ARGE unterstellt mir Zinseinkünfte und Vermögen ... schön wä

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Holger69

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Hallo,

vor einigen Tagen erhielt ich ein Schreiben der ARGE, dass mich fast von den Socken gehauen hat (dem SB der mein Antwortschreiben liest geht es hoffentlich ähnlich :)):

Sehr geehrter Herr xxx,

mir wurde bekannt, dass Sie einmalige Zinseinnahmen (LBS) erhalten haben.
Diese Einnamen haben Sie bisher der ARGE xxx nicht angezeigt.
Außerdem haben Sie mir bisher nicht bekannt gegeben, dass Sie über Vermögen verfügen.
Ich fordere Sie daher auf, Unterlagen über ihr Vermögen und die Zinseinnahmen umgehend vorzulegen.
... (Fristsetzung 14 Tage) ...
... bla bla Mitwirkungspflicht ... sülz blubber nerv

(Unterschrift)

Ach, wenn die werte Dame doch nur Recht hätte *träum* ...
Natürlich habe ich umgehend jegliche Zinseinnahmen und das Vorhandensein des für Zinseinnahmen grundsätzlich notwendigen Vermögens bestritten. Da ich über nicht vorhandenes Geld auch keine Unterlagen besitze, war mein Antwortschreiben entsprechend dünn.
Ich frage mich, woher die Leute dort ihre Fehlinformationen beziehen. Bei der LBS hatte ich bis vor 1,5 Jahren Verträge für eine Hausfinanzierung, welche aber beim Verkauf desselben von der Bank als Sicherheiten verwertet wurden. Auf die (noch immer bestehenden) Schulden bei der LBS i.H.v. ca. 1700 Euro wird man mir dort wohl keine Zinsen auszahlen.
Wie kommen die darauf mir zu unterstellen ich hätte Vermögen?
Ich habe die ARGE aufgefordert, mir die Quelle der Fehlinformationen zu benennen und mir Einsicht in alle damit im Zusammenhang stehenden Dokumente zu gewähren.
Müssen die mir die Quelle nennen und die Akteneinsicht gewähren oder dürfen die einfach mal so einem Leistungsempfänger ungestraft irgendwelche Dinge unterstellen? Ich bin sowas von sauer, dass ich einen Weg suche, der SB dafür einen reinzuwürgen, weil ich das Schreiben als Unverschämtheit empfinde. Kann ich sie anzeigen o.ä. oder wird sowas nur belächelt, weil es inzwischen gängige Praxis ist ?

Holger
 

Koelschejong

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Mein Rat:
Leg denen die Unterlagen der LBS zur Einsicht vor, bleib ruhig und höflich, schluck Deinen, durchaus verständlichen, Ärger runter und die Sache wird sich vermutlich in kürzester Zeit in Deinem Sinne regeln.
Die "Erkenntnisse" der ARGE kommen vermutlich aus einem Datenabgleich mit Zins/Steuerdaten aus 2005 und der "Ton" des Schreibens kommt durch vorfabrizierte Textbausteine, die Dein SB mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht selbst fabriziert hat - dafür sind wohl "Schriftkünstler" zuständig, die weit, weit von jedem Hilfempfänger entfernt im klimatisierten Büro werkeln undsich schon längst nicht mehr vorstellen können, dass sich hinter dem Kürzel "HE" ein Mensch verbergen könnte.
 

egjowe

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unterstellte zinseinkünfte

@ holger69

vielleicht hast du ja in der vergangenheit mal einen freistellungsantrag bei der lbs gestellt.
diese freistellungen werden dem aufsichtsamt in berlin gemeldet und laufen dort auch auf.
diese infos sind von den behörden abrufbar oder werden an die entsprechenden behörden weitergeleitet.

mancher sb geht dann davon aus, dass tatsächlich zinsen in dieser höhe geflossen wären.
ähnliches habe ich erlebt, weil ich vor jahren einen befristeten freistellungsantrag bei der versicherung gestellt hatte.
(wegen auszahlung einer gekündigten lebensversicherung)
nach fristablauf (jahresultimo ??) wurde diese freistellung allerdings in berlin nicht gelöscht.
so kam es später zu der für mich überraschenden unterstellung von seiten des arbeitsamtes, ich hätte zinseinkünfte verschwiegen.
bei mir hat sich das sehr schnell bei einem gespräch mit dem sb aufgeklärt.

zu den textbausteinen kann ich nur sagen, dass koelschejung recht hat.
über den ton, der dabei rüberkommt habe ich mich schon häufiger geärgert, weil manche wie ein vorwurf bzw. eine unterstellung ankommen.
meine diesbezüglichen beschwerden folgte meist ein anruf durch den jeweiligen sb, der/die über manche formulierung auch nicht glücklich waren.
die einzelnen sb's können häufig auch nichts dafür.
vorgaben von "textbausteinkünstlern".
immer schön kühlen kopf behalten,
mag der hals noch so dick anschwellen.
 
E

ExitUser

Gast
Re: ARGE unterstellt mir Zinseinkünfte und Vermögen ... schö

Holger69 meinte:
Hallo,

vor einigen Tagen erhielt ich ein Schreiben der ARGE, dass mich fast von den Socken gehauen hat

Ein ähliches Schreiben hab ich mal vom Finanzamt bekommen: wir sollten ebenfalls etwas viel nicht angegeben haben, obwohl ich alles Relevante kopiert und eingereicht hatte.

Denen hab ich damls nen passenden Brief geschrieben, so nach dem Motto, daß mir davon nix bekant sei - wen sie irgendwelche Infos hätten, dann her damit... das müsse dann mein Mann beiseite geschafft haben... und wenn ichs find bekämen sie natürlich ihren gerechten Anteil :mrgreen:

Hab nie wieder was gehört, und als ich das Thema später wieder angesprochen hab, hieß es nur, die Dame sei nicht mehr da... mehr wisse man nicht.

Ich würd bei sowas sicher nicht brav mit meinen Unterlagen vorsprechen: wenn die Mist bauen und ich ein reines Gewissen habe, sollen sie mich doch anzeigen, wenn sie es besser wissen!

Ich hab alles anzugeben - und das tu ich. Punkt.

Gruß aus Ludwigsburg
 
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