• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Arge Bonn schmeißt Beistände von Hartz IV-Betroffenen mit Polizeigewalt raus

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Dora

Elo-User/in

Mitglied seit
12 Feb 2007
Beiträge
873
Gefällt mir
9
Hallo Martin,

danke für deine Antwort. In verbindung mit der von Curt the Cat und dem Bild vom Eingangsbereich (in angehängter pdf-Datei) glaube ich jetzt eine bessere Vorstellung zu haben. Sicher bin ich mir aber nicht.

Also alle haben eine Nummer gezogen und sind an den ersten 2 Securities am Eingang vorbeigekommen und zum Schalterbereich. Da gab es dann das Problem, dass die Annahme eines Antrages verweigert wurde. Alles weitere spielte dann nur im Schalterbereich. Richtig?

Also ich kenn z. B. eine ARGE, da gibt es zwar keine Securities, aber einen Schalterraum bzw. "Kundentheke", der mittels Kamera überwacht ist. Da wurde die Bestätigung des Empfangs für ein Schriftstück trotz Hinweis auf die Verpflichtung hierzu verweigert. Die Kollegen (Beistände) unterliesen weitere Wiederholung der Belehrung, wurden also nicht deutlicher, sondern baten darauf hin per Handy bei der Polizeistation darum, in der ARGE vorbeizukommen. Als die kamen, trugen sie den Polizeibeamten den Sachverhalt vor. Der Einsatzleiter hörte sich auch die Mitarbeiterin der ARGE an, erklärte ihr und ihren KollegenInnen jedoch, dass sie sich in große Schwierigkeiten bringen würde, wenn sie das Schriftstück bzw. den Eingang/Entgegennahme des selben nicht bescheinige. Also ließ sie wütend durch eine Kollegin den Empfang bescheinigen auf einer mitgebrachten Kopie, verschwand wütend im Flur zu ihrem Büro und der Fall war für den HE und seinen Beistand erledigt.

Danach war die Bestätigung des Eingangs bzw. der Entgegennahme von Schriftstücken nie wieder Thema. Oft machen sie es inzwischen sogar ungefragt, also ohne Aufforderung.

Ich antworte mal.

Im Gegensatz zum Brief trafen wir uns gegen 09:40 alle vor der ARGE . In Bonn kommt man niemals in irgend ein Bürg, sondern alles wir an Schaltern im Eingangsbereich selektiert. Das keiner direkt zum SB kommt, dafür sorgt ein Sicherheitsdienst, der mittlerweile mit 4 Personen in einem schmalen Eingang steht. D.H. es müssen Nummern gezogen werden und man wird erstmal am Schalter bedient. Die SBs am Schalter entscheiden, ob jemand abgewimmelt wird oder nicht.
Die Leute zogen sich alle eine Nummer und kamen an den Schaltern fast zeitgleich dran (09.55). Nachdem einer Person die Antragsabgabe verweigert werden wollte, wurde von den 2 anwesenden Begleitpersonen etwas deutlicher darauf hingewiesen, das die ARGE Anträge annehmen muss und nicht einen Termin dafür bestimmen kann.
Eine ARGE mit Sicherheitsdienst - ich glaube ich würde schon deswegen umziehen. Das ist echt unangemessen und unwürdig. Allerdings beschleicht mich das Gefühl, dass Erwerbslose so als potentiell "gefährlich" und "unberechenbar", als potentielle Kriminelle stigmatisiert werden sollen. Gerade das wollen wir mit unserem Beistand unmöglich machen. Wir verstehen uns als Beistand auch als eine Art "Moderatoren", bei Grenzüberschreitungen greifen wir jedoch sofort ins Gespräch ein und ggf. beenden wird den Termin oder rufen eine Streife per Handy. Bis jetzt war das aber nicht noch mal nötig.

Dann erschien auch schon die Polizei. Es bahnte sich zunächst an, dass die Leute dann doch ihre Termine bekommen können, aber ohne Beistände. Darauf haben wir uns nicht eingelassen und sehr deutlich gemacht, dass die Leute darauf ein Recht hätten.
Habt ihr darauf geachtet, dass es namentlich (wer hat das gesagt?) ins Polizeiprotokoll aufgenommen wurde, dass Termine nur ohne Beistände möglich sein sollten? Habt ihr denn ein Protokoll vom Einsatz der Polizeibeamten?

Wenig später erschien noch meh Polizei und der stllv. GF erschien. Inzwischen war auch der WDR eingetroffen, den wir verständigt hatten.
Polizei habt ihr eurerseits keine gerufen? Meiner Meinung nach hattet ihr ja Grund dazu.

Gruß
Dora
.
 

dr.byrd

Elo-User/in

Mitglied seit
25 Nov 2007
Beiträge
2.921
Gefällt mir
159
Eine ARGE mit Sicherheitsdienst - ich glaube ich würde schon deswegen umziehen. Das ist echt unangemessen und unwürdig.
Wo willst Du da hinziehen? Sicherheitsdienste sind doch (fast) überall.
 

Ragnaroek

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Okt 2006
Beiträge
289
Gefällt mir
0
Vieles andere auch...

Sorry für die Polemik, aber wenn ich was im Hirn habe, würde sich das, was da teilweise alles abgeht, nicht mit meinem Gerechtigkeitsempfinden in Einklang bringen lassen...und ich würd emir schnellstens was anderes suchen. Aber so wie die sich in dem Express-Bild posieren, scheinen sie eher damit ihre Profilneurose therapieren zu wollen...nur meine Meinung...
 

Trajan

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jan 2009
Beiträge
130
Gefällt mir
0
Wo willst Du da hinziehen? Sicherheitsdienste sind doch (fast) überall.
Überhaupt nicht wahr. Das hat mich ehrlich gesagt auch sehr erschrocken. Im Saarland gibt es so etwas bestenfalls in Saarbrücken und hier würde es einen Aufstand geben, wenn die Leute so behandelt werden. Streit geibt es überall, aber Herr Liminski hat klar und deutlich von Anfang an auf Konfrontation gesetzt und der Einsatz eines Wachdienstes muss eben durch Einsparungen an anderer Stelle wieder hereingeholt werden.

Wer hier übrigens Herrn Behrsing kritisiert, kann zumindest mir gerne zeigen, wie er es besser macht. Aus der Deckung heraus zu schießen, ist immer einfacher als selber einen Angriff zu führen, aber es bringt uns nicht weiter im Kampf gegen Hartz IV.

