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Auf Jobsuche mit über 50

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wolliohne

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#1
Mit der richtigen Bewerbungsstrategie und Weiterbildung
Von Sarah-Janine Flocke

Die Zahl der älteren Arbeitslosen ist zwar im Juni etwas gesunken, aber wer mit über 50 arbeitslos wird, hat es nach wie vor schwer, eine neue Stelle zu finden. Doch mit der richtigen Strategie können sich auch ältere Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt behaupten.

Mittelstand setzt auf Altersmix

"Ältere Berufstätige haben ein sehr geringes Kündigungsrisiko", sagt Matthias Knuth, Forschungsdirektor des Instituts für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen (IAT). Denn ab einem gewissen Alter sind Arbeitnehmer nahezu unkündbar. Dennoch sind ältere Menschen überproportional häufig arbeitslos. Über 50-Jährige verlieren vor allem durch Firmeninsolvenzen ihre Arbeitsstelle oder weil sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf nicht mehr ausüben können. "Wer mit über 50 arbeitslos wird, hat nur halb so gute Chancen auf einen neuen, angemessenen Job, wie ein jüngerer Arbeitsuchender", sagt Knuth. Das liegt auch daran, dass die Unternehmen eine sehr zwiespältige Sicht auf ältere Arbeitskräfte haben. Einerseits glauben sie, dass ältere zuverlässiger und fachkundiger sind als jüngere Mitarbeiter. Andererseits stellen aber nur sehr wenige Unternehmen ältere Arbeitslose ein. Bei einer Umfrage des IAT gaben nur 54 Prozent der Betriebe an, älteren Bewerbern uneingeschränkt gleiche Chancen einzuräumen wie jungen.


Ps. wenn diese Diskriminierung nicht so Ernst wäre würde ich mich totlachen.
Nein, uns hat man längst abgeschrieben!
Enteignet und um die Rente betrogen!

http://www.wdr.de/themen/wirtschaft...ueber_50/index.jhtml?rubrikenstyle=wirtschaft
 

vivavista

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#2
Hi,

als selbst Betroffener über 50 und dann noch in einem Beruf, der ohnehin hoffnungslos überlaufen ist, kann ich nur bestätigen, dass es auf dem normalen Arbeitsmarkt kein Unterkommen mehr gibt, es sei, man hat exelente Vitamin B zu einem Vorstandsmitgflied eines Unternehmens, aber selbst dann wird es schwer, wenn es mehrere Vorstände gibt.

Nein, die nahezu einzige Möglichkeit, überhaupt noch gegen Entgelt zu arbeiten, ist im Vertrieb. In einigen Branchen ist da 50+ kein Thema. Allerdings bekommen dort Quereinsteiger generell schwer zu vermarktende Waren oder Dienstleistungen, die einem viel Zeit, Geduld und Fahrtkosten abverlangen.

Auch bei seriösen Finanzdienstleistern bekommt man, wenn man sich einigermassen ausdrücken kann, Gelegenheiten und auch die Ausbildung, als selbständiger Handelsvertreter in den Vetrieb zu gehen.
Man kann da durchaus nach einer gewissen Zeit, ohne der geborene Vertriebsmensch zu sein, ein auskömmliches Einkommen erzielen.
Das Problem dabei ist die anfängliche Durststrecke von einigen Monaten, bis man einen Kundenstamm aufgebaut hat und die ersten Provisionen fliessen. Man braucht ein Auto und muss sehr viel Fahrerei vorfinanzieren, was bei den heutigen Spritpreisen mal locker 300,- €/Monat ausmachen.

Es ist schon ein mühseliges und teilweise frustrierendes Brot, aber - so wie ich das sehe - die einzige Alternative für viele zu Hartz IV.

Gruss aus Köle
 
E

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#3
vivavista sagte :
Nein, die nahezu einzige Möglichkeit, überhaupt noch gegen Entgelt zu arbeiten, ist im Vertrieb.

Es ist schon ein mühseliges und teilweise frustrierendes Brot, aber - so wie ich das sehe - die einzige Alternative für viele zu Hartz IV.

Gruss aus Köle
Könnte ich nicht... Leuten etwas verkaufen, daß sie weder brauchen noch oft bezahlen können!

Gruß aus Ludwigsburg
 

vivavista

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#4
Ludwigsburg sagte :
vivavista sagte :
Nein, die nahezu einzige Möglichkeit, überhaupt noch gegen Entgelt zu arbeiten, ist im Vertrieb.

Es ist schon ein mühseliges und teilweise frustrierendes Brot, aber - so wie ich das sehe - die einzige Alternative für viele zu Hartz IV.

Gruss aus Köle
Könnte ich nicht... Leuten etwas verkaufen, daß sie weder brauchen noch oft bezahlen können!

Gruß aus Ludwigsburg
Nein, so krass ist das nicht.
Es gibt da durchaus zahlreiche Produkte, die die Leute gebrauchen und bezahlen können.
Eine seriöse Finanzdienstleistung spart den Leuten meist viel Geld ein und es ist auch eine Tätigkeit mit ein em nicht zu unterschätzenden Anspruch, die ebenso von studierten Betriebswirten und Juristen wie ehemaligen gewerblichen Arbeitnehmern ausgeübt wird..

Wenn Vertrieb, dann plädiere ich auch nur für seriöse Produkte und nicht für das Pressen von irgend einem Geschmarre an der Haustüre

Bei dem Überangebot von allem ist es heute im Vertrieb aber nur schwieriger als dennje, an neue Kunden heranzukommen. Und das ist die eigentliche Hürde für einen Anfänger im Vertrieb. Seriöse Firmen geben aber auch da gute Schulungen und Hilfestellungen. Verkauf und Vertrieb ist Quote. Für einen Abschluss muss man vielleicht 50 vorausgegangene Neins entgegengenommen haben.

Unsere ganze Wirtschaft und Existenz hängt doch daran, dass die erzeugten Waren und Dienstleistungen verkauft werden. Verkauf und Vertrieb ist daher nichts negatives, im Gegenteil. Auch der normale Angestellte im Innendienst, sofern er nicht im öffentlichen Dienst tätig ist,
rekrutiert sein Einkommen daraus, dass die Produkte oder Dienstleistungen, mit der sein Unternehmen Geld verdient, verkauft werden. Das gilt für den Automechaniker gleichermassen wie für den Banker.

