AU wegen Depressionen sinnvoll oder eher nicht?

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schuldenjenny

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Hallo Gemeinde,

eine Freundin von mir, Anfang 40, ist seit gut 3 Jahren ELO, ich begleite sie regelmäßig zu den JC Terminen.
Bislang war der SB sehr umgänglich, nun fand ein Wechsel statt.

Meine Freundin leidet seit Jahren unter Angststörungen und Depressionen, das JC weiss davon nichts.
Nun setzt der neue SB sie so unter Druck, droht sinnlose Maßnahmen an u. läd sie alle 3-4 Wochen ein,
in der alten EGV (wurde "bis auf weiteres" geschlossen) steht nix Großartiges drin.

Da sie die Situation mehr u. mehr mitnimmt ist die Überlegung mit ihrem Psychiater wegen einer Krankmeldung zu sprechen,
wäre mit Sicherheit auch kein Problem, um dann wieder eine Therapie zu beginnen.

So, nun habe ich gegoogelt u. gegoogelt u. bin mir nicht mehr so sicher ob das eine so gute Idee mit der
Krankmeldung ist.

Ich habe nämlich gelesen dass ELo´s mit psychischer Erkrankung durchaus auch in - wie ich finde - noch schlimmere
und noch sinnlosere Maßnahmen gesteckt werden können, meine Freundin hat Depressionen, d.h. nicht dass sie
bis 12 Uhr pennt u. dann vorm Fernseher sitzt.

Wie sind da eure Erfahrungen?

Hab ich das richtig verstanden dass das JC jederzeit zum MDK laden kann?
Meine Freundin hat Angst sich selbst ein Ei ins Nest zu legen u. dann nicht mehr rauszukommen.

Grüße,

Jenny
 

Couchhartzer

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Ich habe nämlich gelesen dass ELo´s mit psychischer Erkrankung durchaus auch in - wie ich finde - noch schlimmere
und noch sinnlosere Maßnahmen gesteckt werden können
Und das ist genau sogar am wahrscheinlichsten wenn, wie hier beschrieben:
Meine Freundin leidet seit Jahren unter Angststörungen und Depressionen, das JC weiss davon nichts.
dem JC noch nicht einmal ansatzweise bekannt ist, dass es überhaupt mögliche gesundheitlich einschränkende Hinderungsgründe gibt. ;)

bin mir nicht mehr so sicher ob das eine so gute Idee mit der
Krankmeldung ist.
Auf Dauer wird das mit Sicherheit nicht ausreichen um vor sinnlos belastenden Maßnahmen zu schützen und eine Garantie, dass ein SB von sich aus bemerkt, dass eventuelle einschränkende Hinderungsründe vorliegen können gibt es damit auch nicht.
 

HermineL

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Und das ist genau sogar am wahrscheinlichsten wenn, wie hier beschrieben:
Nicht wenn eine gültige Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliegt.

Auf Dauer wird das mit Sicherheit nicht ausreichen um vor sinnlos belastenden Maßnahmen zu schützen und eine Garantie, dass ein SB von sich aus bemerkt, dass eventuelle einschränkende Hinderungsründe vorliegen können gibt es damit auch nicht.
Kommt ganz darauf an wie das der behandelnde Arzt sieht und wie lange er krankschreibt. Das
kann sogar über Jahre so gehen und während der AU ist eine Maßnahme nicht möglich.
Hat das JC Zweifel an der AU kann es den MD der Krankenkasse einschalten oder wenn
sie Zweifel an der Erwerbsfähigkeit haben den ÄD der AFA gem. § 44a SGB II.

Näheres kann dein Jokecenter den fachlichen Weisungen der AFA entnehmen (Siehe Anhang).
 

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schuldenjenny

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hallo u. danke erstmal.

aber der ärztliche dienst wird sicher feststellen dass sie noch 3 stunden am tag arbeiten kann u. was ist dann?

könnte man sie dann trotzdem in vollzeitmaßnahmen stecken oder was passiert dann, ich meine eigentlich müsste
eine AU doch aussagekräftig sein, wir möchten nur vermeiden dass wir es verschlimmern wenn sie sich dauerhaft
krankschreiben lässt.
 

Couchhartzer

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der ärztliche dienst wird sicher feststellen dass sie noch 3 stunden am tag arbeiten kann u. was ist dann?
Das kann dir hier mit Sicherheit niemand beantworten, was dann eventuell ist, denn das kann nur ein SB vom zuständigen JC tatsächlich beantworten, weil weder alle JC noch alle SB gleich arbeiten / reagieren.
 

HermineL

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aber der ärztliche dienst wird sicher feststellen dass sie noch 3 stunden am tag arbeiten kann u. was ist dann?
könnte man sie dann trotzdem in vollzeitmaßnahmen stecken oder was passiert dann,
Wenn der ÄD feststellt das sie noch 3 Stunden am Tag arbeiten kann dann steht
sie auch, unter Berücksichtigung aller sonstigen festgestellten Einschränkungen,
dem Jobcenter für 3 Stunden am Tag zur Verfügung. Keine Stunde mehr !
Eine vorliegende AU würde dies auf 0 reduzieren.

ich meine eigentlich müsste
eine AU doch aussagekräftig sein, wir möchten nur vermeiden dass wir es verschlimmern wenn sie sich dauerhaft
krankschreiben lässt.
Was spricht gegen eine dauerhafte AU ? Ich selber bin seit 10/2015 durchgehend AU.

Verwechsele bitte nicht AU (temporär Arbeitsunfähig) mit Erwerbsunfähigkeit (mehr als 6 Monate).
Bei einer AU steht sie überhaupt nicht zur Verfügung. Bei Zweifeln an der AU muss das JC
zwingend den Weg über den medizinischen Dienst der Krankenkasse gehen. Nur der kann
eine AU aufheben. Nicht der ÄD der AFA.

Bei einer durch den ÄD festsgestellten zeitweisen Erwerbsunfähigkeit von mehr als 6 Monaten
steht sie nur im Rahmen der Einschränkungen zur Verfügung (z.B. 3 Stunden, nicht schwer heben,
nicht ständig sitzen etc.)

Die endgültige Feststellung einer Erwerbsunfähigkeit obliegt einzig der DRV.
 

schuldenjenny

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@HermineL

danke nochmal.

ihre angst ist halt dass sie trotz AU vom ÄD für 3 stunden als einsetzbar eingestuft wird u. dass dann dem SB tür u. tor für noch sinnlosere maßnahmen
geöffnet werden u. man dann eben gar kein mittel mehr - wie ne AU - hat, sonder praktisch seine seele für 3 stunden verkaufen muss oder man bekommt
ne sanktion.

wir - bzw. ich - haben in den letzten tagen viel gelesen u. es gibt überhaupt kein klares bild was ein SB dann macht bzw. was genau denn nun erlaubt ist u.
was nicht, auch das mit einer WUB scheint immer noch nicht rechtlich geklärt.

ich habe gelesen dass man jemanden trotz AU auch einladen kann, bin wirklich verwirrt weil ich keine klaren definitionen dazu finden kann, ich bin ja so naiv
u. dachte wenn ein facharzt eine AU ausstellt dann wäre das aussagekräftig u. wenn man bei psychischen sachen zb. ne therapie nachweist könnte man eben
nicht so einfach sanktioniert werden weil man sich ja um die erwerbsfähigkeit kümmert.

lg
 

HermineL

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ihre angst ist halt dass sie trotz AU vom ÄD für 3 stunden als einsetzbar eingestuft wird u. dass dann dem SB tür u. tor für noch sinnlosere maßnahmen
Nochmals. Der ÄD kann weder eine AU erstellen noch eine aufheben.

Das kann einzig der behandelnde Arzt und diese gilt für 24 Stunden pro Tag.
Aufheben kann die nur der Arzt selber oder der MD.

Der ÄD kann nur feststellen ob eine Erwerbsfähigkeit derzeit vorliegt oder nicht.
Kommt der zu dem Schluß das sie 3 Stunden arbeiten kann und es liegt dann
keine aktuelle AU des behandelnden Arztes vor muss sie 3 Stunden zur Verfügung
stehen.
Das öffnet dem SB keine Türen sondern schränkt Ihn in seinen Möglichkeiten ein.
Bei einer AU hat er gar keine Möglichkeiten mehr.

Bitte werfe nicht alles durcheinander.
 

schuldenjenny

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@HermineL

also heisst dass, das wenn man AU ist, der ÄD lediglich die Erwerbsfähigkeit feststellen kann, wenn ja u. man weiterhin krankgeschrieben ist,
gilt aber trotzdem die krankschreibung u. der SB kann wg. AU nicht handeln wie er will.
 

Benz61

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wie sieht es überhaupt aus wenn der MDK die AU aufhebt und man am selben Tag oder am nächsten Tag zum erneut zum Arzt geht und sich erneut AU schreiben lässt ! ?
 
G

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Gast
Depression ist eine ernsthafte Erkrankung und sollte erst einmal behandelt werden.
Mit einer AU vom Arzt und so lange wie nötig.
Wegen MDK.
Hatte das auch mal das mich vor Jahren (andere Diagnose) die Krankenkasse per "Ferndiagnose" gesund schrieb. Meine Ärztin hob das Minuten später wieder auf. Es dauerte dann noch einige Monate ehe ich dann ganz vorsichtig via "Hamburger Modell" ins Erwerbsleben zurückkehren konnte.
 

HermineL

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also heisst dass, das wenn man AU ist, der ÄD lediglich die Erwerbsfähigkeit feststellen kann, wenn ja u. man weiterhin krankgeschrieben ist,
gilt aber trotzdem die krankschreibung u. der SB kann wg. AU nicht handeln wie er will.
Unabhängig von der Feststellung des ÄD gilt die Krankschreibung. Egal ob der
ÄD sagt man ist derzeit Erwerbsfähig oder nicht.

...ich dachte der MDK kann keine Krankschreibung aufheben sondern stellt die Erwerbsfähigkeit fest?
Du wirfst das immer noch durcheinander.

-- ÄD= ärztlicher Dienst der Bundesagentur für Arbeit - stellt die aktuelle Erwerbsfähigkeit für die nächsten 6 Monate fest. ÄD hat
nichts mit der Arbeitsunfähigkeit/Krankschreibung zu tun und kann diese auch nicht aufheben

-- MDK= medizinischer Dienst der Krankenkasse - stellt fest ob die aktuell vorliegende Arbeitsunfähigkeit/Krankschreibung den
Tatsachen entspricht oder nicht. Bei letzterem kann er die AU aufheben

-- DRV = Deutsche Rentenversicherung - stellt abschließend und für alle anderen Leistungsträger binden fest ob man entweder
teilweise Erwerbsgemindert ist oder vollständig Erwerbsgemindert ist sowie ob dies auf Zeit oder dauerhaft ist.
 

schuldenjenny

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@HermineL

ach ok. mensch, ich dachte MDK u. ÄD sind das gleiche... jetzt hab ichs aber verstanden.

also wird das JC dann evtl. den ÄD einschalten wg. festellung der Erwerbsfähigkeit, wann kommt dann
der MDK ins Spiel?

hoffe, ich strapaziere deine nerven nicht allzusehr... :)
 

Porks

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Sagt mal im Ernst (Themen Starter) was soll den das Amt machen. Die wissen gar nicht, dass die Freundin krank ist, weil es ja kein Attest usw. gibt. Also ist sie für jeden Gesund und kann alles machen, um aus der Bedürftigkeit zu kommen.
Wenn man krank ist dann geht man zu seinem Dr. und lässt sich das Bescheinigen. Aber an erster Stelle klar Behandeln.

Aber so geht es nicht Leistungen bekommen aber nicht bereit sein dafür was zu leisten. Das geht ja auch nicht, wenn man einen Job hat und das ist ja sozusagen jetzt der Job beim Amt, den von denen kommt das Geld und somit wollen die auch eine Gegenleistung. Und wenn man die nicht erbringen kann, dann muss man das halt durch einen Dr. bescheinigen lassen damit der AG/Amt wissen das man zZ nicht das Erbringen kann.
Und, wenn da was angezweifelt wird, geht es halt zum MDK usw. um das Abzuklären.

Aber als erstes Steht klar die Behandelung der Krankheit, aber nicht lass es so wie es ist Geld kommt ja warum was ändern.
 

HermineL

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wann kommt dann
der MDK ins Spiel?
Nur dann wenn eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt wird und das JC an dieser Zweifel hat.

Wenn man krank ist dann geht man zu seinem Dr. und lässt sich das Bescheinigen.
Richtig. So würden es die meisten machen aber es ist kein muss.

Aber so geht es nicht Leistungen bekommen aber nicht bereit sein dafür was zu leisten. Das geht ja auch nicht, wenn man einen Job hat und das ist ja sozusagen jetzt der Job beim Amt, den von denen kommt das Geld und somit wollen die auch eine Gegenleistung.
Wer hat denn gesagt das die Betreffende nur Leistungen haben will ohne was zu leisten. Es geht darum das die Betreffende
sich gesundheitlich nicht dazu in der Lage fühlt und das hat herzlich wenig etwas damit zu tun das sie nicht will.
Es klingt so als wolltest du durch die Blume Schmarotzen unterstellen und mit solchen Unterstellungen sollte
man vorsichtig sein wenn man die Betreffende Person überhaupt nicht kennt.

