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ARGE und Unterhalt

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E

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Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo erstmal,

ich bin ganz neu hier. Also wenn ich etwas falsch mache. dann bitte einfach sagen.

Kurz zu meiner Geschichte. Ich kam ziemlich schnell zum Hartz IV und kenne mich in keinster Weise aus. Ich war eigentlich immer berufstätig, bis ich meinen zweiten Mann kennengelernt hatte. Die erste Zeit unserer Ehe war ich auch noch Berufstätig, aber als die beiden Kinder aus seiner ersten Ehe zu uns kamen musste ich meinen Tätigkeit aufgeben. Als die beiden Jungs wieder zu ihrer Mutter kamen, wollte mein Mann und ich noch einmal Nachwuchs. Ich wurde auch nach längerer Zeit schwanger.
So das war die Vorgeschichte. Meine Tochter kam vor 1 3/4 Jahren als Frühgeburt zur Welt. Mein Mann bat mich damals ich solle die ersten 3 Jahre bei ihr zu Hause bleiben, was ich auch meinem Chef mitgeteilt habe. Nun aber haben wir uns getrennt. Evtl. gibt es auch Schwierigkeiten in die alte Firma zurück zu gehen, da es dieser sehr schlecht geht, und evtl . schließen muss.
Nun meine Frage, mein Nochmann verdient sehr gut, weigert sich aber Unterhalt für die Kleine und mich zu bezahlen, deshalb muss ich auf ARGE und UVG zurück greifen. Wie ist das jetzt nun, kann meine Anwältin jetzt nur auf den Satz Unterhalt klagen den in auch von der ARGE bekomme (zum Leben zu wenig, und zum sterben auch), oder wie ist das jetzt?? Wäre um Antworten dankbar.

LG Gina
 

Erolena

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#2
Ich befürchte, dass es ganz egal ist, wieviel Unterhalt Deine Tochter bekommt. Je mehr sie bekommt, desto mehr Kindergeld wird bei Dir angerechnet. Rechne das einfach mal aus (siehe unten). Vielleicht einigt ihr Euch moderat und der Vater bezahlt lieber mal paar Extras wie Tanz-, Schwimm-, Englischkurs in der Kindertagesstätte, Zahnspange usw. Aber nicht auf dein Konto, sondern direkt an den jeweiligen Kursanbieter. Das ist ein Vorschlag zugunsten Deiner Tochter und auch nicht rechtswidrig. Er hat ja auch noch zwei Kinder zu unterhalten.
Oder hat jemand die Erfahrung gemacht, dass es dem Kind (oder der Mutter) auch nur einen Deut finanziell besser geht, wenn der Vater besonders viel Kindesunterhalt in einen Hartz-IV-Haushalt hineingibt?

Wenn du mindestens drei Stunden erwerbsfähig bist, dann steht Dir ALG II zu. Du müßtest ja ggf. noch Elterngeld bekommen? Dieses ist bis 300 Euro anrechnungsfrei, soweit ich weiß. Als alleinerziehende stehen Dir 359 Euro Lebensunterhalt zu sowie Mehrbedarf für Alleinerziehende + die halben Kosten der Unterkunft (Miete+Heizkosten). Deiner Tochter steht Sozialgeld 215 Euro (60% des Regelsatzes) zu + die Hälfte der Kosten der Unterkunft. Bei jedem von Euch beiden, ist die 30 Euro Versicherungspauschale abzuziehen, d.h. die 30 Euro dürft ihr behalten. Allerdings, von den Einnahmen Deiner minderjährigen Tochter kann die Versicherungspauschale nur abgezogen werden, wenn sie mit Unterhaltsvorschuss, Kindergeld und ggf. Wohngeld ihren Bedarf aus eigenem Einkommen ganz decken kann. Das Kindergeld wird angerechnet, das heißt, das gibt es nicht extra. Falls es einen Überschuss an Kindergeld gibt, den Deine Tochter nicht für sich benötigt, dann wird er Dir angerechnet.

Falls die Anwältin nicht weiter weiß, dann gibts noch die Seite Rechtsberatung und Rechtsfragen online. Finden Sie einen Rechtsanwalt bei frag-einen-anwalt.de , da bekommt man mit geringem Einsatz ganz gute Antworten.
 
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