• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Arme Multijobber: Ohne sie ginge es uns allen besser

Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Video "Judith Rakers: Schicksal Armutsfalle" | ARD Mediathek | Die Reportage

Die Journalistin Judith Rakers taucht ein in das Leben einer alleinerziehenden Multijobberin. Ein Leben im Dauerlauf - und hart an der Armutsgrenze.
Würden nicht derart viele Menschen so einen Unsinn machen und sich ausbeuten lassen, gäbe es das ganze Problem nicht, selbst, wenn die auf H4 gängen.
Nein, solche Multijobber sollten sich klar machen, dass sie einem sozialen Miteinander nur schaden.
Irgendwie können sie mir nicht leid tun, wenn durch sie Ausbeuter bestätigt werden in ihrem Tun und es dadurch immer noch mehr schlimme Arbeitsverhältnisse gibt.
 
Mitglied seit
6 Okt 2012
Beiträge
2.078
Bewertungen
422
Hat dir ein Multijobber den Minijob weg genommen.:confused:

Also ich mag meinen Minijob.:icon_hug:
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Hat dir ein Multijobber den Minijob weg genommen.:confused:

Also ich mag meinen Minijob.:icon_hug:
Der Unterschied zwisch Multijobber und Minijobber sollte Dir schon geläufig sein. MINIjobber können, aber müssen nicht Multijobber sein.


Minijobber haben einen(1) Minijob, beziehen den Rest des Lebenunterhalts aus verschiedenen Quellen,aber nicht aus weiterer Arbeit.

Multijobber verdienen mit irre vielen Stunden und Riesenaufwand oft doch nur etwas mehr als den Sozialhilfebedarf inkl. Miete und geben Ausbeutern das Gefühl, dass sie es mit dem Ausbeuten genau richtig machen.

So entstehen noch mehr dieser "Arbeitsplätze", die die Welt nicht braucht und die dafür verantwortlich sind, dass jegliche Ethik bezogen auf die deutsche Arbeitswelt nun völlig verschwunden ist.

Daher ist es zu allermeist besser, begnügten sich Multijobber mit einem kleinen Minijob und bezögen ALG2, damit diese "Arbeitsplätze" auf 3.Weltniveau endlich verschwinden.

Auf Dauer könnte dann auch die Lohnkluft auf dem deutschen Arbeitsmarkt geringer werden, es käme ALLEN Menschen am Ende günstiger.
 
E

ExitUser

Gast
Schaue ich mir gar nicht an. Es läuft immer aufs Selbe hinaus: Einige Zeitgenossen fühlen sich toll dabei, dass sie selbst ihr Geld verdienen, auch wenn sie übelst ausgebeutet werden. Dann ist irgendwann der Akku leer und das Gejammer geht los, aber dafür gibt es ja heute gute Medikamente.
 

swavolt

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Jul 2011
Beiträge
9.624
Bewertungen
8.742
Es gibt immer einen der billiger ist.
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Wenn diese Tanja bei troste gewesen wäre, hätte sie niemals mit der Multijobberei angefangen und hätte H4 beantragt. Das schlimmste, was ihr hätte passieren können, wäre gewesen, dass man sie in genau identische "Arbeitsverhältnisse" hätte drücken wollen, wie sie sie jetzt hat.Umzoiehen muss sie trotzdem, auch ohne H4, und "mit" auch. Egal. also.

Sie hätte dann auch anständig zeit für den Sohn gehabt, und gerade, wenn er zu Schule kommt, eine Hilfe sein können.


So kann es duchaus sein, dass der Junge selber in Schwierigkeiten kommt, wenn er mit 6 Jahren Anforderungen genügen muss, die ein 6jähriges Kind noch nicht erfüllen kann.

Zudem ist JEDE nicht besetzbare Niedriglohnstelle begrüssenswert, da durch Niedriglöhne insgesamt gesehen auch Löhne gedrückt werden und die Arbeitsverhältnisse immer schlimmer werden.

Wie ich schrieb: Die Frau hat alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.
 
E

ExitUser

Gast
ich hab mir den Film angesehen und frage mich, ob das auch alles so stimmt, wie es in dem Film gezeigt wurde. andernfalls wie schon der TE bemerkte, diese Tanja war wohl wirklich nicht die hellste. und das so ein Irrsinn (was anders ist es ja auch nicht) auf Dauer nicht gutgehen kann, ist auch klar. und das es ihr damit schon jetzt nicht gutging, sah man ihr ja auch an. auch wenn sie da immer so dieses "Allesbestenslächeln" aufsetzte.
 
E

ExitUser

Gast
Ich frag mich ob ihr das überhaupt angesehen habt.....

Mal ein paar Eckpunkte: Scheidung - alleinerziehend - Teilzeitarbeit mit recht ordentlichem Netto für 20 Stunden - Wohnung mies und überteuert - Kita liegt zu weit weg - ÖNV kostet entsprechend - Unterhalt ist mäckelig - Der Minijob ist im Grunde incl. Trinkgeld gar nicht so schlecht bezahlt.
 

ela1953

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 Mrz 2008
Beiträge
6.312
Bewertungen
1.475
Für mich ist vieles nicht schlüssig. Teilzeitjob von 20 Stunden, aber Arbeitszeit von 7- 14 Uhr. 8,50 brutto ist wenig. Weg zur Kita mit Auto 4-5 Minuten - wäre für mich mit Rad 10-15 Minuten. Warum dann 24 Minuten mit Rad, Bahn und wieder Rad? Multijobber haben für mich täglich mindestens 2 Jobs. Die Nachtschicht kann ja dann bei dem erwähnten Verdienst 1 bis höchstens 2x in der Woche sein.
 
E

ExitUser

Gast
Ja der Discojob läuft nur an zwei oder 3 Tagen im Monat. Mit den 20 h, pro Woche dürfte sie bei der Arbeitszeit 7-14 Uhr auch nicht jeden Tag arbeiten. Kenne ich von meiner einen Kollegin, die ist auch nur an 3 Tagen die Woche da.

Hier mal eine kleine Biographie von 1980: Scheidung, 3 Kinder, Wohnung ist allerdings billig bei einer Schwester. Unterhalt wird eigentlich keiner bezahlt, allenfalls sporadisch wenn der Säufer mal wieder ausfindig gemacht wurde und arbeitete. Ansonsten: Eine Taxi als Selbstständige, einen Pförtnerjob an 2 oder 3 Nächten im Krankenhaus, Sonntagszeitungen austragen und einige Werbeblättchen....es gab weder Hartz4 noch irgendwas vom Sozialamt dazu.

Die Biographien ähneln sich bis heute bei den Alleinerziehenden.
 

utafu

Neu hier...
Mitglied seit
16 Jul 2013
Beiträge
372
Bewertungen
95
Na jetzt hat sie ja dank dem TV neben der Jobs auch noch das JC an der Backe:icon_hihi:
 
E

ExitUser

Gast
Der Threadstarter findet das ja soooo toll, mit Hartz4, nich wahr?

Es sind die Lebensumstände dieser Frau. Vollzeit geht nicht wegen dem Kind. Wobei man sich unwillkürlich die Frage stellen muß und der Alte? Warum springt der nicht ein? Freikauf mit den 300 Eumeln? Der überteuerte Wohnungsmarkt? Gesehen wo die Bude ist? Zu alle dem kann sie auch noch aufstocken, Bravo! Mit allen Schikanen im wahrsten Sinne des Wortes.
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Bewertungen
1.168
Der Threadstarter findet das ja soooo toll, mit Hartz4, nich wahr?

Es sind die Lebensumstände dieser Frau. Vollzeit geht nicht wegen dem Kind. Wobei man sich unwillkürlich die Frage stellen muß und der Alte? Warum springt der nicht ein? Freikauf mit den 300 Eumeln? Der überteuerte Wohnungsmarkt? Gesehen wo die Bude ist? Zu alle dem kann sie auch noch aufstocken, Bravo! Mit allen Schikanen im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich habe Respekt vor jedem,der versucht ohne Staat sein Leben zu leben.

Und es gibt eben viele Jobs,die nur als Minijob angeboten werden,gerade in der Gastronomie,Zeitungsaustragen oder im Taxigewerbe.
Das nimmt niemanden einen Vollzeitarbeitsplatz weg,da ein solcher für die einzelnen Unternehmer nicht bezahlbar ist oder eben die Tätigkeit generell nur auf wenige Stunden täglich ausgelegt ist.
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe Respekt vor jedem,der versucht ohne Staat sein Leben zu leben.

Und es gibt eben viele Jobs,die nur als Minijob angeboten werden,gerade in der Gastronomie,Zeitungsaustragen oder im Taxigewerbe.
Das nimmt niemanden einen Vollzeitarbeitsplatz weg,da ein solcher für die einzelnen Unternehmer nicht bezahlbar ist oder eben die Tätigkeit generell nur auf wenige Stunden täglich ausgelegt ist.

Viele, sehr viele.
Und es werden immer mehr.
Wenn ich hier bei uns die Zeitungsanzeigen so lese, werden sogar Bürokräfte nur noch in Teilzeit gesucht.
Von den ganzen anderen Bereichen mal ganz zu schweigen.
Imer mehr auf 450 Euro Basis, und das mit einer Stundenzahl, für die sich die AG eigentlich schämen sollten.

Und der Rest der Ganztagsstellen fast nur noch über Zeitarbeit.

Überlegt Euch mal, wie das Sozialsystem in einigen Jahren anfängt zu knacken, wenn es eben nicht mehr finanzierbar ist.
Und dann?
Wachen unsere Politiker dann endlich mal auf?
So blind können sie einfach nicht sein, dass sie Deutschland mit Vollgas in den Abgrund steuern.
 
E

ExitUser

Gast
@on Vittorio,

sehe ich genauso. Viele Jobs sind heute enorm verdichtet auf bestimmte Kernzeiten, selbst bei sog. "höherwertigen" Ausbildungen die aus denselben Gründen auf Teilzeitniveau sind. Die Arbeitszeit gibt oft nicht mehr her.
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Bewertungen
1.168
Viele, sehr viele.
Und es werden immer mehr.
Wenn ich hier bei uns die Zeitungsanzeigen so lese, werden sogar Bürokräfte nur noch in Teilzeit gesucht.
Da muss man aber unterscheiden.
Es gibt Bürojobs,z.B.bei einem Kleinbetrieb,da reicht die zu vergebende Arbeit eben nur für wenige Stunden am Tag.
Oder in der Gastronomie,wo viele Inhaber sowieso zu kämpfen haben,da die Zeiten wo man Abends in die Kneipe ging,ziemlich vorbei sind,weil es sich ein Normavediener garnicht mehr leisten kann.Da ist oft nur in den Abendstunden Betrieb,denn die früher üblichen Spesenessen Mittags sind auch Vergangenheit.
Im Taxigewerbe,wo sich die Fahrer stundenlang die Beine in den Bauch stehen und es nur wenige Spitzenzeiten täglich,besonders Nachts gibt,wo sich der Einsatz eines Fahrers überhaupt rentiert.

Etwas anderes ist aber,wenn größere Unternehmen die 450 € Jobs mißbrauchen um Vollzeitkräfte zu ersetzen und um Gehälter einzusparen.
Dort sollte der Gesetzgeber wirklich Schranken schaffen um diesen Mißbrauch zu unterbinden.Wie das allerdings dann in der Praxis aussehen könnte,keine Ahnung.
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
@on Vittorio,

sehe ich genauso. iese Jobs sind heute enorm verdichtet auf bestimmte Kernzeiten, selbst bei sog. "höherwertigen" Ausbildungen die aus denselben Gründen auf Teilzeitniveau sind. Die Arbeitszeit gibt oft nicht mehr her.
Es sind doch zumeist ausgeschriebene Teilzeit-oder Minijobs, in denen das Pensum früherer Vollzeitjobs erledigt werden muss.

Die Gastronomie bietet doch vor allem Minijobs, die schwarz weterbezahlt werden und dann eigentlich doch Vz-Jobs sind.
Taxijobs sind Vollzeitjobs, die so schlecht bezahlt werden, daß man nicht davon leben kann, mit 12h-Schichten.
Das Wachgewerbe bietet 220h-Monate mit vielleicht 1300€ brutto, wenn überhaupt.
Die Reinigungsbranche ist enorm verdichtet, mir sind viele Leute bekannt, die für ein identisches Objekt nun die Hälfte der Zeit von früher haben.
Bäckereiverkäuferin ist ebenfalls jenseits von gut und böse, mieseste Bedingungen zu miesem Lohn.
Zaf - wissen wir alle.

Das aber sind die hunderttausende Jobs, die neu geschaffen werden, andere Stellen werden nicht mehr geschaffen.Was anders wird kaum neu geschaffen, höchstens noch werden einige gerecht entlohnte Jobs weitergegeben, wenn jemand aufhört wegen Rente oder so.Aber selbst da werden die Arbeitsbedingungen schlecihend schlechter, wenn sie auch noch nicht auf dem Niveau der wirklich "neu geschaffenen" Stellen sind.

Die deutsche Arbeitswelt wird immer gemeiner mit der Ethik eines Fleichwolfes. - und mit jedem freiwilligen Niedriglöhner wird sie noch gemeiner und dekadenter-ethiklos.

Und genau deswegen halte ich das Verhalten dieser Tanja für dämlich;und deshalb habe ich keinen Respekt vor ihrem arbeitengehen.
Respekt hätte ich, würde sie EINEN kleinen Minijob machen und sich den Rest beim Jobcenter holen und die Leute dort, die ihr solche Jobs andrehen wollten, durch den Wolf drehen. und den Ausbeutern dadurch nicht zur Verfügung stehen.

Oder aber wenn sie es schaffen würde, einen angemessen bezahlten Job zu finden.
 
E

ExitUser

Gast
Dann lies mal beim Don V. nach, der hat es sehr treffend beschrieben.

Kleines Beispiel? DRK Pflegedienst. Morgens zwischen 6 00 Uhr bis 9 00 Uhr haben die mehr als die doppelte Mannschaft im Einsatz. Alle wollen morgens gewaschen sein.... Bis Mittag brauchen die lediglich die Hälfte und gegen abend und zur Nacht reduziert sich das nochmals um gut die Hälfte der Belegschaft. Das sind etliche dabei die morgens ihre 3 stunden machen und Abends nochmals zwei. Mehr ist nicht.

Genauso Apotheken Dienste. Da findest ebenfalls die Leute vom DRK wieder im Zweitjob und abends beim Pizzafahren....

Die wenigsten dieser Jobs sind "Ausbeuterjobs" sondern an die heutigen Arbeitsbedürfnisse angepasst und im Grunde sogar recht ordentlich bezahlt.

Aber mit Arbeit hast Du es ja eh nicht so....
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Ich muss ja auch nicht mehr und hab den Mist hinter mir.Lange Jahrzehnte genug, mir reichts.Ich habe noch miterlebt, wie sich die Arbeitswelt aufkosten der Arbeitnehmer verschoben hat, allerdings nur 2/3 davon, würde ich sagen, die schlimmen Ausfälle von heute allerdings kenne ich nur noch von Freunden, die noch damit zu tun haben.Die sind aber jetzt Alltag geworden.
Stimmt: Damit hätte ich es wirklich nicht...

Aus den Pflegediensten hört man selten etwas von guter Bezahlung und fairer Behandlung, sondern von extremer Arbeitsverdichtung.


sondern an die heutigen Arbeitsbedürfnisse angepasst
Wie sind denn die heutigen Arbeitsbedürfnisse? Die werden doch nach den Unternehmerbedürfnissen und nicht nach denen der Arbeitnehmer ausgerichtet.
Und schon sind wir letztlich wieder zurück bei Ausbeutung.

http://www.taz.de/!144077/

Es gibt hier ein Projekt,das Menschen zu fairen Be3dingungen beschäftigen will. Gut so.
Dass es das aber überhaupt gibt, zeigt doch im Umkehrschluss, dass es faire Arbeitsbedingungen sonst nur vereinzelt gibt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ausbeutung-im-altersheim-mobbing-stress-und-doppelschichten-a-702417.html
 
E

ExitUser

Gast
Aus den Pflegediensten hört man selten etwas von guter Bezahlung und fairer Behandlung, sondern von extremer Arbeitsverdichtung.




Wie sind denn die heutigen Arbeitsbedürfnisse? Die werden doch nach den Unternehmerbedürfnissen und nicht nach denen der Arbeitnehmer ausgerichtet.
Und schon sind wir letztlich wieder zurück bei Ausbeutung.

http://www.taz.de/!144077/

Es gibt hier ein Projekt,das Menschen zu fairen Be3dingungen beschäftigen will. Gut so.
Dass es das aber überhaupt gibt, zeigt doch im Umkehrschluss, dass es faire Arbeitsbedingungen sonst nur vereinzelt gibt.
Ausbeutung im Altersheim: Mobbing, Stress und Doppelschichten - SPIEGEL ONLINE
Stimmt! Es werden ausschl. die wirtschaftlichen Interessen (AG) bedient. Nach den Interessen der AN fragt kein Mensch! (Familie ist bei solchen Jobs undenkbar)

Allerdings kann man über Bezahlung geteilter Meinung sein, denn Pflegeberufe, alles was mit Versorgung zu tun hat, wurde schon immer schlecht bezahlt! :icon_motz:
 
E

ExitUser

Gast
Viel Ahnung von nix....

Gehaltsrechner Öffentlicher Dienst

Lohnt selbst bei 15 bis 20 Stunden beim DRK, wenn zwei Verdienste vorhanden sind (also ein verdienender Partner)......

Im Zweifel kann man es sich sogar leisten zu zweit auf halbtags zu gehen. Dasselbe bei Hilfslehrern.
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Viel Ahnung von nix....

Gehaltsrechner Öffentlicher Dienst

Lohnt selbst bei 15 bis 20 Stunden beim DRK, wenn zwei Verdienste vorhanden sind (also ein verdienender Partner)......

Im Zweifel kann man es sich sogar leisten zu zweit auf halbtags zu gehen. Dasselbe bei Hilfslehrern.
Mag ja sein, nur ist eine Anstellung beim DRK ist wohl eher die Aussnahme in dem Bereich. ÖD ist ja auch allgemein noch ok.

llerdings kann man über Bezahlung geteilter Meinung sein, denn Pflegeberufe, alles was mit Versorgung zu tun hat, wurde schon immer schlecht bezahlt!
..eben hast Du noch was von "im Grunde ganz ordentlich bezahlt" geschrieben.
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Das mag beim DRK vielleicht noch so angehen?? Die meisten Pflegedienste arbeiten heute ausschl. Mit 450 Euro-Kräften! Nix Tarif!

Fünf Stunden täglich, wieviel Mal die Woche?
Und die müssen im Grunde bei den privaten eine Vz-Tätigkeit leisten, die mit allerlei Tricks zur 450€ Stelle geformt wurde.

Wie im Reinigungsgewerbe: Eben nur noch die Hälfte Zeit gemessen an vorher,aber mit identischen Tätigkeiten.
 

Pressekritik

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Aug 2014
Beiträge
132
Bewertungen
0
Alles ganz furchtbar!

Damals, im Kombinat, ging es uns doch gut!

Und jetzt???

Wer hat eigentlich den Pflegebedürftigen in der DDR den Hintern morgens gewaschen?
 
E

ExitUser

Gast
Allerdings kann man über Bezahlung geteilter Meinung sein, denn Pflegeberufe, alles was mit Versorgung zu tun hat, wurde schon immer schlecht bezahlt! :icon_motz:
Nee, es gab doch in den letzen Jahren bei vielen Kliniken Entlassungswellen und die Leute wurden dann über Zeitarbeit wieder eingestellt.

Das Lohnniveau im Gesundheitswesen hat sich schon deutlich verschlechtert, wobei ich dir Recht geben muss, dass es für die harte Arbeit sicher immer vergleichsweise gering war.
 
Mitglied seit
6 Okt 2012
Beiträge
2.078
Bewertungen
422
Die deutsche Arbeitswelt wird immer gemeiner mit der Ethik eines Fleichwolfes. - und mit jedem freiwilligen Niedriglöhner wird sie noch gemeiner und dekadenter-ethiklos.
Dann mal anders rum.:biggrin:

Vor 50 Jahren verdiente ein Arbeiter 524 DM also 268 € ,und davon lebte eine Ganze Familie ,gut die Preise waren früher anders aber Aufstocken und so gab es nicht.:icon_hihi:

Zum Schlau machen

Und glaube mir die Leute waren zufriedener als Heute!
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Eben. Einem guten Freund ist genau das passiert. Und seinen Kollegen. Und das, obwohl er Gewerkschaftsmitglied ist. Bis auf einige Schaumschlägereien haben die am Ende nichts erreicht für ihre Mitglieder.

Diejenigen, die zu den alten, guten Konditionen geblieben sind, hatten sehr gute Beziehungen zur Geschäftsleitung.
 
E

ExitUser

Gast
Dann mal anders rum.:biggrin:

Vor 50 Jahren verdiente ein Arbeiter 524 DM also 268 € ,und davon lebte eine Ganze Familie ,gut die Preise waren früher anders aber Aufstocken und so gab es nicht.:icon_hihi:

Zum Schlau machen

Und glaube mir die Leute waren zufriedener als Heute!
Och nee, Harte Sau, bitte nicht diese hinkenden Vergleiche, mir wird schlecht! (wegrenn)
 
E

ExitUser

Gast
Zufriedenheit hat oft etwas damit zu tun, was dabei rauskommt, wenn man sich mit anderen vergleicht. Es gibt heute größere (oft willkürliche) Unterschiede zwischen Gering- und Gutverdienern. Das macht unzufrieden.

Wie soll die Krankenschwester zufrieden sein, wenn sie sieht, dass ihre Kollegin die gleiche Arbeit macht und 50% mehr verdient?
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Dann mal anders rum.:biggrin:

Vor 50 Jahren verdiente ein Arbeiter 524 DM also 268 € ,und davon lebte eine Ganze Familie ,gut die Preise waren früher anders aber Aufstocken und so gab es nicht.:icon_hihi:

Zum Schlau machen

Und glaube mir die Leute waren zufriedener als Heute!
Ich weiss noch, wie meine Eltern dabei 80DM für eine gar nicht schlechte Wohnung bezahlten.

Schau mal hier:
https://www.youtube.com/watch?v=AeL3l0rTs7M
Da kommt irgendwann in den ersten 20 Minuten eine Szene, wo Jugendliche in ein Lebensmittelgeschäft im Jahre 1975 gehen. Achte mal auf die Preise, die man sieht.

Gut, sowas war im Verhältnis teuer. Aber insgesamt war es eben doch so, dass EIN Ernährer ausreichte. Lag natürlich selbstverständlich auch daran, dass der Konsumterror von heute noch unbekannt war.
Dass die Menschen damals zufriedener waren und noch zusammenhielten, daran kann ich mich auch noch erinnern.Das hatte aber vielerlei auch noch andere Gründe.
http://www.youtube.com/watch?v=YkiH9QGvy64

(Titelmelodie, die im Link ausgeblendet wurde)
(OT: Die Titelmusik ist sowas von geil!!!!!!!)
 
E

ExitUser

Gast
Früher war selbstverständlicher alles besser...latürlich!

Bitte mal das Hirn einschalten, bitte nur für wenige Minuten und danach tief durchatmen!

Merkt ihr noch was? (gehen die Argumente aus?)
 

ThisIsTheEnd

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Mai 2008
Beiträge
6.027
Bewertungen
514
Die Rakers geht gar nicht. Anderes Thema, aber passt auch hier:
Vorurteil der Woche

Ein Koffer voller Mitleid: Judith Rakers im Betroffenheits-TV

von Peer Schader
06.09.2014 - 10:15 Uhr

Der NDR schickt "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers raus in die Realität der einfachen Leute, um gesellschaftliche Missstände anzuprangern. Statt wichtiger Sozialreportagen entsteht dabei Mitleidsfernsehen mit Betroffenheitsgesicht.
DWDL.de - Ein Koffer voller Mitleid: Judith Rakers im Betroffenheits-TV
 

Existenzminimum

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.805
Bewertungen
286
Multijobber verdienen mit irre vielen Stunden und Riesenaufwand oft doch nur etwas mehr als den Sozialhilfebedarf inkl. Miete und geben Ausbeutern das Gefühl, dass sie es mit dem Ausbeuten genau richtig machen.
Das tun Minijobber nach dieser Logik genauso, den die liegen überwiegend im Niedriglohnbereich.


So entstehen noch mehr dieser "Arbeitsplätze", ....
Das Gegenteil dürfte rechnerisch der Fall sein: mache ich drei Minijobs, falle für zwei Leute minjobs weg: die dürfen dann das von dir (und ggf von ihnen selbst) favorisierte ALG II- Dasein fristen.

Sie hätte dann auch anständig zeit für den Sohn gehabt, und gerade, wenn er zu Schule kommt, eine Hilfe sein können.
Es gibt massig Eltern, die sind den ganzen Tag zu Hause und geben ihr Kind in einer Ganztagskita ab, erzähl das DENEN mal.

..Ich muss ja auch nicht mehr und hab den Mist hinter mir.Lange Jahrzehnte ...
Lange oder viele Jahrzehnte? Ein Jahrzehnt ist immer gleich lang.
 
E

ExitUser

Gast
Das mag beim DRK vielleicht noch so angehen?? Die meisten Pflegedienste arbeiten heute ausschl. Mit 450 Euro-Kräften! Nix Tarif!

Fünf Stunden täglich, wieviel Mal die Woche?

Da ich öfter mit Pflegediensten auch privaten zu tun habe, kann ich Dir das sagen, es sind zwischen 40 bis 45 Stunden im Monat die ein Minijobber macht, Verdienst volle 450€. Das sind diejenigen die lediglich zu den Halbtagskräften und Vollzeitkräften zusätzlich gebraucht werden zum Essen Fahren oder morgens zum Waschen/Ankleiden ev. abends zum Schlafen umziehen. Dasselbe bei kleinen Betreuungen auf Stundenbasis.

Ich selbst kenne genügend Menschen die sogar froh sind ev. zwei Arbeiten koordinieren können, damit eben Zeiten mit Kindern, Haushalt und Partner unter einen Hut zu bringen. Genau aus diesem Grunde nicht beim JC am Gängelband hängen.
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Das tun Minijobber nach dieser Logik genauso, den die liegen überwiegend im Niedriglohnbereich.
Deswegen ist Minijob ja nicht gleich Minijob. Es ist ja ein Unterschied, ob man für 450€ 30h arbeitet oder 70. Wer für 450€ 60 oder 70 h (oft ist es auch noch mehr) arbeiten geht, dem ist nicht zu helfen.


Das Gegenteil dürfte rechnerisch der Fall sein: mache ich drei Minijobs, falle für zwei Leute minjobs weg: die dürfen dann das von dir (und ggf von ihnen selbst) favorisierte ALG II- Dasein fristen.
Es ist ein Gebot der reinen Vernunft, gewisse Jobs einfach nicht zu tun.Nenn es dann von mir aus: "Lieber ALG2 als sowas". Erkenne ich bei Dir etwa indirekt eine Verteidigung des Niedriglohnsektors und mieser Arbeitsbedingungen ? Ich hoffe, das täuscht.

Es gibt massig Eltern, die sind den ganzen Tag zu Hause und geben ihr Kind in einer Ganztagskita ab, erzähl das DENEN mal.
Ich begreife den Zusammenhang nicht.

Lange oder viele Jahrzehnte? Ein Jahrzehnt ist immer gleich lang.
Welch eine bestechende Logik.
 

alvis123

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Aug 2009
Beiträge
2.009
Bewertungen
398
Hi...

...ist meiner unmassgeblichen Meinung nach nur das Ergebnis einer verfehlten Politik. Kleine und mittlere Einkommen werden zu stark mit Abgaben belastet, während Großeinkommen sich vor diesen Belastungen legal drücken (z.B.Kapitalertragssteuer, Beitragsbemessungsgrenzen).

Die Zeche zahlen am Ende alle wir oder glaubt Ihr wirklich, dass das ganze ohne gesundheitliche Konsequenzen im Alter bleibt? Glaubt wirklich jemand, dass dann nicht auf die Krankenkasse oder Rentenversicherung zurückgegriffen wird? Mir ist jedenfalls noch keine Millionärsgattin untergekommen, die nicht die Mütterrente kassiert, obwohl für sie keine Beiträge geleistet wurden. Schaut Euch nur mal die Entwicklung der Medikamentenpreise an. Wo bleibt da der Gesetzgeber oder die immer so besorgt tuende Gewerkschaft?

MfG
 
E

ExitUser

Gast
Verdammt egoistisch, diese Multijobber! Eine Stelle ist nicht genug, nein, raffgierig wie die sind, müssen den 3 Mio Arbeitslosen noch ein, zwei weitere Stellen weggenommen werden. Wieviele solche Jobber gibt es? Dann hätten wir ja praktisch keine Arbeitslosen mehr, wenn jeder nur eine Stelle besetzen dürfte.

Die wollen nicht zum JobCenter? Müssen sie auch nicht, niemand wird dazu gezwungen, aber sich selber überforden UND jammern UND den Frust bei anderen abladen gibts nicht.

Sarkastische Grüße
 
E

ExitUser

Gast
Wer hat denn in dem Bericht behauptet das sich die Tanja überfordert fühlt oder rumgejammert? sie nicht, das haben ihr erst einige hier in den Mund gelegt.

So ein Leben ist schwer und sie meistert es. Eines hab ich auch gesehen, ihre Souveränität und Konsequenz.

Sie ist Herrin und Meister in ihrem Leben, bestimmt wo es langgeht, zwar mit Sachzwängen aber ohne staatliche Bevormundung.

Mache ich übrigens auch, Teilzeit und Minijob, geht nicht anders wegen der Pflege...
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
"Sie ist Herrin und Meister in ihrem Leben,"
Eben nicht.

Wer hat denn in dem Bericht behauptet das sich die Tanja überfordert fühlt
Man sieht es ihr einfach an, dazu musste sie nicht noch was sagen.
Ausserdem zielte der Film doch auf "Durchhalteparolen", ganz im Sinne der Unternehmer.
Da hätte ein offenes Statement sogesehen auch gar nicht reingehört.

Mittlerweile sollte es aber Jeder und Jedem bekannt sein, wie angbliche "Doku"-Reportagen "umgestaltet" werden.
Möglicherweise, wir werden es nie erfahren, hat diese Tanjs ja noch ganz andere Dinge gesagt.. die man da mit einem "Cut" rausschneiden kann.

Ganz zum Schluss übrigens wurde sie ----die total überrascht war, angeblich,-darauf hingewisen, dass es ja auch noch staatliche Leistungen gibt...
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Na denn lese mal Deinen eigen Schwurbel nach....

Hast Du es nie in Betracht gezogen, dass die veröffentlichte Message der Sendung eine andere gewesen sein könnte als die tatsächliche, wenn die Kameras "aus" geblieben sind?
Nämlich die, dass "Tanja" nicht "Meister ihres Lebens" ist, sondern Spielball, so wie beim Jobcenter, aber mit einprogrammiertem Zusammenbruch für die Wirtschaft?
Was nun schlimmer ist, solche Arbeitsverhältnisse oder das Jobcenter, kann sich Jeder selber überlegen.
 
