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Malegro

Elo-User/in

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#1
Hallo!

heute war ich beim Job Center um meinen Antrag abzugeben (bzw. die Abgabe vorzubreiten).

Die wirklich nette Dame dort bat mich, Kontoauszüge der letzten 4 Wochen vorzulegen. Das steht auch auf einem Merkblatt, das sie mir mitgegeben hat....

Nachdem ich mir hier fleißig die letzten Beiträge (und auch die generelle Abhandlung zum Thema Kontoauszüge) durchgelesen habe bekomme ich den Eindruck, daß ein einziger Ausdruck auf dem mein aktueller Kontostand ersichtlich ist ausreichen müsste.

Nun frage ich mich aber, warum das auf diesem Merkblatt so steht :kinn:
Haben die die Entscheidungen der Gerichte noch nicht mitbekommen oder versuchen sie es einfach mal?
Oder liegt die Entscheidung wie viele Kontoauszüge es denn sein müssen im Ermessensspielraum der einzelnen Job-Center?

Ehrlich gesagt habe ich keine Lust, mit den Sachbearbeitern rumzudiskutieren wofür ich mein Geld ausgegeben habe - zudem habe ich im letzten Monat geheiratet, schon alleine dafür ist ein größerer Posten abgegangen... Mir wäre es lieb, nur mit einem Auszug (oder einer generellen Kontenübersicht, wo eben der aktuelle Kontostand aufgeführt ist) auszukommen.

Andererseits bekomme ich ein echtes Problem, wenn sich das mit dem Bescheid sehr verzögert.

Macht es Sinn, ersteinmal nur diese Kontoübersicht beim Antrag vorzulegen und mit einem netten Brief auf meine Rechte (und evt. Urteile) hinzuweisen? Wie groß sind die Chancen ohne größeren Ärger / Verzögerungen druchzukommen? Wie sind da eure Erfahrungswerte?

Ich habe noch eine Frage:
Bei den Angaben über das Vermögen wird ja nur das verwertbare Vermögen berücksichtigt, oder? Ein Bausparvertrag, auf dem eine Verpfändungserklärung für die Mietkaution liegt dürfte da nicht mit einberechnet werden. Richtig?
Angeben muss ich den Bausparvertrag aber trotzdem. reicht es, wenn ich von der Bank eine Erklärung beilege, daß dieser an den Vermieter verpfändet ist und ich darauf vor meinem Auszug / der Abrechnung mit der Mietkaution keinerlei Zugriff habe?

Danke schoneinmal jetzt fürs Lesen und euren Rat, Malegro
 
E

ExitUser

Gast
#2
Malegro sagte :
Hallo!

Die wirklich nette Dame dort bat mich, Kontoauszüge der letzten 4 Wochen vorzulegen.

Nachdem ich mir hier fleißig die letzten Beiträge (und auch die generelle Abhandlung zum Thema Kontoauszüge) durchgelesen habe bekomme ich den Eindruck, daß ein einziger Ausdruck auf dem mein aktueller Kontostand ersichtlich ist ausreichen müsste. Ja, denn er stellt klar, daß du bedürftig bist.
Nun frage ich mich aber, warum das auf diesem Merkblatt so steht :kinn:
Haben die die Entscheidungen der Gerichte noch nicht mitbekommen oder versuchen sie es einfach mal? Richtig, versuchen kann man es ja mal - und oft hört man auch. das haben wir schon zu Sozialhilfezeiten so gefordert - was die sache nicht richtiger macht.
Oder liegt die Entscheidung wie viele Kontoauszüge es denn sein müssen im Ermessensspielraum der einzelnen Job-Center? Kann man so nicht sagen, nur bei uns wurde keiner gefordert, manchen reichen nicht mal die von 3 Monaten
Ehrlich gesagt habe ich keine Lust, mit den Sachbearbeitern rumzudiskutieren wofür ich mein Geld ausgegeben habe - dann leg sie vor zudem habe ich im letzten Monat geheiratet, schon alleine dafür ist ein größerer Posten abgegangen...oder die schwärzt, was du ausgegeben hast - eigentlich wollen die ja verschwiegenes Einkommen finden Mir wäre es lieb, nur mit einem Auszug (oder einer generellen Kontenübersicht, wo eben der aktuelle Kontostand aufgeführt ist) auszukommen. Dann gib nur den ab... und starte eine Anfrage, welche Verdachtsmomente es gegen dich gibt, mehr zu fordern und belege deine Meinung, warum sie deine Kontoauszüge nicht einsehen sollen.
Andererseits bekomme ich ein echtes Problem, wenn sich das mit dem Bescheid sehr verzögert. Und genau damit rechnen die... und erpressen somit die Bedürftigen
Macht es Sinn, ersteinmal nur diese Kontoübersicht beim Antrag vorzulegen und mit einem netten Brief auf meine Rechte (und evt. Urteile) hinzuweisen? Das mußt du selbst entscheiden, wir kennen deine SB nicht Wie groß sind die Chancen ohne größeren Ärger / Verzögerungen druchzukommen? Meine Einschätzung: gering Wie sind da eure Erfahrungswerte?Wer etwas fordert, weil es immer so gemacht wurde, wird seine Meinung meist nicht ändern... die Erfahrung hab ich.
Ich habe noch eine Frage:
Bei den Angaben über das Vermögen wird ja nur das verwertbare Vermögen berücksichtigt, oder? Ist nicht gesagt: Fehler passieren immer wieder. ich mußte auch erst um meine Sterbegeldversicherung kämpfen, daß ich die behalten durfte.Ein Bausparvertrag, auf dem eine Verpfändungserklärung für die Mietkaution liegt dürfte da nicht mit einberechnet werden. Richtig? Richtig - heißt aber nicht, daß die das genauso sehen werden... wie gesagt, manche SB handeln nicht nach gesetz - verlassen darf man sich auf nichtsAngeben muss ich den Bausparvertrag aber trotzdem. Ja reicht es, wenn ich von der Bank eine Erklärung beilege, daß dieser an den Vermieter verpfändet ist und ich darauf vor meinem Auszug / der Abrechnung mit der Mietkaution keinerlei Zugriff habe? Die würde ich dazu tun, ja. Ob es reicht, wirst dann sehen...das kann niemand vorhersehen, was dein SB sich denkt.
Eins bitte immer tun: alles, was du abgibst, bestätigen lassen. Also in diesem Fall Kopie der ersten seite des Antrages für dich mit Eingangsstempel, und am besten erstellst du eine Kiste mit allen abgegebenen Unterlagen, auf der du dir auch die Abgabe bestätigen läßt. Dann kann es dir nie passieren, daß man dir mitteilt: liegt nicht vor oder ähnliches - bitte einreichen.

Gruß aus Ludwigsburg
 
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