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Auf ein neues jetzt soll ich Bürgerarbeit machen

1957er

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#1
So langsam kriege ich echt die Krise.

Dieses Jahr hat sich meine Arbeitsvermittlerin so richtig schön auf mich eingeschossen.

Erst als Ostergeschenk einen 1 Euro Job als Landschaftspfleger, mit Krankenschein abgewehrt und dank eurer Hilfe bis heute nichts mehr gehört.

Vermittlungsvorschläge, die ich aus gesundheitlichen Gründen nicht ausüben kann und darf, jede Menge.

Diesen Monat wurde ich zum Amtsarzt geschickt. Die Amtsärztin bestätigt meine Gesundheitlichen Einschränkungen. Wird denen nicht gefallen. Das Ergebnis der Untersuchung wird in den Tagen am Jobcenter geschickt und ich bekomme es auch.

Jetzt habe ich eine Einladung mit RFB bekommen: :icon_neutral:Bürgerarbeit. :icon_neutral:

Was ich bis jetzt gelesen habe, scheint diese ja noch schwerer abzuwehren sein.

Ich bitte euch mal wieder um Hilfe. Weil wenn ich lese, Aktivierungsphase und danach werden die Besten genommen und dürfen dann 3 Jahre arbeiten mit Betreuung durch Coach, so einen Blödsinn werde ich auf keinen Fall freiwillig machen.
 
E

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Gast
#2
die aktivierung ist nicht so einfach abzuwenden
ausser der träger brauch unterschriften zum massnahmen vertrag und datenzugriff aufs verbis sytem^^

damit könnte man was machen
aber weiss nicht ob da was unterschrieben werden müste bei der aktivirung

die bürgerarbeit an sich später kannman leicht abwenden
aber die aktivirung ist so eine sache
die bei richtern gern gesehn wird
zumal da versucht werden soll intensive dich in den ersten arbeitsmarkt zu vermitteln
bzw für den ersten arbeitsmarkt zu qualifizieren

kann dir nur ein tipp geben
wenn du da hinmust
nix zu unterschreiben was die in der aktivirungsmassnahme
dir an unterlagen vorlegen

ggf wie kiwi immer das begründet mit
das man das zur prüffung zum RA mit nehmen möchte
vll hast du glück und der träger will dich nicht mehr haben ^^
 
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#4
vielleicht schwindet das Interesse der Bürgerarbeit auf der Gegenseite, wenn Du neben dem Satz der Bezahlung vom JC einen Lohn vom AG verlangst?
 

elo237

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#5
Hat Dein Nickname 1957er was mit dem Alter zu tun
dann ist das hier nützlich

Können regionale Projekte des Bundesprogramms „Perspektive 50Plus“ in der
Aktivierungsphase eingebunden werden?

Beide Programme sollen deutlich voneinander abgegrenzt werden, um Verzerrungen bei der
Erfolgsmessung zu vermeiden. "Bürgerarbeit" ist durch die verbindlich vorgegebene
intensivierte Aktivierung im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende mit einer
Mindestdauer von sechs Monaten gekennzeichnet. Diese Aktivierungsphase ist in jedem Fall
Voraussetzung für die Beschäftigungsphase (Bürgerarbeitsverhältnis). Eine Aktivierung im
Rahmen der Umsetzung von "Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den
Regionen" kann diese Aktivierungsphase nicht ersetzen bzw. ist nicht auf diese Aktivierungsphase
anrechenbar. Das bedeutet, dass in Bezug auf die Zielgruppe der langzeitarbeitslosen
Personen im Alter zwischen 50 und 64 Jahren sowohl ein Nebeneinander als auch ein direkter
Austausch der Teilnehmer zwischen "Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in
den Regionen" und "Bürgerarbeit" ausgeschlossen ist. Auch die für die Aktivierung nach dem
Bundesprogramm "Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen" und
in dem Modellprojekt „Bürgerarbeit“ eingesetzten Ressourcen sind abzugrenzen.
 

1957er

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#6
Genau wegen der Aktivierung stehe ich ja dieser Sache im Moment ratlos gegenüber.

Also hat der Gesetzgeber die Hintertür noch weiter geschlossen.

Man kann trotz 2 abgeschlossenen Ausbildungen und über 30 Jahre "Teilhabe" am regulären Arbeitsleben nicht mehr selber bestimmen welche Förderung sinnvoll ist sondern muss an der Aktivierung teilnehmen. Freiwillig werde ich die nicht machen und das Problem ist ja wenn sie eine VA schickt, dann muss ich ja antreten.

Vor allen, wenn ich die Berichte lese, das es Vollzeitmaßnahmen sind, die nichts bringen und die Leute nur die Zeit absitzen lassen. Es sollte doch einen Weg geben, die Richter beim SG davon überzeugen zu können, das das Verschwendung von Steuergelder ist und eindeutig gegen die Vertragsfreiheit verstößt.

Ja ich bin 1957 geboren und habe diese 50plus Geschichten und noch so sinnfreie Sachen angeboten bekommen. Es gab und gibt immer die gleiche Begründung von der SBchen: Nehmen sie die Chance war, die wir ihnen bieten weil es sind ja so tolle Fachleute da. Meine Reaktion ist auch immer gleich: betreut wurde ich im Kindergarten und habe ihr auch immer meine Vorschläge wegen
meine berufliche Qualifikation angeboten. Ich wirke ja mit!!!
Es wurde keine berücksichtigt und verhandeln gibt nach ihrer Aussage nicht.









die aktivierung ist nicht so einfach abzuwenden
ausser der träger brauch unterschriften zum massnahmen vertrag und datenzugriff aufs verbis sytem^^

damit könnte man was machen
aber weiss nicht ob da was unterschrieben werden müste bei der aktivirung

die bürgerarbeit an sich später kannman leicht abwenden
aber die aktivirung ist so eine sache
die bei richtern gern gesehn wird
zumal da versucht werden soll intensive dich in den ersten arbeitsmarkt zu vermitteln
bzw für den ersten arbeitsmarkt zu qualifizieren

kann dir nur ein tipp geben
wenn du da hinmust
nix zu unterschreiben was die in der aktivirungsmassnahme
dir an unterlagen vorlegen

ggf wie kiwi immer das begründet mit
das man das zur prüffung zum RA mit nehmen möchte
vll hast du glück und der träger will dich nicht mehr haben ^^
 
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Gast
#7
kann mir noch vll vorstellen gegen die aktivierung vorzugehen
in dem man argumentiert mit der langzeitarbeitslosigkeit

viele sind noch nicht lange im ALG2 bezug drin
und dort wird versucht die leute in die aktivierung zu pressen

1jahr ALG2 bezug heist bei den behörden
das man langzeitarbeitslos ist

unter 1jahr noch kurzeit
wenn das auf dich zutrifft
könntest du jadamit argumentieren
das dieses programm für langzeit arbeitslose gedacht ist die keine arbeit finden können
zumal davor noch einiges unternommen worden sein muss
das man im ersten arbeitsmarkt unterkommt

problem könnte vll werden
das diese aktivierung ja der versuch sein soll erstrangig in den ersten arbeitsmarkt zu bekommen
aber wie wird das gemacht ?
das sagt der SB nicht
bewerbungstraining ist alles schön und gut
das ist nur ein kleiner teil was dazubeibringen könnte
aber stellen suchen
bewerbungen schreiben und sowas
kann ich gut von zuhause aus
dazubrauch es keine teuere massnahme

wie sehen die qualifizierungen aus ?
das sagt der SB auch nicht
was er eigentlich muss im schriftform sogar

wie man eine wand anmalt oder wie man mit dem PC umgeht
ist keine qualifizierung an sich

damit würde ich ich versuchen zu argumentieren
du bist 50+
also hast du genug erfahrungen in dein leben gesammelt
da dürfte es schwer werden dir noch was zu vermitteln
in sachen wand anmalen oder sonnst was^^
 

1957er

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#8
Ich habe wie die meisten von uns hunderte Bewerbungen geschrieben. Ich bin jetzt seit 14 Monate in ALG II Bezug und meine letzte Vollzeitarbeitstelle hatte ich vor 3 Jahre (also langzeitarbeitslos). Es wurde keine Maßnahme angeboten, die mich weiterqualifiziert. Meine Angebote wurden alle abgelehnt.
Aktuell habe ich eine geringfühige Stelle seit 2 Jahren als Hauswart. Nicht gerade mein Traumberuf, aber besser als garnichts.

Wie gesagt, Unterstützung vom Amt gleich null. Sinnvolle Qualifikation nicht möglich, da laut Aussage der SB, wir sind hier nicht auf dem Jahrmarkt.



kann mir noch vll vorstellen gegen die aktivierung vorzugehen
in dem man argumentiert mit der langzeitarbeitslosigkeit

viele sind noch nicht lange im ALG2 bezug drin
und dort wird versucht die leute in die aktivierung zu pressen

1jahr ALG2 bezug heist bei den behörden
das man langzeitarbeitslos ist

unter 1jahr noch kurzeit
wenn das auf dich zutrifft
könntest du jadamit argumentieren
das dieses programm für langzeit arbeitslose gedacht ist die keine arbeit finden können
zumal davor noch einiges unternommen worden sein muss
das man im ersten arbeitsmarkt unterkommt

problem könnte vll werden
das diese aktivierung ja der versuch sein soll erstrangig in den ersten arbeitsmarkt zu bekommen
aber wie wird das gemacht ?
das sagt der SB nicht
bewerbungstraining ist alles schön und gut
das ist nur ein kleiner teil was dazubeibringen könnte
aber stellen suchen
bewerbungen schreiben und sowas
kann ich gut von zuhause aus
dazubrauch es keine teuere massnahme

wie sehen die qualifizierungen aus ?
das sagt der SB auch nicht
was er eigentlich muss im schriftform sogar

wie man eine wand anmalt oder wie man mit dem PC umgeht
ist keine qualifizierung an sich

damit würde ich ich versuchen zu argumentieren
du bist 50+
also hast du genug erfahrungen in dein leben gesammelt
da dürfte es schwer werden dir noch was zu vermitteln
in sachen wand anmalen oder sonnst was^^
 

elo237

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#9
Wie gesagt, Unterstützung vom Amt gleich null. Sinnvolle Qualifikation nicht möglich, da laut Aussage der SB, wir sind hier nicht auf dem Jahrmarkt.
Das war schon immer so und bleibt so

Ein Unternehmer sagte mal zu mir privat
Das Arbeitsamt sollte nur für die Geldleistung da sein
und jeder sollte ca. 1200 euro bekommen (Single)
damit hat er dann alles zu bezahlen

Das wär nach meiner Meinung auch richtig
 
E

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Gast
#10
Das war schon immer so und bleibt so

Ein Unternehmer sagte mal zu mir privat
Das Arbeitsamt sollte nur für die Geldleistung da sein
und jeder sollte ca. 1200 euro bekommen (Single)
damit hat er dann alles zu bezahlen

Das wär nach meiner Meinung auch richtig

dann würd ja keiner mehr arbeiten gehn
bei 1200 netto
brauchst du nicht mehr vollzeit arbeiten gehn
suchst dir netten 400€job dazu das passt dann^^

die firmen sollen atraktivere löhne anbieten
wer arbeiten geht
will sich auch mal was leisten
wie z.b
urlaub
oder neues auto kaufen

aber das ist bei den löhen garnicht mehr drin
da geht man vollzeit schuften für +-0
keine chance dann sich was anzusparen für urlaub oder andere dinge die parr euros mehr kosten

und das ist das haubtproblem an der ganze sache
 

elo237

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#11
dann würd ja keiner mehr arbeiten gehn
bei 1200 netto
brauchst du nicht mehr vollzeit arbeiten gehn
suchst dir netten 400€job dazu das passt dann^^

die firmen sollen atraktivere löhne anbieten
wer arbeiten geht
will sich auch mal was leisten
wie z.b
urlaub
oder neues auto kaufen

aber das ist bei den löhen garnicht mehr drin
da geht man vollzeit schuften für +-0
keine chance dann sich was anzusparen für urlaub oder andere dinge die parr euros mehr kosten

und das ist das haubtproblem an der ganze sache
setzt natürlich voraus
das es wieder menschenwürdige Löhne gibt
dann kann auch wieder jeder was kaufen
und die Wirtschaft brummt

aber wir haben jetzt den Rösler
und da ist alles vorbei
 

Couchhartzer

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#12
da laut Aussage der SB, wir sind hier nicht auf dem Jahrmarkt.
Meine postwendende Antwort darauf wäre gewesen:
"Absolut korrekt, denn die Mitarbeiter auf Jahrmärkten verfügen in der Regel über dementsprechend ausreichende Qualifikationen, um ihren Job ordnungsgemäß zu machen, damit deren Arbeit dort auch den Überprüfungen der überwachenden Behörden standhält".

:biggrin:
 

1957er

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#13
Meine Frage an euch:

Hat schon mal einer diese wunderschöne Bürgerarbeit plus der Aktivierungsphase abwehren können und vor allen wie!
 

gila

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#14
Hallo 1957 - als 1954 würde mich brennend interessieren, was KONKRET dir als "Bürgerarbeit" angeboten wurde. Ich fürchte, mir wird irgendwann auch sowas blühen, da es auf dem platten Lande an Jobangeboten kaum was gibt.
Ich habe auch keinerlei Böcke, nach fast 40 Jahren Arbeit und Einzahlen in dieses bröckelnde System, nun "zwangsaktiviert" zu werden und mich nur noch über "Erwerb" definieren zu müssen als vollwertiges Mitglied dieser Gesellschaft.
Schon gar nicht caochen lassen - ich "coache" für das staatliche Einkommen, dass ich derzeit aufstockend bekomme, schon reichlich, freiwillig, ehrenamtlich und auf verschiedenen Ebenen und stelle vielen Leuten meine Hilfe und Erfahrung zur Verfügung. Da brauche ich nicht auf Staatskosten "Platzwarte im Breitnesport" zu begleiten.

So einen Mist hat man ja selten gehört! Da wird man nur drumherum kommen, wenn - wie bei 1 Euro Jobs - nachgewiesen werden kann, dass die Gemeinnützigkeit fehlt und das Ganze nicht zusätzlich ist.

Das sagt Frau vdL dazu:

"Aktiv zu sein ist immer besser als zuhause auf ein Jobangebot zu warten."
:eek::eek: wer sagt, dass das Leben ansonsten keinen Wert hat???

BMAS - Pressemitteilungen - "Bürgerarbeit ist konsequentes Fördern und Fordern"
 

1957er

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#15
Was mir angeboten wird, kann ich ja erst am Montag sagen. Es wird aber mit Sicherheit nichts Gutes sein.

Seit ich bei denen ALG II beziehe, habe ich nur Kampf mit denen.
Alles so nette Sachen wie:

Sie sind hier falsch wir sind nicht zuständig - Antrag versucht zu umgeben.
Sollte sofort EGV unterschreiben - damit hätte ich keinerlei Rechte mehr gehabt.
Sofort in 50plus abschieben
Maßnahmen immer zum Wochenende oder vor Feiertage angedreht, Beginn nächsten Werktag.
KDU nicht angemessen - gekürzt und nur durch Anwalt abgewendet
Da ich nicht so springe wie die möchten, wurde ich und meine Familie öfters auf übelste beleidigt.
Jeder Gegenvorschlag wurde abgelehnt. Habe ich bis heute noch nicht schriftlich eingereicht, werde ich dann erst machen, wenn VA kommen sollte.
Habe also schon einiges erlebt da, genau wie viele andere auch.

Aber ich werde berichten und mich wehren.

Hallo 1957 - als 1954 würde mich brennend interessieren, was KONKRET dir als "Bürgerarbeit" angeboten wurde. Ich fürchte, mir wird irgendwann auch sowas blühen, da es auf dem platten Lande an Jobangeboten kaum was gibt.
Ich habe auch keinerlei Böcke, nach fast 40 Jahren Arbeit und Einzahlen in dieses bröckelnde System, nun "zwangsaktiviert" zu werden und mich nur noch über "Erwerb" definieren zu müssen als vollwertiges Mitglied dieser Gesellschaft.
Schon gar nicht caochen lassen - ich "coache" für das staatliche Einkommen, dass ich derzeit aufstockend bekomme, schon reichlich, freiwillig, ehrenamtlich und auf verschiedenen Ebenen und stelle vielen Leuten meine Hilfe und Erfahrung zur Verfügung. Da brauche ich nicht auf Staatskosten "Platzwarte im Breitnesport" zu begleiten.

So einen Mist hat man ja selten gehört! Da wird man nur drumherum kommen, wenn - wie bei 1 Euro Jobs - nachgewiesen werden kann, dass die Gemeinnützigkeit fehlt und das Ganze nicht zusätzlich ist.

Das sagt Frau vdL dazu:

"Aktiv zu sein ist immer besser als zuhause auf ein Jobangebot zu warten."
:eek::eek: wer sagt, dass das Leben ansonsten keinen Wert hat???

BMAS - Pressemitteilungen - "Bürgerarbeit ist konsequentes Fördern und Fordern"
 

Erolena

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#16
Die Zahl der Leute in der Aktivierungsphase ist x-mal höher als die dann tatsächlich eine Bürgerarbeitsstelle bekommen. Die Bedrohung 3 Jahre Bürgerarbeit zu bekommen, ist also nicht so hoch, wie du denkst.

