Aufforderung zur Kostensenkung und dadurch wahrscheinlich unumgänglicher Umzug. Bitte um Hilfe. (2 Betrachter)

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HansPeter Mayer

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Hallo,

kann ich gegen die Aufforderung zur Kostensenkung noch in irgendeiner Art vorgehen oder ist der Umzug unabwendbar?!

Stand der Dinge ist wie folgt:

letzte Woche hatte ich einen Termin in der Leistung, eigentlich um in Erfahrung zu bringen was das JC bei einem Umzug alles übernimmt / übernehmen muß. Die freundliche Sachbearbeiterin erklärte mir, dass Sie zuallererst mal Wohnungsangebote bräuchte um diese auf Angemessenheit zu prüfen und alles andere käme später. Exposés hab ich ihr dann sofort per E-Mail geschickt und auch heute wieder einige mit der Bitte um Prüfung. Heute bekam ich dann folg. E-Mail "in vorbezeichneter Angelegenheit haben Sie am 14.12.2017 Wohnungsexposés, Anzahl 17 Stück, eingereicht. Diese wurden bearbeitet und die Bescheide postalisch versandt. Sie haben nun die Möglichkeit mit der Vermietergesellschaft konkret Ihre Wohnungsanfrage zu besprechen bzw. ein Auswahlverfahren durchzuführen. Die Vermietergesellschaft wird in diesem Zusammenhang auch prüfen, ob ein Mietvertragsverhältnis mit Ihnen möglich ist und wenn ja, konkret für welches Mietobjekt.
Dieses Ergebnis ist dem Jobcenter schriftlich, mit Bestätigung des jeweiligen Vermieters, vorzulegen. Bis dahin werden keine weiteren Ihrerseits eingereichten Wohnungsexposés bearbeitet."
Irritierend ist für mich vor allem der letzte Satz, wie soll ich denn dann in der mir noch bleibenden Zeit eine geeigntet Wohnung finden!? Auch dachte ich, dass ich bei dem ohnehin begrenzten Angebot wenigstens freie Auswahl hätte. Und ehrlich gesagt ist mir nicht klar was die freundliche Sachbearbeiterin denn eigentlich von mir will??? Ob der Bearbeitungsstopp bis dahin, so rechtens ist bin ich mir auch nicht sicher, schließlich möchte ich nicht nur aus 17 Angeboten wählen dürfen! Es würde mich freuen, wenn da mal jemand drüberschaut und einen Tipp oder Hinweis für mich hat. Die Aufforderung und E-Mail ist angehangen. Vielen Dank
 

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ZynHH

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Nach Aufforderung hast du 6 Monate Zeit etwas günstiger zu beheizendes zu finden.
Mach dich nicht verrückt.

Dokumentiere weiter deine Suche detailliert.

Wenn du eh umziehen willst, warte die Post ab, da wird mehr drinstehen.

Man kommuniziert mit dem jc nicht per Mail oder Telefon.
 

RoxyMusic

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Was mir als erstes auffällt, ist das Datum der Mietfestsetzung "nach Ablauf der Frist von sechs Monaten". Das Aufforderungsschreiben zur Kostensenkung wurde am 05.10.17 erstellt - die Miete soll allerdings bereits ab 01.02.18 nur noch in der angemessenen Höhe gewährt werden.

Hast du mal die angegebenen Beträge für die Angemessenheit geprüft und die Wirtschaftlichkeitsberechnung angefordert? Könnten vllt. gesundheitliche Einschränkungen gegen einen Umzug sprechen (ärztliches Attest)? Bei der Angemessenheitsprüfung müssen z.B. auch Alter, Chancen der 'Wiedereingliederung in Arbeit', Wohndauer berücksichtigt werden.

Könntest du mit dem Vermieter geringere Betriebs-/Heizkosten-Vorauszahlungen vereinbaren, gab es vllt. ein Guthaben bei der letzten Betriebskostenabrechnung?
 
Zuletzt bearbeitet:

Hartzeola

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kann ich gegen die Aufforderung zur Kostensenkung noch in irgendeiner Art vorgehen oder ist der Umzug unabwendbar?
Du kannst eine Stellungnahme dazu schreiben bzw. ergebnislose Suche nachweisen.
 

HansPeter Mayer

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HansPeter Mayer

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Was mir als erstes auffällt, ist das Datum der Mietfestsetzung "nach Ablauf der Frist von sechs Monaten". Das Aufforderungsschreiben zur Kostensenkung wurde am 05.10.17 erstellt - die Miete soll bereits ab 01.02.18 nur noch in der angemessenen Höhe gewährt werden.
Das hab ich auch schon mehrfach angesprochen, immer mit der Auskunft, es hieße "bis 6 Monate".

Hast du mal die angegebenen Beträge für die Angemessenheit geprüft und die Wirtschaftlichkeitsberechnung angefordert?
Nein, werde ich anfordern!

Könnten vllt. gesundheitliche Einschränkungen gegen einen Umzug sprechen (ärztliches Attest)?
Habe Rücken, Attest haben die.

Könntest du mit dem Vermieter geringere Betriebs-/Heizkosten-Vorauszahlungen vereinbaren, gab es vllt. ein Guthaben bei der letzten Betriebskostenabrechnung?
Der hat sich auf meine Anfragen nicht gezuckt.
 

RoxyMusic

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Folgende Information habe ich in den Ausführungsvorschriften für Berlin gefunden - vllt. kannst du das für die Anforderung verwenden:

https://www.berlin.de/sen/soziales/berliner-sozialrecht/land/av/av_wohnen.html#wirtschaftlich

Berlin
Ausführungsvorschriften zur Gewährung von Leistungen gemäß § 22 SGB II und §§ 35 und 36 SGB XII (AV-Wohnen) vom 24. November 2015, in der geänderten Fassung vom 06. Dezember 2016 (ABl. S. 3659)

"3.5.1 - Härtefälle
In besonders begründeten Einzelfällen können die Richtwerte nach Nummer 3.2 aus sozialen Gründen und in Härtefällen um bis zu 10 vom Hundert überschritten werden, insbesondere bei
a) Alleinerziehenden,
b) Längerer Wohndauer (mindestens 15 Jahre),
c) wesentlichen sozialen Bezügen (z. B. Schulweg von Kindern, Betreuungseinrichtungen, Kindertagesstätten),
d) über 60-jährigen Hilfeempfangenden,
e) Schwangeren,
f) Personen, die in absehbarer Zeit kostendeckende Einkünfte haben"

"6.1.2 Wirtschaftlichkeit bei Wohnungswechsel

(3) Vor der Aufforderung, die Aufwendungen für die Wohnung zu senken, ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung anzustellen. Um den Betrachtungszeitraum zu ermitteln, ist eine Prognoseentscheidung unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls anzustellen, wann mit dem Ausscheiden aus dem Leistungsbezug durch bedarfsdeckendes Einkommen zu rechnen ist. Die Unwirtschaftlichkeit eines Wohnungswechsels wird in der Regel nur anzunehmen sein, wenn absehbar ist, dass die leistungsberechtigte Person in naher Zukunft aus dem Leistungsbezug ausscheidet. Als nahe Zukunft gilt ein Zeitraum von bis zu zwölf Monaten. Es ist nach Ablauf des prognostizierten Zeitraums nachvollziehbar zu prüfen und zu dokumentieren, inwieweit die getroffenen Prognosen realistisch waren."

Die sechs Monate gelten ab Aufforderung zur Kostensenkung. Die Fristsetzung ist mMn nicht korrekt.
 

gizmo

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AW: Aufforderung zur Kostensenkung und dadurch wahrscheinlich unumgänglicher Umzug. Bitte um Hilfe.

So ganz Blick ich da nicht durch zur späten Stunde, lege das halt mal so hier hinein:

https://www.elo-forum.org/attachmen...fe-aufforderung-kostensenkung-05.10.2017-.jpg

https://www.elo-forum.org/attachmen...fe-aufforderung-kostensenkung-05.10.2017-.jpg

Dazu dann mal das:

Neue Mietobergrenzen im SGB II und SGB XII fur Darmstadt | GALIDA - Gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative Darmstadt

https://galida.files.wordpress.com/...zialhilfe-und-grundsicherung-in-darmstadt.pdf
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Die schreiben hier 470€ Bruttokaltmiete und dazu noch die HK.

Heizt du mit Fernwärme?
Das Baujahr deiner Bude ist noch wichtig?
Und dann die m² des Wohnobjektes?

So ein richtiges schlüssiges Konzept scheint das aber nicht zu sein da:

Schreiben die selber:

BMAS - Ermittlung der existenzsichernden Bedarfe fur die Kosten der Unterkunft und Heizung in der Grundsicherung fur Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) und in der Sozialhilfe nach dem Zwolften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII)

?????????, denke liegt an der Uhrzeit.
 

Willemheinrich

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Hallo,

kann ich gegen die Aufforderung zur Kostensenkung noch in irgendeiner Art vorgehen oder ist der Umzug unabwendbar?!
Hallo, HansPeter, laß mir doch bitte die "Umzugsanordnung" zukommen. Die Dokumente im thread konnte ich nicht lesen, bei mir kommen die nur Zigarettenschachtelgroß.
Deshalb meine email: XXXXXXXXXXXXXXXX
Ich habe schon einiges Theater gehabt mit dem jobcenter, bis zu einer erfolgreichen einstweiligen Verfügung gegen das Amt.
Hoffe, du hast die technischen Möglichkeiten.
Kannst mich auch gerne anrufen: XXXXXXXXXXXXXXXXX

Edit: von @Seepferdchen siehe Begründung
 
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