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ARD Reportage - Arm und abgeschrieben

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redfly

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#1
Arm und abgeschrieben - Wer hilft aus der Krise?

Inzwischen ist jeder vierte Bundesbürger von Armut betroffen. Im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen verdienen acht Prozent der Menschen trotz fester Arbeit so wenig, dass sie davon nicht leben können. Kann die Kirche helfen?
Allen voran helfen auf dem neuen "Wohlfahrtsmarkt" die Kirchen. "Der Staat zieht sich mehr und mehr zurück, was ich bedaure", betont der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch. Kirchliche Lebensmitteltafeln boomen, weil die staatlichen Hilfen zum Leben nicht ausreichen. Mit ihrem Engagement schaffen die Kirchen sich ein neues Betätigungsfeld. Während die Bänke in den Gotteshäusern leer bleiben, drängen die Menschen in kirchliche Kleiderkammern und Lebensmittelausgaben. Auch der Kölner Pfarrer Franz Meurer will so gegen Armut kämpfen. Der Soziologe Stefan Selke hält dagegen. Mit dem neuen "Wohlfahrtsmarkt“ zementierten die Kirchen die Armut. Er sei eine Form der "Abspeisung". Man sollte besser die Politik und die Regierung in die Pflicht nehmen. Die Kirchen wehren sich gegen diesen Vorwurf. Schließlich bekämpften sie die Armut auch auf anderen Wegen. Der „Sozialdienst katholischer Männer und Frauen“ in Bochum-Wattenscheid hilft zum Beispiel auch mit Beratungen dabie, Langzeitarbeitslose wieder in geregelte Arbeit zu bringen. Aus Teilen der neuen Regierung gibt es dafür Applaus: Ein "schlanker Sozialstaat" könne nur funktionieren, wenn neue Wege der Fürsorge erschlossen würden, wie sie Eigeninitiative, Engagement von Privatleuten und karitative Einrichtungen der Kirchen bieten.


Quelle: Das Erste online - Programm - Arm und abgeschrieben - Wer hilft aus der Krise?



Ich hoffe man kann sich den Bericht in der ARD Mediathek ansehen. Die Sendung war zwar interessant, aber bei der Familie aus Bochum-Wattenscheid wurde der Hinzuverdienst durch den Minijob in einem Drogeriemarkt wieder flasch dargestellt. Den Stundenlohn von 6 Euro als "Packkraft" bekäme man zusätzlich zum Arbeitslosengeld 2. Das stimmt natürlich nicht, denn er wird bekanntlich bis auf einen kleinen Freibetrag auf die Leistungen angerechnet.


Wichtige Info!!!

Wer noch nicht schlafen kann, die Sendung wird gleich um 03:20 Uhr wiederholt. Ich werde sie mitschneiden, denn nicht alle Sendungen werden in der Mediathek veröffentlicht.
 

Rote Socke

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#2
Zitat:
"in Bochum-Wattenscheid hilft zum Beispiel auch mit Beratungen dabie, Langzeitarbeitslose wieder in geregelte Arbeit zu bringen."

Mir wird schlecht.
 
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#3
Habe ebenfalls die Sendung gesehen und versuche die Sendung über das Internet jetzt aktell aufzuzeichnen, das sie in der Mediathek der ARD nicht hinterlegt ist.

Da ich das zum ersten mal mache, muss ich sehen, ob das geklappt hat. In ca. 20 Minuten werde es wohl wissen.

Die Sendung konnte direkt mal als kritisch angesehen werden, wenn auch mal wieder falsch und nur mangelhaft informiert wurde. Falsch ist, dass der 400 Euro - Job voll zur Verfügung steht, sondern nur 100 Euro anrechenfrei sind. Ein entkommen der Armut nicht möglich ist. Ebenso wurde nicht erwähnt, dass nach Hartz IV gnadenlose Altersarmut ebenfalls die Folge ist.
Ebenso immer größere Wahlenthaltung und es darf darauf gewettet werden, wie lange es noch dauert bis es einen 2. Aolph Hitler geben wird.
 

redfly

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#6
Es kommen gleich die restlichen 4 Teile. Sobald alle hochgeladen sind, werde ich die Links posten. Hatte es in der Nacht nicht mehr geschafft.
 
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#7
Es kommen gleich die restlichen 4 Teile. Sobald alle hochgeladen sind, werde ich die Links posten. Hatte es in der Nacht nicht mehr geschafft.
danke :icon_smile:


in der Zwischenzeit kann man sich mal das anschauem, sofern noch nicht gesehen.

DasErste.de - hart aber fair - Ausgepresst und weggemobbt - willkommen in der neuen Arbeitswelt!


Am Arbeitsplatz geht es immer härter zu: Leistungsdruck und drohender Jobverlust sind Alltag, feste Stellen und gutes Arbeitsklima bald die Ausnahme. Kein Wunder, wenn der Kollege nur noch Konkurrent ist. Wie kann man sich gegen Mobbing wehren?
 

redfly

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#8
So, Videos sind jetzt hochgeladen! Bild und Ton laufen nach dem Upload nicht ganz synchron. Es muss wohl an der Konvertierung von Youtube liegen. Ich werde aber zusätzlich die original MPEG-2 Datei bei Rapidshare hochladen. Das kann aber noch etwas dauern.

Teil 1: YouTube - Arm und abgeschrieben - Wer hilft aus der Krise? 1-5

Teil2: YouTube - Arm und abgeschrieben - Wer hilft aus der Krise? 2-5

Teil 3: YouTube - Arm und abgeschrieben - Wer hilft aus der Krise? 3-5

Teil 4: YouTube - Arm und abgeschrieben - Wer hilft aus der Krise? 4-5

Teil 5: YouTube - Arm und abgeschrieben - Wer hilft aus der Krise? 5-5
 

Mario Nette

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#9
Spätestens im Teil 5 müsste jeder, der das sieht, Kotzkrämpfe kriegen.

Mario Nette
 

redfly

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#10
Meinst du den Inhalt der Reportage oder die Qualität des Videos? Den Versatz hat Youtube verursacht.
 
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#11
Die Sendung konnte direkt mal als kritisch angesehen werden ...
Nun ja ... der "Star" der Sendung, ein offenbar von seinem Gott (und jeglichem Verstand) verlassener katholischer Pfarrer, wird als Lichtfigur präsentiert. Den sollte man mal für ein oder zwei Jahre auf H4 + Ein-Euro-Job setzen. Mal schaun, ob er dann immer noch von Bürgergesellschaft und EEJ´lern als "Task-Force" schwadroniert.

Wie blöd muss man eigentlich sein, um Pfarrer werden zu können?
 

redfly

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#12
Das ist ja ein richtig toller Pfarrer!

Mit seiner "Task-Force" unter dem Deckmantel der Tafel wird er sicherlich genug Kopfgeld einfahren. Wir sollten ihn mal darauf ansprechen.
 

Shellist

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#14
Wenn ich den Sinn höre kommen mir böse Gedanken, ersatzweise gehe ich jetzt erst einmal :icon_kotz2:
 

Bambi_69

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#15
@redfly
Ich meine u. a. den Unsinn.

Mario Nette
Naja von DEM kann man ja nichts anderes erwarten :icon_kotz:
Gegen Mindestlöhne sein aber es schaffen wollen, dass jeder der arbeitet auch davon leben kann, wie DAS funktionieren soll, das möge man mir mal erklären, ich komm nicht drauf.

Liebe Grüße
Bambi_69
 

Kleeblatt

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#16
Beim Ansehen der Teile kam mir ständig das Wort "Parallelgesellschaft" in den Kopf.

Eigene Kaufhäuser, eigene Arbeitsplätze, Tafeln wo man "unter sich sein kann um soziale Kontakte zu knüpfen", ...

-- der Pfarrer hält damit den Auf- und Ausbau einer Gesellschaft der Armen innerhalb einer Gesellschaft der "Noch-Arbeit- Habenden" für das Non-Plus-Ultra.
Bleiben die "Abgeschriebenen" und "Überflüssigen" unserer lustigen Konsumgesellschaft demnach unter sich in allen Bereichen des Lebens (gemeinsame kurze Schnittmenge sind das Heranschaffen von Spielzeug durch Wohlstandskinder) und damit dürfte garantiert sein (so diese halbwegs und dauerhaft mit den abgelegten Klamotten, Spielzeugen und Nahrungsmitteln zufrieden sind und sich selbstredend dafür dankbar erweisen !) das sich weitere Schnittmengen bezüglich gleicher Politik- und Wirtschaftverdrossenheit nicht einstellen.

Denn hätten diese "Gruppen" gleichen Kontakt und würden sie mehr voneinander erfahren, würden sich die Armen nicht mit den abgelegten Dingen und den Tafeln zufrieden geben, - ja dann allerdings müßten so manche selbstzufriedene Bürger vielleicht um die Dauerhaftigkeit ihres angenehmen Status fürchten müssen.

Aber solange lächerlich niedrige Regelsätze durch Tafeln und Extra "Kaufhäuser" sowie ausbeuterisch niedrige "Kleinstbeschäftigungen"
immer noch ausgeglichen werden können - Viele jedoch haben eben diese Möglichkeiten gar nicht ! - solange kann man gesellschaftlich noch den Deckel auf dem Topf halten.

Jetzt fehlt nur noch die Errichtung von Ghettos damit die Ab- / Ausgrenzung auch wirklich perfekt ist. Zuzüglich einer kompletten Rundumüberwachung natürlich.

Dieser Pfarrer hat nichts, aber wirklich gar nichts begriffen.
Mit seinem christlichen Helfersyndrom verschlimmert er die Zustände nicht nur, er betoniert sie fest und macht sie unumkehrbar.
Er spielt Wirtschaft und Politik insoweit in die Hände, als das er anerkennt das es Ausgestoßene gibt, das diese einerseits von den ihnen zugestandenen Geldmitteln nicht leben können, der Staat sich weiterhin diesbezüglich zurückziehen und dann ausklinken kann aus seiner Verantwortung, - ebenso wie die Wirtschaft, deren Eigentum entgegen des GG sie seit langem zu gar nichts mehr verpflichtet und diese Nicht- Mehr- verpflichtung wird durch solche Menschen wie den Pfarrer nicht nur hingenommen, sondern akzeptiert als neue Werteordnung.

Wer soweit runter ist das er zum Überleben von den Resten Anderer leben muß, der braucht keinen dummschwätzenden Pfarrer
- der soll sich m al um das Seelenheil aller Schäfchen kümmern und Einigen davon ganz besonders ins Gewissen reden -
- der braucht einen neuen gemeinsamen gesellschaftlichen Konsenz.

Es darf niemals um weitere Ausgrenzung gehen und deren Festschreibung, sondern es muß immer darum gehen das wir Bürger gesellschaftlich eine Einheit sind.
Denn in einer Demokratie sind wir genau das und das gilt es nicht auf Umwegen und unter dem Vorwand christlicher Nächstenliebe abzuschaffen, sondern das gilt es zu erhalten und auszubauen.

Solche Leute wie dieser Pfarrer sollten mir jedenfalls nicht unter die Augen kommen. Der erhielte erst einmal eine Nachhilfe in puncto Gesellschaft und Demokratie, denn darüber hat der Herr bisher nie nachgedacht.
 

Mario Nette

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#17
@Bambi
Das hat er doch gesagt: Der Staat soll blechen. Ihm schwebt vor, dass sich Staat und Unternehmen den Lohn aufteilen. Er stimmt ja auch in das Bundesregierungsmantra "Arbeit für jeden" ein und hält sie hoch wie einen Götzen. Er versucht, seinen Plan schmackhaft zu machen, indem er gewissermaßen sagt: "Wir Wirtschaftler sind bereits, selbst die aufzunehmen, die wir eigentlich ausgesondert haben, weil wir sie nicht mehr brauchen. Du, liebe Regierung musst jetzt dafür aber auch was tun, um dein 'Arbeit für alle' aufrecht zu erhalten: Zahle uns Geld." Und so fragt man sich: Die Menschen, die auf diesen subventionierten Sinn-Stellen dann hocken - produzieren die dann automatisch keinen Mehrwert mehr? Und wenn doch, wer streicht den ein?

@Kleeblatt
Das ist der einzige Ausweg des Pfarrers. Weil er keinen anderen Ausweg sieht, um den Bedarf zu decken, die Not zu lindern, greift er eben auf derlei Maßnahmen zurück. Weißt doch, die Kirche soll - angeblich - nicht politisch sein.

Mario Nette
 
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#18
Beim Ansehen der Teile kam mir ständig das Wort "Parallelgesellschaft" in den Kopf.

Eigene Kaufhäuser, eigene Arbeitsplätze, Tafeln wo man "unter sich sein kann um soziale Kontakte zu knüpfen", ...

-- der Pfarrer hält damit den Auf- und Ausbau einer Gesellschaft der Armen innerhalb einer Gesellschaft der "Noch-Arbeit- Habenden" für das Non-Plus-Ultra.
Bleiben die "Abgeschriebenen" und "Überflüssigen" unserer lustigen Konsumgesellschaft demnach unter sich in allen Bereichen des Lebens (gemeinsame kurze Schnittmenge sind das Heranschaffen von Spielzeug durch Wohlstandskinder) und damit dürfte garantiert sein (so diese halbwegs und dauerhaft mit den abgelegten Klamotten, Spielzeugen und Nahrungsmitteln zufrieden sind und sich selbstredend dafür dankbar erweisen !) das sich weitere Schnittmengen bezüglich gleicher Politik- und Wirtschaftverdrossenheit nicht einstellen.

Denn hätten diese "Gruppen" gleichen Kontakt und würden sie mehr voneinander erfahren, würden sich die Armen nicht mit den abgelegten Dingen und den Tafeln zufrieden geben, - ja dann allerdings müßten so manche selbstzufriedene Bürger vielleicht um die Dauerhaftigkeit ihres angenehmen Status fürchten müssen.

Aber solange lächerlich niedrige Regelsätze durch Tafeln und Extra "Kaufhäuser" sowie ausbeuterisch niedrige "Kleinstbeschäftigungen"
immer noch ausgeglichen werden können - Viele jedoch haben eben diese Möglichkeiten gar nicht ! - solange kann man gesellschaftlich noch den Deckel auf dem Topf halten.

Jetzt fehlt nur noch die Errichtung von Ghettos damit die Ab- / Ausgrenzung auch wirklich perfekt ist. Zuzüglich einer kompletten Rundumüberwachung natürlich.

Dieser Pfarrer hat nichts, aber wirklich gar nichts begriffen.
Mit seinem christlichen Helfersyndrom verschlimmert er die Zustände nicht nur, er betoniert sie fest und macht sie unumkehrbar.
Er spielt Wirtschaft und Politik insoweit in die Hände, als das er anerkennt das es Ausgestoßene gibt, das diese einerseits von den ihnen zugestandenen Geldmitteln nicht leben können, der Staat sich weiterhin diesbezüglich zurückziehen und dann ausklinken kann aus seiner Verantwortung, - ebenso wie die Wirtschaft, deren Eigentum entgegen des GG sie seit langem zu gar nichts mehr verpflichtet und diese Nicht- Mehr- verpflichtung wird durch solche Menschen wie den Pfarrer nicht nur hingenommen, sondern akzeptiert als neue Werteordnung.

Wer soweit runter ist das er zum Überleben von den Resten Anderer leben muß, der braucht keinen dummschwätzenden Pfarrer
- der soll sich m al um das Seelenheil aller Schäfchen kümmern und Einigen davon ganz besonders ins Gewissen reden -
- der braucht einen neuen gemeinsamen gesellschaftlichen Konsenz.

Es darf niemals um weitere Ausgrenzung gehen und deren Festschreibung, sondern es muß immer darum gehen das wir Bürger gesellschaftlich eine Einheit sind.
Denn in einer Demokratie sind wir genau das und das gilt es nicht auf Umwegen und unter dem Vorwand christlicher Nächstenliebe abzuschaffen, sondern das gilt es zu erhalten und auszubauen.

Solche Leute wie dieser Pfarrer sollten mir jedenfalls nicht unter die Augen kommen. Der erhielte erst einmal eine Nachhilfe in puncto Gesellschaft und Demokratie, denn darüber hat der Herr bisher nie nachgedacht.
Ist doch politisch und auch (Arbeitgeber-) wirtschaftlich so gewollt.

Die Tafeln würden nicht mehr gebraucht, wenn die Leute genug Geld hätten, um auch in normalen Läden einkaufen zu können.

Die Politik und ihre Lobbyisten sehen da aber Sparpotenzial. "Warum mehr Geld geben, wenn sie es billiger von den Tafeln bekommen?". Das so "gesparte" Geld wird dann lieber den "Leistungsträgern" geschenkt, durch Steuererleichterungen usw., was trotzdem eh nur den bereits schon "Reichen" am Meisten zu Gute kommt.

Ich glaube, angefangen hat das mit den Tafeln mit Spenden für Obdachlose, dann kamen Hartz IV- Empfänger dazu und dann schon die im Niedriglohnbereich, wie lange wird es noch dauern, bis "normal Beschäftigte" auch noch dort anstehen "dürfen", weil die Gier der Unternehmen und das (meist vorgeschobene) Argument der "Globalisierung" die Löhne weiter senken will?

Die Abschaffung der Tafeln wird nichts bringen, schon garnicht ein "Umdenken" der Politik und "Raffgierigen".

Da sehe ich aber bei keiner Partei ein "denken in die richtige Richtung".
 

Kleeblatt

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#20
Ist doch politisch und auch (Arbeitgeber-) wirtschaftlich so gewollt.

Die Tafeln würden nicht mehr gebraucht, wenn die Leute genug Geld hätten, um auch in normalen Läden einkaufen zu können.
Was zudem den angenehmen Nebeneffekt hätte das sich einerseits die Betroffenen die Waren nach Gusto selbst aussuchen könnten und zudem ganz direkt den Konsum heben würden.
Wer ausschließlich durch Schenkungen und Tausch lebt, der ist von eigener Entscheidungsfreiheit und natürlich vom echten Konsum völlig ausgeschlossen.

Die Abschaffung der Tafeln wird nichts bringen, schon garnicht ein "Umdenken" der Politik und "Raffgierigen".
Die Abschaffung der Tafeln würde Vieles bringen.
- Die Betroffenen wären dadurch gezwungen sich mit ihrer Situation auch als politische Bürger auseinander zu setzen und schlußendlich ihre ihnen zustehenden Rechte einzufordsern = den A... politisch hochzubekommen. Wütende Bürger, noch dazu millionenfach, sind poltisch schlichtweg nicht zu ignorieren und haben damit die Macht etwas zu bewirken. Der Hunger wird sie dann dazu treiben.

- Es könnten sich die Wirtschaftsverbände nicht beruhigt zurücklehnen und glücklich sein das ihre Abfälle kostenlos von armen Menschen verzehrt werden, die ihnen damit die teure Entsorgung ersparen.

- Viele wohlhabende Bürger könnten sich nicht mehr ihr Gewissen damit freikaufen, daß sie die abgelegten Klamotten und ungeliebten Spielzeuge ihrer Kinder, anstatt sie teuer in die schnell vollen Mülltonnen zu entsorgen oder zu den Fachentsorgern bringen müssen, den Kindern der Armen in die Hand drücken und sich dabei noch als Nächstliebende fühlen dürfen.

Natürlich haben auch die Kinder der jetzt Armen das volle Recht darauf sich ihre Spielzeuge aussuchen zu dürfen, sich die Klamotten aussuchen zu dürfen, - nicht nehmen zu müssen was gerade ein anderes Kind nicht mehr will.

Kinder sollten niemals mit dem Bewußtsein großwerden müssen das ihnen ausschließlich die Abfälle Anderer zustehen. Diese Kinder sollen in dem Bewußtsein großwerden das sie dieselben Rechte auf Glück, Spaß ect. haben wie andere Kinder auch. Sie sind nicht schlechter und sollen daher nicht schlechter behandelt werden.

Was für eine Generation soll da aufwachsen ? Wie sollen sich diese Kinder denn jemals demokratisch fühlen und agieren ?

 
E

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#21
Angesichts der herrschenden weltweiten Nahrungsmittelknappheit (wirklich?), in Zeiten von Gummibrot und Plastikkäse ist dieser "Markt" ganz sicher noch ausbaufähig.
 
E

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#22
Die Abschaffung der Tafeln würde Vieles bringen.
- Die Betroffenen wären dadurch gezwungen sich mit ihrer Situation auch als politische Bürger auseinander zu setzen und schlußendlich ihre ihnen zustehenden Rechte einzufordsern = den A... politisch hochzubekommen. Wütende Bürger, noch dazu millionenfach, sind poltisch schlichtweg nicht zu ignorieren und haben damit die Macht etwas zu bewirken. Der Hunger wird sie dann dazu treiben.

Mit leeren Magen werden sich aber trotzdem nicht viele bewegen, man kann zwar den Betroffenen sagen, das sie z. B. die Tafeln nicht nutzen sollen, aber der Mangel bleibt. Organisiert man dann gerade diesen Betroffenen auch Lebensmitteln etc. , hätte man das Gleiche wie vorher.

- Es könnten sich die Wirtschaftsverbände nicht beruhigt zurücklehnen und glücklich sein das ihre Abfälle kostenlos von armen Menschen verzehrt werden, die ihnen damit die teure Entsorgung ersparen.

Die Wirtschaftsverbände haben doch jetzt schon keinen Schimmer mehr, was sie da eigentlich machen. Sinkende Löhne, immer mehr Tafeln und andere "sozialen Einrichtungen" nehmen denen doch den Gewinn weg, also schaden die sich doch selbst damit und merken es nicht mal.

- Viele wohlhabende Bürger könnten sich nicht mehr ihr Gewissen damit freikaufen, daß sie die abgelegten Klamotten und ungeliebten Spielzeuge ihrer Kinder, anstatt sie teuer in die schnell vollen Mülltonnen zu entsorgen oder zu den Fachentsorgern bringen müssen, den Kindern der Armen in die Hand drücken und sich dabei noch als Nächstliebende fühlen dürfen.

Die schicken es dann zu "den Armen im Ausland".

So gesehen gehören "wir Armen" doch schon lange nicht mehr "zur Gesellschaft"
, die haben ihre und wir sollen da bleiben, wo wir sind.

Natürlich haben auch die Kinder der jetzt Armen das volle Recht darauf sich ihre Spielzeuge aussuchen zu dürfen, sich die Klamotten aussuchen zu dürfen, - nicht nehmen zu müssen was gerade ein anderes Kind nicht mehr will.

Stimmt

Kinder sollten niemals mit dem Bewußtsein großwerden müssen das ihnen ausschließlich die Abfälle Anderer zustehen. Diese Kinder sollen in dem Bewußtsein großwerden das sie dieselben Rechte auf Glück, Spaß ect. haben wie andere Kinder auch. Sie sind nicht schlechter und sollen daher nicht schlechter behandelt werden.

Was für eine Generation soll da aufwachsen ? Wie sollen sich diese Kinder denn jemals demokratisch fühlen und agieren ?

Eine Generation, die mit allem zufrieden sein soll, was "die Gesellschaft spendet". Wer früher schon nicht viel zum Leben hatte, wird auch im Erwachsenenalter nicht viel verlangen, weil er/sie es ja "von Kind auf so gelernt hat", eben mit sehr wenig auszukommen. Das wird dann irgendwo so weit gehen, das Menschen schon "glücklich" sind, wenn sie gerade mal 100€/Monat mehr als vorher hätten. Für die wäre das schon "viel".

Während die Unternehmen gigantische Gewinne machen, soll "der Bürger sehr bescheiden bleiben, weil es ja nicht anders gewohnt ist".

Das kann schon evtl. in der übernächsten Generation passieren.
 

jane doe

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#24
die stakeholder

Jetzt fehlt nur noch die Errichtung von Ghettos damit die Ab- / Ausgrenzung auch wirklich perfekt ist.
gibt es doch schon elektisch, das unterschichtenfernsehen, insbesondere rtl(2) und sat.1, die dezidierten verblödungskanäle.

Zuzüglich einer kompletten Rundumüberwachung natürlich.
nicht nötig, fernsehzuschauer verlassen nicht ihre wohnhaft.
 

redfly

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#25
So, die Reportage kann jetzt auch bei Rapidshare heruntergeladen werden.
Eine schnelle DSL-Leitung sollte aber schon vorhanden sein.

MPEG-2 DVB-T Mitschnitt

Auflösung 544 x 576 Pixel

Bildformat 16:9

Datei: aua.mpg

Dauer: 43:25 min.

Grösse: ca. 950 MB



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