Was ich von jemandem gehört habe, der mit großen Befürchtungen hinging, geht es in der Aktivierungsphase eher locker zu. Es gibt irgendwelche Belehrungen, die dauern nicht 8 Stunden am Tag. Dann folgen ein paar Praxiswochen in unterschiedlichen Berufsfeldern - nicht wie im Kindergarten sondern wie im Berufsvorbereitungsjahr :icon_smile: Zeit für Bewerbungen bekommst du auch etwas reichlich eingeräumt, weil du ja in den 6 Monaten in Richtung erster Arbeitsmarkt verschwinden sollst. Ich weiß aber nicht, ob es überall so locker zugeht.
 

1957er

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#17
Wie du schreibst, das es in der Aktivierungsphase locker zu gehen könnte ist ja nicht das Problem.

Wir Arbeitslose brauchen keine Betreuung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich bin nicht bereit, das wir Arbeitslosen, egal wie lange wir im Arbeitsleben standen, egal welche Berufserfahrungen wir haben, belehrt werden sollen, wie im Kindergarten am Händchen genommen werden, zwangsweise Berufsfelder kennenlernen sollen.

Ich finde es auch nicht gut, das unsere Jugend laut Medienberichte nichts mehr können und zu schlecht sein sollen, überhaupt ausgebildet werden zu können. Die Medien sollte mal schauen, warum das so ist.

Ich finde es bedauerlich, das künstliche Arbeitsstellen geschaffen werden, um die Bevölkerung eine gute Arbeitsmarktlage vorzugaukeln.

Ich finde es abscheulich, das die Arbeitslosen als Druckmittel für immer weitere Lohndrückerei missbraucht werden.

Ich finde es grauenhaft, das durch diese Zwangsmaßnahmen immer mehr reguläre Arbeitsplätze dadurch vernichtet werden.

Ich bin jederzeit bereit, mir durch sinnvolle Unterstützung weiterzubilden und eine Arbeitsstelle anzunehmen die wenigstens ein Leben ohne staatliche Unterstützung ermöglicht.

Die Zahl der Leute in der Aktivierungsphase ist x-mal höher als die dann tatsächlich eine Bürgerarbeitsstelle bekommen. Die Bedrohung 3 Jahre Bürgerarbeit zu bekommen, ist also nicht so hoch, wie du denkst.

Was ich von jemandem gehört habe, der mit großen Befürchtungen hinging, geht es in der Aktivierungsphase eher locker zu. Es gibt irgendwelche Belehrungen, die dauern nicht 8 Stunden am Tag. Dann folgen ein paar Praxiswochen in unterschiedlichen Berufsfeldern - nicht wie im Kindergarten sondern wie im Berufsvorbereitungsjahr :icon_smile: Zeit für Bewerbungen bekommst du auch etwas reichlich eingeräumt, weil du ja in den 6 Monaten in Richtung erster Arbeitsmarkt verschwinden sollst. Ich weiß aber nicht, ob es überall so locker zugeht.
 

elo237

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#18
Die Aktivierungsmaßnahme ist ja quasi ein Hort in dem man aufgenommen
wird und betreut wird.
Da muß man da sein ob es Sinn macht oder nicht ist egal

Und das Problem ist ja das die Aktivierungsphase auch problemlos verlängert werden kann
da ja nicht alle Planstellen besetzt werden können
die Planstellen sind sowieso ähnlich wie DDR Schwachsinn
 

1957er

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#19
Ich werde nicht freiwillig an der Aktivierungsmaßnahme teilnehmen. Sollte ein VA kommen, werde ich sofort Widerspruch einlegen und der Maßnahmenträger wird sich wünschen, das ich zwangweise anwesend sein muss und deren Betrieb mal so richtig stören. Natürlich nur gesetzlich erlaubte Taten, ich bin ja gesetzestreu. Was ich anstellen werde werde ich dann genau planen - es ist ja noch nicht so weit.

Falls ihr Ideen habt, her damit.

Leider finde ich im meiner Stadt sehr viele Leute, die sich alles gefallen lassen und nur meckern. Weil man kann ja doch nichts tun.

Wie gesagt, sollte die Arge mich zwangsverpflichten, dann werde ich mich mit allen rechtlichen Mittel dagegen wehren.


Die Aktivierungsmaßnahme ist ja quasi ein Hort in dem man aufgenommen
wird und betreut wird.
Da muß man da sein ob es Sinn macht oder nicht ist egal

Und das Problem ist ja das die Aktivierungsphase auch problemlos verlängert werden kann
da ja nicht alle Planstellen besetzt werden können
die Planstellen sind sowieso ähnlich wie DDR Schwachsinn
 

elo237

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#20
Stören tut man doch ganz gut wenn man immer wieder Verbesserungsvorschläge bringt

und wenn mal was nicht funktioniert sofort immer den Chef/Dozent kontaktieren
 

götzb

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#21
Sabotage in Aktivierungsmaßnahmen.
Virus auf PCs z.b

Natürlich darf man nix unterschreiben hier besonders die Hausordnung etc und natürlich auch kein Maßnahmevertrag.
 

Hartzeola

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#22
Ein Rat aus Praxis: sanft fragen, ob das Ganze freiwilig ist. Beim "Ja" einfach nein sagen. Beim "Nein" eine Zuweisung mit Rechtsfolgebelehrung verlangen. Bis jetzt hat noch niemand bei 50+ welche erhalten, meine Erfahrung bezieht sich leider nur auf wenige Fälle.
 

1957er

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#23
In drei Stunden habe ich meinen Termin. Ich bin immer ganz sanft zu meiner allseits geliebten SBchen. :icon_razz:

Mal schauen, ich werde mal freundlich fragen, ob ich eine Tasse Kaffee bekomme, es ist ja ein "Vorstellungsgespäch"

Das ist ja selbst bei ZAF so üblich.

Und da Sie es noch immer nicht begriffen hat, das ich noch alle meine Sinne beisammen habe, wird es wieder ein angeregter Plausch werden.

Nur dumm, meistens kann mein SBchen sich bei mir immer so schlecht beherrschen.

Heute Abend mehr!!

Ein Rat aus Praxis: sanft fragen, ob das Ganze freiwilig ist. Beim "Ja" einfach nein sagen. Beim "Nein" eine Zuweisung mit Rechtsfolgebelehrung verlangen. Bis jetzt hat noch niemand bei 50+ welche erhalten, meine Erfahrung bezieht sich leider nur auf wenige Fälle.
 

1957er

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#25
Mein Termin ist heute gut gelaufen. Sie fragte ob ich über die Bürgerarbeit informiert bin. Ich sagte ihr, das ich doch immer gut informiert bin, wenn wir nett miteinander plaudern wollen.

Sie hatte zwei Vorschläge. Meine Bedenken, das der eine (Bewerbungshilfe für ALG II Bezieher beim Maßnahmenträger) doch ihren Arbeitsplatz stark gefährdet, lies ihre Gesichtsfarbe aufleuchten.

Der zweite war noch geiler. Besucherführungen in einer städtischen Einrichtung!!!!

Mein Vorschlag, das wenn einer geeignet für die Stellen ist und die Gewerkschaften geben ihr okay dazu, eine feste Zusage für die Beschäftigung kriegt und sich ohne Aktivierungsmaßnahme frei entscheiden könnte, fand sie blendend. Natürlich meinte Sie: Sie wollen auch nur die Perlen von uns.

Ich bin garnicht dazu gekommen, das ich so viel Wert darauf lege betäschelt und betreut zu werden.

Dann wurde ich traurig: Sie meinte, mit meiner Einstellung sind die Stellen nicht für mich geeignet!!!
 

Hartzeola

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#26
@1957er Laß mich raten. Eine Tasse Kaffee war jedoch beim "Vorstellungsgespräch" ausgeblieben?
 

1957er

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#27
Bevor ich wegen Kaffee fragen konnte, war es schon vorbei.
Das Gespräch dauerte ca. 10 Minuten.

@1957er Laß mich raten. Eine Tasse Kaffee war jedoch beim "Vorstellungsgespräch" ausgeblieben?
 

wolf77

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#28
/SB-Sprüche-Generator ON

1957er, Sie müssen an Ihrer Einstellung arbeiten!
Das hier ist kein Wunschkonzert!
Sie werden schon sehen, was Sie davon haben!


/SB-Sprüche-Generator OFF

:icon_laber:
 

1957er

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#29
:icon_confused: Genau, das ist es!!!! :icon_confused:

Dabei arbeite ich doch an meiner Einstellung!!!


/SB-Sprüche-Generator ON

1957er, Sie müssen an Ihrer Einstellung arbeiten!
Das hier ist kein Wunschkonzert!
Sie werden schon sehen, was Sie davon haben!


/SB-Sprüche-Generator OFF

:icon_laber:
 
E

ExitUser

Gast
#30
Mein SB:. Das ist hier kein Hobbycenter! (Bei Nachfragen nach geeigneter Weiterbildung)
 

cafecreme

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#33
Mein SB:. Das ist hier kein Hobbycenter! (Bei Nachfragen nach geeigneter Weiterbildung)
Also jetzt haben wir den Hobbycenter, weiter vorher in den Beiträgen war es der Jahrmarkt und ich bekam mal als Antwort wegen Fortbildungen mit Sinn

"Wir sind doch kein Basar wo sich jeder aussuchen kann was er will"

Ich frage mich für was diese Damen und Herren überhaupt auf ihrem Stuhl hocken...Bestimmt nicht für solche unverschämten Antworten :icon_motz:
 

Couchhartzer

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#34
Ich frage mich für was diese Damen und Herren überhaupt auf ihrem Stuhl hocken...Bestimmt nicht für solche unverschämten Antworten
Diese Art "Antworten" sind für sehr viele an den "Jobcentern" sogar schon so ziemlich das "Intelligenteste", was sie jemals im Leben hinbekommen können.
Dazu braucht man sich nur mal anschauen, was viele dieser "Sesselpuper" sich sonst noch so leisten und was viel zu oft dabei herauskommt, wenn es darum geht, dass sie die Vorgaben der SGBs ordnungsgemäß und rechtlich korrekt umsetzen zu sollen.
 

Esreicht

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#35
Also jetzt haben wir den Hobbycenter, weiter vorher in den Beiträgen war es der Jahrmarkt und ich bekam mal als Antwort wegen Fortbildungen mit Sinn

"Wir sind doch kein Basar wo sich jeder aussuchen kann was er will"

Ich frage mich für was diese Damen und Herren überhaupt auf ihrem Stuhl hocken...Bestimmt nicht für solche unverschämten Antworten :icon_motz:
die hocken für nix auf ihrem stuhl.....

man sollte fragen : welche Qualifikation haben Sie - was haben Sie beruflich
gelernt - seit wann machen Sie diesen Job- welche Zusatzausbildung haben Sie....... das kann man noch weiter ausbauen...
Der SB sagt meist : das muß ich nicht beantworten ...
Irrtum - er muß ---
Auskunft und Beratungspflicht §§ 13-16 SGBI
tut er das nicht ist das ein Dienstvergehen .
Die ganze nummer immer nur im beisein von zeugen .
dann -fragen wer ist der vorgesetzte zimmer nr. etc - wer ist der amtsleiter -zimmer nr .etc -aufstehen und rausgehen .
Beschwerde wegen auskunftsverweigerung immmer schriftlich + per fax einreichen .
dann hat der SB ein problem ---
 
E

ExitUser

Gast
#36
Der SB sagt meist : das muß ich nicht beantworten ...

