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ARGE und Stress ohne Ende

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sindytomlea

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#1
Hallo an alle,

lange war ich nicht mehr da, aber nun brennt es mal wieder.

Vorweg ... für den Bereich Dresden, wo meine große Tochter lebt. Sie hat nun bald eine eigne Wohnung und nun endlich bekommt sie den normalen Regelsatz von 351 Euro (bis dato wurden ihr stetig ohne Angabe von Abzügen nur 298 Euro gezahlt). Da ich da nicht im Nahbereich bin (hatten bis vor kurzen mehr oder weniger eine schwere Zeit ... naja Teenies wissen halt sowieso stetig alles besser und erst wenn sie im Dreck liegen, dann kommen sie zurück), kann ich nicht mit zum Amt. Die Geldsache wurde mit einem Obdachlosenverein geklärt. So nun zum neuen Problem.

Eine Lehre hat sie hinter sich - Verkäuferin 2 Jahre Ausbildung, eher schlecht als Recht. Kind hat sich nun entschlossen noch weiter zu machen - was ich persönlich für gut befinde. ABER nun macht die ARGE zeck ... wie sieht es rechtlich aus, hat das Kind einen Anspruch drauf oder nicht? Sie hat stellenweise jetzt - im Rahmen des Prüfen zum korrekten Regelsatzes stellenweise (wohl aus Frust wegen der Drohung, wenn sich nix bewegt, eine EA zu machen) teilweise nur mal 20 Euro bekommen oder mal 50 Euro in den letzten Monaten so wohl als Vorschuss. Nun war sie gestern wieder im Amt wegen der Lehre...

Ergebnis:
1. nein sie dürfen nicht weiterlernen, bekommen dazu kein Geld
2. sie haben (obwohl NOCH kein Geld zur Zahlung angewiesen) innerhalb von 14 Tagen 30 Bewerbungen zu schreiben an Zeitarbeitsfirmen. (von was bitte schön???)
3. Nachweis, das sie mindestens 10 Vorstellunggespräche hatte, resultierend aus den 30 Bewerbungen ...

erst wenn sie das gemacht hat, dann würde über eine Wohnung entschieden und dann geht es weiter.


Ich sehe selber die Problematik - das dies ein fast unlösbres Ding ist. Irgendwann muss sie ja zwischen den Kiemen haben. Ich kann ihr da ncih helfen ... aus meinen alten Threads hat sich nichts geändert. Ich abhänging von meinem Mann, meien Jugnen muss er mit unterhalten sowie die gemeinsame ... meine Berentung läuft seit 12/2006 und die haben sich immer noch nciht entschieden, es reicht ja nicht das ich nun zur 4 OP am Rücken gehen muss.... Die Idioten interessiert es auch nicht, das mein Mann zwr keinen Unterhalt an sein großes Kind mehr leisten muss sondern nun die Heimkosten mit tragen muss ... und das sind schlappe 100Euro mehr als KU. Ich als Ehefrau werde auch nur für 6 Monate in der Heimkostenberechnung als GNADE mit berücksichtigt, habe logisch für mih allein zu sorgen. :icon_kotz: könne ja arbeiten gehen, Kinder haben Vorrang, besonders solche, die durch die eignen Mütter so dastehen, das sie fremdn Männern bei Nichtbeachtung in den Schritt fassen, als selbstmordgefährdet eingestuft sind ... so als paar Eckpunkte. Wir zeigten es dem sch.. JugAmt an - wir waren aber Spaßvögel, bis es rauskam jezt bei Gericht - nur es nützte ja nichts, weil nun is die im Heim und wir müssen zahlen. Wie gehabt ... man lebt am Limit.

Gruß sindytomlea
 

marsupilami

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#2
Der ARGE die Bewilligung für eine Weiterbildung aus dem Kreuz zu leiern wird schwierig. Denn Deine Tochter hat eine abgeschlossene Ausbildung.

