ArGe Freiburg: Mieter müssen Mietkosten senken!

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ExitUser

Gast
Bisher sind es 796 Briefe im Stadtbezirk Freiburg. Und es werden mehr - denn bisher ging der Brief an etwa jeden zehnten "Hartz IV " - Haushalt. Die Zahl wird noch weiter ansteigen, weil die ArGe erst jetzt dazu komme, die Mieten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die ArGe Freiburg fordert zurzeit in sog. Standardschreiben alle Alg II - Empfänger, deren Kaltmiete über 5,62 Euro pro Quadratmeter liegt, auf, die Mietkosten zu senken. Laut Diakonie sorgt dies für Verunsicherung und nicht wenige Menschen würden das standardisierte Schreiben der ArGe als Schikane und Drohung empfinden.

"Zu teuer" steht im Brief der ArGe . "Eine Schikane" findet die Mieterin, der "alles auf den Magen schlägt!" In dem Standardschreiben der ArGe wird sie, wie alle Empfänger des Briefs, aufgefordert, die Miekosten zu senken: Durch Untervermietung - obwohl sie mit den Kindern zu viert in einer Viereinhalb-Zimmer-Wohnung lebt - oder den Umzug in eine günstigere Wohnung.

Daß aber solche Wohnungen in Freiburg äußerst rar sind, ist allgemein bekannt.

Der ArGe gehe es darum, daß sich die Mieter bemühen: "Daß sie sich in die Kartei der Freiburger Stadtbau aufnehmen lassen." Gegebenenfalls Stellplätze oder Garagen vermieten. Sie sollen regelmäßig Mietinserate lesen und bei Vermietern anrufen und dies auch schriftlich dokumentieren.

Für Vertreter des "Runden Tisches zu den Auswirkungen der Hartz-Gesetze, Freiburg" sind das eindeutig willkürliche Maßstäbe, die nur vom jeweiligen Sachbearbeiter abhängen. Vor allem wird die negative psychologische Wirkung des Standardbriefes kritisiert, der selbstverständlich von den betroffenen Menschen als Drohung aufgefasst wird.

Der Runde Tisch fordert unter anderem, den Quadratmeterpreis von 5,62 Euro anzuheben. Umso mehr, weil damit zu rechnen sei, daß bis zu 1.500 Haushalte die Aufforderung der ArGe erhalten werden.

Für den Quadratmeterpreis im Stadtbezirk ist die Stadt Freiburg zuständig.

Anmerkung: Dies war eines der Themen der Podiumsdiskussion vom Mittwoch, den 13.07. in der Evangelischen Fachhochschule Freiburg zum Thema: "Sechs Monate Hartz IV - Fordern statt Fördern?"
 
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ExitUser

Gast
... das wird wohl in Deutschland nicht die Ausnahme bleiben. Ich wundere mich nur, warum nicht die Vermieter aufgefordert werden, die Mieten zu senken, denn die sind doch die "Maden der Nation" und bereichern sich an Steuergeldern. Darum sage ich

RUNTER MIT DEM MIETEN !!!

:p
 
E

ExitUser

Gast
Auffordern kann die ARGE ja, aber nur eine Aufforderung reicht nicht aus.

Wenn man den genauen Wortlaut des Schreibens nicht kennt, kann man eigentlich recht wenig dazu sagen.
 
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ExitUser

Gast
bschlimme meinte:
Auffordern kann die ARGE ja, aber nur eine Aufforderung reicht nicht aus.

Wenn man den genauen Wortlaut des Schreibens nicht kennt, kann man eigentlich recht wenig dazu sagen.

Der Text des standardisierten Briefes der ArGe Freiburg wurde auszugsweise von Betroffenen zitiert und vorgelesen. Ich empfand die zitierten Formulierungen schon als sehr beängstigend für den einzelnen Menschen. Der Vertreter der ArGe Freiburg (zuständig für den Stadtbezirk) wurde von einigen Betroffenen sehr harsch kritisiert, warum man in den Standardbriefen die Menschen so unter Duck setze und der Text jeglicher Menschlichkeit entbehren würde. Die Antwort des Geschäftsführers der ArGe Freiburg bezog sich auf Kosten- und Nutzenverhältnis des Standardbriefes und man könne nicht jedem Einzelnen gerecht werden. Ein Standardbrief sei eben ein Standardbrief und sonst nichts. Dieser standardisierte Brief könnte aus verwaltungstechnischen Gründen nicht auf jeden Einzelfall zugeschnitten werden, der Verwaltungsaufwand wäre zu groß.

Viele Betroffene fühlten sich durch diesen Brief bedroht und persönlich angegriffen. Dazu kein Wort und natürlich auch keine Entschuldigung des Geschäftsführers der ArGe Freiburg.
 
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