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Arbeitszeugnis

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ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Anspruch des Arbeitnehmers auf wohlwollende
Beurteilung


Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber die Erteilung eines schriftlichen Zeugnisses verlangen. Das Zeugnis muss über die Art und die Dauer des Arbeitsverhältnisses Auskunft geben (so genanntes einfaches Zeugnis).

Der Arbeitnehmer kann auch ein so genanntes qualifiziertes Zeugnis verlangen; dieses muss
neben der Art und der Dauer des Arbeitsverhältnisses auch eine Beurteilung über Leistung
und Führung des Arbeitnehmers enthalten. In einem qualifizierten Zeugnis müssen alle
wesentlichen Tatsachen und Bewertungen enthalten sein, die für die Gesamtbeurteilung des
Arbeitnehmers von Bedeutung sind; der zukünftige Arbeitgeber muss in die Lage versetzt
werden, sich eine klare Vorstellung über die Person und die Fähigkeiten des Arbeitnehmers
machen zu können.

Das qualifizierte Zeugnis muss insbesondere die Dauer der Betriebszugehörigkeit, die
wahrgenommenen Aufgaben und Funktionen und den Grund des Ausscheidens angeben.
Zudem müssen die erbrachten Leistungen nach Qualität und Quantität sowie die Führung
gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kollegen beurteilt werden. Das Zeugnis muss
wahr und wohlwollend sein. Die Tätigkeitsbeschreibung muss sich auf nachprüfbare Tatsachen und ein auf diese Weise belegbares Urteil stützen. Daneben muss das Zeugnis vom
Arbeitgeber wohlwollend, das heißt mit Rücksicht darauf formuliert werden, dass das berufliche Fortkommen des Arbeitnehmers nicht etwa durch eine Unterbewertung unnötig erschwert wird. Für die dem Arbeitszeugnis zugrunde liegenden Tatsachen und Bewertungen
ist der Arbeitgeber beweispflichtig. Stellt der Arbeitgeber ein unrichtiges Zeugnis aus, so hat der Arbeitnehmer einen Berichtigungs- und im Schadensfall einen Schadensersatzanspruch. Wenn der Arbeitnehmer seinen
Anspruch auf Berichtigung des Zeugnisses geltend macht, so muss er in der Klageschrift
die von ihm beanstandeten Passagen des Zeugnisses im Einzelnen genau bezeichnen und
das Zeugnis so formulieren, wie es seiner Auffassung nach bei ordnungsgemäßer Erfüllung
der Zeugnispflicht lauten müsste. Ebenfalls schadensersatzpflichtig ist der Arbeitgeber, wenn er das Zeugnis verspätet ausgestellt und der Arbeitnehmer deswegen keine neue Stelle
gefunden hat. Entgegen allen anders lautenden Bekundungen und Beteuerungen, es gibt sie doch: die Geheimsprache in Arbeitszeugnissen. Vor allem bei der Leistungsbeurteilung gibt es Formulierungen, die zwar gut klingen und dem Arbeitnehmer einen positiven Eindruck vermitteln sollen, dem erfahrenen Zeugnisleser (in der Regel dem neuen Arbeitgeber) aber eine versteckte Botschaft zukommen lassen. Das ist unzulässig; das Arbeitszeugnis darf den Arbeitnehmer nicht durch widersprüchliche und verschlüsselte Formulierungen an seinem Fortkommenhindern.

Wenn der Arbeitnehmer also Zweifel hat, welche Bedeutung bestimmten Formulierungen zukommt, sollte er das Arbeitszeugnis unmittelbar nach der Ausstellung inhaltlich von einem Fachmann überprüfen lassen.
Hier einige Beispiele für gängige Formulierungen bei Leistungsbeurteilungen:

Sehr gut:
"Seine/Ihre Leistungen waren stets sehr gut".
"Wir waren mit seinen/ihren Leistungen außerordentlich zufrieden."

Gut:
"Er/Sie hat die ihm/ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt."
"Seine/Ihre Leistungen waren gut."

Befriedigend:
"Er/Sie hat unseren Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen."
"Seine/Ihre Leistungen waren voll und ganz zufriedenstellend."

Ausreichend:
"Mit seinen/ihren Leistungen waren wir zufrieden."
"Er/Sie hat zufriedenstellend gearbeitet."
"Er/Sie hat unseren Erwartungen entsprochen."

Mangelhaft:
"Er/Sie führte die ihm/ihr übertragenenAufgaben mit großem Fleiß und Interesse durch."
"Er/Sie hat unsere Erwartungen größtenteils erfüllt."
"Er/Sie machte sich mit großem Eifer an die ihm/ihr übertragenen Aufgaben heran."

Ungenügend:
"Er/Sie hatte Gelegenheit, die ihm/ihr übertragenen Aufgaben zu erfüllen."
"Er/Sie war stets bestrebt, seinen/ihren Aufgaben gerecht zu werden."
"Er/Sie hat sich nach Kräften bemüht, die Leistungen zu erbringen, die wir an diesem Arbeitsplatz normalerweise erwarten."
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#2
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