ARGE Aachen vermittelt Prostituierte (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

borat

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
2 Mai 2011
Beiträge
16
Bewertungen
0
Die Aachener Nachrichten berichten, dass einer Aachenerin von der “Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung Arbeitssuchender” (ARGE) ein Minijob als “Außendienstmitarbeiterin im erotischen Bereich” angeboten wurde.
Die Stellenbeschreibung: “Aufsuchen potenzieller Kunden im Raum AC/K/D/HS, Gewinnung neuer Mitglieder für die interaktive Internetplattform.” Erste Reaktion der allein stehenden Mutter von zwei vier und acht Jahre alten Mädchen: “Ich dachte, ich muss mich übergeben.” Endgültig schlecht wurde ihr, als sie den angegebenen Arbeitgeber kontaktierte. Der habe ihr bedeutet, dass telefonische Akquise nicht ausreiche, sondern “persönlicher und körperlicher Einsatz erforderlich” sei.
Der Leiter der ARGE Aachen, Marcel Raschke, hat den Vorfall der Zeitung gegenüber bestätigt und erklärt, es sei oberstes Ziel, auch eine Mutter mit zwei Kindern aus dem Arbeitslosengeld II heraufzuführen. Das Angebot habe ohne negative Folgen abgelehnt werden dürfen.
Bereits im Jahr 2004 hatte die taz die Hypothese aufgestellt, dass langzeitarbeitslose Frauen im Prinzip in Bordelle vermittelt werden könnten, da es im Gesetz keine Untergrenze für die Zumutbarkeit von Arbeitplätzen gebe und Prostitution seit 2002 ein anerkannter Beruf ist. In der englischsprachigen Presse machte die Story als Sensation die Runde. Dort hieß es, arbeitslosen Frauen könne die Unterstützung gestrichen werden, wenn sie diese Jobs ablehnen würden. Im Februar 2005 wurde bei Snopes.com erklärt, dass die Story falsch war.
Erst im Mai 2006 hatte das Sozialgericht Speyer (AZ: S 10 AL 1020/04) entschieden, dass ein Bordellbesitzer keinen Anspruch darauf hat, Mitarbeiterinnen von der Arbeitsagentur vermittelt zu bekommen. Zwar sei Prostitution gesellschaftlich geduldet, “aber kein zur Verminderung von Arbeitslosigkeit erwünschtes Instrumentarium”. (Netzeitung)
Das sehen die Aachener Arbeitsvermittler offenbar etwas anders.



ARGE Aachen vermittelt Prostituierte
 
E

ExitUser

Gast
Das Angebot habe ohne negative Folgen abgelehnt werden dürfen.

wers glaubt wird selig
ohne die presse bei ablehnung würde bestimmt sanktioniert worden

ich find es eine bodenlose freheit sowas überhaubt als VV den leuten zukommen zu lassen

man sollte den leiter des JCs auf den strich schicken
das spart geld und er muss für sein geld was tun

oberstesziel dabei
einsparen eines teuren gehaltes der leitung

das währ doch was
 

Martin Behrsing

Redaktion
Mitglied seit
16 Juni 2005
Beiträge
21.604
Bewertungen
4.231
Beitrag geschlossen. Der Artikel ist von 2006 und wurde hier lange diskutiert.

Es macht durchaus Sinn, nicht nur die Überschriften zu lesen. Dann passiert es auch nicht, dass eine vermeintliche Sensation sich als alte Kamelle herausstellt.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten