Arge fordert Nachweis über Zinseinnahmen von 2007, rechtens?

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Keksonator

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Moins!

Also, ich habe im Mai 2007 ALG2 beantragt und auch bewilligt bekommen. Vorher war ich selbständig mit eigenem Gewerbe. Da sich das mit der Antragsbewilligung aber bis Juni 2007 hinzog und ich schon auf dem Zahnfleisch kroch durch die misslungene Selbständigkeit, hab ich mir im Mai zähneknirschend meinen Bausparvertrag auszahlen lassen. Dort befanden sich 4700€, und es hatten sich ca 100€ extra an Zinsen angesammelt weil der Bausparvertrag schon eine Weile Zuteilungsreif war. (Warum, wieso und weshalb die LBS die Zinsen extra aufgeführt hat, keine Ahnung, es war halt blöderweise so) Ich musste der Arge natürlich damals schon nachweisen wieviel ich in meinen Bausparvertrag eingezahlt hatte. Ich hab denen damals einfach den Schriebs von der LBS gegeben wo ersichtlich war das mir 4700€ ausgezahlt wurden, nebst den 100€ Zinsen. Dann war auch alles gut, ich bekam mein ALG ausgezahlt.

So, vergangene Woche erhielt ich von der Arge einen Brief das ich nachweisen müsse warum ich im Jahr 2007 Kapitalertragszinsen in Höhe von 100€ erhalten habe. Jetzt nach 1,5 Jahren kommen die mit so einem exkrement, ich weiss gar nicht mehr wo ich den LBS Schriebs von damals hingetan habe. Ausserdem haben die sich den Schriebs schon damals bei Antragsabgabe kopiert, so das die eigentlich wissen müssten woher die 100€ stammen.

Aber, als erstes stimmt das mit den 100€ so nicht ganz, denn es waren genau 102€. Wenn die mir schon einen (fast) x-beliebigen Betrag nennen, dann kann ja jeder herkommen und sagen ich hatte 500€ Zinseinnahmen und solle das Gegenteil beweisen... Vor allem, woher haben die denn diese Information nach über 1,5 Jahren bekommen? Die Arge begründet es mit dem automatischen Datenabgleich...was natürlich absolut nichtssagend ist, und ich auch nicht ganz glauben kann da wir bereits Dezember 2008 haben. Auf meiner Steuererklärung für 2007 hatte ich besagte 102€ aber auch nicht angegeben, von daher trifft das Finanzamt da keine Schuld. Nun möchte ich aber auch nicht zurück schreiben das es aber 102€ sind, nachher wollen die noch sämtliche Kontoauszüge von Mai 2007 bis jetzt haben, worauf ich verständlicherweise gar keinen Bock habe. Wiegesagt, die haben sich den Schriebs von der LBS schon damals kopiert meines Wissens. Soll ich denen einfach schreiben das die den Nachweis wahrscheinlich schon 1,5 JAhre liegen haben? Oder will sich hier ein übereifriger Sachbearbeiter profilieren als er meine Akte letzte Woche aus was für Grund auch immer durchsah, und damals vieleicht der Sachbearbeiter die 102€ nicht beachtet oder übersehen hat? Ich muss aber sagen, ich hab die Zinsen damals auf dem ALG2 Antrag auch nicht angegeben weil ich es schlichtweg übersehen hatte. Aber der Antrag wurde mir ja gewährt, gibts da keine Verjährungsfrist bezüglich der Angaben? Ich meine dann können die ja selbst nach 10 Jahren noch kommen und Nachweise fordern wenns denen passt wenn es da keine Verjährungsfrist gibt.

MFG Al
 

Drueckebergerin

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Ich versteh nicht , wo das Problem ist.
Du hast Zinseinnahmen, die Dir angerechnet werden.
Hab ich auch. Vielleicht seh ich das ja falsch, aber manchmal kommts mir so vor, als wäre die Frage hier nicht mehr, WAS KANN ICH TUN sondern WAS KANN ICH ABZOCKEN.
Sorry, falls ich das falsch verstanden habe............
 

Nachtschattengewächs

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Mich würde aber auch interessieren, warum man beim Erstantrag in 08 die Zinsen für 07 angeben muß, zumal die Berechnung für 08 in wenigen Wochen ins Haus flattert. Daß ich die vorlege, damit man mir die Erträge anrechnen, leuchtet ja noch ein.
 

Keksonator

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Moins!

Richtig, es geht um Zinsen aus 2007, bzw Mai 2007! Ich habe ja bisher 3 Verlängerungsanträge ausfüllen müssen, und es gab da nie Probleme, bzw jedesmal wurde mir dann weiterhin ALG2 bewilligt. Mir geht es einfach darum das die 1,5 Jahre alte Kamellen hervor holen, welche der SB von der Arge scheinbar gar nicht richtig bearbeitet hat. Denn dann kann ja jeder behaupten ich hätte 500€/Summe X an Zinsen erhalten und muss dann nachweisen das es nicht so ist. Ich weiss ja nichtmal woher er die Informationen hat, und wenn er dann schon nen Nachweis will sollte er wenigsten den richtigen Betrag angeben den ich an Zinsen erhalten habe. Es kann doch nicht sein das er mir irgendwas schickt, mit einer Summe X die nicht stimmt, und auch nichtmal den genauen Zeitraum wann ich die Zinsen erhalten habe. So einfach gehts ja nun auch nicht finde ich.

ICh habe nichts zu verbergen, nach meiner Selbständigkeit musste ich ja sogar meinen Bausparer auflösen weil ich nix mehr hatte. Ich wäre zwar noch unterhalb des Freibetrags von 4750€ gewesen da mir die Zinsen zu dem Zeitpunkt ja auch noch unbekannt waren, aber ich hatte ja nix mehr. Und die Lahmärsche von der Arge haben über 6 Wochen gebraucht um meinen ALG2 Antrag zu bearbeiten damals. Und jetzt kommen die halt an, wo ich mir nichtmal sicher bin ob ich den Wisch mit Angabe der Zinsen überhaupt noch habe. Schliesslich ist das ganze 1,5 Jahre her! Mittlerweile ist die Bausparsumme auch fast aufgebraucht weil mein Bad nach 40 Jahren Betriebsdauer doch etwas verbraucht war. Also, was wollen die? Im Grunde wären es genau 52€ über den zulässigen Freibetrag bei Antragsabgabe. Mir hat aber eine ausnahmsweise nette Dame von der Arge selbst mal gesagt das die maximal Nachweise der letzten 6 Monate verlangen können, auch wenn das genau genommen auch gegen das Gesetz verstösst wie ich hier gelesen habe.

@Drückebergerin, nein mir gehts nicht darum wie ich das meiste abzocken kann. Klar achte ich darauf das ich das bekomme was mir zusteht, aber wer tut das nicht? Dem Staat muss man nichts schenken, gerade wenn man durch so eine Institution wie der Arge quasi zum Menschen zweiter Klasse erklärt wird, und die Grundrechte mit Füssen getreten werden.
 
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