• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Attestlücken kosten Anspruch auf Krankengeld

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
E

ExitUser

Gast
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen müssen nahtlos anknüpfen / BSG-Urteil: Auch angehende Rentner betroffen

Wird ein älterer Arbeitnehmer unmittelbar vor Beginn seiner Rente krank, sollten Ärzte ihm auch bei vollem Wartezimmer noch kurzfristig einen Termin geben. Denn nur eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die noch während des Arbeitsverhältnisses ausgestellt wurde, führt noch zu einem Anspruch auf Krankengeld.

Diese Auffassung bekräftigt das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel in einem jetzt bekannt gegebenen Urteil. Eine rückwirkende Bescheinigung des Arztes reicht danach nicht aus. Auch eine Folgebescheinigung bei andauernder Krankheit darf dann nicht rückwirkend ausgestellt sein.

Der Kläger im konkreten Fall arbeitete bis zum 31. Mai 2003 bei einem Pflegedienst. Anschließend erhielt er Rente wegen Berufsunfähigkeit und war daher in der Krankenversicherung der Rentner versichert.

Er litt häufiger unter Wirbelsäulen-Beschwerden. Auch zum Ende seines Arbeitsverhältnisses war er bis zum 31. Mai arbeitsunfähig geschrieben. Am Freitag, den 30. Mai, bekam er bei seinem Arzt keinen Termin mehr. Erst am darauf folgenden Montag, dem 2. Juni, bekam er - rückwirkend zum 1. Juni - ein neues Attest ausgestellt. Das war dennoch zu spät, so das BSG. Ein Anspruch auf Krankengeld könne nicht mehr entstehen, weil es in der Krankenversicherung der Rentner diese Leistung nicht gebe.

Hätte der Arzt dagegen die Bescheinigung noch im Mai ausgestellt, hätte die Krankenkasse noch bis zu 78 Wochen Krankengeld zahlen müssen, da die Arbeitsunfähigkeit dann noch dem Arbeitsverhältnis zugerechnet worden wäre. Voraussetzung für die Krankengeldzahlung ist laut BSG, dass die Folgebescheinigungen nahtlos spätestens am letzten Tag der jeweils vorangehenden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden. Das Krankengeld ist meist deutlich höher als die Rente.

Urteil des Bundessozialgerichts Az: B 1 KR 8/07 R
Quelle
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten