Arbeitszeugnis... So oder anders?

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Kate79

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Hallo liebes elo-forum,

ich hoffe ihr könnt mir helfen, denn ich weiß nicht was ich von meinem Zeugnis halten soll. Es ist so nichtssagend und geht so wenig um mich. Da steht nur drin was ich alles gemacht habe aber nicht wie gut ich dabei war...
Vielleicht habt ihr ja Ratschläge was anders sein sollte und wie ich das einfordern kann? Das Zeugnis ist angehängt.

Vielen Dank für die Hilfe. Liebe Grüße

David

PS: Falls dieses Thema hier falsch sein sollte, bitte verschieben, danke.
 

Kerstin_K

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ALso di Beurteilung fehlt völlig und auch der Grund des Auscheidens. War der Vertrag befristet? Hast Du selber gekündigt?
 
E

ExitUser

Gast
Das ist ein "enfaches" Zeugnis. Wenn du ein qualifiziertes Zeugnis möchtest, musst du das beim Arbeitgeber beantragen.

Der Ausscheidungsgrund hat übrigens im Zeugnis nichts zu suchen.
 

Kerstin_K

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Rüdiger, ich kenne das schon so, das man bei einer Eigenkündigung da hinschreibt "verlässt uns auf eigenen Wunsch" oder wenn der Vertrag befristet war, das man das erwähnt. Damit ist zumindest belegt, dass der AN nicht gefeuert wurde.
 

biddy

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Habe eben gegoogelt und gelesen, dass der Zeugnisempfänger selbst entscheiden kann, ob der Grund des Ausscheidens mit aufgeführt wird.
 
E

ExitUser

Gast
Rüdiger, ich kenne das schon so, das man bei einer Eigenkündigung da hinschreibt "verlässt uns auf eigenen Wunsch" oder wenn der Vertrag befristet war, das man das erwähnt. Damit ist zumindest belegt, dass der AN nicht gefeuert wurde.
Ja klar, wenn der Arbeitnehmer es wünscht, und in dem Fall ist es für den Arbeitnehmer ja auch positiv.

Aber: Die Formel: "Das Arbeitsverhältnis wurde im gegenseitigen Einvernehmen beendet" heißt in der Zeugnissprache: Er wurde gefeuert!
 

Bruno1st

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mir stoßen 3 Punkte auf.

- es wird zwar der Arbeitsbeginn erwähnt, aber nicht, ob es ein befristeter Vertrag war, usw.
- Herr xxx verläßt heute uner Unternehmen. WIESO ? Das liest sich für mich, als hätte man dich ganz schnell rausgeworfen und das Zeugnis als Zugabe draufgepackt. Bei mir stand da immer noch etwas wohin ich ging (beruflicher Aufstieg ohne Firmenname)
- was fehlt ist das Ausstellungsdatum - achte darauf bei einer Neuausstellung, daß es zeitnah am Ausscheidetag liegt

Zusatzfrage: haben die "i.A." unterschrieben ?

Für ein unqualifiziertes Zeugnis (xxx war von bis im Bereich xyz beschäftigt) ist es zu ausführlich, aber für ein qualifiziertes Zeugnis paßt einiges nicht.
 
E

ExitUser

Gast
Das ist nur ein einfaches Zeugnis, also eine "Beschäftigungsbescheinigung" ohne Leistungsbewertung.

1) Zunächst würde ich prüfen, ob die Aufzählung der Aufgaben der tatsächlichen Tätigkeit entspricht oder ob hier etwas Wichtiges fehlt.

2) Die Aussage "Herr X. hatte die Aufgaben..." ohne jede anschließende Leistungsbewertung wirft unweigerlich die Frage auf, wie der Beurteilte denn diese Aufgaben tatsächlich erledigt hat. Ohne jeden weiteren Kommentar liegt die Schlußfolgerung nahe, daß da nicht allzuviel positiv Erwähnenswertes war.

3) In ein ausführliches Zeugnis gehört gerade in dem Bereich der Kundenbetreuung auch eine Beschreibung des Verhaltens gegenüber Kunden, Kollegen und Vorgesetzten.

4) Das Ausscheiden nach ca. 6 Monaten ohne weitere Angabe legt außerdem die Vermutung nahe, daß da jemand möglicherweise die Probezeit nicht überstanden hat oder wegen Unfähigkeit gefeuert wurde. Wenn der Vertrag befristet war oder auf eigenen Wunsch beendet wurde, sollte das unbedingt da stehen.

5) Gute Wünsche für die weitere Zukunft sind zwar vorhanden, aber ein Dank für die geleistete Mitarbeit ist eigentlich üblich, auch wenn es nur eine Formel ist. Ebenso eventuell ein Bedauern, daß der Mitarbeiter ausscheidet.

Meine Schlußfolgerung: sofern der Arbeitgeber mit dem Beschäftigten einigermaßen zufrieden war, unbedingt ein ausführliches ("qualifiziertes") Zeugnis mit Leistungsbeurteilung verlangen, da ein einfaches Zeugnis leicht mißverstanden werden kann.
 

Borgi

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Für dieses Thema habe ich Fachlektüre vorliegen:
In deinem Fall würde ich eher zu einem einfachen Zeugnis tendieren. Dein Aufgabenbereich war einfach zu gering.
Was mir aufstößt ist die Eigenwerbung der Bank. Die hat da nichts drin zu suchen. Das ausgestellte Zeugnis ist eher schädlich, als das es irgendjemanden nützen könnte. Die Firma hatte es nicht einmal nötig Firmenbriefpapier zu verwenden.
Leider habe ich heute keine Zeit näher darauf einzugehen. Wenn Kate 79 Interesse hat, dann erstelle ich ihm morgen ein neues Arbeitszeugnis. (könnte aber bis Sonntag dauern - soll ja gut werden)
 

Kate79

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Hallo liebe User,

habt erst einmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.

Um die offenen Fragen zu klären:
Der Vertrag war auf 6 Monate befristet.
Es gibt einen Briefkopf der Firma, den ich aber nicht mit eingescannt habe, da ich nicht wußte, ob das ok ist.

Wenn ich eure Vorschläge richtig interpretiere, wäre es ratsam, mir ein qualifiziertes Zeugnis zu holen. Laut den Beurteilungen während meiner Arbeit dort, war ich wohl immer sehr diszipliniert, habe die Vertriebsziele übererfüllt, die Kunden zuvorkommend behandelt, und so weiter. Also kein Grund zur Klage. Darum wär es mir ja sehr lieb gewesen, die Punkte im Zeugnis wiederzufinden.
Außerdem find ich es wichtig, die zeitliche Vertragsbegrenzung zu erwähnen.

Wie gehe ich nun am Klügsten vor? Für weitere Vorschläge und Anregungen bedanke ich mich im Voraus und freu mich sehr darüber.

Einen schönen Abend euch allen, David
 

Bruno1st

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Darum wär es mir ja sehr lieb gewesen, die Punkte im Zeugnis wiederzufinden.
Außerdem find ich es wichtig, die zeitliche Vertragsbegrenzung zu erwähnen.

Wie gehe ich nun am Klügsten vor? Für weitere Vorschläge und Anregungen bedanke ich mich im Voraus und freu mich sehr darüber
ich würde die bisherige Vorlage nehmen, meine Änderungen eintragen und diese dann ausdrucken und in einem entsprechenden Rahmen vorlegen.

Vielleicht haben die ja gar keine Ahnung wie man Zeugnisse schreibt und sind über Verbesserungsvorschläge froh :icon_mrgreen:
 
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