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ARGE übernimmt KDU nur teilweise - Was kann ich tun?

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Nicht offen für weitere Antworten.

gawe

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#1
Hallo,

ich benötige dringendst Hilfe. Habe am 15.11.2007 bei der Arge einen Antrag auf ALG II gestellt. Es werden NICHT die vollen Mietkosten übernommen. Wir sind eine 4-köpfige Familie und die Arge hat mir für den Monat DEZ ledigl 140,67 überwiesen. Mit diesem Geld schaffe ich es nicht. Außerdem kann ich ab Montag meine Kinder nicht mehr zur Schule bringen, da ich kein Geld mehr habe. Der Kühlschrank ist auch leer. Habe Widerspruch eingelegt, aber dies hilft mir/uns auch nicht weiter. Bin völlig verzweifelt.

Gruß, Gabi
 

wolliohne

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#2
Gabi

ganz ruhig wir sind bei Dir.

Habe i.m.das gleiche Problem.

Tip zur Vorgehensweise,1. sofort schriftl. Widerspruch einlegen.
Die ARGE ist verpflichtet wenigstens ein "halbes Jahr die jetzige volle Miete zu übernehmen" danach wird erst über einen evtl. Umzug gestritten.

Unbedingt juristisch beraten lassen (hier kostenlos nach Terminvereinbarung Tel. 0228-850 8025),WBS vorsorglich beantragen,Wohnungsangebote schon mal studieren und sammeln.

wg.Geld empfehle ich unseren Antrag auf Vorschuss (unter Download) runterladen und damit inkl. Begleitung zur ARGE unbedingt auf Bargeld bestehen.

Alles gute und nicht unterkriegen lassen!
 

gawe

Elo-User/in

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#3
Hallo,

ich bin der Schikanen müde geworden.... Vor knapp 2 Jahren machte ich mich selbständig. Sogar während meiner Selbständigkeit wurde ich von der ARGE schikaniert. Dies hörte erst auf, als ich auf die ARGE komplett verzichten konnte.

Durch einige unglückliche Umstände hat es sich mit der Selbständigkeit nun erledigt und mir gehts finanziell schlechter als jemals zuvor. Es hat mich einiges an Überwindung gekostet, aber der erneute Weg zur ARGE war unabwendbar.

Um die Sache abzukürzen: Mir werden lediglich die angemessenen Unterkunftskosten erstattet. Die Bewilligung ist befristet bis 30.04.08. Unser Vermieter hat uns das Haus zum 31.01.08 gekündigt, wegen über 1600,- Euro Mietrückstände. Der Vermieter hat sich mit der ARGE in Verbindung gesetzt und denen erklärt, dass die Kündigung, nach Ausgleich der Mietrückstände unwirksam wäre. Die Sachbearbeiterin meinte nur dass sie es weiß, aber die Rückstände trotzdem nicht von der ARGE übernommen werden.

Wir sollen uns mit unseren beiden Kindern halt bis Ende Januar eine neue Wohnung suchen. Bis dahin überweist die ARGE die tatsächliche Miete direkt an den Vermieter. Die Differenz zwischen tätsächlicher und angemessener Miete müssen wir selbst tragen. Dies hat zur Konsequenz, dass die ARGE mir lediglich 140,67 Euro für unseren (4-köpfige Familie) Lebensunterhalt überweist.

Der Hinweis, dass ich meine Kinder nicht mehr zur Schule bringen kann, da ich die Fahrtkosten nicht aufbringen kann und der Hinweis, dass wir bis zum Ende des Monats keine Lebensmittel kaufen können interessiert die ARGE nicht. Ist denen doch egal ob wir ne Wohnung finden, ob wir was auf dem Teller haben und ob unsere Kinder zur Schule gehen....

Habe Einspruch eingelegt und bereits nach 2 Tagen eine Rückantwort erhalten. Mit der Rückantwort bin ich aber auch nicht weiter als vorher. Mein Anwalt ist erst ab 06.01.08 wieder erreichbar.

Ganz ehrlich ??????????? Ich habe keine Lust mehr und ich verstehe, wenn Menschen Verzweiflungstaten begehen. Meine Mutter sagt immer: in Deutschland verhungert niemand....... Ich denke, dass sich die Zeiten geändert haben und dahinter zum Teil Methode steckt.