Ein Herr Liminski, der faktisch sämtliche Anwälte der Stadt Bonn der Urkundenfälschung bezichtigt (auswärtigen Anwälten werden die Akten weiterhin zugesandt, nur fahren die wegen einem SG-Verfahren kaum nach Bonn), ist für mich augenscheinlich jemand, der lügen kann, ohne rot zu werden. Bei korrekter Behandlung der ALG-II-Empfänger in Bonn bräuchten die dort keinen Wachdienst und es geht anderswo auch ohne diesen kostspieligen Versuch der Kriminalisierung sozial Schwächerer.
 

Ragnaroek

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Okt 2006
Beiträge
289
Gefällt mir
0
Bei uns hier (nähe Aachen) ist das auch anders. Da sind die SBs recht in Ordnung, bei mir haben wir gemeinsam bis jetzt für jedes Problem eine Lösung gefunden, mit der beide Seiten gut leben konnten. Ja, es hat sich sogar ein gewisses "Vertrauensverhältnis" gebildet...

Was mich nur so aufregt, dass es nichts gibt um einen Herrn L mal in die Schranken zu weisen. Kuscht den jeder vor dem?
 

Rambow

Elo-User/in

Mitglied seit
6 Feb 2009
Beiträge
69
Gefällt mir
0
Bei uns hier (nähe Aachen) ist das auch anders. Da sind die SBs recht in Ordnung, bei mir haben wir gemeinsam bis jetzt für jedes Problem eine Lösung gefunden, mit der beide Seiten gut leben konnten. Ja, es hat sich sogar ein gewisses "Vertrauensverhältnis" gebildet...

Hi Ragnaroek, da habt ihr es aber gut . Bei ins in MV ist es gang und gebe.
Sicherheitsbeamte- besonders am Zahltag, Verlogene VM- meine eigene kann schneller Lügen als ein Hund läuft, Cheffin der Arge ist genauso schlimm-Selber am eigenen Leib erfahren. Wurde 2,5 Stunden genötigt, erpresst, gedehmütigt und beleidigt ohene das ich den Raum verlassen konnte. Dritte Person stand vor der Tür, wenn ich gehe 100% Sanktion.
Ich bin bei uns kein einzelfall-gab sogar Selbstmord wegen ARGE in meiner Stadt. Da kann man nicht mehr ruhig bleiben.:icon_kotz2:
 

Ragnaroek

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Okt 2006
Beiträge
289
Gefällt mir
0
Naja...daher nie alleine da hin...

was mich mal interessieren würde...was ist wenn man so ein kleines Aufnahmegerät mitführen würde? ;-)
 

physicus

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
1 Mrz 2008
Beiträge
6.742
Gefällt mir
1.085
was mich mal interessieren würde...was ist wenn man so ein kleines Aufnahmegerät mitführen würde? ;-)
ganz einfach, du sagst es und dann sagen die nixmehr, du musst es ausmachen...

sie genehmigen die aufnahme, aber das wird nicht passieren...

du nimmst heimlich auf, dann ist es vor gericht nicht verwertbar, aber du kannst dir daraus zumindest ein gedächtnisprotokoll erstellen.

gruß physicus
 

Rambow

Elo-User/in

Mitglied seit
6 Feb 2009
Beiträge
69
Gefällt mir
0
Naja...daher nie alleine da hin...

was mich mal interessieren würde...was ist wenn man so ein kleines Aufnahmegerät mitführen würde? ;-)



Hi Ragnarock habe ich auch gemacht. Das ding unterm Shirt zwischen meine Beiden Freunde im BH geklemmt und laufen lassen. War gut so wird zwar im moment nicht vor gericht anerkannt aber es wird gehört. Hat mein Anwalt auch und darauf war auch ein super Schreiben an diese Geier zustande gekommen. Ein digitales habe ich und das empfehle ich dir auch weil du damit bis zu 14 Stunden aufnehmen kannst. eines mit 30min bringt nicht viel weil dir sonst wichtige daten verloren gehen können.:icon_klatsch:
 

Ragnaroek

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Okt 2006
Beiträge
289
Gefällt mir
0
[/b]

Hi Ragnarock habe ich auch gemacht. Das ding unterm Shirt zwischen meine Beiden Freunde im BH geklemmt und laufen lassen. War gut so wird zwar im moment nicht vor gericht anerkannt aber es wird gehört. Hat mein Anwalt auch und darauf war auch ein super Schreiben an diese Geier zustande gekommen. Ein digitales habe ich und das empfehle ich dir auch weil du damit bis zu 14 Stunden aufnehmen kannst. eines mit 30min bringt nicht viel weil dir sonst wichtige daten verloren gehen können.:icon_klatsch:
Was stand denn in dem Schreiben drinn? Und was hat es gebracht?
 

Rambow

Elo-User/in

Mitglied seit
6 Feb 2009
Beiträge
69
Gefällt mir
0
Was stand denn in dem Schreiben drinn? Und was hat es gebracht?


Also ich habe mich über die ganze Situation der Arge beschwert. Ins besondere wie ich mit drei Mitarbeitern fertig gemacht wurde über die Art und Weise. Sie haben mich genötigt- erpresst und beleidigt. Es wurden mir häftige Beleidigungen am Kopf geknall nur um eine Unterschrift unter die EGV zu erzwingen.
Dann habe ich mal den Artikel 1 der Verfassung ins Spiel gebracht und das ich die Öffentlichkeit informieren werde wenn sich an derArbeitsweise nichts ändern wird.Und dasich in Zukunft mir das Recht nehme jedesmahl gegen die Mitarbeiter vorgehen werde.
Ich mußte danach zu Aussprache mit der Cheffin,Teamleiterin und meine MV. Wollten mich dann gleich wieder Nötigen habe ich aber abgewehrt in dem ich nach dem Gespräch gleich zum Gericht gegangen und habe mir den Beratungsschein geholt und gleich um die Ecke hat mein Anwalt sein Büro. Ich sollte nemlich gleich wieder Sanktioniert werden und sollte bis nächsten Tag um 10.00Uhr ein gesundheitsgutachten von meinem Mann erbringen und eine Stellungnahme über meine Bewerbungen. Pünktlich abend um 18.30 Stellenangebot von Arge und nächsten Morgen punkt 9.00Uhr nächstes angebot. Da kammen die schikanen. Aber mein Anwalt hat dann Pünktlich um 10.00 das Fax rübergeschickt und seit dem ist Ruhe. Die EGV war übrigen Unwirksam, denn bei mir hatte eine Andere zur Unterschrift gesanden wie die die Unterschrieben hat. Somit ist das ganze Unwirksam.
Rambow:icon_daumen::icon_party:
 

Ragnaroek

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Okt 2006
Beiträge
289
Gefällt mir
0
Das sind so die Sachen die mir nie in den Kopf wollen: Da trifft man sich bezüglich aussprache, und dann geht der ganze Kram von vorne los...

Nur tuh uns bitte hier demnächst einen Gefallen: Wenn Du schreibst was DIr passiert ist (was ja richtig ist) schreibe bitte auch dazu, wie Du Dich gewehrt hast und was dabei rausgekommen ist...ich kann mir gut vorstellen das manche, die das lesen, dabei richtig muffensauen bekommen, und schon von vorne rein klein bei geben...und das wollen wir doch nicht...oder? ;-)
 

Rambow

Elo-User/in

Mitglied seit
6 Feb 2009
Beiträge
69
Gefällt mir
0
Das sind so die Sachen die mir nie in den Kopf wollen: Da trifft man sich bezüglich aussprache, und dann geht der ganze Kram von vorne los...

OK. Ich habe für mich den Kampf geweonnen. Indem ich mich jetzt nicht mehr Knebeln lassen muß. Ich habe keine EGV und die lassen mich sogar in Ruhe. Ohne EGV haben die nichts mehr in der Hand und sie sind gewarnt, das ich ernst mache und nicht nur Drohe. Es kotzt die auch an wenn man sich Vorbereitet und seine Rechte kennt. Es ist nicht einfach sich durchzusetzen aber wenn ihr einmal nein gesagt habt und gut Vorbereitet seit und was ganz wichtig ist immer jemanden mitnehmen.
Ich kann euch nur Mut machen denn soviel wie die sagen könnendie euch garnicht antun. und keine Angst vorm Anwalt. der Kostet nur 10€ bei Hartz 4. Das ist aber gut angelegt. Denn es geht um Euch und Euer Geld.
Ich bkomme zwar nur 84€ Heizkosten und ALG2 0,00€ da s würden sie mir gerne noch wegnehmen aber da kommt in mir die "Wilde Kampfsau" raus. Bis jetzt haben sie mich nicht kaputt gemacht. Ich kann nämlich Mr.Jackyl und Dr.Hayd sein.

Nur mut ihr tut es für euch.:icon_knutsch:
 

Ragnaroek

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Okt 2006
Beiträge
289
Gefällt mir
0
SO ist es bei mir ja auch...ich komme mit denen gut aus weil die genau wissen dass ich bescheid weiß...;-)
 

Rambow

Elo-User/in

Mitglied seit
6 Feb 2009
Beiträge
69
Gefällt mir
0
SO ist es bei mir ja auch...

Das ich mit denen gut auskomme kann ich so nicht sagen, aber die ärgern sich wenn man etwas weiß, weil man damit den Wind aus den Segeln nehmen kann. Ich hatte zwar schon HE den beistand angeboten aber die haben zu viel angst.
:cool:
 

Curt The Cat

Redaktion

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
7.425
Gefällt mir
2.098
@Ragnaroek & Rambow

Ich möchte euren trauten Dialog nur ungern stören, aber wie wärs, zurück zum Thema dieses Threads zu kommen, der da heißt

"Arge Bonn schmeißt Beistände von Hartz IV-Betroffenen mit Polizeigewalt raus"


:icon_wink:

 

Rambow

Elo-User/in

Mitglied seit
6 Feb 2009
Beiträge
69
Gefällt mir
0
@Ragnaroek & Rambow

"Arge Bonn schmeißt Beistände von Hartz IV-Betroffenen mit Polizeigewalt raus"
Ok,Curt The Cat. Aber es war mal ganz angenehm.
Natürlich finde ich das ne riesen Schweinerei. Bei uns kommen auch immer gleich Wachleute aus dem nichts -wenn es Ärger gibt.
Ich selber würde mich nie zu soeiner Marionette(Wachmann) machen lassen. Aber es ist doch ein beweis dafür das das ganze HartzIV -Konzept falsch ist. Wir können nur hoffen das die Regierung das irgendwann einsieht. Übrigens finde ich es ganz große Klasse was der Beistand dort geleistet hat. Das würde ich mir für unsere Region auch wünschen. Damit wir alle wieder als Mensch anerkannt werden und nicht als Subjekte.:icon_smile:
 

Dora

Elo-User/in

Mitglied seit
12 Feb 2007
Beiträge
873
Gefällt mir
9
Überhaupt nicht wahr. Das hat mich ehrlich gesagt auch sehr erschrocken. Im Saarland gibt es so etwas bestenfalls in Saarbrücken und hier würde es einen Aufstand geben, wenn die Leute so behandelt werden. Streit geibt es überall, aber Herr Liminski hat klar und deutlich von Anfang an auf Konfrontation gesetzt und der Einsatz eines Wachdienstes muss eben durch Einsparungen an anderer Stelle wieder hereingeholt werden.
Also ich kenne nur einen kleinen Teil ARGEn aus 4 unterschiedlichen Bundesländern. Aber mit Wachdienst wie in Bonn noch nicht. Es gibt unterscheideliche "Notrufsysteme" vermutlich in allen ARGEn und in etlichen auch Kameraüberwachung. Aber gleich mehrere Sicherheitsleute gehören hoffentlich nicht zum Standard oder diese sind anderswo in Zivil und von mir noch nicht bemerkt worden.

Die aktiven Leute von uns und mich kennt man. Oft hatten wir das Gefühl, dass unser Erscheinen schon beim Betreten der ARGEn sofort weitergemeldet wurde - an wen auch immer.

Wer hier übrigens Herrn Behrsing kritisiert, kann zumindest mir gerne zeigen, wie er es besser macht. Aus der Deckung heraus zu schießen, ist immer einfacher als selber einen Angriff zu führen, aber es bringt uns nicht weiter im Kampf gegen Hartz IV.
Wer kritisiert denn Martin? Wen meinst du? Hast du meine Fragen an Martin in meinem Posting vom 13.02. um 00:50 (# 202) als Kritik an Martin aufgefasst?

Ein Herr Liminski, der faktisch sämtliche Anwälte der Stadt Bonn der Urkundenfälschung bezichtigt (auswärtigen Anwälten werden die Akten weiterhin zugesandt, nur fahren die wegen einem SG-Verfahren kaum nach Bonn), ist für mich augenscheinlich jemand, der lügen kann, ohne rot zu werden. Bei korrekter Behandlung der ALG-II-Empfänger in Bonn bräuchten die dort keinen Wachdienst und es geht anderswo auch ohne diesen kostspieligen Versuch der Kriminalisierung sozial Schwächerer.
Da kann ich dir schon zustimmen. Allerdings bedeutet das Nicht-vorhanden-sein eines Sicherheitsdienstes im Umkehrschluß keineswegs, dass in diesen ARGEn die Menschen korrekt oder besser behandelt werden. Auch da hab ich schon ganz üble Dinge erlebt.
.
 

dr.byrd

Elo-User/in

Mitglied seit
25 Nov 2007
Beiträge
2.921
Gefällt mir
159
Also ich kenne nur einen kleinen Teil ARGEn aus 4 unterschiedlichen Bundesländern. Aber mit Wachdienst wie in Bonn noch nicht. Es gibt unterscheideliche "Notrufsysteme" vermutlich in allen ARGEn und in etlichen auch Kameraüberwachung. Aber gleich mehrere Sicherheitsleute gehören hoffentlich nicht zum Standard oder diese sind anderswo in Zivil und von mir noch nicht bemerkt worden.
In Berlin sind glaube ich in jedem Jobcenter mehrere uniformierte Wachschutzleute in der Eingangszone postiert.
 

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.306
Gefällt mir
4.155
Ich kenne auch Jobcenter im Berlin, da haben die "Wachtleuchter" allenfalls eine Binde an und halten sich im Hintergrund stehen nicht Rambomäßig im Eingangsbereich und keiner kommt durch, wenn er keine "Green-Card" hat. Auch schon pervers eine "Green-Card" haben zu müssen. "Green-Card" sag wirklich alles aus.

In Berlin sind glaube ich in jedem Jobcenter mehrere uniformierte Wachschutzleute in der Eingangszone postiert.
 
E

ExitUser

Gast
In unserer Arge gibt es derzeit keinen Wachdienst mehr, doch wir haben bis heute alles durch:

  • Ohne Wachdienst
  • mit Wachdienst
  • Wachdienst plus Absperrgitter ( wie im Knast)
  • Absperrgitter ohne Wachdienst
  • Wachdienst plus Summer (da drückt dann der Pförtner die Tür zu den SBs frei)
  • nur den Summer (derzeitige Situation)

In unserer Arge ist es so, dass man nur zum SB kommt, wenn man einen Termin hat, oder ihn unten beim Pförtner bekommt.
In der Pförtnerloge sitzen sie immer zu zweit, ein SB, der die Personalien der Elos aufnimmt, und guckt, ob oben der SB gesprächsbereit ist, bzw. den Elo anmeldet; und der Pförtner. Bei dem kann man alles abgeben. AUs, Schriftstücke, Anträge, usw.
Er macht, auf Wunsch Kopien und stempelt alles ab.
Hat man es endlich zu seinem SB nach oben geschafft, heißt es warten. Klopfen nützt nichts. Die sitzen auf ihren Ohren, oder man wird angeranzt, dass man aufgerufen wird.
Na, und dann wartet man, solange, bis irgendwann mal die Tür aufgeht.....
Die Büros unserer SBs sind wie lange Perlenschnüre aufgefädelt. Das bedeutet, dass die unerkannt von einem Büro zum anderen wandern können, ohne sich auf dem Flur sehen lassen zu müssen.
Das bedeutet aber auch, dass man sich vor dem Büro seines SBs die Füße platt steht, während der sechs Zimmer weiter mit den Kollegen Kaffee trinkt.
Die Türen der SBs haben keine Klinken. Man kann also als Elo nicht mal eben nachgucken, oder so....
Das Verhalten der SBs den Elos gegenüber ist 50:50.
Also, diejenigen, die früher im Sozialamt tätig waren, sind einigermaßen genießbar, aber diejenigen, die neu sind, ehemalige Telekomiker usw. - furchtbar!!!!
Egal, ob die für Leistungen zuständig sind oder zur Vermittlung, einfach katastrophal!
Fachlich sind die indiskutabel, und menschlich?
Nur noch unbeschreiblich frech, dreist, inkompetent, überheblich, arrogant und selbstgefällig - und bei vielen von ihnen habe ich den Eindruck, sie lieben die Macht, die ihnen das Gesetz gegeben hat, und sie lieben es, wenn Menschen sich verzweifelt vor ihrem Schreibtisch winden....
Sadisten eben!

LG
 

Dora

Elo-User/in

Mitglied seit
12 Feb 2007
Beiträge
873
Gefällt mir
9
@Ragnaroek & Rambow

Ich möchte euren trauten Dialog nur ungern stören, aber wie wärs, zurück zum Thema dieses Threads zu kommen, der da heißt

"Arge Bonn schmeißt Beistände von Hartz IV-Betroffenen mit Polizeigewalt raus"


:icon_wink:

Meine Absicht war herauszufinden, was aus konkret aus diesem Vorfall gelernt werden könnte, damit sich ein Rauswurf nicht wiederholen kann, aber irgendwie steckt das Thema fest.
.
 

Trajan

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jan 2009
Beiträge
130
Gefällt mir
0
Wer kritisiert denn Martin? Wen meinst du? Hast du meine Fragen an Martin in meinem Posting vom 13.02. um 00:50 (# 202) als Kritik an Martin aufgefasst?
.
Du warst diesmal nicht gemeint, sondern eher Leute wie Norman X oder Presse oder auch die entsprechenden Beiträge im Forum Tacheles, wo man richtig gemerkt hat, wie Sachbearbeiter der ARGE die Wahrheit verdrehen wollten.

Dass die Antragssteller eine Nummer ziehen müssen und zwischen zwei Wachleuten, die wie die SS-Wachen der Reichskanzlei an beiden Seiten aufgestellt sind, zu ihrem Sachbearbeiter hingehen müssen, hat mich doch schon sehr erschrocken. Wenn jemand in der ARGE Bonn ermordet worden wäre, könnte ich ein derartiges Verhalten verstehen. Aber es kann doch nicht sein, dass der Eingang der ARGE Bonn besser bewacht ist als der Eingang zu jeder Bonner Bank?

Ich habe mich schon gefragt, ob die ARGE dort einen Goldschatz versteckt hat, weil der Eingang so gut bewacht ist. :icon_twisted::icon_twisted::icon_twisted:
 

vagabund

Redaktion

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
22 Jun 2005
Beiträge
4.562
Gefällt mir
693
Ich frage mich immer, ist sowas Machtdemonstration oder Ausdruck von Angst? :confused:
 

Banquo

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
17 Okt 2008
Beiträge
3.902
Gefällt mir
212
Aber es kann doch nicht sein, dass der Eingang der ARGE Bonn besser bewacht ist als der Eingang zu jeder Bonner Bank?
Der Leiter begründet das mit seinem Fürsorgeauftrag den ARGE-Mitarbeitern gegenüber. Man müsse sich halt gegen den gewalttätigen Mob schützen, denn es gab in den vergangenen Jahren schon einige Zwischenfälle und die armen Mitarbeiter fühlten sich bedroht - besonders die im Schalterbereich. Ist aber auch kein Wunder, so wie die mit ihren "Kunden" umgehen. So wie man in den Wald hineinruft, schallt es auch dann und wann zurück. :icon_surprised:

Angesichts des Drucks, der ständigen Einschüchterungen, des Vorenthalten von Rechten, des miesen Austricksen seiner Kunden und nicht zuletzt der schieren Rechtsverweigerung (Antrag nicht annehmen etc), ist es ein Wunder, daß es bisher nur so selten zu kleinen Zwischenfällen kam.
 
E

ExitUser

Gast
Der Leiter begründet das mit seinem Fürsorgeauftrag den ARGE-Mitarbeitern gegenüber. Man müsse sich halt gegen den gewalttätigen Mob schützen, denn es gab in den vergangenen Jahren schon einige Zwischenfälle und die armen Mitarbeiter fühlten sich bedroht - besonders die im Schalterbereich. Ist aber auch kein Wunder, so wie die mit ihren "Kunden" umgehen. So wie man in den Wald hineinruft, schallt es auch dann und wann zurück. :icon_surprised:

Angesichts des Drucks, der ständigen Einschüchterungen, des Vorenthalten von Rechten, des miesen Austricksen seiner Kunden und nicht zuletzt der schieren Rechtsverweigerung (Antrag nicht annehmen etc), ist es ein Wunder, daß es bisher nur so selten zu kleinen Zwischenfällen kam.
Genau das ist es, was stets unterschlagen wird, wenn ein Elo tatsächlich mal auf den Putz haut. Dann sieht man nur einen "rasenden AlgII-Empfänger", und es wird tagelang in den Gazetten lamentiert, ob und wie sich die Argen vor solch gewalttätigen Erwerbslosen schützen müssten.
Doch die oft monatelangen Schikanen, die geballten Demütigungen, die zunehmende Entrechtung, der Kampf um jeden Euro findet keinerlei Erwähnung.
Und genau diese einseitige Berichterstattung trägt dazu bei, dass wir Elos als undankbares, unbeherrschtes, gewaltätiges Pack dastehen, vor dem die "Anständigen" geschützt werden müssen. Doch ich bin davon überzeugt, dass dieses verzerrte, eindimensionale Bild, welches von den Elos in der Öffentlichkeit gezeichnet wird, vorsätzlich verbreitet wird. So hat man eine Rechtfertigung für weitere "Schutzmaßnahmen" , die u.a. darin münden könnten, dass Argen auf ihr Hausrecht pochen und den Beiständen der Elos keinen Zutritt mehr gewähren. Damit wäre der Weg zur weiteren Entrechtung der Erwerbslosen beschritten.

LG
 

jungeMama17

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Apr 2008
Beiträge
10
Gefällt mir
0
Hallo ich bin jetzt wiedermal total verunsichert....ich muss jetz im märz meinen weiterzahlung-antarg abgeben und wie mach ich das jetzt?

hab gelesen das die von dem foyer vorne die nicht annehmen...und auf termin verweisen....aber ich krieg doch nie termine wenn ich anrufe....

ich bin alleinziehend und brauche das geld immer pünktlich....wie soll ich mich jetz verhalten?

gibt mir bitte tipps danke!!
 

gerda52

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
21 Mrz 2007
Beiträge
4.512
Gefällt mir
366
jungeMama17 sagte :
hab gelesen das die von dem foyer vorne die nicht annehmen...und auf termin verweisen....aber ich krieg doch nie termine wenn ich anrufe....
Termine gibts m.W. nur bei Erstantragsabgabe, beim Weiterbewilligungsantrag dürfte das Problem nicht auftreten. Lass Dir den Empfang des Antrags aber auf jeden Fall schriftlich bestätigen.
 

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.306
Gefällt mir
4.155
IN Bonn geht dies leider auch nicht oder nur mit extrem langer Wartezeit. Es wird dort immer auf einen ominösenBriefkasten verwiesen.
Am besten per Fax hinschicken. Fax-Nr ist 8549-391 oder anstatt der letzen drei Stellen jeweis die Nummer des Teams nehmen. Das ist dann jeweils die Faxnummer des Teams.
2. Möglichkeit: das ganze per Einschreiben mit Rückschein dort hinschicken.
Termine gibts m.W. nur bei Erstantragsabgabe, beim Weiterbewilligungsantrag dürfte das Problem nicht auftreten. Lass Dir den Empfang des Antrags aber auf jeden Fall schriftlich bestätigen.
 

Curt The Cat

Redaktion

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
7.425
Gefällt mir
2.098
Das ist ein Link von Curt, einfach anklicken, und schon erfährtst du die Adresse.

LG

Jep... ergänzend möchte ich noch anmerken, daß das Treffen dort am kommenden Montag wegen des rheinischen Nationalfeiertags leider ausfällt...


:cool:

 
Mitglied seit
29 Jan 2008
Beiträge
13
Gefällt mir
0
In Bremen wird mit ähnlichen Methoden gerarbeitet.
Nach vergeblichen Versuchen die ARGE (hier in Bremen BAgis genannt) telefonisch zu erreichen, Briefe einfach nicht beantwortet wurden, versuchte ich die Arge per Mail mit Eingangsbestätigungsaufforderung zu einem Sachverhalt der sich um Zahlungen drehte anzuschreiben.

Eine Eingangsbestätigung - obwohl es dafür nur einen Mausklick braucht - erhielt ich nicht. Eine Antwort vorerst auch nicht. Daraufhin versuchte ich es mit einer sogenannten Einschreib-Mail. Auch zur automatischen Quitterung dieser Mailform war die Arge nicht in der Lage.
Daraufhin begab ich mich persönlich - mit einer Videokamera als Beistand - in die Arge, zwecks Klärung. Die Videokamera benutzte ich, da ich selbst in der Vergangenheit auch in der Bagis Bremen als Beistand vor der Tür gelassen wurden.
Das Ende der Aktion: Mir wurde Hausfriedensbruch vorgeworfen, ich wurde von der Polizei abgeführt und ohne weiteres Gerichtsverfahren zu 220 Euro Geldstrafe verurteilt. Zahle ich nicht: 20 Tage Gefängnis.
 
E

ExitUser

Gast
Meine Absicht war herauszufinden, was aus konkret aus diesem Vorfall gelernt werden könnte, damit sich ein Rauswurf nicht wiederholen kann, aber irgendwie steckt das Thema fest.
.
Lernen kann man daraus ganz einfach das, daß man eine Beistandsleistung nicht zur politischen Demo verkommen lässt, denn damit liefert man die Beistände der ARGE zum Fraß aus, schadet den Beiständen und schadet, was am allerschlimmsten ist, jenen, die um Beistand gebeten haben!!!!

