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Attacke in Köln: Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiterin

Sparks

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Bereits am Dienstag hat es in einem Kölner Jobcenter einen Übergriff gegeben.

Ich würde mir wünschen, dass die Presse auch endlich einmal darüber berichtet, wieso es zu solchen Ausrastern kommt.
 

Don Vittorio

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AW: Schon wieder ein Übergriff im Jobcenter

Bereits am Dienstag hat es in einem Kölner Jobcenter einen Übergriff gegeben.

Ich würde mir wünschen, dass die Presse auch endlich einmal darüber berichtet, wieso es zu solchen Ausrastern kommt.
Für solche " Ausraster " gibt es keine Begründung.
 

Passant

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AW: Schon wieder ein Übergriff im Jobcenter

Ich würde mir wünschen, dass die Presse auch endlich einmal darüber berichtet, wieso es zu solchen Ausrastern kommt.
Da schließ ich mich doch gerne an.

Ich vermute mal, er ist sanktioniert worden und da er unter 25 Jahre alt ist, haben sie ihm die Leistung zusammengestrichen.
 

Lecarior

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Ich würde mir wünschen, dass die Presse auch endlich einmal darüber berichtet, wieso es zu solchen Ausrastern kommt.
Schon im zweiten Satz des ganzen Threads geht das blaming the victim los. Das erscheint mir rekordverdächtig.
 

Roter Bock

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@lecarior - ist nur die Frage, wer hier das Opfer ist. Das beantwortet der oberflächliche Artikel natürlich nicht.

Grundlos ist das nicht passiert, nur nutzlos. Aber einen Vorteil kann es für den Angreifer haben - um KDU braucht er sich eventuell keinen Kopf mehr zu machen. Dafür ist gesorgt.

Roter Bock
 

Lecarior

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@lecarior - ist nur die Frage, wer hier das Opfer ist. Das beantwortet der oberflächliche Artikel natürlich nicht.
Für jemanden der sinnerfassend lesen kann schon:

Ein 23 Jahre alter Mann hat eine 54 Jahre alte Mitarbeiterin in ihrem Büro angegriffen und schwer verletzt. Die Frau kam mit Kopf- und Augenverletzungen in eine Klinik. Ein zur Hilfe eilender Mitarbeiter erlitt bei der Auseinandersetzung ebenfalls Gesichtsverletzungen und kam in ein Krankenhaus. Der Täter war gegen 9.15 Uhr in das Büro der Sachbearbeiterin gestürmt und hatte die Frau unvermittelt angegriffen, wie die Polizei mitteilte.
Andernfalls können wir ja auch mal Beate Zschäpe entlastend nachfragen, was die vom NSU getöteten ihr und beiden Uwes angetan haben müssen, dass diese sich in ihrer Verzweiflung nicht anders zu helfen wussten, als ihre Peiniger umzubruchen. Aber soweit wollen wir nicht gehen, oder? Ja, aus gutem Grund nicht...
 

Hamburgeryn1

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So furchtbar die Tat ist, sie überrascht mich genauso wenig wie die Art der Berichterstattung.

Sämtliche Informationen über (Blut)Taten die bisher in den Jobcentern stattfanden, zeichnen sich durch eine vage, einseitige, unsachliche Berichterstattung aus.

Dabei ist es stets der Arbeitslose, welcher ohne jeden Anlass unkontrolliert zum gefährlichen Schläger mutiert,
und aus einer Laune heraus völlig grundlos sein argloses, hilfloses Opfer hinter dem Schreibtisch brutal attackiert.

Ohne jeden Zweifel ist es furchtbar, wenn man Opfer einer Gewalttat wird - das will ich auch auf keinen Fall relativieren oder rechtfertigen.

Doch es ist mir generell zu einseitig, wenn im Zusammenhang mit "Gewalt in den Jobcentern" ausschließlich die schweren Gewalttaten gegen die Mitarbeiter den Weg in die Öffentlichkeit finden; während die alltägliche strukturelle, Gewalt gegen Arbeitslose konsequent totgeschwiegen wird.

Persönlich bin ich davon überzeugt, dass das eine das andere bedingt.
 

Passant

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Andernfalls können wir ja auch mal Beate Zschäpe entlastend nachfragen, was die vom NSU getöteten ihr und beiden Uwes angetan haben müssen, dass diese sich in ihrer Verzweiflung nicht anders zu helfen wussten, als ihre Peiniger umzubruchen. Aber soweit wollen wir nicht gehen, oder? Ja, aus gutem Grund nicht...
Ja, dieser Vergleich wäre auch arg weit hergeholt.
 

Roter Bock

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@Lecarior - och bei Beate Zschäpe brauchst Du gar nicht zu fragen. Es reicht wenn Du das mal im Deinem JC machst. Diese oder jene "Mini-Zschäpe" sitzt dort hinter dem Schreibtisch und wenn der Staat die gewähren lassen würde, käme für die auch Prügelstrafe in betracht. Gegen die Antragsteller natürlich...

Roter Bock
 

Paolo_Pinkel

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Berufsrisiko...Mein Mitleid hält sich arg in Grenzen. Wer dort anheuert, der muss genau damit rechnen.
 

Henrik55

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Schon im zweiten Satz des ganzen Threads geht das blaming the victim los. Das erscheint mir rekordverdächtig.
Das sind halt nur Vorurteile gegen die Amtsschergen. Aber Du bist ja politisch inkorrekt genug um zu wissen, dass solche Vorurteile nur widerlegbare Tatsachen sind.
 

DuliebesBißchen

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@Lecarior
Vielleicht solltest du mal hinterfragen, weshalb es früher auf dem Sozialamt nie zu Schwierigkeiten gekommen ist?
Heute sind ganze Heerscharen an Wachschutz beschäftigt, um die armen SB´s vor den gewalttätigen Bedürftigen zu schützen.
Also: Warum???
 

Charlot

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Ich akzeptiere es zwar nicht, aber dennoch sind solche taten für mich nachvollziehbar.

Der Anfang der Gewalt geht meist vom SB aus, nur halt nicht in körperlicher Form.
Die Leute sind verzweifelt und werden im JC gedemütigt.

Wie ein anderer User hier im Forum mal geschrieben hat, würde ein SB seinem eigenem Kind nicht mit Essensentzug und Hunger drohen, wenn es nicht pünktlich zu Hause ist.
Aber im JC tu er im übertargenenen Sinne genau das.
Auch wenn SB sagt, das die Gesetze nun mal so sind, so ünterstützt er es mit seiner Arbeit.
Ein KZ-Wächter damals hat auch nur Gesetze und Befehle ausgeführt.
 

Archibald

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Für jemanden der sinnerfassend lesen kann schon:


Andernfalls können wir ja auch mal Beate Zschäpe entlastend nachfragen, was die vom NSU getöteten ihr und beiden Uwes angetan haben müssen, dass diese sich in ihrer Verzweiflung nicht anders zu helfen wussten, als ihre Peiniger umzubruchen. Aber soweit wollen wir nicht gehen, oder? Ja, aus gutem Grund nicht...
Der "Vergleich" ist fast schon auf Linie vieler deiner sonstigen Ausführungen, kann das aber insgesamt noch toppen. Du stellst Menschen die durch halbseidene Gesetze, in Verbindung mit faschistoider Umsetzung seitens der Verwaltung, völlig unverhältnismäßig um ihre nackte Existenz bangen müssen mit mit Mördern auf eine Stufe, die aus niedrigsten Motiven bloße "Konkurrenz" wegmorden glauben zu müssen.

Ich will den Einsatz von unrechter Gewalt nicht rechtfertigen, kann aber die so Reagierenden durchaus verstehen. Ich kann auch keinen wirklichen Unterschied zwischen unrechtmäßiger Gewalt, die indirekt durch "Bescheide" (wenn überhaupt) der oben Bezeichneten Behörden ergeht, oder dann direkt durch davon Betroffene und sich in echter existenzieller Not befindlichen Bürger dieses Landes erkennen.

Eben sowenig verständlich ist, dass der Gesetzgeber diesen entwürdigenden Vorgehensweisen, mit inzwischen mehr als 60 Gesetzänderungen (aktuell geplante nicht mitgezählt) weiter Vorschub leistet, anstatt seiner Pflicht nach GG nachzukommen, hier Korrektiv einzugreifen.

Insgesamt zeigt mir das, dass die Haltung/Psyche und Resultate dieser so agierenden samt Mitläufern, leider mehr auf Basis der "Denke" von Zschäpe und Konsorten einzuordnen sind, als auf der unseres Grundgesetzes.

Insbesondere im Hinblick auf unsere Deutsche Vergangenheit, eine wahrhaft erschreckende Entwicklung die aufgrund bekannter deutscher "Charakterschwächen", vielen selbiger gar nicht mehr bewusst wird, bzw. durch Hinwiese auf "Pflichten", verdrängt wird.

Just My2Cents,
Archibald
 
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Der Anfang der Gewalt geht meist vom SB aus, nur halt nicht in körperlicher Form.
Die Leute sind verzweifelt und werden im JC gedemütigt.
Seh ich nicht so.:icon_eek:

Einfach im Forum mal genau Lesen,viele Probleme hier sind "Hausgemacht" und können mit etwas Mitwirkung und aus dem Quark kommen gelöst werden.:icon_party:
Meist geht es doch nur um ein/zwei Blatt Papier die verschusselt,vergessen,verweigert werden,schon alleine wie manche mit ihren Kontoauszügen umgehen.:icon_eek:

Der gemeine ELO hat doch arbeitsmässig nichts weiter zu tun als dafür zu sorgen das die Leistungen nicht versiegen.:icon_kinn:
 

Snickers

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Hier gibt es nun ein paar mehr Infos:

Der Mann stürmte bereits am Dienstag gegen 9.15 Uhr in das Büro der Mitarbeiterin und schlug unvermittelt auf die Frau ein, sagte eine Polizeisprecherin. Der 23-Jährige hatte an diesem Vormittag keinen Termin bei der Sachbearbeiterin, die in der Leistungsabteilung „unter 25 Jahre“ arbeitet. Der mutmaßliche Täter sei mehrfach vom Jobcenter angeschrieben worden, sei aber offenbar weder erschienen noch habe er schriftlich auf die Schreiben reagiert.

Kurz nach dem Überfall kam dem Opfer ein Kollege zur Hilfe, der Mitarbeiter wurde von dem „rasenden Kunden“ ebenfalls mit Schlägen im Gesicht getroffen und musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden, teilte das Jobcenter mit. Ein im Büro der Mitarbeiterin anwesender weiterer Kunde konnte durch seinen „tatkräftigen und mutigen Einsatz“ einen schlimmeren Ausgang verhindern, hieß es weiter in einer Erklärung des Centers. Nach der brutalen Attacke wurde der Täter überwältigt und festgehalten, bis die Beamten eintrafen.
Nicht alle Arbeitslosen sind faul! Nicht alle Sachbearbeiter böse.......das nur mal am Rande.

Ein Frage habe ich...........wenn man im JC Hausverbot hat....muss man dann da nicht mehr hin bez. man darf ja nicht, oder?

Brutale Attacke im Jobcenter: Kunde schlägt 54-Jährige nieder | Köln - Kölnische Rundschau
 

edelweiß

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ganz deutlich: Gewalt ist keine Lösung !!
Aber:
Warum wundern mich solche Übergriffe nicht?
Wer Wind sät....fällt mir spontan ein.
Die Bedrohung aus dem Entzug der Lebensgrundlage (oder andere Schikanen) stellt offensichtlich für manche Mitmenschen einen Grund dar,sich körperlich gegen die Sanktionierer zu wehren.

Da wir aber nichts von der Vorgeschichte wissen,abwarten was im Prozess ans Licht kommt-dann sehen wir weiter.

machen "verprügeln" ihren SB in nur Gedanken (Gott sei Dank!),bei einigen setzt das Hirn aus und dann werden aus Gedanken: Taten.
wollen wir hoffen,das sich die Geschädigten bald erholen.
 

Snickers

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machen "verprügeln" ihren SB in nur Gedanken (Gott sei Dank!),bei einigen setzt das Hirn aus und dann werden aus Gedanken: Taten.
wollen wir hoffen,das sich die Geschädigten bald erholen.
Und alles fängt mit einem Gedanken an......es ist gefährlich, nicht mehr nur für die Empfänger von Hartz 4
 

PingPong

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Der "gemeine ELO" sollte als Grundvoraussetzung eine stabile Psyche und ein möglichst entspanntes gutes soziales Umfeld haben, um den Schikanen der Arge standhalten zu können.

Nicht jeder ELO hat einen ausreichenden Bildungsstand, um sich durch den §-Dschungel zu kämpfen, Menschen, die zu Gewalt neigen, schlagen bei Hilflosigkeit vermutlich eher drauf los.

Das hochgelobte und angepriesene "Fordern und Fördern" ist fürn A......
 

Snickers

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Man sollte wenn man seinen Antrag dort abgibt, gleich für seine Wohnung neue Türen bekommen vom Amt............so um die 80 cm Höhe.......für Arschkriecher, denn das wird oft versucht aus uns zu machen.

Anstatt den Menschenden Rücken zu stärken, wird er noch zerbrochen..........aber es gibt auch faire SB`s, die möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, denn da sie selten sind, sind sie besonders kostbar.
 

Charlot

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Ein Frage habe ich...........wenn man im JC Hausverbot hat....muss man dann da nicht mehr hin bez. man darf ja nicht, oder?
Da kannte ich mal einen.
Er bekam schon weiterhin Termine, musste also zum JC.
Und pünktlich wurde er unten vor der Tür von einer Sicherheitskraft empfangen und zum SB geleitet.
Eigenständig durfte er das Gebäude nicht betreten.
Und während des Gesprächs wartete der Sicherheitsmensch vor der Tür.
Nach dem Termin wurde er wieder nach draussen begleitet.
 

Snickers

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@Charlot...........dann hat man seinen eigenen Bodyguard, aber so toll ist das auch nicht.
Danke
 

DuliebesBißchen

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Seh ich nicht so.:icon_eek:

Einfach im Forum mal genau Lesen,viele Probleme hier sind "Hausgemacht" und können mit etwas Mitwirkung und aus dem Quark kommen gelöst werden.:icon_party:
Meist geht es doch nur um ein/zwei Blatt Papier die verschusselt,vergessen,verweigert werden,schon alleine wie manche mit ihren Kontoauszügen umgehen.:icon_eek:

Der gemeine ELO hat doch arbeitsmässig nichts weiter zu tun als dafür zu sorgen das die Leistungen nicht versiegen.:icon_kinn:
Sind hier auch SB´s angemeldet? :eek:
 

Heinze

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Das hochgelobte und angepriesene "Fordern und Fördern" ist fürn A......
So weit ist es schon....

Es heißt im Gesetztestext eigentlich "Fördern und Fordern", nicht Fordern und Fördern (obwohl das eigentlich eher der Realität entsprcht)

Dieser Politsprech hat sich schon überall verselbstständigt, denn zuerst hab ich diese Hartz-Umkehrung von Politclowns gehört. Ob nun freudscher Versprecher oder Absicht mag sich jeder selbst denken....
 
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So weit ist es schon....

Es heißt im Gesetztestext eigentlich "Fördern und Fordern", nicht Fordern und Fördern (obwohl das eigentlich eher der Realität entsprcht)

Dieser Politsprech hat sich schon überall verselbstständigt, denn zuerst hab ich diese Hartz-Umkehrung von Politclowns gehört. Ob nun freudscher Versprecher oder Absicht mag sich jeder selbst denken....
fördern und fordern könnte man auch durch "teeren und federn" ersetzen
 
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ExitUser

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Sind hier auch SB´s angemeldet? :eek:
Trolle.
Gar nicht beachten ist das Beste. Ignoreliste und fertig.

Hier im Forum haben die gerne große Klappe. Im Amtsstüblein wissen die genau das man bei Sanktion von dem Opfer der Schikane auch mal eins auf die Rübe bekommen kann. Wer nix zu verlieren hat außer dem Schlafplatz unter einer Brücke geht auch mal gerne in Gewahrsam für ein paar Monate oder länger.
Ich freu mich schon auf die kommende Armutsrentnerkriminalität :)

Hätten wir die Waffengesetze die einige US Staaten haben gäbs wahrscheinlich schon dutzende SBs weniger. Besser wirds wohl kaum werden bei der politischen Agenda.

Ohne jeden Zweifel ist es furchtbar, wenn man Opfer einer Gewalttat wird - das will ich auch auf keinen Fall relativieren oder rechtfertigen.

Doch es ist mir generell zu einseitig, wenn im Zusammenhang mit "Gewalt in den Jobcentern" ausschließlich die schweren Gewalttaten gegen die Mitarbeiter den Weg in die Öffentlichkeit finden; während die alltägliche strukturelle, Gewalt gegen Arbeitslose konsequent totgeschwiegen wird.

Persönlich bin ich davon überzeugt, dass das eine das andere bedingt.
Richtig. Das Motto lautet : Teile und herrsche...
 

Heinze

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fördern und fordern könnte man auch durch "teeren und federn" ersetzen
Nein, das wäre dann ja zu offensichtlich, schließlich leben wir in einer "zivilisierten rechtsstaatlichen Gesellschaft" (Achtung: Ironie)

Mein Respekt und Mitgefühl nur den wahren Opfer dieses Fascho-Regimes!!!
 

dersichdenwolfärgert

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Der "Vergleich" ist fast schon auf Linie vieler deiner sonstigen Ausführungen, kann das aber insgesamt noch toppen. Du stellst Menschen die durch halbseidene Gesetze, in Verbindung mit faschistoider Umsetzung seitens der Verwaltung, völlig unverhältnismäßig um ihre nackte Existenz bangen müssen mit mit Mördern auf eine Stufe, die aus niedrigsten Motiven bloße "Konkurrenz" wegmorden glauben zu müssen.

Ich will den Einsatz von unrechter Gewalt nicht rechtfertigen, kann aber die so Reagierenden durchaus verstehen. Ich kann auch keinen wirklichen Unterschied zwischen unrechtmäßiger Gewalt, die indirekt durch "Bescheide" (wenn überhaupt) der oben Bezeichneten Behörden ergeht, oder dann direkt durch davon Betroffene und sich in echter existenzieller Not befindlichen Bürger dieses Landes erkennen.

Eben sowenig verständlich ist, dass der Gesetzgeber diesen entwürdigenden Vorgehensweisen, mit inzwischen mehr als 60 Gesetzänderungen (aktuell geplante nicht mitgezählt) weiter Vorschub leistet, anstatt seiner Pflicht nach GG nachzukommen, hier Korrektiv einzugreifen.

Insgesamt zeigt mir das, dass die Haltung/Psyche und Resultate dieser so agierenden samt Mitläufern, leider mehr auf Basis der "Denke" von Zschäpe und Konsorten einzuordnen sind, als auf der unseres Grundgesetzes.

Insbesondere im Hinblick auf unsere Deutsche Vergangenheit, eine wahrhaft erschreckende Entwicklung die aufgrund bekannter deutscher "Charakterschwächen", vielen selbiger gar nicht mehr bewusst wird, bzw. durch Hinwiese auf "Pflichten", verdrängt wird.

Just My2Cents,
Archibald
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Die ganzen Sozialdarwinistischen Ratten
die vorgeben dir helfen zu wollen, sollen
in der Hölle schmoren.

Sleadfords Mods: Tweet Tweet Tweet
SLEAFORD MODS tweet tweet tweet ??? ? ??? - YouTube

This is a Human Race, JobTax on London Streets ....

Herrliche Musik, schön Nonkonform.


dsdwä
 

Lecarior

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@Lecarior
Vielleicht solltest du mal hinterfragen, weshalb es früher auf dem Sozialamt nie zu Schwierigkeiten gekommen ist?
Ist es nicht? Da haben mir Kollegen, die bereits in den 90ern das BSHG ausgeführt haben, anderes berichtet.

Der "Vergleich" ist fast schon auf Linie vieler deiner sonstigen Ausführungen, kann das aber insgesamt noch toppen.
Danke. :cool:

Du stellst Menschen die durch halbseidene Gesetze, in Verbindung mit faschistoider Umsetzung seitens der Verwaltung, völlig unverhältnismäßig um ihre nackte Existenz bangen müssen mit mit Mördern auf eine Stufe, die aus niedrigsten Motiven bloße "Konkurrenz" wegmorden glauben zu müssen.
Ich stelle Menschen auf eine Stufe, die Waffengewalt gegen einen anderen einsetzen und dabei dessen Tod beabsichtigen oder billigend in Kauf nehmen. Auch die immer wieder angeführten 100%-Sanktionen kann ich nicht als Rechtfertigung durchgehen lassen. Eine Sanktion fällt ja nicht einfach vom Himmel. Ihr muss eine individuelle Belehrung über die Folgen einer "Pflichtverletzung" vorangehen. Wenn also jemand zum dritten Mal trotz Hinweis auf die Folgen seines Handelns seinen "Pflichten" nicht nachgekommen ist, sehe ich die beim Betroffenen, nicht bei dem, der die Sanktion verhängt hat. Doch auch wenn das passiert ist, kann der Betroffene die Sanktion abfedern, indem er sich bereit erklärt, seinen "Pflichten" wieder nachzukommen. Wer da um seine "nackte Existenz bangen" muss, ist m. E. selbst Schuld.

BTW: Inwiefern standen die NSU-Mitglieder und ihre Opfer in einer Konkurrenzsituation zueinander???

Ich kann auch keinen wirklichen Unterschied zwischen unrechtmäßiger Gewalt, die indirekt durch "Bescheide" (wenn überhaupt) der oben Bezeichneten Behörden ergeht, oder dann direkt durch davon Betroffene und sich in echter existenzieller Not befindlichen Bürger dieses Landes erkennen.
Gehe ich recht in der Annahme, dass du viel mehr keinen Unterschied erkennen willst? Ich sehe nämlich einen ganz erheblichen.
 

Hamburgeryn1

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Ich stelle Menschen auf eine Stufe, die Waffengewalt gegen einen anderen einsetzen und dabei dessen Tod beabsichtigen oder billigend in Kauf nehmen.
Auch die immer wieder angeführten 100%-Sanktionen kann ich nicht als Rechtfertigung durchgehen lassen.
Frage:
Worin genau besteht der Unterschied zwischen einem Messer und einem 100%-Sanktionsbescheid?

Antwort:
In der Wahl der Wahl der Waffen.



Der Tod wird in beiden Fällen billigend in Kauf genommen.
 

Snickers

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Ich stelle Menschen auf eine Stufe, die Waffengewalt gegen einen anderen einsetzen und dabei dessen Tod beabsichtigen oder billigend in Kauf nehmen. Auch die immer wieder angeführten 100%-Sanktionen kann ich nicht als Rechtfertigung durchgehen lassen. Eine Sanktion fällt ja nicht einfach vom Himmel. Ihr muss eine individuelle Belehrung über die Folgen einer "Pflichtverletzung" vorangehen. Wenn also jemand zum dritten Mal trotz Hinweis auf die Folgen seines Handelns seinen "Pflichten" nicht nachgekommen ist, sehe ich die beim Betroffenen, nicht bei dem, der die Sanktion verhängt hat. Doch auch wenn das passiert ist, kann der Betroffene die Sanktion abfedern, indem er sich bereit erklärt, seinen "Pflichten" wieder nachzukommen. Wer da um seine "nackte Existenz bangen" muss, ist m. E. selbst Schuld.

Selber Schuld?...............:icon_kotz:
Hier muss/darf Niemand so bestraft werden das er hungert oder sogar verhungert!

Wie kannst du sagen selber Schuld? Schuld hat der der dem anderen das Essen verwehrt, denn der macht das mit voller Absicht!
Es gibt genügend Menschen die einfach nicht mehr funktionieren, die vielleicht Angst haben ihren Briefkasten aufzumachen weil dort nur gelbe und rote Briefe einflattern und vom JC kommt auch keine Arbeit sondern meist Schikanen.

Wir sprechen davon den Menschen die Überlebensgrundlage zu nehmen! Nicht den Urlaub oder den Zweitwagen.

Selber Schuld.............sagst du......
nach deinen Maßstäben müsste man Steuerhinterzieher aufhängen und korrupte Politiker nach Guantanamo schicken oder am besten einfach über dem offenen Meer abwerfen.

Ganz ehrlich, dann haben auch SB`s selber Schuld wenn ihnen etwas passiert! Alles hat eben 2 Seiten, Pech gehabt.
 

PingPong

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-->Doch auch wenn das passiert ist, kann der Betroffene die Sanktion abfedern, indem er sich bereit erklärt, seinen "Pflichten" wieder nachzukommen. Wer da um seine "nackte Existenz bangen" muss, ist m. E. selbst Schuld.<--



Interessanter Denk-Ansatz, im Besonderen, wenn man seinen Pflichten WIEDER nachkommt, kann man Sanktionen abfedern.
:icon_kinn:


Man kann seinen Pflichten lückenlos und pünktlich nachkommen, wenn es "doof läuft", und Dich der Freak des Freak-Centers gefressen hat, und alles in Bewegung setzt, um nach einer Lücke zu suchen, dann haste schlechte Karten.
 

0zymandias

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In Ergänzung zu Posting #1

Kölner Stadt-Anzeiger:
Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erfuhr, war der Mann offenbar ausgerastet, weil ihm Leistungen gekürzt werden sollten. Er soll sich geweigert haben, eine vom Jobcenter verordnete Maßnahme anzutreten. Eine Sprecherin des Jobcenters konnte dies nicht bestätigen. Das Jobcenter hat nach eigener Aussage nach dem Vorfall den Sicherheitsdienst verstärkt. Gegen den 23-Jährigen wurde Strafanzeige erstattet, er bekam Hausverbot.

Durch den tätlichen Angriff gerät die Debatte um die Sicherheit der Arbeitsvermittler wieder mehr in den Fokus. Nach Auskunft des Jobcenters ist die Zahl der Strafanzeigen rückläufig. Laut der Sprecherin wurde im vergangenen Jahr 40 Mal die Polizei eingeschaltet, acht Mal ging es um Körperverletzung oder tätliche Angriffe, vier Mal um Sachbeschädigung. „Wir sind bei dem Thema Sicherheit bundesweit Vorreiter“, sagte Olaf Wagner, Mitglied der Geschäftsführung des Jobcenters Köln.

Allerdings hat offenbar die Zahl der verbalen Übergriffe auf die Vermittler in den letzten Jahren zugenommen, das berichtet zumindest der Kölner Personalrat des Jobcenters. „Das geht teilweise so weit, dass die Kollegen sagen: »Ich kann nicht mehr, es wird zuviel« und darüber krank werden“, berichtet Gerd Zimmer, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung. Eine Frau, die anonym bleiben will, berichtet, dass sie als Mitarbeiterin des Jobcenters „immer in Angst leben muss.“

Aus Sicht von Gerd Zimmer gibt es zwei Gründe für das oft aggressive Verhalten der Arbeitslosen: Zum einen sei die räumliche Situation in den Jobcentern oftmals beengt und ungemütlich, zum anderen sorge die „politische Richtlinie, verstärkt zu sanktionieren“, bei vielen Kunden des Jobcenters dafür, dass sie ihren Ärger direkt an ihrem Betreuer auslassen. Zudem seien die Sicherheitsvorkehrungen zwar verbessert worden, nach wie vor aber „nicht zufriedenstellend.
[Quelle: Jobcenter: Mann verletzt Mitarbeiterin schwer | Köln*- Kölner Stadt-Anzeiger]

Scheinbar kann man sich um Verständnis bemühen, ohne bei einer Wahnsinnstat entlastend nachzufragen.

Wie war das eigentlich bei der NSU? Sind die von ihren Opfern angeschrieben worden oder mussten sie für sie betreutes Googeln und Unkrautjäten als Weg auf den 1. Arbeitsmarkt annehmen?

Oder haben die Pink-Panther-Psychopathen einfach nur Ausländer als Bedrohung wahrgenommen?
 

ZynHH

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Eine Frau, die anonym bleiben will, berichtet, dass sie als Mitarbeiterin des Jobcenters „immer in Angst leben muss.“
Ein Schritt in die richtige Richtung.....
 