Was ich für weniger existenzbildend halte, ist der Einstieg in einen sog. Multilevelvertrieb, wie Herbalife etc, wo man erst existieren kann, wenn man sich eine sehr aktive schneeballsystemartige Unterstruktur geschaffen hat. Das funktioniert entgegen allem Wunschdenken und schöner Bilder der Initiatoren in der Praxis zumindest in Deutschland fast nie.

Ansonsten muss man als sog. nicht mehr vermittelbarer Arbeitsloser umdenken und zuweilen über seinen eigenen Schatten springen. Das fällt am Anfang zugegebenermassen vielen sehr schwer, sich mit einer Vertriebstätigkeit anzufreunden. Aber lieber im Extremfall Klinkenputzer für Staubsauger als Hartz IV Bettler, der von der Willkür seines Sachbearbeiters abhängig ist und damit rechnen muss, dass die neoliberale Politik den Stöpsel ganz herauszieht, weil die Wirtschaft weiter fusionieren, rationalisieren und immer mehr Leute auf die Strasse schicken wird.

Gruss
aus Kölle
 
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#5
@vivavista

hab meine Kommentare mal in blau dazwischen geschrieben...

Nein, so krass ist das nicht. Das hat nichts mit krass zu tun... sondern mit der eigenen Einstellung. Wenn ich was kaufen möchte oder etwas suche, dann suche ich mir Leute, die mir das anbieten können. Ich reagiere nur genervt, wenns ständig klingelt und man mir was verkaufen will: so gehts wohl den meisten.Es gibt da durchaus zahlreiche Produkte, die die Leute gebrauchen und bezahlen können. Sicher... trotzdem möchte ich keine Zeit verschwenden für beratungen, die ich nicht angefordert habe.Eine seriöse Finanzdienstleistung spart den Leuten meist viel Geld ein stimmt und es ist auch eine Tätigkeit mit ein em nicht zu unterschätzenden Anspruch, die ebenso von studierten Betriebswirten und Juristen wie ehemaligen gewerblichen Arbeitnehmern ausgeübt wird..trotzdem: ich kann anrufen und um einen besuch bitten, wenn ich was brauch!
Wenn Vertrieb, dann plädiere ich auch nur für seriöse Produkte und nicht für das Pressen von irgend einem Geschmarre an der Haustüre

Nimm Vorwerk: ich bin von der Firma und ihren Produkten überzeugt. Trotzdem könnte ich nicht als deren Vertreter von Haustür zu Haustür marschieren und den Leuten einen neuen Sauger aufschwatzen, wenn der alte noch ok ist oder es noch Ersatzteile gibt. Ich würd nur Adressen verteilen, wo man die Ersatzteile billig bekommt :) Bei dem Überangebot von allem ist es heute im Vertrieb aber nur schwieriger als dennje, an neue Kunden heranzukommen. Eben, aus den von mir genanten Gründen Und das ist die eigentliche Hürde für einen Anfänger im Vertrieb. Nein, für mich wärs immer zuerst mein gewissen: hätt ich ein gebiet mit Millionairen, hätt ich keine Gewissensbisse - die könnens verschmerzen... :)
Seriöse Firmen geben aber auch da gute Schulungen und Hilfestellungen.
Die nutzen Menschen mit gewissen aber nichts

Unsere ganze Wirtschaft und Existenz hängt doch daran, dass die erzeugten Waren und Dienstleistungen verkauft werden.
Sicher, aber da wär ne Stelle, nimm mal Staubsauger von Vorwerk, sinnvoller, wo man sich einen leihen kann und sich selbst von der Qualität überzeugen kann, wenn man will. Oder ne verständliche Broschüre, z.B. Bei Versicherungen
Verkauf und Vertrieb ist daher nichts negatives, im Gegenteil. Doch, das sehen viele anders als du: ich hör z.B. die ärzte stöhnen, wo wieder mal ein Pharmavertreter im Wartezimmer sitzt...

die "Berater" stehlen jedem seine Zeit, und wenns nur so lange ist, bis man sie abgewimmelt hat.

Ansonsten muss man als sog. nicht mehr vermittelbarer Arbeitsloser umdenken wenn das so einfach wär - ich hab mein Gewissen schon so oft verflucht!

Das fällt am Anfang zugegebenermassen vielen sehr schwer, sich mit einer Vertriebstätigkeit anzufreunden. Ich habs versucht... ich kanns nicht, weil ich einfach nicht dahinter steh.
Aber lieber im Extremfall Klinkenputzer für Staubsauger als Hartz IV Bettler, Ansichtssache - da würd ich lieber Klos putzen
Gruß aus Ludwigsburg
 

vivavista

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#6
Hi,

das ist eine persönliche Meinung, die jeder für sich treffen und die man respektieren muss. Richtig ist auch, dass man als Vertriebler viele Leute belästigen muss und diese Tatsache die grösste Hemmschwelle für einen Anfänger darstellt.
Mich belästigt aber eine Werbeunterbrechung eines spannenden Fernsehfilms in einer spannenden Phase wesentlich mehr, als ein Kaltakquiseanruf.

Man muss da umdenken und sich verdeutlichen, dass der heutige wirtschaftliche Überlebenskampf kein Sparziegang im Garten Eden ist und es erforderlich ist, auf fremde Menschen auch ungefragt zuzugehen, um sich mit seinen Leistungen Gehör zu verschaffen.
Agressive Werbung gehört zum heutigen Überlebenskampf. Mit höflicher vornehmer Zurückhaltung, die mir auch anerzogen wurde, kommt man heute nicht mehr weit oder geht gar unter. Und sich hinsetzen und warten, bis der Kunde von alleine kommt, das funktioniert nur noch in ganz wenigen Sparten, wenn man zudem seit vielen Jahren eingeführt ist.

Gruss
aus Kölle
 

Argon5

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#7
Hört sich sehr stark nach "Deutscher Vermögensberatung" an. Ist aber auch nicht jedermanns-frau Sache.
 

vivavista

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#8
Hi,

ist sie nicht, geht aber in diese Richtung.
Aber mir geht es in diesem thread um die Vertriebstätigkeit schlechthin.

Auch kann es im Einzelfall interessant und lukrativ sein, z.B.Werbung zu verkaufen.

Als 50+ ler ist es IMHO fatal, nur und/oder noch auf eine normale Anstellung zu hoffen.
Finde ich auch nicht gerade toll, aber die Zeiten sind nun mal halt so, wie sie sind und da heisst es Vogel friss oder stirb.

Das sage ich nicht von oben herab, sondern als leidgeprüfter Akademiker mit besten Zeugnissen, aber älter als 50, wobei es in höher qualifizierten Berufen schon ab 40 aussichtslos wird. Überqualifizierte Quereinsteiger sind im Angestelltenverhältnis schon gar nicht gefragt.

Gruss
aus Kölle
 
E

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#9
vivavista sagte :
das ist eine persönliche Meinung, die jeder für sich treffen und die man respektieren muss. Richtig ist auch, dass man als Vertriebler viele Leute belästigen muss und diese Tatsache die grösste Hemmschwelle für einen Anfänger darstellt.
Mich belästigt aber eine Werbeunterbrechung eines spannenden Fernsehfilms in einer spannenden Phase wesentlich mehr, als ein Kaltakquiseanruf. Und wenn der an der spannendsten Stelle des Films erfolgt, oder wenn man schläft, oder oder oder...deshalb fühlt man sich doch belästigt!
Man muss da umdenken und sich verdeutlichen, dass der heutige wirtschaftliche Überlebenskampf kein Sparziegang im Garten Eden ist und es erforderlich ist, auf fremde Menschen auch ungefragt zuzugehen, um sich mit seinen Leistungen Gehör zu verschaffen.

gut, aber dann geh ich lieber von Firma zu Firma oder haus zu Haus und biete meine Arbeitskraft da an, wo es Sinn macht - wo ich denk, man kann mich brauchen

Agressive Werbung gehört zum heutigen Überlebenskampf.

Und immer wieder schlägt es aggressiv zurück, bzw die Tür zu!


Mit höflicher vornehmer Zurückhaltung, die mir auch anerzogen wurde, kommt man heute nicht mehr weit oder geht gar unter.

Um manches wärs da auch nicht schade...

Und sich hinsetzen und warten, bis der Kunde von alleine kommt, das funktioniert nur noch in ganz wenigen Sparten, wenn man zudem seit vielen Jahren eingeführt ist.

Und warum funktioniert es nicht mehr? Wenn Qualität überzeugt, spricht sich das auch rum. Ab und zu find ich zum Beispiel Proben im Briefkasten: überzeugen sie mich, kauf ich auch...
nur mal so ein Beispiel!


Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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#10
Dem was Ludwigsburg geschrieben hat kann ich mich im großen und ganzen anschließen, wer geht heute schon am Telefon auf ein Angebot ein was ihm gemacht wird? Wer öffnet die Tür wenn ungefragt ein Vertreter davor steht, die meisten Menschen nicht, wenn die eine Finanzdienstleistung brauchen, dann suchen sie sich eine.

Das erinnert an die ganzen Out-Bound-Sachen die man jetzt auf dem Arbeitsmarkt angeboten bekommt, alles nur eine Sache der Provision, wer's kann, okay, wer's nicht kann der braucht es erst gar nicht zu versuchen, meine Meinung
 

alpha

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#11
Ich schließe mich den letzten 2 Beiträgen an.... ich pers. reagiere tlw. schon selber agressiv auf agressive Werbung.

Und wenn ich was brauche (falls ich mal Geld habe) suche ich mir die Produkte und Firmen wo ich diese einkaufe selber aus.. :twisted:

Arglose Mitmenschen durch sog. Werbeanrufe etc. zu belästigen wäre gar nicht mein Fall..
 

Clavigo

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#12
Jobsuche mit über 50

Meine auch mir anerzogene höfliche vornehme Zurückhaltung könnte ich glatt verlieren, wenn ich solchen Schwachsinn über den "Vertrieb an sich" lese.
Eine Plattitude an der anderen -
also: nicht bei mir klingeln - das geht schlecht aus!
 
E

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Gast
#13
Vertrieb ist nicht gleich Vertrieb. Telefonischer Vertrieb bei Privatpersonen ist in Deutschland (noch?) verboten. Angerufen werden dürfen nur Kunden. Und hier fangen die Tricksereien an. Solche Firmen sind unseriös und handeln auch so. Meist sind es ungeschulte Studenten, Hausfrauen oder Rentner, die dort telefonieren. Das ist für beide Seiten frustrierend.

Andere, lästige Outbound-Callcenter sitzen meist im Ausland, wo das Anrufen von Privatpersonen gestattet ist. Wer ist denn noch mit über 50 in der Lage, einen Umzug dahin auf sich zu nehmen? Das können doch nur Ledige, die in Deutschland nicht gebunden sind. Klar wollen die Unternehmer alle Arbeitnehmer am liebsten so flexibel haben. Das kann aber kein erstrebenswertes Ziel sein.

Es gibt auch seriöse Callcenter. Und es gibt solche, die nur Geschäftskunden anrufen, um ihre Ware anzubieten. Dort einen Arbeitsplatz zu bekommen, ist allerdings wie ein Fünfer im Lotto. Die Callcenter, die ich kenne, haben zunächst eigene Mitarbeiter geschult und dort arbeiten lassen.

Klinkenputzen über Land ist wie vivavista schrieb mit viel Fahrerei verbunden. Wer nicht Auto fahren kann oder kein Auto mehr hat, dem ist ein Einstieg hier unmöglich. Oder kennt jemand eine Firma, die noch ein Auto zur Verfügung stellt? Und ob eine Arge einem Ü50 den Führerschein finanziert, wage ich auch zu bezweifeln. Da haben es die Jüngeren schon schwer genug.

Nein, eine Lösung ist das alles nicht.

Arbeitsplätze, die sozial- und rentenversicherungspflichtig sind, können nur wieder entstehen, wenn es verboten wird, in öffentlichen und caritativen Einrichtungen mit EEJs Arbeitsplätze zu vernichten. Kürzlich habe ich gelesen, dass einer der großen Sozialverbände 30.000 EEJs einrichten könnte. Na, verdammt noch mal, das sind doch nicht alles zusätzliche Tätigkeiten! Das sind reguläre Arbeitsplätze!

:motz: :motz: :motz: :motz: :motz:
 
E

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#15
Nicht zu vergessen diese Zeitarbeitsfirmen.Die sind es doch,welche uns Arbeitnehmer die offenen Stellen vorenthalten!
 
E

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#16
Barney sagte :
Arbeitsplätze, die sozial- und rentenversicherungspflichtig sind, können nur wieder entstehen, wenn es verboten wird, in öffentlichen und caritativen Einrichtungen mit EEJs Arbeitsplätze zu vernichten. Kürzlich habe ich gelesen, dass einer der großen Sozialverbände 30.000 EEJs einrichten könnte. Na, verdammt noch mal, das sind doch nicht alles zusätzliche Tätigkeiten! Das sind reguläre Arbeitsplätze!

:motz: :motz: :motz: :motz: :motz:
Recht hast du, Barney!

ich könnt mir da grad für über 50 jährige noch einiges andere vorstellen, was die tun könnten.

Nur ein Beispiel: Nimm mal die Kosten die durch Vandalismus im öffentlichen Nahverkehr entstehen.

Früher gabs Schaffner...also ALG II plus das, wass die Bahn für Zerstörung aufwendet, und das, was Fahrscheinautomaten kosten...und schon hätte man einige Arbeitsplätze, gut geeignet für Ältere... da muß nicht mal groß ausgebildet werden! Keine anspruchsvolle Tätigkeit, aber eine, die Spaß machen kann und sinnvoll wäre

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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#17
Öhm, aber das übernehmen doch gerade die City Guards-1-Euro-Jobber :(
 

Arania

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#19
Bei uns schon!

Gab es zumindest 1 Jahr lang, sowas wie Ordnungsdienst in der Stadt, die fuhren auch in den Bussen ab und an mit, regelmässig natürlich nicht.
 

vivavista

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#20
Hi,

richtig ist, dass das Verkaufen heute nicht so leicht ist und im Schnit 9 von 10 Menschen den Hörer gleich auflegen oder die Tür zuknallen.
Verkauf ist Quote, auch im Einzelhandel, der mit viel Geld die teuersten Lagen mietet, um von den grossen Fussgängerströmen die erforderliche Quote abzubekommen.
Richtig ist aber auch, dass sich je nach Werbemasssnahme 10- bis 30 % angesprochene Geschäfts- und Privatleute überzeugen lassen und die meisten von ihnen im Nachhinein dankbar sind, dass ihnen geholfen wurde. Würde jeder zweite auf eine vertriebliche Akquisition ansprechen, würde man schnell zum Millionär werden.
Es ist zuweilen schon kein leichtes Brot, kann aber mit der Zeit und Übung richtig Spass machen, insbesondere, wenn man sich eine Empfehlungskette aufgebaut hat. Es ist eine Frage der Kommunikation .

Es gibt Branchen, da kommt der Kunde auf einen zu und andere, da muss ! man auf den Kunden selber zugehen.

Ihr tut so, als wenn noch ausreichend sozialversicherungspflichtige Jobs auf euch warten würden und ihr euch leisten könnt, wählerisch zu sein.
Wenn dem so ist, na dann viel Spass bei der Suche .

Zutreffend ist das Problem für einen Hartz IV ler mit dem fahrbaren Untersatz und den Spritkosten, mit denen er in aller Regel in Vorlage treten muss.
Aber hier sollte man zumindest nach "Sponsoren" aus dem Verwandtenkreis suchen (Darlehen für einen alten Gebrauchten) und Einstiegsgeld beantragen und nicht gleich abwinken.

Leute, klar ist der Vertrieb für viele nicht der Idealjob und als Quereinsteiger kriegst du auch nicht die eingefahrenen Firmenvertretungen, wo man im wesentlichen nur Stammkunden eines Unternehmens besuchen und zu pflegen braucht. Man kann aber das Verkaufen lernen.
Man kann sich als 50+ler die Zukunft gerade in der heutigen Zeit nicht malen, sich als freier Handelsvertreter aber eine Unabhängigkeit vor künftigen betriebsbedingten Kündigungen verschaffen.

Hartz IV bis zur Bahre, falls es überhaupt so lange noch staatliche Unterstützung geben wird, wäre für mich der Tod auf Raten. Da lass ich mir lieber 1000 mal den Hörer auflegen oder die Tür vor der Nase zuknallen. Viele derartige Reaktionen fussen auch auf einer ungeübten oder diletantischen Kommunikation des Vertrieblers, die man in der Regel erfährt. Ich habe schon auf sehr viele Kaltanrufe sehr angenehme und humorvolle längere Gespräche geführt. Kommt darauf an, wie man den Kunden anruft, was man dem potentiellen Kunden anzubieten hat, den Besen aus der vermeintlichen Behindertenwerkstatt oder eine auf seinen Bedarf zugeschnittene Dienstleistung.

Grus
aus Kölle
 
E

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Gast
#22
Ihr tut so, als wenn noch ausreichend sozialversicherungspflichtige Jobs auf euch warten würden und ihr euch leisten könnt, wählerisch zu sein.
Wenn dem so ist, na dann viel Spass bei der Suche .
Dann hast du hier aber etwas anderes gelesen als ich. In keinem Beitrag stand Derartiges.

Nicht jeder Mensch ist so extrovertiert, dass er in den Verkauf gehen kann.

Sich zu verschulden für einen sehr ungewissen Erfolg sollte man niemandem raten. Nein, dass kann nicht der richtige Weg für alle sein. Wer ihn gehen will, soll es tun. Eine Lösung ist es nicht.
 

alpha

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#23
Also so schlecht ist die Lösung auch wieder nicht, alle H4er werden "Außendienstmitarbeiter" o. "Vertreter" (wie immer man die nennen will) und versuchen dem Rest der Bevölkerung (der ja trotz sinkender Löhne, steigender Steuern, höherer Gesundheitskosten, stagnierender Renten etc. in Saus und Braus lebt) unnötige Dinge anzudrehen. Ja, das wäre eine Idee :lol:
 
E

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#24
alpha sagte :
Also so schlecht ist die Lösung auch wieder nicht, alle H4er werden "Außendienstmitarbeiter" o. "Vertreter" (wie immer man die nennen will) und versuchen dem Rest der Bevölkerung (der ja trotz sinkender Löhne, steigender Steuern, höherer Gesundheitskosten, stagnierender Renten etc. in Saus und Braus lebt) unnötige Dinge anzudrehen. Ja, das wäre eine Idee :lol:
Und wie dringt man zu denen, die Geld haben, vor?

Das werden Sicherheitsleute zu verhindern wissen...die gibts zwar heut noch nicht, aber die wirds bald in jedem "anständigen" Wohnhaus geben...
Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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#25
Die gibt es noch nicht, aber hallo, die gibt es schon lange in den wohlhabenden Gegenden und auch in bestimmten Hochhäusern, alles schon da ;)
 

vivavista

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#26
Hi,

das ist doch unreflektierte Polemik.


Wenn man nicht ein völlig eingeschüchtertes Duckmäuschen ist, kann man es lernen, wie man auf andere Leute zugeht. Auch wie man an Kunden herankommt, die finanziell gut gestellt sind.

Im Vertrieb und Verkauf wird heute immer noch in der Regel am meisten verdient und die meisten Unternehmen könnten ohne Vertrieb nicht existieren.

Ja, man muss heute Risiken eingehen, wenn man überleben will. Jeder Existenzgründer geht ein wesentlich höheres finanzielles Risiko ein als ein freier Handelsvertreter, der lediglich überschaubares Geld für einen alten PKW und Sprit und Zeit investieren muss.
Ich könnte mir für mich auch eine anspruchsvolle Tätigkeit im Innendienst vorstellen. Aber ich konzipiere lieber für Mitbürger eine solide Altersvorsorge und erziele mit der Zeit ein regelmässiges einträgliches Einkommen als dass ich für 1,- € die Toiletten in einem Altersheim schrubbe oder Papierabfälle im Stadtgarten aufspiesse mit der nicht ganz fern liegenden Option, dort mit meiner Familie in nicht all zu langer Zeit übernachten zu dürfen.

Ich durchforste jedes Wochenende den Stellenanzeigenteil grosser Tageszeitungen. Da gibts schlicht nichts für über 50 jährige und die ins Land gehende Zeit ist für einen Arbeitslosen nicht gerade karrierefördernd. Wer glaubt denn, dass sich das mittelfristig ändern wird ? wenn der politische Wille dazu nicht da ist und die grosse Mehrheit nach wie vor die etablierten Parteien wählen und die Medien die Linkspartei so weit wie möglich -aus deren Sicht nachvollziehbaren Gründen - wie bisher totschweigen wird.


Meiner Meinung gibt es für über 50jährige keine andere Alternative, überhaupt wieder Geld verdienen zu dürfen. Man muss natürlich die Angebote selektieren und Erfahrungen sammeln. Es gibt viele indiskutable Offerten, und man muss probieren, bis man das richtige gefunden hat. Aber eine preiswerterer Sprung in die Selbständigkeit ohne Geschöftsräume haben zu müssen, gibt es nicht

Ich wäre mir angesichts heutiger politischer Debatten und dem Diktat der Wirtschaft gar nicht mal so sicher, ob es in 10 Jahren überhaupt noch eine Grundabsicherung ala Hartz IV geben wird.
Es wird gesellschaftspolitisch einen unerbittlichen Verteilungskampf zwischen Jobbesitern - den Glückspilzen und den Jobblosen so wie zwischen Jung und Alt geben. Die Hetzjagd gegen Hartz IV-Empfänger und die Verschärfung der Gesetze sind doch nichts anderes als das beginnende Kriegsgeheul derer, die noch Job und Besitz haben und beides für sich behalten und nicht teilen wollen.

Gruss
aus Kölle
 

Arania

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#27
Ja ich will Dir in Deiner Einschätzung der Lage der Arbeitslosen über 50 (oder auch drunter) nicht unbedingt widersprechen, aber vielleicht nimmst Du auch bitte zur Kenntnis das Dein Weg nicht der allgemeingültig sein kann,

Du tust so als ob es nur noch diesen Weg gibt um zu einem Job zu kommen, brauchst Du so verzweifelt Mitstreiter oder um was geht es? :kinn:
 

vivavista

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#28
Hi,

nein, ich suche keine Mitstreiter.
Auch für mich war bis vor nicht allzu langer Zeit Vertrieb tabu, weil ich auch nicht so der Vertriebler bin. Notgedrungen habe ich umdenken müssen, nachdem ich 2 Jahre auf was anderes gehofft habe.
Im Nachhinein musste ich feststellen, dass ich 2 Jahre wertvolle Zeit in Arbeitslosigkeit verschenkt habe.

Das einzige, worum es mir geht ist es anderen Betroffenen zu zeigen, dass man nicht umhinkommt, grds. für seine Zukunft umzudenken und mit bestimmten Tabus wie, "Vertrieb ist nichts für mich" oder zu "unsicher", zu "unseriös", oder "ich dränge mich ungerne auf" der eigenen Exitenz und der seiner Familie zur Liebe brechen muss.

In den USA ist der Vertrieb nicht mit diesen Vorurteilen belastet wie hierzulande.

Welche Alternativen, von denen du sprichst, gibt es denn ?
Her damit !
Ich konnte bisher nur den Vertrieb entdecken ohne hier eine Sparte favorisieren zu wollen.

Aber ohne eine konkrete Perspektive zuzuwarten, ist tödlich. Wenn sich dann später per Zufall doch ein fair bezahlter Job im Anstellungsverhältnis auftun sollte, wer hindert dann einen, zuzuschlagen.

In einer Bewerbung macht es sich auch besser, wenn man angibt, gegenwärtig im Aussendienst tätig zu sein als seit Jahren arbeitslos.

Sicherlich ist eine Vertriebstätigkeit nicht etwas für jeden, sicherlich aber was für viele, die sich darüber vielleicht noch keine Gedanken gemacht haben und in alten Denkmustern verhaftet sind.

Gruss
aus Kölle
 

Arco

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#29
Arania sagte :
Ja ich will Dir in Deiner Einschätzung der Lage der Arbeitslosen über 50 (oder auch drunter) nicht unbedingt widersprechen, aber vielleicht nimmst Du auch bitte zur Kenntnis das Dein Weg nicht der allgemeingültig sein kann,

Du tust so als ob es nur noch diesen Weg gibt um zu einem Job zu kommen, brauchst Du so verzweifelt Mitstreiter oder um was geht es? :kinn:
ja in der Richtung habe ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht :pfeiff:

besonders wenn man die ganzen Postings von vivavista so sich zur Gemüte führt.

Habe langsam so das Gefühl sie macht versteckte Werbung und wartet auf PN`s von uns um sich näher zu erkundigen oder sie ist aus welchen Gründen auch immer so überzeugt von der Tätigkeit die sie machen will...

Ich habe da in dieser Richtung in den letzten Jahren aus Interesse an versch. Veranstaltungen solcher Vermögensberatungen oder Finanzdienstleister mitgemacht - da wird man derart rund gemacht das man anschließend aus dem 12. Stock springen würde um dazuzugehören.

Selbstverständlich gibt es in dieser Branche auch SERIÖSE - nur ich habe noch keine gefunden :twisted: :twisted:
 
E

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#30
vivavista sagte :
Wenn man nicht ein völlig eingeschüchtertes Duckmäuschen ist, kann man es lernen, wie man auf andere Leute zugeht. Auch wie man an Kunden herankommt, die finanziell gut gestellt sind.
Ich bin weder ein Duckmäuschen noch kann man mich einschüchtern, und ich habe kein Problem damit auf andere zuzugehen.
Sonst hätt ich nicht Meinungsforschung machen können :)

DAS hat mir jedesmal Spaß gemacht... obwohl natürlich auch da immer wieder mal ein Nein kam.

Aber das war nur eine Abwechslung für mich, als die Kinder klein waren, ich mußte nicht davon leben.

Wenn du wirklich etwas anzubieten hättest, was eine Alternative wäre, warum kommst nicht ganz einfach endlich mal raus, was das für eine Firma ist und was du genau anbietest?

Wer da nur drumherum redet, hat nichts Seriöses anzubieten...
und so wie du auf unsere Vorbehalte reagierst, denk ich mir auch noch meinen Teil!

Damit ist diese Diskussion für mich beendet.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Quirie

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#31
Arco sagte :
Ich habe da in dieser Richtung in den letzten Jahren aus Interesse an versch. Veranstaltungen solcher Vermögensberatungen oder Finanzdienstleister mitgemacht - da wird man derart rund gemacht das man anschließend aus dem 12. Stock springen würde um dazuzugehören.

Selbstverständlich gibt es in dieser Branche auch SERIÖSE - nur ich habe noch keine gefunden :twisted: :twisted:
:lol: :lol:

Ich auch, Arco, weil ich ja nun vorurteilsfrei an dieses Multi-Level-Marketing herangegangen bin. Auch wenn ich etwas irritiert war, dass man für diese Veranstaltungen erst einmal Eintritt zahlen mußte.

Danach wäre ich zwar nicht aus dem zwölften Stock gesprungen, da wäre ich wegen meiner Höhenangst gar nicht erst hingekommen. Aber ich mußte doch heftig an Scientology denken.

@ Vivavista :mrgreen:

Da wir gerade bei dem Thema sind, Du wirst vielleicht einen anderen Thread vermissen, der sich auch mit diesem Thema befasst hat. Du wirst ihn nicht mehr finden.

Auch wenn das Prinzip des Multi-Level-Marketing beinhaltet, dass Du im Rahmen Deiner Tätigkeit in Deinem nächsten Umfeld mit der Suche nach neuen Geschäftspartnern anfangen sollst, hier bitte nicht. Du kennst sicher auch so genügend Leute, die Du ansprechen kannst.
 

vivavista

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#32
Hi,

nein, mir geht es um den Vertrieb schlechthin, wobei ich die Tätigkeit in einer Drückerkolonne kategorisch ablehne.

Ich persön lich habe keine Vorteile, wenn sich ein Interessent melden sollte. Ich bin nicht auf Mitstreiterakquise, was mir unterstellt wird.

Aber warum soll ich nicht eigene Erfahrungsprozesse hier als Anregung mitteilen dürfen ? So etwas verstehe ich auch als eine Art der Hilfestellung.
Wenn ich geschrieben hätte, dass Siemens oder sonst wer im Orte X hundert Leute über 50 sucht, dann wäre so ein Hinweis mit Begeisterung hier aufgenommen worden.
In den Foren, in denen es um die Problematik der Arbeitslosigkeit geht, wird so gut wie nur über Handhabungen bestehender Gesetze zu Hartz IV geklagt und wie ungerecht alles ist, ohne mal praktische Ideen zu entwickeln, wie man aus dem Schlamassel generell wieder rauskommen könnte. Die Kritiken an den Gesetzen und Argen sind voll und ganz berechtigt und notwendig. Aber es hilft letztendlich dem einzelnen für seine weitere Zukunft nicht weiter.


Pauschal und ohne mitzuteilen, warum das eine oder andere Finanzdienstleistung so unseriös zu sein schien, hilft dem Leser nicht weiter.
Man muss und kann sich die Arbeitsweise von verschiedenen ja vorher anschauen, ohne mehr mehr als eine Hand voll Zeit zu verlieren.

Und wer diese Sparte generell nicht mag, der vermittelt z.B. Werbeannoncen .
Die jeden Tag sichtbare Existenz solcher Werbung zeigt doch, dass der Bedarf da ist.

Ich habe vorher auch das eine oder andere ausprobieren müssen, bis ich herausgefunden habe, was für mich das richtige ist. Wo ich z.T. keinen Umsatz akquirieren konnte, hat der Kollege gute Abschlüsse machen können.
Es geht schon, aber nirgends von heute auf morgen. Man braucht schon etwas Geduld und viel Fleiss, darüber muss man sich klar sein. Ist kein easy going-job.

Gruss
aus Kölle
 

vivavista

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#33
Quirie sagte :
Arco sagte :
Ich habe da in dieser Richtung in den letzten Jahren aus Interesse an versch. Veranstaltungen solcher Vermögensberatungen oder Finanzdienstleister mitgemacht - da wird man derart rund gemacht das man anschließend aus dem 12. Stock springen würde um dazuzugehören.

Selbstverständlich gibt es in dieser Branche auch SERIÖSE - nur ich habe noch keine gefunden :twisted: :twisted:
:lol: :lol:

Ich auch, Arco, weil ich ja nun vorurteilsfrei an dieses Multi-Level-Marketing herangegangen bin. Auch wenn ich etwas irritiert war, dass man für diese Veranstaltungen erst einmal Eintritt zahlen mußte.

Danach wäre ich zwar nicht aus dem zwölften Stock gesprungen, da wäre ich wegen meiner Höhenangst gar nicht erst hingekommen. Aber ich mußte doch heftig an Scientology denken.

@ Vivavista :mrgreen:

Da wir gerade bei dem Thema sind, Du wirst vielleicht einen anderen Thread vermissen, der sich auch mit diesem Thema befasst hat. Du wirst ihn nicht mehr finden.

Auch wenn das Prinzip des Multi-Level-Marketing beinhaltet, dass Du im Rahmen Deiner Tätigkeit in Deinem nächsten Umfeld mit der Suche nach neuen Geschäftspartnern anfangen sollst, hier bitte nicht. Du kennst sicher auch so genügend Leute, die Du ansprechen kannst.
Wenn du, die Redaktion, meine Sätze richtig gelesen hättest, dann hättest du feststellen müssen, dass ich mich von dem Multi level-Marketing deutlich distanziere, diesen Vertrieb ablehne und für so etwas auch keine Mitarbeiter suche. Auch lehne ich solche Angebote ab, welche die sog. Infoveranstaltungen beinhalten, erst recht solche, die Eintrittsgelder verlangen.
Von daher hättest du vorher mit mir Kontakt aufnehmen sollen, bevor du zu sehr vorbelastet mir so etwas unterstellst. Ich habe nicht gegen forumsregeln verstossen und daher wurde mein thread zu Unrecht gelöscht

Ob du es glaubst oder nicht, ich hatte lediglich die Absicht, andere Arbeitslose auch auf eine etwaig für sie interessante Möglichkeit hinzuweisen, wo ich - selber diesbzgl kritisch - positive Erfahrungen gemacht habe und mir deshalb die aufwendige Schreibarbeit gemacht.


Ferner wollte ich aufzeigen, dass man sich mit Vorurteilen, wie du sie oben wiedergibst, oft auch falsch liegen kannst. Vieles aber nicht alles ist Vera...e.

Aber konstruktive Vorschläge sind in diesem Forum offensichtlich nicht gefragt, widersprechen sie doch zu stark eingefahrenen Vorurteilen.

Gruss
aus Kölle
 

Quirie

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#34
Wenn Du das sagst, dann wird es wohl in Deinem Fall anders sein. Die große Ausnahme! Es soll sie ja geben. Also fühle Dich bitte vom Nachstehenden nicht angesprochen. :)

Auch ich bin über 50 und habe mich auf der Suche nach einer neuen "Karriere" mit solchen Geschäftsmöglichkeiten befasst (bin übrigens auch Juristin :mrgreen: ).

Was "Jobsuche über 50 " bedeutet, brauche ich hier keinem zu erzählen.
Dennoch kann ich jedem nur dringend raten, von Angeboten aus dem Bereich Strukturvetrieb, Multy Level Marketing etc. die Finger zu lassen.

Erfolgreiche MLM-Unternehmer in der mittleren Ebene, mit 20 bis 500 nachgeordneten Händlern, sollen mitunter sechsstellige Brutto-Jahreseinkommen erzielen. Führende Unternehmer in der obersten Ebene, mit bis zu 10.000 Händlern in Deutschland bzw. europaweit, sollen solche Einkommen auch pro Monat erzielen. Die Anzahl dieser, z.B. „Leader“ genannten, Unternehmer ist deutschlandweit auf wenige Hundert beschränkt. Für die große Masse der durchschnittlich am Markt tätigen Handelsvertreter in MLM-Unternehmen, von denen viele dieser Tätigkeit nur im Nebenerwerb nachgehen, erzielt Nettoeinkommen von oft unter 100,- Euro im Monat. Die Qualität eines Netzwerkunternehmens bemisst sich auch daran, in welchem Maß Provisionen in die Breite verteilt werden, d.h. in welcher Breite Verdienstmöglichkeiten vorhanden sind: Nicht wenige sollen viel verdienen, sondern viele sollen möglichst schnell in die Gewinnzone kommen. Es ist zu beachten, dass systembedingt jederzeit mehr Teilnehmer draufzahlen als finanziell vom System zu profitieren, müssen doch die Einkommen der höheren Ebenen von den unteren Ebenen gezahlt werden. Dies ist nur dann nicht gültig, wenn Kunden nur auf Grund eines Produkts am System teilnehmen und nicht wegen der Gewinnmöglichkeit. In der Praxis trifft man diesen Fall extrem selten an, auch wenn viele Unternehmen und deren Kunden behaupten, sie wären vom Produkt begeistert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Network-Marketing
 

Zumutbarkeit

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#35
Habe die Beiträge gelesen und muss sagen das diese Art des Vertriebes ich persönlich ablehne. Seriös ist folgender Vertrieb:

B to B ( Business to Business )
D.h. Firmenkunden werden angesprochen auf Verbrauchsmaterial ( z.B. Büromaterial, Softwarelösungen ) oder eine Dienstleistung ( letzteres können auch Zeitarbeitsfirmen sein, die Ihre Dienste anbieten )

Fachhandels- bzw. Filialisten Betreuung
Auch Einzelhändler, Ketten, Kaufhäuser müssen betreut werden, Unklarkeiten beseitigt, Aktionen geplant, Preisgespräche geführt, Reklamationen bearbeiteten etc. werden. Evtl. mal eine Reklamationsbesichtigung für den Handel beim Endverbraucher wenn ein Gebrauchsprodukt, das schon mehr gekostet hat nach kurzer Zeit reklamiertiert wird.

Endverbraucherverkauf
Darunter zähle ich Unternehmen wie Avon mit Kosmetik

alles andere ist meiner Ansicht Bauernfängerei und hat mit eigentlichem Vertrieb nichts zutun. Da legt man nur Geld drauf.

Aus eigener Erfahrung weis ich das " Deutsche Unternehmensberatung " etc. auf Leute denen es schlecht geht anspringen. Auf meinen in einer Jobbörse anoym eingestellten Lebenslauf erfolgten 10 Klicks und wer meldet sich mit einem langen Mail um meine nächsten Karrieschritte mit mir durchzusprechen? Natürlich Deutsche Vermögensberatung und ich hätte mal locker was eigener Tasche 500 Km ( Hin- und Rückfahrt ) investiert. Auf sowas kann ich verzichten.

Wer wird auf mein Profil, das die BA, in Ihre Vermittlungsbörse ohne mein Wissen eingestellt hat, aufmerksam. Eine Frau ......, im Ort ......., Tel. ......, Mail ........, Die Adresse war nicht im Internet zuermitteln und über Rückwärtssuche in Online Telefonauskunft kam auch kein Ergebnis. Aber nach Ansageband war es ein Büro der Deutschen Vermögensberatung.

Da sage ich nur nein danke.

Und wenn ich die Ausführungen lese. Ein Klinkenputzen bei Endverbrauchern ist in meinen Augen unseriös.

Ich komme aus dem Vertrieb und muss sagen das man schon eine Vertriebsader besitzen muss um darin erfolgreich zu sein. Jemand der im kaufmännischen Bereich ( Sachbearbeitung, Buchhaltung etc. ) tätig war, wird sich schwertun in dem beschriebenen. Genauso wenn die Berufswelt der gewerbliche oder handwerkliche Bereich mal war.

Also da gebe ich absolut recht. Finger weg von solchen Sachen die auf Schneeballsystemen beruhen.
 
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#36
Arbeitssuche über 50

Hallo,

nicht jeder ist spezielle/r Fachfrau/Fachmann, der/die auch noch mit 50+ in den Betrieben gefragt ist.
Außendienst oder eine Tätigkeit im Vertrieb mag ja etwas sein für Leute, die schon aus jüngeren Jahren Erfahrungen in diesen Bereichen mitbringen. Aber wenn das alles ist, was den Arbeitssuchenden 50+ auf dem Arbeitsmarkt angeboten wird, dann Deutschland Gute Nacht :(
Ohne allzu pessimistisch zu sein, glaube ich doch, dass für die ältere Generation in den nächsten 10 - 15 Jahren kaum noch "normale" sozialversicherungspflichtige Stellen zu bekommen sind.

Die Konsequenz für mich lautet: sich mit der Arbeitslosigkeit auf Dauer arrangieren.

Gruß BlauesWunder
 

klaus1233

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#37
Ich denke, unsere Zukunft liegt überwiegend auf dem 2. Arbeitsmarkt und bei Zwangseinsätzen auf Spargelfeldern zu 4,14/h, um uns in die Sanktion oder zum kaputten Rücken zu treiben. Ob dazu eine besondere Bewerbungsstrategie erforderlich ist, bezweifele ich.

Zukunft und Perspektive der 50+:null oder genauer: Armut, Elend und Schikanen bis zum Lebensende Da unserer bisherige Rentenanspruch meist nicht ausreicht und wir mit der neuen staatlich subventionierten Arbeits- und Beschäftigungstherapie keinen nennenswerten Rentenbeitrag leisten können (2,24 pro Jahr), werden wir einen gleitenden Übergang von der Sicherung für Arbeitssuchende zu der Sicherung im Alter haben.

Zusätzlich werden wir nach einem langen Arbeitsleben die nächsten 20-30 Jahre entmündigt und stehen unter ständiger Überwachung und Kontrolle und dürfen bis ans Lebensende uns mit Formularen und behördlichen Tricks auseinander setzen und jeder Schriftwechsel generell mit Bedrohung von Sanktion.

Was kann 50+ tun? Lotto spielen, reich heiraten, sich drei Mahlzeiten auf das vergitterte Fenster bringen lassen, von der Brücke springen, sich abfinden, resignieren, apathisch werden, krank werden, schnell sterben … Letzteres wäre wohl am sozialverträglichsten. Natürlich nur nach behördlich genehmigten fünfseitigem Antrag, indem insbesondere die Übernahme der Folgekosten von Beerdigung und Wohnungsauflösung zu klären ist.

Aufmucken können wir nicht mehr, dafür sind wir zu angepasst, abgerichtet und dressiert. Bei Wahlen machen wir reflexartig da unserer Kreuz, wo wir es immer gemacht haben und freuen uns auf den Komödienstadl.

Viagra könnten wir erfolgreich im Außendienst vermarkten und vertreiben, aber das ist ein Selbstläufer der nur im Kartell gehandelt werden darf.
 

Ichweißnix

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#38
Überprüfe Deine Reflexe

klaus1233 sagte :
... Bei Wahlen machen wir reflexartig da unserer Kreuz, wo wir es immer gemacht haben und freuen uns auf den Komödienstadl...
Dann lernst Du eben um und machst Erdnussbutter auf den Zettel. Bald hast Du das so intus, dass Du das reflexartig kannst. ;) Du kannst sogar noch eine 50+-Grußbotschaft raufschreiben. Was meinste, wenn alle zur Wahl gingen und keiner würde gewählt. :lol: :lol: Ja ich weiß, das passiert nicht.
Und sonst meintest Du den Mutantenstadl? Vorsicht, da ändern sich die Gene allein schon vom zuschauen. Und von der GEZ kannste dafür keinen Schadenersatz fordern. :(

Grüße. :stern:
 
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