Armut in einem reichen Land - Wie das problem verharmlost + verdrängt wurde

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edy

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Christoph Butterwegge: Armut in einem reichen Land - Wie das Problem
verharmlost und verdrängt wird

"Armut in Deutschland" ist zu einem Dauerbrenner in Politik und Medien
geworden. In Talkshows wird über die Angst der Menschen vor sozialem
Abstieg debattiert, über die Folgen von Hartz IV und den Zerfall der
Mittelschicht. Doch obwohl man heute viel über soziale Ungleichheit
spricht, so der Befund von Christoph Butterwegge, nimmt man sie nach wie
vor nicht als gesellschaftliches Kardinalproblem ernst. Die in der
wohlhabenden Bundesrepublik zunehmende Armut wird deshalb auch nicht
konsequent bekämpft, sondern immer noch geleugnet, verharmlost und
»ideologisch entsorgt«. Wie das geschieht, zeigt der Verfasser in einem
historischen Abriss seit der Nachkriegszeit bis heute und an zahlreichen
Beispielen aus Politik, Massenmedien und Wissenschaft. Was getan werden
müsste, damit sich die Kluft zwischen Arm und Reich wieder schließt, macht
Butterwegge abschließend mit einem Ausblick auf mögliche Gegenstrategien
in der Wirtschafts- und Sozialpolitik deutlich.

Siehe dazu:

a) Verlagshomepage

Die Seite des Campus-Verlages zum Buch von Christoph Butterwegge: »Armut
in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird«,
Campus Verlag, 378 Seiten, 24,90 Euro. EAN 9783593388670, mit
Bestellmöglichkeiten, dem Inhaltsverzeichnis und der Einleitung als
Leseprobe
Christoph Butterwegge: Armut in einem reichen Land Campus-Verlag | Bücher und Hörbücher vom Campus Verlag

b) Armut in einem reichen Land - Thesen zum Buch

25 Thesen zum Buch von Christoph Butterwegge, exklusiv im LabourNet Germany
https://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/allg/butterwegge_thesen.pdf

c) Versuchsballons für Repressionen

Ein neues Buch beschreibt den Zusammenhang zwischen Armut und Krise.
Artikel von Christoph Butterwegge im Neues Deutschland vom18.06.2009
18.06.2009: Versuchsballons für Repressionen (Tageszeitung Neues Deutschland)

XV. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik (Arbeitsmarkt- und
Sozialpolitik) > Prekäre Arbeit und Prekarisierungsdebatte > Beiträge zur
Prekarisierung allgemein

Flexible Randbelegschaften

Die Folgen der Wirtschaftskrise treffen vor allem junge und gering
qualifizierte Beschäftigte. Doch ihre Probleme sind auch strukturell
bedingt - und von langer Hand vorbereitet. Artikel von Thorsten Stegemann
auf Telepolis vom 19.06.2009
TP: Flexible Randbelegschaften

Siehe dazu:

Flexibilisierung in Zeiten der Krise: Verlierer sind junge und gering
qualifizierte Beschäftigte

In der weltweiten Wirtschaftskrise richtet sich der Blick auf die
Bewältigungsstrategien der Unternehmen. Häufig werden jetzt Instrumente
eingesetzt, die schon bei früheren Konjunkturabschwüngen erprobt wurden.
Neu ist allerdings die große Unsicherheit, was die Tiefe und Dauer der
Rezession angeht. Hinzu kommen die strukturellen Veränderungen der
vergangenen Jahre, die zu mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt, in der
betrieblichen Arbeitsorganisation und in der Personalpolitik geführt
haben. In diesem Brief soll untersucht werden, wie die vier folgenden
unternehmenspolitischen Instrumente in der Rezession angewendet werden und
wie sie sich auf die verschiedenen Beschäftigtengruppen in den Unternehmen
auswirken: 1. die Auflösung von Verträgen mit Zeitarbeitern, 2. die
Nicht-Verlängerung befristeter Beschäftigungsverhältnisse, 3. der Abbau
von Überstunden oder Guthaben auf Arbeitszeitkonten, 4. die Nutzung von
Kurzarbeit..“ Der WZ-Brief von Johannes Giesecke und Philip Wotschack
beim Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung vom Juni 2009 (pdf)
https://bibliothek.wzb.eu/wzbrief-arbeit/WZBriefArbeit012009_giesecke_wotschack.pdf
 
S

sogehtsnich

Gast
All das hinndert doch die nicht, die am Hebel sitzen, die Armut noch weiter zu schüren und gegebenenfalls über Leichen zu gehen!
 

Kaleika

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Im stern ist von Christoph Butterwegge ein Artikel mit dem Titel:

"Hilft mehr Bildung gegen Armut?" zu finden.

Deutschland ist ein reiches Land, trotzdem lebt jeder achte Deutsche in Armut. Aber wie kann Armut wirksam bekämpft werden? "Mehr Geld in die Sozialkassen", fordert Armutsforscher Christoph Butterwegge. stern-Autor Walter Wüllenweber widerspricht: "Die Armen haben Geld genug - es muss mehr in Bildung investiert werden."
Pro und Contra : Hilft mehr Bildung gegen Armut? - Politik - STERN.DE

Kaleika
 
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