Und wenn man die nicht erbringen kann, dann muss man das halt durch einen Dr. bescheinigen lassen damit der AG/Amt wissen das man zZ nicht das Erbringen kann.
Kann man, muss man aber nicht zwingend. Wenn die Betreffende angibt gesundheitliche Einschränkungen
zu haben dann gilt die Erwerbsfähigkeit nicht als gesichert und das JC muss gem. § 44a SGB II die
Erwerbsfähigkeit durch den ÄD überprüfen lassen und bis der ÄD seine Feststellung getroffen hat
muss sich das JC gedulden.
 

schuldenjenny

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Sagt mal im Ernst (Themen Starter) was soll den das Amt machen. Die wissen gar nicht, dass die Freundin krank ist, weil es ja kein Attest usw. gibt. Also ist sie für jeden Gesund und kann alles machen, um aus der Bedürftigkeit zu kommen.
Wenn man krank ist dann geht man zu seinem Dr. und lässt sich das Bescheinigen. Aber an erster Stelle klar Behandeln.

Aber so geht es nicht Leistungen bekommen aber nicht bereit sein dafür was zu leisten. Das geht ja auch nicht, wenn man einen Job hat und das ist ja sozusagen jetzt der Job beim Amt, den von denen kommt das Geld und somit wollen die auch eine Gegenleistung. Und wenn man die nicht erbringen kann, dann muss man das halt durch einen Dr. bescheinigen lassen damit der AG/Amt wissen das man zZ nicht das Erbringen kann.
Und, wenn da was angezweifelt wird, geht es halt zum MDK usw. um das Abzuklären.

Aber als erstes Steht klar die Behandelung der Krankheit, aber nicht lass es so wie es ist Geld kommt ja warum was ändern.


ich könnte ja jetzt ne menge dazu sagen, aber nö, dein posting sagt ne menge über dich aus... ;-)

@HermineL

vielen dank für deine ausführlichen erklärungen u. deine hilfe.

ich werde mit meiner freundin nächste woche zu ihrem psychiater gehen und sie soll sich erstmal wieder selbst auf die reihe bringen.

es ging in meinem post auch nur darum ob man sich evtl. mit einer dauerhaften AU womöglich mehr schadet als nutzt, ich zb. musste im letzten jahr originial 1x zum JC, SB ständig krank.

lg
 
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Gelöschtes Mitglied 64655

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Krankschreiben kann sicher der HA. Aber die Depression gehört als potentiell "tödliche Erkrankung" zwingend in fachärztliche Hände.
 

Muzel

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HerrmineL, du bist ein verdammst schlaues Haus!!
Manchmal genügt auch ein HA Attest, wie bei mir. Es kostet halt 10 Euro. Ich bekomme immer noch Bescheide vom LVR, dass ich ohne Bezüge beurlaubt bin, obwohl ich schon lange in Dauer-EM-Ente bin.
 

HermineL

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Manchmal genügt auch ein HA Attest, wie bei mir. Es kostet halt 10 Euro.
Das wird auch niemand bestreiten aber es liegt halt im Ermessen des SB ob er das akzeptiert
oder nicht. Die Regel dürfte eher sein das es nicht akzeptiert wird weil die alle mit Gewalt in
irgendeinen Mist wie sinnlose Maßnahmen drücken wollen.
 

wheelie

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Moin,

ich würde die Krankschreibung unbedingt vom HA ausstellen lassen, natürlich in Absprache mit dem Psychiater, aber ganz wichtig: Diagnosen gehen Sachbearbeiter auf keinen Fall und in keiner Situation irgendetwas an! Niemals, niemals, nicht.

Am besten gleich noch klären, ob die Freundin derzeit in der Lage zu Auseinandersetzungen mit Sachbearbeitern ist, ansonsten den Arzt direkt fragen, ob er unterstützt, dass die Freundin nicht zum JC muss erstmal. Insgesamt kommt dem Arzt sehr viel Gewicht zu, es macht Sinn, ihn von Anfang an komplett mit ins Boot zu nehmen.

Ganz wichtig ist, dass sie etwas unternimmt, Therapie oder so, dieses ist dann wichtig, wenn es um die Erwerbsfähigkeit, und vor allem um die Mitwirkungspflicht geht. Diese geht übrigens immer nur so weit, wie sie nicht zum Schaden des Hilfesuchenden sind, und auch dafür kann ein Arzt sehr wertvoll sein um diese Grenze nachdrücklich wirkungsvoll zu definieren.

Viel Glück.

Lg wheelie
 
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