Schlimm genug, wenn man als Eltern wie die letzten Versager behandelt wird. Aber es bricht mir das Herz, dass unsere Kinder diese Zeche nun auch zahlen sollen. Ich war so stolz, dass die Kinder fleißig genug waren um eine höhere Schule besuchen zu können. Nun müssen wir tatenlos zusehen, wie der Staat ihren Abstieg hinnimmt.

Sie bleiben sitzen, weil sie nicht zur Schule können. Sie können nicht zur Schule, weil man sich um ein paar Euro streitet. Selbst mein Arbeitsvermittler schüttelt mit dem Kopf. Wie soll ich mit 140,67 Euro monatlich Bewerbungen verschicken ? Wie sollen wir überhaupt damit was auf die Reihe bekommen ? Wie sollen wir Wohnungen besichtigen, wenn wir kein Geld haben, um dorthin zu gelangen ?

Ich habe keine Lust mehr und ich bin müde...
 
E

ExitUser

Gast
#4
Hallo gawe,
das tut mir zutiefst leid für euch

das is echt entsetzlich was du hier beschreibst und das du auf diese Ar... keinen Nerv mehr hast kann ich verstehen

haben dir Tipps von wollliohne ein wenig weiter geholfen?
 
E

ExitUser

Gast
#6
Gawe,

tief durchatmen und der Kinder wegen weitermachen.
Es geht immer weiter, glaube mir.
Wenn man ganz unten an der Talsohle angekommen ist, geht der Weg wieder nach oben.
Das müssen wir alle unseren Kindern vorleben, auch Du.

Setz doch mal die Gegend hier rein, aus der Du kommst. Sicher finden sich hier auch User, die Dich auch tatkräftiger als durchs Forum unterstützen würden!
Manchmal muss man Hilfe annehmen können. Das hat wohl jeder schon erlebt.

Viele Grüße,
angel
 

ClondikeCat

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#7
:eek:

Unser Vermieter hat uns das Haus zum 31.01.08 gekündigt, wegen über 1600,- Euro Mietrückstände. Der Vermieter hat sich mit der ARGE in Verbindung gesetzt und denen erklärt, dass die Kündigung, nach Ausgleich der Mietrückstände unwirksam wäre. Die Sachbearbeiterin meinte nur dass sie es weiß, aber die Rückstände trotzdem nicht von der ARGE übernommen werden.
Hallo gawe,

ich kann dir nur raten, mit glühenden Sohlen, zur nächsten Schuldnerberatung zu wetzen. Caritas, SKM, SKF, DRK, VDK, AWO, haben selbst Leute, die sich mit dem Sozialrecht auskennen, die wissen, was dir von Amts wegen zusteht und die auch mit dir zum Amt gehen und deine Ansprüche durchboxen. Du mußt halt nur rauskriegen, welcher Verein in deiner Umgebung soziale Dienste anbietet.

Wie meine Vorredner schon gesagt haben, steht dir für 6 Monate die vollständige Übernahme der Unterkunftskosten durch die Arge zu. Um die Mietrückstände wird sich die Schuldnerberatung kümmern. Eine Sozialwohnung kann dir gegebenefalls vom Sozialamt zugewiesen werden.

Was deine Arge da macht, die Miete überweisen, die Mietschulden stehen lassen, so, daß der Grund für die Kündigung bestehen bleibt (wozu denn dann noch Miete zahlen?) und dich mit einem Betrag dastehen zu lassen, mit dem ich eine 4 köpfige Familie gerade mal eine Woche durchfüttern könnte, läßt in mir nur den Verdacht aufkeimen, daß man eine Grundlage zu schaffen sucht, dir das Sorgerecht für die Kinder zu entziehen.

Ein Anwalt, der nicht da ist, wenn du ihn brauchst und keinen Vertreter für dich bereithält (in Anwaltskanzleien eigentlich die Regel, daß ein anderer Kollege übernimmt) ist dir da wohl keine Hilfe, eine kirchliche Sozialeinrichtung mit eigener Rechtsabteilung hingegen schon.

greetz

... Cat ... :icon_wink:
 
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