meiner hatte mal gesagt das er von der telekomm stammt aus der verwaltung^^^^

soviel dazu
wer die elos betreuen soll
und vorallem sind unqualifiziert
die machen zwar eine hau ruck schullung in sachen SGB und interne anweisungen aber verstehn den kram nicht
was die anwenden

und unsere regierung gibt solchen leuten noch macht in die hände
und dürfen mit VAs rumschmeissen wie sie wollen
ob die nun wissen was sie da machen oder nicht
spielt keine rolle haubtsache die unqualifizierte persohnen sind da zur show
 

teddybear

Forumnutzer/in

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#37
Die Aktivierungsphase zur Bürgerarbeit ist eine Maßnahme und entspricht von der Sache her einer ganz gewöhnlichen Maßnahme. Kann man beispielsweise der Maßnahme wegen einer gesundheitlichen Einschränkung 3 Wochen lang hintereinander nicht nachkommen, so muss die Maßnahme leider durch den Maßnahmeträger beendet werden.:icon_cry:


Eine Sachbearbeiterin zur Bürgerarbeit brüsstete sich vor kurzem noch damit, dass sie noch keinen in Bürgerarbeit schicken musste, weil sie zuvor alle erfolgreich innerhalb der Aktvirungsphase vermitteln konnte. Was dies wohl für "gute" Jobs, wie in einer Dumpinglohnhochburg, wie Berlin wohl waren, kann sich bestimmt jeder gut selbst vorstellen! Sicher stehen die Aktivierten morgen wieder vor der Hartz IV-Tür, weil der super Clement-Job so fair und "außergewöhnlich gut" bezahlt war! :icon_party:

Das man alle zuvor in Bürgerarbeit brachte, mag wohl auch der Tatsache geschuldet sein, dass man in Berlin den Tariflohn aber mindestens 1300 EUR für die Bürgerarbeit zahlen müsste. Das wäre gut aber, wie bereits festzustellen ist, kommt offensichtliche keiner in den Genuss des Geldes, weil es ja genügend Sklaventreiber gibt, wo man zuvor hinaktivieren kann! :icon_klatsch:
 

Cally

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#38
Die Art der Aktivierungsphase ist wohl wirklich sehr unterschiedlich. Hab jetzt 5 von 6 Monaten hinter mir. Im Endeffekt musste ich 2 Eigenbemühungen weniger im Monat schreiben und alle 2 Monate kurz zum JC, ca 30min quatschen was ich denn gern tun würde. Wie beim Kaffeklatsch.
 

Ferdinand456

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#41
Meine Frage an euch:

Hat schon mal einer diese wunderschöne Bürgerarbeit plus der Aktivierungsphase abwehren können und vor allen wie!
Ja ich. Einfach nicht mehr hingehen. Banken, Freunde und Familie, die einem nach einer Sanktion Geld leihen, weil sie einen seit Jahrzehnten kennen, gibt es in Deutschland zur Genüge. Hier verhungert man nicht. Das Einzige, was mein Amt dadurch erreicht hat war, dass es nun mehr als beschissen dasteht in der öffentlichen Meinung. Noch Fragen?

Ps. Und wenn die dann Terror machen (hier z. B. wird gerne mit "wir machen uns Sorgen um Sie" und am Ende Zwangseinweisung gedroht), Anzeige erstatten. Stalking, Schikane. Zur Not Polizeischutz einfordern.

Mir versuchte man kürzlich auf dem Amt klar zu machen, dass ich mit meiner Einstellung ("Sie können mir mit Sanktion keine Angst mehr machen") bei eventueller Obdachlosigkeit eingewiesen werden könne.

Erstens: Bei ungerechtfertigtem Zugriff des Staates kann man immer und überall Unterkunft in einer Kirche finden. Hier kann man entsprechenden Pfarrer oder Priester zu Rate ziehen. Ebenso ist es erlaubt, ins Ausland zu fliehen. Drittens gibt es in Deutschland seit Ende der Nazizeit ein "unausgesprochenes Recht auf Verwahrlosung". Es bedeutet, dass Obdachlose zu ertragen und zu dulden sind, nicht vertrieben und nicht in geschlossene Einrichtungen gezwungen werden dürfen. Gut, Juristen kennen sich damit besser aus.

Über den Klageweg können andere Teilnehmer besser Auskunft geben. Ich bin mehr so der "Streiktyp".:biggrin:
 

samsung01

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#42
Bürgerarbeit ist noch auf Freiwilliger Basis

Habe es auch abgelehnt Begründung: sagt mir nicht zu.

Keine Kürtzung nichts

:icon_daumen:
 

götzb

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#43
Bürgerarbeit ist noch auf Freiwilliger Basis
:icon_daumen:
Ob es freiwillig ist oder nicht kommt auf die Gemeinde an.
Es gab durchaus Aussagen von Kommunalpolitikern das es auf unfreiwilliger Basis keine Sinn hat die Bürgerarbeit. Es gibt noch Politiker die logisch denken.
 

Hartzeola

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#44
Ob es freiwillig ist oder nicht kommt auf die Gemeinde an.
Es gab durchaus Aussagen von Kommunalpolitikern das es auf unfreiwilliger Basis keine Sinn hat die Bürgerarbeit. Es gibt noch Politiker die logisch denken.
Die JC versuchen, den Druck auszuüben. Beim Widerstand, geben die oft auf, was die Bürgerarbeit betrifft.
 

Ferdinand456

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#46
ich dachte die aktivierungsphase wär da das eigentlich "Interessante"?
Wenn sie gut ist und einem etwas bringt: Hingehen. Wenn sie nicht gut ist oder einen sogar quält: Nicht mehr hingehen. :biggrin:

Oder aber das Übliche, was die anderen hier erklären können. EGV, VA, nichts unterschreiben, etc., etc.
 

