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Arzt und Patient = Betrüger ? Neue HEGA für die JobCenter

gismo41

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Richtig Sumse , jetzt hab ich es auch gesehen .Aber auch da gibt es Wege und Mittel sich dagegen zu wehren .1 € Arbeitsgelegenheiten /Massnahmen /Bürgerarbeit sind keine Arbeit auf dem 1 .Arbeitsmarkt ,und die gehen vor.

So einfach können kommen ,die dann nicht davon .Zumal ,wenn er Krank ist ,und dann einen sogenannte Arbeitsgelegenheit 1 € macht ,und ihn dann was passiert ,ist das ein Straftatbestand. :biggrin:
 

Anna B.

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wie gesagt..wichtig ist zukünftig, dass AU-Bescheinigungen auch bei der KK eingereicht werden...

damit dann im Zweifelsfall die KK nicht schreiben muss: uns liegt keine AU-Bescheinigung vor..und somit dann auch eine AU angezweifelt wird..

ich frage mich allerdings, wie die KK mit den AU-Bescheinigungen von ALG II-Beziehern zukünftig umgehen..
denn bzgl. des Nicht- KG-Anspruch benötigen die KK keine AU-Bescheinigungen mehr...bislang wurden die dann wohl, zumindest kenne ich es so, vernichtet..ohne in das System eingetragen zu werden...

d.h. das jetzt auch bei den KK ein anderes Vorgehen Einzug halten muss...d.h.. noch mehr Verwaltungsarbeit, um nur ja den "Sozialschmarotzer" auf Dauer arbeitsfähig zu halten...um ihn sanktionieren zu können...um nichts anderes scheint es ja zu gehen...
 
E

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wie gesagt..wichtig ist zukünftig, dass AU-Bescheinigungen auch bei der KK eingereicht werden...
Ich habe das so verstanden, dass, wie bisher auch, das A5-Blatt (mit der Diagnose) an die KK geht und die Durchschrift (A6, ohne Diagnose) an das Amt. Ein Mistverständnis?

Auf dem A5-Blatt befindet sich ein eingerahmter Hinweis mit dem Text "Ausfertigung zur Vorlage bei der Krankenkasse", und seitlich "Bei verspäteter Vorlage droht Krankengeldverlust".
 

Purzelina

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So wie ich es verstanden habe, soll nicht der Patient, sondern der Arzt den anderen Teil mit der Diagnose an die KK schicken.
 
E

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Dass ein Arzt den Schein selber an die Kasse schickt, habe ich das letzte Mal in den frühen 90-ern erlebt. Seitdem muss ich diese Kosten selber tragen.
 

Purzelina

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(1) Die Krankenkasse leitet eine Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit der betroffenen erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ein und teilt dem Jobcenter das Ergebnis der Überprüfung umgehend mit. Grundlage der Prüfung der Krankenkasse ist die vom Vertrags-arzt an die Krankenkasse übersandte Ausfertigung der Arbeitsunfä-higkeitsbescheinigung (inklusive Diagnose). Geht der Krankenkasse innerhalb von 2 Wochen nach Eingang des Überprüfungsauftrages des Jobcenters keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Ver-tragsarzt zu, informiert sie das Jobcenter. Weil es dann an einer Grundlage für die Überprüfung fehlt, ist das Verfahren in der Folge als erledigt zu betrachten.
Ist damit das zweite Blatt gemeint?
 

2010

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Müßte der Arzt dazu nicht erstmal wissen ob sein Patient ALG II bezieht ?
 

Anna B.

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Hallo,

es ist schon dieses 2.Blatt gemeint...

bei einigen KK senden die Ärzte dieses Blatt an die KK, bei einigen anderen KK muß der Versicherte das Blatt selber zur KK befördern...

wir sprechen also vom gleichen Stück Papier...2. Blatt..der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mit Angabe der Diagnose...das geht an die KK, egal ob nun Arzt oder Patient...auf jeden Fall muß das Ding da hin...

sonst könnte in solchen Fällen tatsächlich der Mitarbeiter der KK schreiben: AU-Bescheinigung oder Meldung, oder wie es nun auch immer genannt werden will..liegt nicht vor..
und schon hat man ein Problem mehr...
 

Anna B.

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@2010...

ein Arzt ist verpflichtet, zu fragen, welchen Beruf sein Patient ausübt...

es gibt unterschiedliche Verfahrensweisen bei Arbeitnehmern und bei Arbeitslosen, die ALG I beziehen, sowie bei ALG II-Beziehern..

schau in die Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien, die hier nun schon bis zum Umfallen im Forum verlinkt sind...
man sollte auch mal selber schauen...

(3a) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende – „Hartz IV“) beantragt
haben oder beziehen, sind arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht in der Lage sind,
mindestens drei Stunden täglich zu arbeiten oder an einer Eingliederungsmaßnahme
teilzunehmen.



Quelle:
http://www.g-ba.de/downloads/62-492-633/AU-RL_2012-06-21.pdf
 

Purzelina

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Da ALG2-Empfänger ohne Erwerbseinkommen sowieso kein Krankengeld erhalten (und dafür ist dieses 2. Fall in erster Linie erforderlich), ist es doch kein schwerwiegender Fehler, wenn man dieses Blatt nicht an die KK schickt?
 

Anna B.

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@Purzelina...

das darf doch nicht wahr sein...

wir haben doch im ganzen Thread nun davon gesprochen, dass es demnächst eine Vereinbarung gibt, nach der ein SB bei "hinreichendem Verdacht" auch die KK einschalten kann, um festzustellen, ob es überhaupt eine Arbeitsunfähigkeit wirklich gibt..
d.h. die KK kann den MDK einschalten..

das dazugehörende Formular habe ich vorhin auch gepostet...

es wäre schön, wenn wenigstens ab und zu mal auch ein Link gelesen wird...
siehe #97

und wenn du dann das Formular gelesen hast, siehst du auf Seite 2 folgende Antwortmöglichkeit:

Ergebnis:
Kein Eingang einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung innerhalb von 2 Wochen nach Auftrag




das bedeutet dann, dass eine Arbeitsunfähigkeit nicht vorhanden ist, weil der Bogen nicht bei der KK eingereicht wurde..ergo wird die AU angezweifelt und dem MDK vorgelegt...und da der Kunde die Bescheinigung nicht eingereicht hat, hat er eh schon mal die A-karte...:icon_neutral:
 

Purzelina

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Anna, ich muss dir gestehen, dass ich diesen zweiten Teil noch nie an die KK geschickt habe. :icon_kinn:
 

gila

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Das wird leider alles viel zu sehr aufgebauscht und nicht genügend differenziert - Ergebnis auch in den Themen mit dieser "WUB"...

Zitat:

Die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit soll aufgrund einer konkreten Eingliederungsmaßnahme

KONKRET. Und wann liegen schon KONKRETE Eingliederungsmaßnahmen vor, die konkret von jemand zum x.ten Mal nicht wahrgenommen werden, wo dies auch auffällig ist.
Das muss alles zusammen vorliegen, zusätzlich zu den aufgeführten "begründeten Verdachtsmomenten" - nicht mehr und nicht weniger sollte das bedeuten.
Meint es ein JC anders, muss man sich eben streiten.

Daher auch im viel zitierten BSG-Urteil, dass im Streitfalle die Gerichte entscheiden.


Also: muss man es im Zweifel vor die Gerichte bringen ...
 

Anna B.

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bislang war das ja auch kein Problem...

die KK-Mitarbeiter haben die Dinger auch gleich, so wie sie kamen, weggeworfen..es konnte ja kein KG-Anspruch entstehen..und Tschüß mit den Dingern, in den Reißwolf...

aber zukünftig kann ja nun jeder SB seine Kunden zum MDK vorladen lassen und eine Arbeitsunfähigkeit überprüfen lassen..(nach bestimmten Kriterien..s.97)

deswegen ist es schon wichtig, dass man das 2. Blatt zur KK kriegt.egal ob nun über den Doc oder man schleppt es selber dort hin...

bin nur gespannt, wie sich die KK demnächst dann verhalten müssen..sie müßten ja nun verpflichtet sein, derartige AU-Meldungen auch ins System einzutragen..

da gibt es dann von der Seite wieder Murren und Knurren..weil ja ansonsten genug ARbeit schon bei denen vorherrscht und chron. Personalmangel...aufgrund der gedeckelten Verwaltungskosten...
 

2010

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(1) Die Krankenkasse leitet eine Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit der betroffenen erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ein und teilt dem Jobcenter das Ergebnis der Überprüfung umgehend mit. Grundlage der Prüfung der Krankenkasse ist die vom Vertrags-arzt an die Krankenkasse übersandte Ausfertigung der Arbeitsunfä-higkeitsbescheinigung (inklusive Diagnose). Geht der Krankenkasse innerhalb von 2 Wochen nach Eingang des Überprüfungsauftrages des Jobcenters keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Ver-tragsarzt zu, informiert sie das Jobcenter. Weil es dann an einer Grundlage für die Überprüfung fehlt, ist das Verfahren in der Folge als erledigt zu betrachten
Es scheint ja strittig zu sein, wer das AU Blatt f.d. KK an diese verschickt. Arzt, oder Patient.
Im Hartzer Fall müßte das ja dann der Arzt machen, oder wie ?
Siehe Zitat.
Nur muß der wissen, ob man Hartzer ist.....

Ein Orthopäde z.B. fragt sicherlich nach dem Beruf seines Patienten.
Mein Hausarzt hat das noch nie gemacht.
Mich hat auch noch ein Arzt gefragt, ob ich ALG II beziehe.

Alles ein wenig verwirrend, was die da wieder ausgeklügelt haben.
 
E

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  Th.Starter/in  
...
Das muss alles zusammen vorliegen, zusätzlich zu den aufgeführten "begründeten Verdachtsmomenten" - nicht mehr und nicht weniger sollte das bedeuten.
Meint es ein JC anders, muss man sich eben streiten.

Daher auch im viel zitierten BSG-Urteil, dass im Streitfalle die Gerichte entscheiden.


Also: muss man es im Zweifel vor die Gerichte bringen ...
Wie kann man etwas vor Gericht bringen, von dem man gar keine Kenntnis hat? Bzw. erst dann Kenntnis erlangt, wenn eine Sanktion ins Haus steht?

Kontenabrufverfahren - nur in begründeten Verdachtsfällen. Die Realität bei uns: Bei jeder popeligen Arbeitsaufnahme, ohne dass der eLb davon was erfährt/spürt.
 

Anna B.

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je nach Krankenkasse unterschiedlich..entweder schickt der Arzt den AU-Beleg an die KK oder der Versicherte..

im Zweifel bei der Arztpraxis fragen, wenn jemand au geschrieben wird...
 

2010

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Und bin ich als Kranker verpflichtet, dem Arzt wahrheitsgemäße Auskunft über meine ausgeübte Tätigkeit zu geben?
Eben, das fragte ich ja auch schon wenig zuvor. ---->#115
Ich oute mich doch nicht als Schmarotzer bei einem Arzt.
Bei manchen fällt dann gleich die Klappe u. es wird eine andere Behandlungsweise an den Tag gelegt.
 

gila

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Zitat:
(1) Die Krankenkasse leitet eine Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit der betroffenen erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ein und teilt dem Jobcenter das Ergebnis der Überprüfung umgehend mit. Grundlage der Prüfung der Krankenkasse ist die vom Vertrags-arzt an die Krankenkasse übersandte Ausfertigung der Arbeitsunfä-higkeitsbescheinigung (inklusive Diagnose). Geht der Krankenkasse innerhalb von 2 Wochen nach Eingang des Überprüfungsauftrages des Jobcenters keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Ver-tragsarzt zu, informiert sie das Jobcenter. Weil es dann an einer Grundlage für die Überprüfung fehlt, ist das Verfahren in der Folge als erledigt zu betrachten

Äh ... gibt es denn überhaupt schon eine offizielle Stellungnahme oder schriftliche Äußerungen, wie "begeistert" die KRANKENKASSEN von dem Mehraufwand und ihrer "Mitwirkungspflicht" hier in Sachen "Spionage und Denunziantentum" sind???

wäre doch mal interessant ...
 

Piccolo

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Und bin ich als Kranker verpflichtet, dem Arzt wahrheitsgemäße Auskunft über meine ausgeübte Tätigkeit zu geben?
verpflichtet wohl nicht. aber machst du falsche angaben werden falsche rückschlüsse daraus gezogen. vielleicht mit fatalen folgen für dich und andere.
denke nur mal an die verordneten medikamente. es gibt welche da darfst du keine maschinen bedienen. du erzählst also dem arzt du bist bürokraft. ergo kannst du diese medis ja nehmen. aber in wahrheit stehst du als maschinist in einer fabrik....tja, unheil nimm deinen lauf.
 

Anna B.

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scheinbar noch nicht...

aber das werde ich morgen mit Sicherheit erfahren...1 Tasse Kaffee und ein bisschen Klatsch und Tratsch werden es bringen...dann berichte ich wieder...

so wie ich aber beim surfen irgendwo gefunden habe, haben sich KK und Arbeitsministerium geeinigt, dass die KK wohl einen Pauschalbetrag bekommen, für die Kosten, die durch den MDK entstehen...

aber wegen des Mehraufwandes bei der Sachbearbeitung in der KK....naja, morgen...
 

Anna B.

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jetzt noch zu der Frage, ob man seinem Arzt sagen muß, ob man Arbeitslos ist, ALG II -Bezieher oder Arbeitnehmer...
ja, das muß man..siehe auch Link in Post 108...

irgendwie komme ich mir vor, wie ARD und ZDF...ständig Wiederholungen...
 

Purzelina

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jetzt noch zu der Frage, ob man seinem Arzt sagen muß, ob man Arbeitslos ist, ALG II -Bezieher oder Arbeitnehmer...
ja, das muß man..siehe auch Link in Post 108...

irgendwie komme ich mir vor, wie ARD und ZDF...ständig Wiederholungen...
Und der Arbeitsnehmer, der gleichzeitig ALG2-Empfänger ist? Das geht den Arzt doch eigentlich nichts an.
 

Anna B.

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dann bist du überwiegend Arbeitnehmer...dann tritt der Punkt 3a in der Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie nicht ein..
sondern der Punkt 1...wird gültig

hier noch einmal aus den arbeitsunfähigkeitsrichtlinien kopiert:

schön säuberlich ist aufgeführt...wann bei wem Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werden darf ...und Arbeitnehmereigenschaften gehen immer vor...

(1) 1
Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte auf Grund von Krankheit seine
zuletzt vor der Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr
der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen kann. 2
Bei der Beurteilung ist darauf
abzustellen, welche Bedingungen die bisherige Tätigkeit konkret geprägt haben.
3
Arbeitsunfähigkeit liegt auch vor, wenn auf Grund eines bestimmten Krankheitszustandes,
der für sich allein noch keine Arbeitsunfähigkeit bedingt, absehbar ist, dass aus der
Ausübung der Tätigkeit für die Gesundheit oder die Gesundung abträgliche Folgen
erwachsen, die Arbeitsunfähigkeit unmittelbar hervorrufen.
(2) 1
Arbeitsunfähigkeit besteht auch während einer stufenweisen Wiederaufnahme der
Arbeit fort, durch die dem Versicherten die dauerhafte Wiedereingliederung in das
Erwerbsleben durch eine schrittweise Heranführung an die volle Arbeitsbelastung ermöglicht
werden soll. 2
Ebenso gilt die befristete Eingliederung eines arbeitsunfähigen Versicherten in
eine Werkstatt für behinderte Menschen nicht als Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit.
3
Arbeitsunfähigkeit kann auch während einer Belastungserprobung und einer Arbeitstherapie
bestehen.
(3) 1
Bezieher von Arbeitslosengeld sind arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht
mehr in der Lage sind, leichte Arbeiten in einem zeitlichen Umfang zu verrichten, für den sie
sich bei der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt haben. 2
Dabei ist es unerheblich,
welcher Tätigkeit der Versicherte vor der Arbeitslosigkeit nachging.
(3a) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende – „Hartz IV“) beantragt
haben oder beziehen, sind arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht in der Lage sind,
mindestens drei Stunden täglich zu arbeiten oder an einer Eingliederungsmaßnahme
teilzunehmen.


usw.usw...
 
E

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@Anna B., in dem verlinkten PDF konnte ich nichts darüber finden, dass man seinen Beruf beim Arzt angeben muss. Hab ich was überlesen?
 

Anna B.

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der Arzt fragt doch...was du beruflich machst...

oder auch nicht...

danach stellt er die AU Bescheinigung aus..oder auch nicht...

und um eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen zu können, muß er die AU-Richtlinien beachten, die ich soeben noch einmal, zumindest einen Teil, gepostet habe

und nun hab ich keinen Bock mehr...könnt ihr nicht selber mal lesen?

ich drehe mich hier ja im Kreis...:icon_neutral:
 

gila

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Wie kann man etwas vor Gericht bringen, von dem man gar keine Kenntnis hat? Bzw. erst dann Kenntnis erlangt, wenn eine Sanktion ins Haus steht?
Ja Karlchen :biggrin: IRGENDWANN und auf irgend eine Weise bekommt man ja Kenntnis. Spätestens, wenn der MDK anklopft. Dann kann man schon einhaken und SB um Begründung ersuchen.

Nach wie vor denke ich, es wird sich im Vorfeld viel zu viel aufgeregt über einige wenige Einzelfälle, die es vielleicht zu bunt getrieben haben. Wenn ich für mich beschließe, hier nicht zu bescheissen, lasse ich mir auch keinen Beschiss unterjubeln.
 
E

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  Th.Starter/in  
... ich drehe mich hier ja im Kreis...:icon_neutral:
Das tut mir aber jetzt Leid. :biggrin: Also, wenn ich mit einer schweren Grippe zum Arzt kam, hat mich nie jemals ein Arzt gefragt, was ich beruflich so treibe. Auch als ich mir beim Sport das Bein gebrochen habe, war der Beruf unerheblich. Und selbst als ich wg. Stress mal zwei Wochen ausspannen durfte, war dem Arzt der Beruf schnuppe. Nur mal so paar Beispiele.
 

gila

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So ganz im Allgemeinen ist mein Arzt doch mein ständiger Arzt und nicht "irgendwer". In der Regel.
Und i.d.R. ein Mensch meines Vertrauens.
Mit dem rede ich natürlich auch über meine persönliche Situation.
Das hat er nicht jedesmal im Kopp, wenn ich nur 1-2 mal im Jahr komme.
Also fragt er: "Brauchen Sie eine AU".
Wenn ich die brauche, sag ich JA - und wenn ich grad nicht will, dass er weiß,
dass ich keinen Job habe, muss ich nicht mehr sagen ...
 
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Richtig Sumse , jetzt hab ich es auch gesehen .Aber auch da gibt es Wege und Mittel sich dagegen zu wehren .1 € Arbeitsgelegenheiten /Massnahmen /Bürgerarbeit sind keine Arbeit auf dem 1 .Arbeitsmarkt ,und die gehen vor.

So einfach können kommen ,die dann nicht davon .Zumal ,wenn er Krank ist ,und dann einen sogenannte Arbeitsgelegenheit 1 € macht ,und ihn dann was passiert ,ist das ein Straftatbestand. :biggrin:
das problem sehe ich darin
wenn SBchen zur zwangsarbeit ruft per VA+zuweisung
das sich keine rmehr im streitigen verfahren AU schreiben lassen kann
wiederspruch gegen VA/zuweisung hat keine aufschiebene wirkung das heist man muss dann hin
weil SBchen den MDK beauftragt diese AU die eingereicht wird
weil das verfahren strittig ist wird man locker vom MDK kassiert
und freie fahrt zur sanktion

ich hoffe das die KKs sich die preise nicht vorschreiben lassen von der BA/JC was die begutachtung kosten darf
und das da die KKs diesen dreck nicht mitmachen werden weil das für die KK sau teuer wird sonnst
 

gila

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.....
und das da die KKs diesen dreck nicht mitmachen werden weil das für die KK sau teuer wird sonnst
Drum wäre es ja interessant zu wissen, ob es seitens der KKs oder dem
Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen schon Äußerungen gibt.
 
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ich war ja zuletzt 400€ Jobber und mein Arzt fragte "was machen sie ?" Für einen 400€ Job hat er sich geweigert einen Gelben auszudrucken .
Nein den gibt es nur für Sozialversicherte .... ich bekam dann eine "private AU"
Das JC machte dann auch Zicken ...
Ich wusste das der Arzt auch bei Elos zu einer AU verpflichtet ist ...nur der Arzt wollte es nicht wissen.
Ich bin mal auf das ganze KuddelMuddel gespannt das wir bald zu lesen bekommen.:icon_kinn:
 

Sinuhe

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Ich wusste das der Arzt auch bei Elos zu einer AU verpflichtet ist

Ja,das stimmt natürlich,aber eben nur wenn Du unter 15 Wochenstunden Arbeitsfähig bist.

Ich kann mir im übrigen vorstellen,dass die KK eventuell dem Arzt eine Rückmeldung gibt,wieso er für den Patienten XY eine AU wegen Diagnose XY ausgestellt hat,obwohl der Patient Arbeitslos ist.
Wird wohl darauf ankommen,wie Aufmerksam der SB der betroffenen KK ist.
 

Anna B.

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das glaube ich nun wiederum nicht, dass die KK da jedesmal dem Doc auf die Finger klopft..

es wird vermutlich wegen der Kosten eine Vereinbarung zwischen dem Bundesverband der Ersatzkassen, Bundesverband AOK, Budnesverband BKK usw. und dem Arbeitsministerium geben...
und dann wird man sehen, wie oft diese Waffe "MDK-Begutachtung bei begründeten Zweifeln an der AU" eingesetzt wird...

und ein Arzt muß die Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien kennen, der weiß ja auch, wie er was abrechnen kann...
 

2010

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Anfragen hier ,Rückmeldungen hier, Rückmeldungen dort.......
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Arzt sich mit solchen Sachen aufhält was das ALG II betrifft. Wohl erst, wenn das neue Gesetz in Kraft tritt.

Jedenfalls steht nicht fest, wer der KK die AU übersenden muß, Arzt oder Patient. Gibt es dafür ein Gesetz ? Habe nichts gefunden. Jeder hält es wie er will.
Um eine AU eines Hartzers zur KK weiter zu leiten, muß der Arzt wissen, daß er ein Hartzer ist.
Wie soll er das erfahren, wenn der Patient dies verschweigt ?
Dies kann ja nur über Jobcenter, oder KK bekannt werden.
Wo ist der Datenschutz ?

Ich jedenfalls gehe bei keinem Arzt mit meinem Hartzer Status "spazieren".

Wie soll eine AU sanktioniert werden, wenn man aufgrund panischer Angst vor einem Jobcenter Termin Durchfall bekommt ?
Und sich dies öfters wiederholt ?
Bei mir z.B. löst dieser Stress so etliches aus, so, daß auch eine Teilnahme an einer unsinnigen Maßnahme nicht gewährleistet ist.
Darmspielgelung, oder was ? Oder mit Pampers zu Termin ?
Man sollte die Konsorten wegen Körperverletzung anzeigen bei einer Sanktion.

Vor lauter neuen Sanktionsmöglichkeiten kommen die ihrer eigentlichen Pflicht nicht mehr nach. Vermittlung.
 
E

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Ich habe früher meine AU immer sofort zur KK geschickt. Seit ich privat versichert b in, habe ich dann jedesmal eine Rückmeldung der KK erhalten: Danke für die Info, bitte informieren Sie uns, wenn Sie 6 Wochen krankgeschrieben sind und KK-Anspruch haben.

Folge-AUs habe ich dann nicht mehr geschickt, mittlerweile schicke ich auch Erstbescheinigungen nicht mehr. An die 6-Wochen-Grenze bin ich nie gekommen...
 

Sinuhe

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Jedenfalls steht nicht fest, wer der KK die AU übersenden muß, Arzt oder Patient.

Der Arzt nicht.Der gibt die AU dem Patienten komplett in die Hand.
Steht doch auch auf der AU drauf,1 Kopie mit der Diagnose bekommt die KK und die 2.der AG.
 
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Jedenfalls steht nicht fest, wer der KK die AU übersenden muß, Arzt oder Patient. Gibt es dafür ein Gesetz ? Habe nichts gefunden. Jeder hält es wie er will.
Na wohl der Arzt für dem ist das bares Geld,denn Er rechnet mit der KK ab :icon_party:
 

Anna B.

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oh ne,oh ne...

die AU-Bescheinigung kann vom Arzt an die KK weitergeleitet werden...
der Arzt entscheidet, ob er das macht, oder er dem Patienten das Ding in die Hand drückt und sagt: abgeben, bei der KK...

oder die Arzthelferin sagt:hier, noch ihre AU-Bescheinigung..und dann wissen die meisten schon, was sie tun müssen..

mit der Abrechnung hat die Weiterleitung der Au-Bescheinigung nichts zu tun...

hier mal kurz zum Nachlesen wegen der "Meldung einer Arbeitsunfähigkeit"...

