Auf Aufstockung verzichten wegen Krankheit?

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Nohope

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Hi,

ich würde gerne mal hören, wie Ihr meine Situation einschätzt. Es ist ein wenig kompliziert.

Vorgeschichte: Habe vor 3 Jahren eine Umschulung erfolgreich beendet, aber nie in diesem Beruf gearbeitet. Daher gestaltet sich die Arbeitssuche schwierig. Ich bin seit 2 Jahren in ALG 2-Bezug und davon seit 6 Monaten krankgeschrieben (aufgrund psychischer Gründe). Die Überprüfung meiner Arbeitsfähigkeit durch das Job-Center ist gerade angelaufen.

Habe jetzt eine Arbeitsgelegenheit gefunden, eine Art Praktikum (1 Jahres-Vertrag), in meinem neuen Beruf. Es wäre eine Gelegenheit Berufserfahrung zu sammeln. Nachteil: nur 600,- Euro brutto im Monat bei einer 45 Stunden-Arbeits-Woche und ich muss über 400 km weit von meinem Wohnort wegziehen.

Ich würde es probieren wollen, weiß aber nicht, ob ich das alles so klappt, wie ich mir das vorstelle und ob ich das gesundheitlich überhaupt packe.
Sollte dies nicht der Fall sein, würde ich mir ein Attest vom Arzt holen und dürfte dann ja keine Sanktionen zu befürchten haben, richtig?

Aber: Wenn ich beim dortigen Job-Center gemeldet bin als Aufstockerin bzw. dann wieder im vollem Bezug, kann ich ja nicht so einfach wieder zurück in meinem jetztigen Wohnort umziehen. Ich möchte natürlich ungern irgendwo in der Fremde hängen bleiben und dann auch noch nicht einmal einen Job haben.

Um dem zu entgehen, habe ich mir folgendes überlegt:
Wenn ich mich beim Job-Center ohne Angabe von Gründen abmelde, kann ich mich doch jederzeit wieder anmelden, richtig? Und mein Bezug würde dann einfach weiterlaufen (im selben Bewilligungszeitraum) bzw. ich stelle einen neuen Antrag, richtig?

Forscht das Job-Center nach, was ich in der Zwischenzeit gemacht habe (da ich Sozialbeiträge zahlen werde, werden sie ja wissen, das ich einen Job hatte)? Aber wenn ich nicht im Bezug bin, kann ich ja auch ohne Genehmigung umziehen oder? Und mit einem Attest bzw. Krankmeldung kann mir ja keine Sanktion drohen.
Habe ich irgendwas übersehen?
Wenn die Arbeitsaufnahme der 1.8. ist, mein Gehalt aber erst am 15.9. kommt, melde ich mich dann erst kurz vor dem Geldeingang ab? Oder sicherheitshalber lieber schon zum Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme?

Kriege neben dem Gehalt noch eine kleine Rente; bei eine günstigen Unterkunft bekäme ich sowieso nur 50-100,- Euro Aufstockung.
Und da ich nur ein möbliertes Zimmer suche und meine Möbel gar nicht mitnehme werde (wohne z.Zt. fast mietfrei), entstehen mir ja auch kaum Unkosten.
Daher würde ich es lieber riskieren, jetzt ein paar Monate meine Ersparnissen anzugehen, als diesen ganzen Behörden-Papier-Ärger zu haben.
Habe mündlich der Firma zugesagt, den Vertrag zugeschickt bekommen, aber noch nicht unterschrieben. Das Job-Center weiß (noch) von nichts.

Was meint Ihr dazu? Bin ich zu naiv?
Irgendwelche Tipps?

Bin gespannt.

Nohope :icon_smile:
 
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