Arbeitszeugnis bei Probezeitkündigung

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ikarus

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Hallo bin nach 4 1/2 Monaten zum Ende der Probezeit fristgerecht gekündigt worden.
Ich durfte wählen ob ich weiter arbeite oder mich bezahlt freistellen lasse!
Nach diesem Schock habe ich erstmal meine 10 Tage Urlaub genommen und bin dann in der schriftl. Kündigung bis zum Ende der Probezeit (31.7.) frei gestellt worden!
In der Arbeitsbescheinigung (für die Arbeitsbehörde) stand, dass ich mich nicht vertragswidrig verhalten habe.
Nun war ich nach meinem Urlaub im alten Betrieb und habe mündlich nachgefragt, wann ich mein Arbeitszeugnis bekomme?
Da wurde mir mündlich erklärt, in der nächsten Woche hätte ich das Zeugnis.
Danach spielte sich bis zum 10.8.13 nichts ab.
Zwischenzeitliche telefonische Nachfragen (wurde nicht mit meiner Chefin-Sozialarbeiterin verbunden) - man müsse noch mit der Heimleitung sprechen, dann käme das Zeugnis. Am 20.8. habe ich per E-Mail nachdrücklich auf mein Arbeitszeugnis gepocht (mit Andeutung das ich sonst andere Wege gehen würde) und Fristsetzung zum 03.09.2013.
Am 27.08.2013 habe ich auf Anraten von Freunden (E-Mail wäre nicht rechtsicher) noch einen Brief per Einschreiben mit Rückschein(wurde auch abgeholt) mit gleichem Inhalt und Fristsetzung hinterher geschickt.
Bis heute nix, keine Rückmeldung, kein Arbeitszeugnis nix.
Nun will ich bis zum Ende der Woche noch abwarten.
Aber wenn dann nix passiert, weiß ich nicht mehr was ich machen soll.
Ich werde jetzt in diesem Monat 60jahre, dass ist mir in 45 Arbeitsjahren noch nicht passiert. Kein Arbeitgeber hat mir ein Arbeitszeugnis vorenthalten.
Soviel Frechheit und Ignoranz ist mir wirklich noch nicht begegnet!
Habe leider keine Rechtsschutzversicherung.

Könnt ihr mir raten was ich nun tun soll?
 

HartzVerdient

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Mal ernsthaft! Was meinst du, was nun dabei rauskommt ? Dein Arbeitszeugnis wird wie Sche!sse aussehen. Bei mir hatte mein AG damals auch fast 1 Jahr gebraucht, ein Arbeitszeugnis fachgerecht und auch inhaltlich korrekt auszufertigen. Zum Glück bekam ich ein "Schreiben" nach wenigen Monaten. Darauf konnte ich dann aufbauen und es sukzessive verbessern. Ich hätte an deiner Stelle ein Arbeitszeugnis schriftlich vorgefertigt und denen zum Unterschreiben zukommen lassen. Allerdings bei 4½ Monaten kannst du ruhig auf das Arbeitszeugnis verzichten.
 

ikarus

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Ich kenne es nicht, das man kein Arbeitszeugnis bekommt!
Man muss sich doch noch bewerben!
Sag nicht in "deinem Alter!"
Da ich raus bekommen habe, dass meinen Platz jemand eingenommen hat, der zwei Jahre lang von der Arbeitsagentur zum Gehalt bezuschusst wird. Und andere, die in der Zeit auch Gehaltszuschüsse (Arbeitgeber bekommt Geld von der Argentur) von der Arbeitsagentur bezuschusst werden, war ich der einzige in der Zeit, bei dem das Gehalt vom Arbeitgeber voll gezahlt werden musste.
Mein Verdacht: ich musste gehen weil ich nur gekostet habe und meine anderen Kollegen für den Arbeitgeber (zum Teil kostenlos) zur Verfügung standen! Die Arbeitsagentur zahlt ja.
Das ist natürlich nur ein Verdacht, darum werde ich diesen sehr großen Arbeitgeber auch nicht öffentlich machen.
Aber die Überschneidungen sind schon frappierend.
Die wollten mich m.E. aus Kostengründen (wurde natürlich nicht gesagt) los werden.
Aber dass sie so dickfällig sind und mir ein Arbeitszeugnis vorenthalten, das schlägt dem Fass den Boden aus!
Ich bin es wie gesagt nicht gewöhnt, keines zu bekommen!
Das fordert mich heraus!

Da muss man doch was machen können, oder?
 

ZynHH

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Ich würde den Verdacht jedenfalls dem JC mitteilen, dann bekommt der AG keine Zuschuesse mehr...
 

HartzVerdient

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Ich kenne es nicht, das man kein Arbeitszeugnis bekommt! [...] Da muss man doch was machen können, oder?

Ich kann dich durchaus verstehen. Allerdings haben sich die Zeiten geändert. Menschen, Unternehmen, Arbeitgeber usw. haben jegliche Grundregeln menschlichen Handelns und der Ethik verloren. Die Zeiten sind hart und jeder kämpft ums Überleben. Allerdings würde ich jetzt erstmal keinen "Stress" mehr bei dem Laden da machen. Was du absolut vermeiden solltest ist dort in kurzen Abständen dort "Stressig" aufzufallen. Ich empfehle dir, zur Gewerkschaft zu gehen (Verdi oder IG-Metall) und dich dort beraten zu lassen. Kostet beim Erstgespräch nicht die Welt und gelegentlich lassen die auch mal mit sich reden und senden deinem AG ein Anschreiben zu, welches dann "Beine" macht.
 

ikarus

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Ich kann dich durchaus verstehen. Allerdings haben sich die Zeiten geändert. Menschen, Unternehmen, Arbeitgeber usw. haben jegliche Grundregeln menschlichen Handelns und der Ethik verloren. Die Zeiten sind hart und jeder kämpft ums Überleben. Allerdings würde ich jetzt erstmal keinen "Stress" mehr bei dem Laden da machen. Was du absolut vermeiden solltest ist dort in kurzen Abständen dort "Stressig" aufzufallen. Ich empfehle dir, zur Gewerkschaft zu gehen (Verdi oder IG-Metall) und dich dort beraten zu lassen. Kostet beim Erstgespräch nicht die Welt und gelegentlich lassen die auch mal mit sich reden und senden deinem AG ein Anschreiben zu, welches dann "Beine" macht.

Das das nicht anständig ist, da hast du Recht.
Nach welchen ethischen Grundsätzen sollen dann heute unsere Jugend handeln?
Das es schwerer ist habe ich schon lange gemerkt.
Das dabei aber jeder Anstand verloren geht, das kann in unserer Gesellschaft auf Dauer nicht gut gehen.

Wenn manche meinen lass das (in deinem Alter).
Nee, da hat man mich aber noch nicht kennen gelernt!
Solchen Leuten muss man doch das Handwerk legen!
Es geht doch nicht nur mir so!
Die sollen sich was schämen!

Das mit der Gewerkschaft ist ne gute Idee :smile:
 

roland55

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Hi,

natürlich wollen die dich ärgern, ein Arbeitszeugnis steht dir zu.
Natürlich wird dein Arbeitszeugnis dementsprechend aussehen wenn die dich in der Probezeit entfernen.
Gehe zu einem RA der setzt für dich ein Schreiben auf ,- Kostet dich ca. 20 Euro vielleicht reagieren dann darauf.

Gruss

Roland55
 

ikarus

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Hi,

natürlich wollen die dich ärgern, ein Arbeitszeugnis steht dir zu.
Natürlich wird dein Arbeitszeugnis dementsprechend aussehen wenn die dich in der Probezeit entfernen.
Gehe zu einem RA der setzt für dich ein Schreiben auf ,- Kostet dich ca. 20 Euro vielleicht reagieren dann darauf.

Gruss

Roland55


Danke für die Antwort, aber die o.g. Links funktionieren nicht!
 

KARLderWEHRER

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Hallo!

du kannst deinem ehemaligen Arbeitgeber vielleicht folgenden Brief schreiben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

bekanntlich endete meine Beschäftigung in Ihrem Hause bereits zum xx.xx.xxxx. Gleichwohl haben Sie mir - trotz entsprechender Aufforderung - noch kein Arbeitszeugnis erteilt.

Ich fordere Sie deshalb erneut auf, mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, unter Aufnahme von Angaben über Leistung und Verhalten zu erteilen und setze Ihnen hierfür eine Frist (ca. 2- 3 Wochen sollten ausreichen).

Nach fruchtlosem Verstreichen der vorgenannten Frist müsste ich meine Ansprüche mit gerichtlicher Hilfe durchsetzen.

MFG
 

ikarus

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Also wenn ich nun sehr dringend werde und drohe, können die dann die Arbeitsbescheinung die die Arbeitsagentur schon hat, aus Verägerung, hier war angekreuzt das ich mich nicht vertragswidrig verhalten habe rückgängig machen?
Hab ja schon ohne Probleme die erste ALG - Zahlung bekommen.

Ich wurde in der Probezeit, zwar mit Freistellung, aber mit normaler Kündigungsfrist ordentlich gekündigt!

Man hat ja schon Pferde vor der Apotheke ko....en gesehen.

Oder bin ich da zu erfinderisch!

Ich will ja nicht mein ALG gefährden.
 

KARLderWEHRER

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Guten Morgen,

das glaube ich nicht. Gerade in der Probezeit haben es beide Parteien, also der AG und der AN, relativ leicht, dass Arbeitsverhältnis aufzulösen. Warum sollte dein ehemaliger Arbeitgeber hier jetzt auf einmal anfangen, Ärger zu machen? Da riskiert der doch ebenfalls, mit dir Ärger zu bekommen.

Die Aufforderung ein Arbeitszeugnis zu erteilen, hat mir mal ein RA für Arbeitsrecht verfasst. Das ist eine normale Sache.
 

ikarus

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Guten Morgen,

das glaube ich nicht. Gerade in der Probezeit haben es beide Parteien, also der AG und der AN, relativ leicht, dass Arbeitsverhältnis aufzulösen. Warum sollte dein ehemaliger Arbeitgeber hier jetzt auf einmal anfangen, Ärger zu machen? Da riskiert der doch ebenfalls, mit dir Ärger zu bekommen.

Die Aufforderung ein Arbeitszeugnis zu erteilen, hat mir mal ein RA für Arbeitsrecht verfasst. Das ist eine normale Sache.


kannst du mir sagen was der Anwalt so kostet?
 

KARLderWEHRER

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Hallo Ikarus,

meine Rechtsschutzversicherung hat mir einmal den von mir beauftragten Anwalt, den ich wegen "20-km/h zu schnell" beauftragt habe bezahlt und dieser hat dafür nicht ganz 400€ bekommen. Anwälte kosten also richtig Kohle! Vielleicht könnte man diesen auch über Prozesskostenhilfe finanzieren, dies solltest du jedoch am Besten direkt mit einem Rechtsanwalt, bzw. Fachanwalt für Arbeitsrecht besprechen.

Ikraus: Bitte entspann dich aber mal! Das Arbeitsverhältnis wurde von deinem Arbeitgeber während der Probezeit gekündigt! Also, dass hast du grundsätzlich nicht zu verantworten. Vielleicht kannst du den von mir oben angeführten Vorschlag für die Anforderung deines Arbeitszeugnisses verwenden und dabei die Androhung der gerichtlichen Hilfe (noch) weglassen. Und wenn dir dein ehemaliger Arbeitgeber nach Ablauf der Frist kein Zeugnis erteilt hat, schickst du dieses Schreiben, nur eben mit der Androhung gerichtlicher Hilfe!

Über den Inhalt des Arbeitszeugnisses kannst du dann nachdenken, sobald du dieses in den Händen hältst.

Wichtig ist jedoch, mögliche Ausschlussfristen, die evtl. in deinem Arbeitsvertrag beinhaltet sind (in der Regel 3 Monate) unbedingt zu beachten.

Gruß
 

ikarus

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Hallo Ikarus,

meine Rechtsschutzversicherung hat mir einmal den von mir beauftragten Anwalt, den ich wegen "20-km/h zu schnell" beauftragt habe bezahlt und dieser hat dafür nicht ganz 400€ bekommen. Anwälte kosten also richtig Kohle! Vielleicht könnte man diesen auch über Prozesskostenhilfe finanzieren, dies solltest du jedoch am Besten direkt mit einem Rechtsanwalt, bzw. Fachanwalt für Arbeitsrecht besprechen.

Ikraus: Bitte entspann dich aber mal! Das Arbeitsverhältnis wurde von deinem Arbeitgeber während der Probezeit gekündigt! Also, dass hast du grundsätzlich nicht zu verantworten. Vielleicht kannst du den von mir oben angeführten Vorschlag für die Anforderung deines Arbeitszeugnisses verwenden und dabei die Androhung der gerichtlichen Hilfe (noch) weglassen. Und wenn dir dein ehemaliger Arbeitgeber nach Ablauf der Frist kein Zeugnis erteilt hat, schickst du dieses Schreiben, nur eben mit der Androhung gerichtlicher Hilfe!

Über den Inhalt des Arbeitszeugnisses kannst du dann nachdenken, sobald du dieses in den Händen hältst.

Wichtig ist jedoch, mögliche Ausschlussfristen, die evtl. in deinem Arbeitsvertrag beinhaltet sind (in der Regel 3 Monate) unbedingt zu beachten.

Gruß

Hallo, KARLderWEHRER!
Ja, es gibt die Ausschlußfrist von 3 Monaten, darum treibt es mich auch um!
Also ich wurde 10.06.2013 zum 31.07.2013 zum Ende der Probezeit gekündigt.
Habe mit meiner Vorgesetzten gesprochen und wurde vertröstet.
Danach habe ich noch zweimal telefoniert und kam beim letzten Anruf gar nicht mehr durch. Also wurde vom Vorzimmer abgewimmelt.
Da war ich noch sehr freundlich.
Habe dann am 20.08.2013 eine E-Mail gesendet mit der Bitte um ein Arbeitszeugnis und Fristsetzung bis zum 03.09.2013 und Androhung sich "andere Wege vorzubehalten"
Da ein Bekannter sagte E-Mails seien nicht rechtsverwertbar habe ich das selbe Schreiben noch´mal am 27.08.2013 per Einschreiben/Rückschein abgesendet. Wie gesagt Termin 03.09.2013 bisher rührt sich immer noch nichts.
Wie du schon schreibst gibt es in meinem Vertrag eine Ausschlußfrist von drei Monaten.
Da frage ich mich wann zählt die Frist ab Datum des Kündigungsschreiben oder ist das Datum die vertragliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Darum habe ich auch das Schreiben mit Rückschein losgeschickt.
Auch frage ich mich: Wenn ich innerhalb der 3 monatigen Ausschlussfrist meinen Anspruch auf ein Zeugnis geltend gemacht habe, zählt diese dann noch oder greift dann die Ausschlussfrist.?
Wer weiß da Bescheid?
 

KARLderWEHRER

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Guten Morgen Ikarus,

die 3-monatige-Ausschlussfrist beginnt ab dem Zeitpunkt der Kündigung zu wirken. Da deine Kündigung zum 31.07.2013 wirksam wurde, endet die Ausschlussfrist, innerhalb derer mögliche Ansprüche geltend zu machen sind, Ende Oktober.
Du hast also deinen Arbeitgeber schon via E-Mail aufgefordert, ein Arbeitszeugnis zu erteilen?! Dann schreibe diesem folgendes:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bekanntlich endete meine Beschäftigung in Ihrem Hause zum 31.07.2013. Gleichwohl haben Sie mir bis heute trotz entsprechender Aufforderung kein Arbeitszeugnis erteilt. Ich fordere Sie deshalb erneut dazu auf, mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, unter Aufnahme von Angaben über Leistung und Verhalten zu erteilen und setze Ihnen hierzu eine letzte Frist bis zum xx.xx.xxxx. Nach fruchtlosem Verstreichen der vorgenannten Frist werde ich meine Ansprüche gerichtlich geltend machen.

MFG

ENDE- ENDE - ENDE

Gib deinem Arbeitgeber noch einmal 2 - 3 Wochen Zeit. Wenn du dann immer noch kein Zeugnis hast, müsstest du dann leider Klage bei deinem zuständigen Arbeitsgericht erheben. Bitte beachte außerdem, dass dir noch genügend Zeit bleibt, dass Arbeitszeugnis inhaltlich zu prüfen, sodass du ggf. die Möglichkeit hast, mögliche Einwendungen gegenüber dem Arbeitgeber geltend zu machen. Eine mögliche Klage wäre dann vor Ende Oktober bei deinem Arbeitsgericht einzureichen.

Hier endet jetzt meine Hilfsmöglichkeit für dich. Du kannst den Weg wie von mir beschrieben gehen, oder du nimmst dir einen Anwalt. Mehr kann ich leider nicht für dich tun.

Gruß
KdW
 

ikarus

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Hallo KARLderWEHRER,

ich möchte mich bei dir recht herzlich bedanken!
Mehr kann man nicht erwarten.
Du warst mir eine große Hilfe!
 

KARLderWEHRER

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Hallo Ikarus,

ich hoffe, dass dann alles klappt!

Sollte es dennoch Probleme geben, kannst du dich gerne erneut - am besten via PN - melden. Ggf. können wir dann gemeinsam eine Klageschrift verfassen.

Wollen wir aber hoffen, dass die Sache auch so geregelt wird.

Gruß
 
E

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Bis heute nix, keine Rückmeldung, kein Arbeitszeugnis nix.
Nun will ich bis zum Ende der Woche noch abwarten.
Aber wenn dann nix passiert, weiß ich nicht mehr was ich machen soll. ...

Könnt ihr mir raten was ich nun tun soll?

Ja, natürlich. Geh aufs Arbeitsgericht und erhebe Klage. Alles andere ist sinnlos - keine Drohungen mit Anwalt oder so, darüber lachen die sich tot. Denn in einem Arbeitsgerichtsprozeß zahlt in der ersten Instanz jede Partei ihren Anwalt selbst, egal wie die Sache ausgeht (einzige Ausnahme: Gewerkschaftsmitglieder und Rechtsschutzversicherte).

Du brauchst aber keinen Anwalt. Vor Jahren war das so, daß man auf dem Gericht einen Zettel bekam, wo der Arbeitgeber eingetragen wurde und dann wie auf einem Wahlzettel anzukreuzen war, was eingeklagt werden sollte. Wenn das bei Euch anders ist, wird Dir der Rechtspfleger helfen.
 

KARLderWEHRER

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Hallo Ikarus,

warte jetzt bitte zunächst einmal noch ab, ob es (hoffentlich) eine Reaktion auf dein 2. Schreiben geben wird.

Ich habe mir erlaubt, eine Klage für dich vorzubereiten, die du ggf. verwenden könntest, sollte deine erneute Aufforderung fruchtlos bleiben.

Diesen ersten Entwurf kannst du dir schon einmal anschauen.

Du bist quasi "Max Mustermann" und dein ehemaliger Arbeitgeber ist die "Muster GmbH". Alle Angaben sind entsprechend von dir anzugeben.

Du müsstest diese Klageschrift und alle "Anlagen" 2 mal kopieren, die Anlagen entsprechend kennzeichnen (Anlage K1, Anlage K2,...) und beide Exemplare unterschreiben und die Klage dann an das für dich zuständige Arbeitsgericht senden.

Selbstverständlich stehe ich dir dann auch weiterhin für Fragen zur Verfügung und würde dich auch bei dem Rechtstreit "begleiten". Allerdings schicke ich dir dann eine Rechnung ;-). Nein quatsch, dass mache ich so!

@alle: Sehr gerne bin ich für weitere Anregungen für diese Klage dankbar und freue mich über eure kritischen Kommentare.



Gruß

KdW
 

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ikarus

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Hallo KARLderWEHRER,

ich danke dir für die goßartige Unterstüzung und die vorgefertigten Klageschrift.
Ich habe jedoch festgestellt, das ich noch in der Gewerkschaft bin.
Dort bin ich noch als Arbeitsloser geführt!
War dann gestern dort mit meinen Unterlagen und habe sofort
DGB - Rechtsschutz bekommen.
Meinen fehlenden Gerwerkschaftsbeitrag musste ich natürlich nachzahlen. Mit 45 € war das aber nicht all zu viel!
Da ich dort 35 Jahre Mitglied bin hat auch keiner schief gekuckt!

Also, jetzt schießt der DGB zurück und ich brauche keinerlei Klagen aus dem Weg zu gehen!

Morgen werde ich 60 Jahre jung, das ist mir in meinem Arbeitsleben (43 Jahre) noch nicht passiert!
Wenn diese Art von Unternehmer es so haben wollen, dann von mir aus.
Es ist eine Schande das die Arbeitswelt zum Teil so rücksichtslos geworden ist!
Ich weiß mich aber zu wehren!
Dank solcher Leute wie dir und diesem Forum, weiß man, man ist nicht allein und hat Mitstreiter!
Bei der Beratung beim DGB-Rechtsschutz bin ich auch sofort
darauf aufmerksam gemacht worden, das die mir ein wohlwollendes Zeugnis ausstellen müssen!
Das wird dort auch geprüft. Kann interessant werden!
Jetzt warte ich mal die Reaktion ab!

Eigentlich wollte ich das nicht, aber wenn man so Vera......t wird
muss man eben tätig werden!
Nebenbei der Verein ist weltumfassent, humanitär und unpolitisch!
Mag ja sein!
Aber von Humanität gegenüber den Mitarbeitern, keine Spur!
Zudem arbeitet man nicht direkt für den Verein, sondern in einer gGmbH. Also extra gegründeten Firma.

So nun aber für heute genug:
Morgen geht zur Demo "umfairteilen" in Bochum!
Danach wird Geburtstag gefeiert!
 

SimdeB

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Morgen werde ich 60 Jahre jung, das ist mir in meinem Arbeitsleben (43 Jahre) noch nicht passiert!

ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG... :icon_party:


Ich kann dich sehr gut verstehen und finde es auch sehr traurig, dass ein "Faires miteinander in der Arbeitswelt" kaum noch gibt.
Du hast nun einen Weg gefunden, dich zu wehren und das ist auch gut so!

Ich bin auch 60ig und bewerbe mich auf dem Arbeitsmarkt.
Und ich höre auch immer so Sätze wie "in deinem/ihrem Alter..." Ich könnte aus der Haut fahren, aber meine Disziplin verbietet mir das!

Es kommen auch immer so Sätze, wie "auch du hast es gut, kannst ausschlafen und spazieren gehen..". Aber ich bin nicht glücklich und vermisse eine Aufgabe/Arbeit.

Ja, nun ist das Renteneintrittsalter auf 67 hochgeschraubt, aber wohin mit den Alten ab 50-60ig, die unverschuldet arbeitslos geworden sind???

Ich hatte vor 14 Tagen wieder ein Vorstellungsgespräch und damit auch wieder Hoffnung getankt, aber auch hier wieder das gleiche Pozedere:
Vorgestellt und das war es dann auch. Keine Absage!!! Nein, die melden sich einfach nicht mehr!
---> das ist nich FAIR!
---> ich erwarte nach einem Vorstellungsgespräch eine kurze E-Mail mit einem Dankeschön, dass wir sie kennenlernten durften, aber ...

Nun wünsche ich dir viel Glück und hoffe, dass du bald dein Arbeitszeugnis bekommst! Halte uns auf dem Laufenden ...
 

KARLderWEHRER

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Hallo Ikarus,

vielen Dank für deine Rückmeldung!

Gratulieren werde ich dir natürlich erst morgen und das auch nur, wenn ich dran denke
;-).

Die Arbeitswelt muss man nach meiner Meinung pragmatisch sehen. Wenn ein fairer und offener Umgang nicht möglich ist, muss man eben manchmal mit der Brechstange kommen. Die Zeiten sind eben nicht einfach heutzutage. Allerdings konnte ich selbst obwohl ich erst Mitte 20 bin ebenfalls ein paar wenige Arbeitgeber kennen lernen, bei denen ein menschlicher und fairer Umgang herrschte. Diese gibt es heute auch noch.

Bezüglich deiner Angelegenheit, bist du bei der Gewerkschaft sicherlich in sehr guten Händen. Ich bitte dich dennoch, uns auf dem laufenden zu halten.

Gruß
KdW
 

HartzVerdient

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Also, jetzt schießt der DGB zurück und ich brauche keinerlei Klagen aus dem Weg zu gehen!

Darf ich dennoch eine Warnung bzgl. DGB aussprechen ? Ich selbst war auch lange Zeit Mitglied beim IG-Metall und somit bei der DGB-Rechtsschutz und kann dir da einige Stories erzählen.

Am Anfang bekommst man immer schnell "Rechtschutz" und Beratung und das Blaue vom Himmel erklärt. Leider kommt die Ernüchterung erst im Nachhinein, wenn einem die Beratung bzw. das Ergebnis am Ende nicht passt.

Ich erzähle vom 3 Fällen, bei dem der Rechtsverdreher der DGB für mich tätig wurde.

Fall1:
Ich war noch ein Angesteller bei einem renomierten und namhaften IT Dienstleister mit knapp 100.000 MA Weltweit. Im Rahmen etlicher Umstrukturierungen und neuen Chefs, wurde meine einstige Tätigkeit schnell in eine Tätigkeit die alle Tätigkeitsfelder der IT Branche umfasste umgeändert. Ich wurde permanent zu anderen und andersartigen Arbeiten genötigt und sogar mehrfach abgemahnt (... um mich kleinzukochen).

Das Ganze war so schlimm am Ende, dass ich krank wurde und letztendlich zum IG-Metall ging. Dort erhielt ich auch die schnelle Rechtsschutzzusage und landete bei einem Vollpfosten von Anwalt des DGB-Rechtsschutz. Der bemühte sich, ging sogar zum Unternehmen und unterhielt sich mit dem Betriebsrat. Ich machte ihn noch aufmerksam, dass man ihn ggf. sogar manipulieren würde usw.

Als das Gespräch um war, wurde ich in seine DGB Kanzlei eingeladen und er erzählte mir alles "was nicht ging" statt den Dingen die "gingen". Sprich: Er plapperte den gleichen Nonsense wie der Betriebsrat runter, obwohl ich einen eindeutigen Arbeitsvertrag mit Tätigkeitsbeschreibung hatte. Es stellte sich für mich heraus, dass der Typ einfach keinen Plan von seiner Arbeit hatte und es sich sehr einfach machte.

Wenn ich zum Anwalt gehe, dann will ich Ergebnisse, die "für mich" statt "gegen mich" sehen und kein drumherumgerede. Irgendwann hat er dann nichts mehr von sich hören lassen. Ich wurde bei der Dame am Telefon (DGB) abgewimmelt, fristen verstrichen usw.. Ich wurde letztendlich richtig krank und habe dann gekündigt.

Fall2:
Arbeitszeugnis vom o.g. Unternehmen. Selbst hier erhielt ich ein formal, inhaltliches und bewertungstechnisch falsches Arbeitszeugnis durch meinen AG ausgestellt (... hat er selbst zurechtgepinselt ohne sich das von der RA- bzw. Personalabteilung des Unternehmens absegnen zu lassen). Darin wurden Arbeiten aufgeführt, die ich zwar tat (tun musste, wegen Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen), die aber nicht zu meinen Aufgaben bzw. Tätigkeitsfeld gehörten.

Auch hier erhielt ich blitzschnell wieder einen Termin bei dem gleichen Vollpfosten. Auch hier wieder viel blah blah und Zusprechung. Am Ende dauerte das Ganze über 1 Jahr, auch hier wieder Abwimmeln der Dame vom DGB, Hinhaltetaktik usw.

Tenor des Arbeitszeugnisses war, dass letztendlich dann Änderungen im großen Umfang durchgeführt wurden, aber letztendlich die falsche Tätigkeiten im Arbeitszeugnis weiterhin enthalten sind. Tätigkeiten, die mir für meinen weiteren beruflichen Werdegang sehr hinderlich waren bzw. sind.

Auch hier war dann viel Gerede, was "ging" und was "nicht ging". Alles Dinge, die mich überhaupt nicht interessierten. Der Typ hatte weder die Lust, die Qualifikation noch die Ahnung von irgendetwas gehabt. Ich hatte viel Stress mit dem, viel Rennerei und mustse zum Schluss sogar mit der GL der DGB-Rechtsschutz GmbH und der Anwaltskammer drohen.

Fall3:
Eines meiner Mitglieder der Famile erhielt von einem Mittelständer ein Arbeitszeugnis, welches formal, inhaltlich als auch Angabentechnisch mit absoluten Mängeln behaftet war. Auch hier setzte sich der Anwalt mit mäßigem Erfolg ein. Das Arbeitszeugnis konnte in einigen Aspekten verbessert werden, jedoch enthält das Zeugnis weitherin formale, technische und sonstige Fehler wie Rechtsschreibung, Grammatik, Neudatierungen, Anschrift der Person im Briefkopf usw..

Irgendwann stellten sich auch hier die gleichen Probleme ein, wie im Fall2. Der Anwalt meldete sich nicht mehr, die Damen vom Emfpang wimmelte nur ab. Sachen wurden einfach nur verschleppt usw. Etliche Telefonate mit dem IG-Metall brachten keine Besserungen. Auch als wir uns schlussendlich an die GL der DGB-Rechtsschutz wandten und zeitnah eine Antwort vom Sachbearbeiter für Kundenservice erhielten, war keine Besserung in Sicht.

Irgendwann rief der Anwalt an und redete sich nur raus. Erklärte wieder von den Dingen die "nicht gingen" als von den Dingen die "gingen". Bis wir die Nase letztendlich voll hatten und resignierten.

Ich kann daher die IG-Metall und den DGB (auch SoVD) nur denen empfehlen, die wirklich sich nicht zu helfen wissen. Letztendlich ist die Hilfe von denen nur schlecht. Wenn du vernünftig beraten werden möchtest, such dir einen richtigen Fachanwalt für Arbeitsrecht.
 

KARLderWEHRER

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Hallo Hartzverdient,

danke für die Schilderungen deiner - leider negativen - Erfahrungen.

Ich habe mich in der Vergangenheit von einer mittelgroßen Anwaltskanzlei vertreten lassen. Die Herren Anwälte waren alle FA für Arbeitsrecht. Die Finanzierung habe ich über meine Rechtsschutzversicherung vorgenommen. Hier habe ich mich wirklich erstklassig beraten und aufgehoben gefühlt. Dort wurden meine Interessen auch wirklich gut vertreten und durchgesetzt.

Mittlerweile ist diese Versicherung gekündigt und ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema Arbeitsrecht befasst. Ich habe sogar selbst und ohne Anwalt ein paar Arbeitgeber verklagt und konnte dabei sehr wertvolle Erfahrungen in der Güteverhandlung sammeln. Zudem kann man gerade, wenn man seine Klagen verfasst Argumentationen und Erklärungen verwenden, die womöglich nicht jeder Anwalt so sehen würde und womöglich auch nicht so formulieren würde, und in der Klageschrift entsprechend aufnehmen.

Gerade auch eine Klage wegen eines Arbeitszeugnisses stellt in meinen Augen keine große Herausforderung dar. Der Arbeitgeber wurde dazu aufgefordert und noch einmal daran erinnert. Wenn er dann immer noch kein Zeugnis erteilt, ist das dann sein Problem wenn man klagt. Basta!

Sicherlich muss man hierzu aber erste Erfahrungen mit dem Arbeitsgericht gemacht haben, damit man ungefähr wie "der Hase läuft". Ganz ohne Kenntnisse würde ich mich das wohl auch nicht zutrauen.

Gruß
KdW
 
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