Mir isses völlig wurscht, ob ich mich damit unbeliebt mache, oder nicht, aber wir hier haben im Laufe der vielen Jahre, die wir Erwerbslosensozialarbeit machen, begriffen, daß hartnäckiges juristisch sachkundiges Vorgehen nebst organisierter, qualifizierter und ebenso hartnäckiger Beistandsleistung den Betroffenen (und nur um die gehts ja letztlich) weitaus mehr bringt, als politische Deklamationen.

Wir haben aber auch begriffen, daß es leider immer wieder Leute gibt, die, weil ihnen die juristische und andere dringend nötige Sachkunde fehlt, sie diese und ihren Wert nicht einschätzen können und deshalb, wobei dann da noch oft Eitelkeit und der Drang hinzukommen, sich selbst produzieren zu müssen, meinen, mit Politisieren und "Aktionen" mehr zu erreichen...

N.
 
E

ExitUser

Gast
Hi Martin,

Am besten per Fax hinschicken. Fax-Nr ist 8549-391 oder anstatt der letzen drei Stellen jeweis die Nummer des Teams nehmen. Das ist dann jeweils die Faxnummer des Teams.
2. Möglichkeit: das ganze per Einschreiben mit Rückschein dort hinschicken.
Fax?

Das empfiehlst Du ernsthaft? Wie willst Du denn den Zugang gerichtsfest nachweisen? Kannst Du gar nicht - Fax an die ARGE scheidet also schonmal aus.

Einschreiben mit Rückschein ist ein guter, aber eben teurer Weg, und er ist gerichtsfest.

Noch besser und auch gerichtsfest und für jene, die keine weiten Strecken zur ARGE haben, ist es, im Beisein mehrerer Zeugen (ja, da muss man eben lernen, einander das persönliche Umgeld zu organisieren) das Original abzugeben und auf einer mitgebrachten Kopie die Eingangsbestätigung mindestens in der Form zu verlangen (und dies auch durchzusetzen, nötigenfalls mit polizeilicher Hilfe), daß jede Seite der Kopie mit einem ARGE-Eingangsstempel abgestempelt wird. Die Kopie nimmt man mit nach Hause und hat dann den durch Zeugen bestätigten Nachweis, daß man abgegeben hat.

N.
 
E

ExitUser

Gast
...Briefe einfach nicht beantwortet wurden...
Tja, wenn man einfache Briefe und nicht als Einschreiben mit Rückschein schickt oder eben die Briefe nicht im Beisein mehrerer Zeugen abgibt und sich auf Kopien der Briefe per ARGE-Eingangsstempel auf jeder Seite den Empfang nicht bescheinigen lässt, braucht man sich nicht wundern, wenn Briefe nicht beantwortet werden.

Merke: der Zugang der Briefe muß nötigenfalls immer gerichtsfest nachgewiesen werden können - und die ARGE muss auch wissen, daß es so ist.

Gerichtsfest sind Einschreiben mit Rückschein und persönliche Einreichung im Beisein mehrer Zeugen und mit Eingangsstempel auf jeder Seite der Kopien der eingereichten Schriftstücke. Die Kopien nimmt man wieder mit nach Hause und heftet sie ordentlich ab.

, versuchte ich die Arge per Mail mit Eingangsbestätigungsaufforderung zu einem Sachverhalt der sich um Zahlungen drehte anzuschreiben.
eMails? eMails sind genau wie Telefonate - nicht gerichtsfest und damit völlig irrelevant.

Eine Eingangsbestätigung - obwohl es dafür nur einen Mausklick braucht - erhielt ich nicht. Eine Antwort vorerst auch nicht. Daraufhin versuchte ich es mit einer sogenannten Einschreib-Mail. Auch zur automatischen Quitterung dieser Mailform war die Arge nicht in der Lage.
Warum sollte sie auch? Sowas ist nicht gerichtfest und damit leere Luft. Außerdem kann jedes eMail-Programm so eingestellt werden, das es auf die Aufforderung, eine Empfangsbestätigung rauszuschicken, gar nicht erst reagiert. Machen wir hier genauso auf allen unseren Rechnern.

Daraufhin begab ich mich persönlich - mit einer Videokamera als Beistand - in die Arge, zwecks Klärung. Die Videokamera benutzte ich, da ich selbst in der Vergangenheit auch in der Bagis Bremen als Beistand vor der Tür gelassen wurden.
Klasse.

Videokamera als Beistand.

Im § 13 SGB X ist auch in der Kommentierung nichts darüber zu finden, daß eine Videokamera als Beistand agieren kann...

Gehts denn noch?

Erst lässt Du Dir Deine Beistände abwimmeln, anstelle die Polizei zu holen, denen das SGB X und hier den § 13 Abs 4 vor die Nase zu halten, den Sachverhalt kurz zu erläutern und sie zu bitten, der Bagis klar zu machen, daß sie Deine Beistände (maximal drei gemäß SGB-X-Kommentierung bei Wannagat und Hauck/Noftz) mit Dir zusammen reinlassen müssen.

Nee, das machst Du nicht, sondern nimmst ne Kamera mit, und lässt die laufen, obwohl Du damit jeder ARGE das Recht gibst, Dich aufzufordern, die Kamera auszuschalten, oder aber sofort das Haus zu verlassen, und Dich an die Eier zu kriegen, wenn Du dem nicht Folge leistest.

Dümmer gehts nimmer. Denk mal anders herum: wie würde es Dir gefallen, wenn Dich ARGE-Schnüffler besuchen und dabei eine Videokamera mitlaufen lassen? Das wäre genauso unzulässig.

Du bist genau so ein Fall, über die man nur den Kopf schütteln kann: rechtlich nicht bewandert, sich der eigenen Rechte demzufolge nicht bewusst, kein sozial organisiertes Umfeld, daher auch keine sachkundigen Beistände, noch nicht mal Ahnung von der, für die Behörden rechtsverbindlichen Beistandsregelung im SGB X, und nicht genug Hintern in der Hose, um die Polizei zu rufen, wenn die ARGE-Patten deshalb einen auf blöd machen.

Das Ende der Aktion: Mir wurde Hausfriedensbruch vorgeworfen, ich wurde von der Polizei abgeführt und ohne weiteres Gerichtsverfahren zu 220 Euro Geldstrafe verurteilt. Zahle ich nicht: 20 Tage Gefängnis.
Ja, das war die normale Folge, weil Du keine Ahnung hattest.

Das ist einfach nur schade.

Albert Einstein, einer der größten Wissenschaftler dieser Welt, sagte einmal, daß zwei Dinge unendlich sind: das Weltall und die Dummheit der Menschen.

Mit beidem hatte er recht!

N.
 

Trajan

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jan 2009
Beiträge
130
Gefällt mir
0
Lernen kann man daraus ganz einfach das, daß man eine Beistandsleistung nicht zur politischen Demo verkommen lässt, denn damit liefert man die Beistände der ARGE zum Fraß aus, schadet den Beiständen und schadet, was am allerschlimmsten ist, jenen, die um Beistand gebeten haben!!!!

Mir isses völlig wurscht, ob ich mich damit unbeliebt mache, oder nicht, aber wir hier haben im Laufe der vielen Jahre, die wir Erwerbslosensozialarbeit machen, begriffen, daß hartnäckiges juristisch sachkundiges Vorgehen nebst organisierter, qualifizierter und ebenso hartnäckiger Beistandsleistung den Betroffenen (und nur um die gehts ja letztlich) weitaus mehr bringt, als politische Deklamationen.

Wir haben aber auch begriffen, daß es leider immer wieder Leute gibt, die, weil ihnen die juristische und andere dringend nötige Sachkunde fehlt, sie diese und ihren Wert nicht einschätzen können und deshalb, wobei dann da noch oft Eitelkeit und der Drang hinzukommen, sich selbst produzieren zu müssen, meinen, mit Politisieren und "Aktionen" mehr zu erreichen...

N.
Ich erinnere hierbei auch mal an die Hetzkampagnen der BILD-"Zeitung" gegen Hartz-IV-Empfänger oder die Clement-Kampagne gegen die Sozialschmarotzer, insbesondere U25 oder die SAT1-Verblödung "Gnadenlos (un)gerecht", wobei überall eine gnadenlose Kriminalisierung sozial Schwächerer erfolgt ist.

Mangelnde Sachkunde war z. B. auch das Problem von Herrn Clement mit seiner Parasitenjagd, aber dies interessiert anderswo wohl niemanden und so etwas sollte man bei seiner Kritik an Herrn Behrsing auch bedenken, zumal Herr Behrsing sicher nicht soviel Steuergelder in den ***** geblasen bekommt wie unser Parasitenjäger und sicher auch mehr leistet als dieser.

Außerdem fehlt in dem Beitrag jegliche Kritik an dem Vorgehen der ARGE Bonn, die solche Aktionen mit ihrer Kritikunfähigkeit und der übertrieben Umsetzung des Hartz-IV-Wahnsinns doch nur provoziert hat, wobei ich den Polizeieinsatz als eindeutig übertrieben ansehe.

Ich halte diese Kritik an Herrn Behrsing eindeutig für überzogen und total einseitig.
 

Dora

Elo-User/in

Mitglied seit
12 Feb 2007
Beiträge
873
Gefällt mir
9
Lernen kann man daraus ganz einfach das, daß man eine Beistandsleistung nicht zur politischen Demo verkommen lässt, denn damit liefert man die Beistände der ARGE zum Fraß aus, schadet den Beiständen und schadet, was am allerschlimmsten ist, jenen, die um Beistand gebeten haben!!!!
...
Wenn es eine politische Aktion gewesen sein soll - was ich erst mal so lange für eine Vermutung halte bis es bestätigt wird - dann erklärt das noch immer nicht, warum bei der Verweigerung der Annahme eines Antrags oder der Verweigerung des Rechts auf Beistand nicht eine Polizeistreife per Handy gerufen wurde.
.
 

Dora

Elo-User/in

Mitglied seit
12 Feb 2007
Beiträge
873
Gefällt mir
9
Ich erinnere hierbei auch mal an die Hetzkampagnen der BILD-"Zeitung" gegen Hartz-IV-Empfänger oder die Clement-Kampagne gegen die Sozialschmarotzer, insbesondere U25 oder die SAT1-Verblödung "Gnadenlos (un)gerecht", wobei überall eine gnadenlose Kriminalisierung sozial Schwächerer erfolgt ist.
Oweia, ich das nicht mehr hören und lesen von den "sozial Schwachen"!!! Lasst das bitte sein! Wir mögen ein geringes Einkommen wie Hartz IV haben, also "einkommensschwach" sein, okay.

Aber "sozial schwach" in Hinblick auf das Miteinander, die Bereitschaft etwas für die Gemeinschaft zu tun und im Hinblick auf soziale Kompetenz "schwach" zu sein oder nur an sich zu denken und zu raffen und gieren, hat nix, aber rein gar nichts mit der Höhe des Einkommens zu tun.
.
 

Curt The Cat

Redaktion

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
7.425
Gefällt mir
2.098
Wenn es eine politische Aktion gewesen sein soll - was ich erst mal so lange für eine Vermutung halte bis es bestätigt wird - ...
Nö, das war keineswegs eine Aktion mit politischem Hintergrund. Wir hatten am Montag vorher lediglich so viele, wirklich bizarre "Fälle" während unserer Sprechstunde, wo den Hilfeempfängern unter fadenscheinigsten Vorwänden, die Hilfe versagt wurde, daß wir uns kurzerhand entschlossen, am folgenden Freitag gemeinsam mit den HEs die zustehenden Leistungen einzufordern.

...dann erklärt das noch immer nicht, warum bei der Verweigerung der Annahme eines Antrags oder der Verweigerung des Rechts auf Beistand nicht eine Polizeistreife per Handy gerufen wurde.
Hm... und da kann ich jetzt nur für mich sprechen, meine Sicht der Dinge erläutern.

Als es zu den ersten Unstimmigkeiten am Schalter kam, an dem ich mich befand, war ich drauf und dran, die Polizei zu rufen. Da war dann aber dieser rotgesichtige Bereichsleiter, wie aus dem Boden gewachsen - ich hatte seine Ankunft nicht wahrgenommen - der dann u.a. verkündete, daß er die Polizei gerufen hätte. Dies schien mir in diesem Augenblick willkommen, denn ich ging davon aus, daß man dann, mit der Polizei, die Situation hätte klären konnen.

Ich habe im Traum nicht damit gerechnet, daß die Polizisten im weitern Verlauf Partei für die Belange der ARGE-Mitarbeiter ergreifen würden, zumal wir zuerst in den Gesprächen mit den Streifenbeamten durchaus positive Erfolge verbuchen konnten. Die HEs haben kurzfristig Termine bei den zuständigen SBs erhaltern.

Die Situation kippte, als ranghöhere Polizeibeamte eintrafen und der stellvetretende GF der ARGE Bonn.

Meine persönliches Fazit aus dem Ganzen ist, daß ich beim nächsten Mal, sollte es soweit kommen, nicht den Bruchteil einer Sekunde zögern werde, die Polizei zu Hilfe zu rufen ...