Freydis

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#47
dann würd ja keiner mehr arbeiten gehn
bei 1200 netto
brauchst du nicht mehr vollzeit arbeiten gehn
suchst dir netten 400€job dazu das passt dann^^

die firmen sollen atraktivere löhne anbieten
wer arbeiten geht
will sich auch mal was leisten
wie z.b
urlaub
oder neues auto kaufen

aber das ist bei den löhen garnicht mehr drin
da geht man vollzeit schuften für +-0
keine chance dann sich was anzusparen für urlaub oder andere dinge die parr euros mehr kosten

und das ist das haubtproblem an der ganze sache

Das mit den 1.200,00 € Bürgergeld für alle ab der Geburt klappt sehr wohl in Verbindung mit einer kompletten Umwälzung des Steuersystems. Bei immer mehr Industrialisierung und immer weniger Arbeitsplätzen wird es zukünftig ohnehin darauf hinauslaufen müssen.
Eine ganz andere Herangehensweise zeigt das sogenannte "Venus Projekt" auf, in dem völlig auf Geld und Zinsknechtschaft verzichtet wird, bei gleichzeitigem Zugewinn an Freizeit, Freiheit und Gesundheit für alle! :icon_party:

Ein erster Schritt wäre aber schon mal das Grundeinkommen auf 500,00 € zu heben und den Mindestlohn auf 10,00 € pro Stunde zu setzen. Ist das Grundeinkommen erhöht, dann ändern sich auch automatisch die Tariflöhne, die ja den Grundbedarf als Bemessungsgrundlage haben. :icon_daumen: Soviel also zum BILD-Zeitungs-Argument, dass Hartzies ja dann mehr bekämen als Leute, die arbeiten gehen. :icon_mued:
 

Freydis

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#48
Hallo 1957 - als 1954 würde mich brennend interessieren, was KONKRET dir als "Bürgerarbeit" angeboten wurde. Ich fürchte, mir wird irgendwann auch sowas blühen, da es auf dem platten Lande an Jobangeboten kaum was gibt.
Ich habe auch keinerlei Böcke, nach fast 40 Jahren Arbeit und Einzahlen in dieses bröckelnde System, nun "zwangsaktiviert" zu werden und mich nur noch über "Erwerb" definieren zu müssen als vollwertiges Mitglied dieser Gesellschaft.
Schon gar nicht caochen lassen - ich "coache" für das staatliche Einkommen, dass ich derzeit aufstockend bekomme, schon reichlich, freiwillig, ehrenamtlich und auf verschiedenen Ebenen und stelle vielen Leuten meine Hilfe und Erfahrung zur Verfügung. Da brauche ich nicht auf Staatskosten "Platzwarte im Breitnesport" zu begleiten.

So einen Mist hat man ja selten gehört! Da wird man nur drumherum kommen, wenn - wie bei 1 Euro Jobs - nachgewiesen werden kann, dass die Gemeinnützigkeit fehlt und das Ganze nicht zusätzlich ist.

Das sagt Frau vdL dazu:

"Aktiv zu sein ist immer besser als zuhause auf ein Jobangebot zu warten."
:eek::eek: wer sagt, dass das Leben ansonsten keinen Wert hat???

BMAS - Pressemitteilungen - "Bürgerarbeit ist konsequentes Fördern und Fordern"
Es gab eine Soziologin (Name reiche ich nach sobald er mir wieder einfällt), die hat eine neue Definierung von Arbeit ersonnen. Letzttendlich lief es darauf hinaus, dass natürlich nur Arbeit ist, was mit Geld bezahlt wird. Das mußte auch so sein. Schließlich sollte den Frauen Familienarbeit als minderwertig madig gemacht werden.

Mich würde auch interessieren um was für eine Art Bürgerarbeit es geht. Ich bin jetzt 47 und werde schon seit 2 Jahren auf dieses magische Alter von 50 Jahren hingewiesen.

Ich weiß von einem Projekt 50+ im Badischen Raum. Da hat ein Langzeitarbeitsloser eine Umschulung zum Heilpraktiker für Psychotherapie gemacht. Anschließend hat er als solcher auch Arbeit gefunden, die er sich selber geschaffen hat, indem er Stadt, Volkshochschule und ARGE miteinander verknüpfte. Nun betreut er auch andere Arbeitslose ab 50 Jahren und verschafft denen ihren Qualifikationen, Hobbies und Interessen entsprechend Arbeit, z.B. als VHS-Ausbilder, Unternehmensberater, Sporttrainer, etc. Ich fand dieses Projekt geradezu genial, vor allem deshalb, weil ich selber um genau eine solche Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie kämpfe.

Ein weiteres Beispiel für Bürgerarbeit gab es kürzlich an der Gesamtschule, die mein jüngster Sohn besucht. Plötzlich erhielten alle Schüler einen Brief der Schulleiterin, die darin den Verlust ihrer 1-€-Kraft als Schulbibliothekarin beklagte. Vermutlich gab es diesen Job deshalb nicht mehr, weil dem Job das Merkmal der Zusätzlichkeit fehlte. Das nehme ich zumindest an, weil diese Beschäftigung zuvor eine feste Vollzeitstelle war. Keiner wußte von der Abschaffung der Festanstellung und der Veränderung hin zu einem 1-€-Job. Inzwischen ist diese Stelle wieder mit einer Frau (der Mutter eines Schülers) besetzt, als Bürgerarbeit. Ein Arbeitsplatz im Büro wurde inzwischen ebenfalls gestrichen und die Schulbibliothekarin macht nun nebenbei auch jede Menge Bürokram. Sollte Bürgerarbeit so aussehen? Ich meine ganz entschieden nicht! Dennoch ist das besser als ein 1-€-Job.
 

gila

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#49
Umschulung HP Psych.?
HA HA ... auf die hab ich auch gespickt... sogar eine Schnell-Umschulung als "sonstwas" hätte ich gemacht - Konzept, Ideen und auch passende Zusatzausbildungen habe ich vorzuweisen ... alles selbst so "nebenbei" finanziert.
(Wobei das Wort "Heilen" für SBs ein "Unwort" ist. Zu weltfremd diese Leute!)

Antwort meines neuen SB: "Sowas hat keine Zukunft - die werden alle wieder arbeitslos - ich kenne 3, die gescheitert sind - Sie müssen in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ..." blabla.

Meine Antwort: 1. Besser eine ungewisse Zukunft mit MÖGLICHKEITEN als gar keine - 2. Ich kenne mindestens 3, die es geschafft haben und gut leben und orientiere mich da lieber an MEINER Wahrnehmung, denn ICH bin "draußen" unterwegs ...
3. was glauben Sie eigentlich WER sozialversichtungspflichtige Tätigkeiten SCHAFFT? Das Arbeitsamt oder die vielen Selbstständigen, die die Risiken stemmen?