Innerhalb von 14 Tagen 30 Bewerbungen zu schreiben ist per se schon happig. Dass daraus 10 Bewerbungsgespräche resultieren sollen, ein Ding der Unmöglichkeit.
Standard waren mal ca. 1 Bewerbung pro Woche. Übers Jahr verteilt.
Macht 52 Bewerbungen pro Jahr. Da jede Bewerbung mit 5,00 € bezuschusst werden konnte, macht das 260,00 € im Jahr, mit denen der/die SB die Bewerbungsbemühungen bezuschussen konnte.
Wie's nach den neuen Bestimmungen damit aussieht weiß ich aktuell nicht.

Hat Deine Tochter diese Ablehnung und Forderungen schriftlich? Mit Rechtsfolgebelehrung?
Was mich ebenfalls stutzig macht, ist die Wohnungszusage von den Bewerbungen abhängig zu machen. Wenn das der/die SB tatsächlich so schriftlich festgesetzt hat, ist ein Gang zum Gericht fällig.

Versuch mal, Deiner Tochter beizubringen, dass sie sich nicht mit mündlichen Aussagen abspeisen lassen soll, und dass sie nicht alleine zu solchen Terminen geht.
Stichwort Beistand.
 

Mario Nette

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#4
Deine Tochter muss aktiv werden. Sie könnte z. B. wenn es möglich ist, sich hier auch mal selbst zu Wort melden. In Dresden gibt es auch Leute hier aus dem Forum. Hier könnte man nachfragen, ob ein Beistand zur Verfügung steht: Information - Suche/Biete Begleitung zur ARGE/Jobcenter im Erwerbslosen Forum Deutschland

Eine Ausbildung reicht der ARGE. Wenn deine Tochter in diesem Job arbeitsfähig ist, wird die Weiterbildung abgelehnt. Sollte sie sie trotzdem machen, muss sie jedwede Kosten selbst tragen.

Mache ihr klar, dass sie alles, wirklich alles ausschließlich schriftlich machen soll. Mündliche Dinge sind nichts wert, sie sind nicht beweisbar und man kann ihnen auch nicht vernünftig widersprechen.

Hat sie eine EGV unterschrieben? Wenn ja, sollte sie umgehend formlos und nachweislich schriftlich Bewerbungskostenerstattung beantragen.

Du schreibst, sie hat bald eine Wohnung sicher. Ist die angemessen? Hat sie den Mietvertrag bereits unterschreiben? Befindet sich deine Tochter momentan in der Weiterbildung?

Mario Nette
 

sindytomlea

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#5
Hallo,

erst mal vielen Dank für die schnellen Antworten: handle mal der Reihenfolge nach ab:

1. marsi ..

die angesprochene Variante kenn ich von Dir auch so, aber der Hund kommt noch dicker ... die Bewerbungskosten muss sievorstrecken und bekommt nur quartalsmäßig ausgezahlt ... sprich sie bekommt die erst mit dem Geld für April wohl ausgezahlt.

Hat Deine Tochter diese Ablehnung und Forderungen schriftlich? Mit Rechtsfolgebelehrung?

nein, haben sie der nur so gesagt. Leider wie beschrieben, hatte man einen Dickkopf und meinte ihr gehört die Welt und nun ist sie auf dem Boden gelandet ... ganz hart. Ich kann und werde nur Tipps geben, den Rest muss sie selber berennen, weil gute 300 km wech von mir.

2. Vagabund
danke, such des gleich für sie raus

3. Mario Nette
Sie könnte z. B. wenn es möglich ist, sich hier auch mal selbst zu Wort melden

müsste sie ins Internetcafe gehen und des kostet ... bei den bisherigen Vorschusszahlungen schwierig. Hoffe das Sie morgen wirklich korrekt Geld bekommt und dann schick ich sie hierher. Defacto, bekommt sie morge wieder nichts, keine Inet. Würde zwar die Sache ungemein erleichtern, aber ... muss das die Hände heben.

Alles andere muss ich fragen ... wenn ich alles weitre weis, schreib ich oder meine Tochter.

Denke vielleicht noch bissel Hintergrundwissen:
Kind durfte ausziehen, weil es Probleme gab und das JugAmt befand, das es gut wäre ... ergo half das Amt eine Wohnung in der Lehre mit Hilfe. Ausgelernt und abgesackt ins Obdachlosenheim. Aber dann sprach man ja noch nicht mit der Familie - jetzt erst, als man ganz im Dreck liegt, Mama kannst mal, hast eine Idee usw. Dabei hat sich die Dame die Lehre selber vermasselt.

Ich kann Sie nicht unterstützen ... habe KEIN Einkommen, nein besser noch - JugAmt bei meinen Mann sagt, ich habe keinen Anspruch - Jobcenter schickt mich weg - normalerKreislauf halt.

So - sag mal so - es ist alle eine Sch .... hin.


Gruß sindytomlea
 

Mario Nette

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#6
Ah, das heißt, dass sie sich aus der Obdachlosigkeit eine Wohnung gesucht hat? Das ist doch schon mal ein ganz vernünftiger Schritt. Ich glaube irgendwie, sie hat es begriffen. Zuspruch und Unterstützung zur Selbstaktivierung wären da sehr hilfreich für sie.

Nochmal zu den Bewerbungskosten: Ist Stuss, was ich schrieb. Egal ob EGV besteht oder nicht, sie soll die Erstattung formlos beantragen. Dass sie vorstrecken muss, ist "normal" so, leider. Aber wenn sie sich jetzt irgendwo her die Euros holt und nicht beantragt, wird sie das Geld nicht wiederbekommen. Das ist aber auch schnelle gemacht: "Sehr gee... hiermit beantrage ich die Erstattung sämtlicher anfallenden Bewerbungskosten ab dem Datum dieses Schreibens. MfG" reicht völlig aus. Ausdrucken, unterschreiben, kopieren, zur ARGE, Kopie abstempeln lassen (mit Tagesstempel usw.), fertig. Damit hat sie dann erst mal ihre Ansprüche dem Grunde nach gesichert.

Mario Nette
 

sindytomlea

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#7
Hallo Mario,

naja ganz ohne war sie in dem Sinne nicht - ein Bett fand sich leider überall ...

Alles - warum der Wandel kam - hat einen anderen Hintergrund, ich finde es gut, das das Kind munter geworden ist - aber es kenn es ja und weis das sich das Wetter schnell wenden und drehen kann ...

Gut mit dem Werbungskosten geht klar uind das mach ich fertig.

Ist sonst noch irgendwas sonderliches bei U25 zubeachten? M. E. nach hab ich geguckt ... aber nichts gefunden, was der normale Schnitt an Bewerbungen im MOnat ist. Sicher von der EGV abhängig (bei meiner noch 2005 - 1 Bewerbung je Monat sollt ich machen) - nur sie in hätte wohl in der Richtung nix unterschrieben, aber frag mein Kind noch mal.

Gruß
 

Mario Nette

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#8
Hinsichtlich der Menge der Bewerbungen gibt es grob zwei Argumentationsweisen:

1. (so wurde bis 31.12.2008 argumentiert von den Betroffenen) Im Jahr werden max. 260 € Bewerbungskosten übernommen. Das bedeutet, je Woche eine Bewerbung. Also im Monat vier Bewerbungen.

2. (Argumentation der ARGE) Es geht um Bewerbungsbemühungen und eine Telefonanruf ist solch eine Bemühung. Sowas kostet aber keine fünf Euro. Und darum könne man auch mehr Bewerbungsbemühungen verlangen.

Seit 01.01.2009 gibt es das Vermittlungsbudget, welches eigentlich eine Deckelung der maximal zu erstattenden Bewerbungskosten nicht vorsieht. Aber "eigentlich" und "ARGE-Alltag" unterscheiden sich normalerweise immer. Das geht beispielsweise so weit, dass einige ARGEn festlegen, dass nur noch 130 € je Jahr erstattbar sind.

Mario Nette
 
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