E

ExitUser

Gast
Die Botschaft kam an beim Mainsteam. Das ist wichtig. Alleinerziehende und ihre eigene Problematik. Das stösst mehr Menschen zum Denken an über die Sozialpolitik als ein Arno Dübel. Was speziell Du reininterpretierst, deckt sich in etwa mit dem Bärendienst einiger User in Sozialforen.

ist so ähnlich wie in der Motorradszene: 200 feiern friedlich, einer macht Randale die ganze Gruppe bekommt den schlechten Ruf zu spüren. Das sind dann die berühmten 1%ter......
 

Existenzminimum

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.805
Bewertungen
286
Deswegen ist Minijob ja nicht gleich Minijob. Es ist ja ein Unterschied, ob man für 450€ 30h arbeitet oder 70. Wer für 450€ 60 oder 70 h (oft ist es auch noch mehr) arbeiten geht, dem ist nicht zu helfen.
Ich schrieb es schon und du kannst die Statistiken dir anschauen: die meisten Minijobs liegen im Niedrig-Lohnbereich. Und werden von dem meisten offensichtlich auch gerne gemacht, übrigens besonders von denen die noch mit ALG II aufstocken (frag mal "Harte_Sau":biggrin:). Das ist im engsten Sinn des Worts auch logisch: damit kommt man auf ein Zeitaufwand/Netto-Einkommen-Verhältnis, da müssten andere schon einen TOP-Stundenlohn beziehen, wenn sie bei gleicher Stundenzahl das Gleiche an Gesamt-Einkommen ohne ALG II-Auftstockung erzielen wollen.

SO sieht das aus.

Deshalb funktioniert es für beide Seiten, für den AG eben auch, da er Abgaben spart und oft auch flexibler einsetzen kann: eine "WIN-WIN-situation" wie so schön heißt.

Fazit: Die "Ein-Minijobber" mit ALG II Aufstockung stehen hinsichtlich der in Zementierung des Status Quo der Multijobberin in nichts nach. Man könnte - im Gegenteil - mutmaßen, das der Multijobberin ggf. auch eher die Augen über die Nachteile aufgehen, da sie es mehr Energie kostet.... .


...Es ist ein Gebot der reinen Vernunft, gewisse Jobs einfach nicht zu tun.Nenn es dann von mir aus: "Lieber ALG2 als sowas".
Ich habe den Bericht nicht sehen können, da mein Mediaplayer hakelt. Aber grundsätzlich ist das mit der Vernunft so eine Sache, Auch gibt es hier Aussagen , dass ihr Verdienst gar nicht so schleht sei, es ist also die Frage wie sehr deine Kritik wirklich am Bsp. greift bzw. berechtigt ist.

Es gibt auch Leute, die gehen lieber für sagen wir 6,68 Euro einige Stunden aus dem Haus, vielleicht auch, weil sie sich dann besser fühlen. Soll ich die jetzt verdammen? Bei welchem Stundenlohn, in welcher Situation, bei welchen Preisen darf man denn ohne schlechtes Gewissen losziehen? Das finde ich nicht in jedem Fall sooo leicht zu beantworten.


...Erkenne ich bei Dir etwa indirekt eine Verteidigung des Niedriglohnsektors und mieser Arbeitsbedingungen ? Ich hoffe, das täuscht.
Abgesehen, das das zwei verschiedene Aspekte sind (ich kenn gut bezahlte Arbeit unter beschis... Bedingungen und schlecht bezalte die recht angenehm von der Hand ging. Andere Kombinationen gab es aber auch):

Ich verteidige ganz sicher nicht Niedriglohn und schlechte Arbeitstbedingungen. Aber ich versuche zurückhaltend zu sein mit Verurteilungen wie du sie hier im o.a Fall abgibst. Man zeigt halt schnell mit den Fingern auf andere.... . Die Nachteile die du ansprichst müssen auch so nicht bestehen:

Ich begreife den Zusammenhang nicht.
Es gibt Kinder deren Eltern arbeiten gehen und deswegen nicht verzogen sind oder missraten. Umgekehrt gibt es Kinder deren Eltern den ganzen Tag zu Hause sind und trotzdem (oder grade deswegen?) verwahrlosen.

Mag sein, da die Frau gute Miene zum schlechten Spiel macht, mag sein, dass sie sich - auch vor dem Kind besser - fühlt weil sie nicht zum Amt geht und ihre Einkomme allein bestreitet. Ich kenn Eltern, die genauso argumentieren, das muss ich ihnen erst mal so abnehmen.

Und dann kenne ich auch die die den ganzen Tag zu Hause bleiben, aber nicht weil der potentielle Arbeitslohn so niedrig ist, die kennen den gar nicht und wollen den auch gar nicht kennenlernen. Viele dieser Eltern sind froh ihre Kinder in der Kita oder - wenn schulpflichtig- in der nach schulischen Betreuung abgeben zu können.
Die betrachten Kinder offenbar als Mittel zur Einkommen-Generierung oder weil man hat die halt so, oder als Möglichkeit sich von Arbeit schadlos zu halten. Ich schätze das so ein, dass alles eine Rolle spielt. Ob das dann per se "richtig" ist (vs. "das von der Multijobberin angeblich falsch gemachte" ) wag ich mal zu bezweifeln.


Welch eine bestechende Logik.
Nicht wahr:biggrin:
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Bewertungen
1.168
Hast Du es nie in Betracht gezogen, dass die veröffentlichte Message der Sendung eine andere gewesen sein könnte als die tatsächliche, wenn die Kameras "aus" geblieben sind?
Nämlich die, dass "Tanja" nicht "Meister ihres Lebens" ist, sondern Spielball, so wie beim Jobcenter, aber mit einprogrammiertem Zusammenbruch für die Wirtschaft?
Was nun schlimmer ist, solche Arbeitsverhältnisse oder das Jobcenter, kann sich Jeder selber überlegen.
Bei Dir geht es wohl auch nach dem Prinzip :
Was nicht sein darf kann auch nicht sein.

Lass der Frau doch ihr Leben und genieße Du das Deine.
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Bewertungen
1.168
Meist folgt aufgrund dessen ja auch oft eine "Mini-Rente"..... magst du die dann auch ?
Wenn man schon keinen Vollzeitjob hat,dann erhöht der 450 € Job aber wenigstens die Entgeltpunkte und kann auch mithelfen,die Wartezeiten für die Abschlagsfreie Rente mit 63 zu erreichen.
Man kann natürlich auch grundsätzlich gegen alles sein,aber das erhöht auch nicht die Rente.
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Moin Moin, @Existenzminimum

danke für Deine ausführliche Antwort.

Irgendwie erschreckend. dass man nur noch mit einem Minijobverhältnis (manchmal...) auf einen "Top Stundenlohn" kommt.
Gut, dann machen das viele gerne. Es wird aber nicht bedacht, dass es sich später rächt.
Viele Minijobs sind nichtsdestotrotz so schlecht bezahlt, dass es nicht zu einem Topstundenlohn netto käme.

Das wissen die Unternehmer genau, und nutzen es übel aus. Letztlich wir auch der ML nicht viel bringen, wenn dann eben Arbeit verdichtet wird und man sie nicht schaffen kann in der veranschlagten Zeit. Und SGB2-Bezieher werden nichts davon haben, können sie doch unter ML bezahlt werden.

Es ist also ein sehr zweischneidiges Schwert damit.

So kann man hoffen, dass auch Multijobbern einmal ein Licht aufgeht, dass das, was sie tun, objektiv nur den Arbeitgebern nützt, die mies zahlen.

Es gibt auch Leute, die gehen lieber für sagen wir 6,68 Euro einige Stunden aus dem Haus, vielleicht auch, weil sie sich dann besser fühlen. Soll ich die jetzt verdammen? Bei welchem Stundenlohn, in welcher Situation, bei welchen Preisen darf man denn ohne schlechtes Gewissen losziehen? Das finde ich nicht in jedem Fall sooo leicht zu beantworten.
Es wäre dann sogar sinnvoller, eine echte ehrenamtliche Arbeit anzustreben, die auch schon immer ehrenamtlich war, zB fremden Kindern bei Hausaufgaben zu helfen, echte Flüchtlinge zu unterstützen bei Ämtergängen etc. Das ist besser,in meinen Augen, als Ausbeuter noch grösser zu machen, als sie es schon sind. Dazu kann man sich ja einen 99€ Job nehmen, der Keinem wehtut.

Fakt ist doch, dass dieser massenhafte Ansturm auf Billigjobs Land und Gesellschaft nur Nachteile bringt. Würde Keiner sie mehr machen wollen, verschwänden sie endlich oder müssten so bezahlt werden, dass sie einen
bei angemessener Stundenzahl zumindest fast (wenn der Zeitumfang nur 15 Stunden wäre in der Woche und sie gleichzeitig MINDESTENS den von der LINKEN vorgeschlagenen ML von 10€ für Nichtfacharbeit einbringen) vom "Amt" wegbrächten.
Alles andere wäre Augenwischerei. Das gegenwärtige "arbeiten für jeden Preis" , was so angesagt ist, ist ein furchtbarer Irrtum.

Und dann kenne ich auch die die den ganzen Tag zu Hause bleiben, aber nicht weil der potentielle Arbeitslohn so niedrig ist, die kennen den gar nicht und wollen den auch gar nicht kennenlernen. Viele dieser Eltern sind froh ihre Kinder in der Kita oder - wenn schulpflichtig- in der nach schulischen Betreuung abgeben zu können.
Die betrachten Kinder offenbar als Mittel zur Einkommen-Generierung oder weil man hat die halt so, oder als Möglichkeit sich von Arbeit schadlos zu halten. Ich schätze das so ein, dass alles eine Rolle spielt. Ob das dann per se "richtig" ist (vs. "das von der Multijobberin angeblich falsch gemachte" ) wag ich mal zu bezweifeln.
Das ist natürlich ein furchtbarer Irrweg, der Kinder und Eltern so schadet, beruht das Kinderkriegen auf solchen Konstanten.So etwas darf es nicht geben. Wenn sich die Eltern in dervielen freien Zeit wirklich mit Herz und Verstand um die Kinder kümmerten, würde ich persönlich es aber für sinnvoller halten, als sich gewissenlosen Niedriglohnanbietern an den Hals zu werfen.

Sollten die "Eltern" die Kinder aber allein als Einkommenquelle benutzen(!) und sich überhaupt nicht um diese kümmern und lediglich "irgendwo abliefern", um Ruhe zu haben, dann, muss ich sagen, würde ich sie zu jedem Drecksjob schicken wollen. Sie hätten es dann nicht besser verdient.
Gleich und gleich würde sich dann gesellen.
 

USERIN

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mrz 2014
Beiträge
2.141
Bewertungen
393
Wenn man schon keinen Vollzeitjob hat,dann erhöht der 450 € Job aber wenigstens die Entgeltpunkte und kann auch mithelfen,die Wartezeiten für die Abschlagsfreie Rente mit 63 zu erreichen.
Man kann natürlich auch grundsätzlich gegen alles sein,aber das erhöht auch nicht die Rente.

Bitte... steht jedem frei sich in so einem Job-Modell zu bücken.... bei den Beträgen ist es wohl fast Wurst, ob die Rente abschlagsfrei ist oder nicht... weit über Grusi-Niveau wird man so kaum kommen.
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Die heutige Arbeitswelt und die Jobcenter sind die Weiterführung des Stanford-Prison-Experiment -------- nur mit den Unterschied das Vitamin B
entscheidet auf welcher Seite des Tisches man sitzt.

http://www.youtube.com/watch?v=760lwYmpXbc

Mit positiver Leistung hat dieser Gesellschaft wenig im Sinn es herrscht Vetternwirtschaft und diese wird langfristig genau so ins Chaos führen, wie es auch manch gescholtenem Land nicht unbekannt ist.
Und nein, diesmal sind entgegen anderslautender Gerüchte nicht diejenigen schuld, die sich der Arbeitswelt verweigern.
 
E

ExitUser

Gast
Ein Blick über den Teich offenbart, dass diese Zustände schon betriebliche Übung sind und wahrscheinlich nicht reversibel.
 
E

ExitUser

Gast
Fakt ist das grad in den höherwertigen Berufen Teilzeit sehr nachgefragt ist. Dasselbe bei Minijobs, oder eine Kombi daraus. Es ist heute leichter damit sein eigenes Lebensmodell zu verwirklichen, so das es auch passt. Hartz4 dürfte wohl kaum ein passendes Lebensmodell bieten. Zumindest ich kenne keine Familie in der ein Partner einen Job schmeisst um zu sagen: "hach Schatzi lass uns Hartz4 beantragen. Dieses tolle Bildungspaket und ein Sozialticket; davon hab ich schon immer geträumt und erst dem ganzen JC Zinnober drumrum!"

Aber sehr viele gehen gerne und freiwillig auf Teilzeit, Minijob. Weg vom Mehr, Mehr, Mehr, hin zu einem Mehr an Zeit für sich selbst. Da wird ein AG der sich einer Teilzeit verwehrt eher als Ausbeuter wahrgenommen. "Downsizing" als neues Lebensmodell. Unsere veränderte Arbeitswelt bietet auch ihre Chancen an Selbstverwirklichung, das muß man auch mal sehen. Ohne mein eigenes Kombimodell würde ich die Pflege und Arbeit nicht unter einen Hut bringen. Mit einem konventionellen Arbeitsmodell könnt ich das vergessen.
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Bewertungen
1.168
Ich persönlich hatte 71-73 einen Nebenjob als Taxifahrer,weil ich damals als Techn.Zeichner im Städt.Tiefbauamt angestellt war und die Bezahlung eine Auffrischung durch einen Nebenverdienst gebrauchen konnte.
Der Taxiunternehmer bei dem ich damals arbeitete hatte 2 Wagen.Einen den er selbst fuhr,sowie den 2.Wagen den er mit 2 Nebenjobbern besetzt hatte.
Einer war ich,der immer Nachts fuhr bis das Hauptgeschäft damals gegen 24:00 vorbei war ( am WE auch länger )und einen 2.Fahrer,der war Schichtarbeiter und fuhr vormittags,wenn die Krankenfahrten,die es damals noch in Massen gab,anfielen.Dazwischen war meist Flaute und es lohnte nicht sich in 2.Reihe an den Taxihalteplatz zu stellen und auf eine 3,50 DM Fahrt zu warten.
Ich denke,daran hat sich bisher auch nichts groß geändert,außer dass die Geschäfte eher noch schlechter laufen.
Übrigens,die ganz wenigen Festangestellten Fahrer hatten damals 12 Stunden Schichten an 6 Wochentagen !

Außer im Taxigewerbe gibt es dann noch das Restaurant,dass vielleich1- 2 Vollzeitkräfte hat und dann zu den Stoßzeiten eben noch Minijobber beschäftigen muss.
Der kleine Betrieb,in dem die Buchhalterin auf Minijob Basis arbeitet,weil für Vollzeit die Arbeit bei weitem nicht ausreicht.
Die Firmen mit Saisongeschäft,die an Weihnachten oder sonstigen Ereignissen einfach ohne Minijobber nicht auskommen.
Oder sollten z.B.Zeitungsausträger von den Verlagen einen Vollzeitjob bekommen ?
Das Reinigungsunternehmen,dass im Winter zusätzlich Schneeräumarbeiten durchführt,auch hier kann kein Unternehmer dafür Vollzeitstellen schaffen.Zumal bei uns im letzten Winter nicht 1 Tag Schnee gelegen hat.
Es gibt noch sehr viele Beispiele in der Art,alles Minijobs,die keinen einzigen Vollarbeitsplatz wegnehmen.

Erst wenn wirkliche Vollzeitarbeitsplätze durch Minijobs ersetzt werden,dann sollte man diesen Unternehmern auf die Finger klopfen.

Von daher ist es einfach absolut falsch,pauschal Minijobber zu verteufeln,sie würden Arbeitsplätze wegnehmen und ohne sie ging es allen besser.
 
E

ExitUser

Gast
@ Don V,

kenne ich auch so mit den Taxen. Bin ja selbst sehr lange im Nebenjob gefahren früher. Hab grad letztens auch das Angebot gehabt ob ich nicht zwei oder drei regelmäßige Krankenfahrten übernehmen wolle im Mietwagen (Dialyse Patienten sind da sehr routiniert). Das Problem, der Taxenunternehmer findet keine zuverlässigen Nebenjobber. Für einen vierten festen Fahrer langt es allerdings auch nicht.

Ist bei mir in der einen Praxis so, für eine TZ Sprechstundenhilfe reicht die Arbeit gar nicht. Minijob tut es voll ganz. Für meine Chefin und mich eine echte WinWin Angelegenheit.
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Von daher ist es einfach absolut falsch,pauschal Minijobber zu verteufeln,sie würden Arbeitsplätze wegnehmen und ohne sie ging es allen besser.
Arbeitgeber teilen Vz Jobs in2- 3 Teile auf, als Minijobs oder als Teilzeitjobs.

Wenn diese nun gut bezahlt sind und Nachfrage erfahren, ist dieses in meinen Augen überhaupt kein Problem, da haben Alle was von, so, wie es @Frettchen aufschreibt.Wenn ich einen TzJob mit 15 Stunden habe, und da 700€ netto herausbekomme und dann zusätzlich noch einen 450€ Minijob mit 10€ Stundenlohn nehme, ist das auch voll im grünen Bereich und absolut tolerabel, was gesamte Arbeitszeit und Lohn entspricht.
Nur existiert so etwas kaum. Es ist anders: Hier ein 20 Stundenvertrag für 8,50 , bei dem die Arbeit so verdichtet wurde, dass man vorher für die gleiche Arbeit 30Stunden bei gleichem Stundenlohn bekam, plus ein mieser Ausbeuterjob als Minijob zusätzlich plus noch ein solcher, dass man am Ende überhaupt 1100€ auf dem Konto hat, oder noch weniger und man dafür weit über 40h in der Woche tatsächlich arbeitet.

DAS dürfte die bundesdeutsche Realität eher widerspiegeln. Und die Nachfrage scheint riesig zu sein, was absolut hirnverbrannt ist.


Das PROBLEM sind miesbezahlte Minijobs und Tz- und Vz-Jobs, von denen gibt es zig Millionen und fast alle Jobs, die so generös neu entstehen, sind eben solche Stellen.
Die aber gibt es jetzt inflationär. Und Jeder, der 2 oder noch mehr davon annimmt ohne dazu vom Amt gezwungen worden zu sein, sorgt einfach dafür, dass Löhne und Arbeitsbedingungen für künftige Mitarbeiter immer schlechter und immer mieser werden, ohne Ende.

Dann sollten sich Niedriglöhner wenigstens einmal hinterfragen, was sie da tun und ihre Arbeitsleistung den Arbeitsbedingungen anpassen.
Wenn sie nicht wenigstens das tun und draufkloppen wie wild, schaden sie Allen wirklich.

Die stereotyp erscheinende Geistlosigkeit vieler deutscher Arbeitnehmer, die zwar ohne zu murren und ganz brav unbezahlte Überstunde um unbezahlte Überstunde kloppen, selbst und gerade bei Niedriglohn, was von einem unfassbaren Obrigkeitsdenken zeugt, die aber Schlagzeilen wie die der BILD gestern hervorbringt, wird wohl noch auf lange Zeit verhindern, dass der deutsche Arbeitsmarkt etwas fairer wird.

Wo ist das Problem, wenn Einige eben einfach nicht "wollen" in diesem Kontext??
 
Mitglied seit
6 Okt 2012
Beiträge
2.078
Bewertungen
422
Die stereotyp erscheinende Geistlosigkeit vieler deutscher Arbeitnehmer, die zwar ohne zu murren und ganz brav unbezahlte Überstunde um unbezahlte Überstunde kloppen, selbst und gerade bei Niedriglohn, was von einem unfassbaren Obrigkeitsdenken zeugt, die aber Schlagzeilen wie die der BILD gestern hervorbringt, wird wohl noch auf lange Zeit verhindern, dass der deutsche Arbeitsmarkt etwas fairer wird.
Oh,ein Bild Leser.:biggrin:
 

Existenzminimum

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.805
Bewertungen
286
Moin Moin, @Existenzminimum

danke für Deine ausführliche Antwort.
Dito:wink:

...Viele Minijobs sind nichtsdestotrotz so schlecht bezahlt, dass es nicht zu einem Topstundenlohn netto käme.
Müsste man wirklich mal ausrechnen: so 7 Euro nehmen, 15 Stunden nehmen/Woche, dann in die ALG II Recher eingeben..., wer hat Bock:icon_mrgreen:


...Das wissen die Unternehmer genau, und nutzen es übel aus.
Ja viele tun das, aber wie gesagt, es rechnet sich in vielen Fällen für beide Seiten, wie ich oben beschrieb. DAS ist das Problem bzw. begünstigt die Fortführung des Status quo... .


Letztlich wir auch der ML nicht viel bringen, wenn dann eben Arbeit verdichtet wird und man sie nicht schaffen kann in der veranschlagten Zeit. ... [7quote]

Dna gibt es Gott sei Dank eine natürlich Grenze: die tatsächliche, biologische, "Ohnmacht, der Totalausfall.

Und SGB2-Bezieher werden nichts davon haben, können sie doch unter ML bezahlt werden.
Sicher, gilt das noch?
Es ist also ein sehr zweischneidiges Schwert damit.


...Es wäre dann sogar sinnvoller, eine echte ehrenamtliche Arbeit anzustreben, die auch schon immer ehrenamtlich war, zB fremden Kindern bei Hausaufgaben zu helfen, echte Flüchtlinge zu unterstützen bei Ämtergängen etc. .
In vielem kann ich dich nachvollziehen und partiell zustimmen: Hier nicht. Du widersprichst dir fundamental.
Schluss mit dem "Ehrenamt". Ehrenamt war schon immer Ausbeutung solange es nämlich zeitgleich genug Arbeitslose gab, die man über die Inhalte des Ehrenamtes in Lohn und Brot hätte bringen können. Punkt. Ich hab selbst Ehrenamt gemacht, jahrelang. Und auch wenn ich inhaltlich sgern gemacht habe, finanziell hat es mir letztlich geschadet, denn um meinen Lebensunterhalt zu sichern musste ich die Zeit dafür obendrauf satteln, warum eigentlich???.

Ehrenamt ist was für Luseute die den Lux haben, nicht noch zusätzlich Geld verdienen zu müssen: die reiche Gattin, die auf charity-lady macht, der solvente Renter/Pensionär der Hausaufgaben betreut, oder ganz aktull, der Ex-Handwerker- jetzt den Lebensdabend verbringend- der im Betrieb kostenlos jugendliche Berusfanfänger schult. Alles wichtig und auch ehrenwert: aber bitte MIT angemessener Bezahung.

Kein Ehrenamt solange draußen Millionen ohne Job rumlaufen, die das Ehrenamt gegen Bezahlung ausfüllen könnten.



..Sollten die "Eltern" die Kinder aber allein als Einkommenquelle benutzen(!) und sich überhaupt nicht um diese kümmern und lediglich "irgendwo abliefern", um Ruhe zu haben, dann, muss ich sagen, würde ich sie zu jedem Drecksjob schicken wollen. Sie hätten es dann nicht besser verdient.
Gleich und gleich würde sich dann gesellen.
Ja, diese Art von Pragmatismus umsetzen zu können, würde ich grundsätzlich auch schätzen... .
 

USERIN

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mrz 2014
Beiträge
2.141
Bewertungen
393
Na, das kann man nicht verlangen:wink: (Hast du nicht, ich weiss).

Mir ist es nur rätselhaft, wie man eine derartige berufliche Karriere auslaufen lässt und das Ganze noch mit einem Mini-Job krönt.

Irgendwas widerspricht sich da.... vom gut verdienenden High-Potential zum demütigen Minijobber (mit - soweit ich mich richtig erinnere- einer Aufstockerkonstellation.... aber ob regelmäßiger JC-Kontakt so der Bringer ist, muss sich ja jeder selbst "schönreden")?

Bewundernswert finde ich immer wieder den optimistischen Glauben an das deutsche Sozialsystem - gerade in dem Bezug auf Rente und Pflege.
 

Existenzminimum

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.805
Bewertungen
286
Mir ist es nur rätselhaft, wie man eine derartige berufliche Karriere auslaufen lässt und das Ganze noch mit einem Mini-Job krönt.

Irgendwas widerspricht sich da.... .
Wieso sich Widersperchen, bei z.B. "Erwerbsminderungsrente" mit Minijob- Aufbesserung ggf, auch ohne Anrechnung...?

Da gibst ne Menge von der "Sorte".
 

USERIN

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mrz 2014
Beiträge
2.141
Bewertungen
393
Wieso sich Widersperchen, bei z.B. "Erwerbsminderungsrente" mit Minijob- Aufbesserung ggf, auch ohne Anrechnung...?

Da gibst ne Menge von der "Sorte".
Glaube kaum, dass diese Menschen den Ansatz von Harte Sau teilen (wie toll, dass ich noch für kleines Geld los darf).

Da ist wohl oft "Müssen wollen" Programm.

Und wieviel Bestand hat so ein Modell wenn es gesundheitlich nicht (mehr) geht ?

Als Sozialstaats-Kracher würde ich diese Option jetzt nicht werten wolllen.....

Aber das muss wohl auch am deutschen Kadavergehorsam liegen.....Arbeit (sei sie noch so beschixxen bezahlt) bis an die Sargkante...
 

USERIN

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mrz 2014
Beiträge
2.141
Bewertungen
393
Kann grad nicht folgen.



Muss nicht zwingend sein: die solvente Ehegattin geht durchaus auch gerne noch dazu verdienen, obwohl kein Muss... .
=> Minijob und Aufstocken als Basis für ein zufriedenes Leben

(aber jeder wie er mag)


Hat jeder eine solvente Ehegattin? Jetzt wird es etwas abwegig... vor allem deshalb:

Wenn man einen Job hat der eine "tagtägliche hinreichende Liquidität" ermöglicht, dann wird man ja wohl kaum in dem Job-Modell rumturnen.... auch nicht wegen der dicken Rentenpunkte...:icon_hihi:
 
Mitglied seit
6 Okt 2012
Beiträge
2.078
Bewertungen
422
Glaube kaum, dass diese Menschen den Ansatz von Harte Sau teilen (wie toll, dass ich noch für kleines Geld los darf).
Was heißt kleines Geld?

Wenn ich RS und KDU + 170 € auf die Arbeitszeit rechne,gar nicht übel.
Dazu noch macht der Job Spaß,man kommt unter Leute,wird anerkannt,bleibt Fit und hat das Gefühl gebraucht zu werden.:wink:

Das ist für mich schon ne Menge wert.
 

Existenzminimum

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.805
Bewertungen
286
...

Wenn man einen Job hat der eine "tagtägliche hinreichende Liquidität" ermöglicht, dann wird man ja wohl kaum in dem Job-Modell rumturnen.... auch nicht wegen der dicken Rentenpunkte...:icon_hihi:
Kommt auf das Aufwand/Einkommensverhältnis an (siehe auch Antwort von H_S.), wie ich schon schrieb weiter oben.

Rententgeltpunkte sind da für die meisten eh irrelevant, so weit denkt da keiner, schon gar nicht wer nicht deutlich über 2500,-- € /Monat verdient, da dann eh Sozialrente winkt.
 

Der Ratlose

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
30 Sep 2009
Beiträge
2.070
Bewertungen
349
Wenn man schon keinen Vollzeitjob hat,dann erhöht der 450 € Job aber wenigstens die Entgeltpunkte und kann auch mithelfen,die Wartezeiten für die Abschlagsfreie Rente mit 63 zu erreichen.
Man kann natürlich auch grundsätzlich gegen alles sein,aber das erhöht auch nicht die Rente.

Das ist jetzt wohl ein Witz oder ?
Ein normaler 25 jähriger Handwerker der sein leben lang arbeiten wird, bekommt so eine kümmerliche Rente das er in den Grundsicherungsbereich reinrutschen wird.

Das heist auf gut deutsch,ob er arbeitet oder nicht, ist für seine Altersversorgung völlig unerheblich.

Entgeldpunkte !!! Selten so gelacht.
 

USERIN

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mrz 2014
Beiträge
2.141
Bewertungen
393
Was heißt kleines Geld?

Wenn ich RS und KDU + 170 € auf die Arbeitszeit rechne,gar nicht übel.
Dazu noch macht der Job Spaß,man kommt unter Leute,wird anerkannt,bleibt Fit und hat das Gefühl gebraucht zu werden.:wink:

Das ist für mich schon ne Menge wert.
Melde dich unbedingt beim BMAS!

Wenn die mal wieder eine Broschur auflegen, brauchen die genau solche Mitbürger wie dich, um das Image der Agenda 2010 aufzupolieren!

Dein Text kann man auch gut im Bereich der Grundsicherung des SGB XII verwenden:

Was heißt kleine Rente?

Wenn ich Rente, RS und KDU auf die Altersruhezeit rechne, gar nicht übel.

Dazu macht Altersarmut Spaß, man kommt nicht mehr unter Leute, wird meist nicht gesünder, bleibt oft alleine und hat das Gefühl nicht mehr richtig teilhaben zu können. Im Fall der stationären Pflege lebt man fürstlich von ca. € 100 "Barbetrag", weil die fette Rente natürlich mit angerechnet wird auf die voll tolle Pflege!:wink:

Das ist für mich schon ne Menge wert.




Ansonsten gönne ich dir natürlich dein soziales Setting!

P.S.

Du hast ggf. die Krankenversicherung vergessen beim schön rechnen
 

USERIN

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mrz 2014
Beiträge
2.141
Bewertungen
393
Kommt auf das Aufwand/Einkommensverhältnis an (siehe auch Antwort von H_S.), wie ich schon schrieb weiter oben.

Rententgeltpunkte sind da für die meisten eh irrelevant, so weit denkt da keiner, schon gar nicht wer nicht deutlich über 2500,-- € /Monat verdient, da dann eh Sozialrente winkt.

Zum ersten Absatz:

Als Studentin hatte ich einen Nebenjob mit 20€/h - eigentlich wollte ich nicht mehr auf das Niveau zurück oder gar darunter.

Und ich kann dir versichern: "Hartz-IV" war/ist ein derber Schlag ins Kontor. Wenn JC (BA) so gut vermitteln könnten, wie sie vorher vom relativ guten Einkommen "kassiert" haben, wäre die Welt in Ordnung. Zum Glück habe ich ein Umfeld, das einiges abfedert - wäre ich alleine mit Kind, würde ich wohl den "Gürtel wesentlich enger schnallen müssen".

Zum zweiten Absatz:

Irrelevant? Genau das löst bei mir so leichte Panikgefühle aus!

Ich möchte nicht mit 70 Jahren im "1-Raum-Wohn-Küchen-Klo" sitzen und Discounter-Prospekte studieren, um dann doch zur Tafel abbiegen zu müssen.
 

Don Vittorio

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Jul 2013
Beiträge
3.792
Bewertungen
1.168
Das ist jetzt wohl ein Witz oder ?
Ein normaler 25 jähriger Handwerker der sein leben lang arbeiten wird, bekommt so eine kümmerliche Rente das er in den Grundsicherungsbereich reinrutschen wird.

Das heist auf gut deutsch,ob er arbeitet oder nicht, ist für seine Altersversorgung völlig unerheblich.

Entgeltpunkte !!! Selten so gelacht.
Oh entschuldige,ich wusste nicht das die Reinkarnation von Hanussen unter uns weilt und in seiner Glaskugel sieht,wie in 40 Jahren die Rentenversichereung aufgestellt sein wird.
Da kann ja Dein 27-jähriger Handwerker gleich die Beitragszahlungen einstellen und nur noch schwarz arbeiten.
Abgesehen davon wie es um Deutschland 2054 generell bestellt sein wird,muss auch die Politik irgendwann das System der Altersvorsorge total umstellen.
Denn dass es so nicht mehr lange funktioniert ist schon allen klar.
Von daher sind Vorhersagen über 40 Jahre einfach Quark.
Wer aber jetzt nur noch ein paar Jahre zur Rente hat,der tut gut daran noch ein paar zusätzlich Entgeltpunkte zu erwerben.Die Einstellung,warum sollte ich das,gibt sowieso keine Rente mehr,kann dabei ein Schuß ins Knie sein.
 

USERIN

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mrz 2014
Beiträge
2.141
Bewertungen
393

pinguin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Sep 2008
Beiträge
3.902
Bewertungen
382
Vergesst Ihr nicht was?

1.) es hat einige Arbeitsbereiche, die von der Art her nur Mini- oder Teilzeitjob sind;
2.) wollen manchen vielleicht gar nicht mehr als Mini- oder Teilzeitjob ausüben;
3.) für den Gesamtstaat ist es letztlich immer besser, die ganze Bevölkerung in Teilzeit- oder Minijob zu wissen als wenn nur die Hälfte der Bevölkerung einen Vollzeitjob hat und der Rest brotlos ist, weil insgesamt nicht genug Vollzeitjobs für alle da sind;
4.) für den Gesamtstaat ist aufgrund der Sozialstaatsverpflichtung jene Option die eindeutig schlechtere, wo die Hälfte der Bevölkerung mangels Arbeit keiner Beschäftigung nachgeht;
5.) unstrittig sicherlich, daß es so freilich auch nicht optimal ist, nur was soll der Staat denn effektiv als Realpolitik tun?

Forderungen hört man viele, aber präsentiert doch mal realistische Lösungen.
 
Mitglied seit
6 Okt 2012
Beiträge
2.078
Bewertungen
422
USERIN;1752092 Als Studentin hatte ich einen Nebenjob mit 20€/h - eigentlich wollte ich nicht mehr auf das Niveau zurück oder gar darunter. [/QUOTE schrieb:
Und was hast Du jetzt???

Schon vom hohen Ross herunter gefallen,die Rosaroten Seifenblasen geplatzt.:biggrin:

Das Leben ist kein Ponnyhof,das werden die Jungen Ungelernten auch noch merken,von nix Ahnung aber Geld scheffeln.:icon_hihi:
 

Existenzminimum

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.805
Bewertungen
286
Zum ersten Absatz:

Als Studentin hatte ich einen Nebenjob mit 20€/h - eigentlich wollte ich nicht mehr auf das Niveau zurück oder gar darunter.
Netto/brutto? Aufgrund der fehekdne Sozialabgaben?

Hatte ich auch, war aber nicht de Regele - die höheren Netto-Löhne, weil eben die Abgaben nicht da waren. Das kann man nicht vergleichen.


Und ich kann dir versichern: "Hartz-IV" war/ist ein derber Schlag ins Kontor.
Sicher, ich kenn mich da aus. Aber der Bezug zum Thema: Minijob plus Hartz IV ist lukrativer als mancher gar nicht sooo schlecht bezahlter Job, wo man die Endsumme vol mit Arbeit generieren muss.


...Wenn JC (BA) so gut vermitteln könnten, wie sie vorher vom relativ guten Einkommen "kassiert" haben, wäre die Welt in Ordnung.
Andererseits gibts das ALG I auch schon nach 12 Monaten (bis dahin hat man nicht viel AV-Beiträge gezahlt).

Das die nicht gut vermitteln können das weiß ich. Ich vermittel mich aus lieber selbst. Abgsehen davon habe die maximal 30 % der offenen Stelle im Portfolio, meist den Schrott.


Zum Glück habe ich ein Umfeld, das einiges abfedert - wäre ich alleine mit Kind, würde ich wohl den "Gürtel wesentlich enger schnallen müssen".
Als Alleinerziehende sicher schwierig, als Alleinerziehend und arbeitend z.T. eine echte Herausforderung (siehe Thread-Anlass).
Da bleibt manche lieber gleich ganz im ALG II.

Irrelevant? Genau das löst bei mir so leichte Panikgefühle aus!
Offensichtlich sehen aber viele andere den aktuellen Moment, mehr Netto und sch.. auf Rente. (Wie früher als Student). Eben weil es die Entgelttpunkte meist nicht bringen.


Ich möchte nicht mit 70 Jahren im "1-Raum-Wohn-Küchen-Klo" sitzen und Discounter-Prospekte studieren, um dann doch zur Tafel abbiegen zu müssen.
Ein-Raum Wohnung hab ich jetzt schon lange. Nicht angenehm, aber andere Dinge stören mich mehr.
 

USERIN

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mrz 2014
Beiträge
2.141
Bewertungen
393
Und was hast Du jetzt???

Schon vom hohen Ross herunter gefallen,die Rosaroten Seifenblasen geplatzt.:biggrin:

Das Leben ist kein Ponnyhof,das werden die Jungen Ungelernten auch noch merken,von nix Ahnung aber Geld scheffeln.:icon_hihi:

Ich werde doch nicht so blöde sein und dir hier erzählen über welche Mittel ich verfüge um Bedarfe zu befriedigen.

Ich kann dir verraten: Hartz-IV reicht sehr gut (für die erste Woche)

Ich habe ferner auch nicht gesagt, dass ich zur Zeit finanziell auf einem hohen Ross sitze.... zum Glück sitzt mein Freund auf einem Gehalts-Pony, dass etwas größer ist als dein Aufstocker-Hengst...... ferner möchte mein Freund nicht, dass ich mich irgendwo für € 450 zum Löffel mache. Ich habe ihm auch geholfen, als er noch studiert hat...

Als ungelernt würde ich mich jetzt nicht bezeichnen.... was für eine tolle Ausbildung muss man denn haben, um deinen Premium-Status zu erreichen zu können?
 
Mitglied seit
6 Okt 2012
Beiträge
2.078
Bewertungen
422
Als ungelernt würde ich mich jetzt nicht bezeichnen.... was für eine tolle Ausbildung muss man denn haben, um deinen Premium-Status zu erreichen zu können?
Nun ich bin ein ganz normaler Geselle in meinen Beruf der aber für mich nicht mehr der Beruf ist den ich gelernt habe.

Also mach ich was anderes,und wenn es Teilzeit ist,arbeite aber immer noch an einer Vollzeit-Stelle .:biggrin:

Hauptsache bin nicht ganz von anderen Abhängig.:wink:
 

USERIN

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Mrz 2014
Beiträge
2.141
Bewertungen
393
Nun ich bin ein ganz normaler Geselle in meinen Beruf der aber für mich nicht mehr der Beruf ist den ich gelernt habe.

Also mach ich was anderes,und wenn es Teilzeit ist,arbeite aber immer noch an einer Vollzeit-Stelle .:biggrin:

Hauptsache bin nicht ganz von anderen Abhängig.:wink:

Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König !

:icon_daumen:
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Vergesst Ihr nicht was?

1.) es hat einige Arbeitsbereiche, die von der Art her nur Mini- oder Teilzeitjob sind;
2.) wollen manchen vielleicht gar nicht mehr als Mini- oder Teilzeitjob ausüben;
3.) für den Gesamtstaat ist es letztlich immer besser, die ganze Bevölkerung in Teilzeit- oder Minijob zu wissen als wenn nur die Hälfte der Bevölkerung einen Vollzeitjob hat und der Rest brotlos ist, weil insgesamt nicht genug Vollzeitjobs für alle da sind;
4.) für den Gesamtstaat ist aufgrund der Sozialstaatsverpflichtung jene Option die eindeutig schlechtere, wo die Hälfte der Bevölkerung mangels Arbeit keiner Beschäftigung nachgeht;
5.) unstrittig sicherlich, daß es so freilich auch nicht optimal ist, nur was soll der Staat denn effektiv als Realpolitik tun?

Forderungen hört man viele, aber präsentiert doch mal realistische Lösungen.
zu 1. Fast alle neuen Jobs entstehen in diesen Bereichen, es werden fast nur noch Niedriglohnjobs neu geschaffen. Nein, DAFÜR lohnt es sich nicht, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen.
Das ist einfach so, sieht man sich die Arbeitsbedingungen so an, die sich herausentwickelt haben.

zu 2. Ja, sicher.Besser wäre, wenn diese Minijobs generell zu voll sozialversicherungspflichtigen Stellen gemacht würden.

zu 3. Im Endergebnis ist es genau das gleiche.
zu4. Unter den heutigen Arbeitsbedingungen wäre es für viele Menschen besser, was für den Staat schlehct wäre.

zu5. Eine viel weniger wirtschaftsfreundliche Politik ohne jede Subvention für Unternehmer fahren.
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Ich werde doch nicht so blöde sein und dir hier erzählen über welche Mittel ich verfüge um Bedarfe zu befriedigen.

Ich kann dir verraten: Hartz-IV reicht sehr gut (für die erste Woche)

Ich habe ferner auch nicht gesagt, dass ich zur Zeit finanziell auf einem hohen Ross sitze.... zum Glück sitzt mein Freund auf einem Gehalts-Pony, dass etwas größer ist als dein Aufstocker-Hengst...... ferner möchte mein Freund nicht, dass ich mich irgendwo für € 450 zum Löffel mache. Ich habe ihm auch geholfen, als er noch studiert hat...

Als ungelernt würde ich mich jetzt nicht bezeichnen.... was für eine tolle Ausbildung muss man denn haben, um deinen Premium-Status zu erreichen zu können?
Gar keine....
 

Existenzminimum

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Dez 2011
Beiträge
1.805
Bewertungen
286
Bist du da sicher: Auch kennst ja seine Stundenlohn nicht: Und wäre der bei z.B 10 Euro sind das grade mal 4 Stunden/Woche Arbeit (wenn man die o.a. 170 Euro zu Grunde legt).

Jetzt rechne KdU und Regelsatz plus Mini-Job-Einkommen zusammen und teile durch 17. Dann weisst du warum Minijob plus ALG II für viele so attraktiv ist... .
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
Bist du da sicher: Auch kennst ja seine Stundenlohn nicht: Und wäre der bei z.B 10 Euro sind das grade mal 4 Stunden/Woche Arbeit (wenn man die o.a. 170 Euro zu Grunde legt).

Jetzt rechne KdU und Regelsatz plus Mini-Job-Einkommen zusammen und teile durch 17. Dann weisst du warum Minijob plus ALG II für viele so attraktiv ist... .
Ja, das ist attraktiv. Wenn der Minijob wenigstens mit 9€ vergütet wird.

Schauen wir uns aber die Realität an--ich denke nur an Edeka, Penny oder Netto oder oder, da arbeitet man eine gewisse Zeit, muss aber zusätzlich unbezahlt noch Vor-und/oder Nacharbeiten machen.

Oder bei Reinigungsdiensten ist die Taktzahl so eng geworden, dass es früher eine Halbtagsstelle oder noch mehr gewesen wäre.

Oder, oder...

Und dann hört es auf, attraktiv zu sein. Mir wurde vor wenigen Jahren mal ein Minijob angeboten, an dem ich Zeitungen verteilen sollte... vom Jobcenter damals. Die Bedingungen waren so abstrus, dass ich mich der Zwangsumarmung schnell entledigt habe. Selbst eingearbeitete Vorgänger brauchten 1,5mal so lange, wie dafür veranschlagt und bezahlt wurde.
 

roterhusar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
4 Jul 2006
Beiträge
3.339
Bewertungen
35
35€ Trinkgeld "gelohnt". Wie sieht Deine Zukunft aus? "mm!"
Hier kommt ein Problem auf die Gesellschaft zu, das wir uns, so der Experte, nicht leisten können.
Was für ein Problem nur?
Meint er das: Sie haben geschrien, schmeißt die Ausländer raus, wir machen ihre Jobs, und nach zwei Monaten piepste es kleinlaut, halte den Druck nicht mehr durch?
Meint er das: Wenn sie sich zu schade ist, sich von Jobcenter-, Sozial-, Wohngeldämtern anblaffen zu lassen und sich bis auf das Hemd ausziehen zu lassen, dann müssen wir den Druck weiter erhöhen?
Wir hatten auch "früher" schon ein Problem, als angeblich alles besser war. Für die Deutschen vielleicht, während wir in den Lagern oder in den Ställen für sie waren. Und auch die sog. Wirtschaftswunderzeit war nicht so fett wie Ludwig Erhard.
Das Problem heißt: Ich werde gewinnen.
 

pinguin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Sep 2008
Beiträge
3.902
Bewertungen
382
@Heiliger Geist

Bist Du wirklich so sehr davon überzeugt, was Du hier schreibst?

zu4. Unter den heutigen Arbeitsbedingungen wäre es für viele Menschen besser, was für den Staat schlehct wäre.
Schau mal nach Frankreich oder in jedes andere Land, wo es viele arbeitslose Bürger hat. Was hilft es dem einzelnen unbeschäftigten Bürger zu wissen, daß bspw. sein Nachbar einen gut bezahlten Job hat?

zu5. Eine viel weniger wirtschaftsfreundliche Politik ohne jede Subvention für Unternehmer fahren.
Und dann?
 
Thematiker*in
Mitglied seit
23 Jun 2014
Beiträge
2.349
Bewertungen
888
zu 1.1., @pinguin

Dann vergleich doch bitte Deine Aussage mit einer:


" Was hilft es dem einzelnen im Niedriglohn Bürger zu wissen, daß bspw. sein Nachbar einen gut bezahlten Job hat?"
-Lieber ähnlich arm ohne als mit Arbeit.

So schlimm das ALG2 ist, wir lesen hier ständig über die Schlechtbehandlung im JC und man kann dies genau hochrechnen auf die Allgemeinheit, die dort "Kunde" ist. Mit einem mies bezahlten Job bei einem Unternehmer, der seinerseits noch Subventionen aller Art erhät, ist man genau so schlimm dran wie mit H4; eventuell und oft sogar ziemlich sicher hat man dann diese Unternehmer PLUS das JC an der Backe.

Nein, das ist nun ziemlich egal, ob der Nachbar einen gut bezahlten Job hat und "ich" das JC als Vollzeitarbeitsloser oder einen Prekärjob.


Du siehst, Deine Frage (mit eingebauter Antwort...) führt auch in die Sackgasse ... und sichert Ausbeutern dazu noch das Überleben und sorgt für immer schlechtere Jobs.





würde sich die Spreu vom Weizen trennen,und ungezählte Milliarden Euro könnten für sinnvollere Dinge ausgegeben werden als für schon zu gut dastehende Unternehmer.
Wie frech Unternehmer neuen Schlages geworden sind,die mittlerweile sicher 90% ALLER Arbeitgeber ausmachen, kann man sehr deutlich bemerken, wenn man auf sie trifft.

Es geht den deutschen Unternehmern aufkosten des restlichen Volkes viel,viel, viel zu gut.

Der ehrbare, alte "Kaufmann", der ist Vergangenheit. Man findetr ihn nur noch in absoluten Ausnahmefällemn. Viele dieser "alten" Kaufleute verfluchen die heutigen Unternehmertypen ebenso wie ich.

Welchen Sinn macht es, dem "neuen" Unternehmertypus Lebenszeit, Lebenskraft und Energie zu opfern, wenn der das doch nur missbraucht?
Steuern zahlen vermeiden diese Leute eh, wie sie nur können.
Der Entzug der allermeisten Subventionen wäre somit eine Zeitenwende zum besseren für uns Alle.
 

pinguin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Sep 2008
Beiträge
3.902
Bewertungen
382
@Heiliger Geist

Die Antwort ist schwierig, da es doch verschiedene Sichtweisen zu diesem Thema hat; da ist jede nur ein Teil des Ganzen. Man muß aber gerade versuchen, alles zu betrachten, um einiges davon auch nur halbwegs zu verstehen.

Überall gilt das System von Angebot und Nachfrage; egal dabei, ob man es gut oder schlecht findet, das nebenbei existierende Wertesystem ist zwar nicht gemeint, aber auch ein Teil des Ganzen.

Was vermittelt denn die Gesellschaft den Heranwachsenden? Und, ja, hier sind auch die Kaufleute alten Kalibers voll in der Verantwortung und dieses nicht nur in Bezug auf ihre eigenen Kinder.

Aber auch das ist evtl. zu kurz gedacht; blickt man auf die 2 großen Kriege zurück, sind da Generationen weggebrochen, die zu ihrer Zeit als Prägung für die Nachkommen fehlten. Da galt es doch für die Nackommen, wollten sie nicht selber auch noch untergehen, sich durchzubeißen? Und genau dieses "Sich-Durchbeißen-können" haben die Überlebenden später an ihre eigenen Nachkommen weitergegeben. Evtl. sogar damit verbunden, solche Not nicht nochmals erleben zu müssen und auch ihren Nachkommen zu ersparen.

Die Zwischenkriegszeit dürften den damals Jüngeren gezeigt haben, was fehlende Regeln bewirken, im Positiven wie im Negativen; erinnert sei hier an die sog. goldenen Zwanziger Jahre. Sicher wurde aus den Erfahrungen aus dieser Zeit nicht ohne Grund von den Überlebenden des 2. WK das Grundgesetz so formuliert, wie es derzeit noch ist; also auch mit vollem Sozialstaatsgebot und der Verpflichtung, das Eigentum auch dem Allgemeinwohl zu dienen hätte.

Was aber liegt heutzutage im Allgemeinwohl?
Dient Massenarbeitslosigkeit dem Allgemeinwohl?
Ist es dem Allgemeinwohl zuträglich, daß alle Bürger beschäftigt sind und daraus ein auskömmliches, grundgesetztaugliches Einkommen erzielen?
Ist es mit dem Allgemeinwohl kompatibel, wenn es Unternehmer hat, durch deren Tun überhaupt erst Jobs für andere Bürger enstehen?
Dient es dem Allgemeinwohl, wenn es Obdachlose bzw. wohnungslose Bürger hat, die sich für diese Art des Lebens nicht absolut freiwillig entschieden haben?
Dient es dem Allgemeinwohl, wenn ein Großteil der Bürger lieber meckert, anstatt an den zu politischer bzw. gestalterischer Verantwortung für das Land führenden Wahlen teilzunehmen?

Jede Generation büst für die Fehler ihrer Vorfahren; ist bekannt, ist verinnerlicht, aber wird das auch wirklich begriffen und das eigene Handeln so ausgerichtet, daß überall aus den Fehlern der Vorfahren nachhaltig gelernt wird?

Schau nach Frankreich; was nützen hohe bzw. vernünftige Löhne für wenige, wenn der Rest brach liegt?
Was nützen hohe Steuern, wenn Unternehmen aus dem Land flüchten, damit auch Arbeitsplätze verlagern?

Jede Politik muß(!) eine wirtschaftsfreundliche Komponente innehaben, ohne dabei die Belange des Staates, der Allgemeinheit, (wegen Allgemeinwohl), bzw. der Arbeitnehmer zu ignorieren. Nur durch Wirtschaften entstehen Jobs und dadurch, so alles vernünftig konzipiert, Einnahmen für den Staat und seine Bürger.

Ein mögliches Hindernis für die Entwicklung einer jeden heutigen Gesellschaft ist diese Manie, aus allem das maximal Mögliche herausholen zu wollen, ohne die dafür nötige Qualität zu bieten.

Der Entzug der allermeisten Subventionen wäre somit eine Zeitenwende zum besseren für uns Alle.
Nein.
 

Albertt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Sep 2013
Beiträge
1.940
Bewertungen
349
Interessant finde ich, dass es so unendlich viele gibt. Man braucht nur mal zum nächst gelegenen Laden gehen. Gleiches Bild in den Supermärkten. Da ist ein Mini-Jobber-BOMBING zu beobachten. Da herrscht hohe Fluktuation. halten tun sich nur die******* .******* wollen kein BGE! Ein Teufelskreis.
 
Oben Unten