Armutsatlas für Regionen in Deutschland

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

destina

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 November 2008
Beiträge
1.100
Bewertungen
0
Armutsstudie

Montag, 18. Mai 2009
Verblüffende Erkenntnisse
Neue Armutsstudie



Wer es nicht schon ahnte, bekommt es jetzt vom Statistischen Bundesamt schwarz auf weiß: Das Armutsrisiko ist in Deutschland regional unterschiedlich groß.

Während in Mecklenburg-Vorpommern knapp ein Viertel (24,3 Prozent) und in Sachsen-Anhalt gut ein Fünftel (21,5 Prozent) der Bevölkerung mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen müssen, sind es in Baden-Württemberg (10,0 Prozent) und in Bayern (11,0 Prozent) rund ein Zehntel, wie es aus Wiesbaden hieß. Die Statistik basiert auf Daten von 2007 und geht von der Armutsdefinition der Europäischen Union aus.

Aber die Statistiker werden noch präziser: Besonders von Armut seien nämlich Erwerbslose sowie Alleinerziehende und deren Kinder betroffen. In Baden-Württemberg habe die sogenannte Armutsgefährdungsquote bei Erwerbslosen mit 40,3 Prozent am niedrigsten gelegen, während sie in Sachsen-Anhalt bei 66,0 Prozent lag.

Für Alleinerziehende und ihre Kinder war laut Bericht das Armutsrisiko im Vergleich der Bundesländer am niedrigsten in Berlin (28,6 Prozent) und Hamburg (29,6 Prozent).

Keine Gießkannenförderung

Die ärmste Region in Deutschland ist Vorpommern. Dort leben 27 Prozent der Bürger an oder unter der Armutsschwelle. Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg steht mit einer Armutsquote von 7,4 Prozent bundesweit am besten da: Für Verbands-Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider zeigt die Auswertung, dass "Deutschland sozial zerrissen ist". Von einheitlichen Lebensverhältnissen könne keine Rede sein. Um Armut wirkungsvoll bekämpfen zu können, dürften Fördermittel "nicht mit der Gießkanne verteilt" werden.
Verblüffende Erkenntnisse - Neue Armutsstudie - n-tv.de

Pressemitteilung Nr.189 vom 18.05.2009


Armutsgefährdung in den Bundesländern unterschiedlich




WIESBADEN – Die Armutsgefährdungsquote ist in Deutschland in den Bundesländern unterschiedlich. Gemäß der Definition der Europäischen Union ist die Armutsgefährdungsquote der Anteil der Personen, die mit weniger als 60% des mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung auskommen müssen. Während in Mecklenburg-Vorpommern knapp ein Viertel (24,3%) und in Sachsen-Anhalt gut ein Fünftel (21,5%) der Bevölkerung weniger als 60% des mittleren Einkommens in Deutschland zur Verfügung hat, trifft dies in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg (10,0%) und Bayern (11,0%) nur auf rund ein Zehntel zu. Dies geht aus Berechnungen des Mikrozensus für das Jahr 2007 hervor, die von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder im Rahmen des Projekts „Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik“ erstmals durchgeführt wurden.

Die Armutsgefährdungsquote betrug nach diesen Berechnungen im Jahr 2007 in Deutschland insgesamt 14,3%. Dabei gibt es insbesondere zwischen Ost und West deutliche Unterschiede: Während in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) 19,5% der Bevölkerung armutsgefährdet waren, lag die Quote im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) mit 12,9% deutlich niedriger. Die Armutsgefährdungsquote war im Osten in nahezu allen Altersgruppen höher als im Westen. Lediglich die Altersgruppe der ab 65-Jährigen wies mit 9,3% im Osten eine geringere Quote auf als im Westen mit 11,9%. Während die Armutsgefährdungsquote der weiblichen Personen im Westen mit 13,5% höher lag als bei den männlichen Personen (12,2%), waren im Osten keine geschlechtsspezifischen Differenzen festzustellen (für Frauen und Männer jeweils 19,5%).

Besonders von Armut bedroht sind erwerbslose Personen sowie Alleinerziehende und deren Kinder. Auch hier sind im Ländervergleich jedoch erhebliche Unterschiede festzustellen: Während die Armutsgefährdungsquote der Erwerbslosen in Baden-Württemberg mit 40,3% im Jahr 2007 den niedrigsten Wert aufwies, waren in Sachsen-Anhalt zwei Drittel aller Erwerbslosen (66,0%) armutsgefährdet. Bei den Personen in Alleinerziehenden-Haushalten waren die niedrigsten Quoten in den Stadtstaaten Berlin (28,6%) und Hamburg (29,6%) festzustellen; die höchste Quote wies auch hier Sachsen-Anhalt mit 53,7% auf.

Grundlage der Berechnungen der oben genannten Armutsgefährdungsquoten ist die Armutsgefährdungsschwelle auf Bundesebene. Diese wird anhand des mittleren Einkommens im gesamten Bundesgebiet (Bundesmedian) errechnet. Den so ermittelten Armutsgefährdungsquoten für Bund und Länder liegt somit eine einheitliche Armutsgefährdungsschwelle zugrunde.

Eine ergänzende Perspektive ergibt sich, wenn für die Berechnung nicht der Bundesmedian, sondern die jeweiligen regionalen Armutsgefährdungsschwellen zugrunde gelegt werden. Diese werden dann anhand des mittleren Einkommens des jeweiligen Bundeslandes (Landesmedian) errechnet. Aus dieser Perspektive fallen die Unterschiede zwischen den Armutsgefährdungsquoten in den Bundesländern deutlich geringer aus. Bei den aus dieser „regionalen Perspektive“ ermittelten Armutsgefährdungsquoten wiesen im Jahr 2007 Hamburg (16,8%) und Bremen (15,2%) die höchsten, Thüringen (12,9%) und Baden-Württemberg (13,0%) die niedrigsten Werte auf.

Methodische Hinweise:
Die im Rahmen dieser Pressemitteilung präsentierten Indikatoren zur Einkommensarmut und -verteilung für Bund und Länder wurden auf der Grundlage des Mikrozensus berechnet. Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Europa; er bietet aufgrund seiner Stichprobengröße die Möglichkeit, für alle Bundesländer verlässliche Indikatoren zu berechnen.

Für die Berechnung von Armutsgefährdungsquoten kommen grundsätzlich mehrere Datenquellen der amtlichen Statistik in Betracht. Auf europäischer Ebene und auf Bundesebene (insbesondere im Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung) wird zur Berechnung von Indikatoren, die die Einkommensarmut und -verteilung betreffen, die Statistik „Leben in Europa“ (EU-SILC) als Datengrundlage herangezogen. Für die Darstellung vergleichbarer Indikatoren auf Ebene der Bundesländer kann EU-SILC jedoch nicht verwendet werden, da die Stichprobe nicht groß genug ist, um auch für kleinere Bundesländer die entsprechenden Indikatoren auszuweisen.

Zu beachten ist, dass sich Mikrozensus und EU-SILC sowohl hinsichtlich des zugrundeliegenden Einkommenskonzepts und der Einkommenserfassung als auch hinsichtlich des Stichprobendesigns unterscheiden.

Diese und weitere umfangreiche Daten zu Armuts- und Sozialindikatoren, detaillierte methodische Erläuterungen zu den für die Sozialberichterstattung relevanten Datenquellen und den angewandten Berechnungsverfahren sowie Hinweise zu Ansprechpartnern und weiteren Informationsquellen finden Sie im Internet-Angebot der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Dieses neue Informationsangebot, das im Rahmen des Projekts „Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik“ nunmehr regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt werden soll, steht im Statistik-Portal unterfolgendem Link zur Verfügung: www.amtliche-sozialberichterstattung.de.

Eine Übersicht über die Armutsgefährdungsquoten im Jahr 2007 auf Länderebene – sowohl auf Basis des Bundes- als auch auf Basis des jeweiligen Landesmedians – bietet die nachstehende Tabelle.
Statistisches Bundesamt Deutschland - Armutsgefährdung in den Bundesländern unterschiedlich

Sozialberichterstattung - Startseite
 

Woodruff

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
3.002
Bewertungen
2.030
AW: Armutsstudie

Jeder siebte NRWler lebt unterhalb der Armutsgrenze

Düsseldorf. In NRW ist jeder siebte Bürger arm. 14,5 Prozent der Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Das heißt: Ihr Einkommen lag unter 721 Euro im Monat. Noch dramatischer ist die Situation in Ostdeutschland. Der Paritätische Gesamtverband befürchtet eine Verödung ganzer Landstriche.

Hier geht's weiter
 

Woodruff

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
3.002
Bewertungen
2.030
AW: Armutsstudie

Studie zur Vermögensverteilung
Reiche werden noch reicher

Die Schere zwischen Armen und Reichen ist in Deutschland weiter auseinandergeklafft. Die wohlhabendsten zehn Prozent der Bevölkerung haben ihr Vermögen vergrößert, so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Dagegen steige - gerade im Osten - die Gefahr der Altersarmut. Und die Wissenschaftler fürchten: Der Trend wird anhalten.


[...]

Studie zur Vermögensverteilung : Reiche werden noch reicher - Wirtschaft - STERN.DE
 

nine82

Elo-User*in
Mitglied seit
24 September 2008
Beiträge
267
Bewertungen
0
AW: Armutsstudie

Ich glaube das liegt auch mit daran wie die bevölkerungsdichte ist etc wie hoch die armut- und gefährdung ist.
 

Hotti

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 April 2008
Beiträge
2.187
Bewertungen
16
AW: Armutsstudie

Die 721 Euro sind schön gefärbt. Vor kurzen gab es mal eine Studie, da galt, wer unter 1100 Euro lag schon als arm. Studien werden erlogen.
 

galigula

Elo-User*in
Mitglied seit
9 Juli 2008
Beiträge
1.065
Bewertungen
61
AW: Armutsstudie

Die 721 Euro sind schön gefärbt. Vor kurzen gab es mal eine Studie, da galt, wer unter 1100 Euro lag schon als arm. Studien werden erlogen.

Schöngefärbt ist noch schmeichelhaft gesagt.
So viel ich weis,ist die Armutsgrenze von ca. 950 € auf ca.721 € gefallen.
Die Armutsgrenze liegt bei 60 % vom Durchschnittseinklommen,das ja durch Dumpinglöhne stets gesunken ist.
Die Personen,die jetzt zwischen 721 € und 950 € liegen,sind jetzt plötzlich nicht mehr arm,obwohl die Lebenshaltungskosten ja stark gestiegen sind.
Also,wenig Geld bedeutet arm,noch weniger Bares bedeutet nicht mehr arm.
Wenn unsere fabelhafte Wirtschafts und Arbeitsmarktpolitik dafür sorgt,dass die Löhne noch mehr fallen,ist die Armut bald ausgerottet.
Im Prinzip ist es so,dass wir gar nicht arm sind,sondern uns die Armut nur einbilden.
 
E

ExitUser

Gast
AW: Armutsstudie

"Kollateralschaden der neoliberalen Politik"

Wissenschaftler Bernhard Emunds über Armut in Deutschland und deren Folgen

Bernhard Emunds im Gespräch mit Gerd Breker


Alarmierend, nennt Bernhard Emunds, Leiter des Nell-Breuning-Instituts der Hochschule St. Georgen in Frankfurt, die Zahlen des Armutsatlas des Paritätischen Gesamtverbandes und dessen Auswirkungen: Manche Regionen in Deutschland seien mittlerweile schlicht abgehängt.
(...)
zum gesamten Interview
 

Kleeblatt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 März 2008
Beiträge
2.451
Bewertungen
845
AW: Armutsstudie

Obwohl in den letzten über 20 Jahren sehr viele Bürger aus dem Osten D`s in den Westen ausgewandert sind, ist die Armut dort noch immer am höchsten.

Zudem stammt diese Studie aus dem Jahre 2007.
Wie es dagegen heute in D aussieht, - da wagt sich wohl z.Z. keiner ran bzw. es wird nicht veröffentlicht.

Persönlich finde ich es interessant, daß man seit Jahren nur Studien aus weit zurückliegenden Zeiträumen zu sehen bekommt.
Zusätzlich dann auch noch nach einer Maßgabe die ich nicht so wirklich nachvollziehen kann.

Insgesamt kann man sich diese "Studien" dann auch sparen und das Geld lieber den betroffenen Kindern für Schulzwecke geben.
 

wolliohne

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.321
Bewertungen
831
E

ExitUser

Gast
AW: Armutsstudie

Laut Armutsatlas haben wir hier in meiner Region, eine Armutsquote von 11,2% und das im "tollen" Bayern und die meisten B(W)ürgermeister von der CSU oder SPD sind.

:icon_party:
 

FAR2009

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
24 April 2009
Beiträge
522
Bewertungen
17
AW: Armutsstudie

Obwohl in den letzten über 20 Jahren sehr viele Bürger aus dem Osten D`s in den Westen ausgewandert sind, ist die Armut dort noch immer am höchsten.

Zudem stammt diese Studie aus dem Jahre 2007.
Wie es dagegen heute in D aussieht, - da wagt sich wohl z.Z. keiner ran bzw. es wird nicht veröffentlicht.

Stimmt, bei uns im exportlastigen Porsche-Mercedes-und Audi-Ländle
gibts grad Massenentlassungen und Pleiten en masse, vor allem bei den kleinen Zulieferern der Autokonzerne.
Gut, dass wirs dann erst in 2 Jahren erfahren, dass wir eigentlich auch schon bei mindestens 18% liegen.
 
S

sogehtsnich

Gast
AW: Armutsstudie

Alarmierende Armutsstudie: Deutschland fällt beim Lebensstandard immer weiter auseinander, viele Landkreise im Osten und Nordwesten stecken in einem "Teufelskreis der Verarmung", warnt der Paritätische Gesamtverband. Die Wirtschaftskrise könnte die Lage noch verschlimmern.

Diese Armut im Osten wurde von Anbeginn der Vereinigung geschaffen!
Wenn Stundenlöhne von 1990 bis heute, bei 2,50 Euro bis 3,75 Euro liegen, war da nichts anderes zu erwarten!
Regierungen und Bürger schauten tatenlos zu und befürworteten es auch noch!
Das damit alles den Bach runter geht, war doch zu erwarten!
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.837
Bewertungen
6.320
AW: Armutsstudie

Blühende Landschaften

Ganze Regionen der Bundesrepublik drohen durch wachsende Armut zu veröden. Überwiegend liegen sie im Osten, aber – und das ist der neue Trend – nicht mehr ausschließlich. Am Montag stellten das Statistische Bundesamt und der Paritätische Wohlfahrtsverband neue Studien zur Armut in Deutschland vor. Beide Untersuchungen belegen gravierende Unterschiede zwischen Ost und West. »Aber auch die alte Bundesrepublik ist tief gespalten«, sagte der Hauptgeschäftsführer des Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider...
19.05.2009: Blühende Landschaften (Tageszeitung junge Welt)

Die DDR in den Grenzen von 2009

Studie zeigt große regionale Unterschiede, Osten weiterhin größtenteils »abgehängt«

Dass Deutschland auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung keine wirtschaftliche Gleichheit erreicht hat, ist bekannt. Nach Ansicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der am Montag in Berlin den ersten regionalen Armutsatlas vorstellte, haben wir es jedoch nicht mehr »nur« mit einer Zweiteilung des Landes, sondern mit vielfältigen Spaltungen innerhalb der Bundesländer zu tun. Wichtigstes Fazit: Armut ist weit verbreitet, ganzen Landstrichen droht die Verödung...
19.05.2009: Die DDR in den Grenzen von 2009 (Tageszeitung Neues Deutschland)

Gruss

Paolo
 
E

ExitUser

Gast
AW: Armutsstudie

Diese Armut im Osten wurde von Anbeginn der Vereinigung geschaffen!
Wenn Stundenlöhne von 1990 bis heute, bei 2,50 Euro bis 3,75 Euro liegen, war da nichts anderes zu erwarten!
Regierungen und Bürger schauten tatenlos zu und befürworteten es auch noch!
Das damit alles den Bach runter geht, war doch zu erwarten!

Da sind doch die selbst dran Schuld.

Gerade im Osten wurde der Niedriglohn eingeführt um "Ostdeutschland attraktiver zu machen". Thüringen voran und jetzt will man nichts mehr davon wissen.

Die Steuermindereinnahmen wurden durch den "Aufbau Ost" kompensiert.

auch interessant
mindestlohn.de ~ Niedriglöhne in Ostdeutschland
 

Hotti

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 April 2008
Beiträge
2.187
Bewertungen
16
AW: Armutsstudie

Da sind doch die selbst dran Schuld.

Gerade im Osten wurde der Niedriglohn eingeführt um "Ostdeutschland attraktiver zu machen". Thüringen voran und jetzt will man nichts mehr davon wissen.

https://www.mindestlohn.de/meldung/niedrigloehne-in-ostdeutschland/
Eine der wenigen Meinungen, wo wir uns einig sind. Kurz nach der Wende wollte man bei uns im Betrieb ca. 15 Arbeitsplätze in den Osten verlagern, weil es dort billiger war. Es kamen dann ein paar Typen bei uns im Werk vorbei, um sich die Arbeit anzusehen. Sie wollten nicht mehr, weil zu kompliziert, neue Leute anzulernen. Wir waren natürlich froh, die Plätze zu halten.

Aber es stimmt schon, im Osten wurde zuerst Billiglohn eingeführt. Ja, und die Bürger haben das dankend angenommen, erst mal Arbeit hier rüber karren, mit der Zeit wird sich schon alles legen. Aber der Ehrlichkeit halber, hättest Du damals anders gedacht als Ossi? Ich denke ich hätte wahrscheinlich genauso gedacht. Aber das ist jetzt alles shit egal, wir sollten versuchen gemeinsam die Karre aus den Dreck zu ziehen. Was war sollten wir abhaken, oder nicht?
 
S

sogehtsnich

Gast
AW: Armutsstudie

Ja aber gleichzeitig wurden aber Mrd. in den Osten geschoben und dem Bürger als Aufbau Ost vorgegaukelt!

Einerseits mahmen Unternehmen das dankend an, bauten sich davon Betriebe auf und als nach 10 Jahren die Steuer fällig war, zogen sie von Dannen!
Von den "modernen Bauruinen" gibt es mittlerweile mehr, als noch DDR Betriebsruinen!

Dann wurden Protzbauten für Ämter (Arbeitsamt, Finanzamt, Landratsamt, Polizei-Inspektionen, und und und) in die Landschaft gestampft!

Was hatte der Bürger von Aufbau Ost??? NIX!!! (Außer, dass er wegen dem Soli ständig vollgesülzt wurde! Und dem "Einführer", einen Doktortitel nach dem anderen, einen Orden nach dem anderen, angeheftet wurde/wird!)
 

Hotti

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 April 2008
Beiträge
2.187
Bewertungen
16
AW: Armutsstudie

Aber es geht doch eigentlich um die Studie. Rechne ich nach, komme ich zu den Ergebnis, dass man erst arm wird,wenn man unter den H-IV Regelsatz liegt. Also ist doch schon klar, für was die angebliche Studie das ist. Wir sind nicht arm, und brauchen also nicht mehr.
 

nine82

Elo-User*in
Mitglied seit
24 September 2008
Beiträge
267
Bewertungen
0
AW: Armutsstudie

Viele Ossis waren von dem Mindestlohn ange****t aber richtig, weil se gesehen habn was Wessis verdienen und sich wunderten warum vereinigtes Deutschland und keine gleichen Löhne bei ost und west.
 

edy

Redaktion
Mitglied seit
16 Juni 2005
Beiträge
1.242
Bewertungen
6
Armutsatlas für Regionen in Deutschland

a) Armutsgefährdung in den Bundesländern unterschiedlich

„Die Armutsgefährdungsquote ist in Deutschland in den Bundesländern
unterschiedlich. Gemäß der Definition der Europäischen Union ist die
Armutsgefährdungsquote der Anteil der Personen, die mit weniger als 60%
des mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung auskommen müssen.
Während in Mecklenburg-Vorpommern knapp ein Viertel (24,3%) und in
Sachsen-Anhalt gut ein Fünftel (21,5%) der Bevölkerung weniger als 60% des
mittleren Einkommens in Deutschland zur Verfügung hat, trifft dies in den
südlichen Bundesländern Baden-Württemberg (10,0%) und Bayern (11,0%) nur
auf rund ein Zehntel zu. Dies geht aus Berechnungen des Mikrozensus für
das Jahr 2007 hervor, die von den Statistischen Ämtern des Bundes und der
Länder im Rahmen des Projekts „Sozialberichterstattung der amtlichen
Statistik“ erstmals durchgeführt wurden…“ Pressemitteilung des
Statistischen Bundesamtes vom 18.05.2009
Statistisches Bundesamt Deutschland - Armutsgefährdung in den Bundesländern unterschiedlich

b) Deutschland in der Zerreißprobe: Paritätischer legt Ersten Regionalen
Armutsatlas für die Bundesrepublik vor

Pressemeldung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes vom 18.05.09
DER PARITÄTISCHE GESAMTVERBAND : Artikel[tt_news]=2673&cHash=9de1921545

c) Der erste Armutsatlas für Regionen in Deutschland
Armutsatlas: Armutsatlas

d) Armes Deutschland. Nach dem Armutsatlas liegen die deutschen
Speckgürtel im Süden, im Osten ist die Armutsgefährdung am höchsten

Artikel von Florian Rötzer in telepolis vom 18.05.2009
TP: Armes Deutschland

e) "Armut wird normal"

„Herr Butterwegge, laut Paritätischem Gesamtverband ist in Teilen
Deutschlands jeder vierte arm. Dabei hat die Krise noch gar nicht voll
durchgeschlagen. Wie viel schlimmer wird es noch?...“ Interview mit
Christoph Butterwegge von Nadja Erb in Frankfurter Rundschau vom
18.05.2009
Interview mit Christoph Butterwegge: "Armut wird normal" | Frankfurter Rundschau - Politik
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.837
Bewertungen
6.320

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.325
Bewertungen
847
Wieso das Beispiel mit Bill Gates? Wie wird dann die Armutsgrenze berechnet: arithmetisches Mittel oder Median?

Mario Nette
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten