 01.10.2018 und dem 31.01.2019 gearbeitet. Diese Arbeit hatte ich verloren da ich Probleme mit dem Rücken hatte - es hatte Auswirkungen auf mein Arbeitstempo - und am Ende wurde es so schlimm, dass ich mich nicht mehr richtig bewegen konnte, ich wurde krankgeschrieben und daraufhin am nächsten Tag entlassen. Gleich am 25.01 habe ich mich im Jobcenter gemeldet (war früher ein s.g. Langzeitarbeitsloser) und dort wurde alles aufgenommen und eingetragen (die Kündigung des AG kopiert/gescannt) und mir ein Eintrag zum ausfüllen ausgehändigt. Diesen hatte ich dann am 07.02 mit den angeforderten Unterlagen (Verdienstbescheinigungen der letzten 3 Monate etc.) abgegeben. Nun statt einer vernünftigen Antwort - schließlich ist schon sehr bald die Miete fällig etc. - kriege ich das folgende Anschreiben zugeschickt (siehe Anhang).

Jetzt sieht es so aus, als ob die Zeit schinden wollten. Denn alle Unterlagen bis zum Tag der Abgabe des Antrages hatte ich überreicht. Jetzt soll ich Dokumente nachreichen die später erst überhaupt erstellt worden sind (kann ich tun, trotzdem Frechheit) und dann soll ich noch eine ominöse "Bescheinigung über die unfreiwillige Arbeitslosigkeit" von der Arbeitsagentur zustellen. Was soll ich überhaupt tun? Das klingt doch schon sehr nach Verblödung.

Und was soll ich jetzt machen damit ich erstmal die Miete zahlen kann? Die verschleppen das nämlich schon ganz ordentlich.
 

Anhänge:

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
23.801
Bewertungen
14.333
Hallo PioTER

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift.

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder "Was wollen die überhaupt?" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...
und im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu auch den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

jaykay19

Elo-User*in
Mitglied seit
7 Juli 2018
Beiträge
310
Bewertungen
195
Geh halt zur Agentur für Arbeit und lass dir das Schreiben ausstellen? Ist nur eine Formalie.
 

Couchhartzer

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
Beiträge
5.537
Bewertungen
9.768
Dann ist es aber dummf**k seitens des JC.
Natürlich ist es das, zumal das JC ja ganz leicht sich diese Info (als eigentlich sogar vorgeschriebenes mildestes Mittel) selber mit einer Abfrage bei der AfA beschaffen könnte und auch dürfte.
 

Claus.

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 November 2010
Beiträge
2.228
Bewertungen
1.220
Das ist eigentlich nur bei EU-Ausländern notwendig, wenn sie noch keinen ständigen Arbeitnehmerstatus haben.
Nette "Formalie" ... denn schätzungsweise muß die AfA ja auch erstmal irgendwie zu der Erkenntnis vonwegen ´unfreiwillig´ kommen.
Helga, wie machen die das? Ist dieses Urteil der AfA dann (auch) für das JC bindend?


@PioTER: Die Lohnabrechnung für Januar will das JC, weil sie wissen wollen wann dieser Lohn ausgezahlt wird bzw. wurde.

Und, "wo" warst du denn beschäftigt; also bei einer normalen Firma oder bei einer ZAF? Denn ich verstehe deinen Text so, als wäre dir eine sensationelle Kündigungsfrist von glatt nur einem einzigen Tag zugestanden worden?
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
7.758
Bewertungen
6.665
Das ist keine Formalie, sondern u. U. Anspruchsvoraussetzung für EU-Ausländer, da sie ansonsten, wenn sie sich nur zum Zweck der Arbeitssuche in Deutschland aufhalten, keinen Anspruch auf Alg 2 hätten, § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB II.

Und die BA muss es nunmal feststellen, § 2 Abs. 3 Satz 2 Freizügigkeitsgesetz. Da nur die BA feststellen darf, ist es bindend, korrekt. Die Feststellung dürfte analog einer Sperrzeitprüfung sein. Also, ob ohne wichtigen Grund selbst gekündigt oder wegen Verschulden gekündigt oder nicht.

Zu den Anspruchsvoraussetzungen bei EU-Ausländern und der Notwendigkeit unfreiwilliger Arbeitslosigkeit recht verständlich dargestellt hier:

 

hansklein

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
10 Februar 2006
Beiträge
916
Bewertungen
1.118
Ich bin kein EU-Ausländer sondern Deutschländer.
Dann musst du erst Recht migriert und anerkannt werden :censored:
Die Erwerbstätigeneigenschaft bleibt erhalten, wenn der Betroffene
3.
bei unfreiwilliger Arbeitslosigkeit

Die Unfreiwilligkeit setzt voraus, dass die Gründe für die Aufgabe des Arbeitsverhältnisses oder der Selbständigkeit nicht in der Person des Betroffenen bzw. in seiner Verantwortungssphäre begründet sind. Maßgeblich wird hierbei auch sein, ob der Betroffene seinen Obliegenheiten gegenüber der Arbeitsverwaltung nachkommt.

Der Nachweis der unfreiwilligen Arbeitslosigkeit ist durch Bestätigung der Arbeitsagentur zu erbringen.Die Bescheinigung muss nicht zwingend von der Arbeitsagentur ausgestellt werden. Eine Ausstellung durch ein Jobcenter ist gleichfalls möglich. Mit dem Begriff Arbeitsagentur knüpfte das Gesetz nur an die damals vorhandene Struktur der Arbeitsverwaltung an.

Entsprechend den Vorgaben der Unionsbürgerrichtlinie unterscheidet § 2 Abs. 3 FreizügG/EU
In der Theorie wird unterschieden zwischen freiwilliger/unfreiwilliger Arbeitslosigkeit nur habe ich - für einen "Deutschländer", noch nie gehört, das es dafür ein Gesetz gibt.

In der Folge würde ich pers. sofort ein Nachweisbares Schreiben hinschicken, in dem ich verlangen würde, das mir die Gesetzesgrundlage für diese völlig unbekannte Bescheinigung genannt und deren Anwendung hinreichend genau begründet wird. Ich würde das noch ergänzen, in dem ich hinzufügen würde, das ich von einem Irrtum ausgehen würde und die sofortige endgültige Bearbeitung meiner Angelegenheit erwarte. Das ganze nat. mit Fristsetzung.
 

Hannes63

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
21 März 2015
Beiträge
589
Bewertungen
595
mMn geht es bei dem Schreiben nicht um EU Ausländer.

Die wollen wissen ob du deinen Arbeitsplatz selbst gekündigt hast und damit die Arbeitslosigkeit selbst verschuldet hast.
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
7.758
Bewertungen
6.665
Das wäre eine Sanktionsprüfung wegen Sperrzeitfiktion. Das macht das JC selbst über Anhörung des AG und des Alo. Da schickt man niemanden zur Agentur.

Das Schreiben ist nicht nachvollziehbar.
 

PioTER

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Mai 2013
Beiträge
59
Bewertungen
6
Ich habe eine schriftliche Kündigung des AG doch längst vorgeliegt.
 

PioTER

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Mai 2013
Beiträge
59
Bewertungen
6
So, folgenden Text habe ich jetzt verfasst.

"...es kann nicht sein, dass Sie von mir Unterlagen verlangen (eine Bescheinigung der Agentur für Arbeit, dass ich unfreiwillig arbeitslos geworden bin), welche im Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern (Freizügigkeitsgesetz/EU – FreizügG/EU) gelten. Ich bin DEUTSCHER STAATSANGEHÖRIGER und kein zugezogener EU-Ausländer, der in Deutschland einer Beschäftigung nachgegangen ist. Dieses GESETZ betrifft mich NICHT solange ich deutscher Staatsbürger bin!


Ich bin mir nicht sicher was ich davon halten soll, es ist allerdings gelinde gesagt abenteuerlich was Sie von mir verlangen. Ich gehe davon aus, es ist ein Irrtum und keine dreiste Schikane.

Nun haben wir das Ende des Monats Februar und ich kann meine Miete ab dem morgigen Tag nicht mehr begleichen und zugleich auch nicht überleben, weil Sie auf die Idee gekommen sind – wie auch immer – mir derartig absurde Forderungen zukommen zu lassen. Ich erwarte, dass mein Anliegen umgehend und endgültig bearbeitet und mir diese abenteuerliche Forderung schriftlich erklärt wird. Hierzu setze ich eine Frist bis zum 07.02.2019 an."
 

jaykay19

Elo-User*in
Mitglied seit
7 Juli 2018
Beiträge
310
Bewertungen
195
Was hindert dich im JC vorzusprechen, wenn du doch jetzt mittellos bist? Hättest du doch längst machen können. So zieht sich die Bearbeitung deines Antrags in die Länge.
 

Nena

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
2.337
Bewertungen
3.477
Und Du sammelst Un-Sympathiepunkte, was die Bearbeitung auch nicht beschleunigen wird.
 

Couchhartzer

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
Beiträge
5.537
Bewertungen
9.768
So, folgenden Text habe ich jetzt verfasst.
Ich würde an deiner Stelle persönlich spätestens morgen dort aufschlagen, den Antrag auf sofortigen Vorschuss stellen und das Schreiben persönlich gegen Empfangsquittung übergeben.

Per Post senden ist verschwendete Zeit und ich glaube davon hast du aktuell genauso wenig wie du aktuell Geld hast, um Miete und Lebenshaltungskosten zahlen zu können. ;)
 

PioTER

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Mai 2013
Beiträge
59
Bewertungen
6
Dann schon lieber vorsprechen. Un-Symphatie ist mir persönlich egal - schließlich veräppeln die mich offensichtlich - allerdings natürlich hierbei nicht gerade hilfreich bei der Bearbeitung.
 

Vyenna

Elo-User*in
Mitglied seit
5 August 2015
Beiträge
216
Bewertungen
58
dass Miete fällig ist und Kühlschrank leer ist interessiert die meiner Erfahrung nach überhaupt nicht. Deshalb würde ich alle Emotionen aus dem Brief herauslassen und ganz sachlich darauf hinweisen, dass du deutscher bist und dich diese Regelung nicht betrifft. Im Übrigen musste ich sowas auch mal bringen, allerdings in einer anderen Stadt mit einem echt tollen Arbeitsamt, meine SB war der Hammer, und ich denke immer noch gerne an sie zurück, und da war mein ALG 1 so wenig, dass ich aufstocken musste mit ALG 2, und dann wollte das JC dieses Schreiben auch von mir. Das Arbeitsamt hatte es auch recht schnell fertig gehabt.
Jedenfalls, ich bin auch kein Ausländer und so muss man vermuten, dass noch andere Gründe für diese Bescheinigung vorliegen können.
 

PioTER

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Mai 2013
Beiträge
59
Bewertungen
6
Hallo,
nachdem ich mich im JC gemeldet habe - ich war 4 Monate beschäftigt - habe ich etwa eine Woche später den Antrag auf Bewilligung von ALG2 gestellt. Dieser ist noch nicht durch. Habe ich trotzdem Versicherungsschutz?
 
Oben Unten