ARGE Arzt verweigerte Behandlung

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Yosapu

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Hallo,

ich habe mich mal neu angemeldet und hoffe, ich habe mein Thema richtig einsortiert!

Mein Freund kämpft jetzt seit vielen Wochen mit der ARGE, weil trotz aller Bemühungen immer wieder ein anderer Grund "erfunden" wird, weshalb das Geld incl. Nachzahlungen jetzt doch nicht gezahlt wurde. Vorrausgegangen sind u.a. eine Dienstaufsichtsbeschwerde, die eine Suspendierung der Sachbearbeiterin zur Folge hatte (zusätzlich wird noch polizeilich gegen sie ermittelt, weil sie wegen ihrer Arbeitsweise von einer Kollegin angezeigt wurde).
Also das Problem mit der "Person" von der Leistung war dann erstmal geregelt, da kam heute die Fallmanagerin ins Spiel.

Auf jeden Fall hatte sie dann aus einem ganz anderen Grund auch wieder das Geld gesperrt und da war es dann genug mit der Geduld.
Mein Freund hat sich bei ihr so dermaßen aufgeregt, dass der Blutdruck enorm in die Höhe geschossen ist (Hände ganz taub).

Er wurde dann zu dem Arzt, der der ARGE wohl irgendwie angeschlossen ist, gebracht. Er hat den Blutdruck gemessen und gesagt, der wäre lebensgefährlich hoch. Und dann... ja nix und dann. Dann sollte mein Freund doch bitte wieder gehen, weil er die Praxisgebühr nicht bezahlen kann (na warum wohl...).

Seltsamerweise ist er aber vor etwa einem 3/4 Jahr auch schonmal bei dem Arzt gewesen, weil er sich damals auch so aufgeregt hat und beim Termin bei der ARGE dann umgekippt ist. Da gab es die tolle Praxisgebühr auch schon und die musste er damals nichts bezahlen, sie wurde auch nicht nachträglich in Rechnung gestellt. Er wurde ganz normal behandelt.

Jetzt ist die Frage, wollte der Arzt ihn nicht behandeln, weil die "nette" Fallmanagerin auch beim Arzt saß, weil mein Freund bei ihr einen Nervenzusammenbruch ausgelöst hat, oder aus irgendeinem anderen Grund? Oder stimmt es, was er sagt? Wie gesagt, vor einem 3/4 Jahr wurde er ganz normal behandelt.

Ich finde es schon sehr bedenklich, wenn man jemanden mit so einem Blutdruck heim schickt und davon ausgehen kann, dass sich die Person sicher nicht mal eben schnell beruhigen wird. Zusätzlich ist das Wetter heute in Leipzig unerträglich erdrückend und die Busse sind leider auch sehr sehr schlecht klimatisiert.

Nächste Woche geht er zwar mit einer helfenden Person vom Erwerbslosenzentrum zum Amt, aber ich würde es dennoch schon eher wissen, ob das in Ordnung war.
Ich weiß auch, dass das vllt jemand aus einem Ärzteforum besser beantworten könnte, wie es mit dem Berufsethos dieses Mannes aussieht, aber vllt hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir etwas dazu sagen.


Danke fürs Lesen dieses Romans!

Liebe Grüße,

Yosapu
 

Yosapu

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Danke,

es ging ja auch nicht darum, dass er da jetzt als regelmäßiger Gast hinkommt. Es sollten einfach nur für den Moment helfende Maßnahmen eingeleitet werden. Aber außer Blutdruck messen war da ja nichts. Er hat ja selbst gesagt, wenn mein Freund mit nem Zehner rausrücken würde, den er aber nicht hat, würde er was machen.
Er wird ja normal vom Hausarzt deswegen längerfristig behandelt.
Aber jemanden in so einem Zustand wegschicken (obwohl es ein anderes Mal wie im Eingangspost beschrieben, problemlos zur Versorgung kam), halte ich persönlich für fahrlässig.

Und ich selber weiß, wie man sich da fühlt, weil ich vor 2 Wochen bei der Busfahrt in die Stadt selber so massive Kreislaufprobleme bekommen habe, dass ich meine Hände nur mit sehr großem Kraftaufwand schließen konnte. Da fühlt man sich wirklich nicht in der Lage, da einfach wieder wegzugehen und heim zu fahren.

Es wurde ihm übrigens nicht mal ein Glas Wasser zum Runterfahren des Kreislaufs angeboten. Das gibts wohl auch nur für nen Zehner?

Sorry, das soll jetzt alles absolut net patzig rüberkommen. Aber mich regt einfach auf, wie leichtfertig mit Menschen umgegangen wird. Und das von einem Arzt! Da ist für mich egal, ob Amtsarzt oder nicht. Für mich hat es schon fast etwas von unterlassener Hilfeleistung. Na ja, was red ich von fast... Wäre er zusammengebrochen, hätte er doch auch nicht erst gewartet, bis er ihm einen Zehn-Euro Schein in die Hand drückt...
 

Yosapu

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Wenn es etwas bringen würde, würde ich mir die Mühe auch sogar machen.
Ich bin ja normalerweise nicht so die Person, die alles und jeden anschwärzen will. Aber mittlerweile habe ich die Faxen dicke von dem gesamten Verein da. Und das geht mir jetzt echt zu weit, wenn man bewusst die Gesundheit außer Acht lässt, weil man nicht das nötige Geld dabei hat :icon_evil: Zumal sich mir immernoch nicht erschließt, wieso vor einem 3/4 Jahr kein Wort über die Praxisgebühr gefallen ist, es diese aber in normalen Praxen ja schon gab.

Da fällt mir gerade ein, dass bei einer Freundin vor einem Jahr auch nicht die Behandlung verweigert wurde, als sie im Ferienlager beim Kinder hüten einen Unfall hatte und sich das Handgelenk verstaucht war. Da hat sie später von dem Arzt (war jetzt logischerweise kein Amtsarzt) eine Rechnung mit der Gebühr erhalten. Also da ging es doch auch?

Also ich bin für jeden Tipp dankbar!
 

Yosapu

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Also mit Bluthochdruck ist ja erstmal grundsätzlich nicht zu spaßen. Das Wetter ist hierbei dann ja auch nicht ganz ohne.
Der Arzt hat dann SELBST gesagt, der Blutdruck wäre gerade lebensgefährlich und von alleine ist er auch nicht zu dem hingekommen, sondern musste auf dem Weg zum Arzt gestützt werden, weil ihm schwarz vor Augen war, taube Hände habe ich ja schon erwähnt.

Kann man jetzt als Notfall auslegen oder nicht. Aber wenn ich selbst als Arzt einen Zustand als lebensgefährlich benenenne, sollte ich behandeln, um eventuellen Folgen für den Patienten vorzubeugen. Außer natürlich, ich bin ein Sadist und erzähle dem Patienten zum Spaß, dass der Zustand kritisch ist.

Na ja, wenigstens ein Glas Wasser und "Bleiben sie sitzen, bis sie sich aklimatisiert haben" wäre ja wohl drin gewesen.
 
E

ExitUser

Gast
Unterlassene Hilfeleistung ist ein Straftatbestand.
Siehe hier

Das hier scheint mir auch noch interessant

Also: Ein Zeuge für die unterlassene Hilfeleistung ist da,
man könnte also Strafanzeige mit Strafantrag stellen.

Der Arzt kann von Glück sagen, dass nichts Schlimmeres passiert ist!!!!!

Grüße
Arbeitssuchend
 

verona

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ja, wenn es ein Notfall war, dann hätte er eingreifen müssen bzw einen Krankenwagen rufen.

Das würde ich aber auch sagen! Der Amtsarzt hat hier m.E. fahrlässig gehandelt. Und Praxisgebühr finde ich auch fraglich. Mit oder ohne erstmal muss er behandeln. Stellt er zudem noch fest, dass der blutdruck bedrohlich hoch ist, darf er nicht einfach jemanden gehen lassen.
Zum Hausarzt und gesundheitlichen Zustand checken lassen.
Dann würde ich hier mehrere Schreiben versenden. An:
Ärztekammer
Leiter der ARGE
Nürnberg ARGE
Krankenkasse

Mit Hinweis auf Stellungnahme und dem Vermerk, dass rechtliche Schritte vorbehalten werden.
 
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Da ein Amtsarzt der Arge nicht mit der Krankenkasse abrechnet, darf er auch keine Praxisgebühr verlangen. Natürlich ist auch ein Amtsarzt zur ersten Hilfe verpflichtet. Er wird aber wohl kaum Medikamente zur Ersthilfe zur Verfügung haben. In dem Fall hätte er zumindest einen Krankenwagen rufen müssen.
 

Yosapu

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Dankeschön für eure Antworten!
Da werden wir uns jetzt in Bewegung setzen. Auch wenn wir davon selbst nichts haben werden, so überlegt der Arzt sich vielleicht beim nächsten Mal etwas besser, ob er jemandem die Hilfe versagt.
 
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