E

ExitUser

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Berufsrisiko...Mein Mitleid hält sich arg in Grenzen. Wer dort anheuert, der muss genau damit rechnen.
Mir stellt sich auch dauernd dabei die Frage, ob man sich wirklich für alles hergeben muß?

(Ich will nicht von vergangenen Zeiten anfangen. Da gab's sowas auch.)

Man muß m.M.n. schon ziemlich krass drauf sein, insbesondere wenn man diesen Repressionsapparat als solchen erkennt, dann trotzdem in dem System anzuheuern u. seine Brötchen mit dem Leid anderer Menschen zu verdienen.

Stellt Euch mal vor, niemand wollte diese Tätigkeit ausüben! Da hätte die Obrigkeit schon ein kleines Problem.

Aber solange es genug willige Helfershelfer gibt............
 

Redwing

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Es tut sich was...! ;-D Da kommt 'ne Message rüber, und die lautet: Es reicht; es gibt Grenzen des tolerierten, einseitig praktizierten Sado- und Masochismus. :cool:

Für solche " Ausraster " gibt es keine Begründung.
Nee, für dein erbärmliches, obrigkeitshöriges Posting gibt es keine Begründung, denn ich sehe hier nur eine hingeseierte Hohlphrase. :cool:

Ist es nicht? Da haben mir Kollegen, die bereits in den 90ern das BSHG ausgeführt haben, anderes berichtet.
Und das war auch schon in den 90ern gerechtfertigt, wenngleich sich die Lage natürlich noch einmal drastisch verschlimmert hat, seit dem mehrfach gg-widrigen, menschenver-8-enden Ha(r)tz4-Staatsterror. Tja, und Aktion - Reaktion, oder so... :cool: Wir haben silent wars. Aber das wird noch lauter... ;-)

Ich stelle Menschen auf eine Stufe, die Waffengewalt gegen einen anderen einsetzen und dabei dessen Tod beabsichtigen oder billigend in Kauf nehmen. Auch die immer wieder angeführten 100%-Sanktionen kann ich nicht als Rechtfertigung durchgehen lassen. Eine Sanktion fällt ja nicht einfach vom Himmel. Ihr muss eine individuelle Belehrung über die Folgen einer "Pflichtverletzung" vorangehen.
Was für eine erbärmliche Heuchelei wieder von diesem ekelhaften, bezahlten Systemdemagogen und typischen Opportunisten. :p Klar, jemandem einfach die lebensnotwendigen Mittel zu verweigern und überdies mit willkürlichem Psychoterror zu schikanieren, nur weil er sich vielleicht nicht at all costs auf eine anspruchslose, lebensverweigernde "Humanressource" für die Wirtschaftsmafia reduzieren lassen will und noch Mindestansprüche ans Leben und die Würde stellt oder aber sich eben einfach nicht verwerten LÄSST für diese Mafia, ist natürlich "keine Form der Gewalt und des Angriffs", schon klar. Und das, wo, zumindest in den paar (Noch-)"Gewinnerländern" des Kaputtalismus, nun wirklich genug für alle da wäre, nur immer falscher verteilt. Da sollen verarmte Systemopfer also vor überquellenden Tellern im Bonzenviertel nebenan verrecken; das ist echte Soziopathie und echter Sozialdarwinismus faschistoider Gangart. Und sowas gehört zurückgefochten bis hinter die letzten Linien der untersten Ebene der Hölle (an die ich nicht glaube, aber klingt grad rhetorisch echt gut; bin ja auch Schriftsteller)!
Ach, und "natüüürlich" haben der (von der Wirtschaftsmafia und der reichen Minderheit im Hintergrund re-gierte) Staat und seine (Lobby-)"Justiz" "immer Recht" und sind alle verabschiedeten bzw. beliebig da oben zurechtgelegten Gesetze "legitim" und "gerechtfertigt". Schon klar; ist es eigentlich gemütlich, in einem ***** zu wohnen? :cool: So "legitim" und "gerechtfertigt" wie gewisse andere Staaten der Gegenwart und Vergangenheit, was...? Da erzählt auch keiner: "Hurra, wir sind im Unrecht und kein Rechtsstaat"; man muß schon etwas selbstständig denken können, die Wahrheit und Realität zu erkennen...

Na ja, der Kerl ist Teil dieses Systems und hat sich ihm verkauft, und entsprechend sieht seine armselige Propaganda aus, aber ich hoffe, daß sich keins von uns Systemopfern und kein generell an sozialer Gerechtigkeit Interessierter von dieser Exkrement einlullen läßt. Das sollte eher abschreckend wirken. :cool: Einer wie der hätte vermutlich auch Hitler die Treue gehalten und darauf gepocht, sich an die "legitimen" Gesetze des Staates zu halten. ;-D Ich aber sage, es gibt ein Recht auf Selbstverteidigung gegen die Angriffe eines Unrechtsregimes. Aber klar, alles, was von diesem faschistoiden Willkürapparat namens Mobcenter jommt, "hat seine Berechtigung", und wer sich dem widersetzt, ist automatisch "im Unrecht". Und alles, was von Hitler kam, hatte wohl auch "seine Berechtigung", und wer sich dagegen wehrte, war "im Unrecht"... :cool: Schon klar, verlogener Duckmäuser.

Wenn also jemand zum dritten Mal trotz Hinweis auf die Folgen seines Handelns seinen "Pflichten" nicht nachgekommen ist, sehe ich die beim Betroffenen, nicht bei dem, der die Sanktion verhängt hat. Doch auch wenn das passiert ist, kann der Betroffene die Sanktion abfedern, indem er sich bereit erklärt, seinen "Pflichten" wieder nachzukommen. Wer da um seine "nackte Existenz bangen" muss, ist m. E. selbst Schuld.
Klar, die Sanktion gibt es erst nach dem dritten ausgeschlagenen "Jobangebot" oder dem dritten Meldeversäumnis...sicher. Ein "Vollchecker" ist er auch noch... :cool: Ebene einer, der nicht selbst betroffen ist und uns jetzt aus seinem Elfenbeinturm aus Plastik heraus was erzählen will. Der ist ja sowas von durchschaut.

Ein Schritt in die richtige Richtung.....
Das Däumchen aber hoch zum Firmament! 8-D Das muß sich alles intensivieren, damit man sich in Zukunft dreimal überlegt, wie weit man Systemopfer noch an die Wand drängen und in der Existenz bedrohen will. Hört also auf, hier rumzuheulen wie die untertänigsten Pussies und willigen Opfer; Spartakus hat auch nicht geweint, wenn er einen Römer wegkegelte. 8-D

Redwing over - under siege but still resistant :cool:

PS: Kann nicht mal jemand diese Forenpestbeule endlich ausbrennen; es beginnt wirklich zu langweilen... :cool:
 

rumpfi

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Mir stellt sich auch dauernd dabei die Frage, ob man sich wirklich für alles hergeben muß?

[...]

Aber solange es genug willige Helfershelfer gibt............
Da mach ich mir keine "Sorgen". Willige Herfershelfer gibt es traditionell in Deutschland viele :icon_neutral:
 

dersichdenwolfärgert

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Es tut sich was...! ;-D Da kommt 'ne Message rüber, und die lautet: Es reicht; es gibt Grenzen des tolerierten, einseitig praktizierten Sado- und Masochismus. :cool:


[...]

PS: Kann nicht mal jemand diese Forenpestbeule endlich ausbrennen; es beginnt wirklich zu langweilen... :cool:
:danke:RedWing

Er ist eine erbärmliche feige Sozialdarwinistische Ratte,
die vergehen sich mittlerweile auch an Behinderten.

Die kann man auch noch Ausbeuten,
die sind schwach, die können sich körperlich
nicht mehr wehren.

Woher ich das weiß?
Meine Frau ist betroffen!

Meine Regel, wer meiner Frau was
zu leide tut, dem tue ich was zu leide.

Es reicht das Maß ist voll!

dsdwä
 
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Redwing: war Dein Betreuer heute aushäusig und konnte daher nicht drauf achten, was für einen Quatsch Du schreibst?:rolleyes:

Diese Angriffe auf JC-Mitarbeiter kann ich nachvollziehen, wenn auch nicht gutheißen. Aber ich versteh es und wunder mich eher, dass nicht öfter was passiert.

Was ich aber gar nicht verstehen kann und auch nicht will ist, wenn dann Leute aus ihren Löchern gekrochen gekommen und sagen: super, richtig so!!!!!!! Das sind doch Feiglinge, denn wenn ich das so richtig finde, warum geh ich dann nicht auch am Montag ins JC und hau da wen zusammen und lebe dann damit, dass ich evtl. gepackt und ins Gefängnis gebracht werde?

Wenn ich die Mitarbeiter im JC mit KZ-Aufsehern gleichsetzen würde - was ich nicht tue -, dann wär ich doch völlig "im Recht", wenn ich denen was auf die Fresse gebe. Im vollen Bewusstsein was mich hinterher erwarten kann. Aber hier wird immer nur im Hintergrund Beifall gespendet verzweifelten Leuten, die offenbar nicht wussten, was sie taten und nun zu allem Überfluss auch noch vor Gericht enden. Aber schön, wie viele hier das gut finden. So vom Wohnzimmer aus kann ich das ja, wenn ich ein ***** bin, auch mal klasse finden, dass irgendjemand schwer verletzt wurde, dem es "recht geschieht", und der Täter wird nun bestraft und ich kann Mitleid heucheln.

Wenn ich das alles sooooo dramatisch finde, dass ich Vergleich zu KZ anstelle, dann zieh ich morgen los und verprügel selbst ein paar der "Täter". Aber dazu fehlt dann doch der Mut, gell? Lieber nur vom PC aus verkünden, dass der Kuh das recht geschieht und man das gut findet?

Da ist mir jeder Mitarbeiter im JC, der offen zu seiner Arbeit steht und sich da Mühe gibt - auch wenn der dabei die miesen Gesetze einhalten muss - tausendmal lieber, als so Leute, die im JC vielleicht auch freundlich tun, wenn sie da mal hin müssen und hier das immer beklatschen, wenn da mal wieder jemand angegriffen wird. Wenn Ihr das so richtig findet, dann geht doch selbst ins JC und greift die Mitarbeiter an, dann müsst Ihr wenigstens die Konsequenzen tragen und könnt nicht weiter gemütlich auf der Couch sitzen und jubeln: richtig so, es muss ja auch was getan werden und die habens ja auch alle verdient!
 

Charlot

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Oh, das ist ja wohl auch auf meinen Beitrag gemünzt.
Ich habe nämlich zuerst geschrieben, das die KZ-Aufseher damals auch nur ihren Job gemacht und sich an die damaligen Weisungen gehalten haben.
 
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Redwing: war Dein Betreuer heute aushäusig und konnte daher nicht drauf achten, was für einen Quatsch Du schreibst?:rolleyes:

[...] es muss ja auch was getan werden und die habens ja auch alle verdient!

Bis zur Grundsicherungsrente ist noch Zeit, das ist der einzige Grund warum noch nicht.
 
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…wenngleich sich die Lage natürlich noch einmal drastisch verschlimmert hat seit dem mehrfach gg-widrigen, menschenver-8-enden Ha(r)tz4-Staatsterror.
Dass auch ich viel an Hartz IV und der damit einhergehenden sozialen Kälte, der Unverhältnismäßigkeit von Fördern & Fordern sowie der auf die Änderung der Persönlichkeit zielenden Kommodifizierungsideologie kritisiere, muss ich hier nicht ständig wiederholen. Ich habe das oft geschildert. Doch anders als du, der hier extrem einseitige und wenig reflektierte seinen Hass auf ein fabuliertes „Unrechtssystem“ zur Schau stellt, bin ich als Sozialdemokrat absolut davon überzeugt, dass wir eben in keinem Unrechtssystem, sondern in einem sozialen Rechtsstaat leben.

Dass Hartz IV soziale Spannungen und Armut verschärft hat, dass Sanktionen nicht sein dürften und dass es viel mehr passgenaue Förderung anstatt teils unsinniger und überzogener Forderung geben müsste, davon bin auch ich überzeugt. Indes bin ich - anders als du - ebenfalls der festen Überzeugung, dass man kaum von Menschenverachtung sprechen kann, wenn das „System“ einem als Alleinstehenden monatlich ca. 850 € zur Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums überweist.

Da stellt sich für mich die Frage, wo hier Menschenverachtung vorliegt. Denn ein menschenverachtendes System würde wohl kaum so generös mit seinen nicht vermarktlichten Bürgern umgehen. Ein menschenverachtendes System würde sie entweder deportieren, oder aber sich ihrer in keiner Weise annehmen. In einem menschenverachtenden System würde einem die Existenz nicht gesichert, in unserem demokratischen Rechtsstaat dagegen wird sie gesichert. Wer das – bei aller berechtigten Kritik an Hartz IV – nicht sehen will, scheint mir ein ziemlich fragwürdiges Verständnis von Menschenverachtung zu haben.

Sicher, in unserem System wird die Hartz IV-Zahlung an die Erbringung einer Gegenleistung (insbesondere in Form des Nachweises des Bemühens um Arbeitsaufnahme) gekoppelt. Das kann man vor dem Hintergrund dessen, dass nicht genug Arbeitsplätze für alle Arbeitslosen vorhanden sind, durchaus kritisieren. Nichts desto trotz ist es moralisch legitim, die Erbringung einer aus Steuermitteln finanzierten Leistung (Hartz IV) an eine Gegenleistung (Nachweis von Bewerbungen, Maßnahme-Teilnahme) zu koppeln.

Es ist meiner Überzeugung nach nicht immer sinnvoll, das zu tun, weil es eben auch dazu führt, dass unsinnige Bewerbungen geschrieben und völlig sinnfreie Maßnahmen besucht werden. Aber nichts desto trotz ist es legitim. Die Gesetze sind in der Form, wie sie existieren, von einem demokratisch legitimierten Parlament verabschiedet worden. Man muss sie freilich nur deshalb, weil sie demokratisch beschlossen wurden, nicht gutheißen. Aber man sollte zur Kenntnis nehmen, dass dieser Prozess eben weder Menschenverachtung noch Staatsterror indiziert, sondern Ausdruck demokratisch legitimierter Willensbildung ist.

Wer sich an diesen Gesetzen stört (wie ich das teilweise tue), der kann sich auf demokratischem Wege dafür einsetzen, dass sie geändert werden. Das auszublenden und stattdessen im Kontext von Hartz IV Menschenverachtung und Staatsterror das Wort zu reden, ist meiner Überzeugung nach nichts weiter als ein populistischer Ausdruck von Unbildung. Ja, Hartz IV ist problematisch! Ja, es gibt Schickane! Ja, es gibt Ungerechtigkeit! Aber das zusammengenommen bildet nicht mal im Ansatz das Fundament eines Unrechtsregimes. In einem solchen gäbe es nämlich nicht nur kein Hartz IV, sondern überhaupt keine soziale Sicherung.

…Da sollen verarmte Systemopfer also vor überquellenden Tellern im Bonzenviertel nebenan verrecken; das ist echte Soziopathie und echter Sozialdarwinismus faschistoider Gangart. Und sowas gehört zurückgefochten bis hinter die letzten Linien der untersten Ebene der Hölle (an die ich nicht glaube, aber klingt grad rhetorisch echt gut; bin ja auch Schriftsteller)!
Meiner Überzeugung nach sind es eher ideologisch indoktrinierte Verfassungsfeinde wie du, welche einem extrem simplifizierten Schwarz-Weiß-Weltbild anhängen, die zurückgefochten gehören. Du bist für mich jedenfalls der personifizierte Beweis dafür, wie nötig wir den Verfassungsschutz haben. Deine kampfradikale Rhetorik erweist den Gegnern und Kritikern von Hartz IV überdies einen Bärendienst.

Denn mit solchen Kampfreden erreicht man zumeist das Gegenteil dessen, was man beabsichtigt. Menschen mit einer gemäßigten politischen Gesinnung - oder auch gänzlich Unpolitische - werden von deinem Geschwurbel nämlich eher abgeschreckt, als dass sie dem zustimmen. Zum Glück, denn ich mag mir kaum ausmalen, mit was wir in diesem Land rechnen müssten, wenn Extremisten wie du jemals etwas zu sagen hätten.

Ach, und "natüüürlich" haben der (von der Wirtschaftsmafia und der reichen Minderheit im Hintergrund re-gierte) Staat und seine (Lobby-)"Justiz" "immer Recht" und sind alle verabschiedeten bzw. beliebig da oben zurechtgelegten Gesetze "legitim" und "gerechtfertigt".
Der Staat hat keinesfalls immer Recht, denn Recht ist ein Konstrukt. Es ist volatil und ändert sich je nach Zeitgeist und damit einhergehender Auslegung. Und ja, wenn ein Gesetz demokratisch beschlossen wurde, ist es legitim. Das heißt aber nicht, dass es in Stein gemeißelt ist und dass man es nicht kritisieren darf. Nur weil etwas legitim ist, ist es deshalb noch lange nicht gut. Das hat auch niemand behauptet. Die Sache ist nur die:

Wenn einen ein legitimes Gesetzt, das man schlecht findet, stört, hat man in diesem Rechtsstaat noch immer die Möglichkeit, sich aktiv und repressionslos für die Änderung dieses Gesetzes stark zu machen. Man kann in eine Partei eintreten, eine gründen oder auch nur einer seine Stimme geben, die die eigenen Interessen am ehesten vertritt. Das alles ist in diesem Rechtsstaat möglich. In einem Unrechtsregime dagegen wäre es nicht möglich.

Schon klar; ist es eigentlich gemütlich, in einem ***** zu wohnen? :cool: So "legitim" und "gerechtfertigt" wie gewisse andere Staaten der Gegenwart und Vergangenheit, was...? Da erzählt auch keiner: "Hurra, wir sind im Unrecht und kein Rechtsstaat"; man muß schon etwas selbstständig denken können, die Wahrheit und Realität zu erkennen...
Es mutet schon ein wenig ironisch an, dass ausgerechnet DU von „selbstständig denken können“ und „Wahrheit und Realität“ sprichst. Denn gerade DU bist es, der hier reichlich unreflektiert linksextreme Plattitüden verbreitet und dabei nur die eigene beschränkte Sicht auf die Dinge zulässt. Gerade DU bist es doch, der hier meint, Leuten wie Lacarior die Moralität absprechen zu können, nur weil er nichts von dem teilt, was du als gut und richtig empfindest.

Ich teile - wie du merkst - auch fast nichts von dem, was du als gut und richtig empfindest. Genauso teile ich übrigens auch vieles von dem, was Lecarior schreibt, nicht. Dennoch zweifele ich keinesfalls daran, dass er von dem überzeugt ist, was er schreibt. Und seine Überzeugung macht ihn nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen als dich. Sie macht ihn wohl allerdings zu einem weniger extremistischen und meinem Eindruck nach deutlich besser informierten und differenzierten Menschen als dich. Lecarior verzichtet - anders als du - auf Diffamierungen und persönliche Immoralitätsunterstellungen.

Die könnte man dir aber reichlich vorwerfen, denn es stellt sich die Frage, wie du bitte planst, mit den Menschen zu verfahren, die unwillig sind, sich deiner Ideologie anzuschließen. In unserem demokratischen Rechtsstaat gilt die Devise: Leben und leben lassen. In einem linksextremistischen "Paradies" dürfte dieser Pluralismus von Lebens- und Meinungsformen aber kaum realisierbar sein, denn einer Ideologie anzuhängen bedeutet immer, sich selbst als im Besitz der Wahrheit zu begreifen. Wenn man selbst aber im Besitzt der "Wahrheit" ist, folgt unweigerlich, dass die, die einem widersprechen, der Unwahrheit anhängen müssen.

Wie verfährt man, wenn man diese renitenten Verweigerer nicht überzeugen kann, dann mit denen? Ausweisen? Stigmatisieren? In den Gulag schicken? Du schwadronierst hier von Menschenwürde, realisiert aber nicht, dass die Utopie, der du anhängst, eine fatalistische, menschenfeindliche Dystopie ist, weil sie unweigerlich all jene ausschließt und ausschließen muss, die von ihrem demokratischen Recht auf Widerspruch gebrauch machen. Wer widerspricht und sich die ketzerische Frechheit herausnimmt, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, hat im linksextremistischen Dystopia keinen Platz.

Wohin also mit all den widerspenstigen Ungläubigen, die bei der letzten Bundestagswahl nicht DIE LINKE oder die MLPD gewählt haben? Wohin mit Lecarior? Wohin mit mir? Wohin mit den Millionen von "Schreibtischtätern", den systemhörigen Beamten, den CDU- und SPD-Anhängern, den Bankangestellten, den Unternehmern und Wirtschaftslobbyisten, den Selbstständigen, Ärzten, Anwälten und Politikern, aber auch den kleinen Angestellten, Arbeitern und Arbeitslosen, welche die Weltanschauung des Redwing explizit nicht teilen und/oder gar entschieden bekämpfen?

Na ja, der Kerl ist Teil dieses Systems und hat sich ihm verkauft, und entsprechend sieht seine armselige Propaganda aus, aber ich hoffe, daß sich keins von uns Systemopfern und kein generell an sozialer Gerechtigkeit Interessierter von dieser Exkrement einlullen läßt.
Und ich hoffe, dass sich kein an sozialer Gerechtigkeit interessierter Mensch von dir und deinen simplifizierenden Märchen einlullen lässt. Denn Menschen, die wie du ständig rhetorisch versiert darauf bedacht sind, einem allumfassenden System-Feindbild das Wort zu reden (korrupte Politiker, Wirtschafts-Mafia, faschistoide Sachbearbeiter), sind eine Gefahr für die Demokratie, wenn man sich ihnen nicht entschieden entgegenstellt.

Sicher, es ist einfach und verlockend, ein Schwarz-Weiß-Weltbild zu konstruieren. Aber mit Einfachheit ist niemandem geholfen, der an den Verhältnissen etwas ändern will. Was diesbezüglich hilft, ist Ehrlichkeit. Und ein Gebot der Ehrlichkeit ist es, anzuerkennen, dass die Dinge sich selten so schematisch in gut-böse einteilen lassen, wie du dies in Bezug auf unser politisches System und dessen Repräsentanten hier versuchst.

Ich aber sage, es gibt ein Recht auf Selbstverteidigung gegen die Angriffe eines Unrechtsregimes.
Da stimme ich dir tatsächlich einmal 100% zu. Auch ich bin überzeugt: Ja, es gibt ein Selbstverteidigungsrecht gegen ein Unrechtsregime. Und man sollte es in Anspruch nehmen, so man mit einem solchen konfrontiert ist. Nur: Ich sehe das Unrechtsregime nicht. Ich sehe Hartz IV. Und Hartz IV ist in meinen Augen ein schlechtes Gesetz.

Daraus leitet sich aber mitnichten ein Unrechtsregime ab. Wir haben trotz Hartz IV zum Glück noch immer einen funktionierenden Rechtsstaat, der dir sogar das Recht einräumt, gegen einen ALG II Leistungsbescheid in Widerspruch zu gehen und dagegen (unterstützt durch Prozesskostenhilfe) zu klagen. Ein Unrechtsregime würde seinen Bürgern so ein Recht sicher nicht einräumen.

Auch würde ein Unrechtsregime sicher über kein Grundgesetzt verfügen, welches sich zum großen Teil aus Abwehrrechten der Bürger gegen ihren Staat konstituiert. Wenn die BRD deiner fragwürdigen Interpretation nach ein Unrechtsregime ist, lebe ich jedenfalls gerne in diesem Unrechtsregime, das mit so viele einklagbare Rechte und Freiheiten einräumt. Und ja: Selbst als ich noch arbeitslos war, habe ich gerne in diesem Land gelebt.

PS: Kann nicht mal jemand diese Forenpestbeule endlich ausbrennen; es beginnt wirklich zu langweilen... :cool:
Dieser Absatz bestätigt erneut deine antidemokratische Gesinnung. Er zeugt beispielhaft davon, dass du an einem Austausch kontroverser Meinungen nicht interessiert bist, sondern meinst, Leute, die dir nicht zustimmen, persönlich attackieren zu müssen. Das ist das typische Verhalten von Fanatikern: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und, so geht die Logik weiter, da wir gute Menschen sind, muss der, der gegen uns ist, ein schlechter Mensch sein.

Die Frage ist dann: Was macht man mit diesen schlechten Menschen? Antwort: Ist doch logisch! „Endlich ausbrennen“. - Und ausgerechnet DU, der hier so eine Assoziation vom Stapel lässt, besitzt auch noch die Dreistigkeit, mit Hartz IV-Nazi-Vergleichen aufzuwarten. Wenn deine ignorante Dummheit nicht so gefährlich wäre, könnte man darüber glatt lachen.
 

HartzerIst

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Sind hier auch SB´s angemeldet? :eek:
Ja, ich bin einer von denen, die sich also schämen müssen, beim JC angeheuert zu haben.
Nun ich schäme mich nicht und ich lese hier auch gerne nach.
Aber nicht um zu spionieren und hier herumzutrollen, ich lese und lerne gerne dazu.
Übrigens: Die Hauptaufgabe des JC ist es, Leistungen schnell und umfassend zu gewähren.
Wer glaubt,JC-Mitarbeiter würden sich an Sanktionen aufgeilen, irrt (meistens). Nur: Rechtfertigung von brutaler Gewalt (ein Mensch wurde erheblich verletzt - und dies auf brutale und heimtückische Weise) macht mich wütend und sprachlos.
Das Hineininterpretieren (U 25, Sanktion), warum der junge Mann so gehandelt hat, ist Dummenfischerei.
Mal so am Rande. Gegen jede Sanktion können Rechtsmittel eingelegt werden. Auch der schnelle Weg zum Sozialgericht ist möglich. Bevor tatsächlich ein Verwaltungsakt (wie der einer Sanktion) wirksam wird, ist´s ein längerer Weg.

Daher danke ich Lecarior und den anderen abwägend Schreibenden hier für ihre Beiträge.
 

Nimschö

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Boah, Burns...
Was würde ein "Netzmensch" zu Deinem Text sagen:
"tl;dr" ^^

Da wir da wieder bei der Grundsatzdiskussion "Gewalt/Gegengewalt, was ist OK, was nicht" sind: Ich bin derzeit in dieser Frage tatsächlich und auch zu meinem eigenen Erschrecken sehr zwiegespalten.

Einerseits halte ich nichts von physischer Gewalt, im Falle von JC-Ärger ist sie sogar( wie in den meisten anderen "Anwendungsgebieten" auch) kontraproduktiv.
Und nun das "aber":
Aber, wenn man alle Gesetze gelesen hat, alle Widerspruchs-, Beschwerde- und Klagewege durchgegangen ist und das Amt IMMER NOCH NICHT tut was es sollte, was tut man dann? Sinnvolles kann man dann meist nicht mehr tun und ich verstehe Menschen, die unter dem Druck aus Existenzangst und Hilflosigkeit vor Amtswillkür einfach platzen wie ein Schnellkochtopf und dann wirklich dumme Sachen tun. Vor allem, weil die meisten Geschichten für die Betroffenen EILIG sind, also am besten gestern erledigt sein müßten, Beschwerden u.Ä. aber erst nach meist Wochen eine Reaktion auslösen.

Ich halte das für ein systemimmanentes Problem, das sowohl die ALG-II-Empfänger, als unter Druck Gesetzte und nach dem Platzen in den Knast Gesteckte, wie auch die SBs, als Prellbock für den Zorn der Ersteren abgestellte Schießbudenfiguren, ausbaden müssen. Die Politik juckt das alles nicht, von denen bezieht keiner ALG-II und im JC arbeitet auch keiner von denen, also ist ihnen das wurscht.

Im Grunde würde es Sinn machen, wenn sich Empfänger und SBs gemeinsam hinsetzen würden und jeweils sinnvolle und hilfreiche Lösungen für die individuellen Lagen erarbeiteten. Eiiigentlich ist das vom Gesetz her sogar so vorgesehen. "Dem jeweiligen Einzelfrall muß Rechnung getragen werden..."
Dafür haben die SBs aber, aufgrund (über-)hoher Fallzahlen, in der Praxis einfach keine Zeit. Also wird, je nach Gemüt des SB entweder widerstrebend/verzweifelt oder aggressiv/gehässig, das Motto "One-Size-Fits-All" angewendet, auch wenn man mit dem Hammer nachhelfen muß und das Eckige muß dann eben doch durch das Runde, der Gehbehinderte in die Dachgeschoßwohnung, die Alleinerziehende ganz ohne Hilfe auskommen oder VZ arbeiten gehen um sich die Babysitter leisten zu können, der auf lebenswichtige, zuzahlungspflichtige Medikamente Angewiesene eben sterben, die falschen berechnungen werden verschlimmbessert usw.
Dadurch werden die ALG-II-Empfänger wieder/weiter unter Druck gesetzt und der Teufelskreis geht weiter...

Das ganze ist ein Perpeteum Mobile aus der Hölle und ich hoffe genau da kommen die Macher des Ganzen auch hin. Aber noch bin ich auf dem Standpunkt darauf zu warten, dass die da ganz von allein hinkommen. Ich hoffe das bleibt noch lange so, aber garantieren kann ich's, wenn ich wirklich ehrlich bin, nicht.

Wer Schlangensätze findet: Vorsicht! Die sind giftig! ;)
 

Henrik55

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Burns hat die für Spezialdemokraten typische Lügeritis sowie eine bei Sozialwissenschaftlern häufig vorkommende Logorrhoe. Zudem sondert er gerne Textbausteine aus den Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung (neudeutsch für Propagandaministerium) ab.
 

Redwing

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... (Anm. Doc Reddy: Diagnose bedenklich)

Wenn ich das alles sooooo dramatisch finde, dass ich Vergleich zu KZ anstelle, dann zieh ich morgen los und verprügel selbst ein paar der "Täter". Aber dazu fehlt dann doch der Mut, gell? Lieber nur vom PC aus verkünden, dass der Kuh das recht geschieht und man das gut findet?
Erstens braucht es prophetische Volksaufklärer wie mich, die ganz hinten mit dabei sind, oder denkst du etwa, der Brainbug auf Klendatu kämpft an vorderster Front, und zweitens muß jeder für sich selbst entscheiden, wann die Stunde Omega schlägt und erreicht ist. :cool: Ich persönlich wurde noch nicht genug *******, um komplett auszurasten, aber vielleicht kommt der Zeitpunkt ja noch. Allerdings will ich Mama auch nicht über Gebühr stressen, wenn möglich. Sollte Mama mal gehen, was ohnehin eine beispiellose Krise in mir auslösen wird, dann garantiere ich allerdings für nichts mehr, geht mir einer dieser armseligen Sesselfurzer und Schreibtischdiktatoren oder sonstwer zu sehr auf die Nüsse. Ich bin übrigens nicht nur begnadeter Schriftsteller und Musiker, sondern auch versierter Martial Arts Warrior. :cool: Ich nenne es "Karatebasierter Freestyle". ;-D Und es macht mich rasend, wenn lebende Popel, die mir sowohl gesitig als auch körperlich unterlegen sind, willkürlich über mich herrschen können, nur weil ein faschistoider Unrechtsstaat hinter ihnen steht!

Da ist mir jeder Mitarbeiter im JC, der offen zu seiner Arbeit steht und sich da Mühe gibt - auch wenn der dabei die miesen Gesetze einhalten muss - tausendmal lieber, als so Leute, die im JC vielleicht auch freundlich tun, wenn sie da mal hin müssen und hier das immer beklatschen, wenn da mal wieder jemand angegriffen wird. ...
Dann bist du eine niederträchtige, kooperierende Cicade, wenn dir diese Sadisten da im Mobcenter lieber sind. Nicht alle sind vollkommen mies, aber die meisten, denn wer macht sowas denn (gilt auch für Bullizisten, etc.)? Und da komme ich gleich zum nächsten Punkt: Das MUSS keiner von den SBs machen! Es hält denen keiner eine Knarre an den Kopf und zwingt sie dazu! Im Gegensatz zu den Greueltaten von Soldaten, die in mancher Armee, etc. begangen wurden. Die machen das letztlich weitgehend freiwillig, und das ist durchaus verwerflich in einem Regime wie diesem. Die Exekutiven tragen eine Mitschuld und setzen erdachten Wahnsinn da oben erst in die Tat um. Solange sie noch von innen heraus zu verbessern versuchen, OK, aber wenn das nicht mehr geht und sie in einen Gewissenskonflikt geraten, dann müssen sie konsequent die Reißleine ziehen. Ansonsten sind sie Teil der Misere und der Repression und können auch als dieses betrachtet werden...

Oh, das ist ja wohl auch auf meinen Beitrag gemünzt.
Ich habe nämlich zuerst geschrieben, das die KZ-Aufseher damals auch nur ihren Job gemacht und sich an die damaligen Weisungen gehalten haben.
Na, ich hab diese sinngemäßen, nur leicht überspitzten Vergleiche aber schon vor Jahren angestrengt, du KZ-Aufseher-Vergleich-Newcomer! 8-D

...bin ich als Sozialdemokrat absolut davon überzeugt, dass wir eben in keinem Unrechtssystem, sondern in einem sozialen Rechtsstaat leben.
Danke, mehr müssen wir eigentlich nicht wissen..."Sozialdemokrat"; ich glaub, ich muß kotzen. :p Im Grunde könnte ich jetzt abbrechen - mach ich aber nicht. ;-D

Dass Hartz IV soziale Spannungen und Armut verschärft hat, dass Sanktionen nicht sein dürften und dass es viel mehr passgenaue Förderung anstatt teils unsinniger und überzogener Forderung geben müsste, davon bin auch ich überzeugt. Indes bin ich - anders als du - ebenfalls der festen Überzeugung, dass man kaum von Menschenverachtung sprechen kann, wenn das „System“ einem als Alleinstehenden monatlich ca. 850 € zur Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums überweist.
Dann frag dich als Erstes mal, welche rückgratlose(n) Volksverräterpartei(en) den Anstoß für diese ganzen Mißstände gegeben hat (haben), wenngleich Schwarzgelb natürlich motiviert dabei mitgewirkt hat. Aber die hätten sich das allein nie getraut, da die Gewerkschaften, Sozialverbände und derlei ihnen viel kämpferischer begegnet wären.

Ferner wüßte ich das aber, daß Alleinstehende 850 Euro bekommen, und es wäre zudem nicht ganz so schlimm, wenn dieses Almosen wenigstens bedingungslos wären und, gemäß des GG, wie es lobbyfrei interpretiert wird, keine menschenunwürdige Existenzbedrohung gäbe.

... In einem menschenverachtenden System würde einem die Existenz nicht gesichert, in unserem demokratischen Rechtsstaat dagegen wird sie gesichert. Wer das – bei aller berechtigten Kritik an Hartz IV – nicht sehen will, scheint mir ein ziemlich fragwürdiges Verständnis von Menschenverachtung zu haben.
Die Existenz IST nicht gesichert aufgrund des möglichen Sanktionsterrors, und auf Tafeln und derlei darf sich ein Staat nicht verlassen!

...Nichts desto trotz ist es moralisch legitim, die Erbringung einer aus Steuermitteln finanzierten Leistung (Hartz IV) an eine Gegenleistung (Nachweis von Bewerbungen, Maßnahme-Teilnahme) zu koppeln.
Arbeitslose sind Systemopfer, denen dieser Staat und seine verhätschelte, im Hintergrund die Strippen ziehende Wirtschaftsmafia einfach keine Perspektive mehr bieten können, dank der neoliberalen Kamikazepolitik, also haben sie wenigstens anständig und bedingungslos entschädigt zu werden, anstatt wie Verbrecher und Täter behandelt zu werden!

...
Die Gesetze sind in der Form, wie sie existieren, von einem demokratisch legitimierten Parlament verabschiedet worden. Man muss sie freilich nur deshalb, weil sie demokratisch beschlossen wurden, nicht gutheißen. Aber man sollte zur Kenntnis nehmen, dass dieser Prozess eben weder Menschenverachtung noch Staatsterror indiziert, sondern Ausdruck demokratisch legitimierter Willensbildung ist.
Ja, klar, mit einem neoliberalen Parteienkartell, das zwar Unterschiedlichkeit simuliert, aber wo dann nach der Wahl im Prinzip doch immer derselbe neoliberale, systemische Wirtschaftslobbymist herauskommt. Und dann natürlich von Medien gepusht, die von betuchten Chefs und Chefredakteuren gesteuert werden. Bei derart einseitiger Berieselung ist eine objektiver, unbeeinflußter bzw. wenigstens nicht nur einseitig beeinflußter Meinungsbildungsprozeß kaum möglich, welcher aber die Grundvoraussetzung für eine mündige, selbstständige Wahlentscheidung und somit wahre Demokratie ist.

Oh, und eines noch: Selbst wenn ein medial aufgestachelter Spießmob sich dafür ausspricht, Minderheiten doch gern fertigmachen zu wollen, so gibt es auch bez. der Demokratie moralische Grenzen des Tolerierbaren. Und wenn (Noch-)Minderheiten hier maßgeblich das Leben versaut wird oder sie gar in der nackten Existenz bedroht werden, dann ist mir Exkrementgal, ob das "demokratisch legitimiert ist"; dann haben die Betroffenen ein Recht auf Widerstand! Es gibt Grenzen, die nicht überschritten zu werden haben; egal, ob das der vermeintliche, manipulierte Wille der Mehrheit ist oder nicht. Ansonsten haben wir eine radikale, totalitäre (Pseudo-)Demokratie wie im antiken Griechenland mitunter, wo mal eben einer hingerichtet wird, nur weil die Mehrheit halt grad Bock drauf hat. So nicht, min Fründchen! :cool:

Meiner Überzeugung nach sind es eher ideologisch indoktrinierte Verfassungsfeinde wie du, welche einem extrem simplifizierten Schwarz-Weiß-Weltbild anhängen, die zurückgefochten gehören. Du bist für mich jedenfalls der personifizierte Beweis dafür, wie nötig wir den Verfassungsschutz haben. Deine kampfradikale Rhetorik erweist den Gegnern und Kritikern von Hartz IV überdies einen Bärendienst.
Du kannst mir mal die Murmel drehen, "Sozialdemokrat"; dein konspirativer Verein sorgt doch weltweit immer wieder dafür, daß Sozialstaatsabriß durchgeboxt wird, weil keiner aus dieser Ecke mit solch Niedertracht rechnet. Ihr seid ein trojanisches Pferd bzw. B-Team der vermeintlichen "Gegenspieler" weiter rechts. Und mit eurer Augenwischerei vom Spagat zwischen einem Ego-System und den Raffke-Interessen einer reichen Minderheit und BWL-Privatwirtschaft auf der einen sowie sozialer Gerechtigkeit und Ausgewogenheit auf der anderen Seite, hemmt ihr notwendige revolutionäre Prozesse, die konsequent und ohne Alternative sind. Das Versagen eurer Versprechen und vermeintlichen Ideale und Ideen wird immer wieder evident, wenn ihr Verantwortung übernehmen sollt und dann sowas wie Blair, Zapatero, Schröder, Hollande, Balkenende, etc. herauskommt. Ihr widert mich an. :p Es GIBT längerfristig keine wirklich soziale Marktwirtschaft mit dieser exponentiellen, systemtypischen Gefällebildung, also hört auf, die Völker für dumm zu verkaufen.

Oh, und die nach wie vor aktivsten Verfassungsfeinde würde der sogenannte Verfassungsschutz übrigens im Bundestag finden, nähme er seinen Job ernst (mit Ausnahme der Linken). Denn DORT wurden z.B. der Repressions- und Überwachungsstaat immer mehr ausgebaut und mehrfach gg-widrige Gesetze wie Ha(r)tz4 ausgebrütet und durchgewunken.

Denn mit solchen Kampfreden erreicht man zumeist das Gegenteil dessen, was man beabsichtigt. Menschen mit einer gemäßigten politischen Gesinnung - oder auch gänzlich Unpolitische - werden von deinem Geschwurbel nämlich eher abgeschreckt, als dass sie dem zustimmen.
Wer sich davon abschrecken läßt, der ist noch nicht bereit, aufzuwachen und konsequent zu sein, und wer noch nicht bereit ist, der kann mir erstmal mit Schwung den Buckel runterrutschen. :cool: Es waren wohl niemals Mehrheiten, welche die (R)evolution in der Geschichte vorantrieben, sondern immer visionäre, nicht selten radikale Einzelpersonen und kleinere Gruppierungen. Die Masse ist ein obrigkeitshöriger, mäßig politischer Mitläuferhaufen, der geführt werden will und wenig selbst denkt. So ist es nun mal leider, und ich sehe da kaum Fortschritte bei der Menschheit. Nennen wir die Dinge also einfach beim Namen.

Wenn einen ein legitimes Gesetzt, das man schlecht findet, stört, hat man in diesem Rechtsstaat noch immer die Möglichkeit, sich aktiv und repressionslos für die Änderung dieses Gesetzes stark zu machen. Man kann in eine Partei eintreten, eine gründen oder auch nur einer seine Stimme geben, die die eigenen Interessen am ehesten vertritt. Das alles ist in diesem Rechtsstaat möglich. In einem Unrechtsregime dagegen wäre es nicht möglich.
Sag ich doch. :cool: Und es haben überdies immer mehr Menschen nicht die Zeit, ewig darauf zu warten, bis bei der manipulierten Mehrheit endlich der Groschen fällt, wenn sie in der Existenz bedroht werden, du selbstgerechter Hannes. Und sich in einem kapitalistischen Lobbystaat auf die Unabhängigkeit und Gesetzestreue (wobei selbst bestimmte Gesetze schon angezeifelt werden können) der Judikative, etc. zu verlassen, kann man auch getrost knicken. Alles andere wäre naiv. Unterdrücker erlauben einem nur die Wege, die sie kontrollieren können.

...
Gerade DU bist es doch, der hier meint, Leuten wie Lacarior die Moralität absprechen zu können, nur weil er nichts von dem teilt, was du als gut und richtig empfindest.
Ja, ich bin das - voller Stolz und Inbrunst! -, weil der Kerl einfach ein abartiger Typ ist, der hier bewußt Systemopfer dumm und auf Systemkurs halten will - und dabei selbst nicht als Opfer betroffen ist. Der Kerl will, daß wir unsere Henker wählen. Und ich würd dem das alles auch jederzeit mitten ins Gesicht brüllen und vielleicht noch mehr.... :cool:

... Und seine Überzeugung macht ihn nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen als dich. Sie macht ihn wohl allerdings zu einem weniger extremistischen und meinem Eindruck nach deutlich besser informierten und differenzierten Menschen als dich. Lecarior verzichtet - anders als du - auf Diffamierungen und persönliche Immoralitätsunterstellungen.
Ja, heuchel, heuchel, der Kerl verpackt unmenschliche Exkrement in verbales Goldpapier, sowie auch diverse Politiker da draußen. Da frage ich mich doch, was schlimmer ist: Emotional adäquate Kraftausdrücke dann und wann oder mit Engelszungen und hochakademisch existenzbedrohenden Sozialdarwinismus zu verkünden. Du kannst mich mal. :cool: Und selbstverständlich ist die politische Einstellung (sozial oder nicht) ein starker Indikator für den Charakter eines Menschen, und da sieht es bei Lecarior aber GANZ zappenduster aus. :p

Die könnte man dir aber reichlich vorwerfen, denn es stellt sich die Frage, wie du bitte planst, mit den Menschen zu verfahren, die unwillig sind, sich deiner Ideologie anzuschließen. In unserem demokratischen Rechtsstaat gilt die Devise: Leben und leben lassen. In einem linksextremistischen "Paradies" dürfte dieser Pluralismus von Lebens- und Meinungsformen aber kaum realisierbar sein, denn einer Ideologie anzuhängen bedeutet immer, sich selbst als im Besitz der Wahrheit zu begreifen. Wenn man selbst aber im Besitzt der "Wahrheit" ist, folgt unweigerlich, dass die, die einem widersprechen, der Unwahrheit anhängen müssen.
Sag mal, du checkst nicht, daß das neoliberale Marktsektierertum und derlei ebenfalls Ideologie pur ist, was? Und wenn in den USA z.B. jedem nach fünf Jahren Bezug die Sozialleistungen komplett gestrichen und die zum Verrecken freigegeben werden oder hier die 100%-Sanktion ausgesprochen wird, dann halte ich das weniger für "leben und leben lassen". Zudem hat sich jeder als verwert- und beliebig austauschbare "Humanressource" für die Interessen der Wirtschaftsmafia anzubieten und zur ***** zu machen, und es gibt vielleicht Menschen, die keinen Bock auf solch oberflächlichen, lebensverneinenden Leistungswahn haben. Aber die dürfen entweder gleich verrecken oder sich entweder vom Staat oder von einer Firma von hinten nehmen lassen. Das ist kein Leben als Mensch, sondern als Roboter oder Insekt; ein Leben auf eine Funktion für die Interessen einer winzigen Minderheit beschränkt. Nee, danke, du. Diese geldbeutelabhängige Freiheit gefällt mir nicht. :cool:
Gesellschaftlich können gern Toleranz und Freiheit herrschen, der Wirtschaft aber darf man nicht das Zepter und eine Verantwortung überlassen, der sie offenkundig nicht gerecht wird. Die hat für das Volk da zu sein und nicht umgekehrt, und deshalb muß sie vom (Volks)staat geleitet werden. Mehr dazu in meinen hoffentlich allseits bekannten Flaggtexten. ;-)

Da stimme ich dir tatsächlich einmal 100% zu. Auch ich bin überzeugt: Ja, es gibt ein Selbstverteidigungsrecht gegen ein Unrechtsregime. Und man sollte es in Anspruch nehmen, so man mit einem solchen konfrontiert ist. Nur: Ich sehe das Unrechtsregime nicht. Ich sehe Hartz IV. Und Hartz IV ist in meinen Augen ein schlechtes Gesetz.
Wenn der kranke Scheiß tötet oder maßgeblich Leben versaut, dann hören der Spaß und die Toleranz auf. 8-/ Und das tut es. Und der gg-widrige Sanktionsterror schließt es explizit ein.

Daraus leitet sich aber mitnichten ein Unrechtsregime ab. Wir haben trotz Hartz IV zum Glück noch immer einen funktionierenden Rechtsstaat, der dir sogar das Recht einräumt, gegen einen ALG II Leistungsbescheid in Widerspruch zu gehen und dagegen (unterstützt durch Prozesskostenhilfe) zu klagen. Ein Unrechtsregime würde seinen Bürgern so ein Recht sicher nicht einräumen.
Ja, ja, Placebos... :cool: Was verdienen Richter so, und welcher Kaste gehören sie somit an...?

Auch würde ein Unrechtsregime sicher über kein Grundgesetzt verfügen, welches sich zum großen Teil aus Abwehrrechten der Bürger gegen ihren Staat konstituiert. Wenn die BRD deiner fragwürdigen Interpretation nach ein Unrechtsregime ist, lebe ich jedenfalls gerne in diesem Unrechtsregime, das mit so viele einklagbare Rechte und Freiheiten einräumt. Und ja: Selbst als ich noch arbeitslos war, habe ich gerne in diesem Land gelebt.
Kannst du das nicht deinem Therapeuten erzählen?

Die Frage ist dann: Was macht man mit diesen schlechten Menschen? Antwort: Ist doch logisch! „Endlich ausbrennen“. - Und ausgerechnet DU, der hier so eine Assoziation vom Stapel lässt, besitzt auch noch die Dreistigkeit, mit Hartz IV-Nazi-Vergleichen aufzuwarten. Wenn deine ignorante Dummheit nicht so gefährlich wäre, könnte man darüber glatt lachen.
Es geht um das Prinzip der schlechten Universalausrede: "Ich mach ja nur meinen Job" bzw. "Ich halte mich nur an bestehende Gesetze". Wenngleich wir uns mit Hartz4 durchaus dem Reichsarbeitsdienstmist annähern. Und auch die Diskriminierung und Hetze gegen gewisse Minderheiten weist allmählich Parallelen auf.

So, manche Absätze von dir waren wiederholter Supreme-Blubb, weswegen ich sie mir mal gespart habe; hatte diese Nacht ohnehin noch was Besseres vor.

Redwing over - steht zu jedem Buchstaben wie der Fels in der Brandung! 8-D
 
E

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Burns hat die für Spezialdemokraten typische Lügeritis sowie eine bei Sozialwissenschaftlern häufig vorkommende Logorrhoe.
Danke für deine - wie immer - konstruktive, textbezogene Kritik!

Zudem sondert er gerne Textbausteine aus den Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung (neudeutsch für Propagandaministerium) ab.
In Anbetracht dessen, dass ich alle meine Texte selbst verfasse, würde mich interessieren, welche Textbausteine der Bundeszentrale für politische Bildung ich denn konkret absondere. Ich bitte um einen Verlinkung auf einen meiner Beitäge, in dem dies deutlich wird. Danke.

Abgesehen davon: Die Bundeszentrale für politische Bildung kann unter den öffentlich-rechtlichen Institutionen wohl noch als diejenige bezeichnet werden, die mit Abstand am ehesten auf politische Neutralität bedacht ist. Siehe Beispielhaft nur den § 6 des Erlasses über die BpB.

Dass gerade die BpB ganz sicher keine System-Propaganda-Marionette ist, sondern auf ausgewogene Berichterstattung hinzielt, beweist beispielhaft der Fall Löw. Aber da du weder mit Politik noch mit Bildung etwas am Hut zu haben scheinst, Schwamm drüber.

Hier ein Angebot - einigen wir uns einfach wie folgt: Du bist klug und ich bin ein verlogener, fachistoider, unmoralischer und latent asozialer Schreibtischtäter, wie überhaupt alle, die jemals im "System" gearbeitet haben. Und Sozialdemokraten sowieso! Ja, so einfach ist die Welt. :icon_daumen:
 
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Ich bin übrigens nicht nur begnadeter Schriftsteller und Musiker, sondern auch versierter Martial Arts Warrior. :cool: Ich nenne es "Karatebasierter Freestyle". ;-D Und es macht mich rasend, wenn lebende Popel, die mir sowohl gesitig als auch körperlich unterlegen sind, willkürlich über mich herrschen können, nur weil ein faschistoider Unrechtsstaat hinter ihnen steht!

Und nix dabei um deine Brötchen selbst zu Verdienen?:icon_party:
Bei solchen Qualifikationen!:icon_party:

Oder hat man dir Leim in deine Soziale Hängematte geschüttet.:icon_razz:
 
E

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Kann es sein, das Du nicht ganz richtig bist in der Birne ?
Ich befürchte das ebenfalls. Zurückzuführen ist es vermutlich hierauf:

Ich bin übrigens nicht nur begnadeter Schriftsteller und Musiker, sondern auch versierter Martial Arts Warrior.
Es ist anzunehmen, dass man als Martial Arts Warrior des Öfteren mal ordentlich auf die Rübe kriegt.

Das blieb im Falle des geflügelten Kommunisten vielleicht nicht ganz folgenlos...:confused: :eek:
 

libertad

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Das Problem ist, daß das SGB II wenigstens an 3 Stellen verfassungsrechtlich fragwürdig ist:
  1. § 39 SGB II (verstößt gegen Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und Gewaltenteilung)
  2. Grundrecht der Berufsfreiheit wird eingeschränkt oder aufgehoben
  3. Kürzung, Sanktionierung unter das Existenzminimum
Und selbst dieses miese Gesetz wird von der Behörde systemisch weiter zu Ungunsten der Bürger gebeugt und mißachtet.
Eine Behörde die sich nicht mehr an die Gesetze und Verfassung hält, stellt selbst das Gewaltmonopol des Staates in Frage.
Für mich ist das ein schlechter weg. Für mich ist Gewalt ein falscher Weg
 

0zymandias

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[...]"tl;dr" ^^
[...]
Och. Och nö, ein bisschen mehr Sex und ich hätte es ausgedruckt - w00t-w00t-w00t!

Erstens braucht es prophetische Volksaufklärer wie mich, die ganz hinten mit dabei sind, oder denkst du etwa, der Brainbug auf Klendatu kämpft an vorderster Front, und zweitens muß jeder für sich selbst entscheiden, wann die Stunde Omega schlägt und erreicht ist. :cool: Ich persönlich wurde noch nicht genug *******, um komplett auszurasten, aber vielleicht kommt der Zeitpunkt ja noch.[...] Ich bin übrigens nicht nur begnadeter Schriftsteller und Musiker, sondern auch versierter Martial Arts Warrior. :cool: Ich nenne es "Karatebasierter Freestyle". ;-D [...]
Aus großer Kraft folgt große Verantwortung. - Speidermän

BTW: Martial Arts oder würde nicht doch eher Martian Arts ins Konzept passen?

Danke für deine - wie immer - konstruktive, textbezogene Kritik!
[...]
In der Apotheke bestellt man das als argumentum ad hominem, glaube ich.

[...]
Du bist klug und ich bin ein verlogener, fachistoider, unmoralischer und latent asozialer Schreibtischtäter, wie überhaupt alle, die jemals im "System" gearbeitet haben.[...]
Ganz nett als Hausaufgabe, aber so richtig interessiert das doch keinen.
Da muss noch was Persönlicheres, moralisch höchst Bedenkliches hinein; Omas Schubsen oder Pausenbrote klauen vielleicht, irgendwas in der Art.

Außerdem haben wir doch alle diese Filme gesehen, und wissen doch, dass Bösewichter immer klassische Musik hören. Also bitte. :icon_lol:
 
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BTW: Martial Arts oder würde nicht doch eher Martian Arts ins Konzept passen?
Artistische Martian Attacks von roten Mars-Kommunisten eben. Daher: Stand up and fight! Denn wir wissen ja: Wer hat uns verraten? SOZIAL-DEMO-KRATEN!

Deshalb: Widerstand muss praktisch werden! apO forever! - Keine Macht für niemand und...ach Mist, jetzt ist Kropotkin (mein schwarzer Kater) wieder weggelaufen...komm zu Papa, Kropotkin...
 

Henrik55

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Abgesehen davon: Die Bundeszentrale für politische Bildung kann unter den öffentlich-rechtlichen Institutionen wohl noch als diejenige bezeichnet werden, die mit Abstand am ehesten auf politische Neutralität bedacht ist. Siehe Beispielhaft nur den § 6 des Erlasses über die BpB.
Ja, die ist sicherlich darauf bedacht neutral zu wirken, mehr aber auch nicht. Allein der Gaylord (bpb-Präsident) Thomas Krüger der dort seine Homopropaganda verbreitet oder die Themen Staatsfeminismus, Mulitkulti usw sind ganz eindeutig im Sinne des politischen Willens der Machthaber ausgerichtet.

Aber da du weder mit Politik noch mit Bildung etwas am Hut zu haben scheinst, Schwamm drüber.
Du hast noch nicht einmal den Unterschied zwischen legitim und legal begriffen wie oben aus Deinem Beitrag hervorgeht. Da erzähle Du mir nichts von Bildung. Gesetze sind nicht allein deshalb legitim, weil sie formell rechtmäßig zustande gekommen sind. "sondern Ausdruck demokratisch legitimierter Willensbildung ist." Wie es mit dieser Legitimation in unserem Parteienstaat wirklich steht kann man in den Büchern von Hans Herbert von Arnim nachlesen. Aber wahrscheinlich sind die nicht "neutral" genug, so dass sie nicht in Deiner hauseigenen bpb Bibiothek stehen.

Hier ein Angebot - einigen wir uns einfach wie folgt: Du bist klug und ich bin ein verlogener, fachistoider, unmoralischer und latent asozialer Schreibtischtäter, wie überhaupt alle, die jemals im "System" gearbeitet haben. Und Sozialdemokraten sowieso! Ja, so einfach ist die Welt. :icon_daumen:
Du bist einer von vielen pseudointellektuellen Schmarotzern die sich in der Sozialindustrie eingenistet haben, weil sie auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sind. Das sind Strukturen die ebenso zerschlagen gehören wie damals die Stasi.

Meiner Überzeugung nach sind es eher ideologisch indoktrinierte Verfassungsfeinde wie du, welche einem extrem simplifizierten Schwarz-Weiß-Weltbild anhängen, die zurückgefochten gehören. Du bist für mich jedenfalls der personifizierte Beweis dafür, wie nötig wir den Verfassungsschutz haben. Deine kampfradikale Rhetorik erweist den Gegnern und Kritikern von Hartz IV überdies einen Bärendienst.
Der Verfassungsschutz müsste sich zuerst um die Jobcenter und die Sozialgerichtsbarkeit kümmern. Denn die handeln jeden Tag verfassungswidrig:
http://grundrechtepartei.de/wiki/Hartz_IV
Aber die Verfassung gilt ja nur in der "neutralen" Auslegung Deines bpb :).
 

mertenshom

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jedes mal wenn ein jc-mitarbeiter überfallen wurde, war es grundlos und von bildungsfernen - psychisch kranken leuten fabriziert. man sollte einfach umbauen im jc. eine große schusssichere glaswand, 4-6 sbs in einer reihe und nacheinander werden die leute abgearbeitet. wenn einer anfängt aus der reihe zu tanzen, gehen die schotten dicht u. der tag ist gelaufen.
 

Archibald

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Ich stelle Menschen auf eine Stufe, die Waffengewalt gegen einen anderen einsetzen und dabei dessen Tod beabsichtigen oder billigend in Kauf nehmen.
So gesehen bin ich ganz bei dir. So ist es aber nicht im besagten Fall und nur selten in anderen. Zumeist ist hier verständlicher Affekt im Spiel.

Auch die immer wieder angeführten 100%-Sanktionen kann ich nicht als Rechtfertigung durchgehen lassen. Eine Sanktion fällt ja nicht einfach vom Himmel. Ihr muss eine individuelle Belehrung über die Folgen einer "Pflichtverletzung" vorangehen. Wenn also jemand zum dritten Mal trotz Hinweis auf die Folgen seines Handelns seinen "Pflichten" nicht nachgekommen ist, sehe ich die beim Betroffenen, nicht bei dem, der die Sanktion verhängt hat. Doch auch wenn das passiert ist, kann der Betroffene die Sanktion abfedern, indem er sich bereit erklärt, seinen "Pflichten" wieder nachzukommen. Wer da um seine "nackte Existenz bangen" muss, ist m. E. selbst Schuld.
Ja, die "Pflichten". Siehe dazu den übernächsten Absatz.

BTW: Inwiefern standen die NSU-Mitglieder und ihre Opfer in einer Konkurrenzsituation zueinander???
Gegenfrage als Antwort: Warum wollen NSUler und Konsorten "Ausländer" aus Deutschland heraus haben? Letztlich ist es nichts anderes als "Futterneid", Angst vor Konkurrenz, Angst dass die "heile Welt" flöten geht, die man glaubt ohne "Auslander" leben zu können. Entlarvend dabei ist, dass diese Menschen, sollten die "Ausländer" dann wirklich weg sein, ihr eiskaltes Verdrängungsverhalten bei anderen Gruppen weiter fortsetzen. Dann sind die einst so schützenswerten "Schwachen", die diese Gruppe heute noch für sich akquirieren will, plötzlich der nächste Feind.

Gehe ich recht in der Annahme, dass du viel mehr keinen Unterschied erkennen willst? Ich sehe nämlich einen ganz erheblichen.
Wie auch immer, ich glaube da spielt auch der Erfahrungshorizont eine tragende Rolle.
Ich z.B. weiß wie es ist durch Hartzgesetze und ihre "Anwendung" regelrecht schikaniert zu werden, also zum bloßen Objekt eines unlauteren Verwaltungshandelns zu werden. Daher kann ich auch gut nachvollziehen wie leicht ein eigentlich guter "Staatsbürger", durch Angst und Frust erst zum Widerständler und dann ganz schnell auch zum "Täter" werden kann.
Das kann niemand nachvollziehen oder gar verstehen, der mit einem überwiegend relativ behüteten Leben gesegnet ist und darauf aufbauend seine Karriere verfolgt.

Dieses ganze "Pflicht"gerede und eifordern ist doch nur Augenwischerei wenn das Ziel weder vom Staat noch vom "Verpflichteten" jemals erreicht werden kann weil einfach keine oder nur sklavenähnliche "Arbeitsplätze" zur Verfügung stehen.

Daher halte ich die ganze Sanktioniererei, egal aus welchem Grunde, dann für absolut Verfassungswidrig, wenn mir diese entwürdigende Verpflichterei inkl. implizierter Todesdrohung, am Ende gar kein Leben ohne das dahingehende Sozialsystem ermöglicht.

Solange dies der Fall ist, solange also jeder unter der Knute des SGB völlig einseitig und unbegrenzt lange zur Marionette von Sachbearbeitern werden darf, solange muss damit gerechnet werden dass Menschen irgendwann ausflippen und indirekt ihre Würde versuchen durch Gewalt wieder zu erlangen indem sie auf Recht und Gesetz "pfeifen".

Nur um dir einwenig ins Bewusstsein zu bringen wie deine so gerühmten "Pflichten" und "Belehrungen" bei betroffenen so ankommen.

Stell dir vor du wärst Sachbearbeiter, ein Antragsteller kommt mit seinem genehmigten Antrag in dein Büro und sagt Folgendes:

Gut, ich unterwerfe mich all Ihren Anforderungen und Verpflichtungen unter Inkaufnahme der angedrohten Maßnahmen, geschildert am Ende dieses Bescheides und das für die genehmigten 6 Monate.

Sollte ich nach diesem Zeitraum nicht im Besitz eines Arbeitsplatzes sein der mir meine Würde zurück gibt, etwas das ich als Ihre PFLICHT, resultierend aus diesem Bescheid mir und dem Steuerzahler gegenüber sehe, werde ich Sie exakt in der Weise zur Verantwortung ziehen, wie es dieser Bescheid in aller Konsequenz mir androht. Punkt.

Wobei man im Tenor dieser Rechtsmitteebelehrung(en) ja eher sagen müsste:

Sie haben mir in den nächsten 6 Monaten einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz zu vermitteln mindestens jedoch mich umgehend bei allen Maßnahmen zu unterstützen die dieses Ziel verfolgen. Sollten sie sich weigern oder auch nur einen dahingehenden Eindruck vermitteln klatsche ich sie zuerst nur an die wand, bei Wiederholung trete ich Sie in den Rinnstein und sofern sie dann noch immer keine "Mitarbeit" zeigen hänge ich Sie und Ihre Familie mit Wachsseilen an ein Hochhaus und warte auf Sonnenschein. :biggrin:

LG, Archibald
 

Roter Bock

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@ BurnsTorn - es ist schon schlimm ein Sozi zu sein - man wird einfach heute nicht mehr verstanden.

Leute Deiner Kategorie haben in den Jahren nach Willy Brandt alles verraten wofür SPD mal positiv stand und ins Gegenteil verkehrt. Da musste nur ein paar Arbeitgeber aufstehen und es ging husch, marsch, marsch zurück ins warme Mauseloch!!

Ich verstehe vollauf, das Du Dich nur noch im Suff ertragen kannst, Herr "Bier Warrior".

Was ihr nicht versteht - es braucht keinen Aufruf zur Gewalt mehr, das ganze SGB II ist ein Aufruf zur Gewalt.

Ich kann hier sitzen und bräuchte nichts dazu zu sagen, weder positiv noch negativ.

Das habt ihr Sozis angerichtet. Schröder brauchte doch dazu nur "Basta" zu rufen - seinen Rücktritt in Aussicht zu stellen und schon kippte der Haufen und hob sacht die Fingerchen als über Hartz 4 abgestimmt wurde.

Heute hofft euresgleichen das es hoffentlich keiner gemerkt hat und wieder wird gewackelt. Mindestlohn - ja, aber nicht für Arbeitslose. Was für ein toller Fortschritt. Die vergleichsweise reaktionäre USA hatten den Mindestlohn schon vor 20 Jahren.

Ihr seid lächerlich und es wird immer in den JC krachen auch ohne Aufrufe zur Gewalt.

Roter Bock
 

Existenzminimum

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Ich verzieh mich mal besser.
...
Wieso, ist doch mal ein richtig interessanter und noch dazu unterhaltsamer thread. Hab leider nicht so viel Zeit mitzuposten.
Ich bekomm kein Zeilenhonorar von der Linken wie das bei redwing nahezulegen ist (Ob er das beim JC/Finanzamt angegeben hat oder den Zumwinkel, Hoeness, die Schwarzer macht ...:icon_twisted:?)

Naja viel geholfen hat der Werbespot kurz vor der Wahl nicht viel.
Die Revolution ist mal wieder ausgeblieben und DE trotzdem weit links von Österreich, Griechenland, Frankreich etc. etc..

Aber vermutlich ging es eher um Schadensbergerzung bzw. status quo. Um letzteren geht es am Ende des Tages jedem etablierten Politiker, gleich welcher Couleur.
 

Archibald

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Dass auch ich viel an Hartz IV und der damit einhergehenden sozialen Kälte, der Unverhältnismäßigkeit von Fördern & Fordern sowie der auf die Änderung der Persönlichkeit zielenden Kommodifizierungsideologie kritisiere, muss ich hier nicht ständig wiederholen. Ich habe das oft geschildert. Doch anders als du, der hier extrem einseitige und wenig reflektierte seinen Hass auf ein fabuliertes „Unrechtssystem“ zur Schau stellt, bin ich als Sozialdemokrat absolut davon überzeugt, dass wir eben in keinem Unrechtssystem, sondern in einem sozialen Rechtsstaat leben.
Ein sozialer Rechtsstaat ist bei mir dann gegeben, wenn die vom BVerfG geforderte "Waffengleichheit" herrscht, das allerdings ist im Zeichen von sofortiger Vollziehbarkeit vs. jahrelangem Warten auf Urteile, Sanktionen zur Durchsetzung auch unsinnigster begehren von völlig unfähigen Sachbearbeitern, beim betroffenen Bürger gelinde gesagt eine Lachplatte.

Hier ist viel eher Anti-Sozialfaschismus gegen Wehrlose im Gange, der nachweislich nur dazu dient, der Wirtschaft billigste Arbeitssklaven zur Verfügung zu stellen.

Indes bin ich - anders als du - ebenfalls der festen Überzeugung, dass man kaum von Menschenverachtung sprechen kann, wenn das „System“ einem als Alleinstehenden monatlich ca. 850 € zur Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums überweist.

Da stellt sich für mich die Frage, wo hier Menschenverachtung vorliegt.
Wie ich dieses Phrasendrescherei mag. :cool:

Ich habe z.B. diesem Staat in den letzten 6 Jahren jährlich ca. 35.000 Euro "überwiesen". Warum sollte ich nun in irgend einer Weise dafür Dankbar sein, dass der Staat seiner verfassungsrechtlich mindesten Pflicht, und selbst die ist noch kleingerechnet, nachkommt!?

Bei den Kosten die in Deutschland für eine halbwegs würdige Existenz anfallen sind 850 Euro geradezu peinlich. In Rumänien kein Problem, hier allerdings, wo du alleine für Mieten real zeischen 4 und 600 Euro hinblätterst sind 850 Euro ein Witz.
Bei Rechnungen wie deiner wird auch immer wider unter den Tisch fallen gelassen wie viele Beamte ein Bürger, schon alleine durch indirekte Steuern durchfüttert und sich hernach, wegen der Straftat ein bescheidenes Leben geführt zu haben und ausgemustert worden zu sein, auf dem Niveau Straßenköter" dahinvegetieren zu müssen und sich dazu noch Aussagen deiner Art anhören zu müssen.

Deutschland hat abgewirtschaftet und kann die Realität nur noch mit Zwangsmaßnahmen wie HartzIV und Sachen wie der EEG Umlage eine Zeit lang vertuschen. Man nimmt den Schwachen die Wurst vom Brot, damit die Reichen diese noch zusätzlich in ihren gesellschaftschädlichen "Steuersparmodellen" vergammeln lassen können.

Wo sind den die Arbeitsplätze die Schröder mit dem 50 Milliarden Euro p.a. generieren wollte, die er den Bonzen mit Einführung von HartzIV zusätzlich in die eh schon prallen Kassen umgeleitet hat!? Richtig, in Rettungsschirmen für Bänkerboni und Villenvierteln die heute von erzwungen aufstockenden, ebenso erzwungen prekär zeitarbeitenden Sicherheitskräften bewacht werden müssen.

Addiert man zu den bereits unbeschönigt dargestellten Umständen Merkels "Europa ist/wird keine Sozialunion", dann muss man schon heute erkennen dass wir wieder auf ein mittelalterliches Ausbeutungssystem erster Klasse zusteuern. Was sage ich, wir sind bereits in voller Fahrt dahin und es ist eigentlich ein Wunder dass sich betroffene noch immer an dieser Scheinhuddelei von Rechts- und Sozialstaat orientieren und so wenige den Kopf verlieren wenn man sie mittels scheinheilig deklarierten Pflichten und unter Entzug jeglicher Grundrechte dem Hungertod ausliefert.
 

Paolo_Pinkel

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@ Archibald bzgl. der letzten 2 Postings :icon_daumen::icon_klatsch: Leider wirfst du damit Perlen vor die sprichwörtlichen Säue.
 
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KEAs: "Gewalt im Kölner JC"

Die verletzten Jobcenter-Mitarbeiter sind gewissermaßen auch Opfer eines vermeintlichen Helfer-Prinzips, dessen Tauglichkeit sich selbst in Frage stellt. Die Geschichte beweist, dass das Prinzip 'Zuckerbrot und Peitsche' durchaus funktionieren kann (In England gibt es statt des deutschen “Fördern und fordern“ innerhalb der Jobcenter die Redewendung “help and hassle“, „hilf und schikaniere“.), aber doch nicht auf freiwilliger Basis aller Beteiligten. Insofern – und nur das wäre die logische Konsequenz, wenn man Hartz IV sicherer durchsetzen möchte – sollten Jobcenter-Mitarbeiter Uniformen und geeignete Waffen tragen oder sich hinter Panzerglas verstecken, wenn sie die nächste Straf-Sanktion überreichen wollen.
Quelle:

Gewalt im Kölner Jobcenter | Die KEAs e. V. ? Kölner Erwerbslose in Aktion
 

Passant

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AW: KEAs: "Gewalt im Kölner JC"

Insofern – und nur das wäre die logische Konsequenz, wenn man Hartz IV sicherer durchsetzen möchte – sollten Jobcenter-Mitarbeiter Uniformen und geeignete Waffen tragen oder sich hinter Panzerglas verstecken, wenn sie die nächste Straf-Sanktion überreichen wollen.
Aber, aber - Sanktionen sind doch keine Strafen. Dem offiziellen Sprachgebrauch zufolge werden Sanktionen ja auch nicht verhängt, sondern lediglich festgestellt. So wie man beispielsweise feststellt, daß es gerade regnet. Und für einen Regen können wir doch alle nichts.
* Sarkasmus off *
 
E

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AW: KEAs: "Gewalt im Kölner JC"

...werden Sanktionen ja auch nicht verhängt, sondern lediglich festgestellt.
Ich stelle fest, daß man das lieber lassen sollte mit dem "Verhängen". :icon_hmm:

Ruhe wird es nämlich nie geben u. eine 100%-ige Sicherheit gibt es nirgendwo u. auch nicht für JC-Mitarbeiter.
 

Albertt

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Schon gewusst, dass auf jeden Aktion eine Reaktion folgt? Was also hat sich die Sachbearbeiterin dabei gedacht, als Sie dem Jungen die Lebensgrundlage entzogen hat? Das er Nachhause geht und dort auf sein sozialverträgliches Ableben wartet?

Viel interessanter ist jedoch, wieso solche Dinge so selten passieren.:confused:

Mein Mitleid tendiert gegen Null.
 

sixthsense

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Mein Mitleid tendiert ebenfalls gegen Null (ist sozusagen im Regelbedarf nicht berücksichtigt).

Die Perversion an der ganzen Geschichte ist ja mal wieder, dass die Verantwortung nicht im System gesucht wird, sondern bei dem außer Kontrolle geratenen Opfer.

Aber im Vergleich zur momentanen Situation in vielen anderen Ländern - wir sollen ja alle gefälligst unseren Tellerrand erweitern und Vergleiche mit anderen Ländern ziehen, gell? :icon_wink: - und unterm Strich, geht es den SBern hierzulande noch sehr, sehr gut.
 

Albertt

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Ich gehe JEDE Wette ein, dass das Kölner Jobcenter NACH diesem Vorfall munter weiter sanktionierte. Vielleicht sogar noch am selben Tag. Das wirklich absurde daran ist, dass das Jobcenter bei einer erteilten Bestrafung einen Lerneffekt erwartet, selber aber durch Lernsresistenz glänzt.
 
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Ich gehe JEDE Wette ein, dass das Kölner Jobcenter NACH diesem Vorfall munter weiter sanktionierte. Vielleicht sogar noch am selben Tag. Das wirklich absurde daran ist, dass das Jobcenter bei einer erteilten Bestrafung einen Lerneffekt erwartet, selber aber durch Lernsresistenz glänzt.
Man vergisst dabei aber immer, dass die in den JC ja nun auch nicht walten können, wie sie wollen. Die können höchstens kündigen, aber mehr auch nicht. Und warum sollte mich einer, der jemanden schwer verletzt, abhalten von meiner Arbeit?

Solang nicht alle gegen Sanktionen sind, ist da eh nichts zu machen. Und alle, die arbeiten, sind für Sanktionen. Zumindest fast alle. Heute bei meinem Praktikum hatte ich das "Vergnügen" mit der Tochter der Chefin zusammenzuarbeiten. Ein höchst arrogantes, unangenehmes und nicht allzu helles "Kind" (18). Und nach Feierabend, als die Ablösung kam, hat sie mit der noch länger gequatscht und gelästert über ihre "beste Freundin". Deren Eltern zahlen der alles, die kriegt so viel Taschengeld, die zahlen ihr das Auto. Ich verdien mir mein Geld ja selbst, seit einem halben Jahr. Das sollte die auch langsam mal lernen. Da wollte ich erst sagen: Kind, pass ma auf, nicht jeder hat eine Mutter, die einem einen "Job" verschaffen kann, bei dem man nur rumsitzt, ab und zu mal ans Telefon geht und ansonsten liest, für die Schule lernt oder nebenher am Smartphone rummacht. Aber ich hab es mir verkniffen. Und bei allem außer der Reihe rief sie immer: "Mama, was soll ich damit denn jetzt machen??" Nun ja, nicht jedem ist es gegeben, dank Mama so einen Job zu kriegen.
 

Pinhead Larry

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Das Problem ist, daß das SGB II wenigstens an 3 Stellen verfassungsrechtlich fragwürdig ist:
Für mich so gar an 4 Stellen. Was ist mit dem Recht auf Freizügigkeit,
oder ist die OA-Regelung verfassungskonform? Wenigstens den Hausarrest für Erwerbstätige sollte man lockern.
 

Paolo_Pinkel

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Für mich so gar an 4 Stellen. Was ist mit dem Recht auf Freizügigkeit,
oder ist die OA-Regelung verfassungskonform? Wenigstens den Hausarrest für Erwerbstätige sollte man lockern.
Korrekt! Man kann es auch als Sozialhaft bezeichnen. Wurde diese Residenzpflicht nicht für Asylanten letztes Jahr gekippt, im selben Atemzug aber gesagt, dass das Urteil nicht auf das SGB II Anwendung fände?! Völlig verrückt! Das ist DDR reloaded i.F.e. neuen Ausreiseantrags.
 

Albertt

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Habt Ihr Neuigkeiten im Fall des 23 Jährigen Opfers?
 
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Habt Ihr Neuigkeiten im Fall des 23 Jährigen Opfers?
Eine solche Frage, die neben einer völligen Umkehrung dessen, was geschehen ist, von der Abwesenheit jedes Unrechtsbewusstseins zeugt, ist wohl mit ein Grund dafür, warum so wenige Interesse an Foren wie diesem herrscht.

Wer als Hilfedefürftiger oder einfach an Hartz IV Interessierter ohne fanatischen Hass auf das Jobcenter hier vorbeisurft, kann sich nicht des Eindrucks erwehren, es handele sich bei Fragen wie der obigen um zynische Realsatire.

Da prügelt ein 23-jähriger Mann auf eine 54-jährige Frau ein, so dass diese schwere Verletzungen erleidet - und dann wird gefragt, wie es denn dem 23-jährigen "Opfer" geht.

Dazu habe ich keine Informationen. Ich möchte lediglich sagen, dass ich mir bei so einem widerlichen Täter-zum-Opfer-machen nur noch an den Kopf fassen kann.

Leider bestärkt eine Argumentations- bzw. Denkweisen wie die, welche die Frage nach dem 23-jährigen "Opfer" indiziert, sämtliche Vorurteile, die im Gros der Bevölkerung zu Unrecht über ALG II Bezieher bestehen.
 

Don Vittorio

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Eine solche Frage, die neben einer völligen Umkehrung dessen, was geschehen ist, von der Abwesenheit jedes Unrechtsbewusstseins zeugt, ist wohl mit ein Grund dafür, warum so wenige Interesse an Foren wie diesem herrscht.

Wer als Hilfedefürftiger oder einfach an Hartz IV Interessierter ohne fanatischen Hass auf das Jobcenter hier vorbeisurft, kann sich nicht des Eindrucks erwehren, es handele sich bei Fragen wie der obigen um zynische Realsatire.

Da prügelt ein 23-jähriger Mann auf eine 54-jährige Frau ein, so dass diese schwere Verletzungen erleidet - und dann wird gefragt, wie es denn dem 23-jährigen "Opfer" geht.

Dazu habe ich keine Informationen. Ich möchte lediglich sagen, dass ich mir bei so einem widerlichen Täter-zum-Opfer-machen nur noch an den Kopf fassen kann.

Leider bestärkt eine Argumentations- bzw. Denkweisen wie die, welche die Frage nach dem 23-jährigen "Opfer" indiziert, sämtliche Vorurteile, die im Gros der Bevölkerung zu Unrecht über ALG II Bezieher bestehen.
:danke:
 
E

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Gast
ann sich nicht des Eindrucks erwehren, es handele sich bei Fragen wie der obigen um zynische Realsatire.

Da prügelt ein 23-jähriger Mann auf eine 54-jährige Frau ein, so dass diese schwere Verletzungen erleidet - und dann wird gefragt, wie es denn dem 23-jährigen "Opfer" geht.
Beim Lesen solcher Kommentare, auf die sich Deine antwort bezieht, denke ich mir manchmal, dass der Hintergrund der Gestalt ist, dass man Wahrnehmungsschwierigkeiten hat, oder die autoren einfach nicht konzentriert gelesen haben!

(ansonsten ist Deine Interpretation schlüssig)

Grüße
 
E

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Wer fragt denn nach den U25 Männer welche von den ganzen hässlichen Weibern dort in die Obdachlosigkeit sanktioniert werden?
Wer fragt nach den alten Männer welche durch die Schikanen einen Herzinfarkt erlitten, in den Alkoholismus getrieben wurden usw.?
Die Anzahl derer dürfte die Anzahl der Schergen welche man jetzt schon dafür zur Verantwortung gezogen hat weit übersteigen. Da habe ich einfach mehr Mitleid mit denen als mit den Schergen.
Ohne auf deine Pauschalisierungen und Beleidigungen der "ganzen hässlichen Weiber" einzugehen, möchte ich dazu mal folgendes festhalten:

Es ist doch völlig egal, ob man Mitleid empfindet oder nicht. Darum geht es nicht! Ich habe kein Mitleid mit der verprügelten Frau pAp, denn ich habe keinen emotionalen Bezug zu ihr. Kein Mensch verlangt, dass jetzt alle "Oh Gott, die arme Frau pAp" schreien. Das wäre in diesem Forum, das naturgemäß eher von JC-kritischen Menschen frequentiert wird, wohl zuviel verlangt. Und es wäre auch unnötig.

Es geht einfach um die Zurkenntnisnahme der basalen Selbstverständlichkeit, dass es akzeptable Wege der Auseinandersetzung mit dem Jobcenter gibt (Widerspruch, Klage, argumentativer Kontra und meinetwege auch "Lautwerden"), dass es aber auch solche Wege gibt, die völlig inakzeptabel und nicht tolerierbar sind (physische Gewaltanwendung und heftigste Beleidigungen).

Sicher kann man jetzt systemisch argumentieren (Gewalt erzeugt Gegengewalt, Aktion und Reaktion etc.). Und in der Tat spielen solche Faktoren eine Rolle, wenn man nachvollziehen will, warum jemand gewalttätig wurde. Ich kann es rein kognitiv nachvollziehen, wenn ein 23-jähriger, dem eine 100% Sanktion droht, ausrastet. Denn es wird wohl niemand ernsthaft bestreiten, dass Sanktionen (die man durchaus als institutionelle Gewalt bezeichnen kann), eine individuelle Gewaltreaktion bestimmter "Kunden" befördern können. Das zu wissen sind Basics der Sozialpsychologie.

Dass aus dem Straf- und Misstrauenscharakter, der dem SGB II zueigen ist (Sanktionen, Anzweifeln von Angaben der "Kunden", ständiges, teils unverhältnismäßiges Fordern) Gefühle der Verzweiflung, Hilflosigkeit und Wut resultieren können, die bei bestimmten Personen die Neigung zu physischer Gewaltanwendung steigern, ist ebenfalls klar! Eben deshalb halte ich auch rein gar nichts von solchen 100% Sanktionen. Dass die gerade nicht pädagogisch wirken, sondern sogar Kriminalität verstärken, ist auch schon empirisch nachgewiesen worden!

Nun gibt es aber einen im wahrsten Sinne des Wortes gewaltigen Unterschied zwischen der Tatsache, ein Verhalten nachvollziehen zu können (kann ich!) und der Tatsache, es akzeptieren zu können (kann ich nicht!). Ganz unabhängig davon, wie (un)gerechtfertigt Sanktionen auch sein mögen, und ganz unabhängig davon, dass sowohl der Gesetztgeber, wie auch das Bundesverfassungsgericht, wie auch die Mehrheit der wahlberechtigten Bevölkerung an Sanktionen gegen ALG II Bezieher nichts auszusetzen hat (oder sie diesen gleichgültig gegenüberstehen), gilt für mich:

Wenn auf illegitime insititutionelle Gewalt (worunter - ob einem das passt oder nicht - Sanktionen schon deshalb nicht fallen, weil sie demokratisch legitimiert sind), mit physischer Gewalt reagiert wird, kann ich das weder akzeptieren noch tolerieren, weil es in unserem demokratischen Rechtsstaat genug andere, probate Wege (SG / Prozesskostenhilfe / Beratungsstellen etc.) gibt, um gegen ein gefühltes Unrecht vorzugehen.

Wer - wie der 23-jährige Schläger - dazu nicht bereit oder fähig ist, stellt sich gegen die Gesellschaft und deren demokratische Ordnung. Er verübt Selbstjustiz. Das ist nicht zu akzeptieren. Würde jeder, der sich vom Staat, Nachbarn, Lehrer, Autoverkäufer oder wem auch immer bedroht oder beleidigt fühlt mit physischer Gewaltanwendung reagieren, wären wir wieder im tiefsten Mittelalter. Sowas geht gar nicht.
 

Henrik55

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Der Stasiterror dieser Tage ist demokratisch genauso legitimiert wie der in der DDR. Das bekommen langsam sogar die 23-jährigen mit.
 
E

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Bei allem Verständnis für die tagtäglichen Willkürlichkeiten im ALGII Alltag. Ein 23 jähriger oder was auch immer alt, hat eine schwere Straftat begangen.

Es ist nicht unsere Forenintension Straftätern auch noch Beifall zu spenden. Wenn ich weiterspekuliere, wäre er wohl auch ein "Held" und armes Opferl wenn er danach unbehelligt aus dem JC spaziert wäre und einen älteren Mann im U-Bahnhof zusammengeschlagen, und seine Brieftasche geraubt hätte weil er zu blöde war sich auf dem rechtlichen Wege der Sanktion zu erwehren.
 

roterhusar

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Christel T. kritische Erwerbslose bei Verdi, fordert Gewaltfreiheit im Kmpf gegen Sanktionierung.

"Unser Existenzrecht ist der Schaden an der Allgemeinheit."
Zu unseren Rechtsklagen gegen die Jobcenter.

Hier bei FAU- Erwerbslose zusammen mit Marcel Kallwas. Kritik der Sanktionspraxis - YouTube
 
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