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Arge Bochum Ost

Status
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Ameise

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#1
Hallo zusammen,

nachdem ich mich nun von meinem Blutsturz erholt habe, möchte ich euch gerne an meinem Problem teilhaben lassen und hoffe, ihr könnt mir den ein oder anderen Tipp geben :)

Ich war heute morgen beim Arbeitsamt....Massenveranstaltung. War ich ja schonmal bedient.
Zur Vorgeschichte:
Umschulung Feb. 2004 abgeschlossen, danach arbeitslos, trotz nachgewiesener intensiver Bemühungen. Vor 2 Jahren bei der Arge Ost arbeitslos gemeldet (davor woanders gewesen), nach Termin für den Arbeitsberater gefragt (würde mich anschreiben...warte ich bis heute drauf) und nach Qualifizierung im EDV Bereich (wird nicht qualifiziert, kein Geld).
Letzte Woche Donnerstag bei der Arge gewesen, da ich einen Teilzeitjob habe ca. 12 Std./Woche, im Krankheitsfall/Urlaub auch mehr. Der Typ da sagte mir alles kein Problem, er gibt das weiter. Montags dann die Einladung von der Arge im Briefkasten gehabt.

Heute dann wie gesagt dagewesen. Es geht um die Zuweisung zu Euro Schulen als Arbeitsvermittler, da die Arge Bochum Ost nicht genug Mitarbeiter hat (und schon gar keine qualifizierten) und daher die Arbeitsvermittlung an Dritte abgegeben hat.
Ich der Dame mitgeteilt, das ich endlich mal einen Job gefunden habe und auch nicht bereit bin, diesen aufzugeben. Wäre alles kein problem, aber ich könnte ja trotzdem mal hingehen und gucken, ob es eine Qualifizierung neben der Nebentätigkeit gibt und den Job müsste ich nicht aufgeben.
Gelder wären seit ca. 2 Monaten wieder verfügbar, weil ich gesagt hatte, das ich damals keine Qualifizierung bekommen habe und jetzt 3 Jahre später kommt man damit an.
In ca 2 Wochen würde ich einen Termin von den Euro Schulen bekommen und wenn die mit meinen Arbeitszeiten kollidieren würden kein Problem, soll ich da anrufen und einen anderen Termin machen.
Habe ihr gesagt, das ich die Eingliederungsvereinbarung mit nach Hause nehme..bis Ende nächster Woche habe ich Zeit, sonst erlässt sie einen Verwaltungsakt. :lol:
Ich werde die Eingliederungsvereinbarung so wie sie da ist auf keinen Fall unterschreiben, ich finde sie ist ein einziger Witz.

Vor allem "Mitwirkung bei allen auf die berufliche Eingliederung abzielenden leistungen bzw. Aktivitäten des Dritten."
Was ist, wenn die nun verlangen, ich soll an einer Qualifizierungsmassnahme teilnehmen, die sich nicht mit meiner Berufstätigkeit vereinbaren lässt? Ich weiss nie im Voraus, wieviel Stunden ich wöchentlich mache und vor allem nicht zu welchen Zeiten.

Natürlich will ich Vollzeit arbeiten, aber ich habe keine Lust auf Totqualifizierung. Ich habe 2 Ausbildungen und 2 Trainingsmassnahmen hinter mir und nur damit ich aus deren Statistik raus bin...nein danke
:motz:

Jetzt die Frage, wie kann ich mich dagegen wehren. Wie kann ich die Eingliederungsvereinbarung sinnvoll anpassen, damit ich meinen Job nicht aufgeben muss...das will ich in jedem Fall schriftlich haben? Und was mache ich, wenn sie mit der Eingliederungsvereinbarung nicht einverstanden ist?

Sie selber ist übrigens gar keine Arbeitsberaterin, hat sie mir selbst noch mitgeteilt und das sie kaum Ahnung davon hat :klatsch:

Ich habe die Vereinbarung und die Zuweisung mal angehängt.

Liebe Grüße,
Ameise

P.S: Die letzte Seite der Zuweisung passt leider nicht mehr mit rein.
 
E

ExitUser

Gast
#2
Ameise,

das kann ich jetzt nicht nachvollziehen!

Du hast doch einen Job, richtig?

Und die ARGE möchte trotzdem dass Du einer "Ein Euro-Job Maßnahme" unterworfen wirst, richtig?

Nun, eine Eingliederungsvereinbarung zu einer Tätigkeit mit Mehraufwandsentschädigung kann ohne folgende Voraussetzungen nicht von der ARGE durchgesetzt werden:

In der EGV dürfen nur berufliche und arbeitsmarkttechnisch weiterhelfende Maßnahmen enthalten sein welche die Rückkehr in eine "existenzgesichert bezahlte Anstellung" bieten.

Eine EGV darf nur dann erfolgen, wenn diese einen rechtlich und sachlich nachweisbar einwandfreien sozialen Zweck erfüllt, d.h. für den betroffenen Leistungsbezieher einen tatsächlichen arbeitsmarktlichen Nutzen, also Vermittlung in existenzgesichert bezahlte Arbeit, erbringt.

Seitens der ARGE müssen vor Zustandekommen einer EGV durch dafür speziell qualifiziertes und geschultes Personal mit dem Leistungsbezieher drei Arbeitsschritte vorgenommen werden:
Profiling (Feststellung aller beruflichen und sonstigen Fähigkeiten des
Leistungsbeziehers)

Chancen / Risiken-Abwägung (Gegenüberstellung der Fähigkeiten mit
eventuellen Hinderungsgründen (Krankheiten, Behinderung, fehlender Führerschein, Schulden usw.)

Feststellung des sog. beruflichen Standortes (Fazit aus den Punkten 1 & 2)

Die Vornahme dieser drei Arbeitsschritte ist per Protokoll schriftlich festzuhalten und dem Leistungsbezieher ist hiervon eine Abschrift auszuhändigen.

Von der ARGE sind die bisherigen Erfolgsquoten bezüglich erfolgreicher Vermittlung von erwachsenen Erwerbslosen in existenzgesichert bezahlte Arbeitsplätze in den zu besetzenden "Job" auf Anfrage des Erwerbslosen von der ARGE komplett vorzulegen.

Dies ist nur meine persönliche Meinung!!!

Solange all jene Fragen offen bleiben und die ARGE-Sachbearbeiterin sogar noch zugibt dass sie keine Ahnung von Eingliederungsvereinbarungen hat, würde ich "nichts" unterschreiben!

Saludos, Che
 

ladydi12

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#3
Hallo Che Guevara, hallo Ameise,

für mich ist aus dieser EGV nicht ersichtlich, daß Ameise einen 1€Job machen soll.
Das sind allerdings Sachen, die ich an deiner Stelle, Ameise, mit der EuroSchule (Maßnahmeträger) im Gespräch abklären und mir von der Schule schriftlich geben lassen würde. Ansonsten sehe ich hier nur die allgemein üblichen Rechtsfolgebelehrungen
Die Zuweisung zu dieser Schule ist an sich meines Erachtens in Ordnung und sehe daraus nicht, daß dir dort ein 1€Job angeboten werden soll.
 
E

ExitUser

Gast
#4
ladydi 12,

es steht doch in der EGV dass ein "dritter Träger" ein Profiling von "Ameise" vornehmen soll!

Das alleine ist, meines bescheidenen Erachtens, schon rechtswidrig, nur in der ARGE darf ein Profiling vorgenommen werden!

Ausserdem steht in der EGV nur dass der Antritt nach spätestens 6 Monaten erfolgen soll, ein Beginn/Ende ist nicht ersichtlich, weder die Stundenzeiten noch ein Anfang/Ende (Uhrzeit) der Tätigkeiten.

Jene EGV ist ein einziger Witz!

Dieser Wisch spiegelt perfekt die Inkompetenz und die Hilflosigkeit der ARGEn wider, dessen Sachbearbeiter an ihrem Stuhl zitternd festhalten und darauf hoffen dass sie nicht noch als nächstes "wegrationalisiert" werden!

Oder?
 

Blackdragon

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#5
Ich schliesse mich der Meinung von ladydi12 an. Nach dem "Besprechungstermin" wirst Du wohl nur ab und zu Stellenangebote zugeschickt bekommen... so etwas gibt es bei meiner ARGE auch, das ist nichts ungewöhnliches.
 

Martin Behrsing

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#6
Habe die Anhänge löschen müssen, da dort Namen und Telfonnummern sowie Deine BG-Nummer ersichtlich waren. Bitte auf so etwas achten oder bitte mir die Sachen schicken, dann kann ich es anonym einstellen. Gerade mit der ARGE Bochum sollte äußerst vorsichtig umgegangen werden, die warten nur darauf, dass bei uns ein Fehler passiert, da wir die schon zu oft empfindlich gestört haben.
 

ladydi12

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#7
hallo Martin,

das zeigt mir nur, daß ihr da "sehr beliebt" seid :hihi: :daumen: und daß die vor euch richtig Respekt haben 8) :hihi:

und wir Arbeitslose nicht doof sind :daumen: :hihi:
 

Ameise

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#8
Habe jetzt nochmal mit einer bekannten gesprochen, die in der Arge in Recklinghausen arbeitet und die sagte mir auch so nicht unterschreiben.
Fahrgeld, Bewerbungskostenerstattung und die Garantie, das ich meine neuerworbene Beschäftigung nicht für Bewerbungstraining etc. aufgeben muss.

Bin mal gespannt, ob die Dame sich darauf einlässt :)

LG, Ameise

P.S. Von einem Ein-Euro-Job war nicht die Rede, eine Trainingsmassnahme oder Bewerbungstraining soll es laut Arge Mitarbeiterin auch nicht sein, wobei mir meine Bekannte sagte dass das stark nach Bewerbungstraining aussieht.
Naja mal abwarten :)
 
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