ARGE will kein ALGII zahlen

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Denzel

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Moin Leute,

ich hab ein ziemlich großes Problem seit einiger Zeit, und zwar habe ich vor zwei Monaten eine Weiterbewilligung gestellt, die abgelehnt wurde. Ich bin 23 Jahre alt und habe eine eigene Wohnung, ist auch ziemlich lange so, und ich habe auch lange ALG2 bekommen, doch bei der letzten Weiterbewilligung kamen merkwürdigerweise immer mehr und mehr Forderungen, so sollte ich zb die Heizkostenabrechnung vorzeigen.. Begründung der Eltern wieso ich ausgezogen bin, und noch über 10 Papiere mehr. Habe ich dann auch alles vorgezeigt. Das hat sich dann 2 Monate hingezogen, bis ich dann ein Schreiben bekam, dass mir 0€ zusteht.

Also erstmal, meine Eltern haben mir bisher die Miete bezahlt, und das wusste das Arbeitsamt auch, denn als ich zum ersten mal da war, wurde mir auch gesagt dass sie mir die Wohnung nicht zahlen werden, weil bis 25 noch die Eltern verpflichtet sind. Also passierte es so auch, meine Eltern zahlten die Wohnung, und ich bekam 300€ vom Arbeitsamt fürs Essen usw. Aber jetzt urplötzlich haben sie diese 350€ (die für die Miete benötigt werden) als Einkommen notiert, und da ich jetzt den "Bedarf", der 306 beträgt, quasi decke, steht mir überhaupt nichts von denen zu. Aber das alles kann doch nicht rechtens sein oder? Wie stellen sie sich das vor? Ich kann doch schlecht verhungern um die Miete zu bezahlen, oder mir Essen kaufen, aber somit kein Geld mehr für die Miete haben?

Auf jeden fall habe ich einen Anwalt mittlerweile verständigt, der sich um diese Sache jetzt kümmern soll, der wollte mir aber noch keine Auskunft geben wie der Stand der Dinge ist, da er sich selbst noch vergewissern wollte und meine Akten vom Arbeitsamt verlangt hat. Das kann sich aber jetzt einige Wochen hinausziehen, und ich wollte mir hier eine zweite Meinung holen, bzw überhaupt eine Meinung zu dem ganzen... Kann das rechtens sein? Wie das Arbeitsamt es begründet mir nichts zahlen zu müssen? Müsste der Bedarf nicht höher sein mit eigener Wohnung, obwohl ich unter 25 bin? Ich bin wirklich am verzweifeln..

mfg
 

wolliohne

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Hoffentlich rechtzeitig innerhalb 4 Wochen gegen den letzten Bescheid Widerspruch eingelegt?

Leider gibt es nicht viele RA die sich vernünftig damit auskennen,da auch kaum etwas zu verdienen ist

woher kommst du?
 
H

hass4

Gast
ok, hast dir einen anwalt genommen, würde ich evtl. in 2. instanz machen, wegen der dringlichkeit, denn bis die sich die akten hin und her geschoben haben und sich da mal einig werden ist herbst oder winter!

also deine eltern zahlen noch die miete und es geht dir nur um den regelsatz?

wenn dem so ist dann hätte ich (ohne anwalt) gegen den 0,00 euro bewilligungsbescheid widerspruch eingelegt und hätte ein begleitschreiben beigefügt aus dem hervor geht dass die eltern ab sofort auch nicht mehr für den mietzins aufkommen. wäre sofort mit einer kopie des 0,00 euro bewilligungsbescheides und dem schreiben zum sozialgericht gegangen und hätte einen antrag auf einstweilige anordnung der zahlung dort in die wege geleitet.

dringlichkeit ist geboten in dem fall, wegen drohender wohnungslosigkeit!!
wenn du schon länger eigenständig wohnst wird man sich beim sozialgericht auch fragen mit was für abartigen machenschaften da gearbeitet wird in diesem jobcenter.
 

gelibeh

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Aber jetzt urplötzlich haben sie diese 350€ (die für die Miete benötigt werden) als Einkommen notiert,
Das ist nicht rechtens, denn, meiner Meinung nach, handelt es sich um zweckgebundenes Einkommen(Miete), das nicht angerechnet werden darf. Der Anwalt hätte eine EA beim Sozialgericht machen sollen. Ich würde dem mal etwas auf die Füße treten.
 

Denzel

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@wolliohne:
Also ein Widerspruch wurde schon eingereicht vom Anwalt, in dem hat er aber auch geschrieben dass er die Akten brauch um dies besser begründen zu können. Er ist übrigens auch für solche Themen spezialisierst. Ich komme aus Gelsenkirchen.