Krankengeld – Der Versicherte meldet seiner Krankenkasse die Arbeitsunfähigkeit | Ein Bildungsvorsprung hilft immer

jetzt aber bitte nicht wieder alle vielleicht.oder wenn doch...aber- Fälle aufgreifen...in dem Link geht es schlicht und ergreifend darum, dass ein Arbeitnehmer die Pflicht hat, die AU der KK zu melden...ansonsten geht KG-Anspruch flöten...

und dort ist auch aufgeführt, was ein BSG mal geurteilt hat..

für ALG II - Empfänger wird wohl nichts Näheres dazu festgelegt werden...
denn um so einfacher ist es für die Behörde, dann wegen Nichterscheinen zu einem Termin zu sanktionieren..
wozu soll man in der gesetzlichen Regelung noch festlegen, dass au-Bescheinigungen bei der KK abgeben werden müssen...(bei ALG II Beziehern)
wenn die dort nicht vorliegen...dann Hoch lebe die Sanktion...
 

gila

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Für die GKV (wenn sich nix geändert hat) - ist das doch eindeutig:

Gemäß dem Urteil des 16. Senats des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 26. August 2004 (Az.: L 16 KR 324/03)
ist der Arzt verpflichtet, die Krankenkasse über die Arbeitsunfähigkeit zu informieren.
Dem Arbeitnehmer kann diese Meldepflicht des Arztes nicht übertragen werden (auch nicht durch Aushändigung der ersten Seite des Formulars).

Die darüber hinausgehende eigene Meldung kann der Arbeitnehmer zum einen auch mit Rückwirkung innerhalb einer Woche seit Eintritt der Arbeitsunfähigkeit erstatten, zum anderen ist die Meldung des Arbeitnehmers an keine Form gebunden und setzt nicht die Vorlage der Bescheinigung (mittels der ersten Seite) voraus, so dass der Versicherte die Arbeitsunfähigkeit auch mündlich oder telefonisch mitteilen kann.
---------------------------------------------------

Und auch der ArbeitGEBER "kann":

Der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird von der Rechtsprechung ein hoher Beweiswert im Rahmen der richterlichen Beweiswürdigung zuerkannt.

Aus ihr wird eine Vermutung abgeleitet, dass der Arbeitnehmer tatsächlich infolge Krankheit arbeitsunfähig war.

Erst wenn es dem Arbeitgeber im Rechtsstreit gelingt, diesen Beweiswert zu erschüttern, muss der Arbeitnehmer weiteren Beweis anbieten, zum Beispiel durch Vernehmung seines behandelnden Arztes.
Bezweifelt der Arbeitgeber die Richtigkeit der ärztlichen Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit, so kann er gemäß § 275 Absatz 1a Satz 3 SGB V die gutachterliche Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung verlangen.

Also: immer auf einen Rechtsstreit ankommen lassen :biggrin:
 

2010

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Der Arzt nicht.Der gibt die AU dem Patienten komplett in die Hand.
Steht doch auch auf der AU drauf,1 Kopie mit der Diagnose bekommt die KK und die 2.der AG.

(1) Die Krankenkasse leitet eine Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit der betroffenen erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ein und teilt dem Jobcenter das Ergebnis der Überprüfung umgehend mit. Grundlage der Prüfung der Krankenkasse ist die vom Vertrags-arzt an die Krankenkasse übersandte Ausfertigung der Arbeitsunfä-higkeitsbescheinigung (inklusive Diagnose). Geht der Krankenkasse innerhalb von 2 Wochen nach Eingang des Überprüfungsauftrages des Jobcenters keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Ver-tragsarzt zu, informiert sie das Jobcenter. Weil es dann an einer Grundlage für die Überprüfung fehlt, ist das Verfahren in der Folge als erledigt zu betrachten.
Das bedeutet doch , daß bei Hartzern die AU`s direkt v. Arzt an die KK gehen sollen. Dazu ist aber das Wissen nötig, bei wem es sich um einen Hartzer handelt.

Wie wird das alles geregelt ?
 

Anna B.

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ich fress gleich nen Besen...

bevor der Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen darf, muß er darüber informiert sein, ob sein Patient beschäftigt ist oder ALG I oder ALG II bezieht...
bei Patienten, die er jahrelang behandelt, weiß er das im Zweifeln, bei allen anderen muss er fragen...

siehe diesen Thread..rauf und runter..ich glaube ich hab 2x die Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien gepostet..

lest ihr überhaupt, was man schreibt?

im sonstigen Fall sollte der Arzt eigentlich !! die AU-Bescheinigung an die KK schicken...da dem Arzt aber auch die 50 Cent heilig sind, drückt er dem Patienten die AU-bescheinigung in die Hand, damit er die bei der KK abgibt..das ist in 80 % aller Fälle so...
die restlichen 20 % haben dann Glück, dass der Arzt die Bescheinigung zur KK schickt...
einige KK stellen dem Arzt auch entsprechende Briefumschläge zur Verfügung, damit er die AU-Meldung schicken kann...überwiegend sind es AOK: und BKK..die Ersatzkassen machen das nicht...hat was mit unterschiedlichen Verträgen zu tun...
 

2010

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Fakt ist aber, nicht jeder Arzt fragt,nicht jeder outet sich als Hartzer, nicht jeder Arzt versendet die AU`s an die KK.


Geht der Krankenkasse innerhalb von 2 Wochen nach Eingang des Überprüfungsauftrages des Jobcenters keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Ver-tragsarzt zu, informiert sie das Jobcenter. Weil es dann an einer Grundlage für die Überprüfung fehlt, ist das Verfahren in der Folge als erledigt zu betrachten.
Also sieht man doch zu es zu verhindern, daß der Arzt eine AU an die KK verschickt.
 

Anna B.

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..und du kassierst dann die Sanktion..weil SB'chen davon ausgeht, dass du betrügen wolltest...bei wirklicher AU hättest du den Schein dann bei der KK abgegeben..oder eben dein Arzt..

wir können hier noch soooo viel schreiben und sooooo viele Eventualitäten aufdecken...

wir werden nie erfahren, wie sie mit uns umgehen werden...wenn wir es nicht selber erleben oder jemand anders hier das konkret schildert...

mir kommt das hier vor, wie ein Kinderspiel: was ist wenn?...
 

Sinuhe

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Ich glaube dass vielen Ärzten die Besonderheiten bei der AU-Ausstellung für Arbeitslose garnicht bewußt ist.
Die werden doch täglich mit soviel Papiermüll bezüglich gesetzlicher Bestimmungen und Erlasse etc.zugedeckt,dass solche Dinge bei einigen Ärzten einfach untergehen.
 

jimmy

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Das tut mir aber jetzt Leid. :biggrin: Also, wenn ich mit einer schweren Grippe zum Arzt kam, hat mich nie jemals ein Arzt gefragt, was ich beruflich so treibe. Auch als ich mir beim Sport das Bein gebrochen habe, war der Beruf unerheblich. Und selbst als ich wg. Stress mal zwei Wochen ausspannen durfte, war dem Arzt der Beruf schnuppe. Nur mal so paar Beispiele.
Das muss dann etwas mit deiner Ausstrahlung zu tun haben. Vermutlich denken die Ärzte in deinem Fall, dass du eine solche Frage nicht einfach beantwortest, und nach der Notwendigkeit fragst. Ist dann für den Arzt unangenehm. Und wenn er dir nicht gerade Morphium verschreiben möchte, dann wird er auf die Gegenfrage keine wirklich nachvollziehbare Antwort geben können. Ich werde immer gefragt, ausser beim Zahnarzt wurde ich nicht gefragt. Aber sonst immer. Der letzte war dann fleissig am tippen, was ich sofort mit der bitte "Schreiben Sie das bitte nicht in Ihre Maske" ein, unterbrochen habe. Immerhin können die Angestellten das sehen, und das, weil da lauter Angestellte in meinem Alter arbeiten, ist es nicht notwendig das diese Munter in der Maske lesen können.
 

2010

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Dann gibt es aber noch mehr Menschen die an

"""""""" Das muss dann etwas mit deiner Ausstrahlung zu tun haben. Vermutlich denken die Ärzte in deinem Fall, dass du eine solche Frage nicht einfach beantwortest, und nach der Notwendigkeit fragst. Ist dann für den Arzt unangenehm.""""""""""Zitat Jimmy Ende

leiden.
Denn (ich sags nun zum wiederholten Mal) auch ich wurde noch nie nach Beruf, oder Erwerbsstand gefragt. Bis auf ein einziges Mal beim Orthopäden, wegen xxxxxx, ich solle die beruflich bedingte Belasstung zurück schrauben, weil ich keine AU wollte.
Die Frage stellte er aber erst nachdem ich keine AU wollte.

Es kann im Endeffekt jeder das tun was er für richtig hält.
SB`chen kann ja mal versuchen mir einen Betrug anhängen zu wollen, wenn mich eine Vorladung, oder eine für mich eingeplante unsinnige Maßnahme krank macht.
 

jimmy

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Dann gibt es aber noch mehr Menschen die an

"""""""" Das muss dann etwas mit deiner Ausstrahlung zu tun haben. Vermutlich denken die Ärzte in deinem Fall, dass du eine solche Frage nicht einfach beantwortest, und nach der Notwendigkeit fragst. Ist dann für den Arzt unangenehm.""""""""""Zitat Jimmy Ende

leiden.
Denn (ich sags nun zum wiederholten Mal) auch ich wurde noch nie nach Beruf, oder Erwerbsstand gefragt. Bis auf ein einziges Mal beim Orthopäden, wegen xxxxxx, ich solle die beruflich bedingte Belasstung zurück schrauben, weil ich keine AU wollte.
Die Frage stellte er aber erst nachdem ich keine AU wollte.

Es kann im Endeffekt jeder das tun was er für richtig hält.
SB`chen kann ja mal versuchen mir einen Betrug anhängen zu wollen, wenn mich eine Vorladung, oder eine für mich eingeplante unsinnige Maßnahme krank macht.
Ich kann hier grundsätzlich nur von beobachteten Dingen (welche dann aber meiner Bewertung unterliegen) und meiner eigenen Erfahrung berichten. Ich werde b.z.w. wurde immer gefragt. Auf den Patentenfragebögen gibt es auch immer das Feld "Was machen Sie beruflich?" "Arbeitgeber anschrift und Telefonnummer" u.s.w.

Wenn der SB dann plötzlich austickt, dann setze ich mich natürlich zur Wehr.
 

gila

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wir können hier noch soooo viel schreiben und sooooo viele Eventualitäten aufdecken...

mir kommt das hier vor, wie ein Kinderspiel: was ist wenn?...
:icon_daumen: :biggrin: aber keine Sorge, Anna - das geht sicher noch 150 Posts so..
 

Anna B.

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zu diesem Thema jetzt noch erneut folgendes:

Hartz IV und der Nachweis der Arbeitsunfähigkeit « Kritische Standpunkte

ganz wichtig..falls das wirklich eintreten sollte...dann sollte man den Klageweg beschreiten....denn der Gleichheitsgrundsatz ist hier infrage gestellt...

privat versicherte ALG II - Bezieher werden nicht beim mDK begutachtet...weil es da keine gesetzliche Vorgabe gibt..

gesetzl. versicherte ALG II - Bezieher können durchaus bei Zweifeln an der AU begutachtet werden..

schaut euch den o.g. kommentar unbedingt an...
 

Holger01

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Die Zweifel an der Verfassungswidrigkeit sind da sehr gut beschrieben, finde ich. Das wird wieder ein langer Weg...


Immerhin müssen AfAs und JC die Kosten des mDK tragen.

Das geht dann zu Lasten der eigenen Etats, anders als bei willkürlichen und falschen VA; wenn wir dann vor dem SG klagen, kostet das die Behörden ja leider nichts, außer vielleicht unsere relativ niedrigen außergerichtlichen Auslagen.

Bleibt zu hoffen, dass AfAs und JC die Kosten des mDK scheuen werden.

...
 
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Ich denke hier wird mehr heiss gekocht wie gegessen.
Es gibt welche die es gerne übertreiben und keinen Hehl daraus machen, diese werden dann auch öfters mal bei Dingen gesehen wo man sich fragt für was der ne AU hat......

Fakt ist ja das was geschehen muss, so sehe ich das, aber ne Lösung wo JEDER zufrieden ist , die gibt es nicht........
 
E

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  Th.Starter/in  
Die Zweifel an der Verfassungswidrigkeit sind da sehr gut beschrieben, finde ich. Das wird wieder ein langer Weg...


Immerhin müssen AfAs und JC die Kosten des mDK tragen.

Das geht dann zu Lasten der eigenen Etats, anders als bei willkürlichen und falschen VA; wenn wir dann vor dem SG klagen, kostet das die Behörden ja leider nichts, außer vielleicht unsere relativ niedrigen außergerichtlichen Auslagen.

Bleibt zu hoffen, dass AfAs und JC die Kosten des mDK scheuen werden.

...
dann schau dir mal die hega genau an
da steht doch was die BA/JC an kosten zahlen für die begutachtung
das ist weit aus weniger als das JC/BA für den medizinischen dienst
verlangt

der MDK wird ja von der gemeinschaft getragen bzw finanziert
auch wenn man das glauben dürfte was in der hega drin steht
das die BA/JC ab 130euro max 260euro pro gutachten zahlen
ist das immernoch billiger die AU darüber anzweifeln zu lassen als den eigenen dienst zu beauftragen

zumal das JC an krankenkassenbeitrag den sozialtarif zahlen also nicht voll wie ein arbeitnehmer

hier wird deutlich
die BA/JC will kosten einsparen und das zu lasten der krankenkassenmitgliedern
und will zeitgleich die glaubwürdigkeit von ärzten untergraben
 

Anna B.

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der MDK wird von der Krankenkassengemeinschaft finanziert..also von allen gesetzlich Versicherten..

und da gebe ich Sumse recht..auf Kosten der Allgemeinheit spielt da ein JC_Mitarbeiter demnächst auch noch mit dem Geld der KK.....

und da nur bei gesetzlich Versicherten---privat Versicherte werden hier anders behandelt...da gibt es ja die Möglichkeit des MDK nicht...

@Sumse, woher hast du die Beträge ?
 

gila

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Danke, Anna :icon_daumen: Infos aus dem Link = 1. Sahne :biggrin:

Fazit - welches meine Auffassung bestätigt - hier zitiert:

Das zeigt das tiefe Misstrauen des Ausschusses für Arbeit und Soziales in die Leistungsempfänger und in die Krankenkassen.
Ein Misstrauen, das nicht einmal die Bundesregierung hatte.
Außerdem zeigt die Bemerkung des Berichterstatters Stefan Müller (Erlangen), dass keine seriösen Daten zur Anzahl der Fälle zweifelhafter Arbeitsunfähigkeit existieren“, dass der Gesetzgeber sich in das Fahrwasser der Spekulation und des Wunschdenkens über das Verhalten der Leistungsempfänger begeben hat und daher die Regelung „ins Blaue hinein“ erlassen hat, was eine gewisse gesetzgeberische Willkür nahelegt.

Wir halten daher § 56 Abs. 1 Satz 5 SGB II für mit Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar.
Der Gesetzgeber dürfte zur Korrektur der Norm verpflichtet sein, was für die Jobcenter dazu führen dürfte, dass sie die Regelung bis zu dieser Korrektur nicht anwenden dürfen.

Wir raten daher, gegen entsprechende Entscheidungen der Jobcenter und der Krankenkassen unter Hinweis auf die dargelegte Unvereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 1 GG Widerspruch einzulegen und die Aussetzung der sofortigen Vollziehung zu beantragen.

:icon_daumen:
 

FerAlNo

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Krank sein wird verboten

Neben der sogenannten Wegeunfähigkeitsbescheinigung steht den Jobcentern jetzt eine weitere Handhabe bei Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person zur Verfügung.
Die FH zu § 56 SGB II geben ausführliche Hinweise

  • zu Regelbeispielen, unter deren Voraussetzungen Zweifel an der attestierten Arbeitsunfähigkeit bestehen können,
  • zum Anwendungsbereich (Personenkreis),
  • zu rechtlichen Konsequenzen (z. B. Sanktionen),
  • zum Verfahren der Auftragserteilung durch die Jobcenter,
  • zum Verfahren bei den Krankenkassen und beim MDK, inklusive Ergebnismitteilung an die Jobcenter und zum Abrechnungsverfahren (Rechnungslegung und Fallpauschalen).
Eine Sammlung aller relevanten Regelungen zur Anzeige- und Bescheinigungspflicht bei Arbeitsunfähigkeit sowie Musterdokumente finden Sie unter Geldleistungen > SGB II > Materielles Recht > Fachliche Hinweise SGB II - § 56 SGB II Anzeige- und Bescheinigungspflicht bei Arbeitsunfähigkeit.
Die Musterdokumente „Auftragsformular an die Krankenkasse“ und „Auszahlungsauftrag“ sind Anlage dieser HEGA.
 

FerAlNo

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Hierzu ein Text von altonabloggt

Eigentlich nichts Neues und doch ist es neu. Das Rumrätseln der Mitarbeiter in den Jobcentern, ob ein Leistungsberechtigter nun tatsächlich krank ist oder nicht, auch bei Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Arztes, wird ein Ende gesetzt.
Geschichte
Nach § 56 Abs. 1 Satz 5 SGB II wurde bereits zu 2009 die rechtliche Grundlage geschaffen, bei Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) einzuschalten.
Allerdings scheiterte diese praktische Umsetzung an der fehlenden Definition der Arbeitsunfähigkeit nach SGB II-Leistungsbezieher.
Neu
Voilá! Nun wird genau diese Lücke gefüllt. Entsprechende Arbeitsunfähigkeitskriterien sind festgelegt und treten voraussichtlich zum 1. April 2013 in Kraft.
Ein weiteres Mittel, neben der Wegeunfähigkeitsbescheinigung, eine tatsächliche Erkrankung des Leistungsberechtigten zu überprüfen. Die neue entsprechende Handlungs- und Geschäftsanweisung (HEGA 03/13 – 8 v. 20. März 2013) spricht von einer weiteren Handhabe bei Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit. Eigentlich auch nichts Neues – war es bisher bei Erwerbstätigen eine durchführbare Handlung, nach §275 Abs. 1a SGB V.
Zweifel beim Jobcenter-Mitarbeiter sind zu schüren, so bald der erwerbsfähige Leistungsberechtigte wiederholt Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nach Einladungen zu einem Meldetermin, nach Angebot einer Maßnahme oder Abbruch Maßnahme, bei Weigerung der Ortsabwesenheit durch das Jobcenter, zum Ende der Ortsabwesenheit oder im unmittelbaren Anschluss oder nach Zugang eines Vermittlungsvorschlags vorlegt. Böser Schelm der ARGES vermutet.
Aber auch der Arzt wird nun angezweifelt. Eine Rückdatierung von mehr als zwei Tagen, können und dürfen Fragezeichen im Jobcenter bilden.
Beteiligte
Es gilt nun die „Vereinbarung des GKV-Spitzenverbandes und der Bundesagentur für Arbeit nach § 56 Abs. 2 SGB II. Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkasse beteiligt sich daran.
Vorgehen in den Jobcentern

  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss durch den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Jobcenter vorliegen
  • Der Zweifel muss durch das Jobcenter begründet sein und dokumentiert werden.
  • Postalischer Auftrag an die zuständige Krankenkasse des Leistungsberechtigten zur Einschaltung des MDK sollte durch eine Führungskraft freigegeben sein
  • Dieses gilt nicht für Privatversicherte – hier fehlt es bislang an einer gesetzlichen Regelung
  • Prüfung durch die Krankenkasse. Diese legt das Ergebnis dem Jobcenter vor
  • Die Krankenkasse kann zusätzlich den MDK einschalten.
  • Der MDK wird den Betroffenen, ohne Belehrung über die Rechtsfolgen, zu einer Begutachtung auffordern. Das Jobcenter erhält darüber Kenntnis.
  • Das Jobcenter muss nun die fehlenden Rechtsfolgen des MDK ergänzen und lädt den Betroffenen förmlich zu diesem Termin ein.
  • Das Jobcenter muss in diesem Fall die Fahrtkosten zur Begutachtung nach § 59 SGB II i.V. m. § 309 SGB III übernehmen.
Folgen für den Betroffenen
Stellt nun der MDK fest, dass keine Arbeitsunfähigkeit besteht, trotz Vorlage dieser zuvor beim Jobcenter, kann nach §§ 31 bzw. 32 sanktioniert werden. Der Betroffene muss nun das Gegenteil beweisen. Dabei gilt, dass die subjektive Rechtsvorstellung der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, nicht für die objektive Feststellung von wichtigen Gründen durch das Jobcenter, ausschlaggebend sind.
Fazit
Mit dieser neuen Vereinbarung zwischen der Bundesagentur für Arbeit und dem GKV Spitzenverband, den MDK nun offiziell einzuschalten, wird versucht, den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen Herr zu werden. Von vornherein wird damit unterstellt, dass die Leistungsberechtigten nicht wirklich krank sind. Auch wird die Kompetenz des Arztes angezweifelt. Das subjektive Empfinden des Betroffenen wird ihm abgesprochen und den objektiven wichtigen Gründen des Sanktionsverfahrens entgegen gestellt.
Ist eine Depression, aus Angst vor dem Jobcenter objektiv? Kann so etwas gemessen werden? Könnte es nicht sein, dass das eigene Krankheitsempfinden zumeist subjektiv empfunden wird – mit aller Berechtigung. Mag ein von Bandscheibenvorfällen geprägter Mensch vor Schmerzen nicht laufen können, kann ein Anderer herum hüpfen. Trotzdem ist es ein Vorfall.
Eine Gefahr sehe ich in der subjektiven Beurteilung des Jobcenters, als auch beim MDK. Wie bekannt, werden oftmals Leistungsberechtigte für voll erwerbsfähig geschrieben, auch wenn sie den Kopf unter dem Arm tragen. Entsprechend des negativen-positiven Leistungsbildes auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Und eben ohne Berücksichtigung der eigenen subjektiven Wahrnehmung und Möglichkeit, mit einer Erkrankung zu leben.
Statt Druck bei den Betroffenen zu nehmen, wird mit dieser voraussichtlichen neuen Umsetzung weiterer Druck aufgebaut.
So hilft erneut nur eines: Niemals alleine zum MDK marschieren. Auch hier darf eine Begleitperson mitgenommen werden. Die Begründung der Zweifel des Jobcenters aushändigen und erklären lassen.
Quellen: Bundesagentur für Arbeit; Bild: Inge Hannemann
 

Anna B.

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AW: Krank sein wird verboten

In Ermangelung eines DANKE-Buttons...

Danke für die Ausführungen..

genau sooo wird es kommen..

und noch etwas weiter gedacht: die meisten Ärzte werden sich nun weigern, einen ALG II-Empfänger au zu schreiben...

es wird einen grandiosen Rückgang von erkrankten ALG II-Empfängern geben..

was wird noch kommen..?? wie wird man die ALG II-Empfänger noch mehr drangsalieren können?...hat noch einer ne Idee? Ironiemodus aus...

:icon_kotz:
 
E

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  Th.Starter/in  
AW: Krank sein wird verboten

Noch lustiger wird es bei "Mischverhältnissen" Aufstocker.
 

Anna B.

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AW: Krank sein wird verboten

da stelle ich mir das nicht soooo schlimm vor...

die AU-Bescheinigung geht ja nur an die KK und an den Arbeitgeber..
da hat das JC m.M.n. gar nicht die Möglichkeit, die AU anzuzweifeln..

und der AG hatte ja bereits schon länger die Möglichkeit, die KK bei angezweifelter AU einzuschalten..

also bei Aufstockern..ne, das wird keine neuen Konsequenzen haben...
 

ThisIsTheEnd

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AW: Krank sein wird verboten

Es werden keine weiteren Kosten und Mühen gescheut, um neue Schikanemöglichkeiten zu schaffen. Demnächst geht der FM direkt mit zum Arzt.
 

Anna B.

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AW: Krank sein wird verboten

naja, wenn wir bereits längere Zeit mitlesen, war das ja auch bereits von dem ein oder anderen SB geplant..

da gab es ja Threads, dass der SB sich erdreistete, bei der Begutachtung durch den ärztl. Dienst dabei sein zu wollen...

das sind dann hoffentlich die SB, die aufgrund der "Freisetzung von 15.000 Mitarbeitern bei der Afa" auch dabei sind...was zu hoffen wäre...

die werden dann demnächst hier mitschreiben, weil ihr SB sie schikaniert...:icon_twisted:
 

2010

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AW: Krank sein wird verboten

Es werden keine weiteren Kosten und Mühen gescheut, um neue Schikanemöglichkeiten zu schaffen. Demnächst geht der FM direkt mit zum Arzt.
Der gemeine Hartzer ist u. bleibt immer verdächtig Betrug zu begehen.
Dies gilt es , koste es was es wolle, und egal wie, auszuhebeln.
Nicht umsonst werden bevorzugt Dumme in die Schreibstuben der Jobcenter platziert. Je dümmer, desto gefährlicher u. skrupelloser.
 

götzb

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AW: Krank sein wird verboten

Wer eine Grippe hat, sollte fröhlich seine Vorgesetzten im Zwang Billigjob anstecken, bzw die Dozenten in der Zwangsmaßnahme.

Zitternde Hände sind Hilfreich um was fallen zu lassen im Zwangsarbeitsjob etc....:icon_Info:

Massiv sich gegen Ausbeutung und andere Scheiße zu wehren.
 

zalino

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AW: Krank sein wird verboten

was wird noch kommen..??
Das ist auch ganz einfach!
Die H4, die ALGII-Empfänger werden zum duschen gebeten..., was sonst.

Was waren das für Zweifel, als Hartz4 in Kraft trat.
Die schlimmsten und die fürchterlichsten Vorausahnungen von Skeptikern und Kritikern wurden als unmachbar und idiotisch verworfen und als Spinnertum abgetan. Es wurde aber schlimmer als die Phantasien der Schwarzmaler.

Vielleicht haben das einige, was ich mittlerweile gut verstehen kann, immer noch nicht begriffen, was hier in Deutschland abgelaufen ist.

Auf eine ethnische Gruppe wie Zigeuner, Juden, usw. konnte die deutsch faschistische Gesinnung nicht nochmals zurüchgreifen. Also nahmen sie aus der eigenen Volksgruppe eine Minderheit und stigmatisierten sie. Man nannte sie Hartz4-Empfänger.

Diese Minderheit als Ungeziefer zu bezeichnen, sie wie Dreck zu behandeln und Entwürdigungen jeder Art zuzumuten, ist die gleiche faschistische Gesinnung und Machart, wie unter nationalsozialistischer Zeit und dem Motto: "Kauft nicht bei Juden."

So jedenfalls fing es an. Was dann kam, das weiß jeder.
Was uns blüht läßt sich zumindest anhand der Geschichte erahnen.

Zalino
 

Minimina

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AW: Krank sein wird verboten

Hega´s und Vereinbarung zwischen Trägern sind keine Gesetze.

Es gilt wiederum: Wehren! Damit dürften die meisten "Handlungen" berichtigt werden können.

Praktisch gesehen, werden das natürlich wieder nur wenige tun und sicher bedeutet es eine zusätzliche Erschwernis.

Andererseits kann jeder der sich wehrt viel Arbeitszeit bei JC und MDK binden und das ist teuer. Die werden sich dann schon überlegen wieviel Müh sie in den jeweiligen Widerstand investieren.

LG MM
 

Steamhammer

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AW: Krank sein wird verboten

Das ist auch ganz einfach!
Die H4, die ALGII-Empfänger werden zum duschen gebeten..., was sonst.

Was waren das für Zweifel, als Hartz4 in Kraft trat.
Die schlimmsten und die fürchterlichsten Vorausahnungen von Skeptikern und Kritikern wurden als unmachbar und idiotisch verworfen und als Spinnertum abgetan. Es wurde aber schlimmer als die Phantasien der Schwarzmaler.

Vielleicht haben das einige, was ich mittlerweile gut verstehen kann, immer noch nicht begriffen, was hier in Deutschland abgelaufen ist.

Auf eine ethnische Gruppe wie Zigeuner, Juden, usw. konnte die deutsch faschistische Gesinnung nicht nochmals zurüchgreifen. Also nahmen sie aus der eigenen Volksgruppe eine Minderheit und stigmatisierten sie. Man nannte sie Hartz4-Empfänger.

Diese Minderheit als Ungeziefer zu bezeichnen, sie wie Dreck zu behandeln und Entwürdigungen jeder Art zuzumuten, ist die gleiche faschistische Gesinnung und Machart, wie unter nationalsozialistischer Zeit und dem Motto: "Kauft nicht bei Juden."

So jedenfalls fing es an. Was dann kam, das weiß jeder.
Was uns blüht läßt sich zumindest anhand der Geschichte erahnen.

Zalino
Ich hätte das nicht besser formulieren können und sehe das ganz genauso.Daher muß man zu diesem Jobcenterpack stets so sein,daß man dort vollkommen unberechenbar wirkt.
 
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AW: Krank sein wird verboten

Es werden keine weiteren Kosten und Mühen gescheut, um neue Schikanemöglichkeiten zu schaffen. Demnächst geht der FM direkt mit zum Arzt.
Was ich mir in ein paar Jahren - Vision 2020 - durchaus vorstellen könnte (die Rentenversicherungsbeiträge sind ja seit 2011 schon weggefallen):

Dass es auch keine freie Krankenkassen- und damit verbundene Ärztewahl mehr gibt, sondern nur noch eine Art "Sozialkrankenkasse für SBII-Bezieher".
Eine separate Etage im Jobcenter voll Allgemeinmediziner (Medizinisches Versorgungszentrum der Jobcenter), wo dann jeder eLB hingehen muss, sobald er krank wird.
Zusätzliche Fachärzte werden nur in allerdringsten Notfällen zugelassen.
Die Kommunikation der Ärzte erfolgt in enger Kooperation mit dem Jobcenter.
Arbeitsunfähigkeit wird damit von vorne herein unterbunden (es sei denn, man liegt bereits im Koma oder ist scheintot), der ÄD würde auch wegfallen (das könnte alles direkt bei der Erstbehandlung in den Akten vermerkt werden), und den MDK bräuchte auch niemand mehr zu konsultieren, um die AU überprüfen zu lassen.
Das könnte alles die "Sozialkrankenkasse für SGBII-Bezieher" übernehmen.

Oh Graus ! :icon_cry:
 

hemmi

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AW: Krank sein wird verboten

Oder am besten gleich einen Anwalt mitnehmen.:biggrin:
 

2010

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AW: Krank sein wird verboten

#14 :icon_daumen:

Nicht neu, hatten wir schon in div. Lagern.
Fehlen nur noch "Forschungen" am Kranken, die es ja auch schon gab.

Eigentlich einfallslos die Deutschen, denn es wiederholt sich alles.
Scheint also nicht gefruchtet zu haben, daß alles in Schutt u. Asche gelegen hat. Größenwahnsinn u. grenzenlose Arroganz.
In den EU Krisenländern hat man das schon lange erkannt.
 

jimmy

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AW: Krank sein wird verboten

#14 :icon_daumen:
Scheint also nicht gefruchtet zu haben, daß alles in Schutt u. Asche gelegen hat. Größenwahnsinn u. grenzenlose Arroganz.
In den EU Krisenländern hat man das schon lange erkannt.
Selbstverständlich hat es nicht gefruchtet. Wie auch? Lektionen, die nicht schmerzlich gelernt werden, sind schnell vergessen. Dazu gibt es das "Heisse Herdplatte Beispiel" von dr. dr. Manfred Spitzer. Dort wird erklärt, wieso Menschen einige Dinge sofort lernen und andere nicht.
 

FerAlNo

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AW: Krank sein wird verboten

Danke ebenfalls, habe den themennahen Tread auch erst bemerkt.
Es hat hat so gewurmt...
2010 - Die Forschungen an Kranken werden gerade wieder legalisiert...
Jimmy - suchen, sorry was soll ich sagen, es fällt uns wohl allen schwer immer eine Begleitung zu finden...

An den Ärzten wird jetzt viel hängen bleiben und zu denen die bei den Argen Jobcentern auf der schwarzen Liste stehen werden wir gar nicht mehr gehen können...

Aber von diesem ScheinVerfassungsgericht können wir ja auch nichts erwarten...
 

Anna B.

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AW: Krank sein wird verboten

Interessant wird ja auch werden, wie die Ärzteschaft sich verhalten wird...

werden sie sich auf die "schwarze Liste" setzen lassen?d.h. weiterhin au schreiben..

werden sie auf die Barrikaden gehen und für ihre Patienten kämpfen..??


oder werden sie ihre Patienten im Stich lassen und sagen: naja, dir gehts nicht gut, ich seh das wohl, aber die paar Stunden in der Maßnahme, oder den Gesprächstermin beim Amt kannst wohl wahrnehmen...ich schreibe dich nicht au...

3x dürfen wir raten, wie die Ärzte sich wahrscheinlich verhalten werden...
 

blackmann

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AW: Krank sein wird verboten

Lest dazu die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesauschusses über die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit und die massnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung nach§92Abs. 1 Satz 2 Nr.7 SGB V
(Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien )

zuletzt geändert am 21.Juni 2012
veröffentlicht im Bundesanzeiger AT07.09.2012 B4
in Kraft getreten am 8.September 2012

insbesondere §2 absatz 3 und 3a
 

hope40

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AW: Hierzu ein Text von altonabloggt

Das hatten wir doch schon, hope40.

ja doch ...aber, wenn du gar keinen hast /akzeptierst ..da kann dir doch aber auch keiner helfen ..für andere is der hinweis vielleicht wichtig /richtig
 

Steamhammer

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AW: Krank sein wird verboten

Wer eine Grippe hat, sollte fröhlich seine Vorgesetzten im Zwang Billigjob anstecken, bzw die Dozenten in der Zwangsmaßnahme.

Zitternde Hände sind Hilfreich um was fallen zu lassen im Zwangsarbeitsjob etc....:icon_Info:

Massiv sich gegen Ausbeutung und andere Exkrement zu wehren.
Mit einer echten Grippe schafft man es nicht an die Arbeit,selbst wenn man wollte.
 
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AW: Krank sein wird verboten

So ist es und derjenige wird auch bestimmt nicht gesund geschrieben.

Dann gibts auch noch die Leute die wegen jedem Krätzerlein zum Doc rennen und sterbenskrank sind^^
 

hemmi

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AW: Krank sein wird verboten

Wer eine Grippe hat, sollte fröhlich seine Vorgesetzten im Zwang Billigjob anstecken, bzw die Dozenten in der Zwangsmaßnahme.
Wusste garnicht daß man zu Zwangsmaßnahmen zu Universitäten oder Fachhochschulen abkommandiert werden kann, denn nur dort gibt es Dozenten, an sonsten handelt es sich um Coacher.:cool:
 

gismo41

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AW: Neue "Sanktionen" gegen Blaumacher ( Zeitungslink )

Da sieht man mal ,was die Springer Presse daraus macht .tolle Schlagzeile .
Schon die Überschrift müßte jetzt millionen von betroffenden aufschreien , und sich gegen diese Ungerechtigkeit wehren ?

Typisch Springer Presse .Alleine der Satz ,das der MDK zu den Betroffende nach Hause kommt ,zeigt doch ,das die Springer Presse ihr Drecks Zeug an millionen dumme Menschen verkaufen möchte.
Ich frag mich nur vorher die Springer Presse wissen will ,das der MDk neuerdings ins Haus der betroffenden kommen soll .?

Bei mir kommt keiner ins Haus .:icon_mrgreen:
 

gismo41

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AW: Krank sein wird verboten

Das ist auch ganz einfach!
Die H4, die ALGII-Empfänger werden zum duschen gebeten..., was sonst.

Was waren das für Zweifel, als Hartz4 in Kraft trat.
Die schlimmsten und die fürchterlichsten Vorausahnungen von Skeptikern und Kritikern wurden als unmachbar und idiotisch verworfen und als Spinnertum abgetan. Es wurde aber schlimmer als die Phantasien der Schwarzmaler.

Vielleicht haben das einige, was ich mittlerweile gut verstehen kann, immer noch nicht begriffen, was hier in Deutschland abgelaufen ist.

Auf eine ethnische Gruppe wie Zigeuner, Juden, usw. konnte die deutsch faschistische Gesinnung nicht nochmals zurüchgreifen. Also nahmen sie aus der eigenen Volksgruppe eine Minderheit und stigmatisierten sie. Man nannte sie Hartz4-Empfänger.

Diese Minderheit als Ungeziefer zu bezeichnen, sie wie Dreck zu behandeln und Entwürdigungen jeder Art zuzumuten, ist die gleiche faschistische Gesinnung und Machart, wie unter nationalsozialistischer Zeit und dem Motto: "Kauft nicht bei Juden."

So jedenfalls fing es an. Was dann kam, das weiß jeder.
Was uns blüht läßt sich zumindest anhand der Geschichte erahnen.

Zalino
Ich bin da ganz deiner Meinung ,aber damit es nicht so passiert , wir alle wollen keinen 2 Mann mit Armbinde und Zeichen haben wollen ,drum müssen wir alle dagegen uns mit aller Kraft wehren .

Es dreht sich nur noch um die beschisse Kohle .Wo bleibt die Menschlichkeit ? Liebe , Achtung ,Respekt .Alles Fehlanzeige ?

Wir sind doch auf der Welt um uns gegenseitig zu lieben, und nicht zu hassen .Wollen wir unsere nächste Generation Werte ,wie Hass , Mord , Totschlag und nur Geld beibringen?:icon_dampf:

Dann sind wir alles keine Menschen mehr mit Gefühlen sondern Robotern .

Das gilt es zu vermeiden .Ich vernetze tun ja schon einiges dafür ,wir wollen nur hoffen ,das es bei den Politiker da oben ankommt .
Denn wenn es so weiter geht , werden mehre Sacharbeiter und vielleicht auch Ärzte sterben ?
Das muß verhindert werden.

 

jimmy

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AW: Krank sein wird verboten

Dann gibts auch noch die Leute die wegen jedem Krätzerlein zum Doc rennen und sterbenskrank sind^^
Auch diese Menschen müssen Ernst genommen werden. Deine herablassende Formulierung finde ich total daneben.
 

jimmy

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AW: Neue "Sanktionen" gegen Blaumacher ( Zeitungslink )

Mit solchen Mainstreamnachrichten möchte man doch nur dafür sorgen, dass auch Ärzte das in die Hände bekommen. Diese schreiben die Patienten dann nicht mehr AU, und so wird dann langsam aber sicher jeder einen Fischstäbchenzwangsstopfung aka EGV-VA erhalten.

Komisch, oder? Man erwartet von sanktionierten Elo´s, dass Sie etwas aus der Sanktion lernen und Ihr Verhalten anpassen. Die bisherigen Vorfälle in den JC´s, welche auch eine Sanktion darstellen, scheinen da gleich Null zu bewirkt zu haben.
 

Claus.

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AW: Neue "Sanktionen" gegen Blaumacher ( Zeitungslink )

Gibt es eigentlich irgendwo eine Liste mit "Empfehlungen" (zum Aushang an der Haustür), welche Leutchen ein generelles "Besuchsverbot" zuteil werden sollte?

So ala "Leider sind nachfolgende Personengruppen in unserem ehrbaren Hause nicht erwünscht und daher mit einem generellen Hausverbot belegt: Mitarbeiter/Angehörige von Jobcentern, BA, MDK, Pol, Gez, religiösen Gruppen, Finanzamt, Banken, Versicherungen, Klinkenputzerhandwerk, ... .
Sollten Sie jedoch im Besitz einer vorab schriftlich erteilten Ausnahmegenehmigung sein, so klingeln sie 3x kurz. Sollte dann die Türe nicht geöffnet werden, ist entweder jemand da oder ist niemand da; die Ausnahmegenehmigung verfällt damit wieder automatisch.
Und bedenken Sie hierbei: Jeglicher Klingelmissbrauch wird ausnahmslos zur Anzeige gebracht (und keine Sorge: da wird mir jeweils etwas sehr gutes einfallen was Ihre Rechtsanwälte eine ganze Zeit lang beschäftigen wird).


Und hier wird beschrieben, wie alle anderen Nicht-Blaumacher "sanktioniert" werden sollen Hartz IV: Arbeitsagenturen sitzen auf 2,8 Milliarden Seiten Akten! - Politik Inland - Bild.de.
Die verlieren doch jetzt schon regelmäßig mehr als genügend (für den LB wichtige) Schreiben. Aber gut, wenn die "ausmisten" dann tauchen vielleicht demnächst etliche der verlorengeglaubten Schreiben wieder auf; bei irgendeiner Altpapiersammlung irgendeines Sportvereines - datenschutzgerechte Entsorgung kostet doch nur unnötig Geld.

Bei 2,8 Mrd. Aktenseiten und mal geschätzten 7 Mio. "Kunden" würde ich mir allerdings auch noch andere Gedanken machen. Etwa darüber, ob durchschnittlich 400 Seiten pro "Kunde" als normal bezeichnet werden sollten.
 

hartz5

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AW: Neue "Sanktionen" gegen Blaumacher ( Zeitungslink )

hmmm, dann wird es wohl demnächst eine Ergänzung im ALGII Antrag geben......so frei nach dem Motto...

"Wenn Sie ALG II beantragen, verzichten Sie freiwillig auf die ärztliche Schweigepflicht "....

SBs werden nun auch noch zu Experten für Gesundheitsfragen ?!?!?!?!?!? Oder wird da nur wieder ein "Jobwunder" vorberietet, weil demnächst ein paar Schnüffler eingestellt werden sollen ?


Schöne neue Welt....
 

2010

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AW: Neue "Sanktionen" gegen Blaumacher ( Zeitungslink )

Hat ja lange gedauert, bis die Bild diese neue Hartz IV Sau durchs Dorf treibt.
Hier im Forum wird schon seid dem 22.03.13 darüber diskutiert
http://www.elo-forum.org/news-disku...zt-patient-betrueger-neue-hega-jobcenter.html
Andere Medien berichten nun auch, im TV heute morgen in sämtlichen Nachrichten.

Irgendwie noch nicht richtig ausgegoren diese neue Dreckigkeit.
Ginge doch einfacher u. deutscher, indem Ermittler die Arbeit aufnehmen u. AU Verdächtige observieren.
 
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