Auf Jobsuche mit über 50

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wolliohne

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Mit der richtigen Bewerbungsstrategie und Weiterbildung
Von Sarah-Janine Flocke

Die Zahl der älteren Arbeitslosen ist zwar im Juni etwas gesunken, aber wer mit über 50 arbeitslos wird, hat es nach wie vor schwer, eine neue Stelle zu finden. Doch mit der richtigen Strategie können sich auch ältere Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt behaupten.

Mittelstand setzt auf Altersmix

"Ältere Berufstätige haben ein sehr geringes Kündigungsrisiko", sagt Matthias Knuth, Forschungsdirektor des Instituts für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen (IAT). Denn ab einem gewissen Alter sind Arbeitnehmer nahezu unkündbar. Dennoch sind ältere Menschen überproportional häufig arbeitslos. Über 50-Jährige verlieren vor allem durch Firmeninsolvenzen ihre Arbeitsstelle oder weil sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf nicht mehr ausüben können. "Wer mit über 50 arbeitslos wird, hat nur halb so gute Chancen auf einen neuen, angemessenen Job, wie ein jüngerer Arbeitsuchender", sagt Knuth. Das liegt auch daran, dass die Unternehmen eine sehr zwiespältige Sicht auf ältere Arbeitskräfte haben. Einerseits glauben sie, dass ältere zuverlässiger und fachkundiger sind als jüngere Mitarbeiter. Andererseits stellen aber nur sehr wenige Unternehmen ältere Arbeitslose ein. Bei einer Umfrage des IAT gaben nur 54 Prozent der Betriebe an, älteren Bewerbern uneingeschränkt gleiche Chancen einzuräumen wie jungen.


Ps. wenn diese Diskriminierung nicht so Ernst wäre würde ich mich totlachen.
Nein, uns hat man längst abgeschrieben!
Enteignet und um die Rente betrogen!

https://www.wdr.de/themen/wirtschaf...ueber_50/index.jhtml?rubrikenstyle=wirtschaft
 

vivavista

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Hi,

als selbst Betroffener über 50 und dann noch in einem Beruf, der ohnehin hoffnungslos überlaufen ist, kann ich nur bestätigen, dass es auf dem normalen Arbeitsmarkt kein Unterkommen mehr gibt, es sei, man hat exelente Vitamin B zu einem Vorstandsmitgflied eines Unternehmens, aber selbst dann wird es schwer, wenn es mehrere Vorstände gibt.

Nein, die nahezu einzige Möglichkeit, überhaupt noch gegen Entgelt zu arbeiten, ist im Vertrieb. In einigen Branchen ist da 50+ kein Thema. Allerdings bekommen dort Quereinsteiger generell schwer zu vermarktende Waren oder Dienstleistungen, die einem viel Zeit, Geduld und Fahrtkosten abverlangen.

Auch bei seriösen Finanzdienstleistern bekommt man, wenn man sich einigermassen ausdrücken kann, Gelegenheiten und auch die Ausbildung, als selbständiger Handelsvertreter in den Vetrieb zu gehen.
Man kann da durchaus nach einer gewissen Zeit, ohne der geborene Vertriebsmensch zu sein, ein auskömmliches Einkommen erzielen.
Das Problem dabei ist die anfängliche Durststrecke von einigen Monaten, bis man einen Kundenstamm aufgebaut hat und die ersten Provisionen fliessen. Man braucht ein Auto und muss sehr viel Fahrerei vorfinanzieren, was bei den heutigen Spritpreisen mal locker 300,- €/Monat ausmachen.

Es ist schon ein mühseliges und teilweise frustrierendes Brot, aber - so wie ich das sehe - die einzige Alternative für viele zu Hartz IV .

Gruss aus Köle
 
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vivavista meinte:
Nein, die nahezu einzige Möglichkeit, überhaupt noch gegen Entgelt zu arbeiten, ist im Vertrieb.

Es ist schon ein mühseliges und teilweise frustrierendes Brot, aber - so wie ich das sehe - die einzige Alternative für viele zu Hartz IV .

Gruss aus Köle

Könnte ich nicht... Leuten etwas verkaufen, daß sie weder brauchen noch oft bezahlen können!