 

Ragnaroek

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Okt 2006
Beiträge
289
Gefällt mir
0
Kann man denn nicht eigentlich auch di ePolizei dafür belangen? Schließlich hat sie doch irgendwo auch gegen geltenes Recht verstoßen....oder?
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
Wieso? Sie hat das Hausrecht durchgesetzt, mehr nicht? Sollte es dabei zu Übergriffen der Beamten gekommen sein, dagegen kann man natürlich angehen
 

Ragnaroek

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Okt 2006
Beiträge
289
Gefällt mir
0
Aber dann bringt es doch gar nichts die Polizei zu rufen...sie kann dann doch immer aufs Hausrecht verweisen...also was bringt dass dann?

Und was mich noch mehr interessieren würde:

Wie sollte ich vorgehen, wenn mir das passiert? Direkt die 110 anrufen? Und dann? Was sage ich denen?

Mag blöd klingen, aber ich denke mit dieser Frage stehe ich nicht alleine dar....
 

Dora

Elo-User/in

Mitglied seit
12 Feb 2007
Beiträge
873
Gefällt mir
9
Aber dann bringt es doch gar nichts die Polizei zu rufen...sie kann dann doch immer aufs Hausrecht verweisen...also was bringt dass dann?

Und was mich noch mehr interessieren würde:

Wie sollte ich vorgehen, wenn mir das passiert? Direkt die 110 anrufen? Und dann? Was sage ich denen?

Mag blöd klingen, aber ich denke mit dieser Frage stehe ich nicht alleine dar....
Um Himmels Willen! Bitte nicht die Rufnummer 110 mißbrauchen!
Die ist für dringende Notfälle! Nein, du besorgst dir vorher die normale Amtsnummer der nächstgelegenen Polizeistation und diese Nummer benutzt du dann.

Natürlich macht es nur dann Sinn die zu rufen, wenn dir Rechte - wie das auf eine Entgegennahme mit Empfangsbestätigung von dir eingereichter Schriftstücke oder das auf Beistand verweigert wird. Und es macht nur Sinn, wenn du sofort anrufst. Du wirst ja dann auch nach deinem Namen gefragt und den Grund. Beides gibst du bitte an. Beschränke dich auch auf das Wesentliche: Dir werden Rechte verweigert! Punkt!
Gut ist, wenn du diese Rechte benennen kannst (z. B. Recht auf Beistand, § 13 Abs. 4 SGB X).

Im hier diskutierten Fall war man - so verstehe ich Curt the Cat - nicht schnell genug und vielleicht war die Koordination der vielen Leute auch etwas mangelhaft.
 

Dora

Elo-User/in

Mitglied seit
12 Feb 2007
Beiträge
873
Gefällt mir
9
Wieso? Sie hat das Hausrecht durchgesetzt, mehr nicht? Sollte es dabei zu Übergriffen der Beamten gekommen sein, dagegen kann man natürlich angehen
So hat es der GF dargestellt. Was da schief gelaufen ist, ist mir zum Teil noch unklar. Offensichtlich wurde jedenfalls versäumt gleich bei der ersten Verweigerung von Rechten selbst zuerst eine Polizeistation anzurufen und die eintreffenden Beamten zu informieren, welche Rechte gerade eben unter Zeugen verweigert worden waren und sie um Protkollierung des Vorfalls zu bitten.
.
 

Guevara

Forumnutzer/in

Mitglied seit
1 Feb 2009
Beiträge
109
Gefällt mir
0
Den Artikel habe ich gerade noch gefunden der gut hier rein passt.

[FONT=Bitstream Vera Serif, serif]Persönliche Notlagen? Die „Arge“ sch... drauf!

[/FONT][FONT=Bitstream Vera Serif, serif]Hartz IV ist Skandal!

16.02.2009

[/FONT][FONT=Bitstream Vera Serif, serif]Von Karl Weiss

[/FONT]
[FONT=Bitstream Vera Serif, serif]Es gibt unzählige Fälle in der Welt von Hartz IV, in denen die „Argen“ die Auszahlung von Leistungen verweigern, einfach nicht zahlen, auch und gerade dann, wenn der Antragsteller völlig ohne Mittel ist und nichts mehr zu Essen hat. Es scheint, der Herr de Sade persönlich hat die „Argen“ in Sadismus ausgebildet. Andererseits ist die „Arge“ Bonn, eine der berüchtigsten von allen, aber schnell bei der Hand, die Polizei zu holen und Hausverbote auszusprechen, wenn Begleitpersonen auf den Rechten der Betroffenen bestehen.

[/FONT][FONT=Bitstream Vera Serif, serif]In Bonn war vor einiger Zeit schon einmal der Gerichtsvorsteher auf dem Weg zur Oberbürgermeisterin, um ihren BMW zu pfänden, weil sich die „Arge“ immer wieder geweigert hatte, Leistungen auszuzahlen.

Eine Anzahl von Hartz-IV-Geschädigten hatte sich an das „Erwerbslosenforum“ gewandt, weil ihnen über einen Monat oder sogar mehrere Monate keine Leistungen von der „Arge“ Bonn ausgezahlt worden waren. Immer wenn die Geschädigten bei der Arge vorsprechen wollten, wurden sie abgewiesen – eine Praxis, die nicht nur in Bonn alltäglich ist.

So gingen denn Begleitpersonen von der Kölner Erwerbsloseninitiative und vom Erwerbslosenforum mit ihnen und erreichten tatsächlich, dass sie vorgelassen wurden. Doch einem der Antragsteller wurde erneut die Anname des Antrags verweigert, was gar nicht zulässig ist. Als die Begleitpersonen dagegen protestierten, erklärte eine Person von der Bonner Arge den Arbeitsablauf gestört und holte die Polizei, um die Beistände entfernen zu lassen. Die aber, statt zuerst einmal die Situation zu klären, kam denn auch gleich dem Verlangen der Arge nach und entfernte die Beistände. Auch dies gesetzwidrig, denn jeder hat Anspruch auf Beistände, wenn er zur Behörde geht.


weiter lesen..

http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=16022009ArtikelPolitikWeiss1
[/FONT]
 

Ragnaroek

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Okt 2006
Beiträge
289
Gefällt mir
0
Was mich dazu noch interessieren würde:

Was mache ich, wenn ich die Polizei anrufe, aber die sagt, dass sie sich um sowas nicht kümmert oder dafür nicht zuständig ist?
 

Banquo

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
17 Okt 2008
Beiträge
3.902
Gefällt mir
212
Was mache ich, wenn ich die Polizei anrufe, aber die sagt, dass sie sich um sowas nicht kümmert oder dafür nicht zuständig ist?
Name und Dienstgrad geben lassen und dann eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten