Auch der Erwerbslose arbeitet

Dagegen72

VIP Nutzer*in
Thematiker*in
Mitglied seit
11 Oktober 2010
Beiträge
6.428
Bewertungen
1.016
https://www.youtube.com/watch?v=nNCuovR2ZTI

Selbst ist der Kunde. Wir kellnern und entsorgen selbst. Wir beraten uns selbst und verkaufen an uns selbst. Wir transportieren und analysieren selbst. Wir wissen immer, woher und wohin. Wir machen Servicepersonal überflüssig und uns selbst unsichtbar. Kundenarbeit ist auf den ersten Blick einfach und komfortabel. Neue Technologien sind handlich, freundlich und versprechen uns: Keine Wartezeiten mehr. Kein lästiges Gedrängel. Alles geht schön automatisch. Die Branche schätzt ihre Kunden und sie kennt sie genau. Als der Mensch den Handel erfand, wurde er zum Konsumenten. Jahrtausende lang blieb das so, von den dörflichen Märkten bis zu den Kaufhäusern der Nachkriegszeit. Der Konsument stand vor dem Tresen, der Verkäufer dahinter. Dann kamen die Supermärkte. Und der Konsument wurde zum Mitarbeiter. Er sucht, packt, transportiert nun selbst. Unbezahlt. Aber im Supermarkt gibt es noch mehr Jobs: scannen, kassieren, inventarisieren, managen.
als "Kundenarbeiter" und unterstützt die Industrie damit



die Anträge übers Internet zählen denke ich auch dazu ..

...und Arbeitsplätze werden vernichtet
 

Dagegen72

VIP Nutzer*in
Thematiker*in
Mitglied seit
11 Oktober 2010
Beiträge
6.428
Bewertungen
1.016
Ich befürchte, dass die gewisse Unabhängigkeit die man vermutungshalber durch das BGE erlangen könnte, gar nicht im Industriesklavensinne sein könnte, denn manche sagen dann: BGE reicht mir - und es könnte zu Arbeitnehmerausfällen kommen?

Aber wozu die Sorge, man ist ja auch Kundenarbeiter und nimmt den "service-orientierten - der Kunde ist König" Supermärkten und Discountern ja schon die Arbeit ab, weshalb diese Personal einsparen können :wink:

Ich weiß es nicht. Würde jedenfalls mal der ganze JC / Argen / alle sonstig mit drin hängenden Ämter wegfallen, würde der Staat doch auch was sparen?

Da niemand mehr Personal bezahlen will, man lieber in Maschinen und Technologie investiert - u.U. ist ein BGE irgendwann unerlässlich??

Problem das ich noch sehe:

die einen habe BGE, die anderen arbeiten und haben mehr als BGE - und manche BGEler könnten auch mehr Geld durch Arbeit wollen?? - und dann?
 

Solanus

Forumnutzer/in
Mitglied seit
8 August 2006
Beiträge
2.550
Bewertungen
2.337
Wo soll das Problem sein, wenn einer sagt, BGE reicht mir, ein Anderer sagt, reicht mir nicht, ich arbeite zusätzlich.

Ich sehe da kein Problem sondern einen riesen Vorteil.

Wer mehr will, arbeitet, Also Arbeit lohnt sich wieder.

Die Abhängigkeit AN -- AG dreht sich um.

Nicht der An ist von der Gnade des AG abhängig, wie derzeit. Sondern der AG muss seine gewünschte Arbeit anbieten und der AN verkauft seine Arbeitskraft nach Belieben. Sprich Arbeit wird wieder gerecht entlohnt, stimmen die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung nicht, verrichtet niemand die Arbeit, sprich der AG kann sein Produkt/Leistung nicht verkaufen.

Im Ergebniss muß jeder AG seine Angebote überprüfen und gerecht anbieten. Es gibt nicht nur Fairtrade sondern auch FairMade.
 

Dagegen72

VIP Nutzer*in
Thematiker*in
Mitglied seit
11 Oktober 2010
Beiträge
6.428
Bewertungen
1.016
Also, ich bin prinzipiell auch für das BGE auch wenn ich nicht weiß, ob ich das wirklich hinsichtlich Überblick / Durchblick beurteilen kann.

Wo soll das Problem sein, wenn einer sagt, BGE reicht mir, ein Anderer sagt, reicht mir nicht, ich arbeite zusätzlich.

Hm? Das Problem sehe ich in der Menge der dann noch zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze aber vermutlich würde sich nichts an der Situation ändern, denn jetzt gibt es auch schon Leute, die unfreiwillig arbeitslos sind und die zugucken, wie andere etwas oder deutlich mehr haben als sie selbst als unfreiwillig Erwerbslose,r und wenn es nur die Freiheit von JC-Idiotie ist.
(Gibt sicherlich auch welche, die sich arrangiert haben und das auch akzeptieren, dass sie nun elo sind, weil die Situation so ist wie sie ist und oder sie ihre Prinzipien haben)

Es wird vermutlich so sein, dass Unternehmer immer mehr Personal-Arbeitsplätze durch Technologie einsparen wollen, bis auf null.

Vermutlich holt man jetzt noch die absoluten IT-Kenner aus der ganzen Welt um weitere Technologien zu entwickeln, die Menschen im Betriebsleben weitestgehend überflüssig machen. Und irgendwann wird es einen automatisierten Roboter geben, der kontrolliert, ob eine andere Maschine funktioniert oder der Unternehmer als einzig noch verbleibender Mitarbeiter steuert und sieht daheim vom Internet aus, ob seine Lebensmittel- oder Textil-Industrie - produziert ^^
 

Solanus

Forumnutzer/in
Mitglied seit
8 August 2006
Beiträge
2.550
Bewertungen
2.337
Es wird immer Arbeiten geben, die ein Mensch machen muß. Nicht in der Indurstireproduktion, aber z. b. im Sozialen, im Gesundheitswesen, im Ordnungswesen, Verwaltung usw.