Gruß aus Ludwigsburg
 

vivavista

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Ludwigsburg meinte:
vivavista meinte:
Nein, die nahezu einzige Möglichkeit, überhaupt noch gegen Entgelt zu arbeiten, ist im Vertrieb.

Es ist schon ein mühseliges und teilweise frustrierendes Brot, aber - so wie ich das sehe - die einzige Alternative für viele zu Hartz IV .

Gruss aus Köle

Könnte ich nicht... Leuten etwas verkaufen, daß sie weder brauchen noch oft bezahlen können!

Gruß aus Ludwigsburg

Nein, so krass ist das nicht.
Es gibt da durchaus zahlreiche Produkte, die die Leute gebrauchen und bezahlen können.
Eine seriöse Finanzdienstleistung spart den Leuten meist viel Geld ein und es ist auch eine Tätigkeit mit ein em nicht zu unterschätzenden Anspruch, die ebenso von studierten Betriebswirten und Juristen wie ehemaligen gewerblichen Arbeitnehmern ausgeübt wird..

Wenn Vertrieb, dann plädiere ich auch nur für seriöse Produkte und nicht für das Pressen von irgend einem Geschmarre an der Haustüre

Bei dem Überangebot von allem ist es heute im Vertrieb aber nur schwieriger als dennje, an neue Kunden heranzukommen. Und das ist die eigentliche Hürde für einen Anfänger im Vertrieb. Seriöse Firmen geben aber auch da gute Schulungen und Hilfestellungen. Verkauf und Vertrieb ist Quote. Für einen Abschluss muss man vielleicht 50 vorausgegangene Neins entgegengenommen haben.

Unsere ganze Wirtschaft und Existenz hängt doch daran, dass die erzeugten Waren und Dienstleistungen verkauft werden. Verkauf und Vertrieb ist daher nichts negatives, im Gegenteil. Auch der normale Angestellte im Innendienst, sofern er nicht im öffentlichen Dienst tätig ist,
rekrutiert sein Einkommen daraus, dass die Produkte oder Dienstleistungen, mit der sein Unternehmen Geld verdient, verkauft werden. Das gilt für den Automechaniker gleichermassen wie für den Banker.

Was ich für weniger existenzbildend halte, ist der Einstieg in einen sog. Multilevelvertrieb, wie Herbalife etc, wo man erst existieren kann, wenn man sich eine sehr aktive schneeballsystemartige Unterstruktur geschaffen hat. Das funktioniert entgegen allem Wunschdenken und schöner Bilder der Initiatoren in der Praxis zumindest in Deutschland fast nie.

Ansonsten muss man als sog. nicht mehr vermittelbarer Arbeitsloser umdenken und zuweilen über seinen eigenen Schatten springen. Das fällt am Anfang zugegebenermassen vielen sehr schwer, sich mit einer Vertriebstätigkeit anzufreunden. Aber lieber im Extremfall Klinkenputzer für Staubsauger als Hartz IV Bettler, der von der Willkür seines Sachbearbeiters abhängig ist und damit rechnen muss, dass die neoliberale Politik den Stöpsel ganz herauszieht, weil die Wirtschaft weiter fusionieren, rationalisieren und immer mehr Leute auf die Strasse schicken wird.

Gruss
aus Kölle
 
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@vivavista

hab meine Kommentare mal in blau dazwischen geschrieben...

Nein, so krass ist das nicht. Das hat nichts mit krass zu tun... sondern mit der eigenen Einstellung. Wenn ich was kaufen möchte oder etwas suche, dann suche ich mir Leute, die mir das anbieten können. Ich reagiere nur genervt, wenns ständig klingelt und man mir was verkaufen will: so gehts wohl den meisten.Es gibt da durchaus zahlreiche Produkte, die die Leute gebrauchen und bezahlen können. Sicher... trotzdem möchte ich keine Zeit verschwenden für beratungen, die ich nicht angefordert habe.Eine seriöse Finanzdienstleistung spart den Leuten meist viel Geld ein stimmt und es ist auch eine Tätigkeit mit ein em nicht zu unterschätzenden Anspruch, die ebenso von studierten Betriebswirten und Juristen wie ehemaligen gewerblichen Arbeitnehmern ausgeübt wird..trotzdem: ich kann anrufen und um einen besuch bitten, wenn ich was brauch!
Wenn Vertrieb, dann plädiere ich auch nur für seriöse Produkte und nicht für das Pressen von irgend einem Geschmarre an der Haustüre

Nimm Vorwerk: ich bin von der Firma und ihren Produkten überzeugt. Trotzdem könnte ich nicht als deren Vertreter von Haustür zu Haustür marschieren und den Leuten einen neuen Sauger aufschwatzen, wenn der alte noch ok ist oder es noch Ersatzteile gibt. Ich würd nur Adressen verteilen, wo man die Ersatzteile billig bekommt :) Bei dem Überangebot von allem ist es heute im Vertrieb aber nur schwieriger als dennje, an neue Kunden heranzukommen. Eben, aus den von mir genanten Gründen Und das ist die eigentliche Hürde für einen Anfänger im Vertrieb. Nein, für mich wärs immer zuerst mein gewissen: hätt ich ein gebiet mit Millionairen, hätt ich keine Gewissensbisse - die könnens verschmerzen... :)
Seriöse Firmen geben aber auch da gute Schulungen und Hilfestellungen.
Die nutzen Menschen mit gewissen aber nichts

Unsere ganze Wirtschaft und Existenz hängt doch daran, dass die erzeugten Waren und Dienstleistungen verkauft werden.
Sicher, aber da wär ne Stelle, nimm mal Staubsauger von Vorwerk, sinnvoller, wo man sich einen leihen kann und sich selbst von der Qualität überzeugen kann, wenn man will. Oder ne verständliche Broschüre, z.B. Bei Versicherungen
Verkauf und Vertrieb ist daher nichts negatives, im Gegenteil. Doch, das sehen viele anders als du: ich hör z.B. die ärzte stöhnen, wo wieder mal ein Pharmavertreter im Wartezimmer sitzt...

die "Berater" stehlen jedem seine Zeit, und wenns nur so lange ist, bis man sie abgewimmelt hat.

Ansonsten muss man als sog. nicht mehr vermittelbarer Arbeitsloser umdenken wenn das so einfach wär - ich hab mein Gewissen schon so oft verflucht!

Das fällt am Anfang zugegebenermassen vielen sehr schwer, sich mit einer Vertriebstätigkeit anzufreunden. Ich habs versucht... ich kanns nicht, weil ich einfach nicht dahinter steh.
Aber lieber im Extremfall Klinkenputzer für Staubsauger als Hartz IV Bettler, Ansichtssache - da würd ich lieber Klos putzen
Gruß aus Ludwigsburg
 

vivavista

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Hi,

das ist eine persönliche Meinung, die jeder für sich treffen und die man respektieren muss. Richtig ist auch, dass man als Vertriebler viele Leute belästigen muss und diese Tatsache die grösste Hemmschwelle für einen Anfänger darstellt.
Mich belästigt aber eine Werbeunterbrechung eines spannenden Fernsehfilms in einer spannenden Phase wesentlich mehr, als ein Kaltakquiseanruf.

Man muss da umdenken und sich verdeutlichen, dass der heutige wirtschaftliche Überlebenskampf kein Sparziegang im Garten Eden ist und es erforderlich ist, auf fremde Menschen auch ungefragt zuzugehen, um sich mit seinen Leistungen Gehör zu verschaffen.
Agressive Werbung gehört zum heutigen Überlebenskampf. Mit höflicher vornehmer Zurückhaltung, die mir auch anerzogen wurde, kommt man heute nicht mehr weit oder geht gar unter. Und sich hinsetzen und warten, bis der Kunde von alleine kommt, das funktioniert nur noch in ganz wenigen Sparten, wenn man zudem seit vielen Jahren eingeführt ist.

Gruss
aus Kölle
 

vivavista

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Hi,

ist sie nicht, geht aber in diese Richtung.
Aber mir geht es in diesem thread um die Vertriebstätigkeit schlechthin.

Auch kann es im Einzelfall interessant und lukrativ sein, z.B.Werbung zu verkaufen.

Als 50+ ler ist es IMHO fatal, nur und/oder noch auf eine normale Anstellung zu hoffen.
Finde ich auch nicht gerade toll, aber die Zeiten sind nun mal halt so, wie sie sind und da heisst es Vogel friss oder stirb.

Das sage ich nicht von oben herab, sondern als leidgeprüfter Akademiker mit besten Zeugnissen, aber älter als 50, wobei es in höher qualifizierten Berufen schon ab 40 aussichtslos wird. Überqualifizierte Quereinsteiger sind im Angestelltenverhältnis schon gar nicht gefragt.

Gruss
aus Kölle
 
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vivavista meinte:
das ist eine persönliche Meinung, die jeder für sich treffen und die man respektieren muss. Richtig ist auch, dass man als Vertriebler viele Leute belästigen muss und diese Tatsache die grösste Hemmschwelle für einen Anfänger darstellt.
Mich belästigt aber eine Werbeunterbrechung eines spannenden Fernsehfilms in einer spannenden Phase wesentlich mehr, als ein Kaltakquiseanruf. Und wenn der an der spannendsten Stelle des Films erfolgt, oder wenn man schläft, oder oder oder...deshalb fühlt man sich doch belästigt!
Man muss da umdenken und sich verdeutlichen, dass der heutige wirtschaftliche Überlebenskampf kein Sparziegang im Garten Eden ist und es erforderlich ist, auf fremde Menschen auch ungefragt zuzugehen, um sich mit seinen Leistungen Gehör zu verschaffen.

gut, aber dann geh ich lieber von Firma zu Firma oder haus zu Haus und biete meine Arbeitskraft da an, wo es Sinn macht - wo ich denk, man kann mich brauchen

Agressive Werbung gehört zum heutigen Überlebenskampf.

Und immer wieder schlägt es aggressiv zurück, bzw die Tür zu!


Mit höflicher vornehmer Zurückhaltung, die mir auch anerzogen wurde, kommt man heute nicht mehr weit oder geht gar unter.

Um manches wärs da auch nicht schade...

Und sich hinsetzen und warten, bis der Kunde von alleine kommt, das funktioniert nur noch in ganz wenigen Sparten, wenn man zudem seit vielen Jahren eingeführt ist.

Und warum funktioniert es nicht mehr? Wenn Qualität überzeugt, spricht sich das auch rum. Ab und zu find ich zum Beispiel Proben im Briefkasten: überzeugen sie mich, kauf ich auch...
nur mal so ein Beispiel!


Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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Dem was Ludwigsburg geschrieben hat kann ich mich im großen und ganzen anschließen, wer geht heute schon am Telefon auf ein Angebot ein was ihm gemacht wird? Wer öffnet die Tür wenn ungefragt ein Vertreter davor steht, die meisten Menschen nicht, wenn die eine Finanzdienstleistung brauchen, dann suchen sie sich eine.

Das erinnert an die ganzen Out-Bound-Sachen die man jetzt auf dem Arbeitsmarkt angeboten bekommt, alles nur eine Sache der Provision, wer's kann, okay, wer's nicht kann der braucht es erst gar nicht zu versuchen, meine Meinung
 

alpha

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Ich schließe mich den letzten 2 Beiträgen an.... ich pers. reagiere tlw. schon selber agressiv auf agressive Werbung.

Und wenn ich was brauche (falls ich mal Geld habe) suche ich mir die Produkte und Firmen wo ich diese einkaufe selber aus.. :twisted:

Arglose Mitmenschen durch sog. Werbeanrufe etc. zu belästigen wäre gar nicht mein Fall..
 
C

Clavigo

Gast
Jobsuche mit über 50

Meine auch mir anerzogene höfliche vornehme Zurückhaltung könnte ich glatt verlieren, wenn ich solchen Schwachsinn über den "Vertrieb an sich" lese.
Eine Plattitude an der anderen -
also: nicht bei mir klingeln - das geht schlecht aus!
 
E

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Gast
Vertrieb ist nicht gleich Vertrieb. Telefonischer Vertrieb bei Privatpersonen ist in Deutschland (noch?) verboten. Angerufen werden dürfen nur Kunden. Und hier fangen die Tricksereien an. Solche Firmen sind unseriös und handeln auch so. Meist sind es ungeschulte Studenten, Hausfrauen oder Rentner, die dort telefonieren. Das ist für beide Seiten frustrierend.

Andere, lästige Outbound-Callcenter sitzen meist im Ausland, wo das Anrufen von Privatpersonen gestattet ist. Wer ist denn noch mit über 50 in der Lage, einen Umzug dahin auf sich zu nehmen? Das können doch nur Ledige, die in Deutschland nicht gebunden sind. Klar wollen die Unternehmer alle Arbeitnehmer am liebsten so flexibel haben. Das kann aber kein erstrebenswertes Ziel sein.

Es gibt auch seriöse Callcenter. Und es gibt solche, die nur Geschäftskunden anrufen, um ihre Ware anzubieten. Dort einen Arbeitsplatz zu bekommen, ist allerdings wie ein Fünfer im Lotto. Die Callcenter, die ich kenne, haben zunächst eigene Mitarbeiter geschult und dort arbeiten lassen.

Klinkenputzen über Land ist wie vivavista schrieb mit viel Fahrerei verbunden. Wer nicht Auto fahren kann oder kein Auto mehr hat, dem ist ein Einstieg hier unmöglich. Oder kennt jemand eine Firma, die noch ein Auto zur Verfügung stellt? Und ob eine Arge einem Ü50 den Führerschein finanziert, wage ich auch zu bezweifeln. Da haben es die Jüngeren schon schwer genug.

Nein, eine Lösung ist das alles nicht.

Arbeitsplätze, die sozial- und rentenversicherungspflichtig sind, können nur wieder entstehen, wenn es verboten wird, in öffentlichen und caritativen Einrichtungen mit EEJs Arbeitsplätze zu vernichten. Kürzlich habe ich gelesen, dass einer der großen Sozialverbände 30.000 EEJs einrichten könnte. Na, verdammt noch mal, das sind doch nicht alles zusätzliche Tätigkeiten! Das sind reguläre Arbeitsplätze!

:motz: :motz: :motz: :motz: :motz:
 
E

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Gast
Barney meinte:
Arbeitsplätze, die sozial- und rentenversicherungspflichtig sind, können nur wieder entstehen, wenn es verboten wird, in öffentlichen und caritativen Einrichtungen mit EEJs Arbeitsplätze zu vernichten. Kürzlich habe ich gelesen, dass einer der großen Sozialverbände 30.000 EEJs einrichten könnte. Na, verdammt noch mal, das sind doch nicht alles zusätzliche Tätigkeiten! Das sind reguläre Arbeitsplätze!

:motz: :motz: :motz: :motz: :motz:

Recht hast du, Barney!

ich könnt mir da grad für über 50 jährige noch einiges andere vorstellen, was die tun könnten.

Nur ein Beispiel: Nimm mal die Kosten die durch Vandalismus im öffentlichen Nahverkehr entstehen.

Früher gabs Schaffner...also ALG II plus das, wass die Bahn für Zerstörung aufwendet, und das, was Fahrscheinautomaten kosten...und schon hätte man einige Arbeitsplätze, gut geeignet für Ältere... da muß nicht mal groß ausgebildet werden! Keine anspruchsvolle Tätigkeit, aber eine, die Spaß machen kann und sinnvoll wäre

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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Bei uns schon!

Gab es zumindest 1 Jahr lang, sowas wie Ordnungsdienst in der Stadt, die fuhren auch in den Bussen ab und an mit, regelmässig natürlich nicht.
 

vivavista

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Hi,

richtig ist, dass das Verkaufen heute nicht so leicht ist und im Schnit 9 von 10 Menschen den Hörer gleich auflegen oder die Tür zuknallen.
Verkauf ist Quote, auch im Einzelhandel, der mit viel Geld die teuersten Lagen mietet, um von den grossen Fussgängerströmen die erforderliche Quote abzubekommen.
Richtig ist aber auch, dass sich je nach Werbemasssnahme 10- bis 30 % angesprochene Geschäfts- und Privatleute überzeugen lassen und die meisten von ihnen im Nachhinein dankbar sind, dass ihnen geholfen wurde. Würde jeder zweite auf eine vertriebliche Akquisition ansprechen, würde man schnell zum Millionär werden.
Es ist zuweilen schon kein leichtes Brot, kann aber mit der Zeit und Übung richtig Spass machen, insbesondere, wenn man sich eine Empfehlungskette aufgebaut hat. Es ist eine Frage der Kommunikation .

Es gibt Branchen, da kommt der Kunde auf einen zu und andere, da muss ! man auf den Kunden selber zugehen.

Ihr tut so, als wenn noch ausreichend sozialversicherungspflichtige Jobs auf euch warten würden und ihr euch leisten könnt, wählerisch zu sein.
Wenn dem so ist, na dann viel Spass bei der Suche .

Zutreffend ist das Problem für einen Hartz IV ler mit dem fahrbaren Untersatz und den Spritkosten, mit denen er in aller Regel in Vorlage treten muss.
Aber hier sollte man zumindest nach "Sponsoren" aus dem Verwandtenkreis suchen (Darlehen für einen alten Gebrauchten) und Einstiegsgeld beantragen und nicht gleich abwinken.

Leute, klar ist der Vertrieb für viele nicht der Idealjob und als Quereinsteiger kriegst du auch nicht die eingefahrenen Firmenvertretungen, wo man im wesentlichen nur Stammkunden eines Unternehmens besuchen und zu pflegen braucht. Man kann aber das Verkaufen lernen.
Man kann sich als 50+ler die Zukunft gerade in der heutigen Zeit nicht malen, sich als freier Handelsvertreter aber eine Unabhängigkeit vor künftigen betriebsbedingten Kündigungen verschaffen.

Hartz IV bis zur Bahre, falls es überhaupt so lange noch staatliche Unterstützung geben wird, wäre für mich der Tod auf Raten. Da lass ich mir lieber 1000 mal den Hörer auflegen oder die Tür vor der Nase zuknallen. Viele derartige Reaktionen fussen auch auf einer ungeübten oder diletantischen Kommunikation des Vertrieblers, die man in der Regel erfährt. Ich habe schon auf sehr viele Kaltanrufe sehr angenehme und humorvolle längere Gespräche geführt. Kommt darauf an, wie man den Kunden anruft, was man dem potentiellen Kunden anzubieten hat, den Besen aus der vermeintlichen Behindertenwerkstatt oder eine auf seinen Bedarf zugeschnittene Dienstleistung.

Grus
aus Kölle
 
E

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Ihr tut so, als wenn noch ausreichend sozialversicherungspflichtige Jobs auf euch warten würden und ihr euch leisten könnt, wählerisch zu sein.
Wenn dem so ist, na dann viel Spass bei der Suche .

Dann hast du hier aber etwas anderes gelesen als ich. In keinem Beitrag stand Derartiges.

Nicht jeder Mensch ist so extrovertiert, dass er in den Verkauf gehen kann.

Sich zu verschulden für einen sehr ungewissen Erfolg sollte man niemandem raten. Nein, dass kann nicht der richtige Weg für alle sein. Wer ihn gehen will, soll es tun. Eine Lösung ist es nicht.
 

alpha

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Also so schlecht ist die Lösung auch wieder nicht, alle H4er werden "Außendienstmitarbeiter" o. "Vertreter" (wie immer man die nennen will) und versuchen dem Rest der Bevölkerung (der ja trotz sinkender Löhne, steigender Steuern, höherer Gesundheitskosten, stagnierender Renten etc. in Saus und Braus lebt) unnötige Dinge anzudrehen. Ja, das wäre eine Idee :lol:
 
E

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alpha meinte:
Also so schlecht ist die Lösung auch wieder nicht, alle H4er werden "Außendienstmitarbeiter" o. "Vertreter" (wie immer man die nennen will) und versuchen dem Rest der Bevölkerung (der ja trotz sinkender Löhne, steigender Steuern, höherer Gesundheitskosten, stagnierender Renten etc. in Saus und Braus lebt) unnötige Dinge anzudrehen. Ja, das wäre eine Idee :lol:

Und wie dringt man zu denen, die Geld haben, vor?

Das werden Sicherheitsleute zu verhindern wissen...die gibts zwar heut noch nicht, aber die wirds bald in jedem "anständigen" Wohnhaus geben...
Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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Die gibt es noch nicht, aber hallo, die gibt es schon lange in den wohlhabenden Gegenden und auch in bestimmten Hochhäusern, alles schon da ;)
 
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