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ARGE hat Geld gekürzt

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Nicht offen für weitere Antworten.

Sommer 06

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#1
Hallo!

Meinen Freund( 26 Jahre) ist am 1.8.06 eine Stelle als Kunststoffverarbeiter angeboten wurden,diese Stelle hat er nicht angetreten da die Arbeitgeberin sagte sie suchen nur gelernte Leute im handwerklichen Bereich u.da mein Freund keinen Berufsabschluss hat,bräuchte sie die Bewerbung nicht an die Hauptstelle schicken,da sie ihn sowieso nicht nehmen würden.Sie legte ihm ans Herz eine Ausbildung zu machen.Mein Freund sagte ihr das er sich für mehrere Ausbildungen beworben hat und das er hofft eine antreten zu können.Ich war Zeuge des Gespräches.
Die Arbeitgeberin schickte daraufhin der ARGE einen Brief,das mein Freund die angebotene Stelle ablehnte,da er eine Lehre beginnen möchte.Was aber so nicht stimmt,da er ja nur eine Lehre beginnt,wenn er keinen Job findet.Die ARGE glaubt uns das nun nicht und kürzte uns nun das Geld.Ich stehe kurz vor der Geburt unseres Kindes und bin fix und alle.



LG
 

Arco

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#3
... ihr solltet nochmal mit der AG reden uns den Sachverhalt vorbringen was Sie mit ihrer Antwort ausgelöst hat.

Sie sollte dann evtl. eine Klarstellung schreiben. Das wäre der schnelle Weg - ansonsten Widersruch innerhalb der Frist einlegen....
 

Sommer 06

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#4
steht uns während der Zeit ALG 2 im vollen Maße zu,bis die ganze Sache geklärt ist?Wir wissen weder wie wir Miete zahlen sollen,noch über den Monat kommen sollen.
 

Arco

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#5
Sommer 06 sagte :
steht uns während der Zeit ALG 2 im vollen Maße zu,bis die ganze Sache geklärt ist?Wir wissen weder wie wir Miete zahlen sollen,noch über den Monat kommen sollen.
wenn die Kürzung schon erfolgt ist (mit Bescheid) dann ist die Kürzung drin bis zum Entscheid des Widerspruches..... deswegen ja meine Anmerkung des schnelleren Weges mit dem Einschalten der AG zur Klärung ! !

Der andere Weg ist eben der Widerspruch und gleichzeitig eine EV beim SG beantragen wegen akuter Notlage das die das Alg2 bis zur Klärung weiterzahlen müssen.

Wieviel wurde dann überhaupt gekürzt ? ? - es kann doch nur von der RL deines Freundes gekürzt werden ? 30 % von 345 oder ist er unter 25 Jahre alt ? ? ?
 

Willi_

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#6
BSG B 7a AL 14/05 R vom 05.09.2006

Nach "Anti-Bewerbung" droht Arbeitslosen Leistungskürzung

BSG: Bewerbung darf keinen unernsten Eindruck machen.


Arbeitslose dürfen eine Bewerbung nicht so formulieren, dass der potenzielle Arbeitgeber sie gleich zur Seite legt. Andernfalls droht eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld oder anderen Leistungen, wie am Dienstag das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied. (Az: B 7a AL 14/05 R)

Im konkreten Fall hatte sich ein Arbeitsloser bei einem Hersteller von Autowaschanlagen beworben. Dabei schrieb er, dass er bestimmte Tätigkeiten nicht wünsche und zudem für einen Teil der geforderten Arbeitsbereiche weder über eine Ausbildung noch über Berufserfahrung verfüge. In den eingereichten Bewerbungsunterlagen hatte er diese Negativ-Hinweise dick unterstrichen. Das Unternehmen teilte dem Arbeitsamt mit, der Bewerber habe kein Interesse gezeigt. Daraufhin strich die Behörde die damalige Arbeitslosenhilfe für zwölf Wochen. "Eine Bewerbung soll Werbung, nicht eine Anti-Werbung sein", sagte der Rechtsvertreter der Bundesagentur für Arbeit in Kassel.

Mit seinem Urteil bestätigte das BSG die Einschätzung der Bundesagentur, die Bewerbung komme "einer Ablehnung des Beschäftigungsangebots gleich". Bereits 2003 hatten die obersten Sozialrichter entschieden, eine Bewerbung dürfe nicht "abschreckend" sein. Vielmehr müsse der Arbeitnehmer sein Interesse an der Arbeit zum Ausdruck bringen, konkretisierte das BSG in dem neuen Urteil.

Die Bewerbung dürfe nicht so aussehen, dass ein normaler Arbeitgeber sie "als unernst oder unbeachtlich behandelt". Allerdings müsse es für den Arbeitslosen auch absehbar und erkennbar sein, dass seine Bewerbung so eingeschätzt werde, hieß es weiter. Ob dies hier der Fall war, soll nun noch das Landessozialgericht in München prüfen. Wegen formaler Fehler sicherte die Bundesagentur außerdem zu, die Arbeitslosenhilfe für elf der zwölf Sperr-Wochen nachzuzahlen
 

Grubenpony

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#7
Also wenn ich den Eröffnungsbeitrag richtig gelesen habe, hat der junge Mann schon im Vorfeld eine Absage bekommen aufgrund mangelnder Qualifikation (fehlende Berufsausbildung). Diese Tatsache wurde vom AG im Bericht an die ARGE jedoch etwas verdreht. Ich seh das nicht wie eine "Anti-Bewerbung". Diese Dinger sehe ich oft genug, so nach dem Motto: Ich bewerbe mich als Kraftfahrer, wegen eines Rückenleidens kann ich jedoch nicht schwer heben und lange sitzen..." :|

Geh mit deinem Freund zur ARGE und widersprecht dem Bescheid und lasse deine "Aussage" als Zeugin, die du ja auch warst, schriftlich fixieren.

Viel Glück!!
 

Sommer 06

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#8
nein,mein Freund ist über 25 Jahre alt,es wurde sowohl meine Regelleistung als auch seine um 30 % gekürzt,ist das überhaupt rechtens das meine Regelleistung auch mit gekürzt wurde?Ich bin unter 25 Jahre,habe aber mit der Sache doch nichts zu tuen.Wir sind aber eine eheähnliche Gemeinschaft

genau Grubenpony,mein Freund hatte schon vorher die Absage bekomme,zwecks mangelnder Qualifikation
 

Arco

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#9
Sommer 06 sagte :
nein,mein Freund ist über 25 Jahre alt,es wurde sowohl meine Regelleistung als auch seine um 30 % gekürzt,ist das überhaupt rechtens das meine Regelleistung auch mit gekürzt wurde?Ich bin unter 25 Jahre,habe aber mit der Sache doch nichts zu tuen.Wir sind aber eine eheähnliche Gemeinschaft

genau Grubenpony,mein Freund hatte schon vorher die Absage bekomme,zwecks mangelnder Qualifikation
.... also es kann selbstverständlich wenn rechtens nur von der RL deines Freundes gekürzt werden ! ! !

Nochmal, mit der AG reden - von ihr bestätigen lassen wie von euch geschildert und
.... ab zu einem Fachanwalt ( Beratungsschein mitnehmen http://www.erwerbslosenforum.de/antrag/pkha.pdf - kostet beim Anwalt dann 10 Euro)
und sich beraten lassen - Widerspruch und wie schon geschrieben EV beim SG beantragen ! ! !

Die Arge macht wieder eigene Gesetze :shock:
 

Linchen0307

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#10
.. ich würde mich auch noch an die nette AG wenden und nachhaken, was sie der ARGE schrieb, dass deshalb die Kürzung rechtfertigt.Eventuell hat sie sich in ihrem Schreiben an die ARGE nur unklar ausgedrückt.
Einen Versuch ist das allemal wert!!!
 

The_Vulcan

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#11
Willi_ sagte :
BSG B 7a AL 14/05 R vom 05.09.2006

Nach "Anti-Bewerbung" droht Arbeitslosen Leistungskürzung

BSG: Bewerbung darf keinen unernsten Eindruck machen.


Arbeitslose dürfen eine Bewerbung nicht so formulieren, dass der potenzielle Arbeitgeber sie gleich zur Seite legt. Andernfalls droht eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld oder anderen Leistungen, wie am Dienstag das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied. (Az: B 7a AL 14/05 R)

Im konkreten Fall hatte sich ein Arbeitsloser bei einem Hersteller von Autowaschanlagen beworben. Dabei schrieb er, dass er bestimmte Tätigkeiten nicht wünsche und zudem für einen Teil der geforderten Arbeitsbereiche weder über eine Ausbildung noch über Berufserfahrung verfüge. In den eingereichten Bewerbungsunterlagen hatte er diese Negativ-Hinweise dick unterstrichen. Das Unternehmen teilte dem Arbeitsamt mit, der Bewerber habe kein Interesse gezeigt. Daraufhin strich die Behörde die damalige Arbeitslosenhilfe für zwölf Wochen. "Eine Bewerbung soll Werbung, nicht eine Anti-Werbung sein", sagte der Rechtsvertreter der Bundesagentur für Arbeit in Kassel.

Mit seinem Urteil bestätigte das BSG die Einschätzung der Bundesagentur, die Bewerbung komme "einer Ablehnung des Beschäftigungsangebots gleich". Bereits 2003 hatten die obersten Sozialrichter entschieden, eine Bewerbung dürfe nicht "abschreckend" sein. Vielmehr müsse der Arbeitnehmer sein Interesse an der Arbeit zum Ausdruck bringen, konkretisierte das BSG in dem neuen Urteil.

Die Bewerbung dürfe nicht so aussehen, dass ein normaler Arbeitgeber sie "als unernst oder unbeachtlich behandelt". Allerdings müsse es für den Arbeitslosen auch absehbar und erkennbar sein, dass seine Bewerbung so eingeschätzt werde, hieß es weiter. Ob dies hier der Fall war, soll nun noch das Landessozialgericht in München prüfen. Wegen formaler Fehler sicherte die Bundesagentur außerdem zu, die Arbeitslosenhilfe für elf der zwölf Sperr-Wochen nachzuzahlen
Da stell ich mir doch die Frage wie man sich ernsthaft um eine Stelle bemühen soll dessen Anforderungen man in keinster Weise erfüllen kann weil schon im Anforderungsprofil steht, Ausbildung, Berufserfahrung, Führerschein etc....

Oder auf eine Stelle wo man sich denkt "Naja würd ich ja noch machen aber kenne mich damit nicht aus und ist nicht gerade mein Fall" Was soll man da reinschreiben?

Lauter Lügen (Werbung.....) ?

Das iss doch Pervers das man Arbeitgeber anlügen soll...

Ist es jetzt schon Legaler zu Lügen als die Wahreit zu sagen?
 

ofra

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#12
unter dem druck, dass man jede zumutbare arbeit annehmen soll bzw. muss und sich daher auf stellen bewerben soll, die nicht exakt der eigenen ausbildung entsprechen, also auch ähnliche berufe gewählt werden müssen, ist eine absage bei der bewerbung meist schon vorprogrammiert.
aber das AA will es wohl so.
da muss man gar keine anti-haltung einnehmen. man hat die qualifikationen, die man eben hat, und nicht mehr. man kann nicht für alles und jedes eine ausbildung haben.
ich schreibe immer alles rein, was ich bisher gemacht hab, meine berufliche laufbahn. und dann soll der AG selber entscheiden, ob er mich für die stelle geeignet erachtet oder nicht.
in meinem falle ist es oft so, dass ich wegen meiner vielseitigkeit abgelehnt werde. wenn man zu viel kann, ist es auch ein nachteil.
:pfeiff: :pause:
 

T.Lia

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#13
Hallo

habe hierzu auch mal eine Frage. Muss die Kürzung unbedingt schriftlich von der ARGE mitgeteilt werden oder reicht es aus, wenn der Sachbearbeiter mündlich sagt: (sinngemäß). Da werden ihre Leistungen gekürzt.
Meinem Neffen ist es so ähnlich gegangen wie @Sommer 06. Als er dem potentiellen AG am Anfang des Gespräches, auf die Frage - na was machen sie so den ganzen Tag - antwortete, dass er zurzeit in einer Weiterbildung der ARGE sei, hat dieser gleich gesagt, dann hat sich das erledigt und ihn gleich wieder weggeschickt, ohne das mein Neffe noch irgendwie zu Wort gekommen ist, um ihm zu sagen, dass er die Weiterbildung jederzeit unterbrechen kann und auch unterbrechen würde, wenn es zur Einstellung kommt.(was der eigentlich wissen müsste) Nun ist mein Neffe (24 Jahre) nicht der Mensche, der die "Gabe" hat, sich gegen solche Menschen zu wehren und gleich Vor-Ort zu reagieren. Er ist deshalb gleich zur ARGE gegangen und hat das so vorgetragen. Antwort: siehe oben
Ich finde es zum ko..., dass junge Menschen somit zu arbeitsscheuen Elementen dekratiert werden. Er ist ständig auf Arbeitsuche und hat sich die Weiterbildung bei der ARGE erkämpft und dann sowas.
Na, gefallen lassen wir uns das nicht. Wir werden dann auch, so wie in den anderen Beiträgen beschrieben, vorgehen.
 

The_Vulcan

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#14
Tja heutzutage ist es halt so das nur diejenigen weiterkommen welche LÜGEN oder die WARHEIT VERBERGEN ...

Ehrliche Menschen sind immer die Gearschten....
Ds gilt beonders bei Bewerbungen... man darf nicht ein Negatives Wort sagen (auch wenn es die Warheit ist welche als negativ ausgelegt werden könnte).

Dann sagt das Amt das sei negativwerbung und somit könnte es ne kürzung geben.


Perverse Gesellschaft heute wa...
 
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