ARGE lässt einen wohl verhungern...

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Yosapu

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Jaaa, wo fange ich am Besten an...
Also seit langem hat mein Freund mit der ARGE zu kämpfen.
Es sind so viele Punkte, über die ich mich da aufrege, ich zähle einfach mal alles auf, was mir so beim Runterschreiben einfällt (und das wird wohl leider nicht mal alles sein):
Also mittlerweile geht er nur noch mit einem Anwalt vom hiesigen Erwerbslosenzentrum zum Amt.
Das letzte Geld gab es 3.Woche Juli. Das waren 960 Euro (ja ich weiß, komischer Betrag, handelte sich aber um ne Teil-Nachzahlung). Davon gingen dann gleich 660 Euro an den Vermieter. Dannn wurden noch die wichtigsten Rechnungen beglichen und der Rest für Fressalien. Es hieße, Mitte August würde man nochmal soviel überweisen. Aber natürlich kam rein GAR NICHTS.
Dazu muss ich jetzt natürlich noch sagen, dass er seit letztem Jahr schon immer wieder Schwierigkeiten mit diesem Verein da hat. Der Anwalt hatte Nicht-gezahlte Leistungen in Höhe von ca. 7.500 Euro ausgerechnet. Dürfte dann ja mittlerweile auch wieder über 8.000 Euro liegen...

Na ja, vor, ich glaube, 3 Wochen hat der Anwalt bei nem angeblich befreundeten Richter Antrag auf eine einstweilige Verfügung gestellt, damit die ARGE mal zahlt. Ist ja wohl klar, dass der Vermieter im Dreieick springt (obwohl der bisher echt geduldig war) und man hier bereits seit 2 Wochen von gerade mal 10 Euro lebt. Den letzten 10 Euro.

Jedenfalls ist der Anwalt dann wohl letzte Woche mit dem Richter mal hin, damit der Richter ein Vorurteil fällen konnte. Ergebnis: "Jaaa, das ist alles so kompliziert, das geht nicht so schnell".
Da kann man sich doch nur verarscht vorkommen, denn mal ehrlich: Wenigstens die normalen Regelzahlungen hätten se mal rausrücken können. Aber na klar, lasst einen im Regen stehen.

Dann hieß es, ja es wird bar ausgezahlt (natürlich ja auch nur ein Teil). Das ging dann ja nicht, weil der Automat defekt war. Reparatur Fehlanzeige. Einen Scheck hat mein Freund abgelehnt, denn durch bisherige Erfahrungen weiß er, dass es, bis er den Betrag aufs Konto bekommt, die ARGE geschafft hat, die Zahlung 10 mal wieder zu blockieren.

Dann hat der Anwalt sich letzte Woche mit dem Anwalt der ARGE unter vier Augen zusammen gesetzt, um ne Einigung zu erzielen. Natürlich kam dabei rein gar nichts heraus. Scheinbar kennt der Anwalt wohl keine entsprechenden Paragraphen.

Gestern waren die beiden wieder bei der ARGE und da hatte man sich einen neuen Grund einfallen lassen. Mein Freund wäre ja zu einem Termin nicht erschienen. Ah ja... Dazu muss ich sagen, der Anwalt hat veranlasst, dass JEGLICHE Post der ARGE zu ihm gesendet wird. Ich weiß jetzt nicht, ob er den Brief verbummelt hat oder die ARGE einen vom Pferd erzählt. Es war wohl ein Brief in nem gelben Umschlag und die haben gestern auch mit der Einwurfbestätigung herumgewedelt. Aber das könnte ja meiner Meinung nach eine für weiß Gott jeden Brief sein.

Nun ja, das war jetzt die totale Zusammenfassung.
Ich weiß nicht, was ich von diesem Anwalt halten soll. Ich habe den leisen Verdacht (korrigiert mich ruhig, wenn ihr denkt, ich habe wohl eher Paranoia), dass der Anwalt vom Amt geschmiert wird und sich natürlich nur halbarschig durchsetzt.

Mir würden jetzt ein paar Paragraphen und ähnliches helfen, damit mein Freund die beim nächsten Mal selbstständig auf den Tisch feuert und die vllt mal etwas rausrücken. Es ist echt nur noch ein Witz.

Gott sei Dank hat er jetzt seit letzter Woche eine anständig bezahlte Arbeit aufgenommen. Aber trotzdem muss ja der Zeitraum bis Mitte Oktober, zum ersten Lohn überbrückt werden.
Er geht ja jetzt schon immer ohne etwas zu essen zur Arbeit und er läuft dort im Schnitt 12km am Tag PLUS Heben, etc.
Dann kann es ja nicht mehr lange dauern, dass er da kollabiert.

Na ja, ich ärgere mich gerade wieder maßlos.
Hoffentlich habt ihr ein paar Tipps.
Ach ja, Klage ist in Arbeit. Aber wer weiß, wie lange das bei dem Anwalt dauert...
 

Yosapu

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Na ja, entschuldige, wenn es zu lang ist. Man muss es ja wohl nicht lesen :icon_rolleyes:
Des fand ich jetzt echt überflüssig.
Man wird ja wohl noch schildern dürfen, was alles bisher dort gelaufen ist.

Steht schon im Post, was ich möchte:

Mir würden jetzt ein paar Paragraphen und ähnliches helfen, damit mein Freund die beim nächsten Mal selbstständig auf den Tisch feuert
.


Außerdem würde ich gerne wissen, ob man die Sachbearbeiter irgendwie persönlich belangen kann.
Bei einer Dienstaufsichtsbeschwerde wurde ja eine seiner Sachbearbeiterinnen bereits einen Monat suspendiert. Das war noch bisher das, was am besten gefruchtet hat.

Ach apropos Dienstaufsichtsbeschwerde:
Da wurde von den Leuten, die das kontrolliert haben, aufgetragen, dass die ARGE jetzt gefälligst zahlen soll. Ist das normal, dass nicht einmal sowas die beeindruckt? Denn danach kam es lediglich zu dieser Einmalzahlung, die ich in meinem Post erwähnt habe. Die ja aber auch nur nach ewigem Hick-Hack.

Ja und Lebensmittelgutscheine etc. geben se nicht raus. Würde ihm ja nicht zustehen.
 

ethos07

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Hi Yosupa,
wir müssten hier aber trotzdem wissen, in welcher Stadt das spielt.

Entweder ist das eine selten üble Optionskommune oder mit diesem örtlichen Erwerbslosenzentrum ist was mau -
denn meistens kann mensch sich mithilfe erfahrener Begleiter zumindest seine Rechte sichern. Und das gar ein Anwalt mitkommt, ist dabei noch eher selten.

Irgendwelche Allheil-Paragraphen gegen die Schikanen des Amts gibt es nicht und nicht selten führt der Glaube, man könne alles per reiner Rechtsverfolgung beim Amt am einfachsten durchsetzen, nur zu immer neuen Schikanen.
 

Yosapu

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Also der ganze Spaß spielt sich in Leipzig ab.
Ein Arbeitskollege von meinem Freund, der dort nicht richtig arbeitet, sondern nur an so ner Art Maßnahme teilnimmt, hat momentan die selben Probleme. Dem wird ebenfalls mal wieder grundlos nichts gezahlt (ist bei ihm wohl nicht das erste Mal, beim ersten Mal wurde auch nur nach erfolgreicher Klage weitergezahlt).
Eine Arbeitskollegin, die auch letzte Woche angefangen hat, bekommt auch kein Geld und wieder einem anderen wurde das Geld von diesem Monat zurückgebucht, weil er ja jetzt arbeitet. Aber die 6 Wochen bis zum ersten Lohn muss man ja trotzdem irgendwie überbrücken?

Na ja, das waren jetzt mal die Beispiele aus dem Kollegenkreis, die mir bekannt sind.

Ich denke mal auch, dass die ARGE hier nicht von Spaßvögeln regelmäßig Bombendrohungen erhält, sondern weil sie die Menschen einfach selbst soweit treiben. Würde mal also tippen, dass die hier generell nicht sehr gut mit den Menschen umspringen.
 

Erolena

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und wieder einem anderen wurde das Geld von diesem Monat zurückgebucht, weil er ja jetzt arbeitet. Aber die 6 Wochen bis zum ersten Lohn muss man ja trotzdem irgendwie überbrücken?
Siehste geht doch. Das ist eine konkrete Aussage. Ist zwar nicht dein Fall, trotzdem kurz dazu:
Im 1. Arbeitsmonat ohne Gehaltszahlung steht ihm ALG 2 zu. Er muss dazu nachweisen, dass in dem Monat noch kein Gehalt zufließen wird.
Im 2. Arbeitsmonat in dem das erste Gehalt gezahlt wird (häufig Mitte des Monats), kann er bei der ARGE ein Darlehen beantragen, damit er seine Miete bezahlen kann.Darlehen gibt es nur auf Antrag.Das Darlehen muss zurückgezahlt werden. Rückzahlung in Raten und erst ab ab übernächstem Monat ist möglich.
Prüfen, ob er neben dem Gehalt noch ergänzend Anspruch auf ALG2 hat (Aufstocker).
 
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