Nicht jeder Arbeitsplatz wird wegfallen. Aber seien wir ehrlich, nicht jeder Arbeitsplatz ist unbedingt wünschenswert.

Der große Unterschied ist, es wird keine Arbeitslosen, wegen mangelnder Arbeit mehr geben. Keine Arbeitslosen, die stigmatisiert in sinnlose Maßnahmen gezwungen werden.

Arbeit wird wieder zum Bedürfniss. Mit Sicherheit nicht für jeden, was auch nicht schlimm ist, aber wer arbeiten möchte wird eine fair bezahlte und ordentliche Arbeit bekommen.

Nicht die Arbeitslosen stehen auf dem AA Schlange, sondern die AG, die Menschen für notwendige Arbeit suchen.

In D gibt es ca. 30 Mio. Arbeitsfähige davon sind ca. 10 Mio. Erwerbslos und derzeit 500.000 freie Stellen. Aber niemand hat jemals erfaßt wieviel täglich mit Frust zu einem Zwangsjob gehen und viel lieber etwas Anderes machen würden, aber nicht können, weil Sanktionen es verbieten. Staatliche Sanktionen, wir dürfen nicht vergessen hinter der BA steht der Staat.

Es werden schon heute händeringend Pflegekräfte, Lehrer, Ärzte, Krankenschwestern gesucht, nur bezahlen will die keiner und die Arbeitsbedingungen sind unter aller Sau. Deswegen will auch keiner die Arbeit machen. Würde diese Arbeit fair bezahlt und wären die Arbeitsbedingungen fair, gebe es auch keinen Mangel an Fachkräften. Das ist nur ein Beispiel von vielen.

Deutsche Fachkräfte sind Erwerbslos und Ausländer werden als billige Arbeitskräfte eingekauft. Weil es billiger ist. Ein deutscher Fachmann bekommt nach 1 Jahr ALGII und der Fachmann aus dem Ausland, vorzugsweise Billiglohnland, bekommt grundsätzlich mal mindestens 30% weniger Gehalt. So funktioniert heute die deutsche Wirtschaft. Das wäre beim BGE nicht mehr möglich.
 

Dagegen72

VIP Nutzer*in
Thematiker*in
Mitglied seit
11 Oktober 2010
Beiträge
6.428
Bewertungen
1.016
na ja, was heißt nicht unbedingt wünschenswerte Arbeit, ich denke, so wie es jetzt auch schon Leute gibt, die problemlos da arbeiten können, wo es andere für sich eher problematisch sehen, würde das auch beim BGE sein - könnte ich mir vorstellen.

Und - so wie du schreibst Solanus - könnte mir klar werden, warum wir einen Fachkräftemangel haben (abgesehen vom Märchen vom Fachkräftemangel) - die hiesigen Fachkräfte gehen ins Ausland aufgrund der Bedingungen und Zustände und deshalb sind ausländische Kräfte nötig :wink:

Haiti: Viele Mütter sterben, Haitis Ärzte arbeiten lieber im Ausland

Deutsche Ärzte zieht es ins Ausland - Politik - Deutschland - Hamburger Abendblatt

Warthausen: Chinesische Azubis lernen Altenpfleger - Fernsehen :: SWR Fernsehen :: Nachrichten :: Baden-Württemberg :: Ulm | SWR.de

hihi - Zukunftsprognose: Deutschland bietet irgendwann mal nur noch die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Strukturen und die Sprache ist eben multikulti aber kaum noch deutsch und es wird das arab. Viertel geben, das chinesische (Chinatown) und und und, oder? :D


..aber.. das YT-Video ist auch interessant, oder? Weil wir gerade etwas vom Kundenarbeiter abkommen. Oder?
 

swavolt

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
9.703
Bewertungen
8.891
Wozu braucht man in naher oder ferner Zukunft noch die Menschen?

Es wird robotorisiert. Und nur die Unternehmer haben dann noch Einkommen.
 

Dagegen72

VIP Nutzer*in
Thematiker*in
Mitglied seit
11 Oktober 2010
Beiträge
6.428
Bewertungen
1.016

swavolt

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
9.703
Bewertungen
8.891
Ja, man sollte sich Roboter kaufen und etwas herstellen. Wasser und Rohstoffe gehören den der sie sich nimmt. Was draus basteln und billiger als die reichen Unternehmer verkaufen.

Oder alle werden Selbstversorger.

Wer weiss. Könnte so kommen.
 

Dagegen72

VIP Nutzer*in
Thematiker*in
Mitglied seit
11 Oktober 2010
Beiträge
6.428
Bewertungen
1.016
Ja, da hätte das Morgenmagazin auch schon den passenden Tipp für:

meine ernte: Der einfachste Weg zum Gemüsegarten - deutschlandweit

als Anfang vielleicht, um zu lernen wie es geht :biggrin:

ich finde es interessant

alles wird gestellt und vorbereitet

als kleinen, ca. 45 qm Gemüsegarten für Singles oder Pärchen für 199,- EUR oder
als Familien-Gemüsegarten mit 90 qm für 369,- EUR pro Saison.
.. wäre ein kleiner Wermutstropfen ;) gilt aber wohl für die ganze Saison Mai - Oktober
 
Oben Unten