Inzwischen werde ich DEMONSTRATIV totgeschmissen mit "tollen" Jobangeboten - alle 2 Tage gehen 2-3 "Angebote" von SB ein, die leider alle an meinem "Profil" vorbei gehen.

Ich bewerbe mich halt "brav" (OHNE dass ich die langatmige EGV unterschrieben hätte :icon_evil:) und auch ohne zu meckern und murren fleißig darauf, :icon_knutsch: denn ich WEISS ja, dass mein Jahrgang ganz sicher nicht dazu führt, eine Stelle zu bekommen.

Dann muss ich auch keine Diskussion "aushalten", dass ich dies oder das verweigere oder mit "Wehwehchen" und Einschränkungen komme. Einfach locker und vorschriftsmäßig bewerben ;-)

Selbst 2 ZAs haben bereits meine Bewerbung zurück geschickt: überqualifiziert - keine passenden Angebote.

:eek: Wo doch SB erst kürzlich meinte, ich würde ja nur "alles mögliche" machen und "in den Wolken schweben"?
 

MR.X

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#50
erst konnte ich es nicht glauben jetzt erlebe ich auch sowas .......kamm rein und wurde sofort blöd angemacht nach dem motto:schon wieder ein junger arbeitloser dabei wollte ich nur was für meinen kollegen nachfragen....ich entgegnete der jungen aber offenbar geistlich zurückgeblieben mitarbeiterin ob ich ihren vorgesetzten sprechen dürfte......wie freundlich sie auf einmal zu mir war^^dachte sie kommt damit durch hab mich trotzdem beschwert.....
bürgerarbeit?naja willkommen in der modernen sklaverei.........

Übrigens rate ich von normalen gesprächen mit denen ab da hilft nur schreien^^

wenn alles nichts hilft rechtlichen beistand holen.........
 

Hartzeola

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#51
Antwort meines neuen SB: "Sowas hat keine Zukunft - die werden alle wieder arbeitslos - ich kenne 3, die gescheitert sind - Sie müssen in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ..." blabla.

Meine Antwort: 1. Besser eine ungewisse Zukunft mit MÖGLICHKEITEN als gar keine - 2. Ich kenne mindestens 3, die es geschafft haben und gut leben und orientiere mich da lieber an MEINER Wahrnehmung, denn ICH bin "draußen" unterwegs ...
3. was glauben Sie eigentlich WER sozialversichtungspflichtige Tätigkeiten SCHAFFT? Das Arbeitsamt oder die vielen Selbstständigen, die die Risiken stemmen?
Deine Antwort soll die sein, dass dein SB kein Sachverständiger im Bereich Existenzgründung ist und es seine direkte Aufgabe ist, deine Geschäftsidee von Experten prüfen zu lassen, ob die deine Arbeitslösigkeit beenden kann.
 

gila

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#52
Danke. Jedoch habe ich DAS genau schon hinter mir. Ich HATTE einen sehr anspruchsvollen Businessplan durchgezogen - durch die IHK abgesegnet - nur hat mir Unfall und lange Krankheit einen Strich durch die Rechnung gemacht, daher habe ich eben andere Möglichkeiten aufgenommen.
Und die sind heute nicht "gut" genug, weil eben nicht soz.vers.pflichtig, sondern freiberuflich - da kann man mir nicht so viel anrechnen :biggrin: wie man gern möchte.

Mein Problem? Ich kanns auch ganz lassen und gemütlich mit weniger auskommen, in die Insolvenz gehen und andere mitleiden lassen und meine Couch ausfüllen :icon_neutral: - nur ist das nicht so ganz mein "Lebensziel" gewesen, für das ich so viele Jahrzehnte gebuckelt habe.

Tja - ich sehe kommen, die Kommunikation zwischen SB und mir wird an der unterschiedlichen "Wahrnehmung" scheitern.
Ich bleibe jedoch bei MEINER :icon_evil: - denn es ist MEIN Leben, dass sich mit großen Schritten allerdings dem Alter und dem Ende nähern wird. Da mag ich schon in großen Teilen selbst bestimmen, WIE das geschieht.
 

Hartzeola

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#53
Mein Problem? Ich kanns auch ganz lassen und gemütlich mit weniger auskommen, in die Insolvenz gehen und andere mitleiden lassen und meine Couch ausfüllen :icon_neutral: - nur ist das nicht so ganz mein "Lebensziel" gewesen, für das ich so viele Jahrzehnte gebuckelt habe.
t

Du wirdst niemals im Voraus die Frage beantworten können, ob du das tatsächlich kannst. Mit weniger auskommen geht es noch. Mit Aufgeben von dem, was du erreicht hast und zu einem von dir bestimmten Zeitpunkt aufgeben willst, kann nicht gute Folge für deine eigene Seele haben.

Ich bleibe jedoch bei MEINER :icon_evil: - denn es ist MEIN Leben, dass sich mit großen Schritten allerdings dem Alter und dem Ende nähern wird. Da mag ich schon in großen Teilen selbst bestimmen, WIE das geschieht.
Bestimme es bitte nicht. Überlasse den Dingen ihren Lauf und versuche, diesen zu steuern.
 

gila

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#54
t

Mit Aufgeben von dem, was du erreicht hast und zu einem von dir bestimmten Zeitpunkt aufgeben willst, kann nicht gute Folge für deine eigene Seele haben.

Darum kommt das eben nicht in Frage :)

Bestimme es bitte nicht. Überlasse den Dingen ihren Lauf und versuche, diesen zu steuern.
... was bisher ganz gut geklappt hat. Für mich ist immer "gesorgt" :)
Mal mit etwas mehr, mal mit etwas weniger Kampf. Man hat ja ein Leben Zeit zum "üben" :biggrin:

 
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