Asbestose - Berufsgenossenschaft möchte Namen wissen (1 Betrachter)

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Ich habe wegen meiner Asbestose einen Anhörungsbogen der Berufsgenossenschaft bekommen.

Sie wollen Namen von ehemaligen Arbeitskollegen wissen.
Ich finde, dass geht ja wohl gar nicht.
Ich kann doch nicht einfach Namen udressen von ehemaligen Kollegen angeben.

Kann ich mich da auf den Datenschutz berufen?
 

Sinuhe

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AW: BG möchte Namen wissen

Ich habe wegen meiner Asbestose einen Anhörungsbogen der Berufsgenossenschaft bekommen.

Sie wollen Namen von ehemaligen Arbeitskollegen wissen.
Ich finde, dass geht ja wohl gar nicht.
Ich kann doch nicht einfach Namen udressen von ehemaligen Kollegen angeben.

Kann ich mich da auf den Datenschutz berufen?

Das ist normal wenn die BG ermittelt,ob die Voraussetzungten technischer Art für die Anerkennung einer Berufskrankheit gegeben sind.
Es ist so schon schwierig genug,von der BG Recht zu bekommen.Da würde ich lieber nicht mit Datenschutz ankommen,zumal die Namen der ehemaligen Kollegen m.M.nach nicht darunter fallen.
 
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AW: BG möchte Namen wissen

Ich habe wegen meiner Asbestose einen Anhörungsbogen der Berufsgenossenschaft bekommen.

Sie wollen Namen von ehemaligen Arbeitskollegen wissen.
Ich finde, dass geht ja wohl gar nicht.
Ich kann doch nicht einfach Namen udressen von ehemaligen Kollegen angeben.

Kann ich mich da auf den Datenschutz berufen?
Es geht um den Sozialdatenschutz. Und wenn die Berufsgenossenschaft die Namen und Adressen deiner ehemaligen Kollegen benötigt, darf sie sich gern an die Personalabteilung deines Ex-Arbeitgebers wenden. Sollte das Unternehmen inzwischen nicht mehr existent sein, dann muß sich die BG entweder an dessen Nachfolger oder das zuständige Stadtarchiv wenden, in welchem Personalakten bzw. Dienstakten aufbewahrt werden müssen.
 

Couchhartzer

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AW: BG möchte Namen wissen

Und wenn die Berufsgenossenschaft die Namen und Adressen deiner ehemaligen Kollegen benötigt, darf sie sich gern an die Personalabteilung deines Ex-Arbeitgebers wenden. ...
Das der Chef / Inhaber bzw. die weisungsgebundene und dann beauftragte Peronalabteilung der Firma, oder auch einer seiner Nachfolger, bei Ermittlungen zu Berufserkrankungen (und damit auch möglichen Haftungsfragen) eher dazu geneigt ist, Mitarbeiter (ehemalige Kollegen) zu benennen / benennen zu lassen, die dann natürlich nach seinem Sinne und eher zu Gunsten der Inhaberinteressen etwas über betriebliche Gefährdungen und Gesundheitsrisiken aussagen werden, sollte allerdings nicht übersehen werden.
Da macht es schon eher Sinn, selber ehemalige Mitarbeiter zu benennen, die ggf. eher zu Gunsten des Antragstellers im Bezug zu dessen Antrag bzgl. der Anerkennung einer Berufskrankheit aussagen.
 
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AW: BG möchte Namen wissen

Das der Chef / Inhaber bzw. die weisungsgebundene und dann beauftragte Peronalabteilung der Firma, oder auch einer seiner Nachfolger, bei Ermittlungen zu Berufserkrankungen (und damit auch möglichen Haftungsfragen) eher dazu geneigt ist, Mitarbeiter (ehemalige Kollegen) zu benennen / benennen zu lassen, die dann natürlich nach seinem Sinne und eher zu Gunsten der Inhaberinteressen etwas über betriebliche Gefährdungen und Gesundheitsrisiken aussagen werden, sollte allerdings nicht übersehen werden.
Da macht es schon eher Sinn, selber ehemalige Mitarbeiter zu benennen, die ggf. eher zu Gunsten des Antragstellers im Bezug zu dessen Antrag bzgl. der Anerkennung einer Berufskrankheit aussagen.
Da magst Du gar nicht so Unrecht haben.
Aber, müsste ich nicht vorher meine ehemaligen Kollegen informieren?
Ich persönlich fände es nämlich auch nicht gut, wenn ein Kollege von mir bei irgend einer Behörde meinen Namen und meine Adresse angeben würde, und ich dann von denen Post zur Anhörung bekäme.
Irgendwie ist es eine blöde Situation.
Zumal ich darauf angewiesen bin, dass die Asbestose als Berufskrankheit anerkannt wird.
 
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AW: BG möchte Namen wissen

Da magst Du gar nicht so Unrecht haben.
Aber, müsste ich nicht vorher meine ehemaligen Kollegen informieren?
Ich persönlich fände es nämlich auch nicht gut, wenn ein Kollege von mir bei irgend einer Behörde meinen Namen und meine Adresse angeben würde, und ich dann von denen Post zur Anhörung bekäme.
Irgendwie ist es eine blöde Situation.
Zumal ich darauf angewiesen bin, dass die Asbestose als Berufskrankheit anerkannt wird.
Aus diesem Grund verweise ich nochmal auf meinen Beitrag! :icon_kinn:
 

HajoDF

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AW: BG möchte Namen wissen

Da magst Du gar nicht so Unrecht haben.
Aber, müsste ich nicht vorher meine ehemaligen Kollegen informieren?
Ich persönlich fände es nämlich auch nicht gut, wenn ein Kollege von mir bei irgend einer Behörde meinen Namen und meine Adresse angeben würde, und ich dann von denen Post zur Anhörung bekäme.
Irgendwie ist es eine blöde Situation.
Zumal ich darauf angewiesen bin, dass die Asbestose als Berufskrankheit anerkannt wird.
So ist es, Du musst sie um Erlaubnis fragen. Wir nehmen es selbst auch genau mit dem Datenschutz.
 

Roter Bock

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Es kann drei Gründe für die Nachfrage der Bau BG geben.

1. Die "Firma" ist abgetaucht. Das kommt im Bau oft vor und oft wurden auch keine Beiträge abgeführt an die BG. Bei Billig-Unternehmen die Regel.

2. Der Arbeitgeber hat die Vorschriften dermaßen verletzt, das die Kollegen sowohl als Zeugen, wie auch zu ärztlichen Untersuchung herangezogen werden sollen - müssten. Auch zur Ihre eigenen Sicherheit. Du bist möglicherweise nicht der einzige.

3. Es geht um sehr viel Geld. Hat sich die "Firma" in den Orkus verabschiedet, wird die Bau BG den Inhaber mit Forderungen überziehen und das zu Recht. Das alles sind gute Argumente die dafür sprechen das Deine Kollegen einwilligen sollten. Asbestose ist kein Spass.

Du könntest folgendes tun. Schreibe der Bau BG das Du versuchst die Einwillgung der Dir bekannten Kollegen für die Preisgabe der Personendaten zu bekommen. Sie sollen Dich aber bitte auch informieren, wie es sich mit Rechtsgrundlagen verhält.

Ein Unternehmer der so handelt das er Menschen krank macht gehört in Ketten gelegt. Zumindest ist eventuell ein Verfahren z. B. wegen Gewerbeuntersagung fällig.

Vergiss nicht das Deine Kollegen möglicherweise auch krank sind, ohne es zu wissen. Sie haben auch unter Umständen auch das Recht eine Rente zu erhalten.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf solltest Du die Kollegen fragen. Auf Deine Kollegen kommen keine finanziellen Lasten zu. Der Unternehmer war und ist dafür verantwortlich Beiträge abzuführen und die Arbeitssicherheit einzuhalten. Hat er auch alle krank gemacht dann legt Ihm das Handwerk.

Roter Bock
 
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