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Atypisch Beschäftigte sind vielfach benachteiligt – auch im Privatleben?

wolliohne

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#1
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#2
Ich gehe soweit zu sagen, die sind genau so benachteiligt wie Elo. Es ist kein Unterschied.

Wird der "gemeine" Elo von der gesamten (**würg**) sog. "Leistungsgesellschaft" abfällig behandelt und gesehen -- wer kennt nicht das, was im Massenmedium "BILD" stellvetretend für die kalte unsoziale "Gesellschaft" fast täglich zu lesen ist--- trifft den atypisch Beschäftigten (Niedriglöhner) vor allem Hohn, Spott und Geringschätzung von seinen eigenen Arbeitgebenr, was sie aber nur allzu gerne ausblenden sowie von qualifiziert Beschäftigten. (" Wer so dumm ist, und nichts gelernt hat, wird eben Nachtwächter").
Also ebenfalls von der gesamten sog. "Gesellschaft" minus einer Gruppe.

Der Niedriglöhner (atypisch Beschäftigte) lässt seinen Groll aber nun nicht an Arbeitgebern und nicht atypisch Beschäftigten aus, sondern an den Elo.

Im Grunde ist es also vom "Stand" in der sog. "Gesellschaft" vollkommen unerheblich, ob man prekär arbeiten geht oder ganz daheim bleibt.Der Untershied ist lediglich, der Prekäre hat EINE soziale Gruppe, an der er seinen Ärger auslassen kann.

Der Klügere bleibt morgens liegen...
 

libertad

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#3
... Der Untershied ist lediglich, der Prekäre hat EINE soziale Gruppe, an der er seinen Ärger auslassen kann.

...
Als Erwerbsloser kenn ich schon die eine oder andere Gruppe in der Gesellschaft, an der ich meinen Ärger auslasse, oft erreicht meine Ärger diese Gruppe allerdings nicht. Aber es sind nicht die prekär Beschäftigten an denen ich meinen Frust/Wut auslasse.
 
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#4
Natürlich sind atypisch beschäftigte auch ,oder gerade im Privatleben benachteiligt.

Der Status, die hohen Anforderungen an Flexibilität, das geringerde Einkommen, das Stigma......

Die Hans-Böckler-Stiftung, die die Studie gefördert hat, schreibt dazu in einer Pressemitteilung, wer atypisch beschäftigt ist, müsse mit zahlreichen Nachteilen leben, auch im Privatleben, wobei die damit verbundenen Risiken vor allem Frauen trügen.
 
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#6
Als Erwerbsloser kenn ich schon die eine oder andere Gruppe in der Gesellschaft, an der ich meinen Ärger auslasse, oft erreicht meine Ärger diese Gruppe allerdings nicht. Aber es sind nicht die prekär Beschäftigten an denen ich meinen Frust/Wut auslasse.
Doch, die Freiwilligen in der Gruppe sind die richtige Adresse , gleichberechtigt mit den Unternehmern.
Ohne Millionen sich im Prekärbereich freiwillig aufhaltende Andienende gäbs viele dieser Probleme erst gar nicht, bzw. es gäbe sehr viel weniger davon, wenn die Niedriglöhner den Schneid hätten, sich gegen Arbeitsbedingungen und Unternehmer konzertiert zu wehren. Oder wenn sie wenigstens dem Lohn angemessen lahm und lustlos vor sich hinwerkeln würden. DANN stiegen sie in ihrem Ansehen bei mir deutlich. Aber nein, sie hauen drauf, arbeiten sich halbtot, machen unbezahlt Überstunden und verpetzen dem Arbeitgeber Jeden, der da nicht mitmacht.

Sie tun allerdings das Gegenteil von "wehren".

Wenn man sich das Video in @HiV`s Link ansieht, und das mit etwa 8 Mio ( +1 Mio unfreiwillige Niedriglöhner, die dort vom Amt reingezwungen werden und da wieder rauswollen, nehme ich aus) multipliziert, ahnt man schon, warum es so läuft, wie es ist.

Seinerzeit hab ich Niedriglöhner genau so kennengelernt wie diesen Porschen

DAS SIND KEINE VERBÜNDETEN DER KRITISCHEN ELO , SONDERN DEREN GRÖSSTE GEGNER:

Wenn sie benachteiligt sind, keine Zeit für die Kinder haben, halbkrank werden und weiter arbeiten -- selber schuld.
 
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#7
Wenn sie benachteiligt sind, keine Zeit für die Kinder haben, halbkrank werden und weiter arbeiten -- selber schuld.
Es reicht mit deiner Schwarzweißmalerei!


Es soll Menschen geben, die aus VERANTWORTUNGSGEFÜHL für ihre Angehörigen (Familien) arbeiten gehen. Oder motiviert sind, durch ihre Leistung andere Positionen zu erreichen.

Die trittst du hier regelmäßig in den Dreck! :icon_motz:
 
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#8
Es reicht mit deiner Schwarzweißmalerei!


Es soll Menschen geben, die aus VERANTWORTUNGSGEFÜHL für ihre Angehörigen (Familien) arbeiten gehen. Oder motiviert sind, durch ihre Leistung andere Positionen zu erreichen.

Die trittst du hier regelmäßig in den Dreck! :icon_motz:
Du redest wie ein Niedriglohnarbeitgeber. Der könnte das nicht zynischer ausdrücken.

Welch "Positionen" man als Niedriglöhner erreichen kann, ist hinlänglich bekannt.
Arbeitsmarkt: Einmal Niedriglohn-Job, immer Niedriglohn-Job - DIE WELT

Mein Verantwortungsgefühl gegenüber meiner Familie war es, solche Jobs nicht mal im Alptraum angenommen zu haben.
Auf den Umstand, dass die damals meine Frau gezwungen hätten, hätte ich diesen Jobdreck angenommen, möchte ich ausdrücklich hinweisen. Hätten die gemerkt, ich lass mich da so einfach reinbugsieren, hätten die das auch bei ihr probiert.

So blieb es bei dem einmaligen Versuch, da meine FRau auch Widerstand leistete.

Dank der vielen freiwilligen Prekären war es überhaupt nur möglich, dass wir damals eine schwere Zeit mit dem JC hatten und ich alle meine Kraft aufbieten musste, um dem Herr zu werden. Diese Kraft hätte ich damals woanders auch gebraucht.
 
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#9
Es reicht mit deiner Schwarzweißmalerei!
:dank: für deine Meinungsäußerung!

Du hast mir gerade sicher viel virtuelle Haue erspart, denn ich wollte etwas ganz Ähnliches schreiben. Nur wäre mir das dann gleich wieder als skandalöse Elendsverharmlosung aus dem Munde eines korrumpierten Systembüttels ausgelegt worden. So bekommst du jetzt die virtuellen Schläge ab...:wink:

Ich weiß, dass hier natürlich zuallerst mal viele Leute unterwegs sind, die wirklich üble Drecksjobs haben und die faktisch tatsächlich ausgebeutet werden. Nur gibt es eben auch die andere Realität, nämlich diejenigen, die gerne oder zumindest nicht ungerne zur Arbeit gehen, die gut oder zumindest vernünftig verdienen, die (auch trotz Befristung) nicht ausgebeutet werden und für die Arbeit eine wichtige Rolle im Leben spielt.
 
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#10
:dank: für deine Meinungsäußerung!

Du hast mir gerade sicher viel virtuelle Haue erspart, denn ich wollte etwas ganz Ähnliches schreiben. Nur wäre mir das dann gleich wieder als skandalöse Elendsverharmlosung aus dem Munde eines korrumpierten Systembüttels ausgelegt worden. So bekommst du jetzt die virtuellen Schläge ab...:wink:

Ich weiß, dass hier natürlich zuallerst mal viele Leute unterwegs sind, die wirklich üble Drecksjobs haben und die faktisch tatsächlich ausgebeutet werden. Nur gibt es eben auch die andere Realität, nämlich diejenigen, die gerne oder zumindest nicht ungerne zur Arbeit gehen, die gut oder zumindest vernünftig verdienen, die (auch trotz Befristung) nicht ausgebeutet werden und für die Arbeit eine wichtige Rolle im Leben spielt.
Weißt du, BurnsTorn, ich lass mich einfach nicht prügeln. :wink:

Und richtig, das ist eine ganz andere Liga und deshalb glaube ich auch, dass der User @ Heiliger Geistl die Zusammenhänge nicht verstehen kann.
 
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#11
Nur gibt es eben auch die andere Realität, nämlich diejenigen, die gerne oder zumindest nicht ungerne zur Arbeit gehen, die gut oder zumindest vernünftig verdienen, die (auch trotz Befristung) nicht ausgebeutet werden und für die Arbeit eine wichtige Rolle im Leben spielt.
Niemand bezweifelt, daß es die gibt. Ich bin im Rahmen meiner 450€ Stelle auch einer davon, allerdings nicht in der Privatwirtschaft.

Es werden immer weniger und die krampfhafte Einstellung zum "rbeiten müssen" lassen die immer mehr werden, die unter fragwürdigsten Bedingungen vor sich her malochen und nicht konzertiert dagegen ankämpfen, sondern die Ansichten der Unternehmer unkritisch übernehmen.

Eine wichtige Rolle hat "Arbeit" in meinem Leben nie gespielt, trotzdem bringe ich es auf über 30 Jahre damit. Oder: Gustav Heinemann abgewandelt:

„Ach was, ich liebe keine Arbeit , ich liebe meine Frau; fertig!“.

Bis auf wenige Ausnahmen, nämlich diejenigen, die wirklich ihr Hobby zum Beruf machen konnten (das bewundere ich sogar), sind mir die, die mit ihrem Beruf verheiratet sind, äußerst suspekt.

Nur wäre mir das dann gleich wieder als skandalöse Elendsverharmlosung aus dem Munde eines korrumpierten Systembüttels ausgelegt worden.
..was ja der Realität entsprochen hätte.
 
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#14
Das Thema hatten wir doch auch schon gestern. Ich denke, das Grundlegende für eine Familie / ein prekäres Paar ist in dem Zusammenhang, dass alle in Bezug auf diese Prekär-**** an einem Strang ziehen und sie nicht verklären.

"Verantwortlichkeit" - schön und gut, m.E. beschränkt sich diese Verantwortung nicht darauf, (weniges) Geld nach Hause zu bringen. Was ist mit immateriellen Werten, notwendiger Nicht-Erwerbsarbeit, Aufmerksamkeit und Zeit?

Wir haben nun keinen Erziehungsauftrag. Aber mir wird schwindlig, wenn ich überlege, welche Werte und Haltungen ich meinen Kindern als Prekär-Malocher, vollkommen ausgebrannt nach Feierabend, vermitteln sollte. Doch nicht etwa:
"Leg Dich ins Zeug, mach es nicht so wie ich, damit aus Dir mal was Besseres wird?" Aber dann: "Nein, bei Deinen Hausaufgaben kann ich Dir nicht helfen, ich bin fix und alle."

Nebenbei: Hat der Spruch "Streng Dich an, dann wirste was" überhaupt noch Gültigkeit? Kann man so etwas noch verantworten?
 
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#16
Doch, sehr gut. Ich habe mich diesen Zwängen nie gebeugt.


Ich prügele dich nicht, auch nicht virtuell, ich widerspreche Dir aber vehement.
Yep, ohne den Hauch einer Chance auf einen Konsens!

Um einen fruchtbaren Diskurs und keinen Dissens zu gestalten braucht es die Analyse.

Du begründest auch nicht, sondern du behauptest. Du unterlässt es dauerhaft, die Gedankengänge der Diskutanten aufzugreifen, zu überdenken und adäquat darauf zu reagieren.

In der Privatwirtschaft gibt es genügend Unternehmen und Unternehmer, für die die Fürsorgepflicht gegenüber ihren Arbeitnehmern eine feste Größe ist. Davon liest man bei dir nichts, Im Gegenteil werden ständig Parolen wiederholt, die durch dieses gebetsmühlenartige Wiederholen auch nicht besser werden. Erst kürzlich so geschehen mit deiner Äusserung über Mittelständler? Hast du da differenziert? Nein! Was steht in diesem Thread????? Immer wieder das gleiche Muster.

Was willst du damit erreichen? Wem nützt dies?
 
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#17
Yep, ohne den Hauch einer Chance auf einen Konsens!
Es muss ja nicht immer einen geben.

