Auf Nebeneinkommen verzichten für die Teilnahme an einer Maßnahme?

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asdfgd

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Hallo miteinander,
meine frau hat eine vollzeitbeschäftigung und ich bin nebenberuflich selbstständig. folgendes problem: ich verdiene im monat ca. 380,00 (gewinn - habe aber schon 14000,00€ aussenstände erwirtschaftet) meine frau hat ca.700,00€ das amt zahlt miete und noch 10,00€ jetzt habe ich eine maßnahme zur aktivierung und beruflichen Eingliederung bekommen. 1. so eine maßnahme hatte ich schon mal
2. ich erledige kleine bauaufträge, das heisst die maßnahme ist 5x die woche a 4 stunden und wenn ich arbeite dann immer ganztags. wie soll ich das vereinbaren muss ich auf den neben verdienst verzichten um an der maßnahme teilzunehmen?
3. wenn meine frau vollzeit arbeitet und ich nebenbrfl. selbstständig haben wir anspruch auf kinderbetreungskosten?
 

asdfgd

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Hallo miteinander,
meine frau hat eine vollzeitbeschäftigung und ich bin nebenberuflich selbstständig. folgendes problem: ich verdiene im monat ca. 380,00 (gewinn - habe aber schon 14000,00€ aussenstände erwirtschaftet) meine frau hat ca.700,00€ das amt zahlt miete und noch 10,00€ jetzt habe ich eine maßnahme zur aktivierung und beruflichen Eingliederung bekommen. 1. so eine maßnahme hatte ich schon mal
2. ich erledige kleine bauaufträge, das heisst die maßnahme ist 5x die woche a 4 stunden und wenn ich arbeite dann immer ganztags. wie soll ich das vereinbaren muss ich auf den neben verdienst verzichten um an der maßnahme teilzunehmen?
3. wenn meine frau vollzeit arbeitet und ich nebenbrfl. selbstständig haben wir anspruch auf kinderbetreungskosten?
 

elo237

RIP
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Normal müßte eine Beschäftigung bei der man Steuern und soziale Abgaben bezahlt vorgehen

weiß natürlich nicht ob bei den 380 was abgeführt wird.

Aber die Doofis vom Amt müssen ja dann mehr bezahlen mit der Maßnahme
also sollte das wie es jetzt ist vorgehen

aber die Doofis denken ja nicht mit
 

MariaM

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Hallo miteinander,
meine frau hat eine vollzeitbeschäftigung und ich bin nebenberuflich selbstständig. folgendes problem: ich verdiene im monat ca. 380,00 (gewinn - habe aber schon 14000,00€ aussenstände erwirtschaftet) meine frau hat ca.700,00€ das amt zahlt miete und noch 10,00€ jetzt habe ich eine maßnahme zur aktivierung und beruflichen Eingliederung bekommen. 1. so eine maßnahme hatte ich schon mal
2. ich erledige kleine bauaufträge, das heisst die maßnahme ist 5x die woche a 4 stunden und wenn ich arbeite dann immer ganztags. wie soll ich das vereinbaren muss ich auf den neben verdienst verzichten um an der maßnahme teilzunehmen?
3. wenn meine frau vollzeit arbeitet und ich nebenbrfl. selbstständig haben wir anspruch auf kinderbetreungskosten?

§ 1. SGB II
Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende


Durch das Verlangen an einer sinnfreien Maßnahme teilzunehmen wird hier gegen das Sparprinzip § 1. SGB II verstoßen.


Diese Maßnahmen bringen niemanden in Arbeit auf Sozialversicherungspflichtiger Basis.

sinnfreie Maßnahmen brauchst du auch nicht zumachen da du solch eine Maßnahme schon einmal gemacht hast und du den Sinnlosen Ablauf der Maßnahme kennst kannst du ja auch Begründen das diese Maßnahme dir nichts bringt.

Eine Maßnahme muss auch von Seiten des SB begründet sein er muss deine Mängel dir schriftlich mitteilen und diese Maßnahme damit begründen da ja der Erfolg einer Maßnahme vorhanden sein muss.

Schreiben an den SB womit er die Maßnahme begründet wo den deine Mängel bestehen.

Frist setzen zur Beantwortung 10 Tage da Dringlichkeit besteht.
§ 33. SGB X schriftliches Antworten auf Verlangen .
§ 35. SGB X Begründungspflicht.
§ 20. SGB X Grundsatz der Amtsermittlung.
§ 20. Abs. 3 SGB X
[FONT=&quot] Die Behörde ist hierbei zur Neutralität verpflichtet. [/FONT]

Auf diese §§ Weise ich ausdrücklich hin.


Arge Schikane • Thema anzeigen - Zumutbarkeit von Ein-Euro-Job und Maßnahmen
LSG: Brandenburg Sinnfreie Maßnahmen in einer EGV
[FONT=&quot]Sinnfreie Maßnahmen in einer EGV bei nicht Antritt keine Sanktion berechtigt[/FONT]

[FONT=&quot]Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg - L 14 B 568/08 AS ER - hat entschieden, dass eine Sanktion wegen des Weigerung eine Maßnahme weiter zu besuchen dann nicht rechtmäßig ist, wenn die betreffende Maßnahme für den Betreffenden nicht zumutbar ist.[/FONT]

[FONT=&quot]Es kommt regelmäßig vor, dass Hilfebedürftige erst einmal eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben müssen in der sie sich verpflichten an einer Maßnahme teilzunehmen.
[/FONT]

[FONT=&quot]Die Maßnahmen sind dann entweder immer wieder die gleichen oder bringen die Hilfebedürftigen nicht voran. Dem hat das Landessozialgericht nun eine eindeutige Absage erteilt.[/FONT]

[FONT=&quot]Aus dem Urteil (bearbeitet und eingekürzt):[/FONT]


[FONT=&quot]..... Entgegen der Auffassung des Sozialgerichts kommt es für die Frage, inwieweit die Weigerung, eine in einer Eingliederungsvereinbarung vereinbarte Maßnahme fortzuführen, eine Absenkung der Regelleistungen nach § 31 SGB II rechtfertigt, durchaus darauf an, ob die Maßnahme zumutbar war.[/FONT]

[FONT=&quot] Es kann dahinstehen, ob dem Wortlaut der Vorschrift des § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe c) SGB II eindeutig zu entnehmen ist, ob sich das Adjektiv “zumutbare” am Beginn der Aufzählung auch auf die “sonstigen Maßnahmen” bezieht.
[/FONT]

[FONT=&quot]Entscheidend ist, dass auch wenn es nicht im Gesetz stünde – die Teilnahme an unzumutbaren Maßnahmen nicht verlangt werden kann. Soweit das Sozialgericht im Anschluss an Sonnhoff in JurisPK-SGB II, 2. Aufl., § 31 Rdnr. 89/90 darauf verweist, dass es gegen Treu und Glauben verstoße, erst eine Eingliederungsvereinbarung mit einer vereinbarten Maßnahme zu unterschreiben und dann geltend zu machen, die Maßnahme sei unzumutbar, berücksichtigt es nicht genügend, dass die Eingliederungs- Vereinbarung nach dem SGB II zwar formell als Vertrag ausgestaltet ist, es sich in der Sache aber nicht um einen Vertrag handelt in dem Sinne, dass sich zwei gleichberechtigte Partner gegenüber stehen, sondern lediglich um eine neue “moderne” Form hoheitlichen Verwaltungshandelns.[/FONT]

[FONT=&quot] Dementsprechend besteht kein Anlass, die gerichtliche Inhaltskontrolle gegenüber einer durch Verwaltungsakt zugewiesenen Maßnahme zu lockern. Entsprechend wird in der Kommentarliteratur denn auch die Auffassung vertreten, dass im Rahmen einer Sanktion nach § 31 SGB II wegen Abbruchs der mit Eingliederungsvereinbarung vereinbarten Maßnahme die Zumutbarkeit dieser Maßnahme geprüft werden müsse.[/FONT]

[FONT=&quot]Dem folgt der erkennende Senat.[/FONT]

[FONT=&quot]Gegen die Zumutbarkeit der in der zwischen den Beteiligten geschlossenen Eingliederungsvereinbarung vorgesehenen Maßnahme (Teilnahme an dem Maßnahmeprojekt “XY”) bestehen erhebliche Bedenken.
[/FONT]

[FONT=&quot]Einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist die Teilnahme nur an solchen Maßnahmen zuzumuten, die geeignet sind, seine Eingliederung in das Erwerbsleben zu befördern.[/FONT]

[FONT=&quot] Die Maßnahmen müssen Kenntnisse vermitteln, deren Erwerb für den Arbeitsuchenden in seiner konkreten Situation sinnvoll ist.
[/FONT]

[FONT=&quot]Der Antragsteller hat aber vorgetragen, bisher hätten im Rahmen des “Maßnahmeprojekts” lediglich zwei allgemeine Gespräche stattgefunden.
[/FONT]

[FONT=&quot]Diesen Vortrag hat der Antragsgegner unwidersprochen hingenommen, ebenso wie den weiteren Vortrag des Antragstellers, er sei vom Maßnahmeträger aufgefordert worden, sich doch selbst Arbeit und Unterlagen mitzubringen, damit er sich während der zu erfüllenden Zeitvorgabe von 15 Stunden in der Woche sinnvoll beschäftigen könne.
[/FONT]

[FONT=&quot]Der Senat muss deshalb im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes von der – nicht bestrittenen – Richtigkeit dieser Angaben ausgehen. (…)[/FONT]

[FONT=&quot]Da das SG Lübeck häufig Beschlüsse des LSG Berlin-Brandenburg heranzieht, dürfte dieser Gerichtsbeschluss bei einer wiederholten Zuweisung in eine sinnfreie Maßnahme den Stand der ARGE deutlich verschlechtern. Insbesondere muss die ARGE den Nachweis erbringen, das beim Leistungsempfänger berufliche Mängel erkannt wurden, und diese auch definitiv innerhalb der Maßnahme abgebaut werden.
[/FONT]

[FONT=&quot]Die häufig verwendete Aussage des Fallmanagers "bei Bedarf kann...." ist also ungeeignet die Zuweisung in eine Maßnahme zu begründen/rechtfertigen.[/FONT]

[FONT=&quot]Fazit:[/FONT]
[FONT=&quot]Prüft genau in welche Maßnahme der FM Euch stecken will.[/FONT]


[FONT=&quot] Lässt Euch schriftlich geben, welche beruflichen Mängel er erkannt hat, und wie diese durch welche Qualifizierungsmaßnahme abgebaut werden.
[/FONT]

[FONT=&quot]"Kann und können" hat hier nichts zu suchen, das sind keine konkreten Aussagen.
[/FONT]

[FONT=&quot]Solltet Ihr wiederholt in eine Maßnahme gesteckt werden, und diese hat bereits bei der ersten Teilnahme keinen Erfolg gebracht, dann besteht auf Eurer Seite durchaus ein berechtigter Verweigerungsgrund, und von Seiten des Fallmanagers Erklärungsbedarf.[/FONT]

[FONT=&quot]Also nie eine Sinnfreie Maßnahme antreten.[/FONT]


Für die Kinderbetreuung mal den Link bitte lesen.
https://www.tacheles-sozialhilfe.de/harald/SGB_II_Folien.pdf
 
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Hallo miteinander,
meine frau hat eine vollzeitbeschäftigung und ich bin nebenberuflich selbstständig. folgendes problem: ich verdiene im monat ca. 380,00 (gewinn - habe aber schon 14000,00€ aussenstände erwirtschaftet) meine frau hat ca.700,00€ das amt zahlt miete und noch 10,00€ jetzt habe ich eine maßnahme zur aktivierung und beruflichen Eingliederung bekommen. 1. so eine maßnahme hatte ich schon mal
2. ich erledige kleine bauaufträge, das heisst die maßnahme ist 5x die woche a 4 stunden und wenn ich arbeite dann immer ganztags. wie soll ich das vereinbaren muss ich auf den neben verdienst verzichten um an der maßnahme teilzunehmen?
3. wenn meine frau vollzeit arbeitet und ich nebenbrfl. selbstständig haben wir anspruch auf kinderbetreungskosten?

Du machst den Nebenjob weiter, obwohl du immer mehr Schulden anhäufst? :icon_mad::icon_kinn:
 

asdfgd

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kurios! Der selbe Staat der mir gerade zum Unterhalt beisteuert ist nicht in der lage Gesetze zur Auftragsbezahlung zuverabschieden(siehe Schweiz), da wären alle probleme gelöst!Selbst die Kommunalenauftraggeber sind immer 6-12 wochen im rückstand!!!!!!
 
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