Arme Menschen nicht gegeneinander ausspielen – Sozialleistungen endlich erhöhen

Admin2

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Da News aus dem Portal hier nicht mehr automatisiert veröffentlicht werden (MixedContent) mache ich das mal:

Martin Behrsing meinte:
Dass Menschen, egal welcher Herkunft, überhaupt die Leistungen der Tafeln in Anspruch nehmen müssen, ist Ausdruck politischen Versagens in diesem reichen Land. Die Ehrenamtlichen der Tafeln vor Ort dürfen nicht länger dazu dienen, armutspolitisches Unterlassen auszugleichen. Die Sicherung des Existenzminimums ist Aufgabe des Sozialstaates und nicht privater Initiativen und ehrenamtlichen Engagements.

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Bananenbieger

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Sehe ich genauso. Warum nicht jedem Leistungsempfänger und Arbeitern 500€/mtl. mehr zu zahlen.

Aber dann hat man keinen, auf dem man runterschauen kann.
 

Kampfmops

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Schließe mich dem an. Sowas geht garnicht!

Schlimm ist vor allem, das einem beim Amt gesagt wird: "Wenn sie mit dem Geld nicht auskommen, gehen sie zur Tafel"
Als würden die Tafeln vom Staat finanziert werden. :doh:
 

vidar

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Warum nicht jedem Leistungsempfänger und Arbeitern 500€/mtl. mehr zu zahlen.
Sorry, irgendwie vergleichst du hier Äpfel mit Birnen

So wie ich dich verstehe, möchtest du, dass jeder Leistungsempfänger einen Aufschlag von 500 € zu seinem Regelleistungsbetrag erhält.

Soll also heißen, eine Einzelperson erhält 916 € zzgl. der anerkannten KDU. Herzlichen Glückwunsch zu deiner unrealistischen Feststellung, denn da lohnt es sich ja dann wirklich nicht mehr einer bezahlten Beschäftigung nachgehen zu müssen.

Wenn du aber meinst, dass der Regelleistungsbetrag auf monatlich 500 € erhöht werden müsste, dann stimme ich dir hier zu. Damit ist es aber nicht getan, denn es fehlt noch, dass die KDU der Realität auf dem Wohnungsmarkt entsprechend angepasst werden. Dann wird ein Schuh daraus.

********

Weiter forderst du, dass jeder Arbeitnehmer 500 € Aufschlag zu seinem Gehalt bekommen sollte.

Dir ist aber hier auch sicherlich bewusst, dass ein Unternehmen erst einmal Erlöse erzielen muss, um die entsprechenden höheren Löhne den Beschäftigten zukommen zu lassen.

Hier ist eher dass Problem, dass das Lohngefüge sich seit Jahren in einem Rückwärtsgang befindet. Der jetzige Mindestlohn ist nicht ausreichend, um ein halbwegs vernünftiges Leben innerhalb der Gesellschaft führen zu können. Selbst ein oft geforderter Mindestlohn von 10 € /Std. würde dies nicht kompensieren können. Weiter möchte ich mich nicht zum Mindeststundenlohn äußern, da dies bereits hier in anderen Foren hinlänglich diskutiert worden ist.

Wichtig wäre es für den Arbeitsmarkt, dass die prekären Beschäftigungsverhältnisse - Zeitarbeit, Werkverträge, befristete Beschäftigungen - neu betrachtet werden. Mitarbeiterüberlassungen dürfen nur noch zeitlich solange möglich sein, wie es in den Unternehmen, aufgrund von kurzfristigen Personalengpässen, erforderlich ist. So war es übrigens auch mal angedacht. Werkverträge sollten generell verboten werden. Auch die zeitliche Befristung einer Beschäftigung – der Staat gilt hier als bestes negative Beispiel - müsste stärker reglementiert werden. Nur kurzfristige Personalengpässe - z.B. bei Krankheit, Urlaub, Geburt - dürften hierfür noch herangezogen werden. Als Zeitspanne für ein befristetes Beschäftigungsverhältnis sehe ich ein halbes Jahr an. Nur in äußerst begründeten Ausnahmefällen sollte hier dann eine Verlängerung um ein weiteres halbes Jahr überhaupt noch möglich sein.

BTW: Die aufgeführten negativen Merkmale des heutigen Arbeitsmarkt sind ursächlich von der SPD/B90_Grüne – Koalition unter der Federführung eines Herrn Schröder - als Agenda 2010 - eingeführt worden. Selbst die Gewerkschaften haben hier damals zugestimmt.
 
C

ckl1969

Gast
Werkverträge sollten generell verboten werden.

Da wird sich aber die deutsche Handwerksbranche geschlossen bei dir bedanken, wenn die Idee umgesetzt wird. Dann sind, ab Einführung des Verbotes, hunderttausende Handwerker, arbeitslos.

Nur kurzfristige Personalengpässe - z.B. bei Krankheit, Urlaub, Geburt - dürften hierfür noch herangezogen werden. Als Zeitspanne für ein befristetes Beschäftigungsverhältnis sehe ich ein halbes Jahr an. Nur in äußerst begründeten Ausnahmefällen sollte hier dann eine Verlängerung um ein weiteres halbes Jahr überhaupt noch möglich sein.

Damit sind befristete Arbeitsverhältnisse dann im Prinzip nur noch für einfachste Anlerntätigkeiten möglich bzw. sinnvoll. An jedem halbwegs qualifizierten Arbeitsplatz dauert die Anlern- bzw. Eingewöhnungsphase mindestens 2 Monate. Bleiben dann nach deiner Vorgabe noch 4 Monate oder in äußerst begründeten Ausnahmefällen 10 Monate, die der Mitarbeiter für das Unternehmen arbeiten darf.

Abgesehen davon, dass das für kein Unternehmen mehr wirtschaftlich wäre, ist das für die betroffenen Arbeitnehmer ja noch unsicherer als zuvor.

Mit dem Vorschlag dürften dann aber dennoch ein paar befristete Stellen zu unbefristeteb werden. Die Mehrheit der befristeten Stellen wird aber ersatzlos wegfallen und somit die Zahl der Arbeitslosen nicht unerheblich erhöht werden.

Frauen dürfte damit der Zutritt zum Arbeitsmarkt nahezu verschlossen werden, wenn ihr Arbeitsplatz dann in der Elternzeit im Halbjahresrythmus bzw. spätestens nach einem Jahr, neu besetzt werden müßte.
 

vidar

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Dann sind, ab Einführung des Verbotes, hunderttausende Handwerker, arbeitslos.
Der Begriff „Werk(s)vertrag“ wird oft unterschiedlich betrachtet. Hier geht es mir nicht um irgendwelche Gewerke, die nur durch die, in der Handwerksrolle eingetragene Fachfirmen ausgeführt werden müssen/sollen/dürfen, sondern vielmehr um die prekären Verträge von Firmen mit Personen, die einer dann Scheinselbständigkeit sehr nahe kommen, um sich vor der anteilmäßigen Zahlung von Sozialversicherungsbeträgen drücken zu können.
An jedem halbwegs qualifizierten Arbeitsplatz dauert die Anlern- bzw. Eingewöhnungsphase mindestens 2 Monate.
Wenn das Unternehmen aus einem sachlichen Grund eine zeitlich befristete Aushilfe in einem bestimmten Fachbereich benötigt, dann sucht dieses auch jemand, der/die sich bereits in dem entsprechenden Arbeitsgebiet auskennt, ausgebildet worden ist oder bereits gearbeitet hat. Aufgrund der dann fachlich vorhandener Qualifikation reicht hier eine kurze Einarbeitungszeit vollkommen aus. Wer jemand länger beschäftigen möchte, soll dann gefälligstt dem Arbeitnehmer einen unbefristeten Arbeitsvertrag anbieten.
 
C

ckl1969

Gast
Die Wekverträge wolltest du allerdings generell verbieten.

Aufgrund der dann fachlich vorhandener Qualifikation reicht hier eine kurze Einarbeitungszeit vollkommen aus.

Ich kenne mich jetzt leider nur im kaufmännischen Bereich mittelgoßer und großer Unternehmen aus.

Da reichen für einen Einkäufer, Vertriebsmitarbeiter, Personaler, Controller oder Buchhalter, egal wie qualifiziert und erfahren, ganz sicherlich keine 2 oder 4 Wochen zur Einarbeitung aus. Die braucht es ja schon um zu überblicken, wer für was in der Firma zuständig ist, wer was genehmigen darf. Der Einkäufer muß sich mit den Beschaffungsrichtlinien vertraut machen, der Buchhhalter mit dem Kontenplan, der Controller mit den Kostenstellen.

Wie das in der Industrie für Dreher, Mechatroniker etc. aussieht, mögen die beurteilen, die sich damit auskennen.

Im Handwerk, könnte es vielleicht gerade eben so funktionieren. Ich vermute, wissen tue ich es nicht, dass es da nichts ausmacht wo man Stromleitungen zieht, den Dachstuhl baut oder das Dach deckt, die Brötchen oder das Brot backt.
 

Bananenbieger

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Schon gewußt, dass alleine die deutsche Bank mit Billionen handelt. Denen ist es fast egal, ob 28 Milliarden falsch überwiesen werden. Wurde zwar zurückgezogen, aber es ist Geld da. Es steckt dieses "Viral"Geld nur in Pferdewetten (Derivate). Da kann man auch Alos, Rentnern, Arbeitern (vom Staat) mehr Geld geben. Wenn die Leute mehr Geld haben, geben sie i.d. Regel mehr aus.
 

erwerbsuchend

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Es steckt dieses "Viral"Geld nur in Pferdewetten (Derivate). Da kann man auch Alos, Rentnern, Arbeitern (vom Staat) mehr Geld geben. Wenn die Leute mehr Geld haben, geben sie i.d. Regel mehr aus.

Was du meinst, nennt sich Buchgeld. Was du dir wünschst, ist eine höhere Menge an Papiergeld, also eine Politik mit dem Anwerfen der Notenpresse. Dadurch wird aber kein wirklicher Mehrwert geschaffen, sondern es steigt nur die Inflation.
 

Bananenbieger

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Nein kein Buchgeld, sondern Viralgeld (Geld aus dem Nichts).
Es gibt sehr viele Billionen. Für dieses Geld ist kein Wert dahinter (z.B. wurde seit Nixon der Goldpreis extrahiert).
 
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