@hass4:
Ja es geht mir um den Regelsatz, da mir mehrmals gesagt wurde, dass die Miete von denen nicht übernommen wird, also wäre das ein verlorener Kampf denk ich. Aber gleich ALLES zu streichen weil ich irgendwie in der Lage bin die Miete zu bezahlen ist doch Wahnsinn?
 

wolliohne

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Zur Beschleunigung empfehle ich direkt zum SG mit allen Kopierten Unterlagen zu gehen.

Widerspruch muss nicht begründet werden und ist für dich verlornene Zeit.
 
L

LMAARGE

Gast
Hoffentlich rechtzeitig innerhalb 4 Wochen gegen den letzten Bescheid Widerspruch eingelegt?

Leider gibt es nicht viele RA die sich vernünftig damit auskennen,da auch kaum etwas zu verdienen ist

woher kommst du?

Da muss auch das Jobcenter (Service-Center)beraten, das ist nämlich
deren Aufgabe als Hüter des Sozialrechts.
Wenn man Beratungsfehler von denen allerdings nicht nachweisen kann
siehts duster aus.
Man kann sich auch kompetenten Rat von örtlichen Sozialverbänden,
seiner Gewerkschaft (sofern man Mitglied ist) oder eben von einem
Rechtsanwalt für Sozialrecht holen. :tongue:
Ob du noch zur Bedarfsgemeinschaft deiner Eltern gehörst (zweifelhaft)
und die Rechtsschutz haben, sollte das Kostenmäßig kein Problem sein.
Deckungszusage vom Versicherer einholen und ab zu einem Anwalt der
das Problem positiv bewertet. Der bekommt dann auch das Mandat.
Ansonsten gehe mit deinem Bescheid vom Amt zum für dich zuständigen
(da wirds wieder zum Problem, wenn unklar ist, wie dein Status ist)
Amtsgericht und lass dir einen Beratungsschein geben (Wert etwa 100Euro)
die dann der beratende Anwalt bekommt, nebs 10Euro Selbstbeteiligung
(Die der Anwalt aber auch erlassen kann (schriftlich geben lassen, sonst
kann der den Betrag auch später von dir einfordern) von dir.
Dann trägst du dein Problem unter Vorlage von Dokumenten dem Anwalt vor
damit der sich erst mal ein Bild machen kann (den Beratungsschein hälst
du vorerst zurück, erwähnst aber das du einen hast. Wenn der Anwalt
sie Sache verbal günstig sieht, soll der dir das mal für den Schein schriftlich
und für den normalen Bürger verständlich in Pro und Kontra geben.
Ansonsten nächsten Anwalt bitte. Der Schein gilt nämlich nur für einen
Fall und einen Anwalt.:icon_cry:
Eine Vollmacht, für dich im Außenverhältnis tätig zu werden, braucht der
dann noch nicht. Erst wenn ein Schriftverkehr nach außen stattfinden soll,
die Vollmacht nach sorgfältiger Prüfung (Unverständliches, am besten sich
schriftlich erklären lassen und unnötiges streichen) unterschreiben (unter
Vorbehalt ist sicher nicht verkehrt, wenn man noch unerfahren ist).

Gewöhnlich ist man mit 18 Jahren Volljährig und voll Geschäftsfähig :icon_kinn:
(wenn ich falsch liege, bitte begründen).
Also die Hilfe der Eltern, die Miete zu bezahlen, würde ich mal als Darlehen
werten. Wenn die Widerspruchsfrist abgelaufen ist, ein Anspruch doch
besteht, bleibt ja nur einen neuen Antrag auf ALG 2 zu stellen.
Wurde auf die Widerspruchsfrist im Bescheid hin gewiesen?:icon_mrgreen:
Wenn nicht, ist der Bescheid vermutlich wegen Formfehler rechtswidrig.
Nicht alles was die Jobcenter so an Unterlagen haben wollen, selbst
wenn die es noch so plausibel begründen, ist auch rechtens.:icon_eek:
Da muss man eben drauf achten das immer BEZUG auf eine GESETZ
oder rechtsgültige Verordnung genommen wird, dann ist es auch begründet,
ansonsten nicht oder grenzwertig. Ansonsten solche Forderungen ignorieren
oder besser hier fragen und sich richtig helfen lassen. :tongue:
Kommen die nicht mit dem Bescheid in die Pötte, mal Druck machen, Fristen
setzen, aber zwei Monate kann so was schon mal dauern.
 
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