Arge möchte ein Gutachten vom Ärztlichen Dienst

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Ernst2

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Hallo,

ich bin seit 1979 Selbständig, erziehle in der letzten Zeit nur noch geringe Gewinne und beziehe deswegen ALG2, was auf meinem gesundheitlichen Zustand zurückzuführen ist. Nun möchte meine zuständige Arge ein ärztliches Gutachten durch den Ärztlichen Dienst erstellen lassen und mir wahrscheinlich einen Coach zwecks Betriebsberatung zuteilen.

Jetzt habe ich Angst, dass die Arge mich nach dem Gutachten als nicht Vermittelbar einstuft und mich auffordert, meine Selbsständigkeit zu beenden. So müsste ich zwangsweise zuhause bleiben.

Durch meinen gesundheitlichen Zustand kann ich viele anfallende Arbeiten nicht selbst durchführen, wie z.B. Arbeiten auf Leitern. Ich bin auch nicht in der Lage 40 Stunden die Woche zu arbeiten. Jedoch möchte ich meine Selbständigkeit nicht ganz aufgeben, da ich so wenigstens nocht etwas zu tun habe.

Wie muss ich mich Verhalten, bzw. was muss ich tun, um meine Selbstständigkeit zu behalten. Muss ich das Gutachten machen lassen und die Schweigepflichtsentbindung für meine Ärzte unterschreiben? Muss ich einen Coach zur Betriebsberatung akzeptieren?
 

Der Ratlose

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da mach dir mal keinen Kopf drum.

Das JC kann dir nicht deine Selbständigkeit untersagen.
Es geht sogar noch weiter.
Je mehr Vermittlungshemmnisse du hast desto mehr bleibt nur die Selbständigkeit.

Über den Amtsarzt wollen die wohl herausfinden ob du voll einsatzfähig bist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Auch wenn du erwerbsunfähig bist, kannst du bis 2 1/2 Stunden täglich arbeiten. Mehr brauchst du doch auch nicht für die Selbstständigkeit.
 

gelibeh

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Muss ich das Gutachten machen lassen und die Schweigepflichtsentbindung für meine Ärzte unterschreiben?
Wenn Dich das Amt da hin schickt, dann musst Du. Eine Schweigepflichtentbindung und einen Gesundheitsfragebogen kannst Du ausfüllen, musst es aber nicht. Und diese Unterlagen haben, wenn Du sie ausfüllst, nichts in den Händen des SBs zu suchen. Die gibt man direkt beim ÄD ab. Du kannst natürlich auch alle Deine medizinischen Unterlagen mit zum Arzttermin nehmen.
 

Koelschejong

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Die Abgabe der Schweigepflichtsentbindung ist freiwillig, aber wie Früchtle schon sagte, dann ist es ratsam, mit dem Arzt zu sprechen und die "zielführenden" Unterlagen von ihm mit zum Termin zu nehmen.
 

Anna B.

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Hallo,

hier ist aufgeführt, was Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtentbindungen bedeuten..

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...09-2011-Einschaltung-Fachdienste-Anlage-1.pdf

insbesondere dies hier:

Der Kundin/dem Kunden muss bewusst sein, dass das Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens und der Schweigepflichtentbindungen sowie das Überlassen medizinischer Unterlagen
auf freiwilliger Basis erfolgt und dass ihre/seine Angaben und Unterlagen ausschließlich vom
ÄD eingesehen und ausgewertet werden. Ein sorgfältig ausgefüllter Gesundheitsfragebogen
soll dazu beitragen, unnötige Doppeluntersuchungen bzw. Doppelbegutachtungen zu vermeiden und das Begutachtungsverfahren zu beschleunigen.

Das ist völliger Blödsinn...

was macht denn ein Gutachter? der wird nicht anfangen zu röntgen und Medikamente zu verordnen usw. usw...bohren wird er auch nicht..

also ist die Aussage der Afa...Schweigepflichtentbindungen bitte zur Vermeidung von belastenden Doppeluntersuchungen...völliger Blödsinn..die wollen die Antragsteller damit nur einlullen...

"Bedenken sie doch bitte, dann muß unser Arzt sie nicht auch noch untersuchen, das belastet sie dann doch nicht so.."...und schwupp..fällt man drauf rein.

gesundheitliche Daten sind besondere Sozialdaten und die unterliegen dem Sozialdatenschutz..

nach § 35 SGB I, insbesondere Absatz 3.. müssen gesundheitliche Unterlagen nicht vorgelegt werden, und schon gar nicht Schweigepflichtentbindungen unterzeichnet werden..

lediglich nach § 62 SGB I ist man verpflichtet, an einer Untersuchung teilzunehmen...nicht mehr und nicht weniger...

da umfangreiche untersuchungen, Laborbestimmungen, Röntgenbilder usw. furchtbar teuer sind, werden keine "belastenden Doppeluntersuchungen" stattfinden...
aber man kann die Befunde, die man zu Hause hat, dem ärztlichen Dienst vorlegen, das halte ich auch für sinnvoll..
aber natürlich nur das vorlegen, welches für das Krankheitsbild auch aussagekräftig ist...ne Grippe von vor 5 Jahren, btraucht nicht mit Befunden belegt zu werden..
 
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