Du begründest auch nicht, sondern du behauptest. Du unterlässt es dauerhaft, die Gedankengänge der Diskutanten aufzugreifen, zu überdenken und adäquat darauf zu reagieren.
Ich meine, ich habe das sehr gut begründet.
Ich habe meine Meinung ausgedrückt, dass es letztlich NIEMAND tuen muss, sich so unter Wert zu verkaufen und dann auch noch zu schimpfen und habe Auswege gezeigt, wie lohnangepasstes arbeiten zum Beispiel.

In der Privatwirtschaft gibt es genügend Unternehmen und Unternehmer, für die die Fürsorgepflicht gegenüber ihren Arbeitnehmern eine feste Größe ist
Im Niedriglohngereich niemals, ausnahmslos niemals, beispielsweise. Denn sonst wäre es kein Niedriglohnbereich. Ansonsten ist dieses "fürsorgliche" MOdell ebenfalls ein Auslaufmodell: ich habe ja geschrieben, es gibt Ausnahmen. Aus meinem Bekanntenkreis, der recht gross ist, kenne ich allerdings keine.

Ich schliesse mich der Äusserung von @Xao an.
 
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#18
:biggrin: Verdammt. Schon wieder bin ich aufgeflogen. Dabei ist heute doch Freitag, was eigentlich der Wochentag ist, an dem ich am wenigsten korrumpiert bin (weil ich mich auf's WE freue). Aber ich gebe zu: Das hier bin ich.
Ach das bist Du. Ich verwechsele Dich dann mit dem da rechts und seinem zweieiigen Zwilling im Geiste daneben, hielt Dich immer für Ingo Sommer oder Michael Kramer .Ist aber mein Fehler....:biggrin:

https://www.youtube.com/watch?v=ovlYO4EOTPA
Noch ein Video des Vollhonks Porschen.
 
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#19
Ein Beispiel aus dem Bekanntenkreis. KEINE repräsentative Studie:

Vater und Mutter hangeln schlecht bezahlt von Zeitvertrag zu Zeitvertrag. Besonders Vatern ist regelmäßig frustriert. Bisher vollstes Verständnis für seinen Frust.

Nun aber: Projiziert mögliche Besserung der Verhältnisse auf seinen ältesten Sohn. Der soll Medizin studieren. Verhält sich zuhause - jedenfalls diesem Sohn gegenüber - nach Gutsherrenart. Klingt nach vorletztem Jahrhundert, als hätte es die 68er nie gegeben.

Die Tritte, die er auf Arbeit abkriegt, gibt er zuhause ab. Sohn möchte aber nicht Arzt werden, Sohn möchte nicht einmal studieren. Eigentlich auch nicht arbeiten (- was ich in seinem Fall ebenfalls verstehen kann, nachdem ihm Arbeit immer nur als Fron bzw. Opfer präsentiert wurde). Zieht kurz nach seinem 18. in eine WG, bricht die Schule ab. Was ich eigentlich gesund finde. Vielleicht hat er ja jetzt die Chance herauszufinden, was er eigentlich WILL.

Vielleicht nicht repräsentativ, aber denkbares Szenario im Zeitalter der Prekärarbeit. Wäre historisch ja auch wirklich nichts Neues. Es ist auch müßig, darüber nachzudenken, wen da genau jetzt Verantwortung trifft. Aber die Vorstellung, dass ein Großteil dieser Familien abends in stiller Eintracht in einer kleinen Küche bei einem bescheidenen Essen zusammensitzt, voller Befriedigung darüber, dass ihnen jemand eine Vollzeit-Chance gibt... Funktioniert vielleicht nur, wenn sie sich von sämtlichen Medien, die ihnen eine andere Welt zeigen, abschotten.
 
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#20
Siehste, genau das ist der Punkt, der Sohn hat verinnerlicht, dass Arbeit bähh ist und kennt gar nicht die tiefe Befriedigung, die eine Tätigkeit auslösen kann, die Spaß macht, deshalb gibt er an Vaters Stelle, alles auf und fängt das Gammeln an!

Das nennt man Psychologie Schnellkurs. Amen! :biggrin:

Lesenswert in diesem Kontext auch:

Neue Technologien: Digitalisierung bedroht massenhaft Arbeitsplätze - Arbeitswelt - FAZ
Du meinst die Zukunft in der Küche???? Will ich, aber ohne die Nachteile, dass der mir auf Dauer zuuu watungsintensiv wird! :))
 
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#21
Die Arbeitgeber sind nicht an qualifiziertem Personal interessiert. Billig und willig müssen sie sein. Und sich auf keinen Fall nicht mit den Gesetzen auskennen. Ausländer sind die besten Opfer. Erst von "Willkommenskultur" lallen, danach wird ausgepresst und "weggeworfen".
 
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#22
Siehste, genau das ist der Punkt, der Sohn hat verinnerlicht, dass Arbeit bähh ist und kennt gar nicht die tiefe Befriedigung, die eine Tätigkeit auslösen kann, die Spaß macht, deshalb gibt er an Vaters Stelle, alles auf und fängt das Gammeln an!
Der Filius hat verinnerlicht, dass sich Arbeit in der BRD meist kaum mehr lohnt.
Am Beispiel seines Vaters.
 
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#23
Die Arbeitgeber sind nicht an qualifiziertem Personal interessiert. Billig und willig müssen Sie sein. Und sich auf keinen Fall nicht mit den Gesetzen auskennen.
Im unteren Segment der Beschäftigung, gebe ich dir Recht. dort ist die Notwendigkeit ja auch nicht gegeben, weil quasi jeder diese Tätigkeiten ausüben kann.

Aber in den höheren Tätigkeitsfeldern ist dauerhafte Qualifizierung ein Muß, bis hin zum berufsbegleitenden Studium. http://www.kofa.de/fileadmin/Dateil...ungsempfehlung_Berufsbegleitendes_Studium.pdf

Und diese Mitbestimmung, wann und wie oft ein Kollege qualifiziert ist ist Bestandteil des Betriebsverfassungsgesetzes: Welche Mitbestimmungsrechte Sie bei der Aus- und Weiterbildung haben - Arbeitsrecht.org

http://www.boeckler.de/pdf/p_edition_hbs_29.pdf

Dies widerlegt deine These.
 
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#24
Der Filius hat verinnerlicht, dass sich Arbeit in der BRD meist kaum mehr lohnt.
Am Beispiel seines Vaters.
Der Filius verinnerlicht, die innerliche Kündigung seines Vaters. (einseitige Wahrnehmung) Ignoriert dadurch aber, dass Weiterbildung und Qualifizierung der einzig gangbare Weg ist um nicht das gleiche Schicksal zu erdulden.

In ein paar Jahren, hat er aber auch das gecheckt. :wink:
 
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#25
Der Filius verinnerlicht, die innerliche Kündigung seines Vaters. (einseitige Wahrnehmung) Ignoriert dadurch aber, dass Weiterbildung und Qualifizierung der einzig gangbare Weg ist um nicht das gleiche Scchicksal zu erdulden.
Mag sein. Danach sollte er aber das Land verlassen und dort arbeiten, wo er geschätzt und anständig behandelt wird.
Nicht überall ist die Arbeitswelt so menschenfeindlich wie hier.

Ich schrieb ja früher mal, dass 2 meiner 3 Kinder mittlerweile auf einem anderen Kontinent leben und dort arbeiten. Sie wollen niemals mehr in die BRD zurück und hatten vorher hier auch schon den Glauben an eine anständige Arbeitswelt verloren. Und das schon vor 7 Jahren. Heute hat sich die deutsche Arbeitswelt NOCH mehr zum Üblen verändert-

Meim Tip an meine erwachsenen Kinder war immer, alles an Bildung und Wissen mitzunehmen und dann weg von hier, aus den bekannten Gründen. Haben sie sich dran gehalten.

Ich schrieb ja schon, wäre ICH heute 25 -- auswandern oder niemals arbeiten, wahrscheinlich ersteres. Für deutsche Unternehmer -- ´niemals.
 

karrer45

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#26
Mag sein. Danach sollte er aber das Land verlassen und dort arbeiten, wo er geschätzt und anständig behandelt wird.
Nicht überall ist die Arbeitswelt so menschenfeindlich wie hier.

Ich schrieb ja schon, wäre ICH heute 25 -- auswandern oder niemals arbeiten, wahrscheinlich ersteres. Für deutsche Unternehmer -- ´niemals.
Vergiss es!!!! Nirgendwo wird dir was geschenkt, da kannst du noch so oft auswandern!!! Du fällst dort schneller auf die Schnauze als du glaubst.

Die momentane wirtschaftliche Situation ist ein globales Ereignis und die sozialen Leistungen in USA, Canada, Australien usw. sind weitaus schlechter als die unsrigen hier. Habe Verwandtschaft in Canada sowie Freunde in Australien und Neuseeland.

Auswandern macht nur Sinn, wenn du bereits einen sicheren Arbeitgeber hast, der dich garantiert einstellt und auch für dich bürgt oder du aus Liebe einen Menschen kennengelernt hast.

Alles andere sind Träume und sind mit sehr hohen finanziellen Risiken verbunden!

Ich selber wollte vor 15 Jahren nach Neuseeland auswandern, war dort mehrmals, aber irgendwie hatte ich damals den letzen entscheidenden Schritt nicht gewagt. Wer weiß schon was dann aus mir geworden wäre!

Heute brauchst dort auch nicht mehr auswandern, sind sehr sehr strikt geworden und lassen nicht mehr jeden rein! Und auch Neuseeland hat wirtschaftlich so seine Probleme! Es ist nicht alles Gold was glänzt!
 

deepsleeper

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#27
Weißt du, BurnsTorn, ich lass mich einfach nicht prügeln. :wink:

Und richtig, das ist eine ganz andere Liga und deshalb glaube ich auch, dass der User @ Heiliger Geistl die Zusammenhänge nicht verstehen kann.

Nee- der sieht das schon richtig.
 

Bananenbieger

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#28
Mag sein. Danach sollte er aber das Land verlassen und dort arbeiten, wo er geschätzt und anständig behandelt wird.
Nicht überall ist die Arbeitswelt so menschenfeindlich wie hier.

...
Genauso sehe ich es auch.

Da ich im Lagerbereich gut qualifiziert war (u.a. mehrere Schulungen), habe ich gehofft, einen vernünftigen Arbeitsplatz zu bekommen. War mehrere Jahre Sachbearbeiter (mit vielen Tätigkeiten - von Büro und körperlicher Arbeit, alles) und was war? Ich mußte als Hilfsarbeiter nur eine Tätigkeit (Kommissionieren) verrichten. Die Jobs (die Tätigkeiten, die einzelner verrichtete) wurden aufgeteilt.
Sozusagen machten 2 Leute die Warenannahme, 7 Leute den Wareneingang, 5 Leute lagerten ein, 17 Leute kommissionierten, 6 Festangestellte machten die Papiere AB, Lieferscheine und Frachtpapiere), damit 5 Leute den Versand machen konnten. Bis auf die 6 Festangestellten, waren es nur Leiharbeiter, die zu Hilfsarbeitern degradiert wurden. Dies Ganze nur im Lagerbereich. In anderen Abteilungen, sah es genauso aus.

Man kann im "unterem Bereich" (Vorstände usw. ist das anders), noch soviele Qualifikationen haben, es nützt nichts. Du bleibst Hilfsarbeiter und wirst ausgenutzt.

Ich habe kurz die Schweiz besucht. Wenn Du etwas kannst und natürlich weißt, was Arbeit ist, kannst Du es da zu etwas bringen.
Wäre ich gesund, wäre ich dort geblieben.
Natürlich muß man sich von Deutschland darum kümmern, einen Job zu bekommen. Ad-Hoc ist glaube ich nicht so angesagt.
 

Albertt

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#29
Bestes Beispiel, selbst für einen Hungerlohn arbeiten und dann über die Leistungsbezieher herziehen.

https://www.youtube.com/watch?v=O5QZRqvaJgI

Bild und Co. haben doch schon längst genau das erreicht, was erreicht werden sollte.
Man erkennt bereits an der Stellung seiner Augenbrauen, welch unbrauchbare Gedankengänge er in den vergangenen 10 oder mehr Jahren gehabt hat. Mach' einfach mal seine Augenbrauen-Stellung nach und sag' uns, was du für Gedanken hast. Kann dir garantieren, dass da nichts gutes bei rauskommt.

Sein Video "Kinderarmut in Deutschland" ist zum schief lachen. Unterstellt den Müttern Alkohol & Drogenkonsum. Kommt davon, wenn man zu viel RTL und Bild konsumiert. Und ganz ehrlich: Wer mit 53 nichts verstanden hat, wird auch in Zukunft nichts verstehen.
 
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