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Arge macht aus WG eine BG, einfach mal eben so

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Nicht offen für weitere Antworten.

Paula06

Elo-User/in

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13 Apr 2007
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#1
Guten Abend zusammen,

folgendes ist passiert.
Ich hatte vor ein paar Tagen schon mal geschrieben, es ging um Kontoauszüge.
Nachzulesen unter
http://www.elo-forum.org/kontoauszuege-verweigert-leistungen-wurden-versagt-t10746.html?t=10746

Ein Bescheid kam dann von der Arge aber nur mit nochmals einer Aufforderung die Kontoauszüge bis zum 31.05.07 vorzulegen, ansonsten Leistungsverweigerung.

Mein Mitbewohner forderte dann schriftlich eine Begründung zur Vorlage der Kontoauszüge und setzte dem SB auch eine Frist.
Es ging auch ein Brief an den Geschäftsführer der Arge heraus, mehr so eine Beschwerde.

Nun kommt der Clou.

Am heutigen Tage bekommt mein Mitbewohner Post von der Arge mit 2 Bescheiden die an mich gerichtet sind aber an ihn gesendet wurden und ich bekomme ebenfalls 2 Bescheide die auch an mich gerichtet sind.

Nun hat dieser SB nicht mehr auf die Kontoauszüge bestanden wie er sie ja haben wollte bis zum 31.05. sondern er hat aus unserer WG eine BG gemacht, mal eben so hat er dieses beschlossen. Die Kontoauszüge werden nicht mehr erwähnt oder gefordert.

Ich schreibe das mal eben so in Kurzform nieder:

Bescheid über die Bewilligung nach Blablabla.......

Sehr geehrte Frau.........also ich, aber an meinen WG Bewohner gesendet,

für Sie und die mit Ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen werden Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes für die Zeit vom 01.07.07 bis 30.09.07 in folgender Höhe bewilligt: ....€

Die Berechnung der Leistung liegen die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse aller Mitglieder der BG zu Grunde, wie diese bei der Antragstellung angegeben und nachgewiesen wurde ????????????????????????????????????????????????????

Da Sie ( der meint mich ) die Leistung beantragt haben ????? ( habe ich niemals) war nur Rechtsbeistand meines Mitbewohners)
wird vermutet dass Sie die Vertretung (Bevollmächtigung) der Bedarfsgemeinschaft übernommen haben.
Diese Vermutung gilt dann nicht mehr wenn andere Mitgleider der BG erklären, dass sie ihre Interessen selbst wahrnehmen wollen ( § 38 SGB II )

Die im April und Mai 07 entstandene Leistungsüberzahlung in Höhe von 172,95 € wird als Vorschuß gemäß § 42 SGB I mit den auszuzahlenden Leistungen verrechnet.

Die Verrechnung erfolgt in den Monaten Juni, Juli und August 2007 in drei Raten von je 57,65 €

Aus technischen Gründen ist eine maschinelle Adressierung an beide Partner???? in der BG leider nicht möglich. Daher erhalten Sie den gleichlautenden Bescheid an Frau.... (ich) zur Kenntnisnahme. Ich bitte um Verständnis.

Dann das 2. Schreiben von dem Witzbold:

Änderung der Bewilligung blablabla.....

Folgende Änderungen sind eingetreten:

Gemäß § 7 Abs. 3 a Nr. 1 SGB II VERMUTE ich den wechselseitigen Willen, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen.
Deshalb bilden (mein WG Mitbewohner) (ich und meine Tochter, nicht unsere gemeinsame) ab 16.4.07 eine BG gemäß § Abs. 3 SGB II mit der Folge, dass Einkommen und Vermögen jeder Person nach § 9 Abs.2 SGB II mit zu berücksichtigen sind.

So, ich dachte echt heute früh das mich der Schlag trifft und ich war im ersten Wutanfall geneigt zu diesem anscheinend bekifften oder betrunkenen SB rüber zu gehen und ihm die Bescheide solange um die Ohren zu hauen bis sie in Fetzen runterhängen.

Ich habe schon einen Widerspruch aufgesetzt der morgen mit der Post rausgeht per Einschreiben mit Rückschein, dazu ein Schreiben an MEINE Sachbearbeiterin, die für mich zuständig ist.
Und ich schicke ihr auch meinen ausgefüllten Folgeantrag mit.
Den für MICH!!!!!

Mein WG Mitbewohner hat ebenfalls einen Widerspruch eingeleitet und der geht ebenso morgen raus.
Natürlich getrennt voneinander.

Ich glaube es geht rund. Nun will er keine Kontoauszüge mehr sehen und nun versucht er es auf diese Tour????
Ich habe sooooooo einen Hals.......aber so einen DICKEN.

Ich habe niemals einen Antrag bei dem gestellt, lediglich meine Mietquittungen vorgelegt damit er sieht das ich Miete an meinen Mitbewohner zahle.

Ich habe eigentlich mit einem Hausbesuch gerechnet......aber das das heute kommt.....unglaublich.

Werde auf jeden Fall einen Anwalt zu Rate ziehen und ihm diese Schreiben vorlegen.
Durfte der SB überhaupt MEINE POST an meinen WGler versenden.
Ich fass es nicht.

Nun haben wir jeder 2 Bewilligungsbescheide und 2 Änderungsbescheide aber alle auf meinen Namen ausgestellt und wie gesagt die Hälfte davon an meinen WGler gesendet.
Auf den für meinen WG Mitbewohner steht oben immer jeweils geschrieben:

1 Exemplar für Herrn........(meinen Mitbewohenr)

Was sagt ihr denn dazu ?????????

Bin gespannt auf Eure Meinungen.

Ich könnte vor Wut platzen :icon_motz: :icon_motz: :icon_motz: :icon_motz:

Gruß

Paula06
 

Kaleika

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#2
Ich habe schon davon gehört, dass die argen ARGEN WGs einfach wie BGs behandeln.

In der Logik der Verfolgungsbetreuung macht dies durchaus Sinn, denn für zum Beispiel drei Familienmitglieder werden in Bremen nur 420 Euro an Wohnkosten bewilligt. Für drei WG-Mitglieder hingegen müssten es (in Bremen) drei mal 365 Euro sein. Allerdings zahlt das die ARGE nicht freiwillig, sondern muss dagegen geklagt werden - mit Aussicht auf Erfolg!

Nur Mut wünscht Kaleika
 
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