Arge Security

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ExitUser

Gast
Taschentücher bereitlegen.

Schutz vor gewalttätigen Kunden in den ARGEn

Direkt am Arbeitsplatz bedroht oder angegriffen zu werden, ist eine sehr belastende Erfahrung. Die Auswirkungen reichen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit des betroffenen Mitarbeiters. Das ABBA-Projekt (Arbeitsbelastungen und Bedrohungen in Arbeitsgemeinschaften nach Hartz IV) verschiedener Unfallversicherungsträger sucht nach Möglichkeiten eines besseren Gesundheits- und Arbeitsschutzes in den ARGEn nach Hartz IV.


Übergriffe von Kunden auf Mitarbeiter sind in den öffentlichen Verwaltungen nichts Neues. In den 2003 eilig gegründeten Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) nach Hartz IV war die Situation allerdings von Beginn an besonders angespannt und belastend für die Mitarbeiter.

Schutz vor gewalttätigen Kunden in den ARGEn — SIFATipp

Der böse, böse Kunde.
 

galigula

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Hartz VI,eine meisterhafte Maßnahme zum Bürokratieabbau!
Selten so gelacht!
 
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Die Antwort

Gast
Das ist der entscheidende Part dieses Artikels:

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz spricht es direkt an: Die vorhandenen Konflikte sind nicht innerhalb eines solchen Projektes zu lösen. Die beschlossenen Maßnahmen sind nicht zur eigentlichen Ursachenbekämpfung geeignet, sondern können allenfalls kleine Verbesserungen einleiten und ein bisschen Kosmetik betreiben.

Die tieferen Ursachen für Konflikte liegen weder bei den Kunden noch bei den Mitarbeitern vor Ort.
 

haef

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diesen Blödsinn habe ich mir noch nicht einmal durchgelesen, warum?

Vom ersten Tag an, d.h. bevor es überhaupt Angriffe gegeben haben konnte, waren bei (allen?) ARGEn Sicherheitsdienste angestellt.

Weder bei den Sozialämtern noch bei den Arbeitsagenturen hat es diese Situation je zuvor gegeben.

Aus Psychologie, Pädagogik, Soziologie ist seit Jahrzehnten bekannt das, speziell uniformierte, Schutz"truppen" Aggressionen auslösen zumindest aber verstärken. Daher auch die Ansätze der Deeskalation, z.B. durch "unsichtbar" machen, bei der Polizei.

Wenn und da hier aber bewußt auf Präsenz gesetzt wurde, welches Ziel war damit verbunden?
M.E. nur eines, selbst wenn es keine Übergriffe gegeben hätte, im Verhältnis ohnehin vermutlich vernachlässigbar, wäre dennoch das Bild einer potentiellen Bedrohung für alle Beteiligten und somit auch die Öffentlichkeit ständig präsent gewesen.

In der Masse eine sehr teure Manipulation.

fG
Horst
 

haef

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Genau, Deeskalation durch Unsichtbar-Machen: Tumult um Wartemarke Nr. 146 | Die KEAs e. V. ? Kölner Erwerbslose in Aktion - oder die diversen Zivis in Demos, die ganz bewusst "deeskalieren" *harr harr*.

Mario Nette

Thema ist die Präsenz von Sicherheitsdiensten bei der ARGE (von Beginn an) wegen angeblich aggressiver "Kunden".

Deeskalation durch "unsichtbar machen" als Polizeistrategie war nur ein Beispiel, das häufig angewendet wurde indem Bereitschaftspolizei nur als "Reserve" im Hintergrund blieb.
Das mit "agent provocateurs" auch andere Strategien gefahren wurden, ist hinlänglich bekannt. Ebenso, das ein Strategiewandel seit einiger Zeit mehr auf massivste (Über)Präsenz gerade von Bereitschaftspolizei mit martialischem Auftreten setzt.

Damit ist aber die Grundaussage, das solche Präsenz Aggressionen hervorruft, nicht widerlegt.

fG
Horst
 

Arania

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waren bei (allen?) ARGEn Sicherheitsdienste angestellt.
Nö die gibt es erst seit etwas über einem Jahr bei uns und man kann nett mit ihnen reden, sie übernehmen bei uns eher die Funktion des Wegweisers und Beraters, ich kenne keinen der Angst vor ihnen hätte

Das mag in einigen ARGEN - vor allen Dingen in Bonn glaube ich - anders sein, aber ist sicher nicht die Regel

Ich denke mal das es nicht nur bei ARGEN und Sozialämtern nun Security gibt, sondern das es seit 2001 überall in öffentlichen Gebäuden mehr Sicherheitspersonal gibt als früher, berechtigt oder nicht

Die Menschen fühlen sich halt mehr bedroht und wenn man mal an die zunehmende Gewalt auf Bahnhöfen, in Zügen. etc. denkt, dann ist es vermutlich auch nicht so abwegig
 
E

ExitUser

Gast
Direkt am Arbeitsplatz bedroht oder angegriffen zu werden, ist eine sehr belastende Erfahrung.
Leider erwähnt niemand von den belastenden Erfahrungen die Elos alltäglich im Umgang mit "ihrer" Arge, "ihrem" SB machen müssen. Von verbalen Attaken, Beleidigungen, Einschüchterungen, Nahrungsentzug, Zwangsarbeit und Schikane.
Die Auswirkungen reichen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit des betroffenen Mitarbeiters.
Die Auswirkungen für die Erwerbslosen sind u.a. Angstzustände, Panikattaken, Schlaflosigkeit, Depressionen und Verzweiflung.
Das ABBA-Projekt (Arbeitsbelastungen und Bedrohungen in Arbeitsgemeinschaften nach Hartz IV) verschiedener Unfallversicherungsträger sucht nach Möglichkeiten eines besseren Gesundheits- und Arbeitsschutzes in den ARGEn nach Hartz IV.
Wer sucht für Erwerbslose nach besserem Schutz vor den Folgen von Entrechtung, Mittellosigkeit, Ausbeutung und schikanöser Behandlung auf den Argen?
Übergriffe von Kunden auf Mitarbeiter sind in den öffentlichen Verwaltungen nichts Neues.
Übergriffe von Mitarbeitern der Arge auf Erwerbslose sind nichts Neues. Sie sind unsichtbar, und hinterlassen daher keine sichtbaren Spuren. Sie sind gewünscht und gewollt, und werden in der Regel weder von den Tätern noch der Gesellschaft als Gewalt empfunden, sondern als legetimes Mittel massiven Druck auf Erwerbslose auszuüben.
In den 2003 eilig gegründeten Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) nach Hartz IV war die Situation allerdings von Beginn an besonders angespannt und belastend für die Mitarbeiter.
Unter angespannten und belastenden Situationen leiden Erwerbslose täglich. Nur finden sie weder bei den Gewerkschaften, noch in der Öffentlichkeit oder Projekten Gehör für ihre Situation.

LG :icon_smile:
 

haef

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Nö die gibt es erst seit etwas über einem Jahr bei uns und man kann nett mit ihnen reden, sie übernehmen bei uns eher die Funktion des Wegweisers und Beraters, ich kenne keinen der Angst vor ihnen hätte
das sollten reguläre MA übernehmen

Das mag in einigen ARGEN - vor allen Dingen in Bonn glaube ich - anders sein, aber ist sicher nicht die Regel
eine Regel ausschließlich aus der persönlichen Sicht ableiten?

Ich denke mal das es nicht nur bei ARGEN und Sozialämtern nun Security gibt, sondern das es seit 2001 überall in öffentlichen Gebäuden mehr Sicherheitspersonal gibt als früher, berechtigt oder nicht
das ist nicht die Frage, sondern der bewußte, bis dahin nicht existente "Schutz" von Sozial- und Arbeitsämtern resp. der Nachfolgerin ARGE

Die Menschen fühlen sich halt mehr bedroht und wenn man mal an die zunehmende Gewalt auf Bahnhöfen, in Zügen. etc. denkt, dann ist es vermutlich auch nicht so abwegig
auch das hat nichts mit der Absicht der bewußten Installierung von Sicherheitsdiensten bei der ARGE zu tun.

man muss sich auch nicht von Einsätzen der Bundeswehr im Inneren bedroht fühlen, sind ja schließlich alles nette Jungs (Verzeihung, neuerdings ja auch Mädel) oder der prophylaktischen Installation von Überwachungskameras, schließlich haben wir ja nichts zu verbergen.